DE697254C - Verfahren zur Herstellung von Wursthuellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wursthuellen

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DE697254C
DE697254C DE1938SC116419 DESC116419D DE697254C DE 697254 C DE697254 C DE 697254C DE 1938SC116419 DE1938SC116419 DE 1938SC116419 DE SC116419 D DESC116419 D DE SC116419D DE 697254 C DE697254 C DE 697254C
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DE
Germany
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sausage
intestinal
casings
production
intestines
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DE1938SC116419
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English (en)
Inventor
Hugo Scholz
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C17/00Other devices for processing meat or bones
    • A22C17/14Working-up animal intestines ; Treatment thereof for the manufacture of natural sausage casings; Apparatus for cutting intestines; Machines for pulling intestines to pieces

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wursthüllen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wursthüllen ,aus mehreren Darmbahnen.
  • Schweinefettenden bestehen bekanntlich-aus dem letzten Teil des Mastdarmes his zum After, der sog. Krone. Da diese Fettenden ,aus besonders fetthaltigem Bindegewebe bestehen und von größerer Stärke sind, werden sie mit Vorliebe zur Herstellung besonderer Wurstsorten, vorzugsweise von Dauerwurst, wie Schlackwurst, Mettwurst usw., verwendet; weil die Wurst- frischer und schmackhafter gehalten wird, nicht so leicht ,austrockrnet und längere Zeit haltbar bleibt. Deshalb, hat man diese Fettenden durch künstliche Hüllenoder dünnere natürliche Därme nicht ersetzen können. Da in jedem Tier nur ein solches Fettende vorhanden ist, waren sie auch verhältnismäßig teuer.
  • Die Erfindung betrifft die Herstellung von Fettenden aus Därmen, die bisher für diesen Zweck nicht verwendet werden konnten und die in genügender Menge im Inland zur Verfügung stehen, so daß sich die Einfuhr °von Fettenden# erübrigt. Bei der S.chlacihtung von Schweinen fallen sehr viele Krausen an, das sind krause Därme, die zahlreiche Falben besitzen und in vielen Windungen verlaute, so daß sie sich zur Herstellung gerader Würste nicht verwerten lassen. Man hat bereits vorgeschlagen, krause Schweinsdärme durch Walkung oder Streckung in gerade Därme zu verwandeln. Dabei wurde aber die Krümmungsinnenwand infolge Entfernung der faltigen inneren Fettschicht, geschwächt. Die Därme wurden häufig durch diese Behandlung beschädigt; und nach dem Aufspannen auf einen Dorn und dem Trocknen wurden auf diese Weise zwar gerade Hüllen erhalten, deren Wandung aber für die Verwendung ,als Fettenden viel zu dünn war, -Man hat bereits vorgeschlagen, krause S,chweinsdärme zu geraden ' Wursthüllen zu verarbeiten, indem man die Schweinskrausen durch Spalten in zwei einzelne Häute zerlegte und diese einzelnen Häute unter Spannung trocknete, nachdem die obere Haut von der Fettinnenschicht befreit war. Dadurch wird aber keine Verstärkung, sondern lediglich eine Schwächung erzielt. Auch hat man empfohlen, krause Schweinsdärme an der Krümmungsinnenwand zu schwächen, iun die, `J Falten zu entfernen und sie mit einer Schutz"`, hülle von Pergament zu überziehen. Ferner hat man empfohlen, mehrere Wursthüllen aufeinander zu trocknen sowie Wursthüllen aus Bahnen herzustellen, die wendelartig mit tTberlappung ,aufgewickelt wurden.
  • Alle diese Hüllen zeigten aber keine sehr große Festigkeit, insbesondere nicht in der Umfangsrichtung der Hülle, so daß sie leicht aufrissen. Vor allen Dingen waren sie an den Nähten geschwächt, durch die außerdem Wurstmasse nach außen trat, waren nicht genügend fetthaltig, weil die Fettschicht meist entfernt wurde, und hatten keine konservierende Wirkung, so. daß sie nicht als Ersatz für Fettenden zur Herstellung von Schlack-oder Mettwurst verwendet werden konnten.
  • Diese Nachteile werden nach der Erfindung beseitigt, die :ein Verfahren zur Herstellung von Wursthüllen .aus mehreren Darmbahnen betrifft, das sich dadurch auszeichnet, daß krause Därme zunächst in an sich bekannter Weise gestreckt, auf einen spreizbaren Dorn gespannt werden, darüber die Bahn eines artfremden Gutes gelegt und schließlich außen ,eine weitere Darmbahn angebracht wird und die drei Hüllen durch Zusammentrocknen vereinigt werden. Nach :einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verlaufen die Fasern der Einlage zu den Fasern der äußeren Darmteile etwa senkrecht oder in einem Winkel. Zweckmäßig wird die Einlage spiralig, beispielsweise mit überlappung, um die innere Darmhülle gewickelt.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
  • Firg. i zeigt das Ausgangsgut, einen krausen Schweinsdarm. In Fig. 2 ist der in Fig. i dargestellte krause Schweinsdarm nach der Streckung auf einem Dorn dargestellt.
  • Fig. 3 zeigt, wie um den Schweinsdarm die Einlage spiralig gewickelt ist. In Fig. ¢ ist die aus drei Teilen. vereinigte Hülle auf dem Dorn dargestellt.
  • Fig. 5 zeigt die kombinierte Hülle nach der Erfindung, deren Ränder durch Zickzacknähte verstärkt sind. In Fig. 6 ist die Wursthülle nach -dem Umschlagen veranschaulicht.
  • Fig.7 zeigt die Wursthülle nach Fig. 6. in zu einer Krone abgebundenem Zustand.
  • Wie aus der Zeichnung hervorgeht, werden krause Schweinsdärme von gewundener Gestalt und mit Falten auf der Krümmungs-Innenseite zunächst in an sich bekannter Weise gestreckt, indem man die Haut, die mit m4em Fleisch verwachsen ist, abzieht, so daß ",;;die Schleimhaut übrigbleibt. Das Ab-°:zhen geschieht am einfachsten unmittelbar :'it?li der Schlachtung und -dem Wässern des Darmes. Die Schleimhaut i wird nun, wie aus Fig.2 hervorgeht, auf einen kegeligen Dorn 2 gezogen. Vorzugsweise ist der Dorn 2 spreizbar, so daß. die Hülle i unter Spannung auf dem Dorn auftrocknen kann. Der Dorn kann jede geeignete Form aufweisen. Er kann aus einem massiven, beispielsweise mit Rillen versehenen Körper aus jedem geeigneten Werkstoff oder spreizbaren Hölzern ,oder Schenkeln .o. dgl. bestehen.
  • Über die Hülle i wird nun, wie in Fig. 3 dargestellt ist, eine weitere Bahn 3 spiralig gewickelt, die aus artfremdem Stoff, beispielsweise aus Rinderdarm, aus Kunststoffen, z. B. Celluloseabkämmlingen, aus Seidengewebe oder anderen Faserstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft bestehen kann. Die Umwicklung erfolgt zweckmäßig mit über-Iappung. Sie kann aber auch in anderer Weise erfolgen. Zweckmäßig ist es, wenn die Fasern der Einlage 3 gekreuzt, beispielsweise in einem Winkel oder senkrecht zu den Fasern des Darmes i verlaufen.
  • Über die Einlage 3 wird nun, wie in Fig. q. dargestellt ist,einweiterergestreckterSchweinsdarm q. gezogen, und zwar so, daß die Schleimschicht nach außen ist. Läßt man nun diese drei Bahnen ,aufeinander trocknen, so erhält man eine Hülle von kegeligger Gestalt, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist. Um ein Auftrennen der Ränder zu vermeiden, können diese mit irgendeinem Bindemittel, durch Gerben o. dgl. behandelt oder, wie in Fig. 5 dargestellt ist, durch eine Zickzacknaht 5 befestigt werden.
  • In Fig.6 ist dargestellt, wie die kombinierte Hülle an ihrem einen Ende 6 umgeschlagen ist. Das umgeschlagene Ende kann durch eine Naht 7 befestigt werden. Dieses umgeschlagene Ende 6 kann, wie aus Fig. 7 zu ersehen ist, zu einer Krone 8 abgebunden werden, so daß sich die. fertige Hülle von einer naturgewachsenen Krone äußerlich nicht unterscheidet.
  • Nach dem Benähen der Ränder durch die Zickzacküaht 7, die mittels Maschine oder von Hand hergestellt werden kann, wird die Wursthülle nach der Erfindung zweckmäßig eingeweicht und dann m einem Bad unter Zusatz von Härtungs- .oder Gerbmitteln, wie Tannin, Formaldehyd, Alaun, Salzen o. dgl., gehärtet. Nach dieser Härtung wird das umgeschlagene Ende 6,, wie in Fig. 7 dargestellt ist, abgebunden, darauf gesalzen und in den Handel gebracht. Dass nach der Erfindung erhaltene Fettende hat sämtliche Vorzüge des naturgewachsenen Fettendes und darüber hinaus den Vorteil, daß :es billiger ist und daß -es immer vom gleichen Kaliber hergestellt -wer, den kann, so daß es sich für die Füllung auf maschinellem Wege hervorragend eignet. Es,. hat sich gezeigt, d.aß die Wurstmasse in Fettenden nach der Erfindung etwa 5 bis 7 % weniger an Gewicht verliert als in einem naturgewachsenen Fettende. Auch ist die Hülle nach der Erfindung bedeutend haltbarer; was für die maschinelle Wurstherstellung von großem Vorteil ist, da dieses Fettende unter gYößerem -Druck gefüllt werden kann, so daß hohle Teile beim Füllen der Wurst und damit ein Verderben ve'rmieden werden. Auch kommt .ein Platzen der Fettenden nach der Erfindung, wie sich gezeigt hat, - praktisch nicht vor.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte und beschriebene Art beschränkt. In den Erfindungsgedanken fallen alle kombinierten Wursthüllen, die eine Einlage aus artfremdem . Gut besitzen.
  • Werden Fettenden von größerem Durchmesser gewünscht, als sie aus Schweinsdärmen hergestellt werden können, so werden die, Hüllen i und q. nicht aus den natürlichen gestreckten Schweinsdärmen hergestellt, sondern aus durch Vernähen mehrerer Darmbahnen erhaltenen Hüllen. größeren Durchmes,sers, wie sie an sich bekannt sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Wursthüllen aus mehreren Darmbahnen, dadurch gekennzeichnet, däß krause Därme (i) zunächst in an sich bekannter Weise gesträckt, auf einen spreizbaren Dorn (z) gespannt werden,. darüber die Bahneines artfremden Gutes (3) gelegt und außen eine weitere Darmbahn (q.) angebracht 'wird und die drei Hüllen durch Zusammentrocknen vereinigt werden. z. Verfahren nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Einlage (3) zu den Fasern der äußeren Darmteile (i, q.) etwa senkrecht oder in einem Winkel verlaufen. 3. 'Verfahren nach Anspruch i oder a,-dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (3) spiralig, beispielsweise mit überlappung, um die innere Darmhülle (i) gewickelt wird.
DE1938SC116419 1938-08-17 1938-08-17 Verfahren zur Herstellung von Wursthuellen Expired DE697254C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1323349A1 (de) * 2001-12-27 2003-07-02 Eurocali Verfahren zur Herstellung von Hüllen für Wurstwaren, Hüllen und Wurstware so gehüllt
EP3607827A1 (de) * 2018-08-10 2020-02-12 Grupo Caro Salmeron, S.L.U. Natürliche fettende und nachende darmhülle, verfahren zu ihrer herstellung, sowie verwendung davon

Cited By (3)

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