DE69962C - Verfahren und Vorrichtung zum Fassen von Diamanten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Fassen von Diamanten

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DE69962C
DE69962C DENDAT69962D DE69962DA DE69962C DE 69962 C DE69962 C DE 69962C DE NDAT69962 D DENDAT69962 D DE NDAT69962D DE 69962D A DE69962D A DE 69962DA DE 69962 C DE69962 C DE 69962C
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DE
Germany
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bed
diamond
steel
stone
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69962D
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English (en)
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Tu. LANGE in Brieg, Reg.-Bez. Breslau
Publication of DE69962C publication Critical patent/DE69962C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23PMETAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
    • B23P5/00Setting gems or the like on metal parts, e.g. diamonds on tools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem Befestigen von Diamanten in Stahl nach dem im Patent Nr. 55375 beschriebenen Verfahren hat sich der Uebelstand herausgestellt, dafs beim Ueberlöthen derjenigen Oberfläche des Stahlstückes, in welches der Diamant eingebettet, beim zu starken Erhitzen des Stahlstückes der Diamant rissig und seine Haltbarkeit beeinträchtigt wurde; diesen Uebelstand zu beseitigen, dienen die nachfolgend beschriebenen Vorrichtungen und Neuerungen.
Dieselben bestehen hauptsächlich darin, dafs man, anstatt den Stein in seinem Bett zu überlöthen, denselben aus seinem vorbereiteten Bett heraushebt mittels Vorrichtungen, welche gestatten, ihn wieder genau in derselben Lage in sein Bett zurückzubringen. Nachdem der Diamant herausgehoben, wird das Stahlstück mit dem vorbereiteten Bett im Feuer erhitzt, hierauf in das Bett geschmolzener Gufsstahl oder ein anderes geschmolzenes Metall, Metalllegirungen oder auch Emaille eingebracht und dann der Stein in die im Bett geschmolzene Masse eingedrückt, oder man füllt das vorbereitete Bett mit einem der vorgenannten Materialien, giebt das Stahlstück ins Feuer und erhitzt es so lange, bis die in das Diamantbett eingebrachte Masse zum Schmelzen gebracht ist; hierauf verfährt man wie vorher gesagt. Beim Eindrücken des Diamanten mittels eines Stempels erkaltet die Masse schnell, ohne den Stein zu beschädigen, und werden, gleichzeitig die noch um das Diamantbett etwas aufrecht stehenden Späne mit niedergedrückt, so dafs der Stein im Stahlstück wieder fest eingesargt ist.
Bei dieser Art des Verfahrens dient zum Herausnehmen des Diamanten aus dem ausgearbeiteten Bett und zum Wiederhineinfügen in dieselbe Lage nach dem Einbringen des geschmolzenen Materials nachstehend beschriebene Vorrichtung I, II und III, welche aus genügend starkem Eisen hergestellt ist. Der Hebel A ist am Gestell B mittels Bolzens D befestigt; um diesen drehbar bewegt sich der Hebel in der Führung C. Mittels der Schrauben 5 wird das Gestell fest auf einen Tisch aufgeschraubt. Zwischen den Klemmfedern ff} wird der Diamant, nach dessen Form im Stahlstück g ein Bett ausgearbeitet ist, derart eingeklemmt, dafs er beim Niederdrücken des Hebels genau in das Bett eingeführt werden kann. Zu diesem Zwecke läfst sich die das Stahlstück aufnehmende Unterlage K mittels der Schrauben h H1 nach Bedarf stellen; ist der Diamant zwischen den Federn ff1 eingeklemmt und das Stahlstück K in richtige Lage gestellt, so wird derselbe durch Heben des Hebels aus dem Bett gehoben, alsdann das Stahlstück herausgenommen und hiernach das Bett entweder mit einem der genannten geschmolzenen Materialien gefüllt oder so lange dem Feuer ausgesetzt, bis das zum Einschmelzen bestimmte, vorher in das Bett eingebrachte Material flüssig geworden ist. Sobald dies geschehen, wird das glühende Stahlstück in die Unterlage K eingeschoben und der Hebel A kräftig niedergedrückt. '
Der Bolzen e, welcher im Hebel beweglich ist und durch eine starke Feder / nach unten gedrückt wird, preist den Diamanten in das im
Stahlstück vorbereitete und mit flüssigem Material gefüllte Bett, wobei das übrige, noch flüssige Material herausgedrängt wird. Sitzt der Diamant im Bett fest, so lä'fst die Feder I unter dem starken Druck, welcher auf den Hebel A ausgeübt wird, nach, der Bolzen e tritt zurück und durch kräftiges Andrücken des ausgehöhlten Bolzens m werden die vorstehenden Stählpläne am Bettrande über den Diamanten so festgedrückt, dafs derselbe im Stahl vollständig eingesargt ist.
Es ergiebt sich hieraus, dafs man, anstatt den Diamanten in ein Stahlstück einzufassen und im Bett zu umgiefsen, auch derart verfahren kann, dafs man denselben in einer geeigneten Form schwebend befestigt und alsdann die Form mit einem der genannten geschmolzenen Materialien umgiefst.
Hierzu dient Vorrichtung Fig. IV. Dieselbe ist eine aus Metall hergestellte Form, in deren unterem Theil A der Diamant D durch zwei dünne Stahlstifte 's S1 und durch zwei Schrauben Cc1 schwebend befestigt wird. Die Form B ist konisch und oben offen. S sind die Seitenwände, H ist der Boden. Hat man den Diamanten D durch die Stahlstifte und die Schrauben schwebend befestigt, so giefst man in den Raum A eines der vorgenannten geschmolzenen Materiale, am besten Gufsstahl, bis in die Höhe von F voll, wodurch der Diamant, ohne beschädigt zu werden (weil die kleine Masse sofort erkaltet), fest umgössen ist. Die Form wird darauf geöffnet. Die Spitze des Diamanten wird alsdann herausgefeilt oder geschliffen und dann zur Verwendung an Sägen oder Bohrern zurechtgebildet.

Claims (4)

Pa tent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Fassen von Diamanten in Stahl, dadurch gekennzeichnet, dafs man nach dem Einpassen des Diamanten in ein vorbereitetes Bett denselben mittels einer Vorrichtung aus dem Bett heraushebt, welche den Stein wieder in die ursprüngliche Lage in das Bett zurückzubringen gestattet, und dafs man hierauf in das Bett Gufsstahl, Metall, Metalllegirungen oder Emaille einbringt, diese im Feuer schmilzt und schliefslich den Diamanten in die in seinem Bett geschmolzene 'Masse eindrückt.
2. Verfahren der im Anspruch i. geschützten Art, dahin abgeändert, dafs das Stahlstück mit dem ausgearbeiteten Bett im Feuer erhitzt, sodann mit einem der vorgenannten Materialien im geschmolzenen Zustande beschickt und hierauf der Stein wieder in das Bett eingedrückt wird.
3. Verfahren der im Anspruch 1. geschützten Art, dahin abgeändert, dafs der Stein in einer Form auf irgend eine Art schwebend befestigt und hierauf die Form mit einem der im Anspruch 1. genannten geschmolzenen Materialien gefüllt wird.
4. Eine Vorrichtung zur Ausführung des durch Anspruch 1. geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs nach dem Herausheben des Steines das Wiedereinbringeri desselben in sein Bett genau an dieselbe Stelle ermöglicht wird, bestehend aus einer Fangvorrichtung (ffJ, zwischen welcher hindurch ein Stempel (e) zum Wiederherausdrücken des Diamanten eingeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69962D Verfahren und Vorrichtung zum Fassen von Diamanten Expired - Lifetime DE69962C (de)

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