DE698479C - Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium und seinen Legierungen - Google Patents

Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium und seinen Legierungen

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DE698479C
DE698479C DE1939SC118320 DESC118320D DE698479C DE 698479 C DE698479 C DE 698479C DE 1939SC118320 DE1939SC118320 DE 1939SC118320 DE SC118320 D DESC118320 D DE SC118320D DE 698479 C DE698479 C DE 698479C
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Germany
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aluminum
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anodic oxidation
oxidation
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DE1939SC118320
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English (en)
Inventor
Dr Joachim Korpiun
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Bayer Pharma AG
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Schering AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D17/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic coating
    • C25D17/06Suspending or supporting devices for articles to be coated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium und seinen Legierungen Bei der anodischen Oxydation von Aluminiuni und seinen Legierungen verwendet man im allgemeinen Eihhängevorrichtungen, die ebenfalls aus Aluminium und Aluminiumlegierungen bestehen. Die anderen gebräuchlichen Werkmetalle, wie Eisen, Messing, Kupfer usw., können hierfür nichtverwendet werden, da sie unter den Bedingungen, unter denen die anodische Oxydation vorgenommen wird, selbst zerstört wenden würden, ohne daß auf denn zu behandelnden Aluminiumgegenstand eine brauchbare Oxydschicht entsteht. Die bisher für die Aluminiumoxydation allein brauchbaren Einhängevorrichtungen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen überziehen sich dagegen beim Gebrauch mit einer Oxydschicht bis auf die kleine Stelle, an der der Übergang des Stremes auf den eingespannten Gegenstand erfolgt. Um die Einhängevorrichtung daher erneut verwenden zu können, muß die auf ihr vorhandene Oxydschicht durch geeignete Behandlung (durch Abbeizen, Abschleifen usw.) wieder entfernt werden. Dies hat zur Folge, daß in einem jeden Benutzungscyclus das Material, aus dem die Haltevorrichtung besteht, mindestens in der Stärke abgetragen wird, welche die aufgebrachte Oxydschicht aufweist, d. h. o, oI 5 bis o, ö 2 5 mm.
  • Wird beim Abbeizen der Schichten nicht vorsichtig verfahren, dann kann auch noch das unveränderte Grundmetall in größeren Mengen aufgelöst werden, und damit steigt der Verbrauch an Material für die Einhängevorrichtungen noch mehr an. Aus diesem Grunde können im allgemeinen Aufhängevorrichtungen bei anodischer Oxydation des Aluminiums nur etwa 4omal oder noch weniger oft gebraucht werden. Die durch den reinen Materialverlust beim Abbe@zean entstehenden Kosten werden in den meisten Fällen noch erheblich durch. Herstellungskosten für die Gestelle übertroffen, die besonders bei kompEziertemen :Gestellen und bei Artikeln geringeren Wertes, die aber in großen Massen hergestellt werden, die Rentabilität einer Oxydationsbehandlung in Frage stellen. Außerdem erfordert das Abbeizen einen besonderen Arbeitsgang, der besonders bei voll selbsttätigen Anlagen durch besondere Vorrichtungen berücksichtigt werden muß.
  • Die beschriebenen Nachteile lassen sich erfindungsgemäß vermindern oder sogar gänzlich vermeiden, wenn man für die Einhängevorrichtungen oder auch nur für die Kontaktstellen, an denen der Stromübergang vom Aufhängegestell auf den zu oxydierenden Aluminiumgegenstand erfolgt, einen stromleitenden Werkstoff verwendet, der bei der anodischen Schaltung in dem zur Oxydation dienenden Elektrolyten eine Strömsperrwirkung, die höher ist als bei Aluminium oder den üblichen Aluminiumlegierungen, zeigt. Unter Stromsperrwirkung oder Ventilwirkung ist die Eigenschaft der betreffenden Metalle zu verstehen, bei anodischer Schaltung in dem in Frage kommenden Elektrolyten und den üblichen Betriebsspannungen die Entstehung eines Stromes von einer Größenordnung, der für die Oberflächenbehandlung von Metallen notwendig bzw. üblich ist, zu verhindern.
  • Die als Zwischenteile verwendeten Werkstoffe lassen nämlich hierbei genügend höhe Polarisationsspannungen entstehen, die die Stromaufnahme aus dem Elektrolyten praktisch verhindern, den Strom von und an andere metallische Leiter dagegen durchlassen; es zeigen sich somit nur solche sogenannte Sperrschichten, die ausschließlich gegen die Stromeinwirkung des Elektrolyten isolierend sind.
  • Für die bei der anodischen Oxydation von Aluminiumwerkstoffen fast ausschließlich in Frage kommenden sauren Elektrolyte kommen als Werkstoffe mit den geforderten Eigenschaften für die genannten Zwischenteile vorzugsweise hochschmelzende Schwermetalle, wie Molybdän, besonders aber Wolfram und Tontal in Betracht.
  • Bei einigen für die Oxydation ebenfalls geeigneten Elektrolyten, wie z. B. bei Kresolsulfosäureellektrolyten, kann man auch Zwischenteile aus Aluminiumlegierungen mit hohem Silicrumgehalt verwenden. Diese Legierungen zeigen z. B. gegenüber Reinaluminium, Legierungen der Gruppe Aluminium-Magnesium, Aluminium-Kupfer usw. bedeutend höhere Sperrspannungen und sind dadurch für den vorliegenden Zweck ebenfalls in vielen Fällen mit Vorteil zu verwenden.
  • - Benutzt man Einhängegestelle, bei denen die Kontaktstellen z. B. aus Tontal oder Wolfram bestehen, so sind auch nach längerer Verwendung keine Anzeichen festzustellen, aus denen auf die Bildung von Deckschichten geschlossen werden könnte, die den Stromdurchgang behindern. Der mäßige Druck, mit dem die Kontakte im allgemeinen an den zu oxydierenden Gegenständen anliegen, genügt vollständig, um einen guten Stromübergang zu gewährleisten.
  • Die erfindungsgemäßen Kontaktmetalle werden entweder in Form von Drähten zum Festhalten und bzw. oder Stromzuleiten verwendet, wobei die Drähte an den Aufhängegestellen bzw. Stromzuleitungsvorrichtungen festgeklemmt sind. Oder aber die Haltevorrichtungen, die z. B. aus Eisen, Kupfer u. dgl. bestehen können, sind an den Kontaktstellen mit den oben bezeichneten Metallen, wie Tontal, Wolfram und Molybdän, plattiert.
  • Besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Verfahren in schwierigen Fällen, z. B. beim anodischen Oxydieren von Drähten, insbesondere beim Feindrahtoxydieren.
  • Selbstverständlich müssen die erfindungsgemäßen Einhängevorrichtungen, soweit sie nicht von den angegebenen Metallen bedeckt sind, vermittels eines säurebeständigen Lackes, Films oder sonstigen korrosionsfesten Überzuges vor dem Angriff des elektrolytischen Bades geschützt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium und Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß man für den Stromübergang vom Aufhängegestell zu den zu oxydierenden Aluminiumgegenständen stromleitende Zwischenteile aus einem Metall verwendet, die bei den üblichen Betriebsspannungen die Stromaufnahme aus dem Elektrolyten praktisch verhindern, z. B. aus Tontal, Wolfram, Molybdän oder siliciumreichen Aluminiumlegierungen.
DE1939SC118320 1939-05-05 1939-05-05 Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium und seinen Legierungen Expired DE698479C (de)

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