DE70147C - Verfahren zur Darstellung von orangen Azofarbstoffen aus Toluylendiaminsulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von orangen Azofarbstoffen aus Toluylendiaminsulfosäure

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DE70147C
DE70147C DENDAT70147D DE70147DA DE70147C DE 70147 C DE70147 C DE 70147C DE NDAT70147 D DENDAT70147 D DE NDAT70147D DE 70147D A DE70147D A DE 70147DA DE 70147 C DE70147 C DE 70147C
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toluenediaminesulfonic
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azo dyes
naphthylamine
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K. OEHLER in Offenbach a. M
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/04Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a benzene derivative

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
C6 H2 CH3 SO3Na
Im weiteren Verlaufe der Arbeiten über die Verwerthbarkeit der Toluylendiaminsulfosäure 1:2:4:6 zur Herstellung von Azofarbstoffen (s. die Patente Nr. 51662 und 65863) wurden noch zwei Farbstoffe dargestellt, welche technischen Werth besitzen.
Während in den oben genannten Patenten die Farbstoffe aus je 1 Molecül Toluylendiaminsulfosäure und 2 Molecülen m-Phenylen- oder m-Toluylendiamin bezw. aus nur 1 Molecül m-Phenylendiamin beschrieben sind, sind jetzt aus der 1 : 214:6-Toluylendiaminsulfosäure und 2 Molecülen ß-Naphtylamin bezw. 1 Molecül ß-Naphtylamin und 1 Molecül m-Phenylendiamin die Farbstoffe:
C6 H2 CH3 SO3 Na (N = NC10 H6 NH2J2 und N=NC10 H6NH2 .N=NC6H3(NHJ,
dargestellt worden. Die neuen Farbstoffe unterscheiden sich in ihren färberischen Eigenschaften von denjenigen der Patente Nr. 51662 und 65863 dadurch, dais sie ungeheizte Baumwolle orange färben, während die Bismarckbraunsulfosäuren als solche überhaupt nicht zum Färben von ungeheizter Baumwolle geeignet sind und der Farbstoff, des Patentes Nr. 65863 röthlichbraun färbt.
Beschreibung des Verfahrens zur Darstellung der Farbstoffe.
Die nach den Angaben des Patentes Nr. 65863 aus 10,1 kg Toluylendiaminsulfosäure dargestellte Lösung der Tetrazoverbindung läfst man zu einer eiskalten Auflösung von 18 kg salzsaurem ß-Naphtylamin in 1000 1 Wasser hinzulaufen; dabei vereinigt sich die Tetrazoverbindung mit ι Molecül ß-Naphtylamin unter Salzsäureaustritt zu einem sogen. Zwischenproduct, welches sich als braunes Pulver abscheidet. Nach mehrstündigem Umrühren wird die Reactionsmasse mit einer concentrirten Lösung von 70 kg essigsaurem Natron versetzt, worauf sich die Bildung des Farbstoffes vollzieht. Zum Schlufs erwärmt man die Masse unter Zugabe von 30 kg Soda zum Kochen, scheidet den Farbstoff mit Kochsalz aus, filtrirt, preist und trocknet denselben. Er bildet ein rothes Pulver, welches sich in heifsem Wasser mit gelbrother Farbe löst; auf Zusatz von Salzsäure entsteht in dieser Lösung ein braunrother Niederschlag. Concentrirte Schwefelsäure löst den Farbstoff mit blaugrauer Farbe. Er färbt ungeheizte Baumwolle im alkalischen Bade rothorange; die Färbungen besitzen eine sehr bedeutende Seifenechtheit.
Zur Darstellung des anderen Farbstoffes bereitet man sich zunächst das Zwischenproduct aus 10,1 kg Toluylendiaminsulfosäure und 9 kg ß-Naphtylamin, wie oben angegeben wurde, und setzt zu demselben eine auf o° abgekühlte Lösung von 10,3 kg schwefelsaurem m-Phenylendiamin und 75 kg essigsaurem Natron.
Sobald die Bildung des Farbstoffes vor sich gegangen ist, bringt man die Reactionsmasse unter Zusatz von 33 kg Soda zum Kochen und scheidet den Farbstoff in der im ersten Beispiel beschriebenen Weise ab. Er bildet ein grünlich schwarzes, in Wasser mit bräunlich gelbrother Farbe lösliches Pulver; aus der wässrigen Lösung fällt Salzsäure rothbraune Flocken. Concentrirte Schwefelsäure löst den Farbstoff mit schmutzig rothgrauer Farbe. Er
färbt ungeheizte Baumwolle im alkalischen Bade orange.
Die Farbstoffe eignen sich vorzugsweise zum directen Färben von Baumwolle.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von orangen Azofarbstoffen aus Toluylendiaminsulfosäure (CH3 : NH2 : SOa H: NH2 = ι : 2 : 4 : 6) und ß-Naphtylamin, darin bestehend, dafs man die Tetrazovferbindung der genannten Säure mit 1 Molecül β - Naphtylamin in mineralsaurer Lösung zu einem Zwischenproduct verbindet und das letztere nach Zugabe von essigsaurem Alkali entweder mit einem zweiten Molecül ß-Naphtylamin oder mit m-Phenylendiamin kuppelt.
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