DE576129C - Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und Photozellen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und PhotozellenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AH
8. MAI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 1102
Zusatz zum Patent 565
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1931 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 24. Mai 19-31.
Das Patent 565 502 betrifft ein Verfahren
zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und Photozellen, mit vollkommen
flächenhafter Berührung zwischen leitender Verbindung, Trennschicht und wirksamer
Elektrode, bei dem davon ausgegangen wird, daß der metallische Bestandteil der leitenden
Verbindung und die wirksame Elektrode aus verschiedenen Stoffen bestehen. Gemäß dem
Hauptpatent wird auf die wirksame Elektrode das Metall niedergeschlagen, das nachher Bestandteil
der leitenden Verbindung werden soll, und dann die Niederschlagsschicht in die leitende Verbindung durch Einwirkung gasförmiger
oder flüssiger Reaktionsmittel übergeführt. Als Beispiel ist in dem Hauptpatent u.a. angeführt die Erzeugung einer Kupferjodürschicht
und einer Bleijodidtrennschicht auf Blei, wobei letzteres vorher mit einer Kupfersohicht versehen wurde.
Es wurde nun gefunden daß man die Wirkung, und zwar insbesondere die Gleichrichterwirkung,
wesentlich verbessern kann, wenn man als wirksame Elektrode nicht die übliehen
reinen Metalle verwendet, sondern diese mit solchen Metallen legiert, die bei der
TrennscMchtbildung, also nach dem Entstehen der leitenden Verbindung mit dem
Reaktionsmittel, schneller oder langsamer reagieren als das Grundmetall. Anscheinend
entsteht hierbei eine nicht völlig ebene Trennschicht. Infolge von Spitzenwirkung ist die
Unipolarität bei diesen Platten wesentlich ausgeprägter. Man verwendet demgemäß als
wirksame Elektrode z. B. eine Legierung von Blei mit Antimon, verkupfert diese Legierung
und setzt sie dann Jodlösungen oder Joddämpfen aus, wodurch die Kupferdeckschicht in eine Kupf er j odür schicht verwandelt
und außerdem zwischen dieser Schicht und der als wirksame Elektrode verwendeten Bleilegierung eine Trennschicht aus jodiden
der Legierungsbestandteile erzeugt wird. Bei der Trennschichtbildung wird offenbar das
Antimon wesentlich schneller vom Jod angegriffen, wobei anscheinend eine rauhere
Oberfläche auf der wirksamen Elektrode entsteht. Der an unebenen Flächen größere Potentialgradient
bewirkt einen leichteren Elektronenaustritt in der Flußrichtung, die Watt-Verluste
des unipolaren Leiters bzw. der Gleichrichterplatte werden Heiner. An Stelle
von Antimon können dem als wirksame Elektrode verwendeten Metall, z. B. Blei, auch
*) Von dem Patentsiicher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Wilfried Meyer in Berlin-Steglitz.
Wismut, Kadmium und andere Metalle, insbesondere
auch Edelmetalle, zulegiert werden. Verschiedene dieser Zusatzmetalle reagieren
ähnlich, wie Antimon schneller mit Jod, während andere dagegen, wie z. B. Edelmetalle,
langsamer mit Jod reagieren. Unter -anderem ergeben verkupferte und darauf jodierte
Blei-Gold- oder Blei-Platin-Legierungen recht gute unipolare Leiter und insbesondere
Gleichrichter. Bei der Jodierung wird in diesem Falle das Blei wesentlich stärker angegriffen,
so daß eine große Anzahl von sehr feinen Platinspitzen bestehen; bleibt. Es entsteht
dadurch, 'ein Gleichrichter, der in der Flußrichtung nur geringen Spannungsabfall
aufweist.
Man ist bei der "Wahl der Legierungen nicht auf eine Zweistofflegierung beschränkt,
sondern kann auch. Legierungen mit mehr als zwei Komponenten verwenden. Beispielsweise
haben sich insbesondere solche Gleichrichter bewährt, bei denen der wirksamen Bleielektrode
sowohl Metalle, die schneller, als auch Metalle, die langsamer mit Jod reagieren, zugesetzt
sind, wie dies etwa bei Blei-Kupfer-Antimon-Legierungen oder Blei-Kupfer-Kadmium-Legierungen
oder auch Blei-Platin-Antimon-Legierungen der Fall ist. Anscheinend entstehen durch den teilweise stärkeren und
teilweise geringeren Jodangriff besonders gut ausgebildete Spitzen auf der wirksamen Elektrode,
was 'eine gute Unipolarität zur Folge
hat.
Selbstverständlich läßt sich die vorliegende Erfindung mit den je nach den Bestandteilen
der leitenden Verbindung notwendigen Abänderungen in den der wirksamen Elektrode
zuzusetzenden Metallen auch auf andere, zum Teil bereits im Hauptpatent beschriebene
Beispiele ausdehnen.
Es ist an sich bekannt, als wirksame Metallelektroden Legierungen zu verwenden.
Dies geschah, jedoch bisher nur für solche Gleichrichter, bei denen die Halbleiterschicht
an die wirksame Elektrode lose angepreßt, also nicht, wie gemäß vorliegender Erfindung,
unmittelbar auf der aus einer Legierung bestehenden wirksamen Elektrode erzeugt wurde.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und
PhotozeUen, nadh Patent 565,502, dadurch gekennzeichnet, daß als wirksame
Elektrode solche Legierungen verwendet werden, deren Bestandteile bei der Trennschichtbildung
durch das Reaktionsmittel verschieden stark angegriffen werden.
2. Verfahren zur Herstellung von kupferjodürhaltigen
unipolaren Leitern, insbesondere Gleichrichtern, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der wirksamen
Bleielektrode Metalle zugesetzt werden, die bei der Trennschichtbildung 6g
durch Jodangriff eine vom Blei verschiedene Reaktionsgeschwindigkeit haben, z. B.
Antimon, Wismut, Kadmium, Edelmetalle und andere,
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der wirksamen
Bleielektrode sowohl Metalle, die schneller, als auch Metalle, die langsamer mit Jod reagieren, zugesetzt werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP63138D DE565502C (de) | 1931-05-23 | 1931-05-24 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern |
| DEP64406D DE576129C (de) | 1931-05-23 | 1931-12-09 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und Photozellen |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP0063138 | 1931-05-23 | ||
| DEP63138D DE565502C (de) | 1931-05-23 | 1931-05-24 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern |
| DEP0064406 | 1931-12-08 | ||
| DEP64406D DE576129C (de) | 1931-05-23 | 1931-12-09 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und Photozellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE576129C true DE576129C (de) | 1933-05-08 |
Family
ID=34812117
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP63138D Expired DE565502C (de) | 1931-05-23 | 1931-05-24 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern |
| DEP64406D Expired DE576129C (de) | 1931-05-23 | 1931-12-09 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern, wie Gleichrichtern und Photozellen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP63138D Expired DE565502C (de) | 1931-05-23 | 1931-05-24 | Verfahren zur Herstellung von unipolaren Leitern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE565502C (de) |
-
1931
- 1931-05-24 DE DEP63138D patent/DE565502C/de not_active Expired
- 1931-12-09 DE DEP64406D patent/DE576129C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE565502C (de) | 1932-12-01 |
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