AT63478B - Verfahren und Apparat zum Verdampfen von Zuckersäften und anderen gegen andauernde Überhitzung empfindlichen Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Verdampfen von Zuckersäften und anderen gegen andauernde Überhitzung empfindlichen Flüssigkeiten.

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AT63478B
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Otto Fritz Brandt
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  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description


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 längere Zeit   andauernde Cberhitzung überhaupt nicht   vertragen. Neuere Forschungen haben indessen ergeben, dass kurz   andauernde     Überschreitung der für die Dauer gerade noch zulässigen   Temperatur unschädlich ist. 



   Diese Erkenntnis wird gemäss der Erfindung dazu benutzt. um einen in seinen baulichen Grundzügen an sich bekannten Apparat einerseits durch eine von den bisher bekannten durchaus abweichenden Verwendungsweise, andererseits durch eine diesem   Verwendungsverfahren an-   
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   t'nnuug für   die   Flüssigkeit.   



   Da nun als Heizmittel bei Apparaten der hier in Frage kommenden Art der Abdampf eines 
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 chemischer oder mechanischer Natur ein. Ausserdem ist bei den bisher bekannten Verfahren des Kochens mit niedrigem Flüssigkeitsstande zuerst nur ein Teil der Heizfläche wirksam, und 
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 Raum, nämlich in den vorderen Verbindungsstutzen zwischen Ober- und Unterkörper verlegt ist. 



   Um das Aufsteigen in diesem Raume zu ermöglichen, wird sowohl die Kammer als auch der vordere   Verbindungsstutzen   so eng als konstruktiv möglich gehalten, wenigstens so   eng.   dass der Querschnitt dieser Teile nicht grösser ist als der   Cesamtquerschnitt   aller Heizrohre. Da die   Innenflächen   der   Vorderkammer   und des vorderen Verbindungsstutzens nicht. zur Heizfläche gehören, so werden sie nicht wie die oberen Stücke der Rohre bei den erwähnten bekannten Apparaten schon   vor dem Aufsteigen der Flüssigkeit   erhitzt. Die aufsteigende Flüssigkeit erwärmt vielmehr die   bespülten Wandungen gerade   nur auf die jeweilige Temperatur der Flüssigkeit. 
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 Flüssigkeitüberdeckt. 



   Das Wesen der Erfindung besteht also darin, dass ein überaus lebhafter natürlicher Umlauf der gesamten Flüssigkeitsmenge in einem Apparat der eingangs erwähnten Art lediglich dadurch hervorgebracht wird, dass der Apparat nur soweit nut Flüssigkeit gefullt wird, dass sie im Zustande der Ruhe nicht bis zum Oberkörper hinaufreichen würde, wohl aber infolge der von der Beheizung hervorgerufenen Bewegungsvorgänge durch die vordere Verbindungskammer bis in den Ober- 
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 zu beginnen. 



   Ein in seiner Ausgestaltung diesem Anwendangsverfahren angepasster Verdampfapparat ist auf der Zeichnung durch Fig. 1 im   Längsschnitt   und durch Fig. 2 in der Ansicht dargestellt
Der Apparat   besteht aus dem Unterkörper 7   und dem Oberkörper. 2. welche miteinander vorne und hinten durch Verbindungsstutzen oder Kammern oder in sonstiger geeigneter Weise derart verbunden sind, dass sie zusammen einen in sich geschlossenen Hohlraum bilden. Der Unterkörper 1 ist zum Oberkörper 2 geneigt angeordnet und in den Unterkörper ist das Röhren-   bündel. j   eingebaut. 



   Die Räume 7 und   8,   in denen sich die Flüssigkeit vor und hinter den   Röhren sammelt,   
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 der Röhren die Siedetemperatur überschritten wird und sich somit schon an dieser Stelle ein Gemisch aus Flüssigkeit und Dampfblasen bildet, welches bedeutend geringere Dichte besitzt als die der Siedetemperatur nahe blasenfreie Flüssigkeit. Innerhalb der Röhren und innerhalb der zu diesem Zweck eng gehaltenen vorderen Verbindungskammer 7 können sich die Blasen nicht von der Flüssigkeit trennen. Der ganze Innenraum der Röhren und der vorderen Ver-   hindungskanmler   ist also von einem Gemisch aus Flüssigkeit und Dampfblasen erfüllt.

   Der ans den blossen Dichtigkeitsunterschieden   b'asenfreier Flüssigkeit sich ergebende natürliche Auftrieb   

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 ist also durch das Hinzutreten der Blasen in   Hebt hohem   Betrage vervielfacht. Infolgedessen steigt die Flüssigkeit in der vorderen Verbindungskammer 7 bis über die in den Oberkörper führende Mündung empor und tritt somit durch den Stutzen 3 in den Oberkörper ein, auf dessen Boden sie, sich ausbreitet.

   Dabei scheiden sich die Dampfblasen von der Flüssigkeit, so dass der Boden des Oberkörpers nur in der Nähe der   Einmündungsstelle   des vorderen Verbindungsstutzens von einem Gemisch aus   Flüssigkeit   und Dampfblasen, im übrigen hmgegen, insbesondere an der   F, inmündungmtelle   des hinteren Verbindungsstutzens, von blasenfreier Flüssigkeit bedeckt ist. Diese die Mündung des hinteren Verbindungsstutzens bedeckende Flüssigkeit hat das Bestreben, unter dem   Einfluss     illrel   Schwere durch den hinteren Verbindungsstutzen   4   nach dem Innern der Röhren zurückzulaufen.   Der Einfluss   der Schwere allein würde indessen nur eine verhältnismässig niedrige Ablaufgeschwindigkeit hervorrufen.

   Die enge Gestaltung des hinteren Verbindungsstutzens 4 und der hinteren Kammer 8 hat nun die Wirkung, dass dieser von der nunmehr blasenfreien Flüssigkeit verhältnismässig rasch durchflossen wird. Rasch fliessende Flüssigkeit übt, wie dies bei Strahlpumpen bekannt ist, eine Saugwirkung auf die in angeschlossenen Räumen befindlichen Flüssigkeitsmengen aus. Die den Boden des   Oberkörpers   bedeckende Flüssigkeit fällt also nicht einfach durch den hinteren Verbindungsstutzen 4 hinab, sondern sie wird in diesen hineingesaugt. Zu diesem Zwecke ist der Querschnitt des hinteren Verbindungsstutzens kleiner als der Gesamtquerschnitt der Heizrohre. Diese Wirkung ist sehr wesentlich zur   Herbeiführung   eines raschen Umlaufes der gesamten im Apparate enthaltenen   Flüssigkeitsmenge.   



   Der in den Röhren erzeugte und im Oberkörper von der Flüssigkeit geschiedene Dampf wird in üblicher Weise durch die Stutzen des Domes 9 abgeleitet. 



   Die Flüssigkeit verweilt nur ganz kurze Zeit (höchstens eine Minute) un Apparat und wird in dieser kurzen Zeit, während deren sie infolge ihrer ausserordentlich hohen Strömunggeschwindigkeit, eine   grössere Anzahl von Umläufen zurücklegt,   fertig konzentriert. An den SteHen der höchsten Erhitzung verweilt die Flüssigkeit nur sekundenweise, so dass die Gefahr einer unzulässig lange andauernden   Uberhitzung vollkommen beseitigt ist. Da   die Räume 7   und 8   von der   bewegten Flüssigkeit   in ihrer vollen Ausdehnung angefüllt werden. kommt die   Flüssigkeit   auch in diesen Räumen nicht zur Ruhe, so dass die in ruhender beheizter Flüssigkeit zu befürchtenden chemischen oder mechanischen Veränderungen (A8skristallisationen, Ausscheidungen und dal.) nicht zustande kommen.

   Wegen der grossen   Umlaufgeschwmdigkeit ist   die Verdampfungsleistung der angewendeten Heizfläche eine ausserordentlich hohe. 



   Die Fig. 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform des Apparates im Längsschnitt und In Ansicht. Hier sind der Oberkörper und der Unterkörper an je ein   gemeinschaftliches   Kopfteil 10 angeschlossen, welches zugleich die vordere Verbindung der beiden Körper bildet. 



   Statt je eines   Ober- und Unterkörpers können   auch mehrere vorgesehen sein. 



   Die Wirkung des Erfindungsgegenstandes ist durchaus verschieden von dem bereite erwähnten bekannten Verfahren, bei welchem die zu konzentrierende Flüssigkeit an der Innen- 
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 wird. Bei jenem Verfahren werden sehr lange, beispielsweise 7 m lange Röhren angewendet und nur im untersten Stück jener Röhren ist ein Gemisch aus Flüssigkeit und Dampfblasen vorhanden. Schon innerhalb der Röhren trennt sich der Dampf von der Flüssigkeit und die die innere   Röhrenwandung benetzende F) üssigkeitsschicht wird   von dem in der   Rohnnitte   sich   ent-   Wickelnden   Dampfstrahi emporgeblast'n. d.   h. durch   OberflÅachenreibung   mit hinaufgenommen.

   Zur Herbeiführung jener Wirkung ist ein   verhattmsmässig   grosser Energieaufwand, also ein grosses   Temperaturgefälle,     zchen dem Heizuuttel   und der zu konzentrierenden Flüssigkeit erforderlich. Die   Flüssigkeit durrhiäuft jede lotrechte Röhre nur   ein einziges Mal und ist in   der Nähe   des oberen   Röhrenendes   fertig konzentriert. Nur der   Dampfstrah) bewegt   sich durch die Röhren rasch   aufwärts,   die   Flüssigkeit   hingegen langsam, so dass Ausscheidungen in der Nähe der oberen   Röhrenmündung   bei zu Ausscheidungen geneigten Flüssigkeiten nicht verhindert werden können.

   Daher ist das besprochenen Verfahren nur auf solche Flüssigkeiten anwendbar, bei denen keine Ausscheidungen zu befürchten sind. Ausserdem behält die Flüssigkeit die von der hohen Heizmitteltemperatur herrührende, schon an sich in manchen Fällen unzulässige Höchsttemperatur längere Zeit bei, weshalb das ältere Verfahren nur auf unempfindliche Flüssigkeiten anzuwenden ist. 



  Demgemäss erschliesst die Erfindung neue Anwendungsgebiete. 



   Damit gemäss den obigen Darlegungen durch enge Ausgestaltung der hinteren Verbindungkanuner das Sichabsetzen fester Bestanddteile (Ausscheidungen) verhindert werden kann, muss   natürlich   die   Voraussetzung erfüllt sein,   dass die   Ausscheidungen   sich nur infolge eines Fehlers   bom Eindampfen bilden,   bei richtigem   Vertauf des Eindampfvorganges   hingegen überhaupt 
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 In einem solchen Fall ist es vorzuziehen, dafür Sorge zu tragen, dass die Ausscheidungen sich an einer bestimmten Stelle im Apparat, von welcher sie leicht abgezogen werden können,   nämlich   in einem sogenannten Sack, ansammeln.

   Solche Säcke zur Ansammlung von Ausscheidungen sind an sich bekannt, und zwar wurden sie auch schon an solchen Verdampfapparaten vorgesehen, in denen die Flüssigkeit einen Kreislauf ausführt. Indessen handelt es sich dort um Apparate von wesentlich anderer Konstruktion und Wirkungsweise. Insbesondre bietet bei jenen bekannten Apparaten das Absetzen der ausgeschiedenen Bestandteile wegen der geringen Umlaufgeschwindigkeit der zu verdampfenden Flüssigkeit keine Schwierigkeiten. 



   Mit der den Gegenstand der Erfindung bildenden Verbesserung wird bezweckt. den gesamten Rücklaufweg der   Flüssigkeit   für die Abscheidung der festen Bestandteile auszunutzen und die Abscheidung der ausgeschiedenen Bestandteile nur an einer bestimmten Stelle des Apparates zu bewirken. Zu diesem Zwecke ist die ganze hintere Verbindung zwischen dem Oberkessel und dem Röhrensystem als   Ruheraum   ausgebildet, und zwar ist die Anordnung so getroffen, dass dieser Raum in einem Sack endigt, der die gerade untere Fortsetzung der weiten hinteren Verbindung bildet, d. h. der Sack und die hintere Verbindung sind gleich weit gehalten und genau übereinander angeordnet. 
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 bis unter die tiefste Stelle der Ummantelung des Verdampfungskörpers 1 verlängert.

   In der hinteren Verbindung ist infolge des   stark vergrösserten   Querschnittes die Flüssigkeitsbewegung stark verlangsamt und im   Sack 11 kommt die Flüssigkeit   fast ganz zur Ruhe. Da nun aus einer   bewegten Flüssigkeit   die in derselben etwa befindlichen festen Bestandteile sich dort   ansammeln   bzw. abscheiden, wo die   Flüssigkeit   am wenigsten bewegt ist. und da an   allen übrigen Stellen   des Apparates eine überaus lebhafte Bewegung der Flüssigkeit stattfindet. so erfolgt die Ab   scheidung   nur an diesen erweiterten Stellen, und da die festen Teile schneller als die Flüssigkeit zu Boden sinken, setzen sie sich im   Sack 11   zu Boden.

   Das untere Sackende ist zu einem Trichter 12 
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 geeignete Absperrorgane von Zeit zu Zeit abgelassen werden können. 



   PATENT   ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zum   Verdampfen von Zuckersäften   und anderen gegen andauernde   t her-   hitzung wie Zuckersäfte empfindlichen Flüssigkeiten. welche ungefähr die Zähigkeit von Zucker- 
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   einem   nicht heheizten Oberkörper und emem vorderen und einem hinteren   Verbindungsstutzen   besteht. dadurch gekennzeichnet, dass dieser Apparat nur so weit mit Flüssigkeit gefüllt wird. dass sie Im Zustande der Ruhe nicht   hts   zum Oberkörper reicht, während sie infolge der durch die Beheizung hervorgerufenen Bewegungsvorgänge durch die vordere Verbindungskammer bis 
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   bindungsstutzen   in den Heizkörper zurückgelangt, um den Kreislauf im nämlichen Apparat von neuem zu beginnen.

Claims (1)

  1. 2. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, von der in Anspruch 1 erwähnten allgemeinen Bauart. dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Sammelkammer (7) bzw. der VErbindungsstutzen (3) möglichst eng gehalten ist. derart, dass sich die infolge der Beheizung im Röhrenbündel (5) entstandenen Dampfblasen erst im Oberkörper (2) von der emporgerissenen Flüssigkeit trennen können.
    3. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, von der in Anspruch 1 erwähnten allgemeinen Bauart, dadurch gekennzeichnet, dass auch die hintere Sammelkammer zur Herbeiführung einer Saugwirkung auf den von den Dampfbiaaen geschiedenen, im Ober- körper (2) befindlichen Teil der Flüssigkeit und zur Verhütung von Abscheidungen möglichst eng gehalten ist, so dass sie stets in ihrer vollen Ausdehnung von bewegter Flüssigkeit erfüllt ist.
    4. Apparat gemäss Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Verbindung zwischen dem unten befindlichen Verdampfungskörper (1) und dem oben befindlichen Dampf, abscheidungskörper (2) soweit gehalten ist, dass der Querschnitt dieser Verbindung ein Vielfaches des Gesamtquerschnittes der Heizrohre beträgt und dass diese Verbindung sich in Gestalt eines bis unter die tiefste Stelle des Verdampfungskörpers (1) hinunterreichenden Sackes (11) nach unten Fortsetzt. zum Zwecke, den ganzen Rücklaufweg der Flüssigkeit für das Absetzen fester Bestandteile auszunutzen.
AT63478D 1911-07-21 1911-12-09 Verfahren und Apparat zum Verdampfen von Zuckersäften und anderen gegen andauernde Überhitzung empfindlichen Flüssigkeiten. AT63478B (de)

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