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Technisches
Gebiet
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Diese
Erfindung stellt auf dem Gebiet der Medikamente ein neues Fas Antigen-Derivat
zur Verfügung, dessen
Aktivitäten
und dergleichen verbessert sind und ein neues DNA-Fragment, welches
dasselbe kodiert. Die vorliegende Erfindung stellt außerdem ein
rekombinantes DNA-Molekül
zur Verfügung,
das das genannte DNA-Fragment enthält, einen Transformanten und
ein Verfahren zur Herstellung des genannten neuen Fas Antigen-Derivates.
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Hintergrund
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Das
humane Fas Antigen ist ein Polypeptid, das auf der Oberfläche von
verschiedenen Zellen verteilt ist und mit einer Art des Zelltods,
die Apoptose genannt wird, in Zusammenhang gebracht wird. Die Homöostase des
lebenden Körpers
wird geschickt durch das Wachstum und die Differenzierung von Zellen
sowie deren Tod reguliert, und Apoptose ist eine Art des Zelltodes,
die sich von der Nekrose unter den Sterbearten von Zellen unterscheidet.
Es ist bekannt, dass der Tod von Zellen, der für die Aufrechterhaltung der
Homöostase des
lebenden Körpers
erforderlich ist, nämlich
ein Fall des Zelltodes, in dem Zellen, die für den lebendigen Körper unnötig sind,
entfernt werden oder virusinfizierte Zellen oder Tumorzellen angegriffen
und durch cytotoxische T-Lymphozyten (CTL) oder natürliche Killerzellen
(NK-Zellen) entfernt werden, hauptsächlich auf Apoptose basiert.
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Die
genaue Beschaffenheit des Fas Antigens, das ein monoklonaler Antikörper ist,
der durch Immunisieren von Mäusen
mit humanen Fibroblasten erhalten wurde, wie ursprünglich von
Yonehara, S. et al. (J. Exp. Med., Band 169, Seiten 1747–1756, 1989)
als ein Zelloberflächenantigen
entdeckt, das durch einen anti-Fas Antikörper erkannt wird, der fähig ist,
Apoptose in bestimmten Zellen zu induzieren (Yonehara S. et al.)
und ein Apoptosesignal an die Zellen überträgt, blieb lange Zeit unerklärt.
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Kürzlich wurde
ein Fas Antigen-Gen kloniert, das zeigte, dass das Fas Antigen ein
Typ I-Transmembranglycoprotein ist, das gemäß seiner Aminosäuresequenz
zu der NGFR (nerve growth factor receptor, Nervenwachstumsfaktor-Rezeptor)/TNFR
(TNF-Rezeptor)-Familie
gehört,
die physiologisch wichtige Zelloberflächen-Membranproteine bildet
(Itoh, N. et al., Cell, Band 66, Seiten 233–243, 1991). Ein Maus-Fas Antigen-Gen wurde
ebenfalls kloniert (Watanabe-Fukunaga, R. et al., J. Immunol., Band
148, Seiten 1274–1279,
1992), was bestätigte,
dass die Fas Antigen-mRNA in Thymus, Leber, Lunge, Herz und Ovarium
der Maus exprimiert wird. Von seiner Expression im Menschen in verschiedenen
Geweben und Zellen, wie z.B. Lymphozyten, Hepatozyten, Epithelzellen
des Dünndarms,
Haut-Keratinozyten und Osteoblasten wurde ebenfalls berichtet (Leithauser,
F. et al., Lab. Invest., Band 69, Seiten 415–429, 1993).
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Das
Fas Antigen, von dem ursprünglich
angenommen wurde, dass es auf der Oberfläche von Zellen vorhanden ist,
wurde auch im Blut und in Kulturüberständen nachgewiesen,
und seine Präsenz
in Form eines löslichen
Fas Antigens (sFas) wurde ebenfalls gefunden, so dass dessen physiologische
Funktionen und dergleichen in den letzten Jahren interessant geworden
sind.
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Cheng
et al. (Science, Band 263, Seiten 1759–1762, 1994) berichteten, dass
sie ein mRNA-Molekül, das
für eine
lösliche
Form des Fas Antigens des ΔTM-Typs
kodiert, gefunden haben, das durch die Deletion des Exon IV (entspricht
14 Basenpaaren der extrazellulären
Region und 49 Basenpaaren der Transmembranregion) aufgrund von alternativem
Splicing ein secretor-Molekül
kodieren zu schien, dass die Konzentration des löslichen Fas Antigens in den
Sera von Patienten mit systemischem Lupus Erythematosus (SLE) hoch
war und dass ein Anstieg in den autologen gemischten Lymphozytenreaktionen
beobachtet wurde, zusammen mit einem Anstieg der Anzahl von Splenozyten,
wenn ein chimäres
Molekül,
zusammengesetzt aus der extrazellulären Region des Fas Antigens
der Maus und der Fc-Einheit des humanen IgG, Mäusen verabreicht wurde. Ferner
haben Cascino, I. et al. (J. Immunol., Band 154, Seiten 2706–2713, 1995)
berichtet, dass wenigstens drei Fas Antigen-kodierende mRNA-Moleküle existieren,
ein schließlich
der gerade beschriebenen Fas Antigen-mRNA. Obwohl ihre physiologischen
Funktionen, Expressionsbereiche und dergleichen noch unklar sind, wurde
gezeigt, dass das rekombinante Fas Antigen vom ΔTM-Typ die cytotoxische Aktivität des Fas
Liganden in einer konzentrationsabhängigen Weise inhibiert und
dass die meisten Fas Antigene vom löslichen Typ, die in den Sera
von gesunden Menschen und SLE-Patienten vorkommen, Fas Antigene
vom ΔTM-Typ
sind, die von Splice-Varianten kodiert werden (Advance in Medical
Science), Band 174, Seiten 1136–1140,
1995).
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Darüber hinaus
haben Kimura, K. et al. kürzlich
ein Fas Antigen-Gen aus der Ratte kloniert und berichtet, dass zwei
Arten von Fas Antigen-mRNA in mRNA aus Rattenleber detektiert werden
können,
die auf alternativem Splicen beruhen, und dass ein mRNA-Molekül, das ein
Peptid kodiert, welches ein geringeres Molekulargewicht hat, zusätzlich zu
den mRNAs des Fas Antigens des Membranbindungstyps vorhanden ist
(Biochemical and Biophysical Research Comunications, Band 198 (2),
Seiten 666–674
(1994)), und sie haben ferner Mutanten (Varianten) des korrespondierenden
humanen Fas Antigens isoliert und identifiziert (japanische Patentanmeldung
Kokai Nr. 7-289266).
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Andererseits
ist der humane Fas Ligand ein Polypeptid, von dem von Nagata et
al. berichtet wurde, dass es ein biologisches Molekül ist, das
die Apoptose von Fas Antigenexprimierenden Zellen induziert (Takahashi,
T. et al., International Immunology, Band 6, Seiten 1567–1574, 1994).
Der humane Fas Ligand ist ein Typ II-Membranprotein der TNF-Familie
mit einem Molekulargewicht von etwa 40 kD. Wie in dem Fall von TNF wird
von dem humanen Fas Liganden angenommen, dass er im menschlichen
Körper
in der Form eines Trimers vorliegt (Tanaka, M. et al., EMBO Journal,
Band 14, Seiten 1129–1135,
1995). Die extrazelluläre
Domäne des
humanen Fas Liganden ist stark homolog mit der extrazellulären Domäne des Fas
Liganden aus der Ratte (Suda, T. et al., Cell, Band 75, Seiten 1169–1178, 1993)
und dem Fas Liganden aus der Maus (Takahashi, T. et al., Band 76,
Seiten 969–976,
1994). Der humane Fas Ligand erkennt nicht nur das humane Fas Antigen, sondern
auch das Maus-Fas Antigen und induziert Apoptose. Andererseits erkennen
der Fas Ligand aus der Ratte und der Fas Ligand aus der Maus das
humane Fas Antigen, um die Apoptose zu induzieren.
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Die
Apoptose hat für
Aufmerksamkeit aufgrund ihrer engen Beteiligung an der Homöostase eines
Organismus gesorgt. Die Homologie der Fas Liganden unter den verschiedenen
Spezies, wie oben erwähnt,
legt eine wichtige Rolle für
die Apoptose, die durch den Fas Liganden und das Fas Antigen vermittelt
wird, bei der Homöostase
von Organismen nahe.
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Kürzlich wurde
von einem interessanten Zusammenhang von einer Anomalie des Fas
Liganden und des Fas Antigens mit einer Autoimmunkrankheit berichtet.
In diesem Bericht wird nahegelegt, dass MRL-Ipr/Ipr (ein Modell-Mausstamm
für eine
Autoimmunkrankheit) eine Mutation in seinem Fas Antigen-Gen aufweist
und dass in den Zellen, die solche Mutanten-Fas Antigen-Gene exprimieren,
keine Apoptose induziert wird (Watanabe-Fukunaga, R. et al., Nature,
Band 356, Seiten 314–317,
1993; Adachi, M. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, Band 90, 1993).
In der Zwischenzeit wurde außerdem
berichtet, dass C3H-gld/gld (ein weiterer Modell-Mausstamm für eine Autoimmunkrankheit)
eine Mutation in seinem Fas Liganden-Gen aufweist und dass der Fas
Ligand der gld-Maus
keine Apoptose-induzierende Wirkung hat. Bei der Mutation in dem
Fas Liganden-Gen
der gld-Maus handelt es sich um eine Punktmutation, und als Folge
einer derartigen Punktmutation ist die 7. Aminosäure ausgehend von dem C-Terminus
der extrazellulären
Domäne
des Fas Liganden durch eine andere Aminosäure ersetzt (Tomohiro Takahashi,
et al., Cell, Band 76, Seiten 969–976, 1994). Der Fas Ligand
der oben beschriebenen gld-Maus ist unfähig, das Fas Antigen zu binden
(Fred Ramsdell, et al., Eur. J. Immunol., Band 24, Seiten 928–933, 1994).
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Ferner
wurde im Falle von SLE-Patienten eine Erhöhung der Menge an Fas Antigen
des löslichen
Typs im Blut (Cheng et al., Science, Band 263, Seiten 1759–1762, 1994)
und ein Anstieg der Expression eines Fas Antigens auf der Oberfläche von
Lymphozyten (Amasaki T. et al., Clin. Exp. Immunol., Band 99, Seiten 245–250, 1995)
berichtet, und es wurde eine Möglichkeit
angedeutet, dass die Anormalität
eines Fas Antigen-Gens, einhergehend mit der anormalen Expression
und Funktion des Fas Antigens, auch am Lymphozytosesyndrom beteiligt
ist (Rieux Laucat et al., Science, Band 268, Seiten 1347–1349, 1995
und Fisher G. H. et al., Cell, Band 81, Seiten 935–946, 1995).
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Die
oben beschriebene Entdeckung führte
zu der Hypothese, dass einige Autoimmunkrankheiten durch die Anormalität des Fas
Antigens oder des Fas Liganden, und zwar durch die autoreaktiven
T-Zellen, die in dem Körper
zurückbleiben
und die durch Apoptose aus dem Körper
hätten
entfernt werden sollen, wenn die Zellen normal gewesen wären, induziert
werden.
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In
letzter Zeit wird erwägt,
dass die anormale Vermehrung und Gelenkzytoklase der Synovialmembran,
die bei Gelenkrheumatismus stattfindet, ebenfalls durch das Fehlen
einer normalen Apoptose der Zelle induziert wird. Kobayashi, N.
et al. nehmen weiterhin an, dass die Verringerung der Anzahl der
T-Zellen nach Infektion durch das AIDS-Virus durch den Fas Liganden
vermittelt wird, da die Expression des Fas Antigens auf der T-Zell-Membran nach
Infektion durch das AIDS-Virus induziert wird (Nikkei Science, Band
6, Seiten 34–41,
1993).
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Eine
Beteiligung der Apoptose durch den Fas Liganden wurde ebenfalls
für die
fulminante virale Hepatitis und ähnliche
Krankheiten vorgeschlagen (Nagata, S. et al., Immunol. Today, Band
16, Seiten 39–43, 1995).
Folglich wurde, da der Zusammenhang zwischen Fas Antigen-vermittelter
Apoptose und Krankheiten aufgedeckt wurde, großes Interesse auf den Einsatz
von Fas Ligand oder Fas Antigen zur Behandlung von Krankheiten,
die von einer anormalen Apoptose begleitet werden, nämlich den
zuvor genannten Autoimmunkrankheiten, Rheuma, AIDS und dergleichen,
gerichtet.
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Beispiele
für Substanzen,
die eine Fas Antigen-vermittelte Apoptose inhibieren und bisher
beschrieben wurden, schließen
ein Fas Antigen des ΔTM-Typs,
ein Fusionsprotein der extrazellulären Region des Fas Antigens
mit der Fc-Region von Immunglobulin G (IgG) sowie ein Fragment des
anti-Fas Antikörpers
(Dhein J. et al., Nature, Band 373, Seiten 438–441, 1995) und einen anti-Fas
antagonistischen Antikörper
(Alderson M. A. et al., Int. Immunol., Band 6, Seiten 1799–1806, 1994)
ein.
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Nagata
et al. haben ebenfalls berichtet, dass es ihnen gelungen ist, einen
Antikörper
gegen den Fas Liganden zu erhalten, und dass ein solcher Antikörper fähig war,
die Apoptose zu unterdrücken
(Masato Tanaka, et al., EMBO Journal, Band 14, Seiten 1129–1135, 1995;
internationale veröffentlichte
Patentanmeldung Nr. WO95/13293).
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Wie
vorhergehend beschrieben, wurde, da die Fas Antigene isoliert worden
sind, aufgedeckt, dass die Apoptose im lebenden Körper über diese
Fas Antigene induziert werden, und dass die Fas Antigen-vermittelte Apoptose
an verschiedenen Krankheiten beteiligt ist, so dass man der Ansicht
ist, dass eine Substanz, die fähig
ist, die Fas Antigenvermittelte Apoptose zu kontrollieren, nützlich bei
der Prävention,
Behandlung und Diagnose von Krankheiten sein wird, an denen Apoptose
vermutlich beteiligt ist. Obwohl die Nützlichkeit einer pharmazeutischen
Herstellung im lebenden Körper
unter Berücksichtigung
seiner Aktivität,
biologischem Verhalten, Sicherheit, Nebenwirkungen und dergleichen
bewertet werden sollte, wird eine Substanz, die eine besonders hohe
Aktivität
hat, ihre Wirkungskraft auf den lebenden Körper bei einer geringen Dosierung
ausüben, so
dass sie eine hohe industrielle Nutzbarkeit haben wird. Daher wurde
ein starkes Interesse auf die Entwicklung eines verbesserten neuen
Fas Antigen-Derivates, insbesondere eines Fas Antigen-Derivates,
das eine höhere
Aktivität
aufweist und die Aufklärung
seiner Eigenschaften gerichtet, insbesondere, wenn man seine Anwendung
für den
lebenden Körper,
wie z.B. die Behandlung eines Menschen, berücksichtigt, wird vom Standpunkt
der Effizienz und Sicherheit ein neues Fas Antigen-Derivat erwartet,
das fähig
ist, die Fas Antigen-vermittelte Apoptose bei einer geringeren Dosis
zu kontrollieren.
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Außerdem ist
die Errungenschaft eines neuen Fas Antigen-Derivates auch wichtig
für die
Aufklärung z.B.
von der Interaktion des Fas Antigens und des Fas Liganden und des
Mechanismus der Fas Antigen-vermittelten Apoptose.
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Es
ist bekannt, dass ein Polypeptid seine Aktivität sogar in Form eines partiellen
Fragmentes zeigen kann, wenn das Fragment seine intrinsische Struktur
an dem aktiven Zentrum behält.
Dagegen sind jedoch auch viele Fälle
bekannt, bei denen sich die Aktivität eines Polypeptids durch eine
Mutation oder Deletion von selbst einer Aminosäure in dem Polypeptid verändert oder
im extremen Fall verloren geht.
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Daher
war es ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auf dem Gebiet
der Medikamente ein neues Fas Antigen-Derivat zur Verfügung zu
stellen, dessen Aktivität
und dergleichen verbessert sind sowie ein neues DNA-Fragment, das
dasselbe kodiert. Die vorliegende Erfindung stellt außerdem ein
rekombinantes DNA-Molekül
und einen Transformanten zur Verfügung, der das genannte DNA-Fragment
enthält
sowie ein Verfahren für
die Herstellung des genannten neuen Fas Antigen-Derivates.
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Offenbarung
der Erfindung
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Unter
den oben erwähnten
Umständen
haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung festgestellt, dass
ein neues Fas Antigen-Derivat, in dem wenigstens 13 Aminosäurereste
von dem N-terminalen Bereich des Fas Antigens deletiert sind, eine
verbesserte Aktivität
oder Funktion im Vergleich mit dem Fas Antigen oder dem Fas Antigen-Derivat
aus dem Stand der Technik zeigt, und die vorliegende Erfindung ist
als ein Ergebnis intensiver Bemühungen
zustande gekommen.
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Folglich
wird gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein neues Fas Antigen-Derivat zur
Verfügung
gestellt, wenigstens ein neues Fas Antigen-Derivat, das wenigstens
einen Bestandteil oder den gesamten Teil des Polypeptids der extrazellulären Region
des Fas Antigens umfasst, in dem wenigstens 13 Aminosäurereste
von einer Gruppe von Aminosäureresten,
beginnend vom N-terminalen Aminosäurerest des Fas Antigen-Polypeptids,
bis zu einem Cysteinrest, das am Nächsten an der N-terminalen
Seite liegt (ausschließlich
dem genannten Cysteinrest), deletiert sind. Es wird außerdem ein
neues Fas Antigen-Derivat gemäß dem oben
beschriebenen zur Verfügung
gestellt, worin es einen Bestandteil oder den gesamten Teil der extrazellulären Region
des Fas Antigen-Polypeptids enthält,
in dem wenigstens 13 Aminosäurereste
von dem 1. bis 42. Aminosäurerest,
gezählt
von dem N-Terminus der SEQ ID NO: 15 in dem Sequenzprotokoll, deletiert sind
und ein neues Fas Antigen-Derivat gemäß dem oben beschriebenen, worin
die Anzahl der deletierten Aminosäurereste 29 oder mehr beträgt, insbesondere
ein neues Fas Antigen-Derivat gemäß dem oben beschriebenen, worin
die Anzahl der deletierten Aminosäurereste 29 ist.
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Es
wird außerdem
ein neues Fas Antigen-Derivat zur Verfügung gestellt, das eine neue
Fas Antigen-Variante des oben erwähnten Derivates ist, wobei
es ein oder zwei oder mehr Teile des Fas Antigens umfasst oder es
ein Fusionspolypeptid ist, das entweder eine der neuen Fas Antigen-Varianten
umfasst oder andere (Poly)peptide, insbesondere wenigstens ein (Poly)peptid
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus den folgenden Peptiden, das in dem
C-terminalen Bereich des neuen Fas Antigen-Derivates enthalten ist:
- a. Ein Anteil oder der gesamte Teil der Hinge-Region
von Immunglobulin.
- b. Ein Anteil oder der gesamte Teil des Fc-Fragments von Immunglobulin.
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Es
wird außerdem
ein neues Fas Antigen-Derivat zur Verfügung gestellt, das ein Polymer
des zuvor erwähnten
Fas Antigen-Derivates ist.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein DNA-Fragment
zur Verfügung
gestellt, das eine DNA-Sequenz umfasst, die für das zuvor erwähnte neue
Fas Antigen-Derivat kodiert, insbesondere ein DNA-Fragment, das
die DNA-Sequenz umfasst, die in den SEQ ID NO: 12 bis 14 des Sequenzprotokolls
beschrieben sind.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein rekombinantes
DNA-Molekül zur Verfügung gestellt,
das die Nukleotidsequenz des genannten DNA-Fragments umfasst.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Transformant
zur Verfügung
gestellt, der mit dem gerade beschriebenen neuen rekombinanten DNA-Molekül transformiert
ist.
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Gemäß einem
fünften
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird unter den Herstellungsverfahren
für das oben
erwähnte
neue Fas Antigen-Derivat ein Verfahren für die Herstellung des obengenannten
neuen Fas Antigen-Derivates zur Verfügung gestellt, das die folgenden
Schritte umfasst: Kultivieren des gerade beschriebenen Transformanten
und Gewinnen und Reinigen des neuen Fas Antigen-Derivates aus der
genannten Kulturmischung.
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Gemäß einem
sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Medikament zur
Verfügung
gestellt, das das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten Aspekt oder ein
physiologisch annehmbares Salz davon als seine Wirksubstanz umfasst.
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Gemäß einem
siebenten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für die Verbesserung der
Aktivität
oder Funktion des Fas Antigens oder des Fas Antigen-Derivates zur Verfügung gestellt,
welches das Deletieren von wenigstens 13 der Aminosäurereste,
beginnend von dem N-terminalen Aminosäurerest des Fas Antigens bis
zu einem Cysteinrest, der am Nächsten
an der N-terminalen Seite liegt (ausschließlich dem genannten Cysteinrest),
umfasst.
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In
diesem Zusammenhang enthält
das bekannte humane Fas Antigen eine Aminosäuresequenz, die von der cDNA-Sequenz
abgeleitet ist, die in 1 und 2 (SEQ ID NO: 16) gezeigt ist. Es wird
angenommen, dass das Antigen als ein Typ I-Transmembranprotein vorliegt,
das als Ergebnis der Abspaltung seines Signalpeptids, das aus 16
Resten der Aminosäuresequenz
besteht, aus 319 Aminosäuren
besteht und dass es eine extrazelluläre Region aus 157 Aminosäuren (vom
1. bis 157. Rest), eine Transmembranregion aus 17 Aminosäuren (vom
158. bis 174. Rest) und eine cytoplasmatische Region (cytoplasmic
tail region) von 145 Aminosäuren
(175. bis 319. Rest) hat. Die extrazelluläre Region des humanen Fas Antigens
hat eine Funktion, Fas-Ligand zu bilden, und ein Polypeptid, das
aus der Expression der extrazellulären Region allein resultiert, existiert
als ein löslicher
Typ und zeigt eine Apoptose-inhibierende Aktivität durch Binden an den Fas Liganden. Zusätzlich besteht
gemäß den Computeranalysen
der vorliegenden Erfindung, die später im Detail beschrieben werden,
die Möglichkeit,
dass der 43. Cysteinrest, gezählt
von dem N-Terminus, eine bestimmte Bindung mit anderen Aminosäureresten
eingeht, wodurch er zu der Aufrechterhaltung der Domänenstruktur
der extrazellulären
Region des Fas Antigens beiträgt.
Andererseits scheint der Cysteinrest, der am Nächsten an dem C-Terminus der
extrazellulären
Region des Fas Antigens liegt, ebenfalls für die Aufrechterhaltung der
Struktur notwendig zu sein, jedoch wird angenommen, da das zuvor
erwähnte
Fas Antigen vom ΔTM-Typ
an den Fas Liganden bindet, dass die fünf Reste im C-Terminus, nämlich von
dem 153. Glycinrest bis zum 157. Asparaginrest, nicht für die Aktivität notwendig
sind.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist ein Bild, das die Nukleotidsequenz
eines DNA-Fragments zeigt, das für
humanes Fas Antigen kodiert sowie eine Aminosäuresequenz, die daraus hergeleitet
ist. Das Symbol * zeigt mögliche
N-Glycosylierungsstellen und der unterstrichene Teil zeigt die vorhergesagte
Transmembranregion.
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2 ist ein Bild, das die Nukleotidsequenz
eines DNA-Fragments zeigt, das für
humanes Fas Antigen kodiert sowie eine Aminosäuresequenz, die daraus hergeleitet
ist. Das Symbol * zeigt mögliche
N-Glycosylierungsstellen und der unterstrichene Teil zeigt die vorhergesagte
Transmembranregion.
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3 ist ein Bild, das die Teil-Nukleotidsequenz
in einem Vektor zeigt, der eine cDNA-Nukleotidsequenz enthält (SEQ
ID NO: 17), die für
shFas(nd29) kodiert, das eines der neuen Fas Antigen-Derivate gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist und die daraus hergeleitete
Aminosäuresequenz.
Das Symbol * zeigt mögliche
N-Glycosylierungsstellen.
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4 ist ein Bild, das die Teil-Nukleotidsequenz
in einem Vektor zeigt, der eine cDNA-Nukleotidsequenz enthält (SEQ
ID NO: 18), die für
shFas(nd29)-Fc kodiert, das eines der neuen Fas Antigen-Derivate
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist und die daraus hergeleitete
Aminosäuresequenz.
Das Symbol * zeigt mögliche
N-Glycosylierungsstellen.
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5 ist ein Bild, das die Teil-Nukleotidsequenz
in einem Vektor zeigt; der eine cDNA-Nukleotidsequenz (SEQ ID NO:
19) enthält,
die für
shFas(nd29)-hinge kodiert, das eines der neuen Fas Antigen-Derivate gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist und eine Aminosäuresequenz,
die daraus hergeleitet ist. Das Symbol * zeigt mögliche N-Glycosylierungsstellen.
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6 ist
eine fotografische Aufnahme, die das Ergebnis der Gelelektrophorese
von shFas(nd29)-Fc und hFas-Fc zeigt.
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7 ist
eine fotografische Aufnahme, die das Ergebnis der Gelelektrophorese
von shFas(nd29)-hinge vor der Gelfiltrationschromatografie zeigt.
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8 ist
eine fotografische Aufnahme, die das Ergebnis der Gelelektrophorese
von shFas(nd29)-hinge nach der Gelfiltrationschromatografie zeigt.
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9 ist
eine grafische Darstellung, die die Zell-Apoptose-inhibierende Aktivität von hFas-Fc
und shFas(nd29)-Fc zeigt.
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10 ist
eine grafische Darstellung, die die Zell-Apoptose-inhibierende Aktivität von hFas-Fc
und shFas(nd29)-Fc zeigt.
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11 ist
eine grafische Darstellung, die die Zell-Apoptose-inhibierende Aktivität von hFas-Fc
und shFas(nd29)-hinge zeigt.
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12 ist
eine grafische Darstellung, die die Zell-Apoptose-inhibierende Aktivität von hFas-Fc
und shFas(nd29)-hinge zeigt.
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13(a) bis (d) sind Diagramme, die die
Aktivitäten
von hFas-Fc und shFas(nd29)-Fc, die Zunahme an GOT und GPT zu inhibieren,
zeigen.
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14(a) bis (d) sind Diagramme, die die
Wirkung von hFas-Fc und shFas(nd29)-hinge, die Zunahme an GOT und
GPT zu inhibieren, zeigen.
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15(a) bis (c) sind schematische Darstellungen,
die den Vergleich der Aminosäuresequenzen
von humanem Fas Antigen, der extrazellulären Region von humanen Fas
Antigen (shFas), hFas-Fc, shFas(nd29)-Fc und shFas(nd29)-hinge zeigen.
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Beste Ausführungsform
der Erfindung
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung im Detail beschrieben.
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Bei
der Beschreibung des neuen Fas Antigen-Derivates gemäß der vorliegenden
Erfindung hat der Ausdruck "ein
neues Polypeptid, das eine Aminosäuresequenz (oder (Poly)peptid
oder dergleichen) enthält" die folgende Bedeutung:
Es bedeutet erstens, dass das neue Polypeptid durch seine Aminosäuresequenz
definiert werden kann, zweitens dass wenigstens eine optionale Aminosäure an den
N-Terminus oder C-Terminus der Aminosäure oder an beide angefügt werden
kann und dass, wenn das neue Polypeptid ein Fusionspolypeptid ist
oder ein Polypeptid, das zwei oder mehr funktionelle Regionen enthält, wenigstens
eine optionale Aminosäure
an deren Fusionspunkt oder einer Stelle zwischen den funktionellen
Regionen angefügt
(eingefügt)
werden kann.
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Außerdem bezeichnet
der Ausdruck "ein
Polypeptid, das wenigstens einen Teil einer Aminosäuresequenz
(oder (Poly)polypeptid oder dergleichen) enthält" ein neues Polypeptid, das den gesamten
Teil der Aminosäuresequenz
enthält,
oder ein Polypeptid, das eine beliebige Teilsequenz mit einer beliebigen
Länge der Aminosäuresequenz
enthält.
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Außerdem meint
in der Beschreibung des neuen Fas Antigen-Derivates der vorliegenden
Erfindung der Ausdruck "Fas
Antigen-Derivat" oder "Fas Antigen-Derivat-Polypeptid" ein Polypeptid,
das wenigstens einen Anteil des Fas Antigens enthält, und
Beispiele dafür
schließen
Fas Antigen-Varianten, ein Fusionspolypeptid des Fas Antigens oder
eine Fas Antigen-Variante mit anderen (Poly)peptiden sowie Polymere
davon, ebenso wie solche, die andere Verbindungen als die (Poly)peptide
enthalten, ein.
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Der
Ausdruck "Fas Antigen-Variante" oder "Fas Antigen-Variante-Polypeptid", wie hierin verwendet, bezeichnet
ein Polypeptid, das einen Teil oder zwei oder mehr Teile des Fas
Antigens umfasst, das im Grunde kein (Poly)peptid einer anderen
Herkunft als das Fas Antigen enthält und das wenigstens eine
der Aktivitäten und
Funktionen des Fas Antigens aufweist, und Beispiele dafür schließen verkürze (trunkierte)
Fas Antigene und Varianten von Fas Antigenen ein, in denen eine
oder mehrere Aminosäuren
deletiert oder substituiert sind (nachstehend in einigen Fällen als
Deletionsprodukt oder Substitu tionsprodukt bezeichnet), wie z.B.
Fas Antigene, in denen die extrazelluläre Region, die Transmembranregion
(wie das ΔTM-Typ
Fas Antigen (Fas ΔTM)) oder
die cytoplasmatische Region deletiert sind und dergleichen.
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Der
Ausdruck "Fusionsprotein", wie hierin verwendet,
meint ein Polypeptid, in dem zwei oder mehr (Poly)peptide in einer
Kombination, die nicht natürlicherweise
vorkommt, direkt oder indirekt, vorzugsweise direkt, durch chemische
Bindung, vorzugsweise Peptidbindung, miteinander verbunden sind.
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Der
Ausdruck "N-terminaler
Bereich" des Fas
Antigens, wie hierin verwendet, kann, z.B. in dem Fall des humanen
Fas Antigens (1 und 2),
im weiteren Sinne Aminosäurereste
des Signalpeptids (von -16 Position Met bis -1 Position Ala in 1) enthalten, im Fall des neuen Fas Antigen-Derivates
der vorliegenden Erfindung jedoch wird ein N-terminaler Aminosäurerest (Arg), der aus der
Trunkierung des Signalpeptids von dem Fas Antigen resultiert, als
der N-Terminus verwendet, so dass der Ausdruck eine Region bezeichnet,
die an dem N-terminalen Aminosäurerest
(Arg) beginnt und an einem Aminosäurerest (42 Position Phe) kurz
vor dem ersten Cysteinrest (43 Position) endet.
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Beispiele
für den
Ausdruck "Aktivität oder Funktion", wie hierin verwendet,
schließen
Fas Liganden-Bindungsaktivität,
biologische Aktivitäten
wie z.B. Apoptose-inhibierende Aktivität, Apoptose-induzierende Aktivität und dergleichen,
die später
beschrieben werden, sowie Funktionen, die sich aus der Stabilität, dem biologischen
Verhalten, der Löslichkeit
und ähnlichen
physiko-chemischen Eigenschaften ergeben, ein, von denen die Fas
Liganden-Bindungsaktivität
und Wirkungen auf die Apoptose wünschenswert
sind und die Apoptose-inhibierende Aktivität besonders wünschenswert
ist.
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Des
Weiteren bedeutet der Ausdruck "hat
eine verbesserte Aktivität
oder Funktion",
wie hierin verwendet, dass wenigstens eine der Aktivitäten und ähnlicher
Werte zumindest größer ist,
z.B. 1,4 mal oder mehr, vorzugsweise 2 mal oder mehr, bevorzugter
3 mal oder mehr, am bevorzugtesten 5 mal oder mehr und insbesondere
bevorzugt 10 mal oder mehr, als die eines Polypeptides, von dem
die entsprechende N-terminale Region nicht deletiert ist (Produkt
mit nicht-deletiertem N-terminalen Bereich). Die Aktivitätswerte
und dergleichen können
durch allgemein verwendete Verfahren gemessen werden und als ihre
Aktivitätswerte
pro Einheitswert, nämlich
spezifische Aktivitäten,
verglichen werden. Die spezifische Aktivität wird im Allgemeinen als 50%ige Hemmkonzentration
(inhibition concentration, IC50) oder mittlere
Effektivdosis (50% effective dose, ED50)
berechnet.
-
Das
neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist wenigstens ein neues Fas Antigen-Derivat,
das zumindest einen Anteil oder den gesamten Teil der extrazellulären Region des
Fas Antigen-Polypeptids umfasst, indem wenigstens ein Aminosäurerest
von einer Gruppe von Aminosäureresten,
beginnend von dem N-terminalen Aminosäurerest des Fas Antigen-Polypeptids
bis zu einem Cysteinrest, der am Nächsten an der N-terminalen
Seite liegt (ausschließlich
dem genannten Cysteinrest), deletiert ist. In diesem Zusammenhang
verfügen
der gerade beschriebene Anteil oder gesamte Teil der extrazellulären Region
des Fas Antigen-Polypeptids, in dem wenigstens ein Aminosäurerest
deletiert ist und das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden
Erfindung über
wenigstens eine Funktion, einen Fas Liganden zu binden.
-
Die
Herkunft des Fas Antigens, von dem ein oder mehrere Aminosäurereste
deletiert werden sollen, ist nicht besonders beschränkt, jedoch
ist ein Fas Antigen von einem Säuger,
insbesondere ein humanes Antigen, wie z.B. ein Antigen, das die
in den 1 und 2 gezeigte
bekannte Aminosäuresequenz
des humanen Fas Antigens enthält,
wünschenswert.
-
Wenn
es sich bei dem Fas Antigen, von dem ein oder mehr Aminosäuren deletiert
werden sollen, um das in 1 und 2 gezeigte humane Fas Antigen handelt,
ist das neue Fas Antigen-Derivat gemäß der vorliegenden Erfindung
ein neues Fas Antigen-Derivat, in dem wenigstens ein Aminosäurerest
von dem 1. bis 42. Aminosäurerest,
gezählt
von dem N-Terminus der SEQ ID NO: 15 in dem Sequenzprotokoll (extrazelluläre Region
des humane Fas Antigens) deletiert ist, vorzugsweise ein neues Fas
Antigen-Denvat, in dem die Anzahl der deletierten Aminosäurereste
29 oder mehr beträgt,
bevorzugter 29.
-
Die
zu deletierenden Aminosäuren
können
fortlaufend oder nicht-fortlaufend in der Aminosäuresequenz vorliegen, vorzugsweise
jedoch fortlaufend und in diesem Falle ist es wünschenswert, sie vorzugsweise von
der N-terminalen Seite zu deletieren. Das heißt, ein neues Fas Antigen-Derivat,
in dem 29 Aminosäurereste
von der 1. bis 29. Position, gezählt
vom N-Terminus der SEQ ID NO: 15 des Sequenzprotokolls, deletiert sind,
so dass es mit dem 30. Thr-Rest beginnt, ist besonders wünschenswert.
-
Ferner
können
im Hinblick auf die Anzahl und die Position der Aminosäurereste
der N-terminalen Region, von denen wünschenswert ist, dass sie deletiert
werden, die Ergebnisse der dreidimensionalen Strukturanalyse der
extrazellulären
Region des Fas Antigens und dergleichen durch einen Computer verwendet
werden, wie im Detail in den Beispielen beschrieben werden wird.
Das heißt,
es ist möglich,
die Affinität
und dergleichen mit einem Fas Liganden durch Entwerfen des Fas Antigens
in der dreidimensionalen Strukturanalyse in einer solchen Art und
Weise, dass die Struktur der N-terminalen Region des Antigens keine
sterischen Hindernisse für
seine Bindung mit dem Fas Liganden verursacht, zu optimieren oder
zu kontrollieren.
-
Außerdem besteht
die Möglichkeit,
dass die N-terminale Region des Antigens geneigt ist, aufgrund ihrer
strukturellen Eigenschaften durch eine Protease hydrolysiert zu
werden und dergleichen. Ferner können, da
die Möglichkeit
besteht, dass die Prozessierung des Polypeptids sich qualitativ
und quantitativ in Abhängigkeit
von dem Wirt unterscheidet, diese Punkte sowie die Löslichkeit,
die Stabilität
und dergleichen berücksichtigt
werden, wenn die N-terminale Region deletiert wird.
-
Wenn
die obigen Punkte berücksichtigt
werden, beträgt
die Anzahl der Aminosäurereste,
von denen wünschenswert
ist, dass sie von dem N-terminalen Bereich deletiert werden, vorzugsweise
13 bis 18 oder mehr, bevorzugter 23 oder mehr, am bevorzugtesten
29 oder mehr; in dem Fall des humanen Fas Antigens und in jedem
Fall ist es wünschenswert,
nicht die 36. bis 42. Aminosäurereste,
gezählt
von dem N-Terminus, zu deletieren.
-
In
Hinblick auf die Aminosäurereste
des N-terminalen Bereiches, insbesondere in dem Fall des humanen
Fas Antigens, beinhaltet das neue Fas Antigen-Derivat gemäß der vorliegenden
Erfindung ein neues Fas Antigen-Derivat, das eine neue Fas Antigen-Variante ist, die
einen Anteil oder den gesamten Teil der extrazellulären Region
des Fas Antigens umfasst, in dem wenigstens ein Aminosäurerest
von den 1. bis 42. Aminosäu reresten,
gezählt
von dem N-Terminus der SEQ ID NO: 15 im Sequenzprotokoll deletiert
ist, insbesondere eine neue Fas Antigen-Variante, die einen oder
zwei oder mehr Teile des Fas Antigens umfasst, in dem die Anzahl
der deletierten Aminosäurereste
vorzugsweise 29 oder mehr, bevorzugter 29 beträgt.
-
Veranschaulichende
Beispiele für
die Fas Antigen-Variante gemäß der vorliegenden
Erfindung schließen
solche ein, die ein Polypeptid aus den 158. bis 174. Resten, ein
Polypeptid aus den 175. bis 319. Resten und ein Polypeptid aus den
158. bis 319. Resten enthalten, ebenso wie eine Variante, in der
beliebige Fragmente mit beliebigen Längen, die aus dem Polypeptid
aus den Resten 158 bis 319 erhalten wurden, in beliebiger Reihenfolge
kombiniert sind und in der C-terminalen oder N-terminalen Seite
der Fas Antigen-Variante enthalten sind, vorzugsweise in der C-terminalen
Seite.
-
In
diesem Zusammenhang ist die neue Fas Antigen-Variante, in der die
Anzahl der deletierten Aminosäure
29 beträgt,
vorzugsweise eine Variante, die die Aminosäuresequenz der SEQ ID NO: 9
(shFas(nd29)) des Sequenzprotokolls enthält, bevorzugter eine Variante,
die die genannte Aminosäuresequenz
umfasst.
-
Kombinierte
Produkte mit anderen chemischen Substanzen, wie z.B. (Poly)peptiden,
Zuckerketten, Lipiden oder anderen hochmolekularen oder niedrigmolekularen
Verbindungen und dergleichen sind in dem neuen Fas Antigen-Derivat
inbegriffen, von denen ein Fusionspolypeptid mit anderen (Poly)peptiden
wünschenswert
ist. Das genannte (Poly)peptid ist nicht besonders beschränkt, und
zwei oder mehr (Poly)peptide können
einbezogen werden, und in dem letzteren Fall kann die Bindungsreihenfolge
der genannten zwei oder mehr (Poly)peptide geändert werden und andere Substanzen
als Aminosäuren
können
eingeschlossen werden.
-
Die
Bindungsart der anderen chemischen Substanzen und dergleichen mit
der wesentlichen neuen Fas Antigen-Variante ist nicht besonders
beschränkt,
und die Bindung kann durch jegliche kovalente Bindungen und nicht-kovalente
Bindungen erreicht werden, in Hinblick auf die Bindungsstabilität jedoch
vorzugsweise durch eine kovalente Bindung. Insbesondere eine Peptidbindung
ist wünschenswert,
wenn es sich bei der anderen chemischen Substanz um ein (Poly)peptid
handelt.
-
Die
Bindungsstelle kann ebenfalls nach Wunsch ausgewählt werden und sowohl der N-Terminus,
der C-Terminus und die Seitenketten können als Bindungsstelle verwendet
werden, jedoch wird die Bindung bevorzugt durch entweder einen oder
beide Termini vermittelt bewirkt, bevorzugter durch den C-Terminus.
-
Wenn
die andere chemische Substanz ein (Poly)peptid ist, ist es wünschenswert,
dass das genannte (Poly)peptid ein (Poly)peptid ist, das eine Wirkung
zur Verbesserung oder Modifizierung der Aktivität oder Funktion des genannten
neuen Fas Antigen-Derivates hat. Zum Beispiel sind solche eingeschlossen,
die die Stabilität
oder Halbwertszeit im Blut verbessern oder die die Akkumulation
in einem bestimmten Gewebe, bestimmten Zellen oder anderen spezifischen
Regionen erhöhen,
und das Fc-Fragment kann als ein Beispiel genannt werden, das die
Halbwertszeit im Blut verlängern
kann. Besonders bevorzugt ist ein (Poly)peptid, das eine derartige
Funktion hat, dass das genannte neue Fas Antigen-Derivat zu einem
Polymer wird. Beispiele für
polymerisierbare (Poly)peptide schließen den gesamten Teil oder
einen Anteil der konstanten Region der Immunglobulin schweren Kette
oder leichten Kette ein, den gesamten Teil oder einen Anteil der
konstanten Region der schweren Kette ausschließlich seiner ersten Region
(CH1) und den gesamten Teil des Fc-Fragments (dieses kann im Falle
von IgG die Hinge-Region, die CH2-Region und die CH3-Region umfassen)
oder einen Teil davon (z.B. jeweils die Hinge-Region, die CH2-Region,
die CH3-Region und die CH4-Region oder eine beliebige Kombination
daraus), wobei ein Teil, der das Fc-Fragment oder wenigstens einen
Teil der Hinge-Region umfasst, wünschenswert
ist, ein Anteil der Hinge-Region, der wenigstens eines, bevorzugt
sämtliche
der Cysteinreste der Hinge-Region enthält oder ein Fc-Fragment, das
die genannte Hinge-Region oder die CH3-Region (die CH4-Region im
Falle von IgM und IgE) oder einen Anteil der Hinge-Region enthält, ist
noch wünschenswerter,
und der gesamte Teil oder ein Anteil des Fc-Fragmentes, das die
gesamte Hinge-Region enthält
oder die Hinge-Region selbst ist am wünschenswertesten.
-
Das
Immunglobulin in dem vorliegenden Fall kann jeglicher Herkunft sein,
bevorzugt ist jedoch eines menschlichen Ursprungs. Außerdem sind
seine Klasse und Unterklasse nicht notwendigerweise beschränkt, und
jedes von IgG1, IgG2, IgG3, IgG4, IgA1, IgA2, IgM, IgE und IgD und
dergleichen kann verwendet werden, wobei IgG darunter ein be vorzugtes
Beispiel ist. Das neue Fas Antigen-Derivat, das ein Fc-Fragment
und dergleichen enthält,
kann im Allgemeinen ein Dimer bilden, es kann jedoch auch ein Dekamer
bilden, wenn die ursprüngliche
Klasse IgM ist oder ein Tetramer im Falle von IgA.
-
Im übrigen ist
bekannt, dass die konstante Region, insbesondere die Fc-Region,
von Immunglobulin wichtig für
verschiedene Effektorfunktionen und dergleichen des Antikörpermoleküls ist,
die nicht direkt an der Antigenspezifität des Antikörpers beteiligt sind. Beispiele
für solche
Funktionen schließen
die Bindung und die Aktivierung von Komplement, die Bindung mit
Fc-Rezeptoren (FcR), die Induktion der ADCC-Aktivität, die Fähigkeit
zur Passage der Plazenta, die Degranulation von Mastzellen und die
Protein-A-Reaktivität ein.
-
Obwohl
diese Funktionen effektiv genutzt werden können, wenn sie in das neue
Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung eingeschlossen werden,
besteht die Möglichkeit,
dass sie in bestimmten Fällen
die Induktion von Nebenwirkungen verursachen, wenn sie als Medikament
an den lebenden Körper
verabreicht werden, wie z.B. bei einer spezifischen Krankheit. In
diesem Fall ist daher ein Fc-Fragment oder dergleichen, von dem
alle oder ein Teil dieser Effektorfunktionen und dergleichen entfernt
wurden, wünschenswert
und bevorzugte Beispiele dafür
schließen
eine Fc-Variante, in der eine Mutation in die Zuckeradditionsstelle
der CH2-Region von IgG eingeführt
wurde, wodurch die Zuckerkette der genannten Stelle deletiert wird,
die konstante Region oder das Fc-Fragment
von IgG, wovon die CH2-Region deletiert wurde sowie die Hinge-Region ein.
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In
dem neuen Fas Antigen-Derivat kann die Bindung der neuen Fas Antigen-Variante
mit einem anderen (Poly)peptid und dergleichen vorzugsweise direkt
bewirkt werden, in einigen Fällen
jedoch indirekt, wie z.B. ihre Bindung über einen Peptidlinker oder
einen geeigneten chemischen Spacer, der die Aktivitäten und
Funktionen des neuen Fas Antigen-Derivates nicht signifikant beeinträchtigt.
-
Aktivitäten und
Funktionen des neuen Fas Antigen-Derivates der vorliegenden Erfindung
werden weiterhin durch dessen Polymerisierung verbessert.
-
Das
Polymer schließt
alles ein, von dessen Dimer bis zu größeren, jedoch vorzugsweise
Dimer bis Decamer, bevorzugter Dimer oder Trimer, am meisten bevorzugt
Dimer. Es schließt
Homo- und Heteropolymere ein, jedoch ist ein Homopolymer wünschenswerter.
-
Im
Hinblick auf das Polymerisierungsverfahren ist es wünschenswert,
eine Polymerisierungseigenschaft eines (Poly)peptids zu verwenden,
das selbst polymerisierbar ist. Ein Verfahren, in dem die zuvor
erwähnte
Polymerisierungseigenschaft der konstanten Region von Immunglobulin
oder seinen Teilen (z.B. Fc-Fragment und Hinge-Region) verwendet
wird, ist besonders wünschenswert,
jedoch kann ein Cystein-enthaltendes Peptid, das eine Hinge-ähnliche
Struktur bilden kann oder ein Polypeptid, das das genannte Peptid enthält, ebenfalls
verwendet werden. Zusätzlich
zu den oben genannten kann außerdem
die cytoplasmatische Region des Fas Antigens, TNF-R oder dergleichen
ebenfalls verwendet werden. Obwohl die Bindung von Monomeren in
dem Polymer durch jegliche Bindungen bewirkt werden kann, ist eine
kovalente Bindung (z.B. Disulfidbindung oder Peptidbindung) bevorzugt,
während
eine nicht-kovalente Bindung (z.B. Bindung zwischen zwei CH3-Regionen
von Immunglobulin oder zwischen den cytoplasmatischen Regionen von
Fas Antigen oder TNF-R) ebenfalls verwendet werden kann.
-
Zusätzlich zu
den oben genannten können
die folgenden Verfahren durch chemisches Cross-linking angewendet
werden. Zum Beispiel
- 1) Cystein wird in den
C-Terminus eingefügt
und anschließend
wird ein Cross-linking unter Verwendung von zwei Arten von Aktivierungslinkern
bewirkt. Es gibt ein Verfahren zur Einführung von Cystein, in dem Cysteinamid
oder Carboxypeptidase Y verwendet wird. Wenn der C-Terminus ein
Lysin ist, wird Lysin-Endopeptidase verwendet. Außerdem wird,
wenn freies Cystein vorhanden ist, zuvor ein Schutz durch Alkylierung
durchgeführt,
bevor Cystein in den C-Terminus eingefügt wird. Danach wird das Cross-linking
unter Verwendung von Aktivierungslinkern ausgeführt. Zum Beispiel wurde N,N'-o-Phenylendimaleimid
(Glennie, M. J. et al., J. Immunol., Band 139, Seiten 2367–2375, 1987)
oder ähnliches
als ein divalentes Cross-linking-Agens sowie eine tris-Maleimid-Verbindung
(japanische Patentanmeldung Kokai Nr. 6-228091) oder dergleichen
als ein trivalentes Cross-linking- Agens für das Cross-linking von Antikörpern verwendet
und kann für
das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung verwendet
werden, um ein Dimer bzw. ein Trimer zu bilden.
- 2) Biotin wird in den C-Terminus eingeführt und Cross-linking wird
unter Verwendung von Avidin durchgeführt. Es wird in den C-Terminus
unter Verwendung von Biotinamid eingeführt, ähnlich wie in dem Fall von Cystein.
Ein Tetramer wird durch das Cross-linking mit Avidin gebildet, höhere Aggregate
können
jedoch abhängig
von den Reaktionsbedingungen gebildet werden. Außerdem können alle funktionelle Polypeptide oder
dergleichen gebunden werden. Die Bindung zwischen Biotin und Avidin
ist ein Beispiel für
starke, nicht-kovalente Bindungen.
- 3) Cross-linking wird ausgeführt
unter Verwendung eines Cross-linking-Agens, das spezifisch für Cystein-, Thiol-
oder Aminogruppen ist, die in der Sequenz des neuen Fas Antigen-Derivates
oder des (Poly)peptids oder dergleichen, das an das Derivat gebunden
ist, vorhanden sind.
-
In
den oben genannten Fällen
kann ein Peptid oder chemischer Linker oder ein Spacer mit geeigneter Länge verwendet
werden.
-
Es
ist außerdem
möglich,
das neue Fas Antigen-Derivat in Liposomen herzustellen, indem Lipide,
hydrophobe Peptide oder ähnliche
fettlösliche
Substanzen gemäß den bekannten
Verfahren verwendet werden. Zum Beispiel kann das neue Fas Antigen-Derivat
der vorliegenden Erfindung, das die Transmembranregion des Fas-Antigens
enthält,
selbst in Liposomen und dergleichen eingeschlossen werden. Diese
Liposomen sind hochgradige Polymere und deren geeignete Modifikationen
machen weitere Anwendungen möglich,
wie z.B. deren Einschluss in bestimmte Zellen und Gewebe.
-
Unter
den neuen Fas Antigen-Derivaten der vorliegenden Erfindung schließen bevorzugte
Beispiele mit Polymerisierungsfähigkeit
solche ein, die die Aminosäuresequenzen
der SEQ ID NO: 10 (shFas(nd29)-hinge) und 11 (shFas(nd29)-Fc) des
Sequenzprotokolls enthalten, bevorzugter ein Derivat, das aus den
genannten Sequenzen zusammengesetzt ist.
-
Unter
den Polymeren der Polypeptide der SEQ ID NO: 10 und 11 ist das Dimer
ein Dimerisierungsprodukt des Fas Antigen-Derivates der vorliegenden
Erfindung, in dem dessen Aktivitäten
durch Deletieren von 29 Aminosäureresten
von dem N-Terminus der extrazellulären Region des humanen Fas
Antigens verbessert werden und die verbesserten Aktivitäten nicht
durch die Dimerisierung beeinträchtigt
sind, so dass das resultierende Dimer eine deutlich hohe Fas Liganden-Bindungsaktivität und Apoptose-inhibierende
Aktivität
besitzt.
-
Im
Allgemeinen erzeugt ein Polypeptid in unterschiedlichen Spezies
oder Individuen verschiedene Aminosäuresequenzen, verursacht durch
Mutation während
des Verlaufs seiner Evolution, während
die ursprünglichen
Funktionen des Peptids im Grunde erhalten bleiben. Der Begriff Mutation
einer Aminosäuresequenz,
wie hierin verwendet, bedeutet 1) Deletion von einer oder mehreren
Aminosäureresten
in der Aminosäuresequenz
des Polypeptids, 2) Substitution durch andere Aminosäurereste
oder 3) Insertion oder Addition von einem oder mehreren Aminosäureresten
in oder an beliebige Stellen der zuvor erwähnten Aminosäuresequenz.
Solche Mutationen können
künstlich
unter Verwendung von gentechnologischen Methoden erzeugt werden,
und Polypeptide, die solche Mutationen aufweisen, sind ebenfalls
in dem neuen Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
-
Außerdem kann
das neue Fas Antigen-Derivat einen Methioninrest oder ein oder mehrere
Aminosäurereste,
die von einem Signalpeptid oder Propeptid stammen, an den N-Terminus
angefügt
aufweisen.
-
Das
neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann jegliche Modifikationen haben,
unter dem Vorbehalt, dass dessen Eigenschaften nicht beeinträchtigt werden.
Beispiele für
die Modifikationen schließen
Modifikationen während
oder nach der Translation des Polypeptids ein, die im Allgemeinen
in natürlichen
Proteinen auftreten, sowie chemische Modifikationen. Das Anfügen von
Zuckerketten und dergleichen kann als Beispiel genannt werden für natürliche Modifikationen,
N-Glycosylierung, O-Glycosylierung, nicht-enzymatische Zuckeraddition
und dergleichen sind bekannt als Zuckeranlagerungen an Protein,
und das neue Fas Antigen-Derivat gemäß des ersten Aspektes der vorliegenden
Erfindung kann oder kann nicht Zuckerketten aufweisen.
-
Das
neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung kann N-Glycosylierungsstelle(n)
haben, wie es z.B. der Fall ist für die extrazelluläre Region
des Fas Antigens, von dem 29 N-terminale Aminosäuren deletiert wurden, die
zwei N-Glycosylierungsstellen aufweist. Folglich kann das genannte
neue Fas Antigen-Derivat Zuckerketten haben, abhängig von dem Wirt, der das
Derivat produziert. Das heißt,
es wird berücksichtigt, dass
das soeben beschriebene Protein an den zuvor erwähnten N-Glycosylierungsstellen
Zuckerketten haben kann, wenn es durch Verwendung eukaryontischer
Zellen, wie z.B. tierischer Zellen oder Hefe als Wirtszellen hergestellt
wird, jedoch keine Zuckerketten aufweisen darf, wenn prokaryontische
Zellen, wie z.B. Escherichia coli als Wirte verwendet werden. Außerdem ist
die Anzahl und Länge
der Zuckerkette oder Zuckerzusammensetzung und die Sequenz der Zuckerkette
nicht besonders beschränkt,
da sie von der Zusammensetzung des Mediums und dergleichen zum Zeitpunkt
der Kultivierung dieser Wirtszellen abhängig sind. Weitere Beispiele für die natürliche Modifikation
schließen
die Bindung von Lipid und dergleichen ein.
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Im
Zuge der technischen Entwicklung der letzten Jahre wurde es möglich, Polypeptide
auf verschiedene Weisen zu modifizieren. Beispiele für mögliche Modifikationsstellen
schließen
Aminosäurereste
des N-Terminus oder C-Terminus und funktionelle Gruppen auf den
Seitenketten ein. Zum Beispiel ist es möglich geworden, ein Polypeptid
mit Polyethylenglycol, Styren-Maleinsäure-Copolymer, Dextran, Pyran-Copolymer, Polylysin
und ähnlichen
synthetischen Hochpolymeren, Lipiden, Polysacchariden, (Poly)peptiden
und dergleichen natürlichen
Molekülen,
Hormonen und ähnlichen
physiologisch aktiven Molekülen
oder Magnetit und ähnlichen
anorganischen Substanzen zu kombinieren (Proc. Natl. Acad. Sci.
USA, Band 84, Seiten 1487–1491,
(1981); Biochemistry, Band 28, Seiten 6619–6624 (1989)).
-
Beispiele
für weitere
modifizierte Derivate schließen
N-Acylderivate ein von freien Aminogruppen eines Aminosäurerestes,
gebildet durch die Amid- oder Acylreste von Carboxylgruppen, resultierend
aus der Reaktion eines aliphatischen Esters der Carboxylgruppe mit
Ammoniak oder einem primären
oder sekundären Amin
(z.B. einer Alkanoyl- oder
Carboxylaroyl-Gruppe) und O-Acylderivate von einer freien Hydroxylgruppe, gebildet
durch einen Acylrest (z.B. eine Hydroxylgruppe eines Serin- oder
Threoninrestes) ein.
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Das
neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung kann außerdem in
der zuvor erwähnten Weise
durch die Kombination der zuvor erwähnten Methoden modifiziert
werden. Folglich sind auch die Produkte solcher Modifikationen ebenfalls
in dem neuen Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung eingeschlossen,
unter der Bedingung, dass die Eigenschaften des Polypeptids des
ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt werden.
Außerdem
ist es möglich,
die Aktivität
oder Funktion des neuen Fas Antigen-Derivates gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung zu modifizieren oder zu verbessern, oder
weitere Aktivitäten
oder Funktionen durch solche Modifikationen hinzuzufügen oder
zu kombinieren. Beispiele für
solche Aktivitäten
oder Funktionen beinhalten die Stabilität, die Löslichkeit, das biologische
Verhalten und die Gerichtetheit gegenüber bestimmten Zellen, Geweben
oder Organen. Die neuen Antigen-Derivate, die solche Modifikationen
erhalten haben, sind ebenfalls in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
-
Das
neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung kann in der
Form von Salzen auftreten, die ebenfalls in der vorliegenden Erfindung
eingeschlossen sind. Der Begriff "Salze", wie hierin verwendet, bezeichnet sowohl
die Salze von Carboxylgruppen der Proteinmoleküle als auch Säure-Additionssalze
an Aminogruppen. Die Salze von Carboxylgruppen können durch die auf dem Gebiet
dieser Methoden wohlbekannte Verfahren gebildet werden, und Beispiele
dafür schließen anorganische
Salze, wie z.B. Salze von Natrium, Calcium, Ammonium, trivalentem
Eisen, Zink und dergleichen sowie organische Salze, wie z.B. solche,
die durch Triethanolamin, Arginin, Lysin, Piperidin, Procain und
dergleichen gebildet werden, ein. Beispiele für Säure-Additionssalze schließen Salze
mit Salzsäure,
Schwefelsäure
und ähnlichen
mineralischen Säuren
und Salze mit Essigsäure,
Oxasäure
und ähnlichen
organischen Säuren
ein.
-
Das
neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung kann in Medikamenten
Anwendung finden, und in diesem Fall ist es wünschenswert, dass die zuvor
genannten Modifikationen und ähnliche
Verfahren die pharmazeutische Annehmbarkeit gewährleisten.
-
Außerdem ist
das Verfahren zur Herstellung des zuvor erwähnten neuen Fas Antigen-Derivates gemäß dem ersten
Aspekt nicht besonders eingeschränkt,
so dass es aus einer natürlichen
Quelle isoliert und gereinigt werden kann, künstlich synthetisiert werden
kann unter Verwendung eines gewöhnlich
verwendeten chemischen Synthetisierers (Peptide Synthesizer Model
430A, Perkin-Elmer, Japan) oder durch rekombinante DNA-Verfahren erhalten
werden kann. Außerdem
kann das so isolierte und gereinigte Peptid einer geeigneten chemischen
Behandlung unterzogen werden, wie z.B. einer enzymatischen Behandlung,
um Deletions- oder Fragmentierungsprodukte zu erhalten, die weiterhin
miteinander chemisch verbunden werden oder polymerisiert werden
können.
Das heißt,
Monomere des neuen Fas Antigen-Derivates der vorliegenden Erfindung
sind ebenfalls nützlich
als Intermediate oder intermediäre
Materialien für
die Herstellung von Polymeren.
-
Unter
den oben erwähnten
Derivaten ist ein Peptid, das auf dem Wege von gentechnologischen
Verfahren hergestellt wird, das später als fünfter Aspekt der vorliegenden
Erfindung beschrieben werden wird, von dem Gesichtspunkt der Produktivität und Homogenizität oder Reinheit
des hergestellten Proteins, wie z.B. dessen Wesen, frei von weiteren
kontaminierenden, humanen Proteinen zu sein, wünschenswert.
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Ein
Beispiel für
die Herstellung durch gentechnologische Verfahren wird im Folgenden
kurz beschrieben. Das Plasmid pM1097, das in dem erfindungsgemäßen Beispiel
1 (1) später
beschrieben werden wird, enthält
ein DNA-Fragment, das durch die Nukleotidsequenz der SEQ ID NO:
12 dargestellt wird, welches die Aminosäuresequenz der SEQ ID NO: 9,
wie im Sequenzprotokoll gezeigt, kodiert sowie ein weiteres DNA-Fragment,
das das Signalpeptid des Fas Antigens kodiert. Unter Verwendung
eines geeigneten Vektors, wie z.B. eines Expressionsvektors, wie
in den Beispielen gezeigt, der durch Integration des eben beschriebenen
Plasmides in das Plasmid pM1103 hergestellt wird, das durch Integrieren
des dhfr-Gens in pEF-BOS hergestellt wurde, werden COS-1-Zellen
transformiert, um einen Transformanten zu erhalten und anschließend wurde
shFas(nd29) aus dem Kulturüberstand
erhalten.
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Unter
den Aktivitäten
und Funktionen des neuen Fas Antigen-Derivates der vorliegenden
Erfindung kann die Apoptose-inhibierende Aktivität durch Messen des Inhibierungsverhältnisses
von Fas Antigen-exprimierenden Zellen zu Apoptose untersucht werden.
Zum Beispiel wird dies durch das 51Cr-Freisetzungsassay oder
MTT-Assay (Mosmann T., J. Immunol. Methods, Band 65, Seiten 55 – 63, 1983)
unter Verwendung eines kultivierten Zellstammes oder transformierter
Zellen, die fähig
sind, Fas Antigen zu exprimieren, als Fas Antigen-Expression-Target-Zellen,
und Fas Ligand-exprimierende Zellen, die durch Transformation erhalten
wurden oder einen Fas Liganden der löslichen Art, wie z.B. die extrazelluläre Region
des Fas Liganden als den Effektor, gemessen. Veranschaulichende
Verfahren werden in den Beispielen gezeigt. Die Apoptose-inhibierende
Aktivität
des genannten neuen Fas Antigen-Derivates auf WC 8-Zellen, die durch
Transformieren von Maus WR19L-Zellen zum Erhalt einer Fas Antigen-Expressionsfähigkeit
erhalten wurden, ist zumindest größer, z.B. 1,4 mal so groß oder mehr,
vorzugsweise 2 mal so groß oder
mehr, am bevorzugtesten 5 mal größer oder
mehr und insbesondere 10 mal größer oder
mehr als die ihres korrespondierenden Fas Antigens, bei dem die
N-terminale Region
nicht deletiert ist (Derivat).
-
Da
das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung die Fas
Antigen-vermittelte Apoptose kontrollieren kann, ist es nützlich für die Prävention
und Behandlung von Krankheiten, die mit der Sthenie oder dem Versagen
der Fas Antigen-vermittelten Apoptose, die im lebenden Körper induziert
wird, zusammenhängen.
Da ein bevorzugtes neues Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung
die Induktion der Apoptose durch kompetitive Inhibierung der Bindung
zwischen Fas Ligand und Fas Antigen inhibieren kann, ist es z.B. möglich, die
Verringerung der Gewebe- und Organfunktionen durch Inhibierung der
Apoptose von hepatischen Zellen und dergleichen im Falle von Hepatitis
und ähnlichen
ernsthaften Infektionserkrankungen vorzubeugen und dadurch die rasche
Verringerung von Zellen in wichtigen Organen und Geweben vorzubeugen,
und es kann für
die Behandlung von Infektionserkrankungen, die durch Viren und dergleichen
sowie für
daraus resultierende Komplikationen, z.B. als ein Arzneimittel für die Verwendung
in der Behandlung von Influenza, AIDS, Hepatitis und ähnlichen
Krankheiten, verwendet werden. Es ist außerdem nützlich für die Behandlung von bestimmten
Autoimmunkrankheiten, wie z.B. Diabetes, Myokardiopathie in Reperfusionsschäden und ähnlichen ischämischen
Herzerkrankungen, Nephritis, multiplem Organversagen und Organerhaltung
und Graft versus host Erkrankung (GVHD) zum Zeitpunkt der Organtransplantation.
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Da
das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung mit höherer Spezifität und höherer Affinität an Fas
Liganden bindet, kann es für
die Detektion des Fas Liganden verwendet werden. Außerdem kann es,
da es wenigstens einen Teil der Antigenizität des Fas Antigens behält, an anti-Fas
Antikörper
binden und ist daher wirksam bei der Inhibierung der Apoptose, die
durch den anti-Fas Antikörper
verursacht wird.
-
Zusätzlich ist
es, wenn der Fas Ligand selbst in Behandlungen und Studien verwendet
wird, notwendig, das genannte Protein in großen Mengen mit einer hohen
Reinheit herzustellen, und, da das neue Fas Antigen-Derivat der
vorliegenden Erfindung für
die Herstellung von Affinitätschromatographie-Säulen verwendet werden
kann, ist es außerdem
nützlich
bei der Aufreinigung des Fas Liganden und ähnlichen Substanzen, die an
das Fas Antigen binden.
-
Der
zweite Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein DNA-Fragment, das
das neue Fas Antigen-Derivat des ersten Aspektes der vorliegenden
Erfindung kodiert.
-
Bei
der Beschreibung der DNA-Fragmente und DNA-Moleküle in dieser Beschreibung bedeutet
der Begriff "ein
DNA-Fragment, das eine Nukleotidsequenz enthält", dass das DNA-Fragment ein DNA-Fragment sein
kann, das die Nukleotidsequenz umfasst oder ein Fragment, das eine
Variante der Nukleotidsequenz umfasst, in der wenigstens eine optionale
Base an eines seiner 5'-Enden
oder 3'-Enden oder
an beide angehängt ist.
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Die
neuen DNA-Fragmente der vorliegenden Erfindung enthalten wenigstens
einen Teil einer Nukleotidsequenz, die das neue Fas Antigen-Derivat
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kodiert, vorzugsweise die Aminosäuresequenzen
mit den SEQ ID NO: 9 bis 11 des Sequenzprotokolls. Da es allgemein
bekannt ist, dass es 1 bis 6 verschiedene DNA-Triplets (Codons)
gibt, die eine Aminosäure
kodieren, abhängig
von der jeweiligen Aminosäure,
sind die DNA-Nukleotidsequenzen, die die Aminosäuresequenz des neuen Fas Antigen-Derivates
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kodiert, nicht auf eine bestimmte
Art eingeschränkt.
Folglich sind sämtliche DNA-Fragmente,
die in jeder Nukleotidsequenz umfasst sind, in der vorliegenden
Erfindung eingeschlossen, vorausgesetzt, dass es DNA-Fragmente sind,
die wenigstens einen Anteil, vorzugsweise den gesamten Teil einer
Nukleotidsequenz enthalten, die das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kodiert, vorzugsweise die Aminosäuresequenzen
der SEQ ID NO: 9 bis 11 des Sequenzprotokolls. Das neue DNA-Fragment
der vorliegenden Erfindung ist bevorzugter ein DNA-Fragment, das wenigstens
einen Teil der SEQ ID NO: 12 bis 14 des Sequenzprotokolls von den
Nukleotidsequenzen, die für
die Aminosäuresequenzen
der SEQ ID NO: 9 bis 11 des Sequenzprotokolls kodieren, enthält, am bevorzugtesten
ein DNA-Fragment, das sämtliche
der Nukleotidsequenzen der SEQ ID NO: 12 bis 14 des Sequenzprotokolls
enthält.
-
Das
DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung kann ein cDNA-Molekül sein,
ein chromosomales DNA-Fragment, eine Kombination daraus oder ein
cDNA-Molekül,
das Introns enthält,
die in geeigneter Weise gespliced werden können. Jedoch ist es wünschenswert,
dass das DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung ein cDNA-Molekül ist, da
dieses in gentechnologischen Verfahren leicht handhabbar ist.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird außerdem
ein RNA-Molekül
zur Verfügung
gestellt, das dem neuen DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung
entspricht und ein DNA-Fragment, das eine Sequenz enthält, die
komplementär
zu dem neuen DNA-Fragment
der vorliegenden Erfindung ist und dessen korrespondierendes RNA-Molekül. Das neue
DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung und dessen komplementäre DNA und
RNA kann eine doppelsträngige
oder dreifachsträngige
Kette durch deren gegenseitige komplementäre Bindung bilden. Ebenfalls
zur Verfügung
gestellt werden ein DNA-Fragment, das eine Nukleotidsequenz enthält, die
fähig ist,
mit dem neuen DNA-Fragment
der vorliegenden Erfindung zu hybridisieren und dessen korrespondierendes
RNA-Molekül.
In diesem Falle können
sie ebenfalls eine doppelsträngige
oder dreifachsträngige
Kette durch gegenseitige Bindung bilden. In dem oben genannten Fall
kann Inosin oder eine ähnliche universelle
Base als eine Nukleinsäurebase
verwendet werden.
-
Das
DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann durch jegliche Verfahren
erhalten werden. Es kann z.B. chemisch synthetisiert werden, aus
einer geeigneten DNA-Bibliothek erhalten werden oder durch PCR (Polymerasekettenreaktion)
unter Verwendung eines DNA-Fragments, das ein DNA-Fragment enthält, das
für die
gesamte Länge
oder einen Teil des humanen Fas Antigens kodiert, erhalten werden.
-
Außerdem können die
durch diese Verfahren erhaltenen DNA-Fragmente oder deren kleinere
Fragmente weiterhin einem Annealing und einer Ligation unterzogen
werden, wie es die Umstände
erfordern.
-
Das
DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung kann auf folgende Art und
Weise chemisch synthetisiert werden. Veranschaulichend dargestellt,
wird das DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung in Fragmente von
etwa 20 bis 30 Basen geteilt und als eine Vielzahl von Fragmenten
unter Verwendung eines DNA-Synthesizers (z.B. Modell 394, hergestellt
von Applied Biosystems) synthetisiert, und anschließend wird
jedes der Fragmente der Phospholysierung seines 5'-Endes, falls dies
erforderlich ist, und anschließend
dem Annealing und der Ligierung unterzogen, wodurch das DNA-Fragment
von Interesse erhalten wird.
-
Das
DNA-Fragment der vorliegenden Erfindung kann außerdem durch PCR-Verfahren
unter Verwendung einer genomischen Bibliothek, cDNA-Bibliothek oder
dergleichen als Template erhalten werden. Wenn das PCR-Verfahren
verwendet wird, kann es dadurch erhalten werden, dass Sense- und
Antisense-Primer hergestellt werden, die auf Grundlage von bekannten
Nukleotidsequenzen und der Nukleotidsequenz eines DNA-Fragmentes,
das das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung kodiert, entworfen wurden, falls notwendig in Kombination
mit einer Restriktionsenzym-Erkennungssequenz und dergleichen, und
anschließend
durch Ausführen
der Reaktion in Übereinstimmung
mit dem bekannten Verfahren (vgl. Polymerase Chain Reaction, PCR
Protocols, a guide to methods and applications (1990), herausgegeben
durch Michael A. I. et al., veröffentlicht
durch Academic Press) mit einer beliebigen DNA-Bibliothek oder dergleichen. Ein typisches
Beispiel wird in den Beispielen beschrieben.
-
Die
oben erwähnte
DNA-Bibliothek ist nicht besonders eingeschränkt, unter der Bedingung, dass
es das DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung oder einen Teil davon enthält. Folglich
kann eine kommerziell erhältliche
DNA-Bibliothek verwendet
werden, oder eine cDNA-Bibliothek kann in Übereinstimmung mit dem Verfahren
von Sambrook et al. aus Lymphozyten aus humanem peripherem Blut, einer
etablierten humanen Zelllinie, Hybridomen und ähnlich geeigneten Zellen hergestellt
werden, wenn nötig nach
Aktivierung der Zellen mit einem geeigneten aktivierenden Agens.
In diesem Zusammenhang wurde ein Transformant, der ein für das humane
Fas Antigen kodierendes DNA-Fragment enthält, durch den Anmelder der
vorliegenden Erfindung beim National Institute of Bioscience and
Human Technology, Agency of Industrial Science and Technology, the
Ministry of International Trade and Industry, Higashi-1-1-3, Tsukuba-shi,
Ibaraki, Japan (im Folgenden als National Institute of Bioscience
and Human Technology bezeichnet) hinterlegt und wurde mit der Bezeichnung
FERM BP-3826 versehen.
-
Das
neue DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann in der Herstellung des rekombinanten
DNA-Moleküls
des dritten Aspekts der vorliegenden Erfindung verwendet werden
und kann, durch Transformieren eines Wirtes mit dem rekombinanten
DNA-Molekül,
für die
homogene Produktion und Produktion in großem Maßstab des neuen Fas Antigen-Derivates
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
-
Aus
den genannten Gründen
wird es möglich,
auf dem Gebiet der Medikamente das neue Fas Antigen-Derivat als
eine Hauptkomponente von therapeutischen Arzneimitteln und diagnostischen
Arzneimitteln zur Verfügung
zu stellen. Verfahren zur Herstellung des neuen Fas Antigen-Derivates
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung, welche das neue DNA-Fragment
gemäß der vorliegenden
Erfindung verwenden, werden später
im Zusammenhang mit dem fünften
Aspekt der vorliegenden Erfindung beschrieben werden.
-
Außerdem kann
das DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung bei der Gentherapie von Patienten
angewendet werden, die erbliche oder erworbene Anormalitäten bei
der Apoptose aufweisen, die durch Fas Ligand oder Fas An tigen vermittelt
wird. Das heißt,
therapeutische und präventive Behandlungen
von Patienten, die unter Gelenkrheumatismus, SLE und ähnlichen
Autoimmunkrankheiten sowie AIDS, Hepatitis, Nephritis und ähnlichen
Krankheiten leiden, können
durch Verbindung des neuen DNA-Fragments der vorliegenden Erfindung
mit einem geeigneten Vektor und dessen direkte Einführung in den
lebenden Körper
oder Zellen ausgeführt
werden.
-
Als
Nächstes
wird das rekombinante DNA-Molekül
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung beschrieben. Das rekombinante
DNA-Molekül
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
es das oben erwähnte
neue DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält.
-
Das
neue rekombinante DNA-Molekül
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann in jeglicher Form, wie z.B. in cyclischer Form, linear,
einzelsträngig,
doppelsträngig
oder einer komplexen Kette davon vorliegen, die nach Belieben abhängig von
dem jeweiligen Zweck ausgewählt
werden kann, jedoch ist eine cyclische Form im Hinblick auf die
einfache Handhabung und einfache Integration in Wirtszellen wünschenswert,
und eine doppelsträngige
Form ist wünschenswert
von dem Blickpunkt der Stabilität
und dergleichen.
-
Das
neue rekombinante DNA-Molekül
der vorliegenden Erfindung kann ein Molekül sein, in dem ein oder mehrere
beliebige Basen entweder an das 5'- oder das 3'-Ende oder beide Enden der Nukleotidsequenz des
DNA-Fragments gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung angefügt sind.
-
Die
zu addierenden Basen sind nicht besonders beschränkt, vorausgesetzt, dass sie
keine Verschiebung des Leserasters in dem neuen DNA-Fragment der
vorliegenden Erfindung verursachen, und Beispiele dafür schließen eine
Adaptersequenz, eine Linkersequenz oder eine Nukleotidsequenz, die
eine Signalsequenz kodiert, eine Nukleotidsequenz, die β-Galactosidase
oder ähnliche
andere Polypeptide kodiert und eine Sequenz, die angefügt wird,
wenn eine DNA-Sonde oder dergleichen hergestellt wird, um die Detektionssensitivität zu erhöhen, ein.
-
Es
ist wünschenswert,
dass das rekombinante DNA-Molekül
der vorliegenden Erfindung weitere Nukleotidsequenzen zusätzlich zu
dem neuen DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält, wie es die Umstände verlangen.
Der Begriff "weitere
Nukleotidsequenzen",
wie hierin verwendet, bezeichnet z.B. eine Enhancersequenz, eine
Promotorsequenz, eine Ribosomen-Bindungsstellen-Sequenz, eine Nukleotidsequenz,
die mit dem Ziel verwendet wird, die DNA-Kopienzahl zu amplifizieren,
ein Translations-Initiations-Kodon, eine Nukleotidsequenz, die ein
Signalpeptid kodiert, eine Nukleotidsequenz, die ein anderes Polypeptid
kodiert, ein Translations-Terminations-Kodon,
eine Poly(A)-Anfügungssequenz,
eine gesplicte Sequenz, einen Replikationsorigin und eine Gensequenz,
die als Selektionsmarker verwendet werden soll.
-
Obwohl
die Auswahl nötiger
Nukleotidsequenzen auf Grundlage der Verwendung des rekombinanten DNA-Moleküls, das
hergestellt werden soll, getroffen wird, handelt es sich bei den
Nukleotidsequenzen vorzugsweise um solche, die Wirtszellen derart
transformieren, dass sie ihnen die Fähigkeit zur Produktion des neuen
Fas Antigen-Derivates gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung verleihen, so dass das genannte
rekombinante DNA-Molekül
vorzugsweise wenigstens ein Translations-Initiations-Kodon, ein Terminationskodon,
einen Replikationsursprung und eine Sequenz für ein Selektionsmarkergen zusätzlich zu
dem neuen DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung enthalten kann, und es kann bevorzugter
eine Promotorsequenz enthalten, die in den Wirtszellen funktioniert.
Insbesondere ist es wünschenswert,
eine Sequenz zuzufügen,
die ein Signalpeptid zusätzlich
zu diesen Sequenzen kodiert, da solch eine Sequenz eine Transformation
von Wirtszellen derart ermöglicht,
dass das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung exprimiert und sezerniert werden kann. Zum Beispiel wird, wenn
ein rekombinantes DNA-Molekül
durch Einfügen
eines DNA-Fragments, das die gesamten Anteile der Nukleotidsequenzen
der SEQ ID NO: 12 bis 14 des Sequenzprotokolls enthält, in einen
geeigneten Vektor, stromabwärts
einer Signalsequenz, die für
ein Signalpeptid kodiert, hergestellt wird und ein geeigneter Wirt
mit dem so hergestellten Molekül
transformiert wird, durch Kultivieren des resultierenden Transformanten
die Sezernierung eines Polypeptids, das die Aminosäuresequenzen
wie in den SEQ ID NO: 9 bis 11 des Sequenzprotokolls beschrieben
enthält,
in den Kulturüberstand
möglich.
Obwohl die einzufügende
Signalsequenz beliebig wählbar
ist, ist eine Signalsequenz wünschenswert,
die das Signalpeptid eines Fas Antigens kodiert, insbesondere eines
humanen Fas Antigens, wie z.B. eine Signalsequenz, die das Signalpeptid
von humanem Fas Antigen, wie in 1 oder 3 angegeben, kodiert.
-
Zusätzlich zu
dem oben Gesagten können
weitere geeignete Sequenzen, abhängig
von dem zu verwendenden Wirt und den anzuwendenden Bedingungen,
durch Auswahl dieser Sequenzen aus Sequenzen, die z.B. das Signalpeptid
von TNF oder G-CSF kodieren, das Signalpeptid von E. coli alkaliner
Phosphatase, das Signalpeptid von Hefe PHO1 und das Signalpeptid
von Hefe α-Faktor,
verwendet werden.
-
Beispiele
für das
Selektionsmarkergen schließen
das Ampicillin-Resistenz-Gen, Kanamycin-Resistenz-Gen, Neomycin-Resistenz-Gen,
Thymidin-Kinase-Gen und dergleichen ein, und das neue rekombinante DNA-Molekül, das wenigstens
zwei Selektionsmarker enthält,
ist wünschenswert,
aus dem Grunde, dass Klone, die mit dem Gen von Interesse transformiert
worden sind, leicht selektiert werden können, wenn Hefe- und Säuerzellen
als Wirte verwendet werden. Im Hinblick auf die Sequenz, die zum
Zwecke der Amplifizierung der Kopienanzahl verwendet wird, können Sequenzen
des Dihydrofolatreduktasegens (dhfr) und ähnliche verwendet werden.
-
Beispiele
für Promotorsequenzen,
die in Wirtszellen funktionieren, schließen Sequenzen des trp-Promotors
und lac-Promotors ein, wenn der Wirt E. coli ist und Sequenzen des
Alkoholoxidase 1 (AOX 1)-Promotors, Polyhydrin-Promotors, SV40-Promotors,
SRα-Promotors und humanen
Elongationsfaktor 1α(EF
1α)-Promotors,
wenn der Wirt Hefe, COS-Zellen oder ähnliche eukaryontische Zellen
sind.
-
Bevorzugte
Beispiele für
das rekombinante DNA-Molekül
der vorliegenden Erfindung schließen aus Sicht des Wirtes solche
ein, die E. coli-Zellen derart transformieren können, dass das neue Fas Antigen-Derivat
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung exprimiert werden kann. Folglich
ist es wünschenswert,
dass das rekombinante DNA-Molekül
der vorliegenden Erfindung über
wenigstens eine Promotorsequenz verfügt, die in E. coli-Zellen funktioniert,
zusätzlich
zu einem Replikationsursprung und ei ner Markersequenz von E. coli,
wobei es noch wünschenswerterweise
weiterhin eine Sequenz hat, die ein Signalpeptid kodiert.
-
Der
trp-Promotor, lac-Promotor und ähnliche
sind wünschenswert
als die geeignete Promotorsequenz, die in E. coli-Zellen funktioniert,
und das Signalpeptid von E. coli alkaliner Phosphatase ist wünschenswert
als das Signalpeptid, das in E. coli-Zellen funktioniert.
-
Weitere
bevorzugte Beispiele sind solche, die tierische Zellen, Hefezellen
und ähnliche
eukaryontische Zellen transformieren können, wodurch diese Zellen
befähigt
werden, das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung zu exprimieren. In diesem Fall kann ein geeignetes Beispiel
des rekombinanten DNA-Moleküls
der vorliegenden Erfindung wenigstens eine Poly(A)-Anfügungssequenz
zusätzlich
zu einem Translations-Initiationskodon, Terminationskodon und einem
Selektionsmarkergen, ebenso wie einen SV40-Promotor, humanen Elongationsfaktor
1α(EF 1α)-Promotor oder SRα-Promotor,
die in tierischen Zellen funktionieren, dem Alkoholoxidase 1(AOX
1)-Promotor, der in Hefezellen funktioniert und dem SV40-Replikationsursprung
haben.
-
Das
rekombinante DNA-Molekül
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann z.B. durch ein Verfahren
erhalten werden, in welchem dem neuen DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung erlaubt wird, eine Ligation mit
einem weiteren DNA-Fragment einzugehen, das eine beliebige Nukleotidsequenz
aufweist, oder durch ein Verfahren, in dem das genannte Fragment
in einen wählbaren
Vektor eingeführt
wird (vgl. Sambrook J. et al.; Molecular Cloning, a Laboratory Manual,
2. Auflage, Cold Spring Harbor Laboratory, New York, 1989).
-
Veranschaulichend
dargestellt werden das DNA-Fragment bzw. ein Vektor mit geeigneten
Restriktionsenzymen verdaut und die so erhaltenen Fragmente werden
einer Ligation unter Verwendung einer DNA-Ligase unterzogen. Der
Vektor kann jeder beliebige Plasmid-Vektor, Phagen-Vektor, Virus-Vektor
und dergleichen sein, und ein kommerziell erhältlicher Artikel kann ebenfalls
verwendet werden. Beispiele für
typische Vektoren schließen
pUC118, pBR322, pSV2-dhfr, pBluescriptII, PHIL-S1, λZapII, λgt10, pAc700, YRP17, pEF-BOS,
pEFN-II und ähnliche
ein, wobei pEF-BOS oder ein ähnlicher
aufgrund seiner Fähigkeit,
hohe Expression zu vermitteln, wünschenswert
ist.
-
Zusätzlich kann
das rekombinante DNA-Molekül
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung in jeder beliebigen Anwendung
verwendet werden. Zum Beispiel kann es verwendet werden, wenn das neue
Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung in industriellem Maßstab hergestellt
wird oder zum Zwecke der Herstellung des neuen DNA-Fragments gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung in großem Maßstab durch dessen Amplifikation.
Außerdem
kann das rekombinante DNA-Molekül
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung zur Herstellung des Transformanten
gemäß dem vierten
Aspekt der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
-
Im
Folgenden wird der Transformant gemäß dem vierten Aspekt der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Der Transformant der vorliegenden Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, dass er mit dem rekombinanten DNA-Molekül gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung transformiert wird. In anderen
Worten kann der Transformant der vorliegenden Erfindung durch Einführen des
rekombinanten DNA-Moleküls
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung in Zellen oder Mikroorganismen,
die als Wirt verwendet werden sollen, erhalten werden.
-
Der
Transformant der vorliegenden Erfindung wird durch Transformieren
entweder von prokaryontischen Zellen oder von eukaryontischen Zellen
erhalten. Beispiele für
prokaryontische Zellen schließen
Zellen von E. coli, Bacillus subtilis und dergleichen ein. Beispiele
für eukaryontische
Zellen schließen
COS-Zellen, CHO-Zellen, HeLa-Zellen, Namalwa-Zellen und ähnliche
Säugerzellen,
ebenso wie Sf-Zellen und ähnliche
Insektenzellen sowie Hefezellen ein. Unter diesen Wirten sind E.
coli-Zellen, Säugerzellen
oder Hefezellen wünschenswert,
da Transformanten, die durch Transformieren dieser Zellen erhalten
werden, einfach zu handhaben sind und von ihnen hohe Expressionsmengen
erwartet werden können.
-
Da
die Kopienzahl des Gens in Säugerzellen
erhöht
werden kann, ist es wünschenswert,
dhfr-defiziente CHO-Zellen als Wirte zu verwenden. Da die Menge
der Sekretions produktion von exogenen Proteinen in Hefezellen groß ist, ist
es außerdem
wünschenswert,
eine Hefe vom Genus Pichia als Wirtszelle zu verwenden.
-
Um
die Funktion des rekombinanten DNA-Moleküls der vorliegenden Erfindung
ausreichend auszuüben,
sollte ein Vektor, der bei der Herstellung des rekombinanten DNA-Moleküls der vorliegenden
Erfindung verwendet werden soll, für die Wirtszellen geeignet
sein.
-
Beispiele
für die
wünschenswerte
Kombination des in dem rekombinanten DNA-Molekül zu verwendenden Vektors mit
dem Wirt schließen
pUC118 mit E. coli, pEF-BOS mit COS-Zellen oder CHO-Zellen, Yac mit
Hefezellen und AcNPV mit Sf-Zellen ein (vgl. Genetic Engineering
Handbook, eine spezielle Ausgabe von Experimental Medicine, publiziert
durch Yodo-sha, Japan, 20. März
1991). In gleicher Weise sollten der Promotor, ein Signalpeptid,
das die Nukleotidsequenz kodiert, Markergene und dergleichen, die
in dem rekombinanten DNA-Molekül
enthalten sein sollen, so verwendet werden, dass solche ausgewählt werden,
die für
den zu verwendenden Wirt geeignet sind.
-
Um
einen Transformanten zu erhalten, der fähig ist, das neue Fas Antigen-Derivat
gemäß dem ersten Aspekt
der vorliegenden Erfindung zu exprimieren, sollte das genannte rekombinante
DNA-Molekül
auch eine Sequenz aufweisen, die notwendig für die Expression ist, wie z.B.
einen geeigneten Promotor oder dergleichen.
-
Um
einen Transformanten zu erhalten, der fähig ist, das neue Fas Antigen-Derivat
gemäß dem ersten Aspekt
der vorliegenden Erfindung zu sezernieren und zu produzieren, werden
Wirtszellen mit einem rekombinanten DNA-Molekül, das das zuvor erwähnte rekombinante
DNA-Molekül
gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist und für die Produktion geeignet ist,
transformiert, und zwar mit einem Molekül, in dem eine Nukleotidsequenz,
das ein Signalpeptid kodiert, stromaufwärts von dem DNA-Fragment gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung eingefügt ist.
-
Im
Hinblick auf das Verfahren zur Einführung des rekombinanten DNA-Moleküls gemäß dem dritten Aspekt
der vorliegenden Erfindung in die Wirtszellen kann ein für den Wirt
oder das rekombinante DNA-Molekül
geeignetes Verfahren ausgewählt
werden, z.B. aus folgenden: einem Elektroporationsverfahren, einem Protoplastenverfahren,
einem Alkalimetallverfahren, einem Calciumphosphatverfahren, einem
DEAE-Dextran-Verfahren,
einem Mikroinjektionsverfahren, einem Verfahren, in dem eine Infektion
unter Verwendung von Viruspartikeln herbeigeführt wird und anderen bekannten
Verfahren (vgl. Genetic Engineering Handbook, eine spezielle Ausgabe
von Experimental Medicine, publiziert durch Yodo-sha, Japan am 20.
März 1991).
Da eine hohe Transformationseffizienz von Säugerzellen erreicht wird, wenn
das Calciumphosphatverfahren oder DEAE-Dextranverfahren verwendet
wird, ist es wünschenswert,
diese Verfahren zu verwenden, wenn die Wirtszellen Säugerzellen
sind.
-
Der
Transformant der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise ein Transformant,
der das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung exprimieren kann, bevorzugter ein Transformant, der das
genannte Polypeptid exprimieren kann und es in den Kulturüberstand
sezerniert. Die Verwendung eines solchen Transformanten erleichtert
die Herstellung in großem
Maßstab
des neuen Fas Antigen-Derivates
der vorliegenden Erfindung.
-
Obwohl
der Transformant gemäß dem vierten
Aspekt der vorliegenden Erfindung für jegliche Zwecke verwendet
werden kann, kann es für
den Zweck der Herstellung der DNA gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung oder des rekombinanten DNA-Moleküls gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden
Erfindung in großem
Maßstab
verwendet werden, sowie zur Herstellung des neuen Fas Antigen-Derivates
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung in industriellem Maßstab.
-
Das
Herstellungsverfahren gemäß dem fünften Aspekt
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung des
neuen Fas Antigen-Derivates gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung, das gekennzeichnet ist durch
Verwendung des Transformanten gemäß dem vierten Aspekt der vorliegenden
Erfindung. Gemäß dem Herstellungsverfahren
der vorliegenden Erfindung wird der Transformant gemäß dem vierten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kultiviert und es wird, falls
nötig,
eine Induktion der Amplifikation und Expression des Genes durchgeführt. Anschließend wird
die resultierende Kulturmischung gewonnen und dann wird, wie es
die Umstände
erfordern, die Reinigung des neuen Fas Antigen-Derivates der vorliegenden
Erfindung durch wahlwei ses Kombinieren von Konzentration, Löslichmachen,
Dialyse, verschiedenen chromatographischen Methoden und ähnlichen
Mitteln ausgeführt.
-
In
dem fünften
Aspekt der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Begriff "Kulturmischung" einen Transformanten,
ein Medium, das den Transformanten enthält, einen Kulturüberstand
oder ein Lysat der Zellen. Wenn das hergestellte zuvor erwähnte neue
Fas Antigen-Derivat in den Zellkulturüberstand sezerniert wird, kann
das genannte Polypeptid aus diesem Kulturüberstand gereinigt werden.
Andererseits werden die Zellen, wenn das neue Fas Antigen-Derivat
in den Zellen der Transformanten akkumuliert wird, aufgelöst oder durch
wahlweise Auswahl eines Verfahrens, das für die Wirtszellen geeignet
ist, aus Lysozymbehandlung, Behandlung mit Detergens, einfrieren-auftauen,
Druckbeaufschlagung, Ultraschall oder andere Verfahren aufgeschlossen,
und anschließend
wird das genannte Polypeptid als eine lösliche Fraktion oder unlösliche Fraktion gewonnen
und gereinigt.
-
Wenn
der Wirt E. coli-Zellen sind und das zuvor erwähnte neue Polypeptid im Periplasma
akkumuliert wird, kann das genannte Polypeptid durch Anwenden des
Verfahrens nach Willsky et al. (J. Bacteriol., Band 127, Seiten
595–609,
1976) gewonnen werden.
-
Die
Kultivierung des Transformanten kann auf herkömmliche Art und Weise, bezugnehmend
auf verschiedene Lehrbücher,
ausgeführt
werden (vgl. "Methods
for Microbial Experiments",
herausgegeben durch die Japanese Biochemical Society, publiziert
durch Tokyo Kagaku Dojin, 1992).
-
Wenn
eine Induktion der Expression des Gens durchgeführt wird, wird ein geeignetes
Agens ausgewählt
und abhängig
von dem integrierten Promotor verwendet. Zum Beispiel kann 3β-Indolacrylsäure verwendet
werden, wenn der trp-Promotor integriert ist, Dexamethason kann
verwendet werden im Falle des MMTV-Promotors und Methanol im Falle
des AOX1-Promotors.
-
Ein
typisches Beispiel für
das Gen-Amplifikationsverfahren ist ein Verfahren, in dem dhfr-defiziente CHO-Zellen
als Wirt verwendet werden und Methotrexat verwendet wird, wenn ein
dhfr-enthaltender Vektor verwendet wird.
-
Der
in dem genannten Herstellungsverfahren zu verwendende Transformant
ist nicht besonders beschränkt,
vorausgesetzt, dass es der Transformant gemäß dem vierten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist, jedoch ist ein Transformant wünschenswert, der erhalten wurde
unter Verwendung eines Wirtes, ausgewählt aus: COS-Zellen, CHO-Zellen und ähnlichen
Säugerzellen,
Hefezellen und E. coli Zellen.
-
Im
Folgenden werden Beispiele für
die Kultivierung und die Expressionsinduktion gezeigt, wenn E. coli-,
CHO-Zellen oder ähnliche
Säugerzellen
oder eine Hefe des Genus Pichia als Transformanten verwendet werden.
-
Im
Falle, dass E. coli mit einem rekombinanten DNA-Molekül mit einem
trp-Promotor transformiert wird, werden die Zellen in L-Fermentationslösung vorkultiviert
und in M9-CA-Medium mit einer Inokulierungsgröße von 1/50 Volumen inokuliert,
um die Kultivierung bei 37°C
auszuführen.
Wenn der OD550-Wert 1 bis 4 erreicht (nämlich die logarithmische Wachstumsphase),
mehrere Stunden nach dem Beginn der Kultivierung, wird 3β-Indolacrylsäure mit
einer Endkonzentration von 10 μg/ml
dazugegeben, um die Induktion der Expression auszuführen. Durch
Ausführen
von 1 bis 2 Tagen weiterer Kultivierung kann eine Mischung, die
das Protein von Interesse enthält,
erhalten werden.
-
Wenn
eine Hefe des Genus Pichia, die mit einem rekombinanten DNA-Molekül mit einem
AOX1-Promotor transformiert wird, verwendet wird, wird die Hefe
etwa 2 Tage lang unter Verwendung von BMGY-Medium vorkultiviert,
das Medium wird ausgetauscht, und anschließend wird eine Induktion der
Expression durch Zugabe von Methanol bewirkt. Durch weitere Kultivierung
von 1 bis 2 Tagen bei 30°C
kann eine Kulturmischung erhalten werden, die das Protein von Interesse
enthält.
-
Ein
Transformant, der durch Transformieren von CHO-Zellen oder ähnlichen
Säugerzellen
mit einem rekombinanten DNA-Molekül, das den Elongationsfaktor-Promotor
hat, erhalten wird, wird unter Verwendung von DMEM-Medium, das 10%
fötales
Kälberserum
enthält,
kultiviert. Die Zellen werden mit einer Konzentration von etwa 1–10 × 104 Zellen/ml inokuliert und bei 37°C in einer
Atmosphäre
von 5% Kohlendioxid/95% Luft kultiviert. Da die Zellen im Allgemeinen
2 bis 3 Tage danach ein konfluen tes Stadium erreichen, wird das
Medium zu diesem Zeitpunkt durch serumfreies D-MEM ausgetauscht.
Durch weitere Durchführung
einer Kultivierung für
2 bis 3 Tage kann eine Kulturmischung erhalten werden, die das Protein
von Interesse enthält.
In diesem Zusammenhang ist es möglich,
wenn die Menge des hergestellten Proteins von Interesse klein ist,
die Produktion durch Amplifizierung des Genes mit Methotrexat, wie
zuvor beschrieben, zu erhöhen.
-
Die
Aufreinigung des neuen Fas Antigen-Derivates gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung aus der zuvor erwähnten
Kulturmischung wird durch wahlweise Auswahl geeigneter Mittel unter
solchen, wie sie im Allgemeinen bei der Reinigung von Polypeptiden
verwendet werden, ausgeführt.
Zur Veranschaulichung kann die Reinigung ausgeführt werden durch wahlweise
Kombination geeigneter Mittel, die aus den gewöhnlich verwendeten Methoden,
wie z.B. Aussalzen (salting-out), Ultrafiltration, isoelektrische
Präzipitation, Gelfiltration,
Elektrophorese, Ionenaustauschchromatografie, hydrophobe Chromatografie,
Antikörper-Chromatografie
und ähnliche
verschiedene Affinitätschromatografiemethoden,
Chromatofokussierung (chromatofocasing), Absorptionschromatografie,
Reverse-Phase-Chromatografie und dergleichen, wenn nötig unter
weiterer Verwendung eines HPLC-Systems und dergleichen ausgewählt werden.
Insbesondere sind eine Affinitätschromatografie,
die einen anti-Fas Antikörper
verwendet, der in der Lage ist, das neue Fas Antigen-Derivat der
vorliegenden Erfindung zu erkennen, einen Fas Liganden, Protein
A oder ähnliches
als Ligand ebenfalls nützlich
für die
Reinigung des genannten neuen Polypeptids.
-
In
dem genannten Herstellungsverfahren kann das neue Fas Antigen-Derivat
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung als Fusionsprotein mit β-Galactosidase
aus E. coli oder einem anderen Polypeptid exprimiert werden, jedoch
ist es in diesem Fall notwendig, einen Schritt zur Abtrennung des
genannten Proteins durch dessen Behandlung mit Cyanogenbromid, Hydroxylamin
oder ähnlichen
chemischen Substanzen oder einer Protease oder einem ähnlichen
Enzym in einem der Reinigungsschritte abzutrennen.
-
Außerdem kann,
wenn der verwendete Transformant E. coli ist und das genannte Protein
als ein unlösliches
Protein in Form eines Einschlusskörpers produziert wird, ein
Ver fahren aufgeführt
werden, in dem der Einschlusskörper
(inclusion body) dem Löslichmachen,
der Denaturierung und der Renaturierung in dieser Reihenfolge in
einem geeigneten Schritt der Reinigung unterzogen wird (Thomas E.
und Creighton J., J. Molecular Biology, Band 87, Seiten 563–577, 1974).
-
Zur
Veranschaulichung werden die Zellen aufgeschlossen und zentrifugiert,
und das resultierende Pellet wird aufgenommen. Als Nächstes wird
ein Puffer zum Löslichmachen,
der geeignete Mengen an Harnstoff oder Guanidin-Hydrochlorid und
ein Detergenz, eine reduzierte Form von Glutathion und eine oxidierte
Form von Glutathion enthält
(z.B. ein Puffer, der 5 M Guanidin-Hydrochlorid, 0,005% Tween 80,
50 mM Tris-HCl (pH 8), 5 mM EDTA, 2 mM reduzierte Form von Glutathion
und 0,02 mM oxidierte Form von Glutathion enthält) zu dem Pellet dazugegeben,
die Mischung wird der Denaturierung durch Zugabe von 2-Mercaptoethanol
unterzogen, und die resultierende Probe wird der Renaturierung unterzogen
durch Dialysieren gegen den Puffer zum Löslichmachen, aus dem Guanidin-Hydrochlorid
zuvor eliminiert wurde. Wird das Produkt als Fusionsprotein exprimiert,
wird die unnötige
Komponente des Proteins unter Verwendung von Cyanogenbromid oder
einer ähnlichen
chemischen Substanz oder einer Protease oder einem ähnlichen
Enzym nach diesen Behandlungen abgetrennt, und anschließend wird
eine geeignete Chromatografie durchgeführt.
-
Gemäß dem genannten
Herstellungsverfahren kann das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung,
das Fas Antigen-Aktivitäten
aufweist, was in pharmazeutischen Herstellungen und dergleichen nützlich ist,
homogen mit hoher Effizienz in industriellem Großmaßstab hergestellt werden.
-
Im
Folgenden wird das Medikament gemäß dem sechsten Aspekt der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Das Medikament gemäß dem sechsten Aspekt der vorliegenden
Erfindung enthält
das neue Fas Antigen-Derivat gemäß dem ersten
Aspekt oder ein physiologisch annehmbares Salz davon als seinen
aktiven Wirkstoff.
-
Es
kann außerdem
in einer pharmazeutischen Zusammensetzung verwendet werden durch
wahlweises Hinzufügen
von pharmazeutisch annehmbaren Trägem, Füllstoffen, Stabilisatoren,
Schmierstoffen, Farbmitteln, Stabilisierungsmitteln, Dispergiermitteln,
An tioxidantien, Puffern, Konservierungsmitteln, Suspensionsmitteln,
Emulgatoren und gewöhnlich
verwendeten geeigneten Lösungsmitteln
(sterilisiertes Wasser, Pflanzenöl
und dergleichen), ebenso wie physiologisch annehmbaren Lösungsmitteln
und dergleichen.
-
Das
Medikament der vorliegenden Erfindung kann auf verschiedenen Verabreichungswegen
verwendet werden, wovon die parenterale Verabreichung wünschenswert
ist. Beispiele für
die parenterale Verabreichung schließen intravenöse Verabreichung,
intraarterielle Verabreichung, subkutane Verabreichung, intramuskuläre Verabreichung
und ähnliche
Injektionen, die herkömmlich
sind, ebenso wie rektale Verabreichung, perkutane Absorption, transmukosale
Absorption und dergleichen ein. In diesem Falle sind Suppositorien,
Inhalationen, insbesondere Injektionen und dergleichen als Dosierungsform
wünschenswert.
-
Das
Medikament gemäß dem sechsten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann überschüssige Apoptose kontrollieren
und kann daher verschiedene krankhafte Zustände und Krankheiten vorbeugen
und behandeln, die durch anormale Apoptose verursacht werden, indem
es Menschen oder Tieren verabreicht wird, die an anormaler Fas Antigen-vermittelter
Apoptose leiden, insbesondere an übermäßiger Apoptose, die durch Überproduktion
von endogenem Fas Liganden im Rahmen einer Erkrankung oder einer Überdosis
an exogenem Fas Liganden induziert wurde. Der wirksame Inhalt oder
die Dosierung und Formulierung des neuen Fas Antigen-Derivates oder
eines physiologisch annehmbaren Salzes davon als dem aktiven Wirkstoff
werden wahlweise, abhängig
von dem krankhaften Zustand, bestimmt.
-
Der
siebte Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung
der Aktivität
oder der Funktion des Fas Antigens oder Fas Antigen-Derivates, welches
gekennzeichnet ist durch die Deletion von wenigstens einem der Aminosäurereste,
beginnend vom N-terminalen Aminosäurerest des Fas Antigens bis
zu einem Cysteinrest, der am Nächsten
an der N-terminalen Seite liegt (ausschließlich dem genannten Cysteinrest).
Ebenfalls zur Verfügung
gestellt wird ein Verfahren zur Konstruktion oder ein Verfahren
zur Herstellung des Fas Antigens oder Fas Antigen-Derivates mit
verbesserter Aktivität
oder Funktion, das gekennzeichnet ist durch die Deletion von wenigstens
einem der 1. bis 42. Aminosäureresten,
gezählt
von dem N-Terminus des Fas Antigens. Das genannte Herstellungsverfahren
umfasst die Schritte der Herstellung des neuen Fas Antigen-Derivates
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung und des Bestätigens der Verbesserung durch
Messen seiner Aktivität
und dergleichen. Ein Verfahren zur Auswahl der von der N-terminalen
Region zu deletierenden Aminosäurereste,
ein Verfahren zur Herstellung eines Polypeptides, das die genannte
Deletion aufweist und ein Verfahren zur Messung der Aktivität sind in
dem vorangehenden Text beschrieben.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele werden zur weiteren Veranschaulichung der vorliegenden
Erfindung zur Verfügung
gestellt, aber die Beispiele dienen lediglich dem Zwecke der Erläuterung
und sind nicht als Definition der Beschränkungen der Erfindung gemeint.
Ferner beruhen die in der folgenden Beschreibung verwendeten Abkürzungen
auf den auf dem genannten Gebiet gewöhnlich verwendeten Abkürzungen.
In diesem Zusammenhang wurden die verschiedenen Techniken, die in
den folgenden Beispielen angewandt wurden, hauptsächlich unter
Bezugnahme auf die unten angegebenen Zeitschriften und Bücher ausgeführt.
- 1. Michael A. I. et al., Polymerase Chain Reaction,
PCR Protocols, a guide to methods and applications (1990), Academis
Press
- 2. Sambrook J. et al., Molecular Cloning, 2. Auflage, Cold Spring
Harbor Laboratory, New York, 1989
- 3. Genetic Engineering Handbook, a supplement of Experimental
Medicine, publiziert von Yodo-sha, Japan, am 20. März 1991
- 4. "Methods
for Microbial Experiments",
publiziert von Japanese Biochemical Society; veröffentlicht von Tokyo Kagaku
Dojin, 1992
- 5. Methods for Immunological Experiments, editiert von The Japanese
Society for Immunology, publiziert von Japanese Society for Immunology
- 6. Fumio Imamoto et al., "Introduction
of Recombinant Genes into Cells and their Expression", Protein, Nucleic
Acid and Enzyme, Supplement 28(14), 1983
- 7. Yoshio Okada, "General
Cell Technology Techniques",
Experimental Medicine, Anhang 7(13), 1989 (Erfindungsgemäßes Beispiel
1) Herstellung eines neuen Polypeptid-Expressionsvektors,
-
(1) Herstellung des Plasmids
pM1097
-
Sense-Prmer
1 (CTGACTAGTGTCGCTACTCAGAACTTGGAA) und Antisense-Primer 2 (GTCAAGCTTGGTACCCTATTAGTTAGATCTGGATCCTTC)
wurden chemisch synthetisiert (SEQ ID NO: 1 und 2 in dem Sequenzprotokoll).
Dieser Sense-Primer 1 enthält
eine SpeI-Stelle (ACTAGT), die 3'-Endregion einer
Nukleotidsequenz, die das humane Fas Antigen-Signalpeptid kodiert
und eine Nukleotidsequenz, die die 30. bis 34. Aminosäure des
humanen Fas Antigens kodiert. Demgegenüber enthält der Anti-Sense-Primer 2 eine
Nukleotidsequenz, die die C-terminale
Seite der extrazellulären
Region des humanen Fas Antigens kodiert, eine HindIII-Stelle (AAGCTT)
und eine KpnI-Stelle (GGTACC).
-
Eine
100 μl große Menge
an Lösung
wurde hergestellt, die 100 pmol von jedem der so erhaltenen Sense-Primer
1 und Antisense-Primer 2 enthielt, 0,5 μg eines Plasmids pBLF58-1, das
ein für
das humane Fas Antigen kodierendes DNA-Fragment enthält (Itoh N. et al., Cell, Band
66, Seiten 233–243,
1991), jeweils 20 nmol von dATP, dCTP, dGTP und dTTP und 2,5 Einheiten
der Pfu-DNA-Polymerase
sowie 10 μl
des beigefügten
Pfu-Puffers (beide von Stratagene hergestellt). Unter Verwendung
eines DNA-Thermocyclers (PCR System 9600, hergestellt von Perkin-Elmer
Corp.) wurden 30 Zyklen PCR ausgeführt, wobei jeder Zyklus 30
Sekunden bei 94°C,
30 Sekunden bei 55°C
und 1 Minute bei 72°C
war. Das so erhaltene PCR-Produkt wurde doppelt verdaut mit SpeI
und HindIII, das resultierende DNA-Fragment von etwa 410 Basenpaar
Länge wurde in
die SpeI, HindIII-Stelle
eines Plasmides pM1081 integriert, das ein DNA-Fragment, das in
Beispiel 21 der internationalen Patentanmeldung WO 95/13293 offenbart
ist, enthält,
das das humane Fas Antigen-Signalpeptid und die extrazelluläre Region
des humanen Fas Liganden kodiert, und das so erhaltene Plasmid wurde pM1097
genannt. Dieses Plasmid enthält
ein DNA-Fragment, das durch die Nukleotidsequenz der SEQ ID NO: 12
des Sequenzprotokolls dargestellt wird.
-
(2) Herstellung des Plasmids
pM 1303
-
Zunächst wurden
der Sense-Primer 3 (TCACAAGCCCAGCAACACCAAG), der Antisense-Primer
4 (GCTTGCCGGCCGTCGCACTC), der Sense-Primer 5 (GAAGGATCCAGATCTAACGAGCCCAAATCTTGT) und
der Antisense-Primer 6 (GTCGGTACCCTATCATTTACCCGGAGACAG) chemisch
synthetisiert (SEQ ID NOs: 3, 4, 5 und 6 in dem Sequenzprotokoll).
Der Sense-Primer 3 enthält
eine Nukleotidsequenz, die die C-terminale Seite der CH1-Region
des humanen Immunglobulin G1 kodiert, und der Antisense-Primer 4
enthält
eine Sequenz, die den 3'-nicht-translatierten
Bereich des humanen Immunglobulin G1 kodiert. Der Sense-Primer 5 enthält eine
Nukleotidsequenz, die die Aminosäuren
der C-terminalen Seite der extrazellulären Region des humanen Fas
Antigens kodiert, eine Nukleotidsequenz, die die Aminosäuresequenz
der N-terminalen Seite der Hinge-Region des humanen Immunglobulin
G1 kodiert und eine BamHI-Stelle (GGATCC). Der Antisense-Primer
6 enthält
eine Nukleotidsequenz, die eine Aminosäuresequenz für die C-terminale
Seite der CH3-Region des humanen Immunglobulin G1 kodiert und eine
KpnI-Stelle (GGTACC). Die PCR-Reaktion wurde unter denselben Bedingungen
wie in Schritt (1) durch Herstellen von 100 μl einer Lösung, die 100 pmol von jedem
der so erhaltenen Sense-Primer 3 und Antisense-Primer 4 enthält, 1 μl der 5'-Stretch cDNA-Bibliothek
von humaner Milz (hergestellt von Clontech), jeweils 20 nmol von
dATP, dCTP, dGTP und dTTP und 2,5 Einheiten der Pfu-DNA-Polymerase und 10 μl des beigefügten Pfu-Puffers
enthält,
ausgeführt.
Unter Verwendung des so erhaltenen PCR-Produktes von etwa 750 bp
Länge als
Template wurde die PCR-Reaktion in der gleichen Weise ausgeführt wie
in dem Schritt (1) beschrieben, durch Herstellen von 100 μl einer Lösung, die
jeweils 100 pmol des Sense-Primers 5 und Antisense-Primers 6 enthält, jeweils
20 nmol von dATP, dCTP, dGTP und dTTP und 2,5 Einheiten der Pfu-DNA-Polymerase
und 10 μl
des beigefügten
Pfu-Puffers. Das so erhaltene PCR-Produkt wurde doppelt verdaut
mit BamHI und KpnI, das resultierende DNA-Fragment von etwa 720
bp Länge
wurde in die BamHI, KpnI-Stelle des Plasmids pM1097, das in dem
Schritt (1) hergestellt wurde, integriert und das so erhaltene Plasmid
wurde pM1303 genannt. Dieses Plasmid enthält ein DNA-Fragment, das durch
die Nukleotidsequenz der SEQ ID NO: 14 des Sequenzprotokolls dargestellt
wird.
-
(3) Herstellung des Plasmids
pM1304
-
Das
Plasmid pM1303, das in dem Schritt (2) hergestellt wurde, wurde
mit EcoRI und KpnI doppelverdaut, das resultierende DNA-Fragment
von etwa 1150 Basenpaaren Länge
wurde in die EcoRI, KpnI-Stelle eines Plasmids pM1103, das durch
Integration des dhfr-Gens in pEF-BOS modifiziert wurde (Mizushima
S. und Nagata S., Nucleic Acids Res., Band 18, Seite 5322, 1990)
integriert, und das so erhaltene Plasmid wurde pM1304 genannt. Dieses
Plasmid ist ein Expressionsvektor eines Polypeptids, das aus der
Aminosäuresequenz
der SEQ ID NO: 11 des Sequenzprotokolls besteht (hierin in einigen
Fällen
als shFas(nd29)-Fc bezeichnet).
-
(4) Herstellung des Plasmids
pM1317
-
Zunächst wurden
der Sense-Primer 7 (TGCGAATTCACCATGCTGGGCATCTGG) und der Antisense-Primer
8 (CGGGGTACCTCACTATGGGCACGGTGGGCA) chemisch synthetisiert (SEQ ID
NOs: 7 und 8 in dem Sequenzprotokoll). Dieser Sense-Primer 7 enthält eine
EcoRI-Stelle (GGATCC) und die 5'-Endregion
einer Sequenz, die das humane Fas Antigen-Signalpeptid kodiert.
Der Antisense-Primer 8 enthält
eine Nukleotidsequenz, die die Aminosäuren der C-terminalen Seite
der Hinge-Region des humanen Immunglobulin G1 kodiert und eine KpnI-Stelle
(GGTACC). Die PCR-Reaktion
wurde in der gleichen Weise wie in dem Schritt (1) beschrieben durchgeführt durch
Herstellung von 100 μl
einer Lösung,
die jeweils 100 pmol der so erhaltenen Sense-Primer 7 und Antisense-Primer
8 enthält;
0,3 μg des
Plasmids 1304, das in (3) hergestellt wurde, jeweils 20 nmol von
dATP, dCTP, dGTP und dTTP und 2,5 Einheiten der Pfu-DNA-Polymerase
und 10 μl
des beigefügten
Pfu-Puffers. Das
so erhaltene PCR-Produkt wurde mit EcoRI und KpnI doppelverdaut,
das resultierende DNA-Fragment von etwa 450 bp Länge wurde in die EcoRI, KpnI-Stelle
des Plasmids pM1103, das in Schritt (3) verwendet wurde, integriert
und das so erhaltene Plasmid wurde pM1317 genannt. Dieses Plasmid
ist ein Expressionsvektor eines Polypeptids, das aus der Aminosäuresequenz
der SEQ ID NO: 10 des Sequenzprotokolls besteht (hierin in einigen
Fällen
als shFas(nd29)-Hinge bezeichnet). In diesem Zusammenhang wurde ein
E. coli-Stamm JM109
mit den Plasmiden pM1304 und pM1317 auf herkömmliche Art und Weise transformiert,
und die so erhaltenen Transformanten JM109(pM1304) und JM109(pM1317)
wurden von den Erfindern der vorliegenden Erfindung beim National
Institute of Bioscience and Human Technology, Higashi-1-1-3, Tsukubashi,
Ibaraki, Japan, am 14. März
1996 hinterlegt, die am 6. März
1997 gemäß dem Budapester
Abkommen überführt wurden
(FERM BP-5854 und FERM BP-5855).
-
(Erfindungsgemäßes Beispiel
2) Herstellung und Kultivierung eines Transformanten
-
Unter
Verwendung von pM1304, pM1317 und pBF-Fc1, das in Beispiel 1 der
internationalen Patentanmeldung WO 95/13293 beschrieben wurde (ein
Expressionsplasmid eines chimären
Proteins (hierin in einigen Fällen
als hFas-Fc bezeichnet) aus der extrazellulären Region des humanen Fas
Antigens und der Fc-Region des humanen IgG1), wurden die Transformanten
COS-1/pM1304, COS-1/pM1317 und COS-1/pBF-Fc1 auf die folgende Art
und Weise hergestellt. Das heißt,
100 μg von
jeder Plasmid-DNA wurden in 500 μl
einer 10 mM Tris-HCl (pH 7,4)/1 mM Ethylendiamintetraessigsäurelösung (hierin
im folgenden als TE-Puffer bezeichnet) gelöst. Zu jeder der resultierenden
Lösungen
wurden 125 ml D-MEM (Nissui Pharmaceutical), enthaltend 0,2 mg/ml
DEAE-Dextran und
50 mM Tris-HCl (pH 7,4) dazugegeben, wodurch eine DNA-DEAE-Dextran-Lösungsmischung erhalten wurde.
Die DNA-DEAE-Dextran-Lösungsmischung
wurde zu COS-1-Zellen gegeben, die in Monolayerkultur bis zum Erreichen
eines semikonfluenten Stadiums unter Verwendung einer Rollenflasche
mit 1700 cm2 Kapazität (von Corning hergestellt)
kultiviert wurden, und die Zellen wurden bei 37°C kultiviert, um die Transformanten
COS-1/pM1304, COS-1/pM1317 und COS-1/pBF-Fc1 zu erhalten. Nach 4
Stunden Kultivierung wurde die DNA-DEAE-Dextran-Lösungsmischung
entfernt und durch D-MEM-Medium, enthaltend 10% fötales Kälberserum
(hergestellt von Lifetech Oriental) ersetzt, und die Zellen wurde
für weitere 24
Stunden kultiviert. Anschließend
wurde das Medium durch Phenol Red-freies D-MEM ersetzt (kein Zusatz von
FBS und BSA), die Zellen wurden erneut 72 Stunden lang kultiviert,
und anschließend
wurde der Kulturüberstand
gewonnen.
-
(Erfindungsgemäßes Beispiel
3) Reinigung von shFas(nd29)-Fc
-
(1) Affinitätschromatografie
-
Ammoniumsulfat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries) wurde zu einem Liter COS-1/pM1304
Kulturüberstand
bis 70% Sättigung
zugefügt
und aufgelöst,
und die Lösung
wurde über
Nacht bei 4°C
stehen gelassen. Das auf diese Weise gebildete Präzipitat
wurde durch 30 Minuten Zentrifugation bei 8000 rpm und bei 4°C gewonnen,
in phosphatgepufferter Salzlösung
(PBS) suspendiert und anschließend
gegen PBS dialysiert. Eine 57 ml große Menge der so hergestellten
Suspension wurde mit zwei Volumen eines Affi-prep Protein A-Bindungspuffers
(hergestellt von Bio-Rad) verdünnt.
Nach Entfernen des unlöslichen
Materials durch Filtration wurde die resultierende Lösung auf
eine Affi-prep Protein A Praparative Cartridge (7,3 ml, hergestellt
von Bio-Rad)-Säule
gegeben, die gemäß Anleitung äquilibriert
wurde. Die Säule
wurde mit 90 ml Affi-prep-Protein A-Bindungspuffer gewaschen und anschließend wurde
shFas(nd29)-Fc mit dem Affi-prep-Protein
A-Elutionspuffer (hergestellt von Bio-Rad) eluiert. Fraktionen,
die shFas(nd29)-Fc enthielten, das durch ELISA mittels eines monoklonalen
Antikörpers,
der spezifisch für
humanes Fas Antigen ist, detektiert wurde, wurden vereinigt, einer
Ultrafiltration unter Verwendung von Filtron Omega Cell (hergestellt
von Fuji Filter; nominaler Molekulargewichts-Cutoff von 30 kD) unterzogen
und anschließend
konzentriert. Die auf diese Weise konzentrierte Lösung wurde
gegen 0,9% NaCl dialysiert, wodurch gereinigtes shFas(nd29)-Fc erhalten
wurde. Außerdem
wurde hFas-Fc auf die gleiche Art und Weise gereinigt. Der Proteingehalt
der jeweiligen Probe wurde gemäß dem Verfahren
von Lowry unter Verwendung von bovinem Serumalbumin als der Standardsubstanz
gemessen.
-
(2) SDS-PAGE
-
Das
gereinigte shFas(nd29)-Fc, das in dem obengenannten Schritt (1)
erhalten wurde, wurde einer Polyacrylamid-Gelelektrophorese unter
Verwendung eines 5 bis 20% Gelgradienten, enthaltend 0,1% SDS, unterzogen
und die Bande wurde durch Färben
des Gels mit 2D-Silver Staining Reagent II "Daiichi" (hergestellt von Daiichi Pure Chemicals)
detektiert. Die Ergebnisse der Reinigung von shFas(nd29)Fc sind
in 6 gezeigt. In dem Bild zeigen die Spuren 1 bis
4 die Resultate unter nicht-reduzierenden Bedingungen und die Spuren
5 bis 8 unter reduzierenden Bedingungen. Wie in 6 gezeigt,
wurde das gereinigte shFas(nd29)-Fc als nahezu einzige Bande, die
seinem Dimer mit einem Molekulargewicht von etwa 85 kD unter nicht-reduzierenden
Bedingungen entspricht (Spuren 1 bis 3) oder seinem Monomer mit
einem Molekulargewicht von etwa 43 kD unter reduzierenden Bedingungen
entspricht (Spuren 5 bis 7), detektiert.
-
(Erfindungsgemäßes Beispiel
4) Analyse der shFas(nd29)-Fc N-terminalen Aminosäuresequenz
-
(1) Entsalzen der Testprobe
durch Reverse-Phase HPLC
-
Das
in dem erfindungsgemäßen Beispiel
3 erhaltene gereinigte shFas(nd29)-Fc wurde einer Reversen-Phase
HPLC auf die folgende Art und Weise unterzogen. Zunächst wurde
das oben erwähnte
gereinigte shFas(nd29)-Fc auf eine VYDAC C4-Säule aufgetragen (4,6 mm 0 × 25 cm,
hergestellt von Cypress), die mit 0,05% Trifluoressigsäure zuvor äquilibriert
worden ist, und die Säule
wurde anschließend
mit 0,05% Trifluoressigsäure
gewaschen. Nach dem Waschen wurde die Elution durch ein lineares
Dichtegradientenverfahren bei einer Durchflussrate von 1 ml/min
unter Verwendung von 0,05% Trifluoressigsäure/0–100% Acetonitril, durchgeführt.
-
(2) Analyse der N-terminalen
Aminosäuresequenz
-
Die
eluierte Hauptpeak-Fraktion wurde lyophilisiert und in 70% Ameisensäure aufgelöst, und
die N-terminale Aminosäuresequenz
der auf diese Weise hergestellten Probe wurde unter Verwendung des
Modell 477A Protein-Sequenziersystem-120 APTH-Analyzer (hergestellt
von Perkin-Elmer) bestimmt. Das heißt, PTH-Aminosäuren wurden bei einer ultravioletten
Absorption von 270 nm detektiert, und die Aminosäuren wurden basierend auf der
Retentionszeit der Standard-PTH-Aminosäuren (hergestellt
von Perkin-Elmer) identifiziert, die zuvor durch das glei che Verfahren
isoliert wurden. Als Ergebnis wurde bestätigt, dass die Probe eine N-terminale
Aminosäuresequenz
(Thr Gln Asn Leu Glu Gly Leu His His Asp) hat, in welcher 29 Aminosäurereste
von dem N-Terminus des humanen Fas Antigens deletiert sind.
-
(Erfindungsgemäßes Beispiel
5) Vergleich der Apoptose-Inhibitionsaktivitäten von shFas(nd29)-Fc und hFas-Fc
-
Die
Messung wurde basierend auf der Aktivität von shFas(nd29)-Fc und hFas-Fc
zur Inhibierung cytotoxischer Aktivitäten von 1A12-Zellen und FLm14-Zellen
auf WC8-Zellen und W4-Zellen ausgeführt. Die 1A12-Zellen sind Zellen,
die durch Transformieren von Maus WR19L-Zellen zur Expression von
humanem Fas Liganden erhalten wurden und die FLm14-Zellen sind Zellen,
die durch Transformieren von Maus-FDC-P1-Zellen zur Expression von
Maus Fas Liganden erhalten wurden. Die WC8-Zellen und W4-Zellen
sind Zellen, die durch Transformieren von Maus-WR19L-Zellen zur
Expression von humanem Fas Antigen bzw. Maus Fas Antigen erhalten
wurden. Die WR19L-Zellen sind Zellen, die kaum Maus Fas Antigen
exprimieren können
und sensitiv gegenüber
der Toxizität
von TNF sind. Messungen der cytotoxischen Aktivität wurden
in Übereinstimmung
mit dem Verfahren nach Rouvier E. et al. (J. Exp. Med., Band 177,
Seiten 195–200,
1993) durchgeführt. Zunächst wurden
1A12-Zellen oder FLm14-Zellen mit RPMI 1640, enthaltend 10% immobilisiertes
FBS, gewaschen und als Effektorzellen verwendet. Andernteils wurden
1 × 106 WC8-Zellen oder W4-Zellen bei 37°C für 2 Stunden
in 100 μl
RPMI 1640, enthaltend 10% immobilisiertes FBS zusammen mit 20 μCi [51Cr] Natriumchromat (hergestellt von NEN)
inkubiert. Nach dem Waschen mit RPMI 1640, enthaltend 10% immobilisiertes
FBS, wurden die Zellen als Targetzellen verwendet. Zusammen mit
verschiedenen Mengen an shFas(nd29)-Fc und hFas-Fc wurden 1 × 104 1A12-Zellen
oder 1 × 105 FLm14-Zellen mit 1 × 104 der
Targetzellen in jeder runden Vertiefung einer Mikrotiterplatte gemischt.
In diesem Fall wurde das Gesamt-Flüssigkeitsvolumen auf 100 μl eingestellt.
Die so hergestellte Platte wurde bei 800 rpm 2 Minuten lang zentrifugiert
und anschließend
bei 37°C
4 Stunden lang inkubiert. Danach wurde die Platte bei 1200 rpm 5
Minuten lang zentrifugiert und eine 50 μl große Menge des Überstandes
wurde von jeder Vertiefung abgenommen, um die Radioaktivität unter
Verwen dung eines Gammazählers
zu messen, wodurch der spezifische Zell-Lysis-Anteil berechnet wurde.
-
Die
spontane Freisetzung von 51Cr wurde durch
Inkubieren der Targetzellen in dem Medium allein bestimmt und seine
maximale Freisetzung wurde durch Zugabe von Triton X-100 zu den
Targetzellen mit einer Konzentration von 0,1% bestimmt. Der spezifische
Zell-Lysis-Anteil wurde durch die folgende Formel berechnet.
-
-
9 zeigt
die spezifischen Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivitäten von
shFas(nd29)-Fc und hFas-Fc, wenn 1A12-Zellen als Effektorzellen
und WC8-Zellen als Target-Zellen verwendet wurden, und 10 zeigt die
spezifischen Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivitäten von
shFas(nd29)-Fc und hFas-Fc, wenn FLm14 als Effektorzellen und W4-Zellen
als Targetzellen verwendet wurden. Wie in den 9 und 10 gezeigt,
wies shFas(nd29)-Fc eine 3- bis 10mal höhere Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivität als die
von Fas-Fc auf.
-
(Erfindungsgemäßes Beispiel
6) Reinigung von shFas(nd29)-hinge
-
(1) Herstellung einer
Affinitätssäule mit
immobilisiertem anti-Fas Antigen monoklonalem Antikörper
-
Eine
350 mg große
Menge eines anti-Fas Antigen monoklonalen Antikörpers (4B4-B3), der in Übereinstimmung mit einem bekannten
Verfahren hergestellt wurde (Kohler und Milstein, Nature, Band 256,
Seite 495, 1975) unter Verwendung von Maus-Myelomzellen und Milzzellen
einer Maus, die mit humanem Fas Antigen immunisiert wurde, wurde
mit 120 ml Formyl-Cellulofine (hergestellt von Seikagaku Kogyo)
gemischt und bei 4°C
2 Stunden lang gerührt.
Dies wurde anschließend
mit 650 mg Trimethylaminboran (hergestellt von Wako Pure Chemical
Industries) gemischt und über
Nacht gerührt,
um die Bindung des Antikörpers
zu erreichen. Um nicht-immobilisierte Antikörpermoleküle zu entfernen, wurde das
Harz mit 2,4 Litern ultragereinigtem Wasser gewaschen. Anschließend wurde
dies bei 4°C
3 Stunden lang in 0,2 M Tris-HCl (pH 8,0) zusammen mit 650 mg Trimetylaminboran
gerührt,
um nicht-reagierte Formylgruppen zu blockieren, wodurch die Antikörper-Affinitätssäule erhalten
wurde.
-
(2) Affinitätschromatografie
-
Eine
10 Liter große
Menge des COS-1/pM1317-Kulturüberstandes
wurde durch Ultrazentrifugation unter Verwendung des Filtron Mini
Sets (hergestellt von Fuji filtert 10 kD als nominaler Molekulargewichts-Cutoff) auf
1,5 Liter konzentrier. Anschließend
wurde das Konzentrat durch Zugabe von 1 M Tris-HCl (pH 9,0) auf
pH 8,0 eingestellt und auf die Affinitätssäule aus immobilisiertem anti-Fas
Antigen monoklonalem Antikörper
gegeben, die zuvor mit 320 ml von 50 mM Tris-HCl (pH 8,0), enthaltend
1 M NaCl, äquilibriert
wurde. Nach dem Waschen der Säule
mit 50 mM Tris-HCl (pH 8,0), enthaltend 1 M NaCl, wurde das shFas(nd29)-hinge
mit 0,1 M Glycin-HCl (pH 2,5), enthaltend 1 M NaCl, eluiert. Die
Fraktionen, die mit Hilfe von ELISA detektiertes shFas(nd29)-hinge
enthielten, wurden vereinigt, einer Ultrazentrifugation unter Verwendung
von Filtron Omega Cell (hergestellt von Fuji filtert mit 10 kD als
nominalem Molekulargewichts-Cutoff) unterzogen und anschließend konzentriert.
Durch Dialysieren des Konzentrates gegen 0,9% NaCl wurde gereinigtes
shFas(nd29)-hinge erhalten.
-
(3) SDS-PAGE
-
Das
gereinigte shFas(nd29)-hinge, das in dem oben genannten Schritt
(2) erhalten wurde, wurde einer Polyacrylamidgelelektrophorese unter
Verwendung eines 5 bis 20-%igen Gelgradienten, enthaltend 0,1% SDS,
unterzogen, und die Bande wurde durch Färben des Gels mit 2D-Silver
Staining Reagenz II "Daiichi" (hergestellt von
Daiichi Pure Chemicals) detektiert. Die Ergebnisse der Reinigung
des shFas(nd29)-hinge sind in 7 gezeigt.
In der Abbildung zeigt die Spur 1 die Resultate unter nicht-reduzierenden
Bedingungen und Spur 2 unter reduzierenden Bedingungen. Wie in 7 gezeigt,
wurde gereinigtes shFas(nd29)-hinge als zwei Banden mit Molekulargewichten
von etwa 43 kD und etwa 27 kD unter nichtreduzierenden Bedingungen
oder als zwei Banden mit Molekulargewichten von etwa 23 kD und 27
kD unter reduzierenden Bedingungen detektiert.
-
(4) Gelfiltrationschromatografie
-
Die
Gelfiltration des shFas(nd29)-hinge, das in dem erfindungsgemäßen Beispiel
6 (2) erhalten wurde, wurde durch dessen Auftragen auf eine Sephadex
75 Säule
(hergestellt von Pharmacia), die zuvor mit 50 mM Tris-HCl/0,5 M
NaCl (pH 8,0) äquilibriert
wurde, und dessen anschließendem
Eluieren mit 50 mM Tris-HCl/0,5 M NaCl (pH 8,0) durchgeführt, und
die Fraktionierung wurde unter Verwendung einer Absorption bei 214
nm als Indikator erreicht. Auf dieselbe Art und Weise wie in dem
erfindungsgemäßen Beispiel
6 (2) beschrieben, wurde jede Fraktion konzentriert und einer Polyacrylamidgelelektrophorese
unterzogen. Wie in 8 gezeigt, war es möglich, eine
Bande abzutrennen, die in der höhermolekulargewichtigen
Fraktion (Fraktionen 1 und 2) enthalten war und schien einem Dimer
einer anderen Bande zu entsprechen, die in der Niedrigmolekularfraktion
(Fraktionen 3 und 4) enthalten war und einem Monomer zu entsprechen
schien. Obwohl beide Fraktionen in den in dem erfindungsgemäßen Beispiel
8 beschriebenen Assay Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivität zeigten, zeigte
die Neben-Fraktion mit höherem
Molekulargewicht eine stärkere
Aktivität
(etwa 50 mal stärker
oder mehr).
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(Erfindungsgemäßes Beispiel
7) Analyse der N-terminalen Aminosäuresequenz von shFas(nd29)-hinge
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Unter
Verwendung des in dem erfindungsgemäßen Beispiel 6 (2) erhaltenen
gereinigten shFas(nd29)-hinge wurde dessen N-terminale Aminosäuresequenz
unter Verwendung des Modell 477A Protein-Sequenzierungssystem-120
APTH-Analyzers (hergestellt von Perkin-Elmer) bestimmt. Das heißt, PTH-Aminosäuren wurden
bei einer ultravioletten Absorption von 270 nm detektiert, und die
Aminosäuren
wurden basierend auf der Retentionszeit der Standard-PTH-Aminosäuren (hergestellt
von Perkin-Elmer) identifiziert, die zuvor durch dasselbe Verfahren
isoliert worden sind. Als Ergebnisse wurde bestätigt, dass die Probe eine N-terminale
Aminosäuresequenz
aufweist, in der 29 Aminosäurereste
von dem N-Terminus des humanen Fas-Antigens deletiert sind.
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(Erfindungsgemäßes Beispiel
8) Vergleich der Apoptose-Inhibitionsaktivitäten von shFas(nd29)-hinge und hFas-Fc
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Die
Aktivität
von shFas(nd29)-hinge und hFas-Fc, die cytotoxischen Aktivitäten von
1A12-Zellen und FLm14-Zellen auf WC8-Zellen und W4-Zellen zu inhibieren,
wurde auf die gleiche Art und Weise wie in dem erfindungsgemäßen Beispiel
5 beschrieben, gemessen. Die spezifischen Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivitäten von
shFas(nd29)-hinge und hFas-Fc, wenn 1A12-Zellen als Effektorzellen
und WC8-Zellen als Targetzellen verwendet wurden, sind in 11 gezeigt,
und die spezifischen Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivitäten von
shFas(nd29)-hinge und hFas-Fc, wenn FLm14-Zellen als die Effektorzellen
und W4-Zellen als die Targetzellen verwendet wurden, sind in 12 gezeigt.
Wie in den 11 und 12 gezeigt,
besaß shFas(nd29)-hinge eine
3- bis 10 mal höhere
Zytotoxizitäts-Inhibitionsaktivität als die
von Fas-Fc.
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(Erfindungsgemäßes Beispiel
9) Analyse der Struktur innerhalb und rund um den N-terminalen Bereich
der extrazellulären
Region des Fas Antigens
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Durch
Konstruieren eines sterischen Strukturmodells der extrazellulären Region
des Fas Antigens wurde eine Analyse der Beziehung zwischen der Deletion
von Aminosäureresten
in dem N-terminalen Bereich und der Fas Antigen-Fas Liganden-Bindung
gemacht. Proteine, deren sterische Strukturen bekannt sind und die
eine hohe Homologie mit der Aminosäuresequenz der extrazellulären Region
des Fas Antigens aufweisen, wurden aus der PROTEIN DATA BANK (PDB),
bei der es sich um eine Datenbank von biologischen hochpolymeren,
dreidimensionalen Strukturen handelt, mit Hilfe des FASTA-Programms im Homology-Modul,
das von BIOSYM hergestellt wird, abgerufen. Als Ergebnis wurde festgestellt,
dass die extrazelluläre
Region des TNF-Rezeptors p55 (PDB-ID ITNR) eine hohe Homologie in der
Gesamtstruktur aufweist. Da diese Struktur in Form eines Komplexes
mit TNF-β vorlag,
war es auch am geeignetsten als Referenzprotein bei der Konstruktion
einer Modellstruktur des Fas Antigen-Fas Liganden-Komplexes. Außerdem wurde
die TNF-α (PDB-ID
INTF)-Struktur als ein Referenzprote in in der Fas Ligandenstruktur
verwendet. Die Konstruktion der Modellstruktur wurde durch ein Homology-Modeling-Verfahren
unter Verwendung des Homology-Moduls, das von BIOSYM hergestellt
wird, ausgeführt.
Das so konstruierte anfängliche
Strukturmodell wurde einem Energy Optimization Computing (MM-Computing)
unter Verwendung einer molecular force field computing Software,
DISCOVERY, hergestellt von BIOSYM, unterzogen, um eine Fas Antigen-Fas
Liganden-Komplex-Modellstruktur zu erhalten. Als Nächstes wurde,
da ein Teil der N-terminalen Region der so erhaltenen Struktur nicht
aus den Koordinaten des Referenzproteins erzeugt werden konnte,
eine strukturelle Voraussage für
diesen Teil durchgeführt.
Aus der Komplexstruktur wurde eine Modellstruktur des Monomers der
extrazellulären
Region des Fas Antigens extrahiert und die Deletion der 31 Aminosäurereste
wurde automatisch an dessen N-Terminus eingefügt durch das BIOPOLYMER Modul,
das von BIOSYM hergestellt wird, um die Struktur zu minimieren.
Als Nächstes
wurde ein Molecular Dynamics Computing (MD Computing) von 1000 K
und 100 Picosekunden im Vakuum durchgeführt, und die Strukturen wurden
alle 10 Picosekunden aufgenommen. Jede der so gesampelten Strukturen
wurde minimiert, um als endgültige
Modellstruktur des Monomers der extrazellulären Region des Fas Antigens
verwendet zu werden. Als diese Struktur erneut als Komplex mit der
Fas Liganden-Modellstruktur zusammengefügt wurde, wurde vorhergesagt,
dass die N-terminale
Struktur der extrazellulären
Region des Fas Antigens eine sterische Behinderung für dessen
Bindung mit dem Fas Liganden verursachen könnte. Andererseits wurde, als
die nd29-Modellstruktur einer Simulationsanalyse durch MD Computing
unterzogen wurde, vorhergesagt, dass es den Fas Liganden schneller
binden könnte,
da ein größerer Teil
der Struktur, die seine Bindung mit dem Fas Liganden behindert,
deletiert war. Außerdem
eine Analyse des Zustands der sterischen Behinderung in Komplexmodellen
für eine
Vielzahl von Konformationen der gesampelten Strukturen mit der Fas
Ligandstruktur vorgenommen. Als Ergebnis wurde vorhergesagt, dass
innerhalb des Bereiches vom Argininrest in der 1. Position bis zum
Glutaminrest in der 31. Position, gezählt von dem N-Terminus des Fas
Antigens, der Grad der sterischen Behinderung durch Deletion von
mehr Aminosäureresten
reduziert werden würde
und die Apoptose-Inhibitionsaktivität der extrazellulären Region
des Fas Antigens sich erhöhen würde, wenn
insbesondere 13 oder 18 oder mehr Aminosäurereste deletiert würden. Es
wurde auch vorhergesagt, dass eine Erhöhung der Aktivität kaum erwartet
werden könnte
durch eine Deletion innerhalb des Bereiches des Leucinrestes an
der 36. Position bis zum Phenylalaninrest an der 42. Position, gezählt von
dem N-Terminus, und dass eine Deletion des Cysteinrestes an der
43. Position, gezählt
von dem N-Terminus des Fas Antigens, in dem Verlust der Apoptose-Inhibitionsaktivität aufgrund
der Zerstörung
der Sekundärstruktur, die
durch das Antigen gebildet wird, resultieren würde. Die Analyse der dreidimensionalen
Struktur, die diesmal ausgeführt
wurde, zeigte, dass die Affinität
für den
Fas Liganden durch Kürzen
der N-terminalen Struktur der extrazellulären Region des Fas Antigens
kontrolliert werden kann.
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(Erfindungsgemäßes Beispiel
10) Inhibition der Maus-Hepatopathie durch shFas(nd29)-Fc
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C57BL/6Cr
Slc Mäuse
(männlich,
9 Wochen alt, von Japan S L C erworben) wurden in 3 Gruppen eingeteilt,
mit je 5 Tieren pro Gruppe und als zu testende Tiere verwendet.
Zellen von Propionibacterium acnes wurden mit Hitze getötet (hergestellt
von RIBI Immunochemical Corp.), in physiologischer Salzlösung (hergestellt
von Otsuka Pharmaceutical) bis zu einer Konzentration von 1,5 mg/ml
aufgelöst,
und eine 0,2 ml große Menge
der resultierenden Lösung
wurde jeder der Mäuse über die
Schwanzvene verabreicht. Nach 8 Tagen der Verabreichung wurde das
shFas(nd29)-Fc, das in dem erfindungsgemäßen Beispiel 3 hergestellt
wurde, mit einer Verdünnungslösung verdünnt (physiologische
Salzlösung,
enthaltend 0,1% humanes Serumalbumin (The Chemo-Sero-Therapeutic Research
Institute)) und über
die Schwanzvene mit einer Dosierung von 0,3 mg/8 ml/kg oder 1 mg/8
ml/kg verabreicht. Die Verdünnungslösung allein
wurde der Kontrollgruppe verabreicht. Fünf Minuten danach wurden 0,2
ml einer Lipopolysaccharid (hergestellt von Sigma)-Lösung durch
Einstellen einer Konzentration von 5 μg/ml mit physiologischer Salzlösung intraperitoneal
verabreicht. Nach 8 oder 24 Stunden der Verabreichung von Lipopolysaccharid
wurden 75 μl
Blut von der Vena fundus oculi gewonnen. Das so gewonnene Blut wurde
mit 8,3 μl
3,8% Natriumcitrat (hergestellt von Wako Pure Chemical Industries) wässriger
Lösung
gemischt und bei 3000 rpm 10 Minuten lang zentrifugiert. Nach der
Zentrifugation wurde das so erhaltene Blutplasma mit Flüssigstickstoff
eingefroren und bei –30°C bis zu
dessen Verwendung gelagert. Messungen von GOT und GPT wurden unter
Verwendung des GOT-FA Test Wako (hergestellt von Wako Pure Chemical
Industries), GPT-FA Test Wako (hergestellt von Wako Pure Chemical
Industries) und einem automatischen Analyzer (Cobasfara, hergestellt von
Roche) durchgeführt.
Als Ergebnis waren die GOT- und GPT-Werte in einer Testgruppe, in
der 1 mg/8 ml/kg shFas(nd29)-Fc verabreicht wurde, niedriger als
die der Kontrollgruppe, was dessen Hepatopatie-Inhibitionswirkung
bestätigt
(13).
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(Erfindungsgemäßes Beispiel
11) Maus-Hepatopathie-Inhibitionswirkung von shFas(nd29)-hinge
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sC57BL/6Cr
Slc Mäuse
(Männchen,
9 Wochen alt, erworben von Japan S L C) wurden in 4 Gruppen eingeteilt,
mit 5 Tieren pro Gruppe, und als die zu testenden Tiere verwendet.
Zellen von Propionibacterium acnes wurden mit Hitze getötet (hergestellt
von RIBI Immunochemical Corp.), in physiologischer Salzlösung (hergestellt
von Otsuka Pharmaceutical) mit einer Konzentration von 1,5 mg/ml
aufgelöst,
und eine 0,2 ml große
Menge der resultierenden Lösung
wurde jeder der Mäuse über die
Schwanzvene verabreicht. Nach 8 Tagen der Verabreichung wurde das
in dem erfindungsgemäßen Beispiel
6 hergestellte shFas(nd29)-hinge mit einer Verdünnungslösung (physiologische Salzlösung, enthaltend
0,1% humanes Serumalbumin (The Chemo-Sero-Therapeutic Research Institute))
verdünnt
und über
die Schwanzvene mit einer Dosierung von 0,3 mg/8 ml/kg, 1 mg/8 ml/kg
oder 3 mg/8 ml/kg verabreicht. Die Verdünnungslösung alleine wurde der Kontrollgruppe verabreicht.
Fünf Minuten
danach wurden 0,2 ml einer Lipopolysaccharidlösung (hergestellt von Sigma)
die durch Einstellen einer Konzentration von 5 μg/ml mit physiologischer Salzlösung hergestellt
wurde, intraperitoneal verabreicht. Nach 8 oder 24 Stunden der Lipopolysaccharid-Verabreichung
wurden 75 μl
Blut aus der Vena fundus oculi gewonnen. Das so gewonnene Blut wurde
mit 8,3 μl
3,8% Natriumcitrat (hergestellt von Wako Pure Chemical Industries)
wässriger
Lösung
gemischt und bei 3000 rpm 10 Minuten lang zentrifugiert. Nach der
Zentrifugation wurde das so erhaltene Blutplasma mit Flüssigstickstoff
eingefroren und bei –30°C bis zu
dessen Verwendung gelagert. Messungen von GOT und GPT wurden unter
Verwendung des GOT-FA Test Wako (hergestellt von Wako Pure Chemical
Industries), GPT-FA Test Wako (hergestellt von Wako Pure Chemical
Industries) und einem automatischen Analyzer (Cobasfara, hergestellt
von Roche) durchgeführt.
Als Ergebnis waren die GOT- und GPT-Werte in den Gruppen, denen
das shFas(nd29)-hinge verabreicht wurde, niedriger als die der Kontrollgruppe,
was ihre Hepatopathie-Inhibitionswirkung bestätigt (14).
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Da
das neue Polypeptid (das neue Fas Antigen-Derivat) der vorliegenden
Erfindung die Induktion der Apoptose durch kompetitive Inhibierung
der Bindung eines Fas Liganden mit einem Fas Antigen inhibieren kann,
kann es für
die Prävention
und Behandlung von verschiedenen Krankheiten verwendet werden, in
denen die Beteiligung der durch das Fas Antigen vermittelten Apoptose
indiziert ist, indem die durch das Fas Antigen vermittelte Apoptose
kontrolliert wird, insbesondere eine Apoptose, die in dem lebenden
Körper
durch endogenen oder exogenen Fas Liganden verursacht wird. Zum
Beispiel wird es möglich
sein, in dem Falle von bestimmten Autoimmunkrankheiten die Zerstörung von
Organen durch Inhibierung des raschen Zelltodes, der durch den Angriff
von Autoantigen-reaktiven Tierzellen verursacht wird, durch die
künstliche
Inhibition der Apoptose unter Verwendung des neuen Fas Antigen-Derivates
vorzubeugen. Veranschaulichende Beispiele für solche Krankheiten schließen die
Graft Versus Host Disease (GVHD) und Diabetes ein. Es ist bekannt,
dass nicht nur infizierte Zellen, sondern auch nicht-infizierte
Zellen durch Immunreaktionen beseitigt werden, wenn sie mit Viren
infiziert werden. Zum Beispiel ist man der Ansicht, dass die Abnahme
der immunologischen Leistungsfähigkeit
in dem letzten Stadium der AIDS-Virusinfektion und die Verringerung
der Leberfunktionen durch Hepatitis, insbesondere durch fulminante
Hepatitis, die Ergebnisse einer extremen Verringerung der Gewebefunktionen,
verursacht durch die Apoptose von Immunozyten oder Hepatozyten,
sind. Im Falle solcher Krankheitszustände kann das neue Fas Antigen-Derivat,
das fähig
ist, Apoptose zu inhibieren, zur Behandlung von durch Viren verursachte,
mit Apoptose in Beziehung stehende Krankheiten verwendet werden,
wie z.B. Influenza, AIDS, Hepatitis und dergleichen sowie Komplikationen
davon. Außerdem
kann das Fas Antigen, da es mit dem Zelltod in verschiedenen Organen
aufgrund seiner weiten Verbreitung in Organen in Zusammenhang zu
stehen scheint, ebenfalls nützlich
zur Behandlung von Myokardiopathie beim Myokardinfarkt und ähnlichen ischämischen
Herzerkrankungen, wie z.B. Reperfusionsschäden, bei Nephritis und multiplem
Organversagen sowie für
die Bewahrung von Organen zum Zeitpunkt der Organtransplantation
sein. Insbesondere wird das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung,
da es Apoptose in geringen Dosen stark inhibieren kann, ebenfalls
im lebenden Körper
auch bei geringer Dosis und mit weniger Nebenwirkungen wirksam sein, so
dass es vom Standpunkt der Wirkungskraft, der Sicherheit und der
Kosten eine hohe Nutzbarkeit hat. Das neue Fas Antigen-Derivat der
vorliegenden Erfindung, das eine Sequenz humanen Ursprungs umfasst,
ist besonders wünschenswert
bei der Anwendung am Menschen.
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Auch
ist das neue Fas Antigen-Derivat, das Apoptose induzieren kann,
wenn es in geeigneter Weise in Zellen eingeschlossen wird, wirksam
bei der Beschleunigung der Apoptose, indem es richtig in die Zellen
in den Liposomen oder ähnlicher
Form inkorporiert wird oder indem es richtig auf Zellen, z.B. mit
Hilfe der Gentherapie unter Verwendung der DNA gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung, exprimiert wird. Folglich ist
es wirksam bei der Entfernung unnötiger Zellen wie z.B. virusinfizierten
Zellen in dem frühen
Stadium einer viralen Infektion und kann außerdem für die Prävention und Behandlung von
Krankheiten verwendet werden, die durch einen Defekt in der Apoptose
verursacht zu sein scheinen, wie z.B. Gelenkrheumatismus, SLE und
dergleichen.
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Außerdem kann
es, da es wenigstens einen Teil der Antigenizität des Fas Antigens beibehält, mit
einem Fas Antigen-Antikörper
verbunden werden, so dass es wirksam bei der Inhibition von Apoptose
ist, die durch den anti-Fas Antigen-Antikörper verursacht wird.
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Außerdem kann
das neue Fas Antigen-Derivat der vorliegenden Erfindung, da es den
Fas Liganden mit höherer
Spezifität
und höherer
Affinität
bindet, angewendet werden, um Fas Liganden in humanen Körperflüssigkeiten
nachzuweisen. Da es für
die Detektion von Erhöhung,
Verringerungen oder Anormalitäten
des Fas Liganden in verschiedenen Krankheiten, in denen eine Beteiligung
des Fas Liganden indiziert ist, verwendet werden kann, kann es für die Voraussage,
den Nachweis und die Diagnose von spezifischen Krankheiten und krankhaften
Zuständen
und für
die Auswahl von therapeutischen Verfahren davon verwendet werden.
Es ist außerdem
nützlich
bei der Überwachung
von Patienten, die eine medizinische Behandlung mit Fas Liganden,
Fas Liganden-verwandten Substanzen oder Arzneimitteln, die die Expression
des Fas Liganden beeinflussen, unterzogen werden und bei der Beurteilung
der therapeutischen Wirkung und Prognose.
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Andererseits
ist die DNA gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung und dergleichen nützlich für die industrielle
Herstellung des neuen Fas Antigen-Derivates in großen Mengen
und mit hoher Reinheit. Aus diesem Grund kann das neue Fas Antigen-Derivat auf dem Gebiet
der Medikamente als ein Hauptbestandteil von therapeutischen Arzneimitteln
bereitgestellt werden und kann außerdem für diagnostische Arzneimittel
verwendet werden. Zusätzlich
kann die Nukleotidsequenz, die das neue Fas Antigen-Derivat kodiert,
bei der Gentherapie und dergleichen angewendet werden.
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