DE69901114T2 - Verfahren zur kontrolle des algenwachstums durch verwendung von substituirten amino-alkoholen - Google Patents

Verfahren zur kontrolle des algenwachstums durch verwendung von substituirten amino-alkoholen

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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N39/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing aryloxy- or arylthio-aliphatic or cycloaliphatic compounds, containing the group or, e.g. phenoxyethylamine, phenylthio-acetonitrile, phenoxyacetone

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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Verwendung einer Klasse von Aminoalkoholen als Mittel zur Kontrolle des Algenwachstums ("algistats").
  • Beschreibung des Standes der Technik
  • Die nachfolgenden Dokumente des Standes der Technik werden gemäß den Anforderungen von 37 CFR 1.56, 1.97 und 1.98 offenbart.
  • US-5,169,848 vom 8. Dezember 1992 von Bettarini et al. beschreibt neue Pyridazinone, die eine insektizide und eine milbenabtötende Aktivität aufweisen.
  • US-3,520,931 vom 21. Juli 1970 von d'Ostrowick et al. beschreibt ein Verfahren zur Trennung eines Gemischs optischer Antipoden eines primären alpha-Aralkylamins, worin eines dieser Antipoden vorherrscht.
  • US-5,011,996 vom 30. April 1991 von Kiel et al. beschreibt Reaktionsprodukte von Oxoverbindungen und Aminen oder Ammoniak, wie (-(p-Chlorphenyl)-ethylamin (Beispiel 1 darin).
  • US-4,394,496 vom 19. Juli 1983 von Paul G. Schrader beschreibt Polyglycidylether der (Hydroxyphenyl)alkane, deren Gemische mit anderen Epoxyverbindungen und deren gehärtete Produkte.
  • US-4,388,250 vom 14. Juni 1983 von Farber et al. beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von p-Hydroxybenzylnitriten (vgl. Tabelle I, Spalten 7 und 8).
  • Andere US-Patente, welche verwandte Anwendungen betreffen und von Interesse sein könnten, schließen US-2,298,284, US-3,366,684, US-3,739,026, US-3,225,098, US-3,928,603, US-5,047,592 und US-4,394,496 ein.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verhindern des Algenwachstums durch Einbringen bestimmter substituierter Aminoalkohole in Flüssigkeiten oder durch Beschichten bestimmter substituierter Aminoalkohole auf Oberflächen. Genauer stellt diese Erfindung Aminoalkoholverbindungen zur Verwendung für die Kontrolle des Algenwachstums bereit, die mit einer Kettenverlängerung ausgestattet sind, welche die folgende allgemeine Formel aufweisen:
  • wobei n 1-1000 ist und R&sub1; = R&sub2; und R&sub1; und R&sub2; aus der Gruppe, bestehend aus -CH&sub2;-CH&sub2;-, -CH&sub2;-C(CH&sub3;)H- und -C(CH&sub3;)H-CH&sub2;-, ausgewählt sind, R&sub3; und R&sub4;, jeweils unabhängig voneinander aus der Gruppe, bestehend aus H, -CH&sub3;, -CH&sub2;CH&sub3;, -CH&sub2;OH und -CH&sub2;-CH&sub2;-OH, ausgewählt sind, und den diastereomeren Salzen davon.
  • Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
  • Die vorliegende Erfindung stellt die neue Verwendung bestimmter Aminoalkoholverbindungen bereit, die Derivate von 4-Hydroxyacetophenon, einem wohlbekannten Synthesebaustein für eine Vielzahl organischer Verbindungen, sind. Diese neuen Aminoalkohole weisen die allgemeine Formel auf:
  • wobei:
  • n 1 bis 1000 (vorzugsweise 1-100) ist;
  • R&sub1; = R&sub2; und R&sub1; und R&sub2; aus der Gruppe:
  • -CH&sub2;-CH&sub2;-, -CH&sub2;-C(CH&sub3;)H- und -C(CH&sub3;)H-CH&sub2;- ausgewählt sind,
  • R&sub3; und R&sub4; jeweils unabhängig voneinander aus der Gruppe: -H, -CH&sub3;, -CH&sub2;CH&sub3;, -CH&sub2;OH und -CH&sub2;-CH&sub2;-OH ausgewählt sind, und den diastomeren Salzen davon.
  • Die Verbindungen sind als Mittel zur Kontrolle des Algenwachstums geeignet. Insbesondere sind die Verbindungen als Additive in Anstrichen, insbesondere Anstrichen auf Wasserbasis, Beschichtungen, Polymeren, in der Papierherstellung, in Schwimmbecken, in Zierteichen und -brunnen, in Verdampfungskühlern (Kühltürmen), in Waschlösungen und ähnlichen Wasser-enthaltenden Materialien geeignet. Diese Verbindung enthaltende Lösungen können verwendet werden, um Oberflächen, beispielsweise von Duschen, Badeinrichtungen, Saunas, Dampfräumen und von ähnlichen feuchten Bereichen zu behandeln. In bestimmten Gegenden der Welt, in denen die durchschnittliche Feuchtigkeit hoch ist, kann eine Lösung dieser Verbindungen zur Behandlung von Hausdächern, Wänden, für Kleidung zu verwendende Stoffe, Zelte, Überdächer, Bodenmatten und ähnliches verwendet werden.
  • Die für die vorliegende Erfindung verwendbare Verbindung wird durch Umsetzen eines Alkalimetallsalzes von 4-Hydroxyacetophenon mit einem organischen Oxid, wie Ethylenoxid oder Propylenoxid, in Gegenwart eines geeigneten Katalysators, anschließendes Unterziehen des Reaktionsprodukts einer reduktiven Aminierung unter Druck zur Bildung der Verbindung hergestellt.
  • Verfahren zur Herstellung der für die vorliegenden Erfindung geeigneten Verbindung sind in US-Patent-Nr. 5,300,691 beschrieben und beansprucht.
  • Geeignete Konzentrationen der Verbindung, wenn zur Kontrolle des Algenwachstums in Flüssiganwendungen verwendet, können von etwa 1 bis etwa 100 mg/l, vorzugsweise von etwa 2,5 bis etwa 10 mg/l, betragen. Zur Verwendung ist die Verbindung vorzugsweise in einer minimalen Menge eines Lösungsmittels dafür gelöst und wird anschließend in einer gewünschten Konzentration in Wasser dispergiert. Lösungsmittel können Alkohole, Ketone, Ester, Ether und ähnliche einschließen. Wenn eine Verbindung zur Kontrolle des Algenwachstums auf Oberflächen aufgebracht wird, kann sie als eine Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel oder aus einer Aufschlämmung in jeder nicht-wechselwirkenden Flüssigkeit auf die Oberfläche aufgetragen werden.
  • Beispiel:
  • Testverbindung: Verbindung (1), wobei n = 30, R&sub1; = R&sub2; = -CH&sub2;-CH(CH&sub3;)- und R&sub3; = R&sub4; = H
  • Testspezies: Grüne Frischwasseralgen (Selenastrum capricornutum), 4-Tage alte Kultur zu Testbeginn
  • Verdünnungsmedium: Frischwasseralgenwachstumsmedium mit einem anfänglichen pH-Wert von 7,5 + 0,1, wobei die Testtemperatur in einem Bereich von 23,0 bis 25,6ºC liegt.
  • Nominale Konzentrationen: Kontrolle, 0,63, 1,25, 2,50, 5,00 und 10,0 mg des gesamten Materials (wm)/L
  • Dauer der Untersuchung: 96 Stunden
  • Ergebnisse: Der 96-Stunden-EC50 von S. capricornutum betrug 1,38 mg wm/L (bezogen auf die nominalen Konzentrationen). Der 96-Stunden-NOEC betrug 0,63 mg wm/L, bezogen auf den Mangel an signifikanten inhibitorischen Wirkungen, die bei dieser Testkonzentration beobachtet wurden.
  • Die Testsubstanz war eine goldbraune viskose Lösung und die Reinheit betrug > 98%. Die Testsubstanz wurde bei Umgebungstemperatur im Dunkeln gelagert. Die nominalen Testkonzentrationen sind als Milligramm (mg) der Verbindung als Gesamtmaterial (wm) pro Liter (L) des Frischwasseralgenmediums angegeben.
  • Die getestete Frischwasseralge war die Grünalge Selenastrum capricornutum (UTEX #3648). Die Kultur stammte aus einem Inoculum, das von der Universität Texas in Austin erhalten wurde und seit 4. Oktober 1989 gehalten wurde. Die Algen wurden in einem Frischwasseralgenmedium unter kontinuierlicher Belichtung kultiviert, was ungefähr 50 Mikromol pro Quadratmeter pro Sekunde (pmol/m²/s) als Ausbeute ergab. Die Kulturen wurden vor Testbeginn bei ungefähr 24 + 2ºC gehalten und wurden wöchentlich bezüglich der Reinheit untersucht. Die Inoculumkultur war zu Testbeginn vier Tage alt.
  • Das Ausgangswasser für das Testmedium war entionisiertes Wasser. Das Ausgangswasser wurde sterilisiert und mit analysenreinen Nährstoffen versetzt. Der pH- Wert des Testmediums wurde vor der Verwendung in dem Test mit 0,1 N NaOH oder HCl auf einen pH-Wert von 7,5 eingestellt. Das Testmedium wurde vor der Verwendung durch einen 0,45 u-Membranfilter filtriert.
  • Zwei statische Bereich-Auffindungstests wurden vor der Durchführung des endgültigen Tests durchgeführt. Beide Tests wurden bei einer nominalen Testkonzentration von 0,10, 1,00, 10,0, 100 und 1000 mg wm/L durchgeführt. Der erste Test wurde aufgrund eines unregelmäßigen Algenwachstums zwischen den Kontrollen und den Behandlungen verworfen. Für den zweiten Bereich-Auffindungstest betrug die Inhibierung des Zellwachstums nach 96 Stunden Exponierung (bezogen auf die Zellanzahl) im Vergleich zu den gesammelten Kontrollen von 23% bei 1,00 mg wm/L bis 99% bei 1000 mg wm/L. Es wurde eine stimulierende Wirkung des Algenwachstums (5%) bei 0,10 mg wm/L beobachtet. Eine ungelöste Chemikalie wurde bei 100 und 1000 mg wm/L beobachtet. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden die nominalen Testkonzentrationen von 0,63, 1,25, 2,50, 5,00 und 10,0 mg wm/L für den endgültigen Test ausgewählt. Die endgültige Exponierung wurde unter statischen Bedingungen in einem umgebungsmäßig kontrollierten Kammersatz durchgeführt, um eine Testemperatur von 24 + 2ºC bereitzustellen.
  • Eine primäre Stammlösung (100,040 mg wm/L) wurde durch Einwiegen von 1,0004 g der Testverbindung in einen 10 ml-Meßkolben hergestellt und anschließend mit Aceton auf das Volumen eingestellt. Vier weitere Stammlösungen (50,020, 25,010, 12,505 und 6,253 mg wm/L) wurden ausgehend von der primären Stammlösung durch Reihenverdünnung hergestellt. Jede Reihen-verdünnte Stammlösung wurde durch Pipettieren von 5 ml der geeigneten Stammlösung in einen 10 ml-Meßkolben hergestellt und mit Aceton auf das Volumen eingestellt. Testlösungen (d. h. 10,0, 5,00, 2,50, 1,25 und 0,63 mg wm/L) wurden durch Zugabe von 40 uL der geeigneten Stammlösung zu 400 mL der Volumina des filtrierten Testmediums hergestellt. Eine Kontrolle des Algentestmediums und eine Kontrolle des Lösungsmittels (Aceton) wurden gleichzeitig mit den Testlösungen aufbewahrt. Die Acetonkonzentration in der Lösungsmittelkontrolle und allen Testlösungen betrug 0,1 ml/L. Nach Rühren wurden pH-Messungen durchgeführt und anschließend wurden vier 100 ml-Aliquote von jeder Testlösung in sterilisierte 250 ml-Glaserlenmeyerkolben (einschließlich einer chemischen Blindprobe) transferiert. Drei Replikate wurden mit Algen beimpft, während die vierte als eine chemische "Blind"-Kontrolle für jede Behandlung etabliert wurde und nicht mit Algen beimpft wurde. Alle Kolben wurden mit Gasaustauschkappen verschlossen.
  • Die 96-Stunden-Exponierung wurde mit der Beimpfung von ungefähr 10000 Zellen/ml in jedem Testkolben eingeleitet (234 ul einer Inoculum-Kultur mit einer Zelldichte von 428 · 104 Zellen/ml). Die Testkammern wurden statistisch in einer Temperaturkontrollierten Kammer unter kontinuierlicher Fluoreszenzbeleuchtung positioniert und kontinuierlich auf einem Umlaufschütteltisch bei ungefähr 100 UpM (Umdrehungen pro Minute) geschüttelt. Die Testkammern wurden täglich unvoreingenommen umgeordnet, um die Auswirkungen aufgrund der Anordnung auszuschließen. Die Lichtintensität lag in einem Bereich zwischen 35,3 und 63,3 (mol/m²/s, gemessen durch ein LI-COR, Inc. "Model LI-189 light meter", ausgestattet mit einem 2π-Quantensensor).
  • Das Algenwachstum wurde mindestens dreimal pro beimpften Kolben durch direkte Zeltmessungen unter Verwendung eines elektronischen Teilchenzählers (Coulter Counter Model 21) alle 24 Stunden gemessen. Morphologische Beobachtungen wurden auch täglich auf jede Testbehandlung unter Verwendung eines Verbundmikroskops durchgeführt, um eine abnormale Zellmorphologie und eine Verfärbung im Vergleich zur Kontrolle zu bestimmen. Chemische "Blindproben" wurden gleichzeitig mit jeder Testkonzentration gemessen, um ein Hintergundniveau, wenn überhaupt vorhanden, zu etablieren. Um jedwede Wirkung des Hintergrunds während der Zählungen auszuschließen, wurde das Mittel der Behandlungsblindprobe von den geeigneten Zellzählungen der zusammenfallenden Replikate vor einer statistischen Analyse für alle Behandlungen und Kontrollen abgezogen. Alle Zellzahlen, die in diesem Bericht gezeigt sind, wurden hinsichtlich jedes bestimmten Hintergrunds korrigiert.
  • Nach 96 Stunden war das Algenwachstum bei nominalen Konzentrationen von 5,00 und 10,0 mg wm/L (d. h. entweder kein Algenwachstum oder eine Nettoabnahme des Algenwachstums im Vergleich zu dem anfänglichen Inoculum) maximal inhibiert; daher war eine Beurteilung für eine algistatische gegenüber einer algiziden Antwort notwendig. Dies wurde durch Entfernen eines 0,5 ml-Aliquots der Testlösung, die Wachstums-inhibierte Algen von jeder Replikat-Testkammer enthielt, erreicht.
  • Diese Aliquote (1,5 ml Gesamtvolumen) wurden für jede maximal inhibierte Testkonzentration in neuen Testkolben vereint und mit frischem (Testsubstanz-freien) Algenmedium auf 100 ml verdünnt, was in einer Testkonzentration von < 0,15 mg wm/L resultierte (eine nominale Testsubstanzkonzentration, die das Wachstum im Vergleich zu der Kontrolle nicht beeinflußt). Ein Kontrollkolben wurde auch mit einer anfänglichen Zelldichte von ungefähr 10000 Zellen/ml eingestellt, um die Eignung der Verfahren zu bestätigen. Die Subkulturen wurden unter den Umgebungsbedingungen des endgültigen Tests inkubiert. Die Erholungsphase wurde für 6 Tage durchgeführt und wurde nicht fortgeführt, sobald ein signifikantes Algenwachstum in der maximal inhibierten Behandlung beobachtet wurde. Das Algenwachstum wurde während der Erholungsphase durch direkte Zellzählungen unter Verwendung einer Hämozytometer-Zählkammer mit einem Verbundmikroskop gemessen.
  • Die Temperatur wurde in einem nicht inokulierten Kolben des Testmediums täglich während des Tests gemessen. Der Temperaturbereich der umgebungsmäßig kontrollierten Kammer wurde unter Verwendung eines Minimum/Maximum- Thermometers angezeigt und die diurnalen Temperaturbereiche wurden täglich aufgezeichnet. Die Lichtintensität wurde täglich während der 96-Stunden- Exponierungsperiode bei dem Niveau der Testlösung gemessen. Der pH-Wert wurde zu Testbeginn in den Zusammensetzungen und zu Testende in allen Kontroll- und Testkolben unter Verwendung eines Fischer-Accumet® 1001 pH-Meters gemessen.
  • Es wurden keine Wasserproben gesammelt oder während des Tests analysiert. Die nominalen Konzentrationen wurden sowohl während der Bereichsfindung als auch bei den endgültigen Tests verwendet.
  • Die Algenwachstumsantwort (als prozentuale Inhibierung, I, oder Stimulierung, S. in den Testlösungen im Vergleich zu den Kontrollen) wurde wie folgt berechnet:
  • %I = -(C - T)/C · 100 oder %S = (T - C)/C · 100, wobei C = das mittlere Wachstum der Kontrolle und T = das mittlere Wachstum der behandelten Kultur. Die mittlere Abweichung und die Standardabweichung des Ansprechens der Algen bzw. Algenresponse wurde berechnet und für jede Behandlung und Kontrolle aufgezeichnet. Auf Basis der Ergebnisse des Tests (prozentuale Inhibierung des Zellwachstums) wurden die 96-Stunden-EG&sub1;&sub0;-, -E0&sub5;&sub0;- und EC&sub9;&sub0;-Werte mit deren 95-Prozent- Verlässlichkeitsgrenze berechnet.
  • Nach 96 Stunden Exponierung betrugt die prozentuale Inhibierung der Zellanzahlen im Vergleich zu gesammelten Kontrollen von 12 Prozent bei 0,63 mg wm/L bis 99+ Prozent bei 5,00 und 10,0 mg wm/L. Die täglichen mittleren Zellzählungen und Standardabweichungen für die Kontroll- und Testlösungen sind in Tabelle 1 angegeben. Die Wachstumskurven zeigen, daß die Algen in den Kontrollen und den geringen Behandlungen die Form eines exponentiellen Wachstums während der 96-stündigen Wachstumsperiode zeigten. Der Koeffizient der Variation für die Zellanzahlen in der Kontrolle betrug 4%.
  • Die Beobachtung der Zellmorphologie zeigte keine Unterschiede in den behandelten Algenzellen im Vergleich zu den Kontrollzellen. Die 96-Stunden-EG&sub1;&sub0;-, -EC&sub5;&sub0;- und -EC&sub9;&sub0;-Werte wurden unter Verwendung der "Probit"-Methode zu 0,64, 1,38 bzw. 2,97 mg wm/L berechnet. Der NOEC betrug 0,63 mg wm/L, bezogen auf den Mangel an signifikanten inhibitorischen Wirkungen, die bei diesen Testkonzentrationen beobachtet wurden. Keine ungelöste Chemikalie wurde in dem Testmedium während des Tests beobachtet.
  • Die gemessene Testtemperatur während der 96-stündigen Exponierung lag in einem Bereich von 23,0 bis 25,6ºC.
  • Der anfängliche pH-Wert der Kontrollen und aller Testlösungen lag in einem Bereich von 7,1 bis 7,5. Alle pH-Werte wurden zu Testbeginn auf 7,5 + 0,1 vor der Beimpfung mit den Algen eingestellt. Nach 96 Stunden lag der pH-Wert in den Testlösungen in einem Bereich von 7,0 bis 7,3 und von 7,2 bis 7,8 in den Kontrollen.
  • In der Erholungsphase der Untersuchungen, die durchgeführt wurden, um algistatische von aligiziden Wirkungen der Testsubstanz zu trennen, wurde ein signifikantes Wachstum der Algen in allen Erholungsbehandlungen nach 6 Tagen Inkubierung beobachtet. Dies verdeutlicht, daß die Wirkung der Verbindung auf die Frischwasseralgen hinsichtlich der Natur algistatisch und nicht algizid war. Die gemessene Testtemperatur während der sechstägigen Erholungsperiode lag in einem Bereich von 25,0 bis 27,0ºC. Die Lichtintensität lag in einem Bereich zwischen 50,6 und 55,3 umol/m²/s.
  • Es wurden zwei Abweichungen von dem Testprotokoll während der Durchführung dieser Untersuchung beobachtet.
  • 1. Die Stammalgenkultur war zu Testbeginn 4 Tage alt, anstelle von 5-10 Tagen, wie im Protokoll festgestellt. Der Beginn des Tests war auf die Wachstumsbedingungen der Stammalgen (Form des exponentiellen Wachstums) bezogen.
  • 2. Die Testtemperatur während der Erholungsphase lag in einem Bereich von 25,0 bis 27,0ºC, was den in dem Protokoll (24 + 2ºC) angegebenen Bereich schwach übersteigt.
  • Gemäß der wissenschaftlichen Meinung des Untersuchungsleiters beeinflussen diese Abweichungen das Ergebnis oder die Gültigkeit der Testergebnisse nicht. Tabelle 1. Zellanzahlen (bestimmt durch einen elektronischen Teilchenzähler) nach 96 Stunden kontinuierlicher Exponierung der Grünalgen Selenastrum capricornutum unter statischen Testbedingungen
  • Die Werte sind mittlere Abweichungen und Standardabweichungen von Dreifach- Testkammern, die Standardabweichungen sind in Klammern angegeben.
  • Prozentuale Inhibierung, bestimmt gegen eine gesammelte Kontrollzellanzahl bei 96 Stunden (235 · 104 Zellen/ml).
  • Anmerkung: Variation des Koeffizienten = Standardabweichung · 100/Mittel

Claims (5)

1. Verfahren zur Kontrolle des Algenwachstums in einer Flüssigkeit oder auf einer Oberfläche durch Verwendung eines Vertreters der Gruppe
wobei n 1-1000 ist und R&sub1; = R&sub2; und R&sub1; und R&sub2; aus der Gruppe, bestehend aus -CH&sub2;-CH&sub2;-, -CH&sub2;-C(CH&sub3;)H- und -C(CH&sub3;)H-CH&sub2;-, ausgewählt sind, R&sub3; und R&sub4;, jeweils unabhängig voneinander aus der Gruppe, bestehend aus H, -CH&sub3;, -CH&sub2;CH&sub3;, -CH&sub2;OH und -CH&sub2;-CH&sub2;-OH, ausgewählt sind, und den diastomeren Salzen davon.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Algenwachstum in einer Flüssigkeit durch Lösen von etwa 1 bis etwa 100 mg/L der Verbindung in der Flüssigkeit kontrolliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Algenwachstum in einer Flüssigkeit durch Lösen von etwa 2,5 bis etwa 10 mg/L der Verbindung in der Flüssigkeit kontrolliert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Algenwachstum auf Oberflächen durch Auftragen der Verbindung auf die Oberfläche kontrolliert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Verbindung als Lösung oder als Aufschlämmung auf die Oberfläche aufgetragen wird.
DE69901114T 1998-09-26 1999-03-15 Verfahren zur kontrolle des algenwachstums durch verwendung von substituirten amino-alkoholen Expired - Fee Related DE69901114T2 (de)

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