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Diese
Erfindung betrifft Haarpflegegeräte und
insbesondere Geräte,
die das Schneiden und Frisieren von Haaren zu Hause sowie im Salon
erleichtern.
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STAND DER TECHNIK
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Barbiere
und Frisöre
haben über
viele Jahre einfache Scheren und Kämme verwendet, um Haare zu
schneiden und zu frisieren. Es ist möglich gewesen, für einige
kurze Haarschnitte elektrische Schergeräte zu verwenden, und es sind
viele Zusatzgeräte für die Schergeräte erhältlich,
um die Länge
und das Profil des Schnitts zu steuern. Trotzdem ist es, außer bei
den einfachsten Schnitten, auf Grund der zum Erreichen eines gutes
Ergebnisses erforderlichen Fähigkeiten
schwierig gewesen für
Menschen, ihre eigenen Haare zu schneiden und frisieren.
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Es
ist bekannt, daß WO
96/22036 ein Verfahren zum Schneiden der Haare unter Verwendung
einer Haarklemmführung
bereitstellt. Die Führung
umfaßt
zwei gefederte Schenkel 1 und 2. Der erste Schenkel 1 ist eine flache
Platte mit zwei Reihen von Zähnen,
die aus einer Seite vorstehen. Der zweite Schenkel 2 ist eine Drahtschlinge,
die sich um die Zähne
schließt.
Dieses Gerät
wird in den Haaren angebracht und zugeklemmt, danach zur Schneidposition
bewegt, bevor das Schneiden entlang einer Kante des flachen Schenkels
1 erfolgt.
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Nach
der Erfindung wird folgendes bereitgestellt:
ein Haarpflegegerät mit
einem
Griff und
einem ersten, einem zweiten und einem dritten Finger,
die sich von dem Griff aus erstrecken,
wobei der erste Finger
eine Rinne hat, die sich entlang der Länge seiner oberen Oberfläche erstreckt, der
zweite Finger einen offenen Schlitz hat, der sich entlang seiner
Länge zwischen
seiner oberen und seiner unteren Oberfläche erstreckt, und der dritte Finger
ein Kamm ist, der auf seiner unteren Oberfläche koplanare Zähne trägt,
wobei
der Kamm und die anderen Finger an ihren Basen, an denen sie auf
den Griff treffen, miteinander verbunden sind, und wobei das Gerät von einer
den Griff ergreifenden Hand bedienbar ist, um die Finger relativ
zueinander in eine zurückgezogene
Position zu bewegen, in welcher der Kamm und die anderen Finger
abgespreizt sind, um das Gerät
in die Haare hineinschieben zu können,
und wobei das Gerät dann
von der den Griff ergreifenden Hand in eine angelegte Position überführbar ist,
in der die Zähne
des Kamms durch den Schlitz des zweiten Fingers hindurch in die
Rinne des ersten Fingers reichen, wodurch Haare zwischen dem zweiten
Finger und dem Kamm festgeklemmt werden, um die Haare zu erfassen
und zu ermöglichen,
die Haare anzuheben und unter Zuhilfenahme der anderen Hand zu schneiden.
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Vorzugsweise
sind die drei Finger gekrümmt, um
sich der Form des Kopfes anzupassen. Alternativ dazu können die
drei Finger in einem Kreisbogen gekrümmt sein.
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Ein
Haarpflegegerät
nach der Erfindung kann bei einem Verfahren zur Haarpflege verwendet werden,
das folgende Schritte umfaßt:
Handhaben des Geräts
derart, daß die
Finger in den Haaren mit zurückgezogenem
Kamm positioniert sind, so daß Haare
in den Raum zwischen dem Kamm und dem Finger eindringen, dann, wenn
das Gerät
am gewünschten
Ort ist, wird der Kamm bewegt, um Haare entlang der Länge der
Finger zu erfassen. Das Gerät wird
dann geführt,
um durch die Haare zu kämmen, bis es
die Linie festlegt, entlang derer die Haare geschnitten werden sollen,
und Scheren oder Schergeräte
werden dann dazu verwendet, die Haare entlang einer Oberfläche des
Fingers zu schneiden.
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Das
Verfahren kann die folgenden zusätzlichen
Schritte umfassen: Führen
der Finger über
die Kopfhaut, Anlegen des Kamms, Anheben und anschließendes Schneiden
der Haare. Der Schritt des Anhebens kann beinhalten, das Gerät zu verkippen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Es
wird nun ein Beispiel der Erfindung beschrieben, unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen, in denen:
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1 eine
bildliche Ansicht eines Haarpflegegeräts ist, das als Beispiel der
Erfindung dient, und
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2 eine
auseinandergezogene Ansicht des Haarpflegegeräts von 1 ist.
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BESTE WEGE
ZUM UMSETZEN DER ERFINDUNG
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Unter
Bezugnahme zuerst auf 1 und 2 hat das
Haarpflegegerät 1 einen
Griff 2, von dessen einem Ende aus sich drei gekrümmte Finger 3, 4,
und 5 erstrecken. Die drei gekrümmten Finger 3, 4,
und 5 haben alle die gleiche Krümmung.
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Der
erste gekrümmte
Finger 3 ist in seiner Position im Verhältnis zum Griff 2 unbeweglich.
Er hat eine „v"-förmige Rinne 6,
die entlang seiner oberen Oberfläche
verläuft.
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Der
zweite gekrümmte
Finger 4 kann sich um einen kurzen Bogen im Verhältnis zum
Finger 3 um eine Achse 7 drehen. Der Finger 4 hat
einen vertikalen Schlitz 8, der entlang fast seiner gesamten
Länge verläuft.
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Der
dritte gekrümmte
Finger 5 kann durch Hochziehen an einer Formation 9 angehoben
werden und kann sich, um einen größeren Bogen als der zweite
Finger 4, um eine Achse 10 drehen. Der dritte gekrümmte Finger 5 hat
eine Reihe von Zähnen 11, die
entlang seiner unteren Oberfläche
verläuft
und ist als ein „Kamm" vorstellbar.
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Wenn
das Gerät
am Griff 2 gehalten wird, kann die Formation 9 zweckmäßig mit
dem Daumen angehoben werden. Das Anheben der Formation 9 hebt
den Kamm 5 an, zwingt aber das innere Ende 12 des
Fingers 5 nach unten. Dies wiederum zwingt das innere Ende 13 des
Fingers 4 nach unten, was den Finger 4 anhebt,
so daß es
eine Trennung zwischen den Fingern 3, 4 und 5 gibt.
Niederdrücken
auf der Formation 9 schließt alle Finger 3, 4 und 5 zusammen.
Wenn sie zusammengeschlossen sind, treten die Zähne 11 des Kamms 5 in
den Schlitz 8 ein, und die distalen Enden der Zähne 11 treten
in die „v"-förmige Rinne 6 im
Finger 3 ein.
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Die
Krümmung
aller drei Finger liegt in der Ebene des Schlitzes 8 oder,
anders gesagt, der Ebene der Zähne 11 des
Kamms 5.
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Bei
Anwendung wird der Griff 2 in einer Hand ergriffen, und
einer der Finger oder der Daumen dieser Hand kann verwendet werden,
um die Finger zu heben und zu senken, wenn es erforderlich ist.
Anfangs werden die Finger nicht zusammengedrückt, sondern werden, wie in 1 gezeigt,
auseinandergespreizt. In dieser Konfiguration können die gekrümmten Finger
in die Haare geschoben werden, so daß Haare in die Räume zwischen
den Fingern eindringen. Zum Beispiel kann der Pony hinunter in die Stirn
gekämmt
werden, und der erste Finger 3 kann unter den Haaren über die
Stirn geführt
werden, so daß der
Pony in die Räume
zwischen den Fingern eindringt.
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Wenn
die gekrümmten
Finger an der gewünschten
Position in den Haaren positioniert sind, können die Finger zusammengedrückt werden,
um die Haare festzuklemmen. Die Zähne 11 entlang des Kamms 5 gehen
durch die Haare hindurch und ergreifen sie in ihrer Position, so
daß sie
nicht entlang der Länge
der Finger gleiten können.
Die Haare werden in dieser Position ergriffen gehalten und können angehoben
und unter Verwendung von Scheren oder Schergeräten, die in der anderen Hand
gehalten werden, geschnitten werden. Die freien Enden der Haare können dicht
entlang der Seite des Geräts
geschnitten werden.
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Unter
Bezugnahme auf 3, 4, 5 und 6 hat nun
ein zweites Gerät 20 einen
breiten Griff 21, von dessen Vorderteil aus sich eine Reihe
von sechs gekrümmten
Fingern 22 erstreckt. Die Finger haben einen annähernd quadratischen
Querschnitt, und es gibt einen sehr feinen Spalt zwischen jedem
Paar benachbarter Finger. Jeder der Finger hat ein zugespitztes
Ende 23 und einen Schlitz 24, der sich entlang
seiner Länge
und in Seitenrichtung durch denselben erstreckt.
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Eine
gekrümmte
Reihe von Kämmen 25,
die in 6 in Draufsicht gezeigt wird,
befindet sich innerhalb des Geräts 20.
Die Reihe von Kämmen 25 umfaßt fünf gekoppelte
Kämme 26 mit
seitwärts
vorstehenden Zähnen 27,
und es gibt einen weiteren „leeren" Kamm 28 ohne
Zähne.
Jeder der Kämme 26 und
der „leere" Kamm 28 befinden
sich in einem jeweiligen Schlitz 24 des Geräts.
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Entlang
der Länge
jedes der Kämme 26 und 28 gibt
es zwei in Diagonalrichtung verlaufende Schlitze 29 und 30.
Stifte 31 und 32 erstrecken sich von der Innenseite
jedes der Finger 22 aus in die Schlitze 24 und
laufen in jeweiligen diagonalen Schlitzen 29 und 30,
um die Bewegung der Kämme zu
steuern.
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Die
Kämme werden
an einer Verbindung 33 zusammengekoppelt und miteinander
verbunden. Ein Knopf 34 erstreckt sich von der Verbindung 33 aus
und durch eine geformte Öffnung 35 am
Griff 21 nach oben. Eine Feder 36 wird integral
in die Basis der Verbindung 33 geformt und wirkt gegen
die Innenseite des Gehäuses 21,
um die Kämme
aus ihren jeweiligen Fingern heraus vorzuspannen.
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Eine
Bewegung des Knopfs 34 innerhalb der Öffnung 35 bewegt die
Kämme gleichzeitig
zurück
in ihre Schlitze. Wenn sich die Kämme 26 aus ihren Schlitzen 24 herausbewegen,
erstrecken sich die Zähne 27 in
die Rückseite
des Schlitzes des benachbarten Fingers. Wenn der Knopf 34 betätigt wird,
bewegen sich die Kämme
gegen die Wirkung der Feder 36 zurück in ihre Schlitze. Die Form
der diagonalen Öffnungen 29 und 30 bestimmt
die Bahn der Reihe von Kämmen 25.
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Bei
Anwendung wird der Griff 21 in einer Hand ergriffen, und
ein Finger oder der Daumen kann verwendet werden, um den Knopf 34 (i.
Orig. hier: 33. Anm. d. Ü.)
zum Zurückziehen
der Kämme
zu betätigen.
Dann können
die gekrümmten
Finger 22 entlang der Kopfhaut geführt werden. Die zugespitzten
Enden 23 der Finger 22 teilen die Haare, so daß es in die
sehr feinen Spalte zwischen den Fingern läuft. Wenn die Finger in der
gewünschten
Position sind, wird der Knopf 34 freigegeben, so daß sich die
Kämme 26 und 28 aus
ihren Schlitzen 24 herausbewegen und die Zähne 27 die
Haare in Eingriff nehmen. Wenn sie in Eingriff genommen sind, können sich
die Haare nicht entlang der Finger bewegen. Dann werden die Finger 22 angehoben.
Es ist dann möglich,
die Haare mit einer in der anderen Hand gehaltenen Schere oder einem
Schergerät
entlang einer Oberfläche
der Finger zu schneiden.
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Die
Haare können
durch Anheben des gesamten Geräts
vom Kopf weg angehoben werden, oder das Gerät kann bei 37 um die
Kante verkippt werden, um die Haare anzuheben. Die Haare können dicht
entlang der oberen Oberfläche 38 des
Geräts geschnitten
werden.
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In
der Unterseite des Geräts
wird eine Taste 39 bereitgestellt, um zu ermöglichen,
daß es
zum Reinigen zerlegt wird.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf die zwei besten Beispiele beschrieben
worden ist, sollte zu erkennen sein, daß andere Formen für sie als
Beispiel dienen könnten
und sie auf andere Weise als die beschriebenen betrieben werden
können. Zum
Beispiel kann der Griff auf eine beliebige zweckmäßige Weise
geformt werden. Der oder die Finger kann oder können unterschiedlich gekrümmt sein oder
sie können
plastisch verformbar sein, um zu ermöglichen, daß sie zeitweilig eine beliebige
gewünschte
Form annehmen. Eine bevorzugte Anordnung beinhaltet die Verwendung
eines Mechanismus',
der durch Zusammenpressen des Griffs aktiviert wird, um die Finger
zusammenzuschließen.
Die Kämme
können
entweder in die Finger oder aus denselben vorgespannt werden, entweder
wie beschrieben oder auf andere Weise. Das Gerät kann ebenfalls bei Haarfärbeverfahren
verwendet werden, um Grenzen für
das Haarfärben
zu definieren.
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Es
wird für
Fachleute auf dem Gebiet zu erkennen sein, daß zahlreiche Veränderungen und/oder
Modifikationen an der Erfindung, wie sie in den spezifischen Ausführungsformen
gezeigt worden ist, vorgenommen werden können, ohne von Geist oder Rahmen
der Erfindung, wie allgemein beschrieben, abzuweichen. Die vorliegenden
Ausführungsformen
sind daher in jeder Hinsicht als illustrativ und nicht einschränkend zu
betrachten.