DE69748C - Verfahren zur Herstellung eines Ueberzuges aus Papier, Gewebe und dergl. auf Metallplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Ueberzuges aus Papier, Gewebe und dergl. auf Metallplatten

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DE69748C
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DENDAT69748D
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C. F. JOSZ in Brüssel, Boulevard Leopold II Nr. 92
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H19/00Coated paper; Coating material
    • D21H19/02Metal coatings
    • D21H19/04Metal coatings applied as foil

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  • Laminated Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT-VS
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, um zwischen Metallplatten und Blättern aus Papier oder sonstigem Material eine feste Verbindung und einen festen Zusammenhang herzustellen, so dafs das so gebildete Product der Einwirkung des Wassers, sowie den atmosphärischen Einflüssen Widerstand zu leisten im Stande ist.
Dasselbe wird im wesentlichen dadurch erreicht, dafs auf Metallblechen eine hinreichend starke Schicht von Oxyd hergestellt wird, die dann auf irgend eine geeignete Weise darauf fixirt wird.
Die Blätter aus Papier, Gewebe etc., welche den Ueberzug bilden sollen, werden mit einer Farbenschicht mit metallischer Basis . (sowie irgend einem vegetabilischen oder animalischen Klebstoff) versehen, die sich mit dem Oxyd der Metalloberfläche innig verbinden kann. Sodann werden die gebildeten Oberflächen des Metalles und des Ueberzuges auf einander gelegt und einem stärkeren Druck ausgesetzt, wobei die Ueberzugfläche vorher etwas angefeuchtet wird.
Die Wahl des Metalles und des Ueberzuges hängt dabei nothwendiger Weise davon ab, für welche Zwecke das so erhaltene neue Product, welches »doublirtes Metall«, genannt werden mag, Verwendung finden soll.
Um die Erfindung verständlich zu machen, soll dieselbe nachstehend ausführlich beschrieben werden.
Wie ,oben schon angeführt, wird zuerst auf irgend einer beliebigen Metallfläche oder einem Bleche, sei es durch chemische Mittel, sei es durch die natürliche Einwirkung der Luft, eine hinreichend starke Oxydschicht hergestellt. Auf diese oxydirte Metallfläche wird dann .eine Lösung von Albumin (120 g) und Wasser (1000 g), welches etwa 3 Procent doppeltchromsaures Natrium oder Ammoniak oder Alaun enthält, aufgetragen.
Man läfst dann bei mäfsiger Temperatur abtropfen und abtrocknen und setzt die so behandelte Fläche ι ο bis 15 Minuten lang der Einwirkung des Tageslichtes aus, um die Albuminschicht unlöslich zu machen, welche, nachdem sie die Oxydschicht durchdrungen hat, letztere auf dem Metall fixirt.
Durch die aufgetragene Lösung wird gleichzeitig die ätzende Wirkung des Oxyds auf das Metall aufgehoben und neutralisirt.
Die Platte wird dann so lange in Wasser eingetaucht, bis der ganze Ueberschufs von löslichem, doppeltchromsaurem Salz ausgeschieden ist, worauf man an der Luft abtropfen und trocknen läfst. Hierauf wird diese Oberfläche der Einwirkung einer Lösung von Wasser und 2oprocentigem Alaun ausgesetzt. Man läfst dann abtropfen ,und trocknen, und ist die oxydirte Metallplatte nunmehr so weit fertig, um den Ueberzug von Papier-oder. Gewebe zu erhalten.
Um das Papier oder deri Stoff, welcher den Ueberzug für das Metall bilden soll, vorzubereiten, wird auf die Fläche desselben eine dünne, regelmäfsige', aus einer Farbe von irgend einer metallischen Basis gebildete Schicht aufgetragen, welche so beschaffen sein mufs, dafs sie sich innig mit der Oxydschicht der Metallplatte verbindet.
Hierfür würden sich z. B. die schwefelsauren Salze von Baryt, Zink, Blei, Magnesium, Aluminium etc. eignen, die zu Staubform zerrieben und in Wasser verdünnt sind, welches etwa io Procent Albumin oder irgend eine andere Art von Klebstoff enthält.
Man läfst diese Schicht dann auf dem Papierblatt trocknen und satinirt letzteres sorgfältig.
Um das Papier auf die Metallfläche aufzutragen, wird es zuvor so lange in feuchtes Löschpapier eingeschlossen, bis die Metallfarbenschicht sich etwas klebrig anfühlt. In diesem Zustande wird es auf die- vorbereitete Metallfläche gelegt und mit Hülfe einer Satinir- oder sonstigen Presse werden nun die Bleche einem stärkeren Druck ausgesetzt, so dafs die oxydirte, fixirte Schicht der Metallplatte gründlich in die Farbschicht von metallischer Basis, mit der das Papier oder Gewebe überzogen ist, eindringt, was durch die chemische Combination der in Berührung mit einander befindlichen Stoffe möglich ist und gefördert wird.
Das Alaun, mit welchem die Metallplatte in letzter Linie imprägnirt wurde, hat noch die besondere Wirkung,-dafs es die vegetabilischen oder animalischen Klebstoffe, mit denen das Papier oder das Gewebe überzogen wurde, in Wasser unlöslich macht.
Schliefslich satinirt man zwischen zwei Walzen oder auf einer polirten Metallplatte.
Die auf die beschriebene Weise hergestellten Platten, welche als »doublirtes Metall« bezeichnet sind, besitzen eine Oberfläche von gröfster Glätte, die gegen Einschrumpfungen geschützt · ist und beim Drucken in der Lithographie, Photo-Typographie, sowie beim Bedrucken . von Tapeten etc. vortheilhaft Verwendung findet.
Beim Chrom ο druckverfahren ermöglicht das »doublirte Metall« ein vollständig genaues und richtiges Rapportiren der verschiedenen Farben und macht die lange und zeitraubende Arbeit des Aufklebens des Druckes auf Pappe oder Carton unnöthig.
Das Gauffriren in Relief geschieht bei dem »doublirten Metall« mit derselben Leichtigkeit und Vollkommenheit, "wie bei dem einfachen Metall.
Auf der Vorder- und Rückseite mit Papier oder Gewebe überzogen, wird das »doublirte Metall« als wasserdichter Ueberzug an Stelle von Tapete und wie diese mit gewöhnlichem Klebmaterial verwendet, während bei den bekannten Chromomeralitapeten, wo übrigens auf dem Metall direct gedruckt ist, ein besonders präparirter Klebstoff zur Anwendung kommen mufs, der am Metall haftet.
Durch den Gebrauch dünner Blätter aus Aluminium oder einem sonstigen leichten Metall, welches nach dem Verfahren des Erfinders auf der Vorder- und Rückseite oder nur auf einer Seite mit Papier oder Stoff überzogen ist, erhält man feste, leichte und wasserdichte Blätter, die vortheilhaft bei der Herstellung von Briefumschlägen, sowie für die Aufbewahrung von Documenten in Archiven gebraucht werden können.
Das »doublirte Metall« kann aufserdem zur Herstellung wasserdichter Schachteln und Kästen jeder Art Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    . Verfahren zur Herstellung eines Ueberzuges aus Papier, Gewebe u. dergl. auf Metallplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs man auf einer oder beiden Flächen der Metallplatte eine Oxydschicht erzeugt, die man in geeigneter Weise fixirt, und auf diese Fläche dann Papier oder Gewebe bringt, das mit einer Farbschicht von metallischer Basis versehen ist, welcher irgend ein beliebiger vegetabilischer oder animalischer Klebstoff zugesetzt ist, worauf die mit Papier oder Gewebe versehenen Metallflächen nach dem Anfeuchten der Papier- bezw. Gewebeüberzüge einem starken Druck unterworfen werden.
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