DE697014C - Maschine zum Hobeln von Zahnraedern nach dem Abwaelzverfahren - Google Patents
Maschine zum Hobeln von Zahnraedern nach dem AbwaelzverfahrenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23F—MAKING GEARS OR TOOTHED RACKS
- B23F5/00—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made
- B23F5/12—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made by planing or slotting
- B23F5/14—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made by planing or slotting the tool having the same profile as a tooth or teeth of a rack
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Description
DEUTSCHES REICH
2-DEC. 1940
AUSGEGEBEN AM
9. OKTOBER 1940
9. OKTOBER 1940
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 697014 KLASSE 49 d GRUPPE 3os
A 84786 I b/4pd
ist als Erfinder genannt worden.
Albert Aeppli in Zürich, Schweiz
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 1937 ab
Patenterteilung bekanntgemacht am 5. September 1940
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Hobeln von Zahnrädern nach
dem Abwälzverfahren mit Hilfe eines zahnstangenförmigen Werkzeuges. Hierbei gelangt
ein Werkzeug zur Verwendung, dessen Länge dem Teilkreisumfang des Werkstücks entspricht. Das Werkzeug wird dabei in
einem Arbeitsgang mit stetiger Wälzbewegung verzahnt. Die bei Maschinen mit kürzeren
Zahnstangen erforderlichen Rückstell- und Teilbewegungen nach dem Durchlaufen einer oder mehrerer Zahnteilungen fallen
dabei fort.
Zur Erzeugung der Abwälzbewegung kann eine Zahnstange dienen, deren Länge derjenigen
des zahnstangenförmigen Werkzeuges entspricht und an der sich ein am Werkstück
gleichachsig befestigtes Meisterzahnrad abwälzt.
Die Genauigkeit des verzahnten Rades ao
wird nun wesentlich beeinflußt von der Übereinstimmung der Länge der Werkzeugzahnstange
und der Länge der Abwälzzahnstange. Wenn sich nämlich das Meisterzahnrad genau um eine volle Umdrehung abgewälzt hat,
soll auch das mit ihm verbundene Werkstück am ganzen Umfang verzahnt sein. Das Zahnstangenwerkzeug
erwärmt sich aber im Betrieb und kann dadurch, etwas zu lang werden.
Wenn das geschieht, wird der Abstand der zuerst geschnittenen Zahnflanke von dem
Abstand der zuletzt geschnittenen zu klein. Es entsteht also ein Teilungsfehler.
Erfindungsgemäß wird dieser Fehler dadurch ausgeglichen, daß am Werkzeug und
an der Abwälzzahnstange Temperaturmeßeinrichtungen vorgesehen sind, die fortwährend
oder in bestimmten Zeitabständen die
Temperaturen beider Teile messen und dadurch Heiz- oder Kühleinrichtungen zum
Ausgleich von Längenunterschieden zwischen Werkzeug undAbwälzzahnstartge einschalten.
Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus den Patentansprüchen.
In den Zeichnungen, in denen das Ausfüh-, rungsbeispiel dargestellt ist, zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine, «o teilweise im Schnitt,
Fig. 2 einen Grundriß, ebenfalls teilweise im Schnitt,
Fig. 3 Schnitte durch die Werkzeugzahnstange und die Abwälzzähnstange nebst
einem Schaltschema,
Fig. 4 einen Teil der =Fig. ι zur Darstellung
der Verbindungsleitung zwischen dem Meßelement des Werkzeuges und dem
Steuergerät für die Beheizung der Abwälzzahnstange.
In dem. Maschinenständer ι ist entweder senkrecht oder für Schrägverzahnungen entsprechend geneigt in einer-lotrechten Ebene
ein Werkzeugstößel 2 geradlinig geführt, der durch einen Kurbeltrieb 3 auf und ab bewegt
wird. Auf dem Stößel 2 ist eine schwenkbare Klappe 4 gelagert, die das zahnstangenförmige
Werkzeug 5 aufnimmt, dessen Länge dem Teilkreisumfang des Werkstückes 9 entspricht.
Auf dem Bett der Maschine ist ein Schlitten 6 quer zum Werkzeug 5 geführt
und durch das veranschaulichte Handrad und eine Spindel verstellbar. Auf diesem Schlitten
gleitet parallel zum Werkzeug 5 ein Schlitten 7, auf welchem um eine senkrechte
Achse drehbar ein Aufspanntisch 8 gelagert ist, der das Werkstück 9 trägt. Unten am
Aufspanntisch 8 befindet sich fest mit diesem
verbunden und gleichachsig zum Werkstück 9 ein Meisterzähnrad 10, das in Eingriff
steht mit einer Zahnstange 11. Dieses ist die Abwälzzahnstange, die am unteren
Schlitten6 so befestigt ist," daß sie sich parallel zum Werkzeug 5 erstreckt. Die
Zahnstangen ist parallel verschiebbar geführt und einstellbar mit Hilfe eines Keiles
12. Auf diese Weise läßt sich der Eingriff der Zahnstange 11 mit dem Meisterradio
spielfrei einstellen. Während der Werkzeugstößel 2 auf und ab bewegt wird, erfährt der
Schlitten 7 einen Vorschub längs der ganzen Werkzeugzahnstange 5. Hierbei wälzt sich
das Meisterzahnradio an der Zahnstange 11
■ ab und versetzt das Werkstück 9 in Umlauf. Dier hierzu dienenden Mittel brauchen nicht
näher beschrieben zu werden.
Es sei s' die Zähnezahl des mit dem Werkstück 9 verbundenen Meisterzahnrades 10,
f die Teilung des Meisterzahnrades 10 und der zugehörigen Abwälzzahnstange 11, ζ die
Zähnezahl und iK die richtige Teilung des zu
schneidenden Rades und tw die Teilung des Werkzeuges. Dann muß sein
ζ · tu = ζ · tw ■= z' -1'
oder
Da das Verhältnis der Zähnezahlen -^-=konstant
ist, so wird tw = k · i'.
Wenn jetzt infolge der Hobelarbeit das Zahnstangenwerkzeug 5 wärmer wird als die
Abwälzzahnstange 11 und sich ausdehnt, so stimmt diese Gleichung nicht mehr. Nach der
vorliegenden Erfindung wird deshalb entweder die zu kurze Zahnstange mittels einer
Heizvorrichtung erwärmt oder die wärmere Zahnstange abgekühlt, bis wieder Übereinstimmung
herrscht. Es ist dabei unwesentlich, ob die Temperatur der beiden Zahnstangen dieselben sind oder voneinander abweichen,
sofern nur die Gleichung tw = k · t' erfüllt
ist.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Erwärmung der Abwälzzahnstange 11
gewählt.
Das zahnstangenförmige Werkzeug 5 (Fig· 3) besitzt auf der ganzen Länge eine
Aussparung 13, in die ein Meßelement 14
eingebettet ist. Dieses könnte aus einem
Thermoelement bestehen; im vorliegenden Beispiel soll es ein bandförmiger Leiter sein,
dessen Widerstand sich mit der Temperatur ' stark ändert. Die gleiche Einrichtung 13',
14' befindet sich an der Wälzzahnstange n. Über Leitungen 15, 15' sind die beiden Meßelemente
mit einer Stromquelle 27 von kons tanter Spannung e verbunden. Ein Meßinstrument
16 zeigt die Differenz der Stromstärken in den Meßelementen 14, 14' an. Da
sich deren Widerstand r = r0 [I -f- txt) proportional
mit der Temperatur ί ändert, so sind
e k
die Stromstärken i = — = zugleich
auch ein Maß für die jeweilige Temperatur der Meßelemente.
Die Wälzzahnstange 11 enthält eine Aus- no
sparung 21, in die ein elektrischer Heizkörper 22 gebettet ist. Dieser ist über einen
Schalter 18 und einen Regulierwiderstaud 20 mit einer Stromquelle 19 verbunden. Der
Schalter 18 wird durch einen Ansatz 17' des Zeigers 17 des Meßinstruments 16 selbsttätig
gesteuert, das auf Änderungen der Differenz der beiden Ströme anspricht, die in
den Leitungen 15 und 15' fließen.
Da die Wälzzahnstange 11 in den ruhenden
Schlitten 6 eingebaut ist, bereitet die Stromzuführung keinerlei Schwierigkeit. Anders
verhält es sich mit dem auf und ab bewegten Werkzeug 5. Erfindungsgemäß wird dessen
Meßelement 14 (Fig. 4) über eine Feder 23 mit dem Meßinstrument 16 verbunden. Die
Feder ist am Werkzeugstößel 2 durch einen Halter 24 und am Ständer 1 mittels eines Armes
25 befestigt. Beide Stützpunkte sind mit Isolierstücken 26 versehen, welche die Feder-•
enden aufnehmen, die entsprechend dem Hub des Werkzeugstößels 2 in den Haltern verstellbar
sind.
Wirkungsweise: Durch die Schneidarbeit und die Reibung des Stößels 2 in seiner Führungsbahn
erwärmt sich das Werkzeug 5 beträchtlich. Infolgedessen nimmt der Widerstand 14 zu, so daß sich der in der Leitung 15
fließende Strom verringert, während der durch die Leitung 15'fließende Strom zunächst gleichbleibt.
Infolgedessen schlägt der Zeiger 17 nach rechts aus und schließt den Kontakt 18. Das
hat zur Folge, daß der Heizkörper 22 Strom erhält und die Abwälzzahnstange 11 erwärmt,
λ'ιιη . nimmt der Widerstand 14' zu, so daß
auch der Strom in der Leitung 15' abfällt.
Die Temperaturzunahme der Zahnstange 11 dauert so lange an, bis der Zeiger 17 wieder
nach links ausschlägt und den Kontakt 18 unterbricht. Dadurch verlängert sich die
Zahnstangen in gleichem Maße Avie das Werkzeug 5. Dieses Spiel wiederholt sich
selbsttätig nach erfolgter Abkühlung in den Grenzen einer geringen Temperaturschwankuni,'.
Bei dauernd starker Erwärmung des Werkzeuges kann auch ein ständiger, zusätzlicher
Heizstrom über den Regulierwiderstand 20' dem Heizkörper zugeführt werden, so daß
durch das Instrument 16 nur der genaue Grenzwert zu regulieren wäre.
Wenn 'aus irgendeinem Grunde die Wälzzahnstange 11 etwas zu lang ist, so darf die
Heizung nicht bei der Zeiger stellung o, sondern erst bei dem Pluswert, der einer ebenso
großen Wärmedehnung des Werkzeuges entspricht, einsetzen. Im umgekehrten Falle kann mittels der zusätzlichen Heizung 20' die
zu kurze Wälzzahnstange 11 dauernd bis zur Erreichung der richtigen Länge vorgewärmt
werden, wobei dann die genaue Regulierung durch das Instrument 16 bei einem bestimmten
Minuswert der Skala erfolgt. Zu diesem Zwecke ist der -Schalter 18 gegenüber dem
Zeiger 17 verstellbar angeordnet. Die erforderlichen Längenmessungen werden am einfachsten
durch Prüfung der Zahnteilungen der gehobelten Räder durchgeführt.
Durch das beschriebene Korrekturverfahrcn
wird nur die Wälzzahnstange n erwärmt, während das in diese eingreifende Meister-
fio rad 10 etwas kühler bleibt. Infolgedessen
entsteht eine allerdings sehr kleine Teilungsdifferenz der beiden Verzahnungen. Diese
hat aber keinen Einfluß auf die Güte des zu schneidenden Rades, da das Meisterrad nach
dem Abrollen sämtlicher Zähne immer genau eine volle Umdrehung ausgeführt hat, wobei
die Wälzstrecke z' ■ t' an der durch Heizung korrigierten Wälzzahnstange 11 auch gleich
der Strecke ζ · tw am Zahnstangenwerkzeug ist.
Die Einstellung des Keiles 12 kann erfolgen, nachdem die Zahnstange 11 etwa auf die
sich im Betriebe einstellende durchschnittliche Temperatur mit Hilfe des verstellbaren
Widerstandes 20' erwärmt worden ist. -
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Statt
der Zahnstange 11 und des Meisterrades 10
können andere Abwälzorgane Verwendung finden. Auch kann die Beheizung durch andere
Mittel erfolgen, z. B. durch heißes öl. Statt die Abwälzorgane zu beheizen, kann
man auch das Werkzeug abkühlen, z. B. mit kaltem öl.
-
Claims (6)
1. Maschine zum Hobeln von Zahnrädern nach dem Abwälzverfahren mit
Hilfe eines zahnstangenförmigen Werkzeuges von mindestens der Länge des Teilkreisumfanges des Werkstückes, und
Wälzorganen, bestehend aus Meisterrad und Zahnstange, deren "Länge mindestens gleich dem Umfang des Meisterrades ist,
dadurch gekennzeichnet, daß am Werkzeug (5) und- an der Abwälzzahnstange
(11) Temperaturmeßeinrichtungen (14, 14') vorgesehen sind, die fortwährend
oder in bestimmten Zeitabständen die Temperaturen beider Teile messen und dadurch
Heiz- oder Kühleinrichtungen zum Ausgleich von Längenunterschieden zwischen Werkzeug (5) und Abwälzzahnstange
(11) einschalten.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Temperaturmeßeinrichtungen
Widerstandsmeßelemente vorgesehen sind,, die mit einer Stromquelle
von gleichförmiger Spannung sowie mit einer Schalteinrichtung (16—18) verbunden
sind.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwälz-'
zahnstange (11) mit Einrichtungen (22) zur elektrischen Beheizung versehen ist,
die durch .die Schalteinrichtung (16—18)
betätigt werden.
4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung
der Heizeinrichtung so erfolgt, daß der Temperaturunterschied zwischen Werk-
zeug und Abwälzzahnstange konstant ist.
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite der Wälzzahnstange (11) das Temperaturmeßelement
(14') und auf der anderen Seite das Heizorgan (22) angeordnet
ist.
6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Temperaturmeßelement
(14) des sich bewegenden Werkzeuges (5) über eine Feder (23), die einerseits an dem Werkzeugstößel (2),
andererseits an dem ruhenden Maschinenständer (1) befestigt ist, mit der Schalteinrichtung
(16—18) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937A0084786 DE697014C (de) | 1937-11-10 | 1937-11-10 | Maschine zum Hobeln von Zahnraedern nach dem Abwaelzverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937A0084786 DE697014C (de) | 1937-11-10 | 1937-11-10 | Maschine zum Hobeln von Zahnraedern nach dem Abwaelzverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE697014C true DE697014C (de) | 1940-10-09 |
Family
ID=6949290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937A0084786 Expired DE697014C (de) | 1937-11-10 | 1937-11-10 | Maschine zum Hobeln von Zahnraedern nach dem Abwaelzverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE697014C (de) |
-
1937
- 1937-11-10 DE DE1937A0084786 patent/DE697014C/de not_active Expired
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