DE704292C - Herstellung aktiver Kohle - Google Patents
Herstellung aktiver KohleInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
- C01B32/30—Active carbon
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- C01B32/336—Preparation characterised by gaseous activating agents
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Description
- Herstellung aktiver Kohle Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung aktiver Kohle, bei dem verkohltes Material von geeigneter Größe mit Dampf oder Wasser imprägniert, dann auf über 4oo' erhitzt und schließlich gekühlt wird, unter mehrfacher Wiederholung der Erhitzung und der Kühlung, bis das verkohlte Material den gewünschten Grad der Aktivierung erreicht hat.
- Das zu verwendende verkohlte Material kann durch Erhitzen organischer Stoffe, wie Holz, Kokosnußschalen, Sägemehl oder nicht backender Kohle, erzeugt werden.
- . Bei den bekannten Aktivierungsverfahren unter Verwendung von Dampf wird der Dampf von einer Richtung aus dem verkohlten Material zu- bzw. durch das Material hindurch geleitet, so daß die Aktivierung an der Seite schneller vor sich geht, - auf der der Dampf zuerst aufschlägt, als an der abgewandten Seite. Wenn der dazwischenliegende Teil des Materials einen gewünschten Grad der Aktivierung erreicht hat, ist die Kohle auf der Seite der Dampfzuleitung durch Oxydation bereits teilweise vergast, während das Material auf der der Dampfzuleitung abgewandten Seite noch nicht bis zum gewünschten Grad aktiviert ist. Man erhält also auf diese Weise keine gleichmäßigen Produkte. Durch eine längere Aktivierung des Materials wird dies weder behoben noch der Grad der Aktivierung sonderlich gef ördert.
- Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß das zu aktiviereride Material nach vorheriger Imprägnation mit Wasser durch Erhitzung der 1-Einwirkung des Dampfes ausgesetzt wird, der aus der durch das Material aufgesaugten Feuchtigkeit entwickelt wird. Das *Material wird hierbei von innen heraus aktiviert, und die Vergasung der- Kohle findet in solchen Grenzen statt, wie dies für die Aktivierung erforderlich ist, so daß ein gleichmäßig aktiviertes Produkt ohne nachteiligen Verlust an Kohle erzielt wird. Durch eine Wiederholung der Anfeuchtung, Erliitzung und Kühlung kann der gewünschte Aktivierungsgrad erreicht werden. Das Produkt kann als Entfärbungsmittel oder auch als Adsorptionsmittel für Dampf oder Giftgas Verwendung finden.
- Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführzing des Verfahrens gemäß der Erfindung irn senkrechten Schnitt veranschaulicht.
- i ist ein Trichter zur Aufnahme des -mit Feuchtigkeit gesättigten verkühlten Materials. Das untere, Ende dieses Trichters mündet in eüie Aktivierungskammer2, die von einem Flammenraun14 umgeben ist, der eine zylindrische Wand 3 aufweist. Die Lufteinlaßöffnung5 ist am unteren Ende des Flammenraumes 4 vorgesehen. Das verkohlte Material wird auf seinem Durchgang durch den oberen Teil der Aktivierungskammer2 erhitzt und verliert dort seine überschüssige Feuchtigkeit.. behält jedoch den für die Aktivierung erforderlichen Teil der Feuchtigkeit bei. Das X1aterial sinkt dann zum mittleren Teil der Kammer herab, wo es unter der Einwirkung von Dampf, der sich aus seiner eigenen Feuchtigkeit durch die Hitze der Flamme entwickelt, aktiviert wird, und setzt seine Ab- wärtsbewegung fort, bis es in das in dem unter der Aktivierungskammer 2 gelegenen Behälter 6 enthaltene Wasser herabgleitet und abgekühlt wird.
- Das verkühlte Material wird dann dem Wasserbehälter entnommen und nach Entfernung des überschüssigen Wassers nach dem Behält-er 7 befördert, von wo es durch die Fördereinrichtung 8 nach dem oberen Teil des Ofens gehoben wird. Es läuft dann durch das Förderrohr 9 wieder nach dem Trichter i und wird wiederum in die Aktivierungr, kammer 2 geleitet, wo es nochmals der obenerwähnt-en Behandlung unterzogen wird.
- Durch diese wiederholten Behandlungen des Materials wird der Grad der Aktivierung des Materials ohne Gefahr eines großen Verlustes an Kohle erhöht. Eine zehn- bis zwölfmalige Behandlung genügt für die Zwecke der Herstellung von aktivierter Kohle zur Verwendung bei Gasmasken.
Claims (1)
- PATE NTAN SPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aktiver Kohle durch Wasserdampfaktivierung vorverkohlt-er, auf die gewünschte Größe zerkleinerter Stoff e bei Temperaturen über 4oo', dadurch gekennzeichnet, daß man das Rohmaterial mit Dampf oder Wasser befeuchtet, sodann erhitzt und wieder abkühlt und diese Maßnahmen mehrmals bis zur Erreichung des gewünschten Aktivierungsgrades wiederholt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP704292X | 1938-09-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE704292C true DE704292C (de) | 1941-03-27 |
Family
ID=13431211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU14859D Expired DE704292C (de) | 1938-09-07 | 1939-09-06 | Herstellung aktiver Kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE704292C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE974452C (de) * | 1950-08-12 | 1960-12-29 | Union Rheinische Braunkohlen | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Aktivkohle aus feinkoernigen oder staubfoermigen bituminoesen Brennstoffen |
-
1939
- 1939-09-06 DE DEU14859D patent/DE704292C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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