DE6958C - Schnell - Verdampfapparat mit vermehrter Sicherheit gegen Ueberkochen - Google Patents
Schnell - Verdampfapparat mit vermehrter Sicherheit gegen UeberkochenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/10—Vacuum distillation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/04—Evaporators with horizontal tubes
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- Commercial Cooking Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der in "der Zeichnung vorliegende Apparat ist dazu bestimmt, mittelst Retourdämpfe von
Dampfmaschinen oder auch mittelst direct aus den Kesseln entnommener Dämpfe Flüssigkeiten
zu einem höheren Concentrationspunkte einzudampfen oder zum Krystallisiren zu bringen.
Derselbe ist speciell für Zuckerfabriken als Verdampf- oder Vacuumapparat construirt, kann
aber auch ebenso gut zum Eindampfen anderer Säfte, Salzlösungen etc. verwendet werden.
Ueber die Eigenschaften bisheriger Verdampfapparate,
welche denselben Zwecken dienen, ist folgendes zu bemerken:
1. Das Kochen der Säfte wird erschwert durch eine zu hohe Saftschicht, welche die
Dampfbläschen nicht leicht genug zur freien Entwickelung kommen läfst; auch die mechanischen
Widerstände für die Bewegung der Dampfbläschen wachsen mit der Höhe der Saftschicht und werden sehr empfindlich bei
zunehmender Dichte der Säfte.
2. Sie haben ihrer Construction nach einen niedrigen Dampfraum, der in seiner ganzen
Höhe durch spritzende Theile des einzudickenden Saftes, welche beim Kochen emporgeschleudert
werden, ausgefüllt wird. Daher gehen entweder grofse Mengen dieser Partikelchen mit
in die Brüdenabführungsrohre über und verursachen einen grofsen Verlust, oder es ist nöthig,
besondere Apparate als Saftfänger in die Brüdenrohre einzuschalten.
3. Ein weiterer Uebelstand jetziger Verdampf-. einrichtungen besteht darin, dafs die Dampfheizkammer
als ein Raum den heizenden Dämpfen offen steht. So kommt es, wenn bei unzureichenden Retourdämpfen gleichzeitig
directer Dampf angewendet werden mufs, dafs dieser in dieselbe Kammer einströmt, in welche
der indirecte Dampf eingeführt wird. Hierdurch geht die hohe Spannung des directen Dampfes
und mit dieser seine Temperatur sofort bei seinem Eintritt zurück und der directe Dampf
verliert dadurch den wesentlichsten Theil seiner Wirksamkeit. Aufserdem aber wird durch die
gröfsere Spannung des directen Dampfes der Abdampf zurückgehalten und äufsert einen Gegendruck
auf den Kolben der den Abdampf liefernden Maschinen. So wird der Betrieb leicht gestört,
jedenfalls erschwert.
4. Die bisher zur Verwendung gekommenen Heizrohre haben einen Durchmesser von mindestens
52 mm, sind verhältnifsmäfsig kurz und zahlreich und bieten für den von ihnen eingenommenen
Raum eine nur kleine Heizfläche. Der sie durch- oder umströmende Heizdampf hat in den weiten Räumen nicht Geschwindigkeit
genug, um die Wandungen stets von Luft und Condensationswasser freizuhalten. Dadurch
wird der Effect vermindert.
Der in Zeichnung vorliegende Apparat hat alle diese Mängel nicht. Sie sind beseitigt
durch folgende Eigenheiten:
Zu i. Die Form des Apparates ist so gewählt,
dafs sich eine breite Lagerung der Heizrohre ermöglichen läfst; die Höhe der Lagerung
ist dadurch gering und es ist der Vortheil errungen, mit einer sehr niedrigen Saftschicht die
Heizfläche der Rohre auszunützen, d. h. die Heizrohrwandungen zu decken und so die Bedingungen
eines leichten Kochens zu erfüllen.
Zu 2. Der Apparat hat einen hohen Dampfraum A, der es gestattet, dafs der viele Saft-
Lagerexempkr
theilchen mit sich führende Brüden lange und in nur langsamer Bewegung in ihm verweilt, wodurch
Gelegenheit gegeben ist, dais jene, ihrer Schwere folgend, sich aus dem Brüden abscheiden
und in den Saft zurückfallen. Die Brüdenabgangsrohre B sind breit und weit gewählt,
um auch hier die Strömung möglichst wenig heftig werden zu lassen. Sie führen in eine gemeinschaftliche Rohrerweiterung, dem
jetzigen Dome entsprechend, einen Cylinder, der durch die Brüdenabgangsstutzen unmittelbar
dem Verdampfkörper angefügt ist und wo die letzte Scheidung von Brüden und Saft stattfindet;
der sich event, noch abscheidende Saft fliefst unten inmitten des Cylinders bei C ab
und fällt in Rohren c c seitlich in den Verdampfkörper zurück.
Zu. 3. Die Kammern D, in welche der Heizdampf einströmt und durch welche derselbe in
die einzelnen Rohre vertheilt wird, wechseln mit Kammern E ab, welche die aus den Heizrohren
abströmenden Dämpfe und deren Condensationswasser sammeln und bei c abführen.
Jede der Heizkammern D kann bei F1 mit directem oder bei Fn mit indirectem Dampfe gefüllt
werden; ebenso können einige Kammern mit directem, die übrigen gleichzeitig mit indirectem
Dampfe gespeist werden, ohne dafs die gespannten Dämpfe irgend welchen Einflufs auf den Abdampf
oder dessen Ursprung ausübten; nur die Ausmündungen der Rohre communiciren da gemeinschaftlich,
wo (in den Kammern E) der ungehinderte Austritt in die Atmosphäre durch e
offen steht.
Es ist als ein wesentlicher Fortschritt zu bezeichnen, dafs je nach Nothwendigkeit Dämpfe
von verschiedenen Temperaturgraden zugleich und ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen,
zur Verwendung kommen können.
Zu 4. Als Heizrohre G sind Rohre von thunlichst kleinem Durchmesser gewählt, die
schlangenförmig mehrere Windungen im Innern des Körpers bilden und so für ihre Befestigung
in der vorderen Stirnwand weniger Raum beanspruchen, als sie einnehmen müfsten, wenn
jedes Rohr einzeln einen Durchlafs mit Dichtung hätte. Die Rohre liegen dadurch im
Innern des Körpers sehr eng aneinandergefügt und bieten in einem kleinen Räume eine grofse
Heizfläche. Der Dampf, welcher die Heizrohre durchzieht, strömt in den engen Querschnitten
sehr lebhaft und treibt Luft und Condensationswasser gewaltsam aus, wodurch die Rohrwandungen
für die Aufnahme der Dampfwärme rein bleiben.
Claims (4)
- Patent-AnsprüChe :ι. Die breite Lagerung der Heizrohre in niedriger Schicht und die dadurch bedingte eigenthümliche Kofferform des Apparates, um in niedriger Schicht ein leichtes Kochen der Säfte zu ermöglichen.
- 2. Die Anwendung eines besonders hohen Dampfraumes zum Zweck der besseren Scheidung von Brüden und Safttheilchen.
- 3. Die Zerlegung der Heizkammer in verschiedene Abtheilungen, um zugleich directen und indirecten Dampf ohne gegenseitige Beeinflussung verwenden zu können.
- 4. Die Anwendung von in Schlangenform gebogenen und dicht gelagerten Heizrohren von kleinem Durchmesser, um grofse Heizfläche und lebhaften Strom der Heizdämpfe zu erzielen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6958T | 1879-02-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6958C true DE6958C (de) | 1879-11-06 |
Family
ID=33480429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18796958D Expired DE6958C (de) | 1879-02-22 | 1879-02-22 | Schnell - Verdampfapparat mit vermehrter Sicherheit gegen Ueberkochen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6958C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6032789A (en) * | 1995-11-25 | 2000-03-07 | Habasit Gmbh | Tubular conveyor belt |
-
1879
- 1879-02-22 DE DE18796958D patent/DE6958C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6032789A (en) * | 1995-11-25 | 2000-03-07 | Habasit Gmbh | Tubular conveyor belt |
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