DE69721C - Vorrichtung zur selbstthätigen Auslösung der Eisenbahn-Signalflügel bei Drahtbruch - Google Patents
Vorrichtung zur selbstthätigen Auslösung der Eisenbahn-Signalflügel bei DrahtbruchInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L7/00—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
- B61L7/02—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using mechanical transmission, e.g. wire, lever
- B61L7/028—Indicating or fixing arrangements in the event of breaking or tension difference of transmission wires for points, signals or similar
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegende Neuerung setzt ein Signalwerk voraus, dessen Flügel selbstthätig auf
»Halt« fallen, sobald sie sich selbst überlassen werden, was durch Gewichte und Verbindung
der Hebelwerke beider Signalflügel in bekannter Weise erreicht werden kann.
Die Einstellung der Signalflügel auf ein- oder zweiflügelige Fahrt erfolgt mittels einer
mit Anschlägen versehenen Rolle, welche in die als Drahtzug ohne Ende über das Signal
zum Vorsignal und von dort wieder zurück zum Stellapparat geführte Leitung eingeschaltet
ist. Die Auslösung der Signalflügel erfolgt durch Ausschaltung der vorgenannten Stellrolle.
Zur Ausschaltung dienen zwei Vorrichtungen, von welchen — je nach der Lage des Spannwerkes
zwischen Stellapparat und Signal oder Signal und Vorsignal und je nachdem der Drahtzug zwischen Stellapparat und Signal oder
Signal und Vorsignal reifst .^- die eine oder
andere in Wirkung tritt, so dafs in jedem Falle die Auslösung der Signalflüge] sicher erfolgt.
Die eine Vorrichtung besteht aus einem am Signalmast A, Fig. 1 und 2, um den Zapfen b
drehbar angebrachten Ausschalthebel a, welcher am freien Ende auf einem Zapfen zwei lose
Rollen cc1 trägt, um welche die beiden eine geschlossene Drahtleitung bildenden Züge d'd1,
Fig. 3 und 4, geführt sind.
Oberhalb des Hebels α ist die Stellrolle e
gelagert, welche bei Drehung nach links mittels des Anschlagstiftes f den Winkelhebel g zum
Ausschlag bringt und hierdurch das Signal auf einflügelige Fahrt einstellt, bei Drehung nach
rechts mittels des Anschlagstiftes /Λ den Winkelhebel
gl zum Ausschlag bringt und hierdurch in irgend einer bekannten Weise oder — wie
in den schematischen Fig. 3 und 4 dargestellt — unter Mitwirkung der Hebelverbindung/z
h} das Signal auf zweiflügelige Fahrt einstellt. Der um die Rolle c laufende Drahtzug
d ist gekreuzt, der um die Rolle c1 laufende
Drahtzug d' offen um die mit zweifacher Bahn versehene Stellrolle e geführt, entsprechend der
entgegengesetzten Bewegungsrichtung der beiden Drahtzüge.
Die Achse i der Stellrolle e, Fig. 1 und 2,
ist in einem Arm k gelagert, welcher drehbar auf einem am Signalmast befestigten Bolzen /
sitzt.
Das hintere Ende dieser Achse i ruht auf dem oberen Schenkel eines um eine waagrechte
Achse drehbaren Hebels m, dessen unterer Schenkel als Keil m1 ausgebildet ist.
Gegen diesen Keil legt sich das keilartige Ende«1 eines am Signalmast geführten Schiebers
n, welcher durch einen Zugdraht 0 mit dem einen Schenkel eines am Signalmast angebrachten
Winkelhebels ρ verbunden ist, dessen zweiter nach abwärts gerichteter Arm
in der Bahn eines am Ausschalthebel α befestigten Stiftes a1 liegt. Eine in der Zeichnung
nicht dargestellte Feder hält den Hebel m in solcher Stellung, dafs die beiden Keilern1 und«1
in Berührung bleiben.
Ist das Spannwerk T zwischen Stellapparat S und Signal angeordnet (Fig. 3) und es reifst
die Drahtleitung zwischen Signal und Vorsignal v, so bringt das Spannwerk durch den
mittels der Drahtleitung ausgeübten Zug den Hebel α in dem durch Fig. 3 a veranschaulichten
Sinne zum Ausschlag.
Der Hebel α bewirkt seinerseits den Ausschlag
des Winkelhebels ρ und dieser zieht den Schieber η nach abwärts, was durch die
Wirkung der Keilflächen n1 m1 einen Ausschlag
des Hebels m zur Folge hat, derart, dafs die Achse ζ der Stellrolle ihren Stützpunkt verliert,
um den Bolzen / schwingend herabfällt und somit jede weitere Beeinflussung der Signalflügel
durch die Stellrolle unterbrochen wird.
Die gleiche Wirkung tritt ein, wenn bei Anordnung des Spannwerkes T zwischen
Signal und Vorsignal (Fig. 4) der. eine oder andere Drahtzug zwischen Stellapparat und
Signal reifst; nur schlägt dann der Hebel a nach der entgegengesetzten Seite aus und mufs
dementsprechend in diesem Falle der Winkelhebel ρ an der gegenüberliegenden Seite des
Signalmastes angeordnet werden (Fig. 4a).
Um nun auch für den Fall, dafs der eine oder andere Drahtzug auf derselben Seite vom
Signal reifst, an welcher sich das Spannwerk T befindet, die Auslösung der Signalflügel herbeizuführen
, ist als zweite Vorrichtung an der Stellrolle selbst ein an beiden Enden keilförmiger
Ansatz r befestigt, welcher bei hinreichender Drehung der Stellrolle e in dem
einen oder anderen Sinne den Hebel m zurückdrängt, so dafs wiederum die Stellrolle e um Z
schwingend herabfällt (Fig. 3b und 4b).
Die betreffende Drehung der Stellrolle wird bei diesem Drahtbruch ebenfalls durch das
Spannwerk mittels des ganz gebliebenen Drahtzuges in ausreichendstem Mafse herbeigeführt,
denn es ist selbst im ungünstigsten Falle nur etwa eine Dreivierteldrehung der Rolle erforderlich,
um die erwähnte Auslösung zu veranlassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zur selbsttätigen Auslösung der Eisenbahn - Signalflügel bei Drahtbruch, bei welcher in dem Falle, in welchem der Draht in Bezug auf die Lage des Spannwerkes auf der gegenüberliegenden Seite vom Signal reifst, der mittels' Rollen (c c 1J in beide Drahtzüge eingeschaltete Ausschalthebel (a) nach dem Spannwerk hin ausschlägt und hierdurch einen Schieber (ηηλ) bewegt, welcher durch Keilwirkung das Stützlager (m) für die Stellrolle (e) in der Längsrichtung der Achse der letzteren bis zur vollständigen Ausrückung verschiebt, während in dem Falle, in welchem der Draht auf derselben Seite vom Signal reifst, auf welcher das Spannwerk liegt, dieselbe Ausrückung des Stützlagers bei der durch den ganz gebliebenen Drahtzug eintretenden Drehung der Stellrolle (e) — je nach der Drehrichtung — durch das eine oder andere keilförmige Ende der auf der Stellrolle selbst befestigten Nase, (r) herbeigeführt wird, derart, dafs die sich selbst überlassenen Signalflügel stets auf »Halt« fallen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE69721T | 1892-08-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69721C true DE69721C (de) | 1893-07-17 |
Family
ID=343160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189269721D Expired DE69721C (de) | 1892-08-24 | 1892-08-24 | Vorrichtung zur selbstthätigen Auslösung der Eisenbahn-Signalflügel bei Drahtbruch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69721C (de) |
-
1892
- 1892-08-24 DE DE189269721D patent/DE69721C/de not_active Expired
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