DE700228C - Kniegelenksperre fuer Oberschenkelkunstbeine - Google Patents

Kniegelenksperre fuer Oberschenkelkunstbeine

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DE700228C
DE700228C DE1939V0035825 DEV0035825D DE700228C DE 700228 C DE700228 C DE 700228C DE 1939V0035825 DE1939V0035825 DE 1939V0035825 DE V0035825 D DEV0035825 D DE V0035825D DE 700228 C DE700228 C DE 700228C
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DE
Germany
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lower leg
thigh
artificial
recess
leg
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Expired
Application number
DE1939V0035825
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Inventor
Dr Med Franz Vischer
Josef Ziegler
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DR MED FRANZ VISCHER
Original Assignee
DR MED FRANZ VISCHER
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
    • A61F2/64Knee joints
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
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Description

  • Kniegelenksperre für Oberschenkelkunstbeine Die Erfindung betrifft eine Kniegelenk. sperre für Oberschenkelkunstbeine mit gegenüber dem Unterschenkel durch elastische, in der Strecklage durch das Gewicht des Kunstbeinträgers zusammendrückbare Mittel abgefederten Oberschenkel, dessen Lagerfläche einen in der Strecklage in eine Ausnehmung der Unterschenkelschale einspringenden Zapfen trägt.
  • An die Sperre derartiger Oberschenkelkunstbeine werden in der Strecklage bekanntlich hohe Anforderungen gestellt. Sie soll nämlich sowohl bei der Verriegelung der Strecklage als auch bei der Freigabe selbsttätig und völlig zwangsläufig zur Wirkung kommen bzw. außer Wirkung gebracht werden.
  • Zur Erreichung dieses Zieles wurden bereits verschiedene Vorschläge gemacht. Bekannte Sperrvorrichtungen, bei welchen eine Zapfensperre zur Anwendung kommt, sind unbrauchbar, wenn durch das Eingreifen des Zapfens in sein Zapfenloch eine wesentliche Verkürzung des I(unstbeines eintritt, wie dies bei einem bekannten derartigen Oberschenkelkunstbein der Fall ist.
  • In der überwiegenden Mehrzahl wird bei den bekannten Oberschenkelkunstbeinen die Sperre der Kunstbeinteile in der Strecklage durch eine Bremse und wie in einem besonderen Fall durch eine Bandbremse bewirkt, die durch eine Verschiebung des Oberschenkels zum Unterschenkel zur Wirkung gebracht wird. Bei diesem bekannten Oberschenkelkunstbein ist die Gelenkachse fest mit dem Unterschenkel verbunden und an beiden Seiten in kleinen Schwammgummiringen gelagert, die in der Gelenkschale des Oberschenkels angeordnet sind. Setzt der Kunstbeinträger in der Strecklage das Kunstbein auf, so werden die elastischen Mittel zusammengedrückt, und es wird dadurch eine Bandbremse angezogen, welche die Strecklage zwischen dem Unterschenkel und dem Oberschenkel sperrt. Bei der Entlastung des Beines wird durch die Elastizität der Gummiteile die Bandbremse gelockert, so daß das Kunstbein wieder abgeknickt werden kann.
  • Ein besonderer Nachteil dieses bekannten Oberschenkelkunstbeines liegt nun darin, daß der Oberschenkelteil zum Unterschenkelteil nicht nur um die Achse abknicken kann, sondern auch normal dazu. Das bedeutet aber, daß der Kunstbeinträger bei Benutzung des Kunstbeines unsicher ist und leicht stürzen kann. Ein weiterer Nachteil besteht bei diesem bekannten Kunstbein auch noch darin, daß der Schwammgummi bei entsprechend langem Gebrauch die Bremse nicht mehr zu losen vermag und das Bein dann nicht mehr rasch genug abgeknickt werden kann.
  • Bei dem Gegenstand der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß die elastischen Mittel als Gummiringe ausgebildet sind, die zwischen den die mittels einer Buchse im Oberschenkel gelagerte Kniegelenkachse tragenden Buchsen mit Flanschstücken und zwischen den mit dem Unterschenkel durch Streben über Flanschstücke verbundenen Augen gelagert sind, wobei die Flanschstücke der Buchse und der Augen durch Schrauben gelenkig miteinander verbunden sind.
  • Bei einer besonderen Ausführungsform des I rfiIIdullgsgegenstandes wird der in der Strecklage in die Ausnehmung der Unterschenkelschale einspringende Zapfen der Lagehfläche des Oberschenkels von dem Mittelsteg eines in einer Ausnehmung des Oberschenkels gelagerten doppelten, U-förmigen Bügels getragen, in dessen Hohlräumen rechts und links vom Zapfen je eine Gummirolle gelagert ist, die in zu beiden Seiten der Ausnehmung in der Unterschenkelschale angeordneten Ausnehmungen beim Strecken des Beines einspringen, um ein geräusch- und stoßloses Einspringen der Sperre zu ermöglichen.
  • Mit einer solchen Kniegelenksperre nach der Erfindung werden folgende Vorteile erreicht: Durch die erwähnten Streben, die die Verbindung zwischen dem Unterschenkel und dem Oberschenkel herstellen, wird erreicht, daß der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach der Seite nicht ausknicken kann. Das Gelenk wird durch -diese erfindungsgemäße Ausbildung gezwungen, seine natürliche Knickebene einzuhalten. Hierbei bleibt aber das freie Spiel der Gummiringe in der ihnen aufgezwungenen Ebene erhalten.
  • Ein Schlottern des Gelenkes ist damit ausgeschlossen. Es wird, da durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Oberschenkel gegenüber dem Unterschenkel eine reine Parallelverschiebung vollführt, der sichere Eingriff der Sperrglieder ineinander gewährleistet. Es wird damit aber auch erreicht, daß bereits eine ganz geringe Relativverschiebung vom Oberschenkel zum Unterschenkel genügt, um die Sperrglieder miteinander in Eingriff gelangen zu lassen. Die hochelastischen Gummiringe sind aber durch die erfndungsgemäße Ausbildung des Gelenkes immer imstande, die Sperrung zuzulassen und bei Entlastung die Sperrung aufzuheben. Damit ist erreicht, daß die Funktion des Kunstbeines jederzeit gewährleistet ist. Das geräusch- und stoßlose Einspringen der Sperre wird durch den aus Gummirollen gebildeten Dämpfer erzielt.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Abb. I eine Seitenansicht, Abb. 2 einen Längsschnitt in Vorderansicht, Abb. 3 eine Draufsicht auf die Lagerung der Gummiringe und Abb. 4 einen Längsschnitt durch die Mittelachse der Abb. 3.
  • Mit I ist der Oberschenkel des Kunstbeines und mit 2 der zugehörige, gegenüber dem Oberschenkel abknickbare Unterschenkel bezeichnet. Diese beiden Teile sind durch eine Achse 3 miteinander gelenkig verbunden, die in beidseits angeordneten Buchsen 4 mit Flanschstücken 5 gelagert ist. Diese Flanschstücke 5 sind mittels Schrauben 6 an Flanschstücke 7 angelenkt, welche mit Augen 8 versehen sind, die eine konzentrische Anordnung zu den Buchsen 4 besitzen und diese in der in der Zeichnung gezeigten Art umschließen. Zwischen den Augen 8 und den Buchsen 4 sind Gummiringe g angeordnet, die in den Bombierungen der Augen 8 und der Buchsen 4 lagern. Die Flanschstücke 7 weisen Streben 10 auf, die mit dem Unterschenkel 2 des Kunstbeines fest verbunden sind.
  • Der Oberschenkel 1 ist im Bereich des Kniegelenkes durch eine Buchse in ausgebuchst, die die Achse 3 fest umschließt, während sie gegenüber den Buchsen 4 so weit Spiel aufweist, daß die Bewegung der Flanschstütke 5 nicht behindert wird.
  • In der Kniekugel des Oberschenkels 1 und in der Schale des Unterschenkels 2 sind die anderen Teile der Kniegelenksperre angeordnet, die in bekannter Weise und im wesentlichen aus einem Zapfen I2 und einer Ausnehmung 14 bestehen. In dem Oberschenkel i ist ein doppelter, U-förmiger Bügel 15 in einer Ausnehmung 19 angeordnet, der zur Lagerung zweier k]einer Gummiräder 16 dient, zwischen welchen an einem Steg 17 der Zapfen 12 angeordnet ist. Für das Einfallen der Räder 16 in der Strecklage der beiden Kunstbeinteile sind im Unterschenkel, und zwar in der Gelenkschale, Ausnehmungen 18 vorgesehen, die ein sanftes Eingleiten der Räder in die Stellung gewährleisten, in der auch der Zapfen in seiner Ausnehmung sich befindet; Darüber hinaus sichern diese kleinen Gummiräder den geräuschlosen Gang der Kniekugel in der Schale und halten den Zapfen 12 in einem gewissen Abstand vom Schalengrund, solange nicht die Sperrstellung erreicht ist.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Solange die beiden Kunstbeinteile sich in Bewegung befinden, bewirkt die elastische Kraft des Gummis, daß diese Teile sich ungehindert bewegen können, und zwar nur in einer Drehbewegung um die Achse 3. Gelangt aber der Unterschenkel 2 beim Aufsetzen auf den Boden zusammen mit dem Oberschenkel 1 in die Strecklage, so bewirkt das auf dem Kunstbein aufruhende Gewicht des Körpers, daß die beiden Gummiringe 9 zusammengedrückt werden. Dabei werden aber die beiden Flanschstücke 5 um die Schrauben 6 um einen kleinen Winkelbetrag verschwenkt, so daß die Achse sich auch gegenüber dem Unterschenkel 2 des Kunstbeines um einen geringen Betrag verschieben kann.
  • Dabei nähern sich die tFläc11en der Schale und der Kniekugel so weit, daß der Zapfen I2 in die Ausnehmung 14 einfallen kann.
  • Hierdurch wird eine sichere Sperrung des Oberschenkels und des Unterschenkels in der Strecklage hergestellt. Jede Entlastung des Kunstbeines bewirkt ein selbsttätiges Zurückgehen der dadurch entlasteten Gummiringe, so daß die Achse 3 wieder in ihre ursprüngliche Ausgangslage zurückkehrt und denZapfein 12 aus der Ausnehmung 14 heraushebt.
  • Dadurch ist die freie Beweglichkeit des Oberschenkels gegenüber dem Unterschenkei selbsttätig und zwangsläufig wiederhergestellt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Kiiiegelenksperre für Oberschenkelkunstbeine mit einem gegenüber dem Unterschenkel durch elastische, in der Strecklage durch das Gewicht des Kunstbeinträgers zusammendrückbare Mittel abgefederten Oberschenkel, dessen Lagerfläche einen in der Strecklage in eine Ausnehmung der Unters chenkelschale einspringenden Zapfen trägt, dadurch gelennzeichnet, daß die elastischen Mittel als Gummiringe (g) ausgebildet sind, die zwar schen den mittels einer Buchse (i 1) im Oberschenkel (I) gelagerte Kniegelenkachse (3) tragenden Buchsen (4) mit Flanschstücken (5) und zwischen den mit dem Unterschenkel (2) durch Streben (Io) über Flanschstücke (7) verbundenen Augen (8) gelagert sind, wobei die Flanschstücke (5 und 7) der Buchse (4) und der Augen (8) durch Schrauben (6) gelenkig miteinander verbunden sind.
  2. 2. Kniegelenksperre nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Strecklage in die Ausnehmung (r4) der Unterschenkelschale einspringende Zapfen ( I 2) der Lagerfläche des Oberschenkels (I) von dem Mittelsteg (I7) eines in einer Ausnehmung (I9) des Oberschenkels (I) gelagerten doppelten, U-förmigen Bügels (I5) getragen wird, in dessen Hohlräumen rechts und links vom Zapfen (I2) je eine Gummirolle (I6) gelagert ist, die in zu beiden Seiten der Ausnehmung (I4) in der Unterschenkelschale angeordneten Ausnehmungen (i 8) beim Strecken des Beines einspringen, um ein geräusch- und stoßloses Einspringen der Sperre zu ermöglichen.
DE1939V0035825 1939-04-09 1939-04-09 Kniegelenksperre fuer Oberschenkelkunstbeine Expired DE700228C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE893992C (de) * 1949-05-13 1953-10-22 Felix Kleinekathoefer Oberschenkelprothese
DE1025098B (de) * 1953-08-27 1958-02-27 Bock Orthopaed Ind Knieachsbremse
DE1173612B (de) * 1956-05-30 1964-07-09 Georg Greissinger Kuenstlicher Fuss mit Knoechelgelenk

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE893992C (de) * 1949-05-13 1953-10-22 Felix Kleinekathoefer Oberschenkelprothese
DE1025098B (de) * 1953-08-27 1958-02-27 Bock Orthopaed Ind Knieachsbremse
DE1173612B (de) * 1956-05-30 1964-07-09 Georg Greissinger Kuenstlicher Fuss mit Knoechelgelenk

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