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Hintergrund
der Erfindung
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Gebiet der
Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von
Vanadium/Phosphor-Mischoxid-Katalysatoren unter Verwendung eines
Zusatzes wie Dimethylsulfoxid während
der Herstellung, wobei der Katalysator besondere Verwendung bei
der Herstellung von Maleinsäureanhydrid
findet.
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Beschreibung
des Stands der Technik
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Katalysatoren,
die Vanadium- und Phosphoroxide enthalten, sind bei der Oxidation
von Kohlenwasserstoffen mit 4 Kohlenstoffatomen wie n-Butan mit
Molekularsauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas zur Herstellung
von Maleinsäureanhydrid
verwendet worden. Herkömmliche
Verfahren zur Herstellung dieser Katalysatoren umfassen die Reduzierung
einer pentavalenten Vanadiumverbindung und, falls gewünscht, Promotorelement-Verbindungen
unter Bedingungen, unter denen Vanadium in einem Valenzzustand unter
+5 zur Verfügung
gestellt oder gehalten wird, um Katalysatorvorläufer zu bilden, die gewonnen
und kalziniert werden.
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Wasserstoffchlorid
ist als Reduktionsmittel für
Vanadiumverbindungen verwendet worden, wenn das Vanadium eine +5-Valenz
hat. Die Verwendung von gasförmigem
HCl als Reduktionsmittel ist in dem US-Patent 4,002,650 offenbart,
wobei die Vanadium- und Phosphorkomponenten in einer wässrigen
Lösung
reagiert werden. Die Verwendung von gasförmigem HCl als Reduktionsmittel
für Vanadiumverbindungen
wie V2O5 ist auch
in dem US-Patent 4,043,943 beschrieben, wobei die Vanadium- und
Phosphorkomponenten in einem flüssigen
organischen Medium reagiert werden.
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Das
US-Patent 5,137,860 bietet eine umfassende Beschreibung des Stands
der Technik auf diesem Gebiet. Das Patent zeigt die Verwendung von
organischen Reduktionsmit teln sowie Wasserstoffchlorid und lehrt
die Verwendung von Aktivierungsverfahren, wodurch der Katalysatorvorläufer unter
vorgeschriebenen Bedingungen mit Sauerstoff- und Dampfmischungen
und schließlich
mit einer nicht oxidierenden Dampfatmosphäre in Kontakt gebracht wird,
um einen aktiven Katalysator herzustellen.
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Das
US-Patent 4,569,925 beschreibt die Herstellung von Vanadium/Phosphor-Mischoxid-Katalysatoren
durch ein Verfahren mit organischer Lösung unter Verwendung von wasserfreiem
Wasserstoffchlorid als Mittel für
die Löslichmachung
der Vanadiumkomponente und lehrt ein Aktivierungsverfahren, durch
das der Katalysatorvorläufer
nicht nur mit Luft allein, sondern mit einer Mischung aus Luft und
einem Kohlenwasserstoff wie Methan, Ethan, Propan, Butan usw. in
Kontakt gebracht wird.
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Die
US-Patente 4,116,868 und 4,149,992 beschreiben die Herstellung von
Vanadium/Phosphor-Katalysatoren, wobei ein grenzflächenaktiver
Stoff bei dem Herstellungsverfahren verwendet wird. Unter den vielen vorgeschlagenen
grenzflächenaktiven
Stoffen sind Dialkylsulfoxide, die eine C10-C18-Alkylgruppe aufweisen.
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Es
gibt Probleme im Zusammenhang mit der Verwendung von Wasserstoffchlorid
bei der Herstellung von Katalysatoren. Die Korrosionsprobleme sind
offensichtlich. Sogar nach der Kalzination zur Herstellung des Katalysators
bleibt Restchlorid in dem Katalysator zurück. Das Chlorid wird allgemein
während
der Katalysator-Aktivierungszeit in dem Reaktor oder in einem getrennten
Schritt außerhalb
des Reaktors entfernt, aber eine Freisetzung von Chlorid aus dem
festen Katalysator in den Reaktor und die stromabwärtigen Apparate des
Verfahrens ist nicht erwünscht.
Die Hauptprobleme sind: mögliche
Korrosion der Apparate, Produktverlust während der Chloridfreisetzung
und erhöhtes
Abfallaufkommen. Es wäre
vorteilhaft, ein Verfahren für
die Herstellung von V/P/O-Katalysatoren zur Verfügung zu stellen, bei dem die
Verwendung von Chloridmaterialien im Wesentlichen oder vollständig vermieden
werden kann.
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Die
Synthese von V/P/O-Katalysatoren kann sowohl in wässrigen
als auch in organischen Solvensmitteln durchgeführt werden. Wasserfreie Bedingungen
sind bei dem Verfahren mit organischem Solvens bevorzugt. Synthese
in organischen Solvenzien ist gegenwärtig das bevorzugte Verfahren,
da die Leistung des Katalysators besser ist. Dies wird den größeren Oberflächen des
Katalysators zugeschrieben, die dieser bei Herstellung in organischem
Solvens im Vergleich zur Herstellung in wässrigen Mitteln hat (G. J.
Hutchings, Applied Catalysis, 72(1991), 1–32 und darin zitierte Quellen).
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Bei
dem Verfahren mit organischem Solvens, bei dem typischerweise Isobutanol
verwendet wird, ist wasserfreies HCl als Reduktionsmittel für das V2O5 verwendet worden.
Andere Reduktionsmittel sind verwendet worden, z. B. Oxalsäure oder
organische Alkohole wie Allylalkohol, Benzylalkohol und Isobutanol,
die sowohl das Solvens als auch das Reduktionsmittel sein können. Mit
HCl wird das V2O5 in
ein IBA (Isobutylalkohol)-lösliches
Material (VOCl2) umgewandelt, bevor Phosphorsäure hinzugefügt wird.
Bei Fehlen von HCl wird das V2O5 nicht
löslich
gemacht, und die Bildung des V/P/O-Katalysators wird heterogen an
dem suspendierten V2O5 in
dem organischen Solvens durchgeführt.
Die Verwendung von HCl hat ausgezeichnete Katalysatoren hervorgebracht,
aber das Restchlorid in dem Katalysator führt zu einer Chloridfreisetzung
während
der Katalysatoraktivierung, die nicht erwünscht ist. Diese Schwierigkeit
kann überwunden
werden, indem die Chloride durch einen zusätzlichen Schritt während der
Katalysatorherstellung entfernt werden.
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Eine
Synthese des V/P/O-Katalysators ohne HCl eliminiert die Verwendung
dieses korrosiven Gases während
der Herstellung, verringert die Kosten im Zusammenhang mit der Abfallentsorgung
und eliminiert die Notwendigkeit, das Restchlorid aus dem Katalysator
zu entfernen.
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Kurze Zusammenfassung
der Erfindung
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Erfindungsgemäß wird ein
Vanadium-Phosphor-Mischoxid-Katalysator in einem Verfahren mit organischem
Solvens hergestellt, wobei das Verfahren die Verwendung eines Zusatzes
wie Dimethylsulfoxid umfasst; besonders gute Ergebnisse werden erzielt,
wenn auch ein Bismut-Katalysatorpromotor verwendet wird.
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Die
Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines V/P/O-Katalysators
zur Verwendung bei der Herstellung von Maleinsäureanhydrid zur Verfügung, bei
dem eine pentavalente Vanadiumverbindung in organischer Solvenslösung reduziert
wird, um einen Katalysatorvorläufer
zu bilden, konzentrierte Phosphorsäure entweder vor oder nach
der Reduktion der pentavalenten Vanadiumverbindung zu der organischen
Solvenslösung
zugefügt
wird und schließlich
der Katalysatorvorläufer
durch konventionelle Mittel aktiviert wird, um den V/P/O-Katalysator
zu bilden, wobei das Verfahren sich dadurch auszeichnet, dass die
pentavalente Vanadiumverbindung bei Vorhandensein eines organischen
Sulfoxids reduziert wird, das die Formel hat:
wobei R und R
1 gleiche
oder unterschiedliche Gruppen sind, die 1–8 Kohlenstoffatome aufweisen,
die aus Gruppen von Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl und substituiertem
Aryl ausgewählt
sind. Weiterhin stellt die Erfindung einen V/P/O-Katalysator zur
Verwendung bei der Herstellung von Maleinsäureanhydrid zur Verfügung, der
durch das Verfahren zu erzielen ist.
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Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine Scanner-Elektronenmikroskopaufnahme eines Katalysators, der
gemäß der Erfindung hergestellt
wurde.
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2 ist
eine Scanner-Elektronenmikroskopaufnahme eines Katalysators, der
durch herkömmliche Verfahren
hergestellt wurde und zum Vergleich dargestellt wird.
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3 ist
eine Scanner-Elektronenmikroskopaufnahme eines bismutverstärkten Katalysators,
der erfindungsgemäß hergestellt
wurde.
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4 ist
eine Scanner-Elektronenmikroskopaufnahme eines bismutverstärkten Katalysators,
der durch herkömmliche
Verfahren hergestellt wurde und zum Vergleich dargestellt ist.
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Ausführliche
Beschreibung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines
Phosphor/Vanadium/Sauerstoff-Katalysators zur Verfügung, das
besonders nützlich
bei der Oxidation von n-Butan zu Maleinsäureanhydrid ist, wobei eine
Vanadiumverbindung in dem +5-Valenzzustand, z. B. Vanadiumpentoxid,
in einem organischen Medium reduziert wird, das einen organischen
Sulfoxidzusatz enthält,
der an der Vanadiumreduktion beteiligt ist, und mit konzentrierter
Phosphorsäure
reagiert wird. Die Erfindung kann in einem einzigen Schritt ausgeführt werden,
wodurch die Katalysatorherstellung stark vereinfacht wird. Nach
Bildung des Katalysatorvorläufers
kann der Vorläufer
gemäß bekannten
Verfahren in die aktive Form umgewandelt werden.
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Organische
Sulfoxid-Modifizierungsmittel, die bei der Erfindung verwendet werden,
haben die Formel:
wobei R und R
1 gleiche
oder unterschiedliche Gruppen sind, die 1–8 Kohlenstoffatome haben,
die aus Gruppen von Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl und substituiertem
Aryl ausgewählt
werden. Bevorzugt sind Sulfoxide, bei denen jedes R und R
1 Alkylgruppen mit 1–4 Kohlenstoffatomen sind,
und besonders bevorzugt sind Sulfoxide, bei denen jedes R und R
1 eine Alkylgruppe mit 1–2 Kohlenstoffatomen ist. Dimethylsulfoxid
ist bevorzugt, weitere beispielartige Sulfoxide sind Methylethylsulfoxid,
Diethylsulfoxid, Diisopropylsulfoxid, Di-n-Butylsulfoxid usw.
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Die
Rolle des organischen Sulfoxids bei der Herstellung des Katalysators
und die Natur des Mechanismus, durch den die Katalysatorleistung
verbessert wird, sind nicht ganz klar. Es ist möglich, dass das Sulfoxid bei
den Oxidations/Reduktionsreaktionen während der Katalysatorbildung
eine Rolle spielt. Wenn das Produkt gewonnen wird, ist ein starker
Geruch nach einer Schwefelverbindung vorhanden, der ohne die Verwendung
von organischem Sulfoxid nicht beobachtet wird und bei der anfänglichen
Reaktionsmischung nicht vorhanden ist. Organisches Sulfoxid kann
in unserer Reaktionsmischung sowohl eine Oxidation zu dem Sulfon durchlaufen,
aber auch möglicherweise
auf das Sulfid reduziert werden. Wie weiter unten diskutiert wird,
kann der Schwefelverbindungsgeruch durch eine Behandlung mit einem
Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid umgangen werden.
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Es
ist bekannt, dass Solvens durch Interkalation eine starke Wirkung
auf den Katalysator ausübt,
und es ist möglich,
dass das Sulfoxid eine solche Wirkung hat. Es ist klar, dass das
organische Sulfoxid eine Wirkung auf die Kristallitmorphologie hat.
Dies zeigen REM-Daten; s. 1 bis 4.
Dimethlysulfoxid ist sowohl in organischem Solvens als auch in Wasser
mischbar.
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1 und 2 sind
Scanner-Elektronenmikroskopaufnahmen mit 10.000-facher Vergrößerung,
die die Oberflächenmorphologie
von erfindungsgemäß hergestellten
Katalysatoren (1) mit der eines vergleichbaren
Katalysators, der gemäß herkömmlichen
Verfahren hergestellt wurde (2), vergleicht.
Die Untersuchung dieser 1 und 2 zeigt,
dass ein wesentlich größerer Abstand
zwischen den Plättchenschichten
des herkömmlichen
Katalysators besteht und dass das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren, bei
dem Dimethylsulfoxid verwendet wurde, zu einer viel dichteren Anordnung
der Plättchenschichten
und zur Bildung einer spulenförmigen
Morphologie führt.
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3 und 4 liefern
einen ähnlichen
Vergleich mit Katalysatoren, die aus Bismutpromotor bestehen. Der
erfindungsgemäß hergestellte
Katalysator (3) weist ebenfalls eine dichtere
Anordnung der Plättchenschichten
und eine spulenförmige
Morphologie – im
Vergleich zu einem ähnlichen
Katalysator auf, der gemäß herkömmlichen
Verfahren hergestellt wurde (4).
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Bei
der Ausführung
der Erfindung wird Vanadiumpentoxid in fein geteilter Form einem
organischen Solvensmedium hinzugefügt, zu dem auch eine wirksame
Menge des organischen Sulfoxidreduktionsmittels hinzugefügt wird.
Geeignete Solvenzien sind Alkohole, die auf dem einschlägigen Gebiet
bekannt sind, z. B. ein primärer
oder sekundärer
Alkohol, darunter Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol, Butanol,
2-Butanol, 2, Methyl-1-Propanol,
3-Methyl-2-Butanol, 2,2-Dimethyl-1-Propanol, 1-Hexanol, 4-Methyl-1-Pentanol, 1-Heptanol,
4-Methyl-1-Hexanol, 4-Methyl-1-Heptanol,
Benzylalkohol, 1,2-Ethandiol, Glycerin, Trimethylopropan, 4-Methyl,
2-Pentanon, Diethylenglykol
und Trimethylenglykol oder Mischungen daraus. Die Alkohole können auch
als Reduktionsmittel für
die Vanadium-+5-Verbindung dienen.
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Allgemein
wird das organische Sulfoxid in einer Menge verwendet, die einem
Verhältnis
von Sulfoxidmolen zu Vanadiumatomen von 0,001 bis 1 und bevorzugt
von 0,001 bis 0,5 Sulfoxidmolen pro Vanadiumatom entspricht.
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Es
ist vorteilhaft, Katalysatorpromotoren oder -moderatoren in dem
Katalysator vorzusehen, und Verbindungen dieser Komponenten können zweckmäßigerweise
anfangs oder in einem späteren
Stadium, nachdem der Katalysatorvorläufer gebildet wurde, zu der
organischen Solvensmischung zugefügt werden. Ein beliebiger der
bekannten Promotoren kann verwendet werden, obwohl es besonders
vorteilhaft ist, eine Kombination von Zn-, Li- und Mo-Promotoren
zu verwenden, die zweckmäßigerweise
als lösliche
Verbindungen zu dem organischen Solvens zugefügt werden. Besonders ausgezeichnete
Ergebnisse werden erreicht, wenn ein Bismutpromotor verwendet wird.
Andere Promotoren umfassen diejenigen, die in US-3,980,585, US-4,056,487,
US-4,515,904, US-4,147,661,
US-4,418,003 usw. beschrieben sind, deren Offenbarungen hier als
Quellen genannt sind.
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Bei
einer besonders bevorzugten Praxis wird konzentrierte Phosphorsäure zu der
vanadiumhaltigen organischen Solvenslösung zugefügt, die auch das Dialkylsulfoxid
und fakultativ die Promotorverbindung oder die Promotorverbindungen
enthält,
und die entstandene Mischung wird bei ungefähr 20 bis 200°C zwischen
1 und 24 Stunden lang aufgeschlossen.
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Bei
einer weniger bevorzugten Ausführungsform
kann die Phosphorsäure
zugefügt
werden, nachdem das Vanadiumpentoxid in der organischen Solvenslösung reduziert
wurde, und die entstandene Mischung kann dann aufgeschlossen werden,
um den Katalysatorvorläufer
zu bilden.
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Die
Reduktions- und Aufschließverfahren
werden durchgeführt,
um einen V/P/O-Katalysatorkomplex zu
bilden, der als Mischoxid charakterisiert ist; die Struktur des
Komplexes ist jedoch nicht festgelegt, sondern kann zweckmäßigerweise
durch eine Formel wie VPaMeyOx dargestellt sein, wobei „a" 0,90 bis 1,3 ist.
Me ist ein Metall wie Bi, Zn oder Mo, ein Alkalimetall oder Erdalkalimetall,
die im einschlägigen
Fachgebiet als Moderatoren für
Katalysatoren dieser Art bekannt sind. Diese Darstellung ist keine
empirische Formel und hat keine andere Bedeutung, als dass sie das
Atomver hältnis
der Komponenten des Katalysators darstellt. „x" und „y" haben keinen Determinantenwert und
können
sehr unterschiedlich sein, abhängig
von den Kombinationen innerhalb des Komplexes. Dass Sauerstoff vorhanden
ist, ist bekannt, und Ox stellt dies dar.
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Um
die Mischoxide aus Vanadium und Phosphor zu erhalten, wird Phosphorsäure mit
ungefähr
100% H3PO4 (98 bis
101%) hinzugefügt.
Superphosphorsäure
(105–115%)
kann ebenfalls verwendet werden, während die gewünschte P/V-Rate
aufrechterhalten wird. Die Aufschließung der Vanadiumverbindung
wird durch eine Veränderung
der Farbe der Reaktionsmischung zu einem dunklen Blaugrün bemerkbar,
der Alkohol kann teilweise ausgetrieben werden oder nicht, und der
Vorläufer
kann durch Filtrierung gewonnen und anschließend getrocknet werden, um
die getrockneten Katalysatorvorläufer
zu erzeugen.
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Die
Aufschließung
der Vanadiumverbindung in der Phosphorsäure wird normalerweise im Reflux durchgeführt, bis
die Farbveränderung
während
des Aufschließens
einen Übergang
zu dem V/P/O-Vorläufer anzeigt.
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Die
endgültige
Entfernung von Alkohol und Sulfoxid oder Derivat wird in einem Trocknungsschritt
in einem Ofen bei einer Temperatur im Bereich von 100 bis 180°C 1–24 Stunden
lang durchgeführt.
Niedrigere Temperaturen und längere
Zeiten können
verwendet werden. Während
des Trocknungsschritts kann auch ein reduzierter Druck aufgebracht
werden. Nach dem Trocknen wird eine Kalzinierung des getrockneten
Katalysatorvorläufers
durchgeführt,
bei einer Temperatur im Bereich von ungefähr 200 bis 300° über einen
Zeitraum, der ausreicht, um die katalytischen Eigenschaften der
Zusammensetzung zu verbessern und flüchtige Materialien zu entfernen, üblicherweise
1–15 Stunden.
Das Katalysatorpulver wird nach dem Kalzinierungsschritt oder sogar
nach dem Trocknungsschritt mit einem Schmiermittel wie Graphit gemischt
und in die gewünschte geometrische
Form gebracht.
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Nach
der Kalzinierung wird der Katalysatorvorläufer durch Kontakt mit einem
Gas aktiviert, das eine Mischung aus Luft/N2/Dampf
enthält.
Dieser Kontakt findet bei 350–550°C statt,
dauert ungefähr
1–10 Stunden und
führt zu
der Bildung des Katalysa tors, der anschließend bei der Herstellung von
Maleinsäureanhydrid
verwendet werden kann.
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Bevorzugte
Katalysatorkomplexe sind als Mischoxide charakterisiert, die Struktur
des Komplexes ist jedoch nicht festgelegt, sondern kann bei Zn-,
Mo- und Li-Promotoren zweckmäßigerweise
durch eine Formel wie VPaZnbMocLidOx dargestellt
sein, wobei „a" 0,9 bis 1,3 ist, „b" 0,001 bis 0,15 ist, „c" 0,005 bis 0,10 ist
und „d" 0,001 bis 0,15 ist.
Der Katalysator kann natürlich
Promotoren zusätzlich
zu den in der obigen Formel genannten enthalten.
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Wenn
ein Zn-Promotor verwendet wird, liegt das Atomverhältnis von
Zn zu Vanadium allgemein im Bereich von 0,001 bis 0,15 : 1, es hat
sich jedoch herausgestellt, dass niedrigere Verhältnisse von Zink/Vanadium den
aktivsten Katalysator ergeben, und Zusammensetzungen, die ein Zn/V-Molverhältnis im
Bereich von 0,01 bis 0,07 haben, sind bevorzugt.
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Der
Phosphor ist allgemein in diesen Katalysatoren, wie auch bei denen
des Stands der Technik, im Molverhältnis von P/V 0,9–1,3/1 vorhanden.
Optimale P/V-Verhältnisse
liegen unterhalb von 1,25/1 und oberhalb von 1,0/1. Wenn Lithium
verwendet wird, ist die Lithiumkomponente in einem Atomverhältnis von
0,001 bis 0,15/1 Li/V vorhanden. Wenn Molybdän verwendet wird, beträgt das Mo/V-Atomverhältnis geeigneterweise 0,005
bis 0,10 Mo/V.
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Bismutverstärkte Katalysatorkomplexe
können
durch die Formel VPaBieOx charakterisiert werden, wobei „a" und „x" wie oben beschrieben
sind und „e" 0,001 bis 0,15 ist,
vorzugsweise 0,005 bis 0,07. Der Katalysator kann natürlich Promotoren
zusätzlich
zu dem Bismut enthalten.
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Bismut
ist ein bevorzugter Promotor und wird zweckmäßigerweise in einem Atomverhältnis von
B/V im Bereich von 0,001 bis 0,15/1 verwendet, vorzugsweise 0,005
bis 0,07/1.
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Die
Moderatorkomponenten werden als Verbindung davon hinzugefügt, z. B.
Acetate, Acetylacetonate, Carbonate, Chloride, Bromide, Oxide, Hydroxide,
Phospate usw., z. B. ein Bismutsalz einer organischen Säure oder
einer Mischung aus organischen Säuren
wie Bismutethylhexanoat, Zinkacetylacetonat, Zinkacetat, Lithiumacetat,
Lithiumcarbonat, Lithiumoxid oder Lithiumorthophosphat usw.
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Die
Molybdänverbindung
kann in einem organischen Solvens wie oben beschrieben oder in Wasser aufgelöst werden
und der Reaktionsmischung zugefügt
werden. Das Solvens, das die Molybdänverbindung enthält, kann
mit den anderen Moderatoren zusammen oder zu anderen Zeitpunkten
zugefügt
werden. Die Verwendung einer löslichen
Molybdänverbindung,
die in einem erfindungsgemäßen Solvens
aufgelöst
wird, um zu der Reaktionsmischung zugefügt zu werden, hat sich als
besonders wirksam bei der Dispergierung des Molybdäns in der
gesamten Mischung und dem endgültigen
getrockneten Katalysator erwiesen. Einige Beispiele für einen
geeigneten löslichen
Molybdänkatalysator
umfassen Phosphormolybdänsäure, Ammoniummolybdat-(VI)-Tetrahydrat, Lithiummolybdat,
Molybdäntetrabromid,
Molybdäntrioxyhexachlorid
usw.
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Der
Katalysator kann als Pellets, als Scheibchen, als Flocken, als Plättchen oder
in einer beliebigen anderen zweckmäßigen Form verwendet werden,
die seine Verwendung in den röhrenförmigen Reaktoren
erleichtert, die für
diese Art Dampfphasenreaktion verwendet werden. Z. B. kann der Katalysator
als Tabletten hergestellt werden, die ein durchgehendes Loch oder
eine durchgehende Bohrung aufweisen, wie in dem US-Patent 4,283,307
offenbart, das hierin eingeht. Das Material kann auf einem Träger abgelegt
werden. Obwohl Festbett-Röhrenreaktoren
für diese
Art Reaktion die Norm sind, werden Fließbetten häufig für Oxidationsreaktionen verwendet,
wobei in dem Fall die Katalysatorteilchengröße im Bereich von ungefähr 10 bis
150 μm liegt.
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Die
Verwendung dieser Katalysatorklasse für die Teiloxidation von C4-C10-Kohlenwasserstoffen
zu den entsprechenden Anhydriden ist allgemein bekannt. Sie wurden
häufig
für die
Umwandlung von normalen C4-Kohlenwasserstoffen,
sowohl Alkan, n-Butan, und Alken, und Alken, n-Butan, für die Herstellung
von Maleinsäureanhydrid
in Betracht gezogen, das eine breite kommerzielle Verwendung findet.
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Die
Oxidation des n-C4-Kohlenwasserstoffs zu
Maleinsäureanhydrid
kann erreicht werden, indem z. B. n-Butan in niedrigen Konzentrationen
in Sauerstoff mit dem be schriebenen Katalysator in Kontakt gebracht wird.
Luft ist vollständig
ausreichend als Sauerstoffquelle, aber synthetische Mischungen von
Sauerstoff und Verdünnungsgasen
wie Stickstoff können
ebenfalls verwendet werden. Mit Sauerstoff angereicherte Luft kann ebenfalls
verwendet werden.
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Der
gasförmige
Zufuhrstrom zu den röhrenförmigen Standard-Oxidationsreaktoren
enthält
normalerweise Luft und ungefähr
0,5 bis ungefähr
3,0 Molprozent Kohlenwasserstoffe wie n-Butan. Ungefähr 1,0 bis ungefähr 2,5 Molprozent
des n-C4 Kohlenwasserstoffs sind ausreichend
für einen
optimalen Produktertrag für das
erfindungsgemäße Verfahren.
Obwohl höhere
Konzentrationen verwendet werden können, können Explosionsgefahren auftreten,
außer
bei Fließbettreaktoren,
wo Konzentrationen von bis zu ungefähr 4 oder 5 Molprozent verwendet
werden können,
ohne dass eine Explosionsgefahr entsteht. Niedrigere Konzentrationen von
C4, weniger als ungefähr ein Prozent, reduzieren
natürlich
die Gesamtproduktivität,
die bei gleichwertigen Durchsätzen
erzielt wird, und werden unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
daher normalerweise nicht verwendet.
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Der
Durchsatz des gasförmigen
Stroms durch den Reaktor kann innerhalb relativ weiter Grenzen variiert
werden, ein bevorzugter Betriebsbereich ist jedoch ein Durchsatz
von ungefähr
10 bis 300 Gramm C4 pro Liter Katalysator
pro Stunde, und noch bevorzugter ungefähr 50 bis ungefähr 250 Gramm
C4 pro Liter Katalysator pro Stunde. Die
Verweildauer des Gasstroms beträgt
normalerweise weniger als ungefähr
4 Sekunden, noch bevorzugter weniger als ungefähr eine Sekunde, bis hinunter
zu einem Durchsatz, bei dem ein weniger effizienter Betrieb erreicht
wird. Eine bevorzugte Zufuhr für
den erfindungsgemäßen Katalysator
für die
Umwandlung zu Maleinsäureanhydrid
ist ein n-C4-Kohlenwasserstoff, der eine
vorherrschende Menge n-Butan und noch bevorzugter wenigstens 90
Molprozent n-Butan aufweist.
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Eine
Vielzahl von Reaktoren ist verwendbar, und Vielröhren-Wärmetauscherreaktoren sind durchaus ausreichend.
Der Durchmesser der Röhren
solcher Reaktoren kann von ungefähr
0,64 cm bis ungefähr
7,62 cm (ungefähr ¼ Zoll
bis ungefähr
3 Zoll) variieren, und die Länge
kann von ungefähr
0,91 bis ungefähr
5,49 m oder mehr (ungefähr
3 bis ungefähr
18 Fuß oder
mehr) variieren. Die Oxidationsreaktion ist eine exothermische Reaktion,
und deshalb sollte eine relativ strenge Regelung der Reaktionstempera tur
aufrechterhalten werden. Es ist wünschenswert, dass die Oberfläche der
Reaktoren eine relativ konstante Temperatur hat, und ein Medium
zum Ableiten von Wärme
von den Reaktoren ist notwendig, um die Temperaturregelung zu unterstützen. Diese
Medien können
Woods'sches Metall,
geschmolzener Schwefel, Quecksilber, geschmolzenes Blei usw. sein,
es hat sich jedoch herausgestellt, dass eutektische Salzbade völlig zufriedenstellend
sind. Ein solches Salzbad ist eine eutektische Natriumnitrat-Natriumnitrit-Kaliumnitrit-Mischung
mit konstanter Temperatur. Ein zusätzliches Verfahren der Temperaturregelung
ist die Verwendung eines Metallblockreaktors, bei dem das Metall,
das die Röhre
umgibt, als Temperatur-Regulierungskörper wirkt. Der Fachmann erkennt,
dass das Wärmeaustauschmedium
durch Wärmetauscher
etc. auf der richtigen Temperatur gehalten werden kann. Der Reaktor
oder die Reaktionsröhren
können
Röhren
aus Eisen, nicht rostendem Stahl, Kohlenstoffstahl, Nickel oder
Glas sein, die unter den Bedingungen für die hier beschriebenen Reaktionen
eine ausgezeichnete lange Lebensdauer haben. Normalerweise weisen
die Reaktoren eine Vorwärmzone
aus einem Inertmaterial auf, wie 1/4 Fuß-Alundum-Pellets, inerte Keramikkugeln,
Nickelkugeln oder -chips etc., wobei dieses in ungefähr 1/2 bis
1/10 des Volumens des vorhandenen aktiven Katalysators vorhanden
ist.
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Die
Reaktionstemperatur in dem ersten Reaktor kann in einem begrenzten
Bereich variiert werden, normalerweise sollte die Reaktion jedoch
bei Temperaturen innerhalb eines sehr kritischen Bereichs durchgeführt werden.
Die Oxidationsreaktion ist exothermisch, und sobald die Reaktion
einmal in Gang gesetzt ist, liegt der Hauptzweck des Salzbads oder
der anderen Medien darin, Wärme
von den Wänden
des Reaktors weg zu leiten und die Reaktion zu steuern. Ein besserer
Betrieb wird normalerweise erzielt, wenn die verwendete Reaktionstemperatur
nicht mehr als etwa 100°C über der
Salzbadtemperatur liegt. Die Temperatur in dem Reaktor hängt natürlich auch
zu einem gewissen Grad von der Größe des Reaktors und der C4-Konzentration ab. Unter üblichen
Betriebsbedingungen bei einem bevorzugten Verfahren beträgt die Temperatur
im Zentrum des Reaktors, gemessen durch ein Thermoelement, etwa
365°C bis
etwa 550°C.
Der vorzugsweise in dem Reaktor verwendete Temperaturbereich, gemessen
wie oben, sollte zwischen etwa 380°C und etwa 515°C liegen,
und die besten Ergebnisse werden üblicherweise bei Temperaturen
zwischen ungefähr
380°C bis
ungefähr
475°C erzielt.
Anders beschrieben wird bei Salzbadreaktoren mit Kohlenstoffstahl-Reaktorröhren mit
einem Durchmesser von ungefähr
2,54 cm (1,0 Zoll) die Salz badtemperatur üblicherweise zwischen ungefähr 350°C und ungefähr 550°C gesteuert.
Unter normalen Bedingungen sollte die Temperatur in dem Reaktor üblicherweise nicht über längere Zeitspannen über 475°C hinausgehen,
weil dies die Erträge
mindert und möglicherweise den
Katalysator deaktiviert.
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Die
Reaktion kann bei atmosphärischem,
superatmosphärischem
oder unterhalb von atmosphärischem
Druck durchgeführt
werden. Der Ausgangsdruck ist wenigstens leicht höher als
der Umgebungsdruck, um eine positive Strömung von der Reaktion zu gewährleisten.
Der Druck der Gase muss ausreichend hoch sein, um den Druckabfall
beim Durchlaufen des Reaktors zu überwinden.
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Das
Maleinsäureanhydrid
kann auf verschiedene Arten gewonnen werden, die dem Fachmann bekannt
sind. Beispielsweise kann die Gewinnung durch direkte Kondensierung
oder durch Absorption in geeigneten Medien mit nachfolgender Separierung
und Reinigung des Maleinsäureanhydrids
erfolgen.
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Beispiel 1
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Ein
12 l-Rundkolben, der mit einem mechanischen Rührer, einer Gaseinlassröhre, einem
Thermometerschacht sowie einem Dean-Stark-Abscheider mit einem Kondensator
und einem Heizmantel ausgestattet ist, wurde mit 5.672 ml wasserfreiem
Isobutanol, 1.613 ml Benzylalkohol, 35 Gramm Dimethylsulfoxid (DMSO), 815,1
Gramm V2O5 mit einer
Teilchengröße von im
Wesentlichen weniger als 10 μm,
4,57 Gramm Lithiumacetatdihydrat, 47,25 Gramm Zinkacetylacetonathydrat
und 22,97 Gramm 12-Molybdophosphorsäure beschickt. Ungefähr 1.098
g von 100%-iger Phosphorsäure
wurden unter Rühren
langsam zu der Reaktionsmischung hinzugefügt. Weitere 780 ccm Isobutanol
wurden verwendet, um die Behälter
der Phosphorsäure
und des Promotors zu spülen.
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Die
Reaktionsmischung wurde zum Reflux gebracht, was über Nacht
fortgesetzt wurde. Anschließend wurden
ungefähr
4.032 ml Destillat entfernt, und die Reaktionsmischung wurde abgekühlt und
gefiltert. Der entstandene Kuchen wurde in zwei Teile geteilt, und
jeder Teil wurde mit ungefähr
700–1.000
ccm frischem Isobutanol gewa schen. Das Produkt wurde anschließend bei
110°C 10
Stunden lang und schließlich
16 Stunden lang bei 150°C
im Ofen getrocknet. Der trockene Kuchen wurde anschließend zerkleinert
und bei 220°C 3
Stunden lang und anschließend
bei 260°C
weitere 3 Stunden lang kalziniert. Das kalzinierte Pulver wurde mit
4% Graphit gemischt und wurde zu 0,48 cm × 0,48 cm (3/16 Zoll × 3/16 Zoll)
großen
Tabletten mit einem durchgehenden Loch mit einem Innendurchmesser
von 0,16 cm (1/16 Zoll) geformt. Der Katalysator in Pelletform wurde
anschließend
in einem Ofen mit einer Mischung aus Dampf/Luft mit einem Volumen
von 3/1 bei ungefähr
425°C 1
Stunde lang aktiviert, gefolgt von 6 Stunden, während der die Luft durch Stickstoff
ersetzt wurde. Die katalytische Aktivität ist in Tabelle 1 gezeigt.
-
Der
Leistungstest wird in einer 1,52 m (5 Fuß)-Reaktorröhre aus rostfreiem Stahl durchgeführt, die
einen Außendurchmesser
von 2.54 cm (1 Zoll) hat und mit einem Katalysatorbett von 1,07
m (3,5 Fuß)
bestückt ist.
Luft in der Zufuhr wird durch die Butan-% ausgeglichen, die bei
der Reaktion mit insgesamt 100% verwendet wurden.
-
Beispiel 2
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass DMSO/V auf 0,1 erhöht
wurde. Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 1 gezeigt.
-
Beispiel 3
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass DMSO/V auf 0,2 erhöht
wurde. Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 1 gezeigt.
-
Beispiel 4
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass DMSO/V auf 0,35 erhöht
wurde. Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 1 gezeigt.
-
TABELLE
1
(1)
Auswirkungen des DMSO/V-Verhältnisses
in 20% Benzylalkohol in IBA
-
Die
in Tabelle 1 dargestellten experimentellen Ergebnisse zeigen die
höheren
Selektivitäten
und Erträge
bei Dimethylsulfoxid/V-Verhältnissen
unter 0,2.
-
Beispiel 5 (vergleichend)
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass DMSO/V 0 war und das Lithiumacetatsalz auf 9,14 Gramm erhöht wurde.
Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 2 gezeigt.
-
Beispiel 6
-
Die
Synthese aus Beispiel 5 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass das Dimethylsulfoxid-Reduktionsmittel verwendet wurde; das
DMSO/V-Verhältnis
lag bei 0,1. Die katalytische Aktivität ist in Tabelle 2 gezeigt.
-
Beispiel 7
-
Der
Katalysator wurde wie in Beispiel 6 gezeigt hergestellt, mit dem
Unterschied, dass das Verhältnis Dampf
: Luft während
der Aktivierung zu 1 : 1 geändert
wurde. Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 2 gezeigt.
-
TABELLE
2
(1)
Leistung des Katalysators, hergestellt
mit und ohne DMSO
-
Aus
den oben angegeben Daten lässt
sich ersehen, dass die erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren
im Vergleich zu einem Katalysator, der ohne Verwendung von Dimethylsulfoxid
hergestellt wurde, einen niedrigeren Spitzenlastpunkt sowie eine
verbesserte Selektivität
und einen verbesserten Ertrag nach Verwendung über einen längeren Zeitraum hatten.
-
Beispiel 8
-
Dieser
Katalysator wurde wie in Beispiel 7 gezeigt hergestellt, mit dem
Unterschied, dass der Refluxschritt auf 4 Stunden reduziert wurde
und der Trocknungsschritt unter Vakuum durchgeführt wurde. Der Katalysator
wurde wie in Beispiel 7 aktiviert. Die katalytische Aktivität ist in
Tabelle 3 dargestellt.
-
Beispiel 9
-
Dieser
Katalysator wurde wie in Beispiel 7 gezeigt hergestellt, mit dem
Unterschied, dass der Trocknungsschritt unter Vakuum durchgeführt wurde
und der Katalysator ohne Kalzinationsschritt pelletisiert wurde. Der
Katalysator wurde wie in Beispiel 7 aktiviert, mit dem Unterschied,
dass er zuerst bei 200°C
90 Minuten lang unter Stickstoff gehalten wurde. Die katalytische
Aktivität
ist in Tabelle 3 gezeigt.
-
TABELLE
3
(1)
Leistung des mit DMSO hergestellten
Katalysators
-
Die
oben dargestellten Daten zeigen die ausgezeichneten Ergebnisse,
die mit Katalysatoren erzielt wurden, die erfindungsgemäß unter
Verwendung des Dimethylsulfoxid-Zusatzes
und unter Verwendung etwas unterschiedlicher Herstellungsverfahren
hergestellt wurden.
-
Zu
Vergleichszwecken wurden Katalysatoren gemäß Verfahren hergestellt, die
in verschiedenen Quellen genannt sind.
-
Vergleichsbeispiel
A
-
Der
Zweck dieses Vergleichsbeispiels ist der Vergleich des Wet End-Syntheseschritts.
Die Verfahren von Beispiel 7 (Katalysator Nr. 12) der US-5,364,824
wurden wiederholt. Die Katalysatorform war wie in Beispiel 1. Der
Katalysator wurde wie in Beispiel 7 aktiviert. Die katalytische
Aktivität
ist in Tabelle 4 gezeigt.
-
Vergleichsbeispiel
B
-
Der
Zweck dieses Vergleichsbeispiels ist der Vergleich des Wet End-Syntheseschritts.
Das Verfahren von Beispiel 12 der US-5,506,187 wurde wiederholt,
mit dem Unterschied, dass die Katalysatorform wie in Beispiel 1
war. Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 4 gezeigt.
-
Vergleichsbeispiel
C
-
Der
Zweck dieses Vergleichsbeispiels ist, die Auswirkung der Verwendung
von Oxalsäure
bei Vorhandensein von Mo an Stelle von DMSO zu zeigen.
-
Ein
12 l-Rundkolben, der mit einem mechanischen Rührer, einer Gaseinlassröhre, einem
Thermometerschacht sowie einem Dean-Stark-Abscheider mit einem Kondensator
und einem Heizmantel ausgestattet ist, wurde mit 5.672 ml wasserfreiem
Isobutanol, 1.613 ml Benzylalkohol, 363,2 Gramm Oxalsäure, 815,1 Gramm
V2O5 mit einer Teilchengröße von im
Wesentlichen weniger als 10 μm,
9,14 Gramm Lithiumacetatdihydrat, 47,25 Gramm Zinkacetylacetonathydrat
und 22,97 Gramm 12-Molybdophosphorsäure beschickt.
Ungefähr
1.098 g von 100%-iger Phosphorsäure
wurden unter Rühren
langsam zu der Reaktionsmischung hinzugefügt. Weitere 780 ccm IBA wurden
verwendet, um die Behälter
der Phosphorsäure
und der Promotoren zu spülen.
-
Die
Reaktionsmischung wurde zum Reflux gebracht, was über Nacht
fortgesetzt wurde. Anschließend wurden
ungefähr
4.032 ml Destillat entfernt, und die Reaktionsmischung wurde abgekühlt und
gefiltert. Der entstandene Kuchen wurde in zwei Teile geteilt, und
jeder Teil wurde mit ungefähr
700–1.000
ccm frischem IBA gewaschen. Das Produkt wurde anschließend bei
110°C 10
Stunden lang und schließlich
16 Stunden lang bei 150°C
im Ofen getrocknet. Der trockene Kuchen wurde anschließend zerkleinert
und bei 220°C
3 Stunden lang und anschließend
bei 260°C
weitere 3 Stunden lang kalziniert. Das kalzinierte Pulver wurde
mit 4% Graphit gemischt und wurde zu 0,48 cm × 0,48 cm (3/16 Zoll × 3/16 Zoll)
großen
Tabletten mit einem durchgehenden Loch mit einem Innendurchmesser
von 0,16 cm (1/16 Zoll) geformt. Der Kataly sator in Pelletform wurde
anschließend
in einem Ofen mit einem Volumenverhältnis von 3/1 Dampf/Luft bei
ungefähr
425°C 1
Stunde lang aktiviert, gefolgt von 6 Stunden, während der die Luft durch Stickstoff
ersetzt wurde. Die katalytische Aktivität ist in Tabelle 4 gezeigt.
-
TABELLE
4
(1)
Leistung von Vergleichskatalysatoren
-
Beispiel 10
-
Ein
12 l-Rundkolben, der mit einem mechanischen Rührer, einer Gaseinlassröhre, einem
Thermometerschacht sowie einem Dean-Stark-Abscheider mit einem Kondensator
und einem Heizmantel ausgestattet ist, wurde mit 6.452 ml wasserfreiem
Isobutanol, 1.613 ml Benzylalkohol, 70 Gramm DMSO (Dimethylsulfoxid), 815,1
Gramm V2O5 und 66.9
Gramm von 28%-igem Bi Hex-Cem (das ist ein Bi-Salz aus 2-Ethylhexansäure in einem
Lösungsbenzinträger) beschickt.
Ungefähr
1.098 g von 100%-iger
Phosphorsäure
wurden unter Rühren langsam
zu der Reaktionsmischung hinzuge fügt. Die Teilchengröße des verwendeten
V2O5 war im Wesentlichen
größer als
150 μm.
-
Die
Reaktionsmischung wurde zum Reflux gebracht, was über Nacht
fortgesetzt wurde. Anschließend wurden
ungefähr
4.032 ml Destillat entfernt, und die Reaktionsmischung wurde abgekühlt und
gefiltert. Der entstandene Kuchen wurde in zwei Teile geteilt, und
jeder Teil wurde mit ungefähr
700–1.000
ccm frischem IBA gewaschen. Das Produkt wurde anschließend bei
110°C 10
Stunden lang und schließlich
16 Stunden lang bei 150°C
im Ofen getrocknet. Der trockene Kuchen wurde anschließend zerkleinert
und bei 220°C
3 Stunden lang und anschließend
bei 260°C
weitere 3 Stunden lang kalziniert. Das kalzinierte Pulver wurde
mit 4% Graphit gemischt und wurde zu 0,48 cm × 0,48 cm (3/16 Zoll × 3/16 Zoll)
großen
Tabletten mit einem durchgehenden Loch mit einem Innendurchmesser
von 0,16 cm (1/16 Zoll) geformt. Der Katalysator in Pelletform wurde
anschließend
in einem Ofen mit mit 50% Dampf/50% Luft bei ungefähr 425°C 1 Stunde
lang aktiviert, gefolgt von 6 Stunden, während der die Luft durch Stickstoff
ersetzt wurde. Die katalytische Aktivität ist in Tabelle 5 gezeigt.
-
Der
Leistungstest wird in einer 1,52 m (5 Fuß)-Reaktorröhre aus rostfreiem Stahl durchgeführt, die
einen Außendurchmesser
von 2.54 cm (1 Zoll) hat und mit einem Katalysatorbett von 1,07
m (3,5 Fuß)
bestückt ist.
Luft in der Zufuhr wird durch die Butan-% ausgeglichen, die bei
der Reaktion mit insgesamt 100% verwendet wurden.
-
Beispiel 11
-
Die
Synthese aus Beispiel 10 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass kein DMSO vorhanden war. Die katalytische Aktivität ist in
Tabelle 5 gezeigt.
-
Beispiel 12
-
Die
Synthese aus Beispiel 10 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass der Destillationsschritt eliminiert wurde. Die katalytische
Aktivität
ist in Tabelle 5 gezeigt.
-
Beispiel 13
-
Die
Synthese aus Beispiel 12 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass der gefilterte Kuchen nicht gespült wurde, wie in Beispiel 10
beschrieben. Die katalytische Aktivität ist in Tabelle 5 gezeigt.
-
Beispiel 14
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Die
Synthese aus Beispiel 12 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass, nachdem die Reaktionsmischung abgekühlt wurde, 80 ml 30%-iges Wasserstoffperoxid
unter Rühren
zugefügt
wurde. Nach ungefähr
30-minütigem
Rühren
wurde die Reaktionsmischung gefiltert und die übrigen Verfahren aus Beispiel 13
wurden ausgeführt.
Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 6 gezeigt.
-
Ein
Ergebnis der Zufügung
von Wasserstoffperoxid war, dass der Schwefelverbindungsgeruch,
der normalerweise mit dem Produkt verbunden ist, eliminiert wurde.
An Stelle des Wasserstoffperoxids kann ein anderes Peroxid-Oxidationsmittel
verwendet werden, um den Schwefelverbindungsgeruch zu umgehen, darunter
Hydroperoxide, Peroxide usw., dargestellt durch t-Butyl-Hydroperoxid,
t-Butyl-Peroxid, Benzylperoxid usw.
-
Beispiel 15
-
Die
Synthese aus Beispiel 13 wurde insgesamt wiederholt, mit dem Unterschied,
dass die Menge an Benzylalkohol halbiert wurde, während das
Gesamtvolumen der Alkohole gleich gehalten wurde. Die katalytische
Aktivität
ist in Tabelle 6 dargestellt.
-
Beispiel 16
-
Eine
große
Zusammensetzung von Katalysator, der wie in Beispiel 10 gezeigt
hergestellt wurde, wurde in einem Reaktor von handelsüblicher
Größe von 2,54
cm × 3,66
m (1 Zoll × 12
Fuß) mit
einer Katalysatorbetthöhe
von 3,20 m (10,5 Fuß)
getestet. Die Testergebnisse sind in Tabelle 7 gezeigt.
-
Vergleichsbeispiel D
-
Zweck
dieses Vergleichsbeispiels ist der Vergleich des Wet End-Syntheseschritts.
Die Verfahren aus Beispiel 7 (Katalysator Nr. 12) der US-5,364,824
wurden wiederholt. Die Größe der verwendeten
Vanadiumpentoxid-Teilchen war im Wesentlichen höher als 150 μm. Die Katalysatorform
war wie in Beispiel 10. Der Katalysator wurde wie in Beispiel 10
aktiviert und in einem Reaktor von handelsüblicher Größe wie in Beispiel 18 getestet.
Die katalytische Aktivität
ist in Tabelle 7 gezeigt.
-
-
-
-
-
Durch
Röntgenstrahlbeugung
und REM wurden deutliche Unterschiede zwischen dem Katalysator in Beispiel
10 und dem Katalysator in Beispiel 11 beobachtet, die mit bzw. ohne
DMSO hergestellt wurden. Bei der Röntgenstrahlbeugung ist ein
großer
Unterschied im Verhältnis
der Linien 3,86A°/3,14A° zu beobachten, das
1,15 bzw. 0,66 in Beispiel 10 bzw. 11 betrug. Ein deutlicher Unterschied
in der Morphologie ist aus den REM-Analysen für den Katalysator in Beispiel
10, der mit DMSO hergestellt ist, und in Beispiel 11, der ohne DMSO
hergestellt ist, zu ersehen. Dies wird aus 3 bzw. 4 deutlich.
Mit DMSO bei der Herstellung ist eine viel dichtere Anordnung der
Plättchenschichten
mit spulenförmiger
Morphologie zu beobachten, während bei
dem Katalysator, der ohne DMSO hergestellt wurde, ein deutlich größerer Abstand
zwischen den Plättchenschichten
mit anders geformter Morphologie zu beobachten ist.
-
Der
in Beispiel 10 hergestellte Katalysator (mit DMSO) zeigte sowohl
eine größere Selektivität als auch einen
größeren Ertrag
als der Katalysator in Beispiel 11, der ohne DMSO hergestellt wurde.
-
Der
Katalysator in den Beispielen 12 und 13 zeigt, dass die Verfahren
zur Herstellung des Katalysators vereinfacht werden können, indem
der Destillationsschritt weggelassen wird, was sowohl in Beispiel
12 als auch in Beispiel 13 gezeigt ist, mit einer zusätzlichen
weiteren Vereinfachung in Beispiel 13, wo der Spülschritt ebenfalls eliminiert
wurde.
-
Bei
der Synthese mit DMSO wurde ein übler
Geruch der gefilterten Lösung
beobachtet. Um dies zu überwinden,
wurde Wasserstoffperoxid zu der Reaktionsmischung zugefügt, die
zunächst
abgekühlt
wurde, und anschließend
wurde die Trübe
gefiltert. Mit diesem zusätzlichen
Schritt wurde die gute katalytische Leistung, die sich mit DMSO
gezeigt hatte, aufrechterhalten, während der üble Geruch, der während des
Filtrierungsschritts auffiel, eliminiert wurde.
-
Beispiel
15 stellt ein Herstellungsverfahren dar, bei dem die Menge an Benzylalkohol
reduziert wurde, während
eine gute katalytische Aktivität
aufrechterhalten wurde.
-
Die
Ergebnisse in Tabelle 7 fassen die Leistung eines Katalysators zusammen,
der gemäß Beispiel
10 hergestellt wurde und der in einem Reaktor von handelsüblicher
Größe getestet
wurde, gegenüber
einem Vergleichskatalysator, der gemäß der US-5,364,824 (Beispiel 7, Katalysator Nr.
12) hergestellt wurde. Beide Katalysatoren wurden mit Vanadiumpentoxid
von gleicher Teilchengröße hergestellt,
wobei die Teilchengröße im Wesentlichen
größer als
150 μm war.
Der Katalysator in Beispiel 16 hatte eine höhere Selektivität und einen höheren Ertrag
und zeigte eine niedrigere Salzbadtemperatur, was eine höhere Aktivität anzeigte
als bei dem Vergleichsbeispiel D. Außerdem zeigte der Katalysator
bei einer hohen Butanzufuhrkonzentration von 2,4% eine sehr gute
Leistung. Somit hatte der erfindungsgemäße Katalysator eine bessere
Leistung als ein Vergleichskatalysator, der ebenfalls unter nicht
korrosiven Bedingungen hergestellt wurde.