DE31046C - Neuerung an Verdampf- und Vorwärm - Apparaten - Google Patents
Neuerung an Verdampf- und Vorwärm - ApparatenInfo
- Publication number
- DE31046C DE31046C DENDAT31046D DE31046DA DE31046C DE 31046 C DE31046 C DE 31046C DE NDAT31046 D DENDAT31046 D DE NDAT31046D DE 31046D A DE31046D A DE 31046DA DE 31046 C DE31046 C DE 31046C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tubes
- juice
- heating
- steam
- evaporation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 title claims description 14
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 title claims description 14
- 235000011389 fruit/vegetable juice Nutrition 0.000 claims description 35
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 31
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 2
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 9
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 9
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 8
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 8
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 6
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 4
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 3
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000010411 cooking Methods 0.000 description 2
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 description 2
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 description 2
- 239000003643 water by type Substances 0.000 description 2
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 description 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 1
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 1
- 238000010790 dilution Methods 0.000 description 1
- 239000012895 dilution Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000029142 excretion Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000006260 foam Substances 0.000 description 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000012261 overproduction Methods 0.000 description 1
- 238000009877 rendering Methods 0.000 description 1
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 description 1
- 239000008107 starch Substances 0.000 description 1
- 238000001356 surgical procedure Methods 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 239000006200 vaporizer Substances 0.000 description 1
- 238000013022 venting Methods 0.000 description 1
- 238000009736 wetting Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B25/00—Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89: Zucker- und Stärkefabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1884 ab.
Die Rohre der bisher in Verwendung befindlichen Verdampf-Apparäte, gleichgültig, ob
diese horizontal oder vertical angeordnet werden, sind zwischen zwei Wandungen festsitzend
oder abgedichtet.
1. In beiden Fällen treten Uebelstände auf, und zwar entweder, dafs die Condensationswässer
im Heizraum einen Theil der Heizfläche verlegen, wodurch die letztere unwirksam
wird, oder, wenn diese Condensationswässer genügend abgezogen werden, dafs
Dämpfe mitgehen, die unbenutzt den Verdampfkörper verlassen. Es müssen zu diesem Behufe
spedell hergestellte Behälter angewendet werden, in welche diese Condensations- oder Brüdenwässer
abfliefsen, und der aufgefangene Dampf kann erst im nächsten Körper benutzt werden.
2. Es ist ferner experimentell erwiesen, dafs diejenige Heizfläche wirkungsvoller ist, bezw.
dafs die Verdampfung pro Flächeneinheit und pro i° Temperaturdifferedz gröfser wird, wenn
eine lebhaftere Saftcirculation stattfindet.
Laut eines Versuches wurde die übertragene Wärmemenge pro 1 qm Heizfläche, pro i° Temperaturdifferenz
und pro 1 Minute in Vergleich gezogen mit der Saftgeschwindigkeit in Metern
pro Secunde, und es wurden bei 0,312 m Saftgeschwindigkeit pro Secunde 22,7 cal., bei
0,640 rn Saftgeschwindigkeit pro Secunde 33,6 cal., bei 1,020 m Saftgeschwindigkeit pro Secunde
46,9 cal., bei 1,640 m Saftgeschwindigkeit pro Secunde 49,9 cal. pro 1 qm Heizfläche,
pro i° Temperaturdifferenz und pro ι Minute verdampft.
Hieraus ist ersichtlich, welchen Werth. eine lebhafte Saftcirculation besitzt.
Bei den Apparaten mit stehenden Röhren und innerer Saftcirculation ist die Geschwindigkeit
des Saftes, mit welcher die Säfte entlang der Heizflächen streichen, wohl gröfser, als es
bei Apparaten mit liegenden Röhren und mit um die Rohre befindlichem Saft der Fall ist;
in beiden Fällen ist jedoch die Saftcirculation nicht genügend. Aufserdem ist bei letzteren
Apparaten noch der Uebelstand, dafs die untere äufsere Fläche der Heizrohren mit Dampf blasen
bedeckt wird, da letztere durch die liegende Anordnung der Rohre verhindert werden, aufzusteigen,
weshalb diese Heizfläche nur in geringem Mafse wirksam sein kann. Dagegen ist
bei den ersteren Apparaten die Ableitung der im Heizkörper auftretenden Luft und Gase eine
mangelhafte.
Die Safttheilchen, welche mit dem sich entwickelnden Dampfe aus dem Flüssigkeitsniveau
mitgerissen werden, lassen sich in zwei Gruppen trennen, und zwar in solche, welche so grofs
sind, dafs sie,. kaum emporgeschleudert, sofort zurückfallen, und dann in solche, welche so
fein zertheilt sind, dafs sie bei der herrschenden Auftriebsgeschwindigkeit in Schwebe erhalten
bezw. mit fortgezogen werden.
Für die erste Gruppe genügt deshalb, schon
ein niedrigerer Dampfraum, etwa das Verhältnifs ι : ι der Safthöhe zur Höhe des Dampfraumes,
während die fein vertheilten Safttheilchen bei noch so hohem Dampfraum zur Ausscheidung
nicht gelangen, wenn nicht die Geschwindigkeit vermindert oder die Bewegungsrichtung
verändert wird etc.
In Erwägung dieser Umstände erscheint die Anwendung von sogen. F ie ld 'sehen Röhren
für Verdampf- und Vorwärmer - Apparate von besonderem technischen Vortheil, wie sie die
Fig. ι bis 3 der Zeichnung A und die folgende
Beschreibung darstellen.
In einer Scheidewand W, welche eine beliebige Contour, Form und Lage besitzen kann,
sind die Field'sehen Röhren/ befestigt, welche
vorwiegend die Heizfläche ausmachen.
Die Field'schen Röhren haben die Form einer Eprouvette, sind also an ihrem unteren
Ende geschlossen und haben behufs rascher, gleichmäfsiger Circulation der Flüssigkeit ein
engeres, etwas längeres Rohr, welches beiderseits offen steht, eingefügt.
Ueber der Scheidewand ist der Verdampfraum V, unter derselben der Heizraum Ή.
Sowohl der Verdampf- als auch der Heizraum sind von Wandungen umgeben, welche,
die äufsere Form des Apparates bildend, in dieser sehr verschieden gehalten sein können.
Der Heizdampf tritt entlang des unteren Theiles des Heizraumes bei A in den Apparat 7,
wo er an den Heizflächen der Field'schen Röhren sich condensirt.
Das Condensationswasser fliefst an den verticalen Wandungen rasch ab und gelangt in
den unteren, von der Heizfläche freien Raum des Heizraumes, von wo es durch die Ablafsvorrichtung
b selbsttätig abgeleitet wird.
Das Entlüften des Heizraumes erfolgt durch die Rohrleitungen c und d, welche durch Ventile
e schliefsbar sind; die hier entweichenden Gase und Dämpfe treten in den Verdampfraum
desselben Apparatkörpers.
Die in den Field'schen Röhren sehr stark circulirende Flüssigkeit würde, wenn ihre Strömungsrichtung
beim Austritt aus den Röhren nicht geändert werden würde, aufschäumen; deshalb ist über jedes enge Röhrchen, welches
in dem Eprouvette-Röhrchen steht, ein Tellerring geschoben, der in einer entsprechenden
Entfernung von der Ausmündung der Eprouvette-Röhrchen gehalten wird.
Am oberen Theil des Verdampfraumes ist eine Rinne oder ein Trog g entlang des Apparates
angebracht, deren obere Ränder' von der Apparatwandung etwas abstehen; hierdurch
werden zwei lange Schlitze gebildet, die der Dampf passirt; in dieser Rinne, den Schlitzen
gegenüber, sind Wandungen h angebracht, die den Dampf nöthigen, entlang der Rinnenwände
nach abwärts zu gehen, um dann wieder steigen zu müssen und die vorgelegten gelochten
Bleche i zu passiren.
Die Safttheilchen bleiben theils durch die
Richtungsänderungen, theils durch die Benetzung an den grofsen Trogwandungen und an den
der vorgelegten gelochten Bleche i haften, wo sie sich in Tropfen sammeln und durch die
unter dem Saftniveau ausmündenden . Röhrchen k zum Saft zurückkehren.
Da aber noch an der inneren Seite der gelochten Bleche Partikelclien haften bleiben, s©
ist durch das in k einmündende enge Röhrchen Ot dafür gesorgt, dafs auch der letzte aufgefangene
Saftrest zurückkehrt.
Die langen Schlitze haben einen bedeutenden Querschnitt, der sich bei noch so bedeutenden
Aufwallungen nicht verlegen kann, wenn für genügend weite Abflufsrohre k gesorgt ist.
Der gebildete Dampf kann aus dem Räume zwischen den gelochten Blechen i von oben
oder seitlich entnommen werden.
Die Räume V und H sind durch Mannlöcher zugänglich und der Raum V so hoch,
dafs man die Rohre reinigen eventuell herausziehen kann.
Der Saft tritt durch den Stutzen η in den Apparat ein und macht einen Schlangenweg
durch, an dessen Ende er den Apparat verläfst; er wird zu demselben durch die Wandungen
ο veranlafst zu dem Zweck, dafs jeder Theil des Saftes sich die nämliche Zeit im
Apparat aufhalte und der concentrirtere Saft zum Austritt gelange. Die Wandungen ο
dienen aufserdem zur Absteifung der Scheidewand W.
Die Theilung des Heizraumes in Kammern erscheint aus dem Grunde überflüssig, da der
sämmtliche Heizdampf sich in demselben gleichmäfsig vertheilt und condensirt; dieselbe könnte
aber durchgeführt werden.
Auf diesen Apparatkörper I kann ein solcher Körper II und eventuell auf diesen ein solcher
Körper III etc., also als multipler Säulenapparat aufgestellt werden.
Die aus dem Safte des ersten Körpers gebildeten Dämpfe treten alsdann entlang des
ganzen Apparates durch den Schlitz αγ in den
Heizraum des zweiten Körpers. Wäre ein dritter Körper über den zweiten gestellt, so
würden die gebildeten Dämpfe aus dem Körper II durch einen gleichen Schlitz wie α oder
CL1 in den Heizraum des dritten Körpers treten u. s. w.
Durch diese Anordnung eines Säulenapparates werden mehrfache Vortheile erzielt, die in folgendem
bestehen:
1. Die Obertheile der unteren Apparate dienen als Untertheile der oberen Apparate.
2. Die Dampfrohrleitungen und Ventile, die sonst zur Verbindung der Apparate unter einander
dienen und alle hiermit zusammenhängenden Verluste an Wärme und Auslagen fallen fort. In diesem Falle ist jedoch der Saft
aus dem unteren in den oberen Apparat zu heben. Will man dies nicht, so macht man
die Anordnung umgekehrt und setzt den ersten Körper zu oberst, so dafs dann sowohl der
Saft als auch der Dampf den Weg von oben nach unten durchzumachen hat.
In diesem Falle werden äufsere Verbindungsrohre und eine Aenderung in der Anordnung
der Dampfschlitze a U1 etc. nothwendig.
■3. Die Raumersparnifs und mit dieser die einfachere Bedienung der Apparate.
■3. Die Raumersparnifs und mit dieser die einfachere Bedienung der Apparate.
Aus dem letzten' Apparat gelangt der Dampf durch die Oeffnung p, wie bereits der zweite
Körper zeigt, zur Condensation, nachdem er eventuell zuvor zur Anwärmung von Säften etc.
gedient hat.
Wird ein solcher Apparat blos in den Theilen seines Verdampfraumes und mit den Fieldschen
Röhren ausgeführt, so ist derselbe in Verbindung mit der nöthigen Sicherheitsarmatur
besonders auch geeignet, als Dampfkessel überhaupt zu functioniren und, mittelst Heiz- oder
Rauchgase geheizt, auch zur Concentration von Säften und Salzlösungen zu dienen; namentlich
die langgestreckte Cylinderform des Apparates, wenn der untere Theil der Fig. 2 in dem gemeinten Sinne als Längenschnitt und
die Fig. 3 als Querschnitt betrachtet werden, bietet einestheils den Heizgasen einen günstigen
Durchtritt und eine vorzügliche Ausnutzung und anderentheils eine entsprechende Festigkeit.
Diese Construction eignet sich auch ebensogut als Vorwärm-Apparat für Flüssigkeiten, in
welchem Falle der Verdampfraum bis auf den ■des Saftraumes reducirt wird; ebenso eignet sie
sich zur Herstellung von Oberflächencondensatoren überhaupt.
Als ein weiterer Vortheil dieser Verdampf-Apparate kann die leichte Möglichkeit der Heizflächenvergröfserung
angesehen werden. Diese Apparate sind in ihrer Länge unabhängig von der Rohrlänge, und es können dieselben, wenn
nöthig, mit beliebiger Heizfläche verlängert werden.
Als ein Vortheil dieser Apparate sei noch angeführt, dafs die Rohre, da sie nur in einer
Wandung festsitzen, sich frei ausdehnen können, dafs sie also perfect dicht halten, was beim
Kochen von Zuckersäften sehr wichtig ist.
Gegenüber allen Vortheilen dieses Apparates ist ein Nachtheil zu erwähnen, und zwar: dafs
die concentrate Flüssigkeit zum Schlufs der Arbeit aus den Field'schen Röhren nicht einfach
abgelassen werden kann; diesem Nachtheil kann man auf die Weise abhelfen, dafs man
die concentrirte Flüssigkeit bis zum Boden abläfst und den concentrirten Rest in den Röhren
durch Wasser oder eine entsprechende Flüssigkeit derart verdünnt, dafs dann nach einmaligem
Aufwallen und abermaligem Ablassen dieser Verdünnung der in den Röhren verbleibende
Rest einfach gänzlich abgedampft wird; dieser spielt keine Rolle, da diese Operation selten
vorzunehmen ist.
Das Ableiten der auftretenden Gase und der Luft kann durch die Rohre e und d in der
ganzen Breite oder Länge des Verdampf-Apparates gleichmäfsig erfolgen; deshalb werden
die Rohre c und d, in dem Heizraum befindlich, entsprechend gelocht.
Die Vorwärm -. Apparate mit offenen oder geschlossenen, Heizröhren, welche zwischen
zwei Scheidewänden sitzen, kann man wesentlich verbessern, wenn man den Scheidewänden
statt der üblichen kreisrunden Contour eine oblonge oder längliche Contour giebt, z. B. die
eines Reflectors oder die einer Ellipse etc., und zwar zu dem Zweck, um in einem Apparat
beliebig viel Heizfläche unterbringen zu können, wie dies bereits die Zeichnung der neuen
Apparate mit Field'schen Röhren in Fig. 1 und 2 darstellt.
Das Entlüften bezw. das Ableiten der Gase und der Luft aus dem Heizraume kann alsdann
ebenfalls durch die Rohre c und d, Fig. 4, in der Länge oder Breite des Apparates erfolgen,
während die Entwässerung desselben Raumes ebenfalls durch eine Ablafsvorrichtung b selbstthätig
erfolgen kann, wenn man das Gehäuse b derselben Fig. 4 derart in die nächste zum
Heizraum H des Apparates stellt, dafs das Condensationswasser zu dem etwas tiefer liegenden
Räume des Gehäuses der Ablafsvorrichtung gelangen kann, und zwar so, dafs der Schwimmer
s, welcher das Ventil oder den Hahn etc. in Bewegung setzt, sich in dem Räume des
Heizdampfes stets oder zeitweise bewegt, je nachdem der Zuflufs des Condensationswassers
geringer oder gröfser ist, also derselbe theilweise oder ganz unter das Wasser gesetzt wird,
so dafs stets nur das condensirte Wasser und niemals der Dampf durch das Ventil mitgehen
kann und demnach ein Ableiten des Dampfes aus dem Gehäuse b nicht möglich ist.
Behufs rascher und guter Circulation des Saftes in den Heizröhren, womit ein wesentlicher
technischer Erfolg zu erzielen ist, werden in die Heizröhren Einsatz-Circulationsröhren r,
Fig. 4, eingefügt, so wie dies bei den Fieldschen Röhren der Fall ist; diese Röhren
tragen die Scheiben t etwa in dem Diameter der Heizröhren am oberen Theil in entsprechender
Entfernung von der Oeffnung der Heizröhren zu dem Zweck, um die Richtung der Saftströmung
beim Austritt aus den Röhren zu ändern.
Die Ablafsvorrichtung b für das Condensationswasser kann auch mit Vortheil an Apparaten
anderer Constructionen angebracht werden, und kann die Detailausführung derselben selbst
verschieden sein; die Circulationsröhren können auch in die Heizröhren jener Apparate eingefügt
werden, welche noch mit kreisförmigen Scheidewänden ausgeführt sind.
Die Geschwindigkeit der Saftströmung in diesen Röhren kann noch erhöht werden, wenn
man anstatt der Circulationsröhren volle Stäbe anwenden würde.
Das neue Verdampf- und Vorwärm-Verfahren soll darin bestehen, dafs man:
a) die Concentration von Flüssigkeiten, besonders der Zuckersäfte, Salzlösungen etc., wenn
man diese in Dampfkesseln überhaupt erfolgen läfst, bei einer Spannung von etwas über Null
effectiv bis ι und 1Y2 Atmosphärenüberdruck
vornimmt;
b) die Dämpfe dieser Provenienz und der Spannung im ersten Verdampf-Apparat zur
weiteren multiplen Ausnutzung, und zwar rein oder als Gemisch mit Retourdämpfen der
Dampfmaschinen vor oder aber nach erfolgter Vorwärmung von Flüssigkeiten aller Art, besonders
der Zuckersäfte, bei der Safterzeugung und anderen Stationen der Zuckerfabrikation
und zum Kochen im Vacuum benutzt;
c) den Retourdampf aus Dampfmaschinen mit Expansionswirkung in einem Recipienten sammelt,
ihn rein oder aber mit den Retourdämpfen, die nach der Vorwärmung von Flüssigkeiten
resultiren, oder mit den Dämpfen, die vom Vacuum kommen, gemischt, zur Verdampfung
im zweiten Verdampf-Apparat benutzt.
Die bisher besonders in Zuckerfabriken in Verwendung stehenden Volldruckdampfmaschinen
liefern eine ausreichende Retourdampfmenge, um die Säfte mit derselben zu
verdampfen; benutzt man aber zur Concentration von Säften und anderen Flüssigkeiten
Dampfkessel, die durch Feuer- oder Rauchgase geheizt werden, und die in denselben gewonnenen
Dämpfe, so wurden diese unter den gewöhnlichen Verhältnissen als Ueberschufs auftreten.
Deshalb ist es nothwendig, den Retourdampf der Dampfmaschinen zu reduciren, was durch
theilweise oder complete Einführung von Expansionsmaschinen geschehen kann, so dafs die
Retourdämpfe der Maschinen je nach ihrer Spannung entweder schon im ersten oder aber
erst im zweiten Körper zur Verwendung gelangen.
Bei diesem Verfahren kann keine Dampfüberproduction eintreten, man kann vielmehr
eine ganz besondere Brennmaterial-Ersparnifs gewärtigen, um so mehr, wenn die im zweiten
Verdampf-Apparate erzeugten Dämpfe zum dritten und von da zum vierten Apparat u. s. w.
zur multiplen Verwendung gelangen.
Claims (2)
1. Zur Erzeugung rascher Saftcirculation die Anbringung von Einsatz-Circulationsröhren
oder vollen Stangen r in den beiderseits offenen Heizrohren verticaler Verdampf-
und Vorwärm-Apparate, und um die Richtung der Saftströmung beim Austritt aus den Röhren zu ändern, die Scheiben oder
Teller t, Fig. 4, auf dem oberen Theil jener Circulationsröhren oder vollen Stangen r.
2. Zur Entfernung der Luft und des Ammoniaks aus dem Heizraume von Verdampf-
und Vorwärm-Apparaten die Anbringung von entsprechend gelochten Röhren c und d,
Fig. i, 2 und 4, im Heizraume oben und unten, in der Länge oder in der Breite
des Apparates.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31046C true DE31046C (de) |
Family
ID=307146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31046D Expired - Lifetime DE31046C (de) | Neuerung an Verdampf- und Vorwärm - Apparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31046C (de) |
-
0
- DE DENDAT31046D patent/DE31046C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1792662C3 (de) | Mehrstufige Destillationsvorichtung | |
| DE2717543B2 (de) | Verfahren zum Destillieren einer Flüssigkeit und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2156141C2 (de) | Mehrstufen-Entspannungsverdampfer | |
| DE31046C (de) | Neuerung an Verdampf- und Vorwärm - Apparaten | |
| DE17785C (de) | feuerungen an Verdampfapparaten | |
| DE1517385A1 (de) | Vorrichtung zum Verdampfen von Seewasser | |
| DE171715C (de) | ||
| DE59446C (de) | Verdampfapparat | |
| DE23078C (de) | Vacuumapparat zum Krystallkochen mit grofser Heizfläche, getrenntem Etagen-Heizsystem für direkten und Retourdampf und lebhafter Heiz-Dampfströmung | |
| DE436240C (de) | Vorrichtung zum Verdampfen von Loesungen | |
| DE142936C (de) | ||
| DE26327C (de) | Apparaten-System zur pneumatischen Abdampfung und Destillation von Flüssigkeiten | |
| DE444864C (de) | Gliederdampfkessel fuer hohen Betriebsdruck | |
| DE308648C (de) | ||
| CH666473A5 (de) | Verdampfungseinrichtung und anlage mit solchen verdampfungseinrichtungen zum entsalzen von meerwasser. | |
| DE6958C (de) | Schnell - Verdampfapparat mit vermehrter Sicherheit gegen Ueberkochen | |
| DE396220C (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Verdampfen von Fluessigkeiten | |
| DE533948C (de) | Absorptionskuehlapparat | |
| DE414419C (de) | Ein- oder Mehrkoerper-Verdampfapparat | |
| AT121977B (de) | Vorrichtung zum Eindampfen von Salz-, Zucker- und anderen Lösungen. | |
| AT44296B (de) | Verdampferkessel mit schrägen Röhren. | |
| DE1958301C (de) | Verdampfereinsatz | |
| DE220485C (de) | ||
| DE13429C (de) | Neuerungen an Apparaten für die Destillation ammoniakalischer Flüssigkeiten | |
| DE29019C (de) | Verdampfapparat mit kontinuirlichem Betriebe |