-
Gebiet der Erfindung
-
Diese
Erfindung betrifft ein Dosen-Haustierfutterprodukt, das zwei oder
mehr Teilmengen von unterschiedlichem Aussehen enthält. Die
Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung des Dosen-Haustierfutterprodukts.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Haustierfutter
in Dosen gibt es herkömmlicherweise
in zwei Formen; als Fleischmassen und als brockenartige Produkte.
Die Fleischmassen sind besonders gut bekannt. Sie werden üblicherweise dadurch
hergestellt, dass man ein rohes Fleischmaterial zerkleinert und
mit Wasser, Salz, Gewürzen, Umrötungsmitteln,
Geliermitteln und erforderlichenfalls Fetten vermischt, um eine
Brätmasse
zu bilden. Die Brätmasse
wird dann erhitzt. Die erhitzte Brätmasse wird dann in Dosen abgefüllt, wo
sie, nach einer Wärmebehandlung
und einem Abkühlen,
eine Fleischmasse bildet.
-
Diese
Fleischmassen-Produkte sind populär, da sie leicht herstellbar
sind, leicht verdaut werden, für
Tiere sehr schmackhaft sind und einfach so formuliert werden können, dass
sie die erforderlichen Nährstoffe
und Spurenelemente enthalten. Sie liegen jedoch als gleichförmige, homogene
Masse vor, der das gestreifte und brockenartige Aussehen von Fleisch
fehlt. Das kann für
Haustiernahrung ein Nachteil sein, da ein fleischartiges Aussehen
die Annahme durch den Verbraucher stark fördern kann.
-
Die
brockenartigen Produkte überwinden dieses
Problem, da sie formulierte Emulsionen sind, die das Aussehen von
Fleisch simulieren. Ein Beispiel für derartige formulierte Emulsionen
wird im US-Patent 4 781 939 beschrieben. Die in diesem Patent beschriebene
Fleischemulsion wird dadurch hergestellt, dass man aus einer Fleischquelle
und Getreideprodukten eine Fleischemulsion bildet. Die viskose Emulsion
wird dann durch eine Hochgeschwindigkeits-Emulsionsmühle ge führt, in
der die Emulsion sehr rasch auf eine Temperatur im Bereich von 102° bis 118°C erhitzt
wird. Die die Emulsionsmühle
verlassende Emulsion wird in ein Halterohr eingefüllt, wo das
Protein in der Emulsion koaguliert und ein festes Emulsionsprodukt
bildet. Dieses feste Emulsionsprodukt wird dann in Brocken geschnitten.
Die Brocken sind stark geschichtet und ähneln in ihrem Aussehen und
in ihrer Textur natürlichen
Fleischbrocken. Ein weiteres Beispiel für diese formulierten Emulsionen ist
im US-Patent 5 132 137 offenbart. Alternativ kann die formulierte
Emulsion so hergestellt werden, wie im US-Patent 5 567 466 beschrieben
wird; d.h. durch Extrudieren der viskosen Emulsion, Kochen des Extrudats
in einem Tunnelofen, Kühlen
des Extrudats und dann Schneiden des gekühlten Extrudats in Würfel.
-
Es
sind ferner Dosen-Haustiernahrungsprodukte bekannt, die eine Kombination
der Fleischmassen und der Produkte vom Brocken-Typ darstellen. Diese
Produkte werden von einer Matrix der Fleischmasse gebildet, in die
statistisch Stücke
von formulierten Emulsionsprodukten eingearbeitet sind. Außerdem werden
Dosen-Haustierfutterprodukte, die Schichten von unterschiedlichem
Aussehen enthalten, in den internationalen Patentanmeldungen WO98/05218
und 98/05219 beschrieben. Die in diesen Patentanmeldungen beschriebenen
Produkte sind jedoch für
eine Verwendung in größeren Dosen nicht
geeignet, bei denen die Höhe
der Dose wenigstens so groß ist
wie der Durchmesser der Dose.
-
Es
besteht daher ein Bedarf nach Dosen-Haustierfutterprodukten, die
neue und interessante Erscheinungsformen aufweisen, um das Verbraucherinteresse
weiter zu stimulieren.
-
Kurzdarstellung der Erfindung
-
Demgemäß stellt
die Erfindung, gemäß einem
Aspekt, ein Dosen-Haustierfutterprodukt mit einem oberen Ende und
einem unteren Ende bereit, wobei das Produkt umfasst: eine äußere, röhrenartige
Phase, die im Wesentlichen fest ist und die sich vom unteren Ende
bis zum oberen Ende erstreckt und die eine eßbare Quelle für Kohlenhydrat
und Protein einschließt; und
eine innere Phase, die sich vom unteren Ende bis zum oberen Ende
erstreckt und eine eßbare
Quelle von Kohlenhydrat und Protein einschließt, wobei die innere Phase
ein Erscheinungsbild aufweist, das sich von dem der äußeren Phase
unterscheidet, und sich innerhalb der äußeren Phase erstreckt.
-
Das
Haustierfutter hat den Vorteil, dass es das attraktive Aussehen
von zwei oder mehr getrennten Phasen von unterschiedlichem Erscheinungsbild aufweist,
von denen eine innerhalb der anderen angeordnet ist. Da die Phasen
im Wesentlichen getrennt sind, weist das Produkt auch nicht das
homogene Erscheinungsbild herkömmlicher
Haustierfutterprodukte auf. Ferner ist das Haustierfutter für größere Dosen
geeignet, bei denen die Höhe
der Dose mindestens so groß ist
wie der Durchmesser der Dose.
-
Vorzugsweise
ist die äußere Phase
eine thermisch gelierte Mischung. Die äußere Phase kann etwa 25 bis
etwa 75 Vol.-% des Produkts ausmachen. Die innere Phase ist vorzugsweise
ein formuliertes Emulsionsprodukt, das Brocken von Fleisch simuliert.
Die innere Phase kann etwa 25 bis etwa 75 Vol.-% des Produkts ausmachen.
-
Die äußere Phase
und die innere Phase weisen vorzugsweise jeweils einen Feuchtigkeitsgehalt von
etwa 60 bis etwa 85 Gew.-% auf. Es ist besonders bevorzugt, dass
die Phasen jeweils einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 70 bis etwa
85 Gew.-% aufweisen.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines Dosen-Haustierfutterprodukts geschaffen, wobei das Verfahren
umfasst:
Einfüllen
einer äußeren Phase,
die eine essbare Quelle von Kohlenhydrat und Protein einschließt, in eine
Dose;
Ausbilden einer Bohrung in der äußeren Phase, um eine röhrenartige äußere Phase
zu erhalten;
Einfüllen
einer inneren Phase, die eine eßbare
Quelle von Kohlenhydrat und Protein einschließt, in die Bohrung der röhrenartigen äußeren Phase;
wobei die innere Phase ein Erscheinungsbild aufweist, das sich von
dem der äußeren Phase
unterscheidet;
Verschließen
der Dose; und
Wärmebehandlung
der verschlossenen Dose.
-
Vorzugsweise
weisen die Phasen jeweils eine Viskosität von etwa 1500 cP bis etwa
3500 cP auf, wenn sie in die Dose eingefüllt werden.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Dosen-Haustierfutterprodukt mit
wenigstens zwei unterschiedlichen Phasen bereit, das eine röhrenartige äußere Phase
und eine innere Phase, die sich innerhalb der äußeren Phase ersteckt, umfasst,
und das nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt ist.
-
Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
-
Ausführungsformen
der Erfindung werden nunmehr lediglich beispielhaft und unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben, in denen:
-
1 schematisch
einen ersten Schritt eines Füllprozesses
illustriert;
-
2 schematisch
einen zweiten Schritt eines Füllprozesses
illustriert;
-
3 eine
Dose mit Haustierfutter illustriert, die zwei Phasen enthält; und
-
4 ein
Querschnitt längs
einer Linie A-A' von 3 ist.
-
Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft ein Dosen-Haustierfutterprodukt, das aus wenigstens
zwei unterschiedlichen Phasen hergestellt ist, die eine äußere röhrenartige
Phase und eine innere Phase umfassen, die sich innerhalb der äußeren Phase
erstreckt. Wenigstens die äußere Phase
ist im Wesentlichen fest oder behält wenigstens ihre Form, und
jede Phase beinhaltet eine eßbare
Quelle von Kohlenhydrat und Protein. Das Haustierfutterprodukt kann
als Futter für
sowohl Katzen als auch Hunde verwendet werden.
-
Die
genaue Zusammensetzung jeder Phase ist nicht kritisch. Die primäre Anforderung
an jede Phase besteht darin, dass die Phase eßbar ist; dass sie ausreichend
viskose ist, um getrennt zu bleiben, wenn sie mit anderen Phasen
in eine Dose eingefüllt wird;
und dass sie während
der Sterilisation im Wesentlichen getrennt bleibt. Die Phasen sollten
ferner so sein, dass das Produkt dann, wenn es sich auf Raumtemperatur
befindet, seine Form behält
oder im Wesentlichen fest ist.
-
Eine
besonders geeignete Zusammensetzung zur Verwendung als eine oder
mehrere Phasen ist eine thermisch gelierte Mischung, die beim Abkühlen verfestigt.
Thermisch gelierte Mischungen sind besonders zur Verwendung als
röhrenartige äußere Phase
geeignet. Eine gelierte Fleischmasse ist ein besonders bevorzugtes
Beispiel für
eine thermisch gelierte Mischung. Die thermisch gelierte Mischung kann
dadurch hergestellt werden, dass man ein geeignetes Fleischmaterial
zerkleinert, um eine Brätmasse
herzustellen. Das Fleischmaterial kann irgendeine geeignete Fleischquelle
sein, beispielsweise Muskel- oder Skelettfleisch, Fleisch-Nebenprodukte,
Fleischmehle oder eine Mischung aus diesen Quellen. Die Fleischquelle
kann von irgendeinem geeigneten Tier, Vogel oder Fisch stammen.
Die genaue Zusammensetzung der Fleischquelle kann im Hinblick auf
die Kosten und das gewünschte
Aroma ausgewählt
werden. Geeignete Geliermittel, beispielsweise Stärken und
Gummen, wie beispielsweise Kappa-Carrageenan,
Johannisbrotkernmehl-Gummi und Xanthan-Gummi, können zu dem Fleischteig zugesetzt
werden. Üblicherweise
werden nicht mehr als etwa 1 Gew.-% Gummi benötigt.
-
Weitere
Zutaten, wie Zucker, Salze, Gewürze,
Würzen,
Aromatisierungsmittel, Mineralstoffe, Vitamine und dergleichen können ebenfalls
zu der Brätmasse
zugesetzt werden. Die verwendete Menge an zusätzlichen Zutaten ist vorzugsweise
so, dass diese bis zu etwa 0,25 bis 3 Gew.-% der Brätmasse ausmachen.
-
Der
Brätmasse
kann auch Wasser zugesetzt werden, so dass von etwa 70 bis etwa
85 Gew.-% Feuchtigkeit enthalten sind. Wenn in dem Fleischmaterial
ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, muss kein Wasser zugesetzt
werden.
-
Die
Brätmasse
wird dann auf eine Temperatur erhitzt, die ausreicht, um die Mischung
thermisch zu gelieren; beispielsweise auf eine Temperatur von etwa
40°C bis
65°C in
einem Kochmischer. Gegebenenfalls kann in die Brätmasse Dampf injiziert werden.
Die erhitzte Brätmasse
kann gewünschtenfalls emulgiert
werden. Die Brätmasse
wird dann auf einer Temperatur von etwa 40°C bis etwa 65°C gehalten, bis
sie benötigt
wird. Auf dieser Stufe weist, in Abhängigkeit von dem Dosenfüllverfahren,
die Brätmasse vorzugsweise
eine Viskosität
im Bereich von etwa 1500 bis etwa 3500 cP auf. Diese Viskositäten können dadurch
erhalten werden, dass man die Menge oder die Zusammensetzung des
Gummis, den man zu der Brätmasse
zusetzt, in geeigneter Weise verändert.
Nach der Wärmebehandlung
und dem Abkühlen
auf Raumtemperatur bildet die Brätmasse eine
thermisch gelierte Mischung, die im Wesentlichen fest ist oder wenigstens
ihre Form behält.
-
Wenn
alle Phasen des Haustierprodukts in Form thermisch gelierter Mischungen
vorliegen, können
sich die Phasen voneinander anhand ihrer Farbe unterscheiden. Phasen
mit unterschiedlichen Farben können
dadurch erhalten werden, dass man den Brätmassen geeignete Färbemittel
zusetzt. Wenn Phasen unterschiedlicher Farben verwendet werden, sind
Färbemittel,
die nicht wasserlöslich
sind oder die nur schwach wasserlöslich sind, bevorzugt. Geeignete
Färbemittel
schließen
ein Eisenoxide und Titandioxid, obwohl irgenwelche geeigneten Färbemittel
verwendet werden können.
Die Phasen können
sich voneinander auch im Hinblick auf ihre Textur unterscheiden.
Phasen unterschiedlicher Textur können dadurch erhalten werden,
dass man Brätmassen
mit unterschiedlichen Vermahlungen von Fleisch, Gummen oder anderen
Texturiermitteln verwendet.
-
Eine
andere geeignete Phase können
feste Nahrungsmittelstücke
in einer dicken Soße
oder einem Gel sein; insbesondere Fleischstücke in einer dicken Soße oder
einem Gel. Die Mischung von festen Nahrungsmittelstücken in
einer dicken Soße
kann dadurch erhalten werden, dass man einfach feste Fleischstücke oder
ein anderes Material oder beide und eine dicke Soße miteinander
vermischt. Das Fleischmaterial kann irgendeine geeignete Fleischquelle
sein, wie oben beschrieben wurde. Das Fleischmaterial kann in Form
von Stücken
vorliegen, oder kann in Form von Flocken vorliegen. Wenn jedoch
ein Fleischmaterial verwendet wird, ist es bevorzugt, wenn die festen
Nahrungsmittelstück
ein formuliertes Emulsionsprodukt sind. Feste Stücke eines anderen Materials
können
auch verwendet werden; wie beispielsweise Reiskörner, Teigwaren oder Nudeln,
Gemüsestücke und
dergleichen.
-
Wenn
ein formuliertes Emulsionsprodukt verwendet wird, kann dieses nach
irgendeinem geeigneten Verfahren hergestellt werden, beispielsweise nach
den Verfahren, die beschrieben werden in den US-Patenten 4 781 939,
5 132 137 und 5 567 466 und in PCT-Anmeldung WO97/02760; deren Offenbarung
wird hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.
Bei diesen Prozeduren wird ein Fleischmaterial in eine Brätmasse überführt, üblicherweise
durch Mahlen und dann Emulgieren von Blöcken von Fleischmaterial. Das Fleischmaterial
kann vor dem Mahlen geeigneterweise in Form von gefrorenen Blöcken vorliegen.
Die Emulgierung kann in irgendeiner geeigneten Ausrüstung durchgeführt werden.
-
Üblicherweise
wird eine Proteinquelle zu der Emulsion zugesetzt, um die Emulsionsstabilität und das
Abbinden zu verbessern. Die Proteinquelle kann eine pflanzliche
oder tierische Proteinquelle sein; beispielsweise Weizenkleber,
Sojamehl, Soja-Proteinkonzentrate, Soja-Proteinisolate, Eiproteine,
Molke, Casein usw.. Soweit gewünscht
oder nötig,
können der
Emulsion Fette zugesetzt werden. Soweit sie zugesetzt werden, können die
Fette irgendwelche geeigneten tierischen Fette sein; beispielsweise
Talg, oder sie können
Pflanzenfette sein. Zusätzliche
Zutaten wie Zucker, Salze, Gewürze,
Würzen,
Aromatisierungsmittel, Mineralstoffe, Vitamine und dergleichen können ebenfalls
zu der Emulsion zugesetzt werden.
-
Es
kann auch Wasser zugesetzt werden, um in der Emul sion von etwa 45
bis 80 Gew.-% Feuchtigkeit zu erhalten. Wenn ausreichend Feuchtigkeit
in dem Fleischmaterial vorhanden ist, muss Wasser nicht zugesetzt
werden.
-
Die
Emulsion kann dann in einer geeigneten Ausrüstung, wie beispielsweise einer
Emulsionsmühle
oder einem Extruder, verarbeitet werden.
-
Wenn
eine Emulsionsmühle
verwendet wird, wird die Emulsion einem raschen mechanischen Erhitzen
und Scheren unterworfen. Es kann irgendeine geeignete Emulsionsmühle verwendet
werden, beispielsweise die Emulsionsmühle, die im US-Patent 5 132 137
beschrieben wird. Andere geeignete Emulsionsmühlen sind kommerziell erhältlich unter
dem Handelsnamen Trigonal und können
erhalten werden von der Siefer Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Bahnhofstraße 114,
Postfach 101008, Velbert 1, Deutschland. Die Temperatur der Emulsion
wird in der Emulsionsmühle
innerhalb einiger weniger Sekunden auf die gewünschte Koagulationstemperatur erhöht. Beispielsweise
kann die Temperatur von etwa 100°C
auf etwa 120°C
erhöht
werden. Die erhitzte Emulsion, die die Emulsionsmühle verläßt, wird
dann in ein Halterohr überführt. In
dem Halterohr koaguliert die erhitze Emulsion, während sie sich langsam entlang
des Halterohres bewegt. Die Verweilzeit der erhizten Emulsion in
dem Halterohr reicht aus, dass die Emulsion zu einem festen Emulsionsprodukt
koaguliert ist, bis es den Ausgang des Halterohres erreicht.
-
Wenn
ein Extruder verwendet wird, kann die Emulsion durch eine Öffnung gedrückt werden,
um der Emulsion eine gewünschte
Form zu verleihen; beispielsweise mit einem ovalen, quadratischen
oder rechteckigen Querschnitt. Das Extrudat kann dann in einem geeigneten
kontinuierlichen Kochsystem gekocht werden; beispielsweise in einem
Tunnelofen unter Verwendung von Heißluft, Dampf oder Mischungen
aus Heißluft
und Dampf, oder mit Mikrowellen als Erhitzungsmedium. Die Kerntemperatur des
Extrudats wird soweit erhöht,
dass das Extrudat einer thermischen Gelierung unterliegt. Beispielsweise
kann die Kerntemperatur auf etwa 80°C bis etwa 95°C erhöht werden.
Das gelierte Extrudat kann dann in Stücke geschnitten werden, und
die Stücke können abgekühlt werden,
um ein festes Emulsionsprodukt zu bilden. Das Abkühlen kann
durch Aufsprühen
von Wasser auf die Stücke
erfolgen. Alternativ können
andere Kühlmedien
verwendet werden.
-
Das
feste Emulsionsprodukt, das das Halterohr oder den Kühler verläßt, wird
dann einer Schneidvorrichtung zugeführt, wo es in Brocken einer
Größe geschnitten
wird, die für
eine Verwendung in einem Haustierfutter geeignet ist. Die Brocken
können
gewünschtenfalls
einer Flockenbildung unterzogen werden.
-
Wenn
eine dicke Soße
mit den festen Nahrungsmittelstücken
verwendet wird, kann diese aus Wasser, Stärke oder Gummen und geeigneten
Aromatisierungsmitteln hergestellt werden. Die dicke Soße umfasst
vorzugsweise etwa 20 bis etwa 80 Gew.-% der Mischung aus festen
Stücken
und dicker Soße.
Die verwendete Menge an Stärke
oder Gummi reicht vorzugsweise aus, um eine Phase mit einer Viskosität von etwa
1500 bis etwa 3500 cP zu erzeugen. Um diese Viskosität zu erreichen,
können
bis zu etwa 6 Gew.-% Stärke
verwendet werden. Geeignete Gummen sind Kappa-Carrageenan, Johannisbrotkernmehl-Gummi,
Guar-Gummi und Xanthan-Gummi.
-
Wenn
zusammen mit den festen Nahrungsmittelstücken ein Gel verwendet wird,
kann dieses aus einem geeigneten Geliermittel, Wasser und geeigneten
Aromatisierungsmitteln hergestellt werden. Das Gel bildet vorzugsweise
etwa 20 bis etwa 80 Gew.-% der Mischung aus festen Stücken und
dicker Soße.
Geeignete Geliermittel sind Proteine wie Gelatine; Gummen wie Alginate,
Kappa-Carrageenan, Johannisbrotkernmehl-Gummi, Guar-Gummi und Xanthan-Gummi
und dergleichen. Die Phase weist vor dem Abkühlen vorzugsweise eine Viskosität von etwa
1500 cP bis etwa 3500 cP auf. Das Gel oder Aspik kann so hergestellt
werden, wie üblich
ist.
-
Als
eine weitere Alternative kann eine Phase in der Form eines im wesentlichen
festen Lebensmittels aus Reis oder Nudeln oder beiden bestehen.
In diesem Falle bilden der Reis oder die Nudeln beim Abkühlen eine
im Wesentlichen feste Phase. Gewünschtenfalls
können
geeignete Gelier- oder Verdickungsmittel, beispielsweise Gummen
wie Kappa-Carrageenan, Johannisbrotkernmehl-Gummi und Xanthan-Gummi
zu dem Reis oder den Nudeln zugesetzt werden. Üblicherweise werden nicht mehr
als etwa 1 Gew.-% an Gelier- oder Verdickungsmittel benötigt. Zusätzliche
Zutaten wie Zucker, Salze, Gewürze,
Würzen,
Aromatisierungsmittel, Mineralstoffe, Vitamine und dergleichen können dem
Reis oder den Nudeln ebenfalls zugesetzt werden.
-
Die
unterschiedlichen Phasen haben unmittelbar vor dem Abfüllen vorzugsweise ähnliche
Viskositäten.
Die Viskositäten
liegen vorzugsweise im Bereich von 1500 cP bis 3500 cP und unterscheiden sich
bis zu 30% voneinander.
-
Wie
am besten in 1 gezeigt ist, wird die äußere Phase 10 in
einer geeigneten Füllaparatur (nicht
gezeigt) in Dosen 12 gefüllt. Geeignete Füllapparaturen
sind kommerziell erhältlich.
Es wird eine ausreichende Menge der äußeren Phase 10 in
die Dose 12 gefüllt,
so dass dann, wenn die innere Phase in die Dose 12 gefüllt wird,
das gemeinsame Volumen aus innerer Phase und äußerer Phase 10 die Dose 12 füllt.
-
Nachdem
die äußere Phase 10 in
die Dose 12 gefüllt
wurde, wird die Dose 12 unter eine langgestreckte Einfülldüse 14 transportiert.
Das ist am besten in 2 gezeigt. In Abhängigkeit
von der verwendeten Fülleinrichtung
wird entweder die Dose 12 angehoben oder die Einfülldüse 14 abgesenkt,
so dass sich die Einfülldüse 14 in
der Dose 12 im Wesentlichen bis zur Basis 16 der Dose erstreckt.
Die Einfülldüse 14 verdrängt die äußere Phase 10 aus
dem Zentrum der Dose 12 und führt dazu, dass diese an den
Seiten der Dose 12 aufsteigt. Auf diese Weise nimmt die äußere Phase 10 die
Form eines Rohrs innerhalb der Dose 12 an. Bis zu diesem
Punkt sollte die äußere Phase 10 auf
einer Temperatur oder unter Bedingungen gehalten werden, dass ein
Gelieren oder Aushärten
verhindert wird.
-
Die
Einfülldüse 14 wird
dann betätigt,
um die innere Phase 18 in die Dose 12 abzugeben.
Gleichzeitig wird entwe der die Dose 12 abgesenkt oder die Einfülldüse 14 angehoben.
Auf diese Weise wird die innere Phase 18 in die Bohrung
abgegeben, die durch die äußere Phase 10 gebildet
wird. Wenn die Einfülldüse 14 die
obere Oberfläche 20 der äußeren Phase 10 erreicht,
wird die Einfülldüse desaktiviert, um
den Füllvorgang
zu beenden. Die Dose 12 wird dann für eine Weiterverarbeitung abtransportiert.
-
Das
erhaltene Produkt ist in den 3 und 4 gezeigt.
Die Dose 12 enthält
eine röhrenartige äußere Phase 10 und
eine innere Phase 18, die innerhalb der Bohrung der röhrenförmigen äußeren Phase 10 angeordnet
ist. Aufgrund der viskosen Natur der Phasen 10, 18 bildet
sich zwischen den Phasen 10, 18 eine im Wesentlichen
kontinuierliche Grenzfläche 22.
Die äußere Phase 10 kann
etwa 25 bis etwa 75 Vol.-% des Produkts bilden, während die innere
Phase 18 von etwa 25 bis etwa 75 Vol.-% des Produkts ausmachen
kann. Vorzugsweise bildet die innere Phase 18 etwa 30 bis
etwa 70 Vol.-% des Produkts. Die äußere Phase 10 und
die innere Phase 18 weisen vorzugsweise jeweils einen Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 70 bis etwa 85 Gew.-% auf.
-
Die
Dose 12 wird dann auf übliche
Weise in einer geeigneten Falzmaschine (nicht gezeigt) verschlossen.
Die Dosen werden dann unter Bedingungen wärmebehandelt, die ausreichen,
um auf übliche Weise
eine kommerzielle Sterilisation zu bewirken. Typischerweise werden
die Dosen bei einer Temperatur von etwa 115°C bis etwa 135°C für etwa 30
bis 100 min wärmebehandelt.
-
Die
Dosen 12, die nach dem Verfahren hergestellt wurden, enthalten
ein im Wesentlichen festes Haustierfutterprodukt, das eine röhrenartige äußere Phase
und eine innere Phase umfasst, die sich innerhalb der äußeren Phase
erstreckt. Das in 4 illustrierte Produkt ist aus
einer röhrenartigen äußeren Phase 10 zusammengesetzt,
die in Form einer gelierten Fleischmasse vorliegt, während die
innere Phase 18 aus Brocken eines formulierten Emulsionsprodukts
in einer dicken Soße
besteht. Die Phasen 10, 18 sind klar und unterschiedlich,
und das Produkt ist visuell attraktiv, wenn es einmal aus der Dose 12 entfernt
ist. Wie oben beschrieben, können
natürlich auch
andere innere Phasen 18 verwendet werden.
-
Die
in dem Verfahren verwendeten Dosen 12 können irgendwelche geeigneten
Dosen irgendeiner geeigneten Größe sein.
Vorzugsweise sind die Dosen 12 jedoch von einer Größe, bei
der der Durchmesser der Dose 12 geringer ist als die Höhe der Dose 12.
Beispielsweise kann der Durchmesser der Dosen etwa 73 mm betragen,
und die Höhe
der Dosen kann etwa 110 mm betragen.
-
Es
versteht sich, dass zahlreiche Modifikationen zu den oben beschriebenen
Ausführungsformen
möglich
sind, ohne dass man den Bereich der Erfindung verläßt. So ist
es beispielsweise nicht nötig,
die Dosen in zwei Stufen zu befüllen.
-
Stattdessen
können
die Dosen in einem einzigen Schritt befällt werden, indem man eine
Düse verwendet,
die in der Lage ist, gleichzeitig zwei Phasen in die Dose abzugeben,
eine um die andere. Eine derartige Düse kann von einem Paar koaxialer
Rohre gebildet werden.
-
Es
ist ferner nicht nötig,
dass die innere Phase eine im Wesentlichen zylindrische Form aufweist, wie
in den 3 und 4 gezeigt ist. Beispielsweise
kann die innere Phase 18 auch die Form eines Kegelstumpfes
aufweisen.
-
Zur
weiteren Illustration werden nunmehr spezifische Beispiele angegeben.
In den Beispielen erfolgen alle Prozentangaben in Gewicht, es sei denn,
es ist etwas anderes angegeben.
-
Beispiel 1
-
i) Äußere Phase:
-
Aus
etwa 53% einer gemahlenen Fleischmischung aus Geflügelskeletten,
Schweinelungen und Rinderleber, etwa 2,5% Färbemitteln, Vitaminen und anorganischen
Salzen, etwa 44% Wasser und Dampf und etwa 0,5% eines Gummis wird
eine thermisch gelierte Mischung in Form einer Fleischmasse hergestellt.
Die gemahlene Mischung aus Fleisch, Färbemitteln, Vitaminen, Wasser
und Dampf wird emulgiert, gemischt und bei etwa 57°C gekocht.
Die Salze und die Geliermittel werden anschließend zu dem Brät zugesetzt.
-
ii) Innere Phase
-
Aus
einer gemahlenen Fleischmischung aus etwa 73% Geflügelskeletten,
Schweinelungen und Rinderleber, etwa 16% Weizenmehl, etwa 2% pulverförmigem Rinderplasma,
etwa 6,8% Wasser und etwa 2,2% von Färbemitteln, Vitaminen und anorganischen
Salzen wird eine Mischung hergestellt. Die Zutaten werden bei 12°C in einem
Doppelgitteremulgator emulgiert und zu einer Formgebungsöffnung gepumpt,
um ein Extrudat mit einem rechteckigen Querschnitt einer Größe von etwa
5×10 mm
zu erzeugen. Das Extrudat wird dann in einem Tunnelofen gekocht,
der bei einer Temperatur von etwa 100°C betrieben wird, damit die
Kerntemperatur des Extrudats eine Temperatur von etwa 90°C erreicht.
-
Das
gekochte Extrudat, das den Tunnelofen verläßt, wird in Stücke einer
Länge von
70 mm geschnitten. Die Stücke
werden dann unter Verwendung von Wasser auf etwa 30°C abgekühlt. Die
gekühlten
Stücke
werden in Würfel
einer Größe von etwa
7 mm geschnitten, um Brocken einer formulierten Fleischemulsion
zu bilden.
-
Eine
Soße wird
aus etwa 98% Wasser, etwa 1% Färbemitteln
und etwa 1% Guar-Gummi hergestellt. Die Soße wird mit den Brocken in
einem Gewichtsverhältnis
von etwa 55:45 kombiniert.
-
iii) Abfüllen
-
Die äußere Phase
wird in verzinkten Dosen mit einem Durchmesser von 73 mm und einer
Höhe von
110 mm in einer Standard-Abfüllapparatur
befällt. Die äußere Phase
bildet etwa 60% des Volumens einer jeden Dose. Die Dosen werden
dann unter einer Einfülldüse transportiert,
wie in 2 gezeigt ist. Wenn eine Dose jeweils eine Position
unterhalb der Einfülldüse erreicht,
wird sie angehoben, so dass sich die Einfülldüse im Wesentlichen bis zum
Boden der Dose erstreckt. Ein Kolben, der mit der Düse zusammenarbeitet,
wird aktiviert, und die innere Phase wird längs der zentralen Achse der
Dose abgegeben. Während
die Abgabe anhält,
wird die Dose von der Einfülldüse weg abgesenkt,
so dass sich die innere Phase entlang der zentralen Achse erstreckt.
Wenn sie einmal abgefüllt
ist, bildet die innere Phase etwa 40% des Volumens der Dose.
-
Die
Dosen werden dann verschlossen, gefalzt, bei etwa 125°C für etwa 40
Minuten wärmebehandelt
und gekühlt.
Nach dem Kühlen
wird eine Dose geöffnet
und auf eine Platte gestürzt.
Das Produkt weist zwei klar definierte unterschiedliche Phasen auf,
eine innerhalb der anderen. Das Produkt hat ein attraktives Aussehen.
Das Produkt wird entlang einer Mittellinie in zwei Stücke geschnitten,
und jede Hälfte
behält
ihre Form.
-
Beispiel 2
-
Das
Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, außer dass die innere Phase dadurch
hergestellt wird, dass man einen vorgekochten Reis mit etwas Wasser
und weniger als 1 Gew.-% einer Gummimischung vermischt, die Johannisbrotkernmehl-Gummi,
Kappa-Carrageenan und Guar-Gummi behinhaltet. Die Reismischung wird
auf etwa 60°C
gehalten, bis sie in die Dosen abgefüllt wird.
-
Nach
dem Kühlen
wird eine Dose geöffnet und
auf eine Platte gestürzt.
Das Produkt weist zwei klar definierte unterschiedlilche Phasen
auf; eine innerhalb der anderen. Das Produkt weist ein attraktives
Aussehen auf. Das Produkt wird längs
seiner Mittellinie in zwei Stücke
geschnitten, und jede Hälfte behält ihre
Form.
-
Beispiel 3
-
Das
Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, außer dass die innere Phase aus
Flocken einer formulierten Fleischemulsion, die gemäß US-Patent 4
781 939 hergestellt wurde, in einer Aspiklösung hergestellt wird. Die
Aspikmischung wird auf etwa 60°C
gehalten, bis sie in die Dosen eingefüllt wird.
-
Nach
dem Kühlen
wird eine Dose geöffnet und
auf eine Platte gestürzt.
Das Produkt weist zwei klar definierte unterschiedliche Phasen auf;
eine innerhalb der anderen. Das Produkt weist ein attraktives Aussehen
auf. Das Produkt wird entlang seiner Mittellinie in zwei Stücke geschnitten,
und jede Hälfte behält ihre
Form.