DE697145C - Durch die Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbarer elektrischer Umschalter - Google Patents
Durch die Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbarer elektrischer UmschalterInfo
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- DE697145C DE697145C DE1937S0127521 DES0127521D DE697145C DE 697145 C DE697145 C DE 697145C DE 1937S0127521 DE1937S0127521 DE 1937S0127521 DE S0127521 D DES0127521 D DE S0127521D DE 697145 C DE697145 C DE 697145C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/66—Structural association with auxiliary electric devices influencing the characteristic of, or controlling, the machine, e.g. with impedances or switches
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H35/00—Switches operated by change of a physical condition
- H01H35/06—Switches operated by change of speed
- H01H35/12—Switches operated by change of speed operated by reversal of direction of movement
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- Power Engineering (AREA)
- Mechanisms For Operating Contacts (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen durch Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbaren elektrischen Umschalter. Solche Umschalter finden
beispielsweise bei Bahnfahrzeugen Anwendung, um eine von einer Radachse angetriebene
Dynamo beim Drehrichtungswechsel der Achse stets mit richtiger Polarität mit dem elek-.
trischen Netz zu verbinden. An sich sind derartige Umschalteinrichtungen bereits bekannt.
10· Beispielsweise hat man in Abhängigkeit von der Drehrichtung einer Welle arbeitende Schalter
in der Weise ausgeführt, daß die wirksamen Schalterteile, und zwar sowohl die festen als
auch die beweglichen, ortsfest angeordnet sind.
Bei dieser bekannten Einrichtung ist zum Antrieb des beweglichen Schaltarmes ein vereinigtes
Reibrollengetriebe und Labilgetriebe vorhanden; je nachdem, ob die Welle, von der
aus der Schalter gesteuert wird, in der einen'
ao oder anderen Drehrichtung umläuft, wird durch einen von der umlaufenden Welle mitgenommenen
Walzkörper der Schaltarm in die eine oder andere Betriebsstellung gebracht. Ein
Nachteil dieser bekannten Schalterkonstruktion besteht darin, daß das Reibrollengetriebe für
den labilen Schaltteil eine verhältnismäßig verwickelte" Konstruktion aufweist. Außerdem
weist dieser bekannte Schalter auch den weiteren Nachteil auf, daß bei Klemmungen, z. B.
beim Klemmen der Kontakte 0. dgl., der Schalter nicht zur Wirkung kommt, weil in diesem Fall
die den Antrieb bewirkende, im Reibungsschluß mit dem angetriebenen Teil und dem treibenden Teil
stehende Rolle zum Gleiten kommt. Im Hinblick auf die angeführten Nachteile sowie
die verwickelte Bauart der Schalter sind diese für die Polumschaltung von Fahrzeugbeleuchtungsgeneratoren
wenig geeignet, da bei der- , artigen Fahrzeugbeleuchtungsanlagen im Hinblick
auf die auftretenden Stöße 0. dgl. denkbar schwierige Betriebsbedingungen vorliegen.
Weiter ist eine Schalterkonstruktion bekannt geworden, bei der der ortsfest angeordnete
Schalter durch einen Umschalthebel gesteuert
wird, der wiederum an einen besonderen Führungsschlitten angreift. Dieser Führungsschlitten
wird durch bewegliche Anschläge einer rotierenden Welle je nach der DrehricMung in die
eine oder andere Stellung gebracht, wobei nach dem Erreichen großer Drehgeschwindigkeit
durch Fliehkraftwirkung die Steueranschläge zur Bewegung des den Schalter steuernden
Schlittens unwirksam gemacht werden. Auch ίο dieser bekannte Schalter weist erhebliche Mangel
auf. Insbesondere ist die räumliche Ausdehnung der gesamten Schalteinrichtung verhältnismäßig
groß, was durch die räumlich nebeneinanderliegende Anordnung der Schalteinrichtung
des Steuerschlittens für diese -Schalteinrichtungen und der wiederum den Steuerschlitten
beeinflussenden Antriebseinrichtung bedingt ist. Abgesehen hiervon weist die bekannte
Anordnung noch den Nachteil auf, daß so Schläge und Erschütterungen unvermeidbar
sind, weil bei kleineren Drehgeschwindigkeiten die zur Steuerung des den Schaltarm steuernden
Schlittens dienenden Teile an den Schlitten anschlagen müssen.
as Gegenstand der Erfindung ist eine auf einem
anderen Prinzip beruhende, in Abhängigkeit von der Drehrichtung einer Welle umsteuerbare
elektrische Umschalteinrichtung, insbesondere für die Anwendung im Bahnbetrieb, die sich
dadurch auszeichnet, daß die je nach der Drehrichtung mit dem Umschaltkontaktstück in Berührung
kommenden Kontakte an einem in stets gleichem oder entgegengesetztem Sinne
mit der Welle umlaufenden scheibenartigen Körper befestigt sind, und der durch eine Feder
in seiner Mittelstellung gehaltene Umschalthebel um einen exzentrisch an diesem Körper
angebrachten Zapfen schwenkbar ist. Durch die exzentrische Lagerung des Umschalthebels
wird erreicht, daß bei Änderung der Drehrichtung der Umschalthebel zuerst aus der Mittelstellung,
in der er durch Federkraft gehalten wird, ausschwingt, worauf der Umschalthebel
durch die zusätzlich auftretenden Fliehkräfte in die Einschaltstellung bewegt und in dieser
festgehalten wird.
Erwähnt sei, daß bereits ein drehrichtungsabhängiger
Umschalter für Bahnfahrzeuge bekannt ist, bei dem ein zeitweise mit der Welle umlaufender Schaltkörper vorhanden ist. Dieser
Schaltkörper ist mit der umlaufenden Welle :: durch Verwendung eines Schraubengetriebes
gekuppelt. An diesem mit Schaltbelägen versehenen Schaltkörper liegen feststehende Bürsten
an. Die Wirkungsweise dieser bekannten Einrichtung besteht darin, daß jeweils bei Umkehr
der Drehrichtung der die Schaltbeläge tragende Schaltkörper zunächst gegen Drehung
festgehalten wird, wobei er sich unter der Wirkung des Schraubengetriebes in axialer Richtung verschiebt und eine Umschaltung der
Stromkreise vorgenommen wird, die einerseits über den mit den Belägen versehenen Schaltkörper,
andererseits die feststehend angeordneten unverschiebbaren Schaltkontakte (Bürsten)
verlaufen. Auch diese bekannte Einrichtung ist erheblich verwickelter als die erfindungsgemäß
ausgebildete Umschalteinrichtung, was in der Anwendung des zur Verschiebung des Schaltkörpers dienenden Schraubengetriebes
seine Ursache hat. Abgesehen hiervon ist diese bekannte Einrichtung der erfindungsgemäß
ausgebildeten Umschalteinrichtung insofern unterlegen, als durch die feststehend angeordneten
Bürsten nicht unbeträchtliche Reibungskräfte hervorgerufen werden müssen.
Außerdem besteht ein Nachteil der bekannten Einrichtung darin, daß sie eine verhältnismäßig
große axiale Länge gegenüber dem Erfindungsgegenstand aufweist.
Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert werden.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung geben in zwei
verschiedenen Ansichten die Ausbildung einer erfindungsgemäßen Umschalteinrichtung wieder.
Die Welle, deren Drehrichtungsumkehr den Umschalter umlegen soll, ist mit 1 bezeichnet.
Auf dieser Welle ist ein scheibenartiger Körper 2 befestigt, der einen Klotz 3 trägt. An diesem go
Klotz sind voneinander isoliert Kontaktfedern 4 und 5 bzw. 6 und 7 angebracht. Der Umschalthebel,
der in den Abbildungen mit 8 bezeichnet ist, ist um einen exzentrisch angeordneten
Zapfen 9 schwenkbar gelagert. An seinem dem Zapfen 9 abgewandten Ende ist der Umschalthebel
8 zweckmäßige,rweise mit einem Gewicht
10 versehen. Eine an, dem Umschalthebel 8 angebrachte Hülse 11 dient zur Aufnahme der
Kontaktstücke 12 und 13, an deren Stelle auch
ein einziges durchgehendes Kontaktstück vorgesehen sein kann. Eine Feder, die den Umschalthebel8
ständig in eine Mittelstellung zwischen den Umschaltkontakten 4, 5 und 6, 7
zu bringen sucht, ist mit 14 bezeichnet.
Die Wirkungsweise des Schalters ist folgende:
Sobald sich die Welle ι und damit die Scheibe 2 beispielsweise im Uhrzeigersinne zu
drehen beginnt, bleibt der Umschalthebel 8, indem er um den Zapfen 9 ausschwenkt, gegen
die gewissermaßen unter ihm sich hinwegdrehende Scheibe 2 zurück und gelangt schließlich
in die im rechten Teile der Fig. 1 gestrichelt eingezeichnete Lage, bei welcher sich das Kontaktstück
13 gegen die Kontaktfedern 6, 7 legt. Würde der Zapfen 9 im Mittelpunkt der Scheibe 2
angeordnet sein, so würde das Kontaktstück 13 so lange'mit Andruck an den Federn 6, 7 anliegen,
wie die Umlaufgeschwindigkeit der Scheibe 2 noch zunimmt. In dieser Form wäre
also der Schalter nicht zu brauchen, da die Drehzahl der Scheibe 2 naturgemäß nicht fort-
gesetzt zunehmen kann. Sobald die Drehzahl nicht weiter ansteigt, fehlt es sogleich an einer
Kraft, die die Kontaktstücke aneinander drückt. Bei dem dargestellten neuen Schalter besteht,
wie leicht einzusehen ist, diese Gefahr infolge der exzentrischen Aufhängung des Umschalthebels
8 nicht. Die exzentrische Lagerung dieses Hebels hat vielmehr den Erfolg, daß, ganz gleich, ob und wie sich die Drehzahl im
ίο Betriebe ändert, wenn sie nur oberhalb einer
gewissen Schleichdrehzahl liegt, immer eine Kraftkomponente da ist, die die Kontakte mit
genügendem Andruck in Berührung bringt.
Diese Überlegungen gelten naturgemäß voll-
t5 auf auch für den Fall, daß die Scheibe 2 entgegen
dem Uhrzeigersinne umläuft. In diesem Falle schwenkt der Umschalthebel 8 in die im
linken Teil in Fig. ι gestrichelt eingezeichnete Lage herüber. Die den Umschalthebel 8 in eine
Mittelstellung treibende Feder verhindert, daß der Umschalthebel, wenn er beim langsamen
Drehen der Welle und dem Überschreiten der oberen Stabillage herabschlägt, frei abkippt
und hierbei auf die in seiner Bewegungsbahn liegenden Kontaktfedern aufdrückt.
In besonderen Fällen kann es sich empfehlen, um beim Anlaufen der Welle ganz sicher Falschpolungen
zu verhindern, ein Minimalspannungsrelais zu benutzen, das die Dynamo immer
nur dann überhaupt erst mit dem Netz verbindet, wenn an ihren Klemmen eine bestimmte
Mindestspannung erreicht ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Durch die Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbarer elektrischer Umschalter, insbesondere für die Anwendung im Bahn-' betrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die je nach der Drehrichtung mit dem Umschaltkontaktstück (12 oder 13) in Berührung kommenden Kontakte (4, 5 bzw. 6, 7) an einem in stets gleichem oder entgegengesetztem Sinne mit der Welle (1) umlaufenden scheibenartigen Körper (2) befestigt sind, und der durch eine Feder in eine Mittelstellung zwischen den Umschaltkontakten gezogene Umschalthebel (8) um einen exzentrisch an diesem Körper angebrachten Zapfen (9) schwenkbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937S0127521 DE697145C (de) | 1937-06-09 | 1937-06-09 | Durch die Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbarer elektrischer Umschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937S0127521 DE697145C (de) | 1937-06-09 | 1937-06-09 | Durch die Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbarer elektrischer Umschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE697145C true DE697145C (de) | 1940-10-09 |
Family
ID=7537510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937S0127521 Expired DE697145C (de) | 1937-06-09 | 1937-06-09 | Durch die Drehrichtungsumkehr einer Welle umlegbarer elektrischer Umschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE697145C (de) |
-
1937
- 1937-06-09 DE DE1937S0127521 patent/DE697145C/de not_active Expired
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