DE316200C - - Google Patents
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- DE316200C DE316200C DENDAT316200D DE316200DA DE316200C DE 316200 C DE316200 C DE 316200C DE NDAT316200 D DENDAT316200 D DE NDAT316200D DE 316200D A DE316200D A DE 316200DA DE 316200 C DE316200 C DE 316200C
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- bomb
- powder charge
- effect
- aircraft
- firing pin
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B25/00—Fall bombs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Lighters Containing Fuel (AREA)
Description
- Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung zum Abwerfen
von Bomben auf Luftfahrzeugen, insbesondere Plugzeugen. Es ist ein Geschütz für Flugzeuge
bekannt geworden, das Geschosse durch Ausnutzung der Rückstoßwirkung einer entzündeten
Pulverladung abschleudert. Diese Einrichtung hat nicht nur eine umständliche.
Bauart, sondern auch noch den Nachteil, daß Reaktionskräfte auf die Haltevorrichtung
des Geschützes und damit auch auf das Flugfe zeug übertragen werden, die sich aus der Be-"
wegung einer langen Hülse im langen Geschützrohr ergeben und z. B. bei eingeroste-
ten Rohren sehr erheblich sind.. .
Bei vorliegender Einrichtung zum Abwerfen von Bomben wird gleichfalls die
Rückstoßwirkung einer entzündeten Pulverladung benutzt, doch wird der Erfindung ge-,
maß die Reaktionswirkung in der Bombe selbst, also ohne Benutzung eines Zwischenmittels, hervorgerufen, um eine Rückstoßwirkung
auf die Haltevorrichtung bzw. auf das Luftfahrzeug vollends auszuschließen. Zu
diesem Zwecke ist die Bombe an ihrem hinteren (oberen) Ende mit einem nach hinten
offenen Kanal o.'dgl. versehen, der die Pulverladung und gegebenenfalls zur Erhöhung der
Reaktionswirkung . ein pfropfenartig wirkendes, schweres Stück, z. B. einen Metallkörper,
aufnimmt, so daß die Explosion in der Bombe selbst vor sich geht und dabei der
Metallkörper nach außen geschleudert wird. Dabei können der zur Entzündung der Pulverladung dienende Schlagbolzen und die
Befestigungsvorrichtung der Bombe mit dem gleichen Handgriff in der Weise; beeinflußt '
werden, daß zuerst die Befestigungsvorrichtung gelöst und sodann der Schlagbolzen zur
Wirkung gebracht wird'.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Bombe, dar, und zwar in
Fig. ι in der einen Ansicht mit teilweisem Schnitt und in Fig. 2 in. der zweiten Ansicht.
Der Bombenkörper 1 ist am hinteren Ende mit einem Muttergewinde versehen, in
\velches das entsprechende Gewindestück eines kurzen, zweckmäßig außen etwas konischen
Rohres 2 eingeschraubt ist. An dieses Rohr, das eine gewehrlaufartige Bohrung 3 besitzen
kann, schließt sich eine engere Bohrung an, die zur Aufnahme einer Pulverladung
dient. Gegen die Bombe zu ist das Rohr abgeschlossen. ' . ■
In die Bohrung 3 ist ein zylindrisches, mit kugelförmigen Böden endendes Bleistück 5
o. dgl. leicht eingepreßt, das durch die Reibung am Herausfallen. verhindert wird. Das
Bleistück 5 liegt mit seinem ■ vorderen Ende an der Mündung der Bohrung 4 in der Bohrung
3 und schließt dadurch, die Pulverladung ab. ' .
In einer radialen Bohrung des Rohres 2 sitzt in einer Büchse und in Berührung mit
der Pulverladung eine Zündkapsel 6, auf welche ein am Bombenhaltegestell des Luftfahrzeuges
angebrachter und durch eine, mechanische Vorrichtung zu .betätigender.'
Schlagbolzen 7 mit seiner Spitze einwirken kann. .
Die Bombe ist zur Festlegung mit zwei vorderen Zapfen 8 und zwei hinteren Zapfen 9
versehen. Die Zapfen 8 schnappen in zwei am Bombenhaltegestell 12 angeordnete, mit
entsprechenden Ausbauchungen versehene Federn 10 ein und übergreifen diese mit' ihren
Kränzen 11, wodurch ein seitliches Ausschie-. ben der Zapfen aus den Federn verhindert
wird: Die.hinteren Zapfen 9' sind in kurzen, mit der Flugrichtung parallelen Längsführungen
im Bombenhaltegestell verschiebbar und werden beim Aufschnallen der Bombe auf
das Gestell mit Sicherungen versehen, welche das Herabfallen der Bombe bei harter .Landung
oder sonstigen starken Stoßen verhindern und unmittelbar, vor dem Abwurf der
Bombe mit derselben Einrichtung, die auch zur Betätigung des Schlagbolzens .7 dient, geöffnet
werden.
Die Bombe wird mit ihren Zapfen 8 und 9 in die Federn 10 und in die Führungen des
Bombenhaltegestelles eingeschoben. Die Fe-'. dem 10 schnappen ein und die Sicherung der
hinteren Zapfen wird geschlossen.
Durch einen einzigen Handgriff werden die
Zapfen .9 entsichert und der Schlagbolzen 7 ausgelöst, wodurch die Zündkapsel 6 zur Explosion
gebracht und dadurch die Pulverladung der Bohrung 4 entzündet wird. Die
Kraft der Explosion, die sowohl auf das Bleistück 5 als auch auf die Bombe, und zwar in
entgegengesetzter Richtung, wirkt, schießt einerseits das Bleistück nach hinten heraus
4-0 und schiebt andererseits die Bombe aus den
Federn 1,0 hinaus, wodurch der Bombe dem Fahrzeug gegenüber eine relative Anfangsgeschwindigkeit
nach vorn verliehen wird. Da die Explosion, welche der Bombe die Anfangsgeschwindigkeit
verleiht; auf einen vom Luftfahrzeug getrennten, in der entgegen-,
gesetzten Richtung zur Bombe sich bewegenden bzw. abgeschossenen Körper wirkt, ϊ werden keine Kräfte auf das Luftfahrzeug
übertragen.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Abwerfen von Bomben aus Luftfahrzeugen durch Rückstoßwirkung
einer entzündeten Pulverladung, dadurch gekennzeichnet, daß die Bombe an ihrem hinteren (oberen)
Ende mit einem nach hinten offenen Kanal
■ . pder' Rohr (2), o. dgl. versehen ist, der
. entweder nur' die Pulveiiadung oder nebst dieser ein pfropfenartig wirkendes,
schweres Stück (5) aufnimmt, so daß die Explosion in der Bombe selbst und dadurch
der Bombenabwurf ohne jede Rückstoßwirkung auf die Haltevorrichtung bzw. das. Luftfahrzeug vor sich geht.
2. Einrichtung zur Lagerung der Bombe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bombe am vorderen und hinteren Teil mit Lagerungszapfen (8 bzw' 9)
o. dgl. versehen ist, die in entsprechende kurze Führungen des Bombenhalteteiles
eingreifen, zum1 Zwecke, die Bombe auf
kurzen Führungsflächen zu lagern.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung
der Bombe und der zur Entzündung der Pulverladung in der
Bombe dienende Schlagbolzen (7) mit dem . gleichen Handgriff in der Weise beeinflußt
werden, daß zuerst die Befestigungsvorrichtung gelöst und sodann der Schlagbolzen
zur Wirkung gebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE316200C true DE316200C (de) |
Family
ID=568918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT316200D Active DE316200C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE316200C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2422660A (en) * | 1945-09-19 | 1947-06-24 | Robert M Elder | Aircraft support for rocket projectiles |
-
0
- DE DENDAT316200D patent/DE316200C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2422660A (en) * | 1945-09-19 | 1947-06-24 | Robert M Elder | Aircraft support for rocket projectiles |
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