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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf die Herstellung
von Halbleiterbauelementen und insbesondere auf einen Nassschlamm
für die
Verwendung in einem CMP-Prozess (chemisch-mechanisches Polieren),
der bei einem Herstellungsverfahren eines Halbleiterbauelements
verwendet wird, ebenso wie bei einem Herstellungsverfahren eines
Halbleiterbauelements, das einen solchen CMP-Prozess verwendet.
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Allgemein
beinhalten integrierte Halbleiterschaltungen eine bauelementisolierende
Struktur, um angrenzende Halbleiterbauelemente auf einem Halbleitersubstrat
elektrisch zu isolieren.
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Herkömmlich wurden
solche bauelementisolierende Strukturen durch einen LOCOS-Prozess gebildet, bei
dem ein dicker Feldoxidfilm ausgebildet wird, um einen Bauelementbereich
des Halbleiterbauelements zu umgeben.
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Jedoch
ruft ein solcher LOCOS-Prozess ein Problem insofern hervor, dass
die Oberfläche
des Bauelementbereichs von einem dünnen Oxidfilm bedeckt sein
kann, der sich von dem Feldoxidfilm erstreckt, wenn die Größe der Bauelementebereiche
unter ungefähr
0,2 μm vermindert
wird. Dieses Problem ist als „Vogelkopfstruktur" bekannt. Ferner
ruft eine solche, herkömmliche
bauelementisolierende Struktur insofern ein Problem hervor, dass
sich die Wirksamkeit der Bauelementisolierung unweigerlich verschlechtert,
wenn der Abstand zwischen den Halbleiterbauelementen als Ergebnis
der Bauelementminiaturisierung verringert wird. Bei solch extrem
verkleinerten Bauelementen ist die Dicke des Feldoxidfilms unweigerlich
verringert und damit die Wirksamkeit der Bauelementisolierung.
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Um
das Problem des LOCOS-Prozesses bei solch extrem verkleinerten Bauelementen
zu bewältigen, gibt
es einen Ansatz, eine sogenannte Shallow-Trench-Isolationsstruktur, bei der eine Rinne
auf einem Halbleitersubstrat zwischen angren zenden Bauelementen
gebildet wird. Die so gebildete Rinne wird mit einem Isolierfilm
gefüllt.
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Bei
solchen herkömmlichen
Shallow-Trench-Isolationsstrukturen entsteht jedoch insofern ein
Problem, dass das mit einer Rinne gebildete Substrat unweigerlich
Vertiefungen und zugehörige
Vorsprünge
auf der Oberseite aufweist. Daher besteht die Erfordernis nach einer
Planarisierung, wenn ein Halbleiterbauelement oder eine mehrschichtige
Zwischenverbindungsstruktur auf dem Substrat gebildet werden soll.
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Die 1A–1F stellen
ein herkömmliches
Verfahren zur Bildung einer Shallow-Trench-Isolationsstruktur eines Si-Substrats
dar.
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In 1A wird
ein Si-Substrat 1 einem Thermooxidationsprozess bei ungefähr 800°C unterzogen,
um einen thermischen Oxidfilm 2 mit einer Dicke von ungefähr 5 nm
zu bilden.
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Als
nächstes
wird in dem Schritt von 1B ein
SiN-Film 3 auf den thermischen Oxidfilm 2 üblicherweise
durch einen CVD-Prozess mit einer Dicke von ungefähr 200 nm
aufgebracht, und der so abgeschiedene SiN-Film 3 wird einem
anisotropen Ätzprozess
in dem Schritt von 1C durch Verwenden einer Resist-
oder Lackhaftmaske (nicht dargestellt) derart unterzogen, dass die
Lackhaftmaske einen Teil des SiN-Films 3 freilegt, der
dem zu bildenden Bauelementisolationsbereich entspricht. Als Resultat
des anisotropen Ätzprozesses
entsteht eine das Substrat erreichende Nut 1A als gewünschte seichte
Rinne mit einer Dicke von üblicherweise
400 nm in dem Si-Substrat 1.
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Nach
dem Entfernen der Lackhaftmaske wird ein SiO2-Film 4 auf
der Struktur von 1C in dem Schritt von 1D durch
einen CVD-Prozess mit einer Dicke von ungefähr 700 nm abgeschieden. Da
das Si-Substrat 1 mit der vorangehenden Nut 1A gebildet
wurde, weist der SiO2-Film 4 eine
der Nut 1A entsprechenden Vertiefung 4A auf.
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Als
nächstes
wird in dem Schritt von 1E der
SiO2-Film 4 einer Planarisierung
durch ein Polierverfahren unterzogen. In einem üblichen Beispiel wird das Polieren
des SiO2-Films 4 durch einen CMP-Prozess eines
Nassschlamms erreicht, der Kolloid-Kieselerde (SiO2)
als Schleifmittel verwendet. Da die erzielte Poliergeschwindigkeit
für einen
SiN-Film mit einem Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm geringer ist als
die Poliergeschwindigkeit für
einen SiO2-Film (das Verhältnis ist
ungefähr
5), wird das Polieren spontan bei Freiliegen des SiN-Films 3 beendet.
Mit anderen Worten dient der SiN-Film 3 als Polierstopper.
Als Resultat des Polierens erhält
man eine in 1E dargestellte Struktur, bei
der die Nut 1A mit dem SiO2-Film 4 gefüllt ist.
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Zum
Schluss wird der SiN-Film 3 entfernt und man erhält eine
wie in 1F dargestellte Shallow-Trench-Isolationsstruktur.
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Mittlerweile
verwenden moderne, hochentwickelte integrierte Halbleiterschaltungen
allgemein eine sogenannte mehrschichtige Zwischenverbindungsstruktur
für die
Bauelementzusammenschaltung, bei der Halbleiterbauelemente auf einem
Substrat durch einen ersten Zwischenschichtisolierfilm bedeckt werden,
auf dem ein erstes Zwischenverbindungsmuster gebildet wird. Das
erste Zwischenverbindungsmuster auf dem ersten Zwischenschichtisolierfilm
wird weiterhin durch einen zweiten Zwischenschichtisolierfilm bedeckt
und ein zweites Zwischenverbindungsmuster wird ferner auf dem zweiten
Zwischenschichtisolierfilm gebildet.
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2A stellt
einen Teil einer Zwischenschichtverbindungsstruktur dar.
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In 2A wird
ein Substrat 5 dargestellt, das Substrat 5 trägt ein Zwischenverbindungsmuster 6.
Da das Zwischenverbindungsmuster 6 mit einer sich von Ort
zu Ort ändernden
Dichte auf dem Substrat 5 gebildet wird, treten allgemein
Vorsprünge
und Vertiefungen auf, wenn das Zwischenverbindungsmuster 6 durch
einen Zwischenschichtisolierfilm 7 bedeckt wird wie in 2B angedeutet
ist. Der Zwischenschichtisolierfilm 7 weist einen Vorsprung
in dem Bereich auf, in dem das Zwischenverbindungsmuster 6 dicht
ausgebildet ist. Wenn ein weiteres Zwischenverbindungsmuster auf
dem Zwischenschichtisolierfilm 7 gebildet werden soll,
ist es daher erforderlich, den Zwischenschichtisolierfilm 7 zu
planarisieren.
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Das
Planarisieren eines Zwischenschichtisolierfilms wurde herkömmlich durch
Verwenden eines wenig viskosen Materials wie zum Beispiel PSG (Phosphorsilicatglas),
BPSG (Bor-Phosphorsilikatglas) oder SOG (Spin-on-Glass) für den Zwischenschichtisolierfilm
durchgeführt.
Die Verwendung eines CMP-Prozesses wird jedoch unerlässlich für die Planarisierung
moderner, äußerst miniaturisierter
Halbleiterbauelemente, die manchmal Submikron- oder Subhalbmikron-Bauelemente
genannt werden.
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Bei
dem vorhergehenden, herkömmlichen
Verfahren zur Bildung einer Bauelementisolationsstruktur, das mit
Bezug auf die 1A–1F erläutert wurde,
ist anzumerken, dass der die Nut 1A füllende SiO2-Film 4 unweigerlich
von der Oberfläche
des Si-Substrats 1 nach dem Entfernen des SiN-Films 3,
der als Polierstopper benutzt wurde, hervorragt. Mit anderen Worten
ist die so erhaltene Struktur nicht völlig eben, sondern enthält einen
durch den SiO2-Film 4 verursachten
Vorsprung. Natürlich
verursacht ein solcher Vorsprung ein Problem, wenn auf dem Substrat 1 eine
mehrschichtige Zwischenverbindungsstruktur gebildet wird.
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Außerdem kann
das vorhergehende, herkömmliche
Verfahren zu dem Problem führen,
dass der SiN-Film 3 bei dem Polierschritt von 1E teilweise
auf Grund ungenügender
Selektivität
bei der Poliergeschwindigkeit zwischen dem SiO2-Film 4 und
dem SiN-Film 3 entfernt wird. Wenn dies auftritt, wird
der dünne Thermooxidfilm 2 unterhalb
des SiN-Films 3 leicht als Folge des Polierens entfernt
und das Si-Substrat kann bloßgelegt
werden. Einmal bloßgelegt
erfährt
das Si-Substrat 1 eine erhebliche Nutung in dem so freigelegten Bereich.
Es ist anzumerken, dass die Poliergeschwindigkeit in der Reihenfolge
SiN, SiO2 und Si zunimmt, wenn ein CMP-Prozess
mit einem Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm angewendet wird.
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Weiterhin
ist es wünschenswert,
den Schritt von 1F zum Entfernen des SiN-Films 3 zu
eliminieren, da ein solcher Zusatzschritt die Anzahl der Herstellungsschritte
eines Halbleiterbauelements erhöht.
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In
Verbindung mit der Bildung der Shallow-Trench-Isolationsstruktur
entdeckten die Erfinder der vorliegenden Erfindung vorher, dass
ein Nassschlamm, der MnO2 als Schleifmittel
verwendet, zum Polieren eines Isolierfilms, wie zum Beispiel eines
SiO2-Films,
wirksam ist und sie machten einen Vorschlag für einen solchen Nassschlamm
sowie ein Herstellungsverfahren eines Halbleiterbauelements, das
den Nassschlamm verwendet. Der Nassschlamm, der MnO2-Schleifmittel
verwendet, ist ebenfalls vorher vorgeschlagen worden (Japanische
offengelegte Patentanmeldung 9-22888). Der Nassschlamm, der MnO2-Schleifmittel verwendet, ist insbesondere
nützlich
zum Polieren einer Leiterschicht wie zum Beispiel W. Daher ist der
Nassschlamm sowohl für
das Polieren einer Leiterschicht als auch eines Isolierfilms anwendbar.
Das bedeutet, dass derselbe Nassschlamm sowohl für das Polieren einer Leiterschicht
als auch eines Isolierfilms verwendet werden kann, ohne den Nassschlamm
zu verändern.
Dadurch wird das Herstellungsverfahren von Halbleiterbauelementen
wesentlich vereinfacht.
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Wie
oben angemerkt, ist der Nassschlamm, der MnO2-Schleifmittel
verwendet, nicht nur für
das Polieren eines Isolierfilms, sondern auch für das Polieren einer Leiterschicht
wirksam. Das bedeutet, dass das Polieren nicht spontan bei Freilegen
des Si-Substrats 1 beendet
wird, und dass die Verwendung eines Polierstoppers, wie zum Beispiel
TiN oder ein ähnliches
Nitrid, ähnlich
dem SiN-Film 3 erforderlich oder unvermeidlich bei der
Bildung der Shallow-Trench-Isolationsstruktur ist. Dadurch bleibt
das vorhergehende Problem der Vorsprünge der SiO2-Schicht
ungelöst.
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Bei
der Bildung der mehrschichtigen Zwischenverbindungsstruktur der 2A und 2B wurde
auf der anderen Seite die Durchführung
der Planarisierung des Zwischenschichtisolierfilms 7 durch
einen CMP-Prozess praktiziert, der einen Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm verwendet, in
dem Kolloid-Kieselerde-Schleifmittel (SiO2)
verwendet wird. Jedoch liegt die Poliergeschwindigkeit, die mit
einem solchen Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm erreicht werden kann,
bestenfalls bei 65 nm/min und es fiel schwer, die Dicke des Zwischenschichtisolierfilms
durch Verwenden eines Polierstoppermusters unterhalb des Zwischenschichtisolierfilms
genau zu steuern. Um den Polierstopper wirksam einzusetzen, ist
es erforderlich, den Zwischenschichtisolierfilm abzuschleifen bis
der Polierstopper freigelegt ist.
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Wegen
der Schwierigkeit, die Dicke des Zwischenschichtisolierfilms genau
zu steuern, wurde es praktiziert, den durch einen CMP-Prozess erreichten
Planarisierungs grad lediglich beruhend auf der Polierdauer bei dem
herkömmlichen
Planarisierungsverfahren, das einen Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm
verwendet, zu schätzen.
Solch eine Schätzung
gewährleistet
jedoch niemals die tatsächliche
Planarisierung des Zwischenschichtisolierfilms.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist folglich ein allgemeines Ziel der vorliegenden Erfindung einen
neuartigen und nützlichen
Nassschlamm für
einen CMP-Prozess bereitzustellen sowie ein Herstellungsverfahren
eines Halbleiterbauelements, das einen solchen CMP-Prozess verwendet,
bei dem die vorhergehenden Probleme eliminiert sind.
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Ein
weiteres und spezielleres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es,
einen Nassschlamm bereitzustellen, der selektiv auf einen Isolierfilm,
wie zum Beispiel einen SiO2-Film, einwirkt,
während
er nicht wirksam auf eine Leiterschicht oder eine Halbleiterschicht
einschließlich
eines Si-Substrats einwirkt.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Herstellung eines Halbleiterbauelements einschließlich eines
Polierschritts eines Isolierfilms durch ein chemisch-mechanisches
Polierverfahren bereitzustellen, das selektiv auf den Isolierfilm
einwirkt, während
er nicht wirksam auf eine Leiterschicht oder eine Halbleiterschicht
einschließlich
eines Si-Substrats einwirkt.
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Gemäß einem
ersten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung
eines Nassschlamms für
das Polieren eines Isolierfilms bereitgestellt, wobei der Nassschlamm
umfasst: Schleifpartikel, die das Polieren des Isolierfilms verursachen;
und ein Lösungsmittel,
in dem die Schleifpartikel dispergiert sind, wobei die Schleifpartikel
aus einer Gruppe, bestehend aus Mn2O3, Mn3O4 und
einer Mischung daraus, ausgewählt
sind. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wirkt der Nassschlamm selektiv auf eine Isolierschicht
im Gegensatz zu einer Leiter- oder Halbleiterschicht ein und ist
wirksam für
das Polieren einer Isolierschicht im Herstellungsverfahren eines
Halbleiterbauelements.
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Gemäß einem
zweiten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zum Polieren eines Isolierfilms bereitgestellt, das die Schritte
umfasst: Polieren des Isolierfilms durch einen Nassschlamm, der Schleifpartikel
und ein Lösungsmittel
enthält,
wobei die Schleifpartikel aus einer Gruppe, bestehend aus Mn2O3, Mn3O4 und einer Mischung daraus, ausgewählt sind.
Durch Verwendung von Mn2O3-
oder Mn3O4-Schleifmitteln
in dem Polierverfahren ist es möglich,
den Isolierfilm mit einer Geschwindigkeit, die wenigstens dreimal
so groß ist
wie die Poliergeschwindigkeit, die durch einen Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm für denselben
Isolierfilm erreicht wird, zu polieren, während gleichzeitig die Poliergeschwindigkeit
für ein
Metall oder einen Halbleiter niedergehalten wird. Dadurch wird das
Polieren des Isolierfilms spontan bei einer Struktur beendet, bei
der eine unterliegende Schicht aus Metall oder einem Halbleiter
unterhalb des Isolierfilms vorhanden ist, sobald die unterliegende
Schicht freigelegt ist. Die Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifpartikel können lokal in dem Lösungsmittel
gebildet werden, indem Schleifpartikel aus MnO2 zusammen
mit einem Lösungsmittel
verwendet werden, bei dem das Redoxpotential und der pH-Wert geeignet abgestimmt
sind.
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Andere
Ziele und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus
der folgenden, detaillierten Beschreibung ersichtlich werden, wenn
sie zusammen mit den beigefügten
Abbildungen gelesen wird.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ABBILDUNGEN
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1A–1F sind
Schaubilder, die ein herkömmliches
Verfahren zur Bildung einer Bauelementisolationsstruktur darstellen;
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2A und 2B sind
Schaubilder, die ein herkömmliches
Verfahren zur Bildung einer mehrschichtigen Zwischenverbindungsstruktur
darstellen;
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3 ist
ein Phasendiagramm, das eine Redoxreaktion von Mn darstellt;
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4A–4C sind
Schaubilder, die ein Verfahren zur Bildung einer Bauelementisolationsstruktur gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen;
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5 ist
ein Schaubild, das das Resultat des Herstellungsverfahrens der ersten
Ausführungsform
im Vergleich zu einem herkömmlichen
Verfahren darstellt;
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6A–4L sind Schaubilder, die ein Herstellungsverfahren
eines Halbleiterbauelements gemäß einer zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen;
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7A–4M sind Schaubilder, die ein Herstellungsverfahren
eines Halbleiterbauelements gemäß einer dritten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen;
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8 ist
ein Flussdiagramm, das einen Produktionsablauf eines Manganoxid-Nassschlamms gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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9A–9C sind
Röntgenbeugungsdiagramme,
die die Änderung
der Zusammensetzung des hergestellten Manganoxids während des
Produktionsablaufs der dritten Ausführungsform darstellen;
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10 ist
ein Flussdiagramm, das einen Schleifmittelrückgewinnungs- und Schleifmittelreproduktionsvorgang
gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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11 ist
ein Schaubild, das den Aufbau einer Vorrichtung darstellt, die für den Schleifmittelrückgewinnungs-
und Schleifmittelreproduktionsvorgang gemäß der fünften Ausführungsform verwendet wird;
und
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12 ist
ein Schaubild, das den Aufbau eines Rückgewinnungstanks darstellt,
der in der fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet wird.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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[PRINZIP]
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung führten eine Reihe von Experimenten
an CMP-Prozessen durch, bei denen verschiedene Materialien poliert
wurden, indem Schleifmittel aus Mn2O3 sowie andere Schleifmittel verschiedener
Zusammensetzungen verwendet wurden. Die Erfinder entdeckten auf
diese Weise, dass ein SiO2-Film durch einen
Nassschlamm, der Mn2O3-Schleifmittel
verwendet, mit einer Geschwindigkeit poliert werden kann, die wenigstens
drei- oder viermal so groß ist
wie die Poliergeschwindigkeit, die erreicht wird, wenn ein herkömmlicher
Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm
auf denselben SiO2-Film angewendet wird.
Weiterhin wurde entdeckt, dass der Nassschlamm, der Mn2O3-Schleifmittel verwendet, im Wesentlichen unwirksam
für das
Polieren eines Metalls, wie zum Beispiel W, oder eines Halbleitermaterials,
wie zum Beispiel Si, ist. Eine ähnliche
Wirkung wurde ebenfalls für
den Nassschlamm bestätigt,
der Mn2O2-Schleifmittel
verwendet, wobei die Oberfläche
des Schleifmittels in einem Zustand behandelt wird, der auf dieser
Mn2O3 bildet.
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Tabelle
I stellt die Zusammenfassung des vorhergehenden Experiments dar,
wobei anzumerken ist, dass das Experiment unter der in Tabelle II
zusammengefassten Bedingung durchgeführt wurde.
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Insbesondere
wurde das Polieren durch Verwenden von Schleifmitteln aus Mn2O3 mit einer durchschnittlichen
Korngröße von ungefähr 0,2 μm in einem
Zustand, in dem die Mn2O3-Schleifmittel
in einem Lösungsmittel
aus H2O in einer Konzentration von ungefähr 10 Gewichtsprozent
dispergiert sind, durchgeführt. Wie
in Tabelle II angegeben, wurde das Polieren auf einem sich mit einer
Geschwindigkeit von 60 U/min drehenden Tiegel von 12 Zoll Durchmesser
durchgeführt,
während
ein Polierkopf, auf dem ein zu polierendes Werkstück gehalten
wurde, mit einem Antriebsdruck von 210 g/cm2 getrieben
wird. Der Polierkopf wurde mit einer Geschwindigkeit von 60 U/min
gedreht. Ferner wurde der Nassschlamm mit einer Geschwindigkeit
von 100 cm3/min zugeführt.
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Wie
aus Tabelle I deutlich hervorgeht wird eine Poliergeschwindigkeit
von 200–250
nm/min für
einen SiO2-Film erzielt, wenn ein Nassschlamm,
der das Mn2O3-Schleifmittel verwendet,
eingesetzt wird, während diese
Poliergeschwindigkeit ungefähr
drei- oder viermal so groß ist
wie die Poliergeschwindigkeit von 65 nm/min, die durch einen herkömmlichen
Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm für
denselben SiO2-Film erzielt wird.
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Tabelle
I gibt weiterhin an, dass die für
Si oder W erreichte Poliergeschwindigkeit durch den Nassschlamm,
der Mn2O3-Schleifmittel
verwendet, sehr gering ist, ungefähr 45 nm/min bzw. 48 nm/min.
Mit anderen Worten kann eine Metallschicht oder eine Si-Schicht
zusammen mit einem SiO2-Film als ein wirksamer
Polierstopper verwendet werden, wenn der Nassschlamm, der Mn2O3-Schleifmittel
verwendet, für
das Polieren des SiO2-Films verwendet wird.
Eine ähnliche
Wirkung wird ebenfalls mit Nassschlamm, der Mn3O4-Schleifmittel verwendet, erzielt.
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Demgegenüber ist
zu bemerken, dass die Poliergeschwindigkeit für eine Si-Schicht oder ein
Si-Substrat bei einem herkömmlichen
Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm sehr hoch ist, von der Größenordnung
so hoch wie 120 nm/min. Das besagt, dass eine Si-Schicht nicht als wirksamer Polierstopper
verwendet werden kann, solange der Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm
zum Polieren eines SiO2- oder Silikatglasfilms
verwendet wird.
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Weiterhin
haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung entdeckt, dass eine
hervorragende Polierselektivität ähnlich der,
die durch Mn2O3-Schleifmittel
erzielt wird, ebenfalls erreicht werden kann, wenn Schleifmittel
aus MnO2 in einem Zustand verwendet werden,
der die Bildung von Mn2O3 oder
Mn3O4 auf der Oberfläche der
MnO2-Schleifmittel hervorruft.
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Es
ist anzumerken, dass ein Metallelement, wie zum Beispiel Mn, das
unterschiedliche Valenzzustände
annimmt, als Ergebnis einer Redoxreaktion, die den Valenzzustand ändert, viele
verschiedene Oxide bilden kann.
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3 ist
ein Phasendiagramm, das eine Redoxreaktion von Mn in einer wässrigen
Lösung
darstellt. Zu 3 ist zu bemerken, dass die
horizontale Achse den pH-Wert
(Wasserstoffionenexponent) darstellt, während die vertikale Achse das
Redoxpotential E darstellt.
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Zu 3 ist
zu bemerken, dass das E-pH-Feld von 3 in mehrere
Bereiche durch Phasengrenzen unterteilt ist, die jeweils einer Redoxreaktion
von Mn entsprechen. Zum Beispiel ist vermerkt, dass man MnO2 als Mn-Oxid in dem Bereich erhält, in dem
E 0,8–1
V beträgt
und der pH-Wert 6–7
beträgt,
während
man Mn2O3 oder Mn3O4 als Mn-Oxid in
dem Bereich erhält,
in dem der pH-Wert größer und
E kleiner ist. Zu 3 ist anzumerken, dass die mit „0", „–2", „–4" und „–6" bezeichneten Phasengrenzen
Mn++-Konzentrationen von 1 M/l, 0,01 M/l,
0,0001 M/l bzw. 0,000001 M/l angeben.
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Auf
diese Weise haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung basierend
auf einem vorher vorgeschlagenen Nassschlamm, der MnO2-Schleifmittel
verwendet (Japanische offengelegte Patentanmeldung 9-22888), einen
Nassschlamm durch Einstellen des pH-Werts und des E-Werts des Lösungsmittels
zusammengestellt, das den Nassschlamm zusammen mit dem Schleifmittel
bildet, so dass Mn2O3 oder
Mn3O4 auf der Oberfläche der
Schleifpartikel gebildet wird. Die erreichte Poliergeschwindigkeit
für einen
SiO2-Film bei Verwendung der so durch Mn2O3 oder Mn3O4 bedeckten MnO2-Schleifmittel übertrifft ebenfalls die Poliergeschwindigkeit
des herkömmlichen
Kolloid-Kieselerde-Nassschlamms. Weiterhin wurde eine erhebliche
Verringerung der Ätzgeschwindigkeit
festgestellt, ebenfalls wenn ein Metall, wie zum Beispiel W, oder
eine Halbleiter, wie zum Beispiel Si, poliert wird. Mit anderen
Worten zeigt der Nassschlamm eine Polierselektivität ähnlich dem Nassschlamm,
der Mn2O3- oder
Mn3O4-Schleifmittel
verwendet.
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Es
ist anzumerken, dass der pH-Wert leicht durch Hinzufügen einer
Säure,
wie zum Beispiel HCl, oder ein Alkali, wie zum Beispiel KOH eingestellt
werden kann. Ferner kann das Redoxpotential leicht durch Hinzufügen von
Ozonwasser oder blasenbildendem H2 eingestellt
werden. Das Redoxpotential steigt mit Hinzufügen des Ozonwassers und fällt mit
dem blasenbildenden H2.
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[ERSTE AUSFÜHRUNGSFORM]
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Die 4A–4C stellen
einen Herstellungsprozess eines Halbleiterbauelements gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar, speziell im Hinblick auf die Bildung
einer Shallow-Trench-Bauelementisolationsstruktur.
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In 4A ist
ein Si-Substrat 8 entsprechend dem Si-Substrat 1 von 1A mit
einer Bauelementisolationsnut 8A mit einer Tiefe von ungefähr 400 nm
ausgebildet, gefolgt von einer Abscheidung eines SiO2-Films 9 durch
einen CVD-Prozess derart, dass der SiO2-Film 9 die
Nut 9A füllt
wie in 4B angedeutet.
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Als
nächstes
wird der SiO2-Film 9 in dem Schritt
von 4C einem CMP-Prozess unterzogen, indem ein in
Tabelle I aufgezeigter Nassschlamm verwendet wird, bei dem Mn2O3-Partikel in einem
Lösungsmittel
aus H2O als Schleifmittel dispergiert sind.
Das Polieren wird unter der in Tabelle II dargestellten Bedingung
durchgeführt,
wobei das Polieren bei Freiliegen des Si-Substrats 8 auf
Grund der Polierselektivität
bezüglich
des SiO2 spontan beendet wird. Wie in Tabelle
I dargestellt ist ein Selektivitätsverhältnis von
wenigsten vier bezüglich
der Poliergeschwindigkeit zwischen SiO2 und
Si bei Verwendung eines Nassschlamms, der Mn2O3 als Schleifmittel enthält, gesichert.
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Bei
dem Vorgang der 4A–4C ist
anzumerken, dass die Oberfläche
des Si-Substrats 8 selbst als
Polierstopper dient und die Schritte zum Aufbringen eines zusätzlichen
Polierstoppers vor dem CMP-Prozess oder das Entfernen desselben
danach, wie in dem Fall der 1A–1F,
können
erfolgreich eliminiert werden.
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Bei
dem Polierschritt von 4C ist es ebenfalls möglich, MnO2 als Schleifmittel in dem Nassschlamm zu
verwenden, indem das Redoxpotential und der pH-Wert des Lösungsmittels
derart eingestellt wird, dass Mn2O3 oder Mn3O4 auf der Oberfläche der Schleifpartikel gebildet
wird. Dadurch ist es möglich,
ein wirksames Polieren der SiO2-Films 9 ähnlich dem
Fall, bei dem Mn2O3-Schleifmittel
in dem Nassschlamm verwendet werden, sowie eine wirksame Polierselektivität zu erreichen.
Ferner wird eine ähnliches,
spontanes Beenden des Polierens bei Freilegen des Si-Substrats 8 erzielt.
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Gemäß diesem
Verfahren, das MnO2-Schleifpartikel in dem
Nassschlamm verwendet, ist es möglich, denselben
Nassschlamm, der für
das Polieren einer Leiterschicht, wie zum Beispiel einer W-Schicht,
verwendet wird, ebenfalls für
das Polieren eines SiO2-Films lediglich
durch Einstellen der Zusammensetzung des Lösungsmittels zu verwenden.
Dadurch kann der Schritt, den Nassschlamm auszutauschen, wenn eine
Leiterschicht poliert wird oder wenn eine Isolierung poliert wird,
eliminiert werden. Durch setzen des Redoxpotentials E auf 0 V und
des pH-Werts zum Beispiel auf 12 oder mehr, wird die Oberfläche der
MnO2-Schleifpartikel mit Mn2O3 bedeckt.
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Nach
dem Polierschritt von 4C wird die Struktur von 4C für 1 Minute
in eine Reinigungslösung getaucht,
die HCl, H2O2 und
H2O in einem Volumenverhältnis von 1 : 1 : 48 enthält, gefolgt
von dem Eintauchen in eine HF wasserhaltige Lösung mit einer 0,5 % Konzentration
zur Entfernung von Verunreinigungen. Eine nach einem solchen Reinigungsvorgang
durchgeführte
chemische Analyse auf verschiedene Verunreinigungselemente (Na,
K, Fe, Mn) zeigte, dass eine Reinheit von 5 × 1010 Atome/cm2 für
die Substratoberfläche realisiert
wurde. Weiterhin wurden keine Mängel,
wie zum Beispiel Kratzer, auf der Oberfläche des Si-Substrats 8 oder
des SiO2-Films 9 nach
dem Poliervorgang festgestellt.
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5 stellt
die durch den SiO2-Film 9 gebildete
Stufenhöhe
auf dem Si-Substrat 8 in der Struktur von 4C im
Vergleich mit dem Ergebnis für
die herkömmliche
Struktur aus 1F dar, worin die horizontale Achse
in 5 die Stufenhöhe
darstellt, während
die vertikale Achse die Auftrittshäufigkeit darstellt. In 5 stellt
das mit „A" gekennzeichnete
Verfahren den Fall dar, bei dem die Mn2O3-Schleifmittel in dem Nassschlamm verwendet
werden, während
das mit „B" gekennzeichnete
Verfahren den Fall angibt, bei dem Mn2O3 auf der Oberfläche der MnO2-Schleifmittel
gebildet werden.
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In 5 liefert
jedes der Verfahren „A" und „B" eine Stufenhöhe von weniger
als 0,05 μm
im Gegensatz zu dem herkömmlichen
Verfahren, bei dem die Stufenhöhe
bis zu 2 μm
erreichen kann.
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Das
Ergebnis aus 5 zeigt deutlich, dass der CMP-Prozess
der vorliegenden Erfindung äußerst wirksam
zum Planarisieren der Oberfläche
des Substrats 8 ist, auf dem eine Shallow-Trench-Isolationsstruktur gebildet
wird.
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In
der vorliegenden Ausführungsform
ist es ebenfalls möglich,
Mn3O4-Schleifmittel
oder eine Mischung aus Mn2O3-
und Mn3O4-Schleifmitteln
für den
Nassschlamm an Stelle von Mn2O3-Schleifmitteln
zu verwenden.
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[ZWEITE AUSFÜHRUNGSFORM]
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Die 6A–6L sind
Schaubilder, die den Herstellungsprozess eines Halbleiterbauelements
einschließlich
einer mehrschichtigen Zwischenverbindungsstruktur gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen.
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In 6A ist
ein Si-Substrat 11 mit einem aktiven Bereich 11A durch
einen Feldoxidfilm 11a festgelegt und eine Gate-Elektrode 12 ist
auf dem Substrat 11 in dem aktiven Bereich 11A aufgebracht,
wobei ein Gate-Isolierfilm (nicht dargestellt) zwischen dem Substrat 11 und
der Gate-Elektrode 12 liegt. Weiterhin ist das Substrat 11 mit
Diffusionsbereichen 11a und 11b auf beiden Seiten
der Gate-Elektrode 12 ausgestaltet und ein Kanalbereich 11d ist
in dem Substrat 11 unmittelbar unter der Gate-Elektrode 12 festgelegt.
Die Gate-Elektrode 12 trägt Seitenwandoxidfilme 12a und 12b seitlich
an ihren beiden Seitenwänden
und ein Zwischenschichtisolierfilm 13, üblicherweise aus SiO2 bestehend, ist auf dem Substrat 11 durch
einen CVD-Prozess
derart aufgebracht, dass der Zwischenschichtisolierfilm 13 die
Gate-Elektrode 12 einschließlich der
Seitenwandoxidfilme 12a und 12b bedeckt.
-
Wie
aus 6A ersichtlich ist, weist der so gebildete Zwischenschichtisolierfilm 13 einen
Vorsprung und eine Vertiefung auf seiner Oberseite in Übereinstimmung
mit der Gate-Elektrode 12 auf und daher wird die Struktur
aus 6A in dem Schritt von 6B durch
Polieren des Zwischenschichtisolierfilms durch einen CMP-Prozess planarisiert,
der einen Nassschlamm verwendet, in dem Schleifmittel aus Mn2O3 oder Mn3O4 in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie zum Beispiel H2O, dispergiert sind.
Wie bereits mit Bezug auf Tabelle I erläutert wurde, wird eine Poliergeschwindigkeit,
die mehr als dreimal so groß ist
wie die herkömmliche
Poliergeschwindigkeit, durch Verwenden eines Nassschlamms erreicht,
der Mn2O3- Schleifmittel zu
diesem Zweck enthält.
Weiterhin wird eine Poliergeschwindigkeit, die mehr als doppelt
so groß wie
die herkömmliche
Poliergeschwindigkeit ist, erzielt, wenn ein Nassschlamm, der Mn3O4-Schleifmittel
enthält,
für denselben
Zweck verwendet wird.
-
Als
nächstes
wird in dem Schritt von 6C der
so planarisierte Zwischenschichtisolierfilm 13 mit einem
Kontaktloch 13a versehen, so dass der Diffusionsbereich 11b freiliegt
und eine TiN-Schicht 14c und eine W-Schicht 14 werden
auf der Struktur aus 6C nacheinander durch ein Sputterverfahren
oder einen CVD-Prozess abgeschieden.
-
Der
so abgeschiedene W-Film 14 wird dann in dem Schritt von 6E durch
einen CMP-Prozess entfernt, der MnO2-Schleifmittel
verwendet und man erhält
eine wie in 6E angegebene Struktur, bei
der ein W-Zapfen 14b das Kontaktloch 13a füllt. Bei
dem Vorgang in 6E ist anzumerken, dass die
TiN-Schicht 14c mehr oder weniger intakt bleibt. Obwohl
der so gebildete W-Zapfen 14b in seinem mittleren Teil
eine Naht 14e als Resultat des seitlichen Wachstums der
W-Schicht in dem Kontaktloch 13a zur Abscheidungszeit enthält, wird
das Erosionsproblem der Naht durch ein flüssiges Oxidationsmittel, wie
zum Beispiel H2O2,
erfolgreich durch die Verwendung der MnO2-Schleifmittel
vermieden. Es ist zu bemerken, dass die MnO2-Schleifmittel in dem
Nassschlamm als festes Oxidationsmittel dienen und selbst während des
Poliervorgangs der W-Schicht 14 nicht in die Naht 14e eindringen.
-
Als
nächstes
wird in dem Schritt von 6F ein
dünner
Ti-Film (nicht dargestellt) auf der Struktur aus 6E durch
ein Sputterverfahren oder einen CVD-Prozess gebildet und eine Leitungsschicht 15 aus
Al oder einer Al-Legierung wird auf der Struktur aus 6E gebildet.
Weiterhin wird eine dünne
Ti-Schicht (nicht dargestellt) auf der Leiterschicht 15 abgeschieden
und eine TiN-Schicht 15b wird ferner darauf durch ein Sputterverfahren
oder einen CVD-Prozess gebildet.
-
Als
nächstes
werden in dem Schritt von 6G sowohl
die Leiterschicht 15 als auch die TiN-Schichten 14c und 15b gestaltet
und die so erhaltene Struktur wird durch einen üblicherweise aus SiO2 bestehenden Zwischenschichtisolierfilm 16 in dem
Schritt von 6H bedeckt. Es ist anzumerken,
dass der so gebildete Zwischenschichtisolierfilm 16 einen
Vorsprung auf seiner Oberseite in Übereinstimmung mit dem vorhergehenden Leitermuster 15 aufweist.
-
Als
nächstes
wird in dem Schritt von 6I der
Zwischenschichtisolierfilm 16 durch einen CMP-Prozess planarisiert,
der Mn2O3- oder
Mn3O4-Schleifmittel
in dem Nassschlamm verwendet. Weiterhin wird der so planarisierte
Zwischenschichtisolierfilm 16 in dem Schritt von 6J gestaltet,
wobei ein Kontaktloch 16A gebildet wird, so dass die Leiterschicht 15 freiliegt.
Weiterhin werden nacheinander eine TiN-Schicht 17a und
eine W-Schicht 17 auf dem Zwischenschichtisolierfilm 16 in
dem Schritt von 6K abgeschieden, so dass das Kontaktloch 16A gefüllt wird
und der Schritt von 6L wird durchgeführt, bei
dem die W-Schicht 17 durch einen CMP-Prozess entfernt wird,
der MnO2-Schleifmittel in dem Nassschlamm
verwendet. Als Resultat des Polierens wird ein Leiterzapfen 17A gebildet,
so dass das Kontaktloch 16A gefüllt ist. Ähnlich wie zuvor kann der Leiterzapfen 17A eine
Naht 17b in seinem mittleren Teil enthalten.
-
Weiterhin
kann ein anderes Zwischenverbindungsmuster oder ein Zwischenschichtisolierfilm
auf der Struktur aus 6L aufgebracht werden.
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Bei
dem vorhergehenden Herstellungsverfahren des Halbleiterbauelements
ist anzumerken, dass eine Planarisierung auf den Isolierfilm 13 oder
den Zwischenschichtisolierfilm 16 aus SiO2 in
dem Schritt von 6B oder 6I durch
einen CMP-Prozess
angewendet wird, der Schleifmittel aus Mn2O3, Mn3O4 oder
einer Mischung daraus in dem Nassschlamm verwendet. Es ist ebenfalls
möglich,
den vorhergehenden CMP-Prozess durch einen Nassschlamm auszuführen, der
MnO2-Schleifmittel zusammen mit einem Lösungsmittel
verwendet, dessen Zusammensetzung für das Realisieren des in dem
Phasendiagramm aus 3 dargestellten Redoxpotentials
und des pH-Werts eingestellt wird. Ferner wird das Entfernen der
Leiterschicht 14 oder 17 aus W in dem Schritt
von 6E oder 6L durch
einen CMP-Prozess durchgeführt,
der MnO2-Schleifmittel verwendet.
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Wie
bereits erläutert
sind die Schleifmittel aus MnO2, Mn2O3 oder Mn3O4 in einer Säure löslich und
daher können
Restschleifmittel, die auf dem Substrat (Werkstück) oder der Polieranlage oder
Poliervorrichtung zurückbleiben,
leicht durch ein Säurereinigungsverfahren
entfernt werden. Zu diesem Zweck kann eine Reinigungslösung, die
HCl, H2O2 und H2O in einem Volumenverhältnis von 1 : 1 : 48 enthält, wie
bereits beschrieben verwendet werden.
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[DRITTE AUSFÜHRUNGSFORM]
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Die 7A–7L sind
Schaubilder, die den Herstellungsprozess eines Halbleiterbauelements
einschließlich
einer mehrschichtigen Zwischenverbindungsstruktur gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen.
-
In 7A ist
ein Si-Substrat 21, das dem Si-Substrat 11 entspricht,
mit einem aktiven Bereich 21A durch einen Feldoxidfilm 21a festgelegt
und eine Gate-Elektrode 22 ist auf dem Substrat 21 in
dem aktiven Bereich 21A aufgebracht, wobei ein Gate-Isolierfilm (nicht
dargestellt) zwischen dem Substrat 21 und der Gate-Elektrode 22 liegt.
Weiterhin ist das Substrat 21 mit Diffusionsbereichen 21a und 21b auf
beiden Seiten der Gate-Elektrode 22 ausgestaltet und ein
Kanalbereich 21d ist in dem Substrat 21 unmittelbar
unter der Gate-Elektrode 22 festgelegt. Die Gate-Elektrode 22 trägt Seitenwandoxidfilme 22a und 22b seitlich
an ihren beiden Seitenwänden
und ein Zwischenschichtisolierfilm 23, üblicherweise aus SiO2 bestehend, ist auf dem Substrat 21 durch
einen CVD-Prozess derart aufgebracht, dass der Zwischenschichtisolierfilm 23 die Gate-Elektrode 22 einschließlich der
Seitenwandoxidfilme 22a und 22b bedeckt.
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Wie
aus 7A ersichtlich ist, weist der so gebildete Zwischenschichtisolierfilm 23 einen
Vorsprung und eine Vertiefung auf seiner Oberseite in Übereinstimmung
mit der Gate-Elektrode 22 auf und daher wird die Struktur
aus 7A in dem Schritt von 7B durch
Polieren des Zwischenschichtisolierfilms durch einen CMP-Prozess planarisiert,
der einen Nassschlamm verwendet, in dem Schleifmittel aus Mn2O3 oder Mn3O4 in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie zum Beispiel H2O, dispergiert sind.
Wie bereits mit Bezug auf Tabelle I erläutert wurde, wird eine Poliergeschwindigkeit,
die mehr als dreimal so groß ist
wie die herkömmliche
Poliergeschwindigkeit, durch Verwenden eines Nassschlamms erreicht,
der Mn2O3-Schleifmittel zu
diesem Zweck enthält.
Weiterhin wird eine Poliergeschwindigkeit, die mehr als doppelt
so groß wie
die herkömmliche
Poliergeschwindigkeit ist, erzielt, wenn ein Nassschlamm, der Mn3O4-Schleifmittel
enthält,
für denselben
Zweck verwendet wird.
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Als
nächstes
wird in dem Schritt von 7C der
so planarisierte Zwischenschichtisolierfilm 33 mit einem
Kontaktloch 23a versehen, so dass der Diffusionsbereich 21b freiliegt
und eine TiN-Schicht 24c und eine W-Schicht 24 werden
auf der Struktur aus 7C nacheinander durch ein Sputterverfahren
oder einen CVD-Prozess abgeschieden.
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Der
so abgeschiedene W-Film 24 wird dann in dem Schritt von 7E durch
einen CMP-Prozess entfernt, der MnO2-Schleifmittel
verwendet und man erhält
eine wie in 7E angegebene Struktur, bei
der ein W-Zapfen 24b das Kontaktloch 23a füllt. Bei
dem Vorgang in 7E ist anzumerken, dass die
TiN-Schicht 24c mehr oder weniger intakt bleibt. Obwohl
der so gebildete W-Zapfen 24b in seinem mittleren Teil
eine Naht 24e als Resultat des seitlichen Wachstums der
W-Schicht in dem Kontaktloch 23a zur Abscheidungszeit enthält, wird
das Erosionsproblem der Naht durch ein flüssiges Oxidationsmittel, wie
zum Beispiel H2O2,
erfolgreich durch die Verwendung der MnO2-Schleifmittel
vermieden. Es ist zu bemerken, dass die MnO2-Schleifmittel in dem
Nassschlamm als festes Oxidationsmittel dienen und selbst während des
Poliervorgangs der W-Schicht 24 nicht in die Naht 24e eindringen.
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Als
nächstes
wird in dem Schritt von 7F ein
dünner
Ti-Film (nicht dargestellt) auf der Struktur aus 7E durch
ein Sputterverfahren oder einen CVD-Prozess gebildet und eine Leitungsschicht 25 aus
Al oder einer Al-Legierung wird auf der Struktur aus 7E gebildet.
Weiterhin wird eine dünne
Ti-Schicht (nicht dargestellt) auf der Leiterschicht 25 abgeschieden
und eine TiN-Schicht 25b wird ferner darauf durch ein Sputterverfahren
oder einen CVD-Prozess gebildet.
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Als
nächstes
werden in dem Schritt von 7G sowohl
die Leiterschicht 25 als auch die TiN-Schichten 24c und 25b gestaltet
und die so erhaltene Struktur wird durch einen üblicherweise aus SiO2 bestehenden Zwischenschichtisolierfilm 26 in
dem Schritt von 7H bedeckt. Es ist anzumerken,
dass der so gebildete Zwischenschichtisolierfilm 26 einen
Vorsprung auf seiner Oberseite in Übereinstimmung mit dem vorhergehenden Leitermuster 25 aufweist.
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Daher
wird in dem Schritt von 7I der
Zwischenschichtisolierfilm 26 aus 7H durch
einen CMP-Prozess planarisiert, der Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel in dem Nassschlamm verwendet,
bis die TiN-Schicht 25b freiliegt, die die Leiterschicht 25 bedeckt.
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-
Tabelle
III stellt die Poliergeschwindigkeit des Nassschlamms dar, der Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel verwendet,
wie sie auf einen SiO2-Film angewendet werden,
wobei die Polierbedingung in Tabelle II gegeben ist. Für einen
Vergleich ist ebenfalls die Poliergeschwindigkeit eines herkömmlichen
Kolloid-Kieselerde-Nassschlamms (SC112) für einen SiO2-Film
aufgelistet. Wie aus Tabelle III deutlich hervorgeht liefert der
Nassschlamm, der Mn2O3-Schleifmittel
verwendet, eine Poliergeschwindigkeit, die drei- oder viermal so
groß ist
wie die herkömmliche
Poliergeschwindigkeit, die durch einen Kolloid-Kieselerde-Nassschlamm
erreicht wird. Ähnlich
liefert der Nassschlamm, der Mn3O4-Schleifmittel verwendet, eine Poliergeschwindigkeit,
die zwei- oder dreimal
so groß ist
wie die vorhergehende herkömmliche
Poliergeschwindigkeit. Bei Tabelle III ist anzumerken, dass die
Poliergeschwindigkeiten für
den Mn2O3-Nassschlamm und den
Kieselerde-Nassschlamm den Poliergeschwindigkeiten in Tabelle I
entsprechen.
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Da
die durch den Nassschlamm, der Mn2O3- oder Mn3O4-Nassschlamm verwendet, erzielte Poliergeschwindigkeit
sehr groß verglichen
mit der Poliergeschwindigkeit des herkömmlichen Kolloid-Kieselerde-Nassschlamms
ist, schreitet das Polieren des Zwischenschichtisolierfilms 26 schnell
fort, bis die TiN-Schicht 25b auf der Leiterschicht 25 freiliegt.
Dadurch wird die Dicke des Zwischenschichtisolierfilms 26,
der auf dem Zwischenschichtisolierfilm 23 verbleibt, in
dem Zustand von 7I genau durch die Dicke der
Leiterschicht 25 gesteuert. Da die Dicker der Leiterschicht 25 genau
zur Abscheidungszeit gesteuert werden kann, wird die Dicke des Zwischenschichtisolierfilms 26 ebenfalls
genau gesteuert. Ferner ist anzumerken, dass der CMP-Prozess, der
die Mn2O3- oder
Mn3O4-Schleifmittel
in dem Nassschlamm verwendet, im Wesentlichen nicht auf einen Nitrid-Film,
wie zum Beispiel dem TiN-Film 25b, einwirkt. Daher kann
der TiN-Film 25b als wirksamer Polierstopper verwendet
werden. Weiterhin wird das Polieren mehr oder weniger spontan auf
Grund der sehr kleinen Poliergeschwindigkeit des Nassschlamms bezüglich der
Leiterschicht 25, die aus W gebildet sein kann, beendet, selbst
wenn der TiN-Film 25b auf der Leiterschicht 25 gebildet
ist. Siehe Tabelle I. Es ist anzumerken, dass eine ähnliche,
sehr große
Poliergeschwindigkeit ebenfalls für den Zwischenschichtisolierfilm 26 erreicht
wird, wenn der Zwischenschichtisolierfilm 26 aus einem
Silikatglas, wie zum Beispiel PSG oder BPSG, gebildet ist.
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Nach
dem Schritt von 7I wird ein weiterer Zwischenschichtisolierfilm 27 auf
dem so planarisierten Zwischenschichtisolierfilm 26 in
dem Schritt von 7J gebildet. Da der Zwischenschichtisolierfilm 26 hervorragend
planarisiert ist, ist es möglich,
den Zwischenschichtisolierfilm 26 mit einer exakten Dicke
durch einen CVD-Prozess
oder einen anderen, ähnlichen
Abscheidungsprozess zu bilden.
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Als
nächstes
wird in dem Schritt von 7K ein
Kontaktloch 27A in dem Zwischenschichtisolierfilm 27 gebildet
wird, so dass die Leiterschicht 25 freiliegt. Weiterhin
werden nacheinander eine TiN-Schicht 28a und eine W-Schicht 28 auf
dem Zwischenschichtisolierfilm 27 in dem Schritt von 7L abgeschieden,
so dass das Kontaktloch 27A gefüllt wird und der Schritt von 7M wird
durchgeführt,
bei dem die W-Schicht 28 durch einen CMP-Prozess entfernt
wird, der MnO2-Schleifmittel in dem Nassschlamm
verwendet. Als Resultat des Polierens wird ein Leiterzapfen 28A gebildet,
so dass das Kontaktloch 28A gefüllt ist. Ähnlich wie zuvor kann der Leiter zapfen 28A eine
Naht 28b in seinem mittleren Teil enthalten, obwohl kein
Korrosionsproblem der Naht während
des Poliervorgangs in 7M auftritt.
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Weiterhin
kann ein anderes Zwischenverbindungsmuster oder ein Zwischenschichtisolierfilm
auf der Struktur aus 7M aufgebracht werden.
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Die
Ursache, weshalb die Verwendung eines Nassschlamms, der Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel verwendet,
die Poliergeschwindigkeit eines Oxidfilms erhöht, wird wie folgt verstanden.
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Zunächst verursacht
das Manganoxid eine chemische Reaktion, wenn es mit dem SiO2, das den Zwischenschichtisolierfilm bildet,
in Kontakt kommt, um die chemische Bindung zwischen den Si- und
O-Atomen zu trennen, die den Film bilden.
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Weiterhin
werden die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel, wie später erläutert werden wird, durch eine
Wärmebehandlung
des MnO2 gebildet. Als Resultat der Wärmebehandlung
tritt eine Entgasung des O2 aus dem MnO2 auf und das MnO2 wird
in Mn2O3 oder Mn3O4 umgewandelt.
Es ist anzumerken, dass ein solches Entgasen von O2 die
Bildung winziger Poren in dem Agglomerat aus Mn2O3 oder Mn3O4 verursacht und das so gebildete Agglomerat
aus Mn2O3 oder Mn3O4 leicht gebrochen
wird, wenn es gemahlen wird, selbst wenn der Anteil der Zirkonoxidkugeln
in der Mühle
verringert wird. Ferner enthalten die so erhaltenen Schleifmittel
aus Mn2O3 oder Mn3O4 eine große Menge
Poren und zerfallen leicht beim Polieren. Dadurch wird die Kontaktfläche zwischen
dem Werkstück
und den Schleifmittelns während
des Poliervorgangs vergrößert.
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[VIERTE AUSFÜHRUNGSFORM]
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Als
nächstes
wird das Verfahren zur Herstellung des Nassschlamms, der Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel enthält, mit Bezug auf 8,
die ein Flussdiagramm darstellt, beschrieben.
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In 8 beginnt
das Verfahren mit einem Schritt S1, bei dem ein Mangansalz, wie
zum Beispiel MnSO4 oder MnCO3 in
einer Schwefelsäure
(H2SO4) aufgelöst wird
und die so erhaltene Lösung
wird in einem Schritt S2 zur Trennung von unlöslichen Verunreinigungen filtriert.
Nach dem Schritt S2 wird der so gefilterten Lösung Schwefelwasserstoff (H2S) zugegeben, so dass Metallverunreinigungen,
wie zum Beispiel Cu, W, Mo und Ähnliches,
aus der Lösung
entfernt werden, indem eine Ausfällung
verursacht wird. Der Vorgang des Schritts S3 kann ausgelassen werden,
wenn ein Ausgangsmaterial von hoher Reinheit in Schritt S1 verwendet wird.
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Nach
dem Schritt S3 wird in einem Schritt S4 ein Filtriervorgang zur
Trennung der Ausfällung
durchgeführt,
die sich in dem Schritt S3 gebildet hat und das Verfahren schreitet
mit dem Schritt S5 fort, in dem eine Elektrolyse auf die in Schritt
S4 erhaltene Lösung
bei einer Temperatur von üblicherweise
90°C oder
mehr angewendet wird. Als Resultat des Elektrolysevorgangs tritt
ein galvanisches Abscheiden von τ-Phase MnO2 (τ-Phase
EMD) auf einer Anode auf, die aus Ti, Pb oder Graphit gebildet sein
kann. Üblicherweise
enthält
die Lösung
MnSO4 in einer Konzentration von 0,5–1,2 mol/l
und H2SO4 in einer
Konzentration von 0,5–1,2
mol/l und die Elektrolyse wird bei einer Temperatur zwischen 90°C und 98°C durchgeführt, während ein
Strom mit einer Stromdichte von 50–120 A/m2 zugeführt wird.
Nach der Elektrolyse in Schritt S5 wird die Lösung in Schritt S1 wiederverwendet.
-
Die
so auf der Anode erhaltene τ-Phase
EMD Ausfällung
wird dann durch NH4OH in dem nachfolgenden
Schritt S6 neutralisiert und ein grober Mahlvorgang wird darauf
in Schritt S7 angewendet, um τ-Phase EMD
Aggregate zu bilden. Weiterhin werden die Aggregate in Schritt S8
in der Luft 5–10
Minuten kalziniert, üblicherweise
7 Minuten, wobei die Mehrheit an so erhaltenem MnO2 in
Mn2O3 oder Mn3O4 umgewandelt wird. Wenn
Mn2O3 gebildet wird,
wird das Kalzinieren bei einer Temperatur von 500–900°C durchgeführt, während die
Temperatur auf 900–1200°C gestellt
wird, wenn Mn3O4 erhalten
wird.
-
Das
so erhaltene Mn2O3-
oder Mn3O4-Produkt
wird dann in einem nachfolgenden Schritt S9 durch einen Mahlvorgang,
der in Wasser ausgeführt
wird, pulverisiert, um Schleifmittel mit einem Durchmesser von 1–0,1 μm oder weniger
zu bilden.
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Die 9A–9C stellen
die Änderung
des Pulverbeugungsmusters des Manganoxids dar, das als Resultat
des Wärmebehandlungsvorgangs
hervorgerufen wird.
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In
den 9A–9C ändert sich
das Beugungsmuster von in 9A dargestelltem τ-Phase MnO2 in das Beugungsmuster von Mn2O3 nach dem Kalzinieren in Luft bei 500–900°C, das in 9B dargestellt
ist. Außerdem ändert sich
das Beugungsmuster weiterhin zu dem Muster von Mn3O4 nach dem Kalzinieren in Luft bei 900–1200°C, das in 9C dargestellt
ist.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
wird die Poliergeschwindigkeit eines Zwischenschichtisolierfilms
durch die Verwendung der Schleifmittel aus Mn2O3 oder Mn3O4 wie bereits erläutert wesentlich erhöht. Dadurch
wird der Zwischenschichtisolierfilm nicht nur planarisiert, sondern
seine Dicke durch Aufbringen eines Polierstoppers unterhalb des
Zwischenschichtisolierfilms mit einer kontrollierten Dicke genau
gesteuert. Ferner sind die Mn2O3-
und Mn3O4-Schleifmittel
beide säurelöslich und
können
vollständig
durch ein Säurebad
entfernt werden, wie bezüglich
der ersten Ausführungsform
erläutert
wurde.
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[FÜNFTE AUSFÜHRUNGSFORM]
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Bei
herkömmlichen
CMP-Prozessen, die SiO2- oder Al2O3-Nassschlämme verwenden,
wird ein Recycling oder eine Wiederverwendung der verwendeten Schleifmittel
auf Grund der Schwierigkeit, die verwendeten Schleifmittel durch
einen einfachen Ablagerungsvorgang zurückzugewinnen, gewöhnlich nicht
praktiziert. Es ist anzumerken, dass es erforderlich ist, dass die
Schleifmittel eines Nassschlamms eine ausgezeichnete Dispersion
in einem Dispersionsmedium aufweisen und nicht leicht eine Ablagerung
hervorrufen. Wenn Schleifmittel eine hohe Sedimentationsgeschwindigkeit
aufweisen, kann sich die Konzentration der Schleifmittel in dem
Nassschlamm mit der Zeit verändern
und die Beherrschung der Poliergeschwindigkeit würde schwer fallen. Außerdem sind
die solche verwendeten Schleifmittel, selbst wenn einige Schleifmittel
zurückgewonnen werden
können,
allgemein durch ver schiedene Fremdelemente verunreinigt und die
Wiederverwendung derselben in einem CMP-Prozess wird als schwierig
angesehen.
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Auf
der anderen Seite eröffnet
der vorher beschriebene Nassschlamm, der Manganoxid für die Schleifmittel
verwendet, die Möglichkeit
des Recyclings und der Wiederverwendung der Schleifmittel.
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10 stellt
eine fünfte
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung für
das Recycling der MnO2-Schleifmittel dar.
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In 10 werden
sowohl die Schleifmittel als auch die in einem CMP-Prozess verwendete
Reinigungsflüssigkeit
als Schlamm zurückgewonnen,
wobei anzumerken ist, dass der so zurückgewonnene Schlamm verschiedene
Fremdelemente enthält,
die die Leiterschicht oder die Isolationsschicht bilden, auf die der
CMP-Prozess angewendet wurde. Ähnliche
Verunreinigungen werden ebenfalls gebildet, wenn der CMP-Prozess
durch Verwenden der Nassschlämme
durchgeführt
wird, die Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel enthalten.
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Der
so zurückgewonnene
Schlamm wird dann in Schritt S21 in einer Lösung aus H2SO4 und H2O2 aufgelöst
und die den Schlamm so aufgelöste
Lösung
wird in Schritt S211 filtriert, um partikuläre Verunreinigungen zu entfernen.
Die so filtrierte Lösung
wird in Schritt S22 nach Bedarf durch Kontaktieren mit einem Schlangenwärmeaustauscher,
durch den Dampf mit hoher Temperatur geblasen wird, erhitzt, so
dass die Konzentration an Mn2+ in dem Schlamm
auf ungefähr
10 % erhöht
wird. Allgemein ist ein so zurückgewonnener
Schlamm durch eine große
Menge Reinigungsflüssigkeiten
und Lösungen
als Resultat verschiedener Reinigungsvorgänge verdünnt und enthält das Material
in fester Phase nur ungefähr
zu 1–2
%. Daher ist es allgemein erforderlich, den Konzentrierungsschritt
S22 vor dem Elektrolysevorgang durchzuführen, der in dem nachfolgenden Schritt
S23 durchgeführt
wird.
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Nach
dem Schritt S22 wird der Schritt S23 wie oben angemerkt ausgeführt, bei
dem die so konzentrierte Lösung
einem Elektrolyseverfahren unterzogen wird, der dem Verfahren aus
Schritt S5 entspricht und die als Resultat der Elektrolyse erhaltene Ablagerung
wird dann neutralisiert und durch NH4OH
in Schritt S24 gereinigt, der dem vorher beschriebenen Schritt S6
entspricht. Weiterhin wird ein Mahlvorgang in Schritt S25 angewendet,
der dem Schritt S7 entspricht und die so gemahlenen MnO2-Aggregate
werden in Luft in Schritt S27, der dem Schritt S8 entspricht, wärmebehandelt.
Nach der Wärmebehandlung
wird das so erhaltene Manganoxid durch ein in Schritt S26 ausgeführtes Mahlverfahren
pulverisiert, der dem Schritt S9 entspricht, indem Wasser als Mahlkörper verwendet
wird. Dadurch erhält
man Mn2O3- oder Mn3O4-Schleifmittel mit einem Partikeldurchmesser
von 0,1–1 μm.
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Auf
der anderen Seite wird die Flüssigkeit,
die im Wesentlichen in Schritt S23 gebildetes H2SO4 enthält,
zum Schritt S21 für
die Wiederverwendung zurückgegeben.
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11 stellt
den Aufbau zur Durchführung
des Verfahrens aus 10 dar.
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In 11 wird
der Abfallnassschlamm oder Schlamm, der als Resultat des Polierschritts
oder des Reinigungsschritts eines Wafers 30 gebildet wurde,
in einem Tank 31 zurückgewonnen,
der eine wässrige
Lösung aus
H2SO4 und H2O2 enthält, worin
die Manganoxid-Schleifmittel in dem Schlamm in der vorhergehenden wässrigen
Lösung
aufgelöst
werden. Die wässrige
Lösung,
die auf diese Weise die zurückgewonnenen Schleifmittel
aufgelöst
hat, wird dann durch eine Pumpe 31a einem Konzentrationstank 32 durch
einen Filter 31F zum Entfernen der partikulären Verunreinigungen
zugeführt,
worin die wässrige
Lösung
in dem Tank 32 durch einen Verdampfungsvorgang von H2O, hervorgerufen durch einen Schlangenwärmetauscher 32a,
dem ein Dampf mit hoher Temperatur zugeführt wird, konzentriert wird.
Wahlweise ist es möglich,
einen Filter, wie zum Beispiel eine Drehfilterpresse an Stelle des
Konzentrationstanks 32, zu verwenden.
-
Die
so konzentrierte Lösung
wird einem Tank 33 zugeführt und von da weiterhin einem
Elektrolysebad 34 zur Elektrolyse. Wie in 11 angegeben
ist das Elektrolysebad 34 mit Anoden 34A aus Ti,
Pb oder Graphit versehen und ferner mit Kathoden 34B eines
Graphits, so dass die Anoden 34A und die Kathoden 34B abwechselnd
angeordnet sind. Als Resultat der Elektrolyse wird eine Abscheidung 34a aus τ-MnO2 auf der Anode 34A gebildet.
-
Nach
der Elektrolyse wird die Elektrolytlösung in dem Bad 34,
die im Wesentlichen H2SO4 enthält, in den
Tank 33 zurückgegeben
und dem Bad 34 zusammen mit einer Lösung, die dem Tank 33 neu
zugeführt wurde,
wieder zugeführt.
Außerdem
wird ein Teil der wässrigen
Lösung
in dem Tank 33 in den Tank 31 für die Wiederverwendung
zurückgegeben.
-
Durch
Ausführen
des Verfahrens aus 10 in der Einrichtung aus 11 ist
es möglich,
ein τ-MnO2 von hoher Reinheit zu bilden, das im Wesentlichen
kein Na und K enthält.
Da die nach der Elektrolyse in dem Elektrolysebad 34 zurückbleibende
Lösung
als Hauptbestandteil H2SO4 enthält, ist
ein solches System vorteilhaft, ein geschlossenes System zu erstellen,
dass die verwendete Lösung
in den Tank 31 zurückgibt
wie durch den Schritt S21 in dem Verfahren aus 10 angegeben
ist.
-
Die
folgende Tabelle IV vergleicht den Verunreinigungsgrad in einem
CMD-Schleifmittel
(chemisch synthetisiertes MnO2) mit dem
Verunreinigungsgrad in einem EMD-Schleifmittel (Elektrolyt-τ-MnO2), das gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung vor und nach der Verwendung erhalten wurde.
-
-
Bei
Tabelle IV ist anzumerken, dass das Niveau des Verunreinigungsgrads
nach der Verwendung sowohl bei dem CMD- als auch bei dem EMD-Schleifmittel
kleiner ist. Das Ergebnis der Tabelle IV ist ebenfalls auf die Mn2O3- oder Mn3O4-Nassschlämme anzuwenden.
-
Bei
dem Verfahren nach 11 ist anzumerken, dass die
Reproduktion der Schleifmittel, bei der die Tanks 31–34 verwendet
werden, in einer separaten Anlage realisiert werden kann. In diesem
Fall ist es jedoch erforderlich, den zurückgewonnenen Schlamm von der
Anlage, in der die Herstellung der Halbleiterbauelemente durchgeführt wird,
zu der Anlage, in der die Reproduktion der Schleifmittel durchgeführt wird,
zu transportieren.
-
Um
die Transportkosten zu reduzieren, ist es vorteilhaft, einen in 12 dargestellten
Abscheider zu verwenden.
-
Zu 12 ist
zu bemerken, dass der Abscheider in einem großen Ablagerungstank 40 gebildet
ist, der in mehrere Sedimentationszellen 43A–43D durch
mehrere Abteilungswände 42 unterteilt
ist. Auf diese Weise wird der zurückgewonnene Schlamm, der üblicherweise
durch eine große
Menge Reinigungsflüssigkeiten
wie bereits erwähnt
verdünnt
ist, zuerst in die Sedimentationszelle 43A durch einen
Einlass 41 eingeleitet. Der so eingeleitete, zurückgewonnene
Nassschlamm fließt
dann nacheinander durch Überfluten
der Fächer 42 und läuft durch
einen Auslass 44 aus. Dadurch werden die verwendeten Schleifmittel
in jeder Zelle 43A–43D in Form
von Schlämmen 43a–43d zurückgewonnen.
Durch Zurückgewinnen
der Schlämme
ist es möglich,
die Transportkosten wesentlich zu reduzieren.
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Der
Nassschlamm der vorliegenden Erfindung ist nicht nur zur Herstellung
von Halbleiterbauelementen nützlich,
sondern auch zum Polieren einer Linse oder zur Herstellung von Flüssigkristalltafeln,
Plasmaanzeigetafeln oder einem Fadenkreuz.
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Weiterhin
ist die vorliegende Erfindung nicht auf die vorher beschriebenen
Ausführungsformen
beschränkt,
sondern es können
mehrere Variationen und Modifikationen durchgeführt werden, ohne von dem Schutzbereich
der Erfindung abzurücken.