DE703477C - Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse - Google Patents

Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse

Info

Publication number
DE703477C
DE703477C DE1937D0075964 DED0075964D DE703477C DE 703477 C DE703477 C DE 703477C DE 1937D0075964 DE1937D0075964 DE 1937D0075964 DE D0075964 D DED0075964 D DE D0075964D DE 703477 C DE703477 C DE 703477C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cartridge
firing pin
ignition
mass
thermal decomposition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1937D0075964
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Balla
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Auergesellschaft GmbH
Original Assignee
Auergesellschaft GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Auergesellschaft GmbH filed Critical Auergesellschaft GmbH
Priority to DE1937D0075964 priority Critical patent/DE703477C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE703477C publication Critical patent/DE703477C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B21/00Devices for producing oxygen from chemical substances for respiratory apparatus

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Formkörper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse Die Erfindung betrifft einen insbesondere für Atemschutzgeräte dienenden Formkörper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse, die in einem Behälter untergebracht ist, an dessen Bodeninnern ein Zündsatz, beispielsweise Zündhütchen, angeordnet ist, dessen Zündung mechanisch erfolgt.
  • Bei der Sauerstofferzeugung für Atemzwecke durch Verglühen Sauerstoff abgebender Chemikalien muß die Sauerstoffentwicklung in den für diesen Zweck hergestellten Chemikalpatronen durch eine Zündung eingeleitet werden. Die Patronen sind daher mit einem Zündsatz versehen, der entweder elektrisch durch Erhitzen oder mechanisch durch einen Schlag o. dgl. zur Entzündung gebracht wird. Bei Patronen für mechanische Zündung durch Schlag wird als Zündsatz ein Zündhütchen verwendet, das innerhalb der Patrone unter dem Boden derselben angebracht ist. Um den Zündsatz durch Schlag zur Explosion zu bringen, muß aber der Boden der Patrone bis zu einem gewissen Grade verformt werden. Da der Patronenmantel aus einem kräftigen Werkstoff hergestellt ist, weil die Patronen bei der Gasentwicklung einen gewissen Druck auszuhalten haben, ist ein verhältnismäßig starker Schlag notwendig, um die Zündung einzuleiten. Eine solche Patrone ist zwar gegen leichte Stöße, wie sie beim Transport auftreten, unempfindlich, und es ist im Interesse der Sicherheit nicht ratsam, die Zündung empfindlicher zu machen. Dagegen sind verhältnismäßig große und schwere Schlageinrichtungen erforderlich, da schon eine erhebliche Kraft und Masse dazu gehört, den Boden der Patrone zu verformen und den Zündsatz zur Explosion zu bringen. Bei den i>islier bekannten Zündeinrichtungen ist deshalb entweder ein :iiit Schlagstift versehener Knopf angeordnet, auf den mit der Hand aufgesclilagen wir 1, o ler es werden Schlagbolzen o ler hammerähnliche Vorrichtungen benutzt, bei denen durch Auslösung einer Federkraft 1Lr Schlag für die Zündung ausgeführt wird.
  • Die Federschlageinrichtungen sind aber, da, wie schon erwähnt, der Schlag sehr kräftig sein mttß. verliältnisinäßig groß, und schwer und auch in der Herstellung teuer. Für frei tragbare Ateinschutz-eräte bilden sie eine "tnerwünschte Z-er"rölierung des ganzen Geräts und eine Vermehrung des Gewichts, ganz al"geselien von einer Verteaerung des Ger:its.
  • Die Erfindung besteht nun darin. daß vor der dem Zün(Isatz gegenüberliegenden Stelle rles Behälterbodens ein Röhrchen zum Einetzen einer Geschoßpatrone. z. B. einer Teschingpatrone, sowie ein Hahn, Schlag-1)olzen o. dgl., zum Abschuß der Patrone <in-_eor:Inet sind.
  • In dein Aufhewahrungskasten ist eine ausl,1sbare Sperrung angeordnet, die beim Heraus1iehinen (les Geräts die Feder des Schlag-?>olzens spannt und den Schlagbolzen freigibt.
  • Auch lc;innen Bowrtenziige oller Elektroriagnete zur Fei-natislösun- des Halins oder Schlagbolzens verwendet werden.
  • In `der Zeichnung sind zwei Ausführungsl@ei:piele der Erfindung dargestellt.
  • Die Abb. i zeit rlie Sauerstoffquelle eines Schutzgeräts, die aus einer Cheniikalpatrone i mit dein Preßkörper -2 und den Zündsätzen 3, 4. hesteht. Die vor dem Boden 5 und den Zündsätzen 3, 4 angeordnete Zündvorrichtung be-,teht aus dein kurzen Lauf;, in der eine Geschol1patrone (i, z. B. Teschingpatrone, gelagert ist. Der Schlagbolzen 8 mit seiner Spitze g kann zur Einwirkung auf die Patrone cbracht werden.
  • Bei (fieser Ausführung ist es auf v erschie-@!une Weise ni@@@lieh, den Schlagbolzen 8 mit :einer Spitze d durch die Federkraft io gegen lie Geschoßpatrone 6 schnellen zti lassen. Man kann auch die Ausl;isung mittels eines Griffs, @ler am Schlagbolzen befestigt ist, den man nach dem Anziehen losläßt oder durch Bow(lenzug o. dgl. herbeiführen. Hierdurch wird die Geschoßpatrone 6 in üblicher Weise gezündet. Das Geschoß trifft den Boden 5 der Chemikalpatrone i und löst den Zündsatz 4, 3 aus.
  • Die Abb.2 zeigt einen Teil eines Fluchtger:its, welches in einem Aufbewahrungskasten 1 i untergebracht ist. Auf einer Platte 16 sind (furch Schellen 17 die Chemikalpatrotie i sowie auch die Schießvorrichtung, wie diese schon in den Ausführungen zti Abb. i bis auf den kugelförmigen Ansatz 14 l-esclirieben ist, befestigt. Die Federklemme 13 hat einen unten mit einem Gewinde verseltenen Bolzen 12, auf (]en eine -Mutter 15 aufgeschraubt ist.
  • Soll das Gerät in den Aufbewahrungskasten eingesetzt «-erden, wird die Gewindemutter 13 von dein Bolzen 1 2 ahgabgeschraubt. Die von 13 mit dein Bolzen 12 wird aus dein Kasten herausgenommen und der kugelförmige Ansatz 14. zwischen die beiden Schenkel der Klemme 13 geschoben. Jetzt wird das ganze Gerät in den Aufbewahrungskasten so eingesetzt, daß der Bolzen der Federklemme in (las am Boden des Aufbewahrungskastens für den Bolzen vorgesehene Loch gleitet und finit seinem unteren Ende Herausragt. Die Gewindemutter wird nun aufgeschraubt und angezogen. Das Gerät ist nun gebrauchsfertig.
  • Ini Falle einer Gefahr wird (las Gerät aus dem Aufbewahrungskasten i i herausgerissen. Hierbei spannt sich die Feder io des Schlagbolzens B. Der kugelförmige Ansatz 14 wird durch Nachgeben der Federspannung frei. Dadurch wird der Schlagbolzen 8 durch die Spannkraft der Fe(ler io mit seiner Spitze 9 gegen den Bollen der Geschoßpatrone 6 geschleudert und bringt diese zur Entzündung.
  • Statt der vorstehend beschriebenen Anordnung zum Spannen der Schlagbolzenfeder io kann auch ein Faden bestimmter Reißfestigkeit an dem Boden des Aufbewahrungskastens l;ef(stigt werden. Auch lassen sich noch an-@'ere Anordnungen treffen, z. B. Verwendung von Federklerninen, die sich bei Lockerung der Schraube auseinanderbiegen, nach dem Einsetzen des Geräts finit seinem unten an der Schießvorrichtung vorgesehenen kugelförmigen Ansatz in die offene J#ederkletnnie durch Anziehen der Schraube aneinanderpressen und so den Ansatz festhalten.
  • Bei den vorgeschlagenen Anordnungen unter Verwendung einer Geschoßpatrone ist der schwache Knall der Patrone ein erwünschtes Anzeichen dafür, daß die Zündung erfolgt ist. Die besclirieltene Zündeinrichtung ist für alle Vorrichtungen verwendbar, bei denen Sauerstoff abgebende Cheinikalpatronen der eingangs beschriebenen Bauart verwendet werden. Da die Kraft, die zum Auslösen der kleinen Schlagbolzeneinrichtung für die Teschingpatrone erforderlich ist, nur ganz gering ist, ist auch eine Fernzündung der Clieinikalpatronen entweder mechanisch durch Bow(lenzug oder ancli elektromagnetisch nie )glich.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRÜC11L: i. Formkörper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse, die in einem Behälter untergebracht ist, an dessen Bodeninnern ein Zündsatz, beispielsweise Zündhütchen, angeordnet ist, (-essen Zündung mechanisch erfolgt, insbesondere für Atemschutzgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß vor der dem Zündsatz (4.) gegenüberliegenden Stelle des Behälterbodens (5) ein Röhrchen (7) zum Einsetzen einer Geschoßpatrone (6), z. B. einer " Teschingpatrone, sowie ein Hahn, Schlagbolzen (8) o. dgl. zum Abschuß der Patrone angeordnet sind. Formkörper nach Anspruch z für Geräte, die in einem Aufbewahrungskasten untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Aufbewahrungskasten (tz) eine auslösbare Sperrung (1z) angeordnet ist, die beim Herausnehmen des Geräts die Feder (ro) des Schlagbolzens (8) spannt und den Schlagbolzen freigibt. 3. Vorrichtung nach Anspruch z, gekennzeichnet durch Bowdenzüge oder Elektromagnete zur Fernauslösung des Hahns oder Schlagbolzens.
DE1937D0075964 1937-08-19 1937-08-19 Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse Expired DE703477C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1937D0075964 DE703477C (de) 1937-08-19 1937-08-19 Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1937D0075964 DE703477C (de) 1937-08-19 1937-08-19 Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE703477C true DE703477C (de) 1941-03-10

Family

ID=7062079

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1937D0075964 Expired DE703477C (de) 1937-08-19 1937-08-19 Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE703477C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1578457B2 (de) Sicherungseinrichtung fuer aufschlagzuender
DE703477C (de) Formkoerper aus durch thermische Zersetzung Sauerstoff abgebender Masse
DE4127023C2 (de) Treibladungsanzünder mit einem durch eine Feder vorgespannten Schlagbolzen
DE2043340A1 (de) Piezo-elektrischei Zünder für Detonatoren insbesondere an Geschossen
DE687242C (de) Von einem Stock abzuschiessende Stielhandgranate
DE2426838A1 (de) Aufschlagzuender
DE328410C (de) Zeit- oder Aufschlagzuender mit einem schweren Fallgewicht, welches zu einem bestimmten Zeitpunkte einen im Innern des Zuenders gespannten Draht oder Faden zerreisst und dadurch die Zuendung herbeifuehrt
DE102021004527B3 (de) Anstichnadelbeschleuniger und Verfahren zum reproduzierbaren Auslösen einer Mine
AT86313B (de) Knallsignalvorrichtung zur Verhütung des Diebstahles von Briefstaschen und dgl.
DE2920135A1 (de) Vorrichtung zur zuendung einer zuendschnur, eines verzoegerungssatzes oder einer sprengkapsel
DE606333C (de) Spielzeuggranate
DE51465C (de) Geschofs oder Torpedo mit brisanter Sprengladung und elektrischem Zünder
DE316200C (de)
DE3219400C2 (de) Granate mit Hohlladung und Splitterwirkung
DE95045C (de)
CH207715A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Zünden von beim Verglühen Sauerstoff abgebenden Patronen.
DE1809162A1 (de) Zuender
DE1225518B (de) Drallgeschosszerlegerzuender
AT78793B (de) Übungsbombe.
DE48918C (de) Torpedo
DE202021102499U1 (de) Signalgerät
AT39156B (de) Schrapnell.
AT58620B (de) Einheitspatrone.
AT79389B (de) Geschoßzünder.
DE698057C (de) Zugzuender fuer Landminen