DE699887C - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Phenolestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Phenolestern

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DE699887C
DE699887C DE1938I0060250 DEI0060250D DE699887C DE 699887 C DE699887 C DE 699887C DE 1938I0060250 DE1938I0060250 DE 1938I0060250 DE I0060250 D DEI0060250 D DE I0060250D DE 699887 C DE699887 C DE 699887C
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acidic
soluble
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DE1938I0060250
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Inventor
Dr Heribert Schuessler
Dr Walter Retter
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

Wasserlösliche Mottenschutzmittel wurden bisher insbesondere derart hergestellt, daß man in wirksame, wasserunlösliche, ■phenolische Hydroxylgruppen enthaltende Stoffe im aromatischen Kern Sulfonsäure- bzw. Carboxylgruppen einführte oder zum Aufbau dieser Verbindung solche Komponenten verwendete, welche Sulfonsäure- bzw. Carboxylgruppen enthielten.
Es wurde nun gefunden, daß man wasserunlösliche Mottenschutzmittel aus der Gruppe der aromatischen, halogenierten, mehrkernigqn Verbindungen, deren Kerne an ein Zentralatom geknüpft sein können, die wasserlöslich machende Gruppen nicht enthalten und die wenigstens eine freie phenolische Hydroxylgruppe besitzen, dadurch in ,wasserlösliche Form bringen kann, daß man sie in saure Mineralsäureester überführt. Der Vorzug dieses Verfahrens, wasserunlösliche Motten-Schutzmittel in wasserlösliche überzuführen, besteht darin, daß durch die Veresterung der phenolischen Hydroxylgruppe die Wirksamkeit dieser Verbindungen nicht wesentlich verändert wird, während bei dem bekannten Verfahren durch die Einführung von Sulfonsäure- oder Carboxylgruppen, in den Kern die Wirksamkeit der wasserunlöslichen Verbindungen mehr oder weniger weit zurückgeht. ..-Ferner besteht bei diesen sauren Mineral-
säureester^ die Möglichkeit, durch Verwendung heißer saurer Bäder bei' der Behandlung der zu schützenden Stoffe mit diesen Verbindungen die wasserlöslich machenden Säurereste abzuspalten und so das wasserunlösliche Mottenschutzmittel mit voller Wirksamkeit aus wäßriger Lösung wasserecht und waschecht auf die Stoffe aufzubringen. Für das vorliegende Verfahren in Frage
ίο kommende wasserunlösliche Mottenschutzmittel sind z. B. Verbindungen, die sich vom Diphenyl, Diphenylmethan, Triphenylmethan ableiten lassen und andere mehr. Die Wirksamkeit " der verfahrensgemäß erhaltenen sauren Ester ist dabei von der Wirksamkeit der wasserunlöslichen Ausgangsverbindung abhängig in dem Sinne, daß, je wirksamer die unlösliche Ausgangsverbindung ist, um so wirksamer auch die sauren Ester sind.
Die Herstellung der sauren Mineralsäureester geschieht nach bekannten Methoden, z. B. durch Einwirken von Chlorsulfonsäure auf die Phenole in Gegenwart einer tertiären Base oder durch Umsetzung der Phenole mit Phosphoroxychlorid in Gegenwart von Alkali. Im ersten Fall werden- saure Schwefelsäureester, im zweiten saure Phosphorsäureester erhalten.
Die verfahrensgemäß erhaltenen Verbindüngen können, wie üblich, in wässeriger Lösung bei höheren Temperaturen und gegebenenfalls in Anwesenheit von Säuren, angewandt werden.
Beispiel ι
In 50 Volumteile Pyridin läßt man unter-Kühlung 25 Gewichtsteile Chlorsulfonsäure eintropfen, gibt 14,2 Gewichtsteile 2 · 2'-Dioxy-3 · 3'· 5 · 5'-tetrachlordiphenyl zu und hält die Temperatur unter Rühren 6 bis 8 Stundenlang auf 40 bis 500 C. Nach dem ■ Abkühlen neutralisiert man mit 25 Gewichtsteilen Natriumcarbonat, gelöst in wenig Wasser, und bläst das Pyridin mit Wasserdampf ab. Aus der meist bräunlich gefärbten ^ Lösung erhält man durch Aussalzen das Naftronsalz des sauren Diesters des obengenannten Dioxydiphenylderivats; Es stellt ein farbloses, in Wasser lösliches Pulver dar, das, mit 2.bis 3"/ο auf das Warengewicht im - sauren Farbbad angewandt, Wolle ausgezeichnet gegen Mottenfraß schützt.
".-"-"- Beispiel 2
;Man läßt in 100 Volumteile Pyridin unter . Kühlung 5.0 Gewichtsteile Chlorsulfonsäure eintropfen und gibt 50 Gewichtsteile 2 · 2'-Dioxy-5 · s'-dichlor diphenylmethan zu. Nach östündiger Behandlung bei 40 bis 500G gibt man 75. Gewiehtsteile Kaliumcarbonat, -.-■ gelöst in wenig Wasser, zu und_ entfernt das Pyridin mit Wasserdampf. Man verfährt weiterhin wie unter Beispiel 1 und erhält das Kaliumsalz des Schwefelsäureesters als farbloses, leicht wasserlösliches Pulver.
Wollgewebe, welches mit 3 % dieses Salzes (bezogen auf das Gewicht der Ware) im sauren Farbbad während 1 Stunde bei 90 bis 95° C behandelt wird, ist gegen Mottenfraß geschützt. ,
Beispiels
Durch Einwirkung von 2 Mol Phosphoroxychlorid bei Zimmertemperatur auf 1 Mol 2 · 2'-Dioxy- 3 · 3' · 6 · o'-tetrachlordiphenylmethan erhält man nach dem Aussalzen das Natriumsalz des Phosphorsäureesters obiger Verbindungen als farbloses, wasserlösliches Pulver.
Behandelt man Kaschmir mit 3 °/o (bezogen auf das Gewicht der Ware) dieses Salzes im sauren kochenden Farbbad, so ist das Gewebe für die Mottenraupen unangreifbar.
Beispiel 4
Läßt man nach Beispiel .1 2 Mol Chlorsulfonsäure auf ι Mol 2 · 2'-Dioxy-3 · .3' · 5*5'· 2"· 4"· 5"-heptachlortriphenylmethan in Gegenwart von Pyridin einwirken, so erhält man nach dem Neutralisieren mit Natrium- go carbonat und Entfernung des Pyridine das Natriumsalz des Schwefelsäureesters obiger Verbindung als farbloses, wasserlösliches Pulver.
Wollgarn, das mit 1I2. bis 1% dieser Verbindung (bezogen auf das Gewicht der Ware) im sauren oder neutralen Farbbad bei 950C während 1 Stunde behandelt wurde/ ist völlig geschützt gegen Mottenfraß.
In der gleichen Weise kann Wollgarn durch Behandlung mit den wasserlöslichen sauren Schwefelsäureestern (bzw. deren wasserlöslichen Salzen) folgender Oxytriphenylmethanverbinidungen gegen Mottenfraß geschützt werden: 3 · 5 · 3'· 5' · 4"-Pentachlor-2 · 2'-dioxy triphenylmethan, 3 · 5 · 3'· 5'· 2"-Pentachlor-2 · 2'-dioxytriphenylmethan, S · 5' · 2"-Trichlor-3 - 3-'-dimethyl-2 · 2'- dioxytriphenylmethan, 3 · 5 · 3' · 5' · 2" · 4"-Hexachior-2 · 2'-dioxytriphenylmethan, 3*5*3'· S'· 4"-Penta- -hlor-2 · 2'-dioxytriphenylmethan-2"· 6'-sulfon.
Beispiel 5
Läßt man nach Beispiel 112 Gewiehtsteile Chlorsulfonsäure auf 21 Gewichtsteile 2-Oxy-5-chlordiphenylmethan in Gegenwart von etwa 30 Gewichtsteilen Pyridin einwirken, so erhält man nach dem Neutralisieren mit Natriumcarbonat und Entfernen des Pyridine das Natriunisalz des Schwefelsäureesters obiger Verbindung als wasserlösliches, farbloses Pulver. - . :
699 8£7
In ähnlicher Weise kann man auch das Natriumsalz des Schwefelsäureesters des i-0xy-4-brom-2-benzylnaphthalins von der Formel
OH
herstellen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Phenolestern, dadurch gekennzeichnet, daß man als Mottenschutzmittel geeignete aromatische, halogenierte, mehrkernige Verbindungen, deren Kerne an ein Zentralatom geknüpft sein können, die wasserlöslich machende Gruppen nicht enthalten und die wenigstens eine freie phenolische Hydroxylgruppe besitzen, in saure. Mineralsäureester überführt.
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