DE253078C - - Google Patents

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DE253078C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/18Absorbing units; Liquid distributors therefor

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 253078 KLASSE 12 e. GRUPPE
HENRI LELARGE in MEUDON, Frankr.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1911 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 11. April 191.0 anerkannt.
die Priorität
Es ist zu den verschiedensten Zwecken erforderlich, zwischen einer Flüssigkeit und einem Gase eine innige Berührung herzustellen, beispielsweise in Wärmeaustauschvorrichtungen, bei Waschern, Sättigern, Verdampfern usw. Mit den gebräuchlichen Vorrichtungen lassen sich nur unzulängliche Ergebnisse erzielen, weil die Gase und die Flüssigkeiten sich bald Gänge von geringem Widerstände suchen, die sie so schnell durchströmen, daß eine ausreichende Berührung zwischen beiden nicht stattfinden kann.
Die Erfindung besteht nun darin, Vorrichtungen der genannten Art mit Verteilungskörpern zu versehen, durch die jeder Flüssigkeitstropfen zu weiterer Teilung gezwungen wird, ohne daß er infolge der Kapillarität von einem zum anderen Ende an den Verteilungskörpern entlang gleiten kann. Dies wird dadurch erzielt, daß jeder Verteilungskörper aus einem schraubenförmig gewundenen Streifen besteht, zwischen dessen einzelnen Windungen Zwischenräume belassen sind. Sobald ein Flüssigkeits tropfen auf eine Windung eines derartigen Verteilungskörpers trifft, läuft er um diese Windung herum und gelangt an die unterste Stelle, wobei er sich ausbreiten kann, weil ihm die ganze Breite einer Windung zur Verfügung steht. Dadurch ist eine innige Berührung zwischen der Flüssigkeit und dem im Gegenstrom geführten Gase gewährleistet, während die Zwischenräume zwischen den untersten Windungen den Tropfen hindern, der Länge nach an dem Verteilungskörper entlang zu gleiten. -35
Vorrichtungen mit Verteilungskörpern nach der Erfindung bieten den weiteren Vorzug, daß die Innenfläche eines jeden Teilungselementes in derselben Weise wie seine äußere Oberfläche zur Flüssigkeitsteilung beiträgt, wodurch die Berieselungsfläche noch vergrößert und infolgedessen die Berührung zwischen Flüssigkeit und Gas noch inniger wird.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ein Wascher dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch den Wascher.
Fig. 2 stellt zwei Schichten von Verteilungskörperh in größerem Maßstabe und in Teil- ' ansieht dar.
Der Wascher enthält einen Bottich 13 von rechteckigem Querschnitt, an dessen unterem Ende eine Kammer 14 liegt, in die ein Zuleitungsrohr für das zu waschende und zu kühlende Gas mündet. Ein Wasserrohr 16 ist
an den oberen Teil des Waschers oberhalb eines Bündels 17 von Verteilungskörpern angeschlossen, das zwischen zwei wagerechten Rosten 18, 19 liegt. Der Boden 20 des Βοίο tichs 13 ist zwecks guter Ableitung der Flüssigkeit trichterförmig ausgebildet.
Die Verteilungskörper liegen in wagerechten Schichten in zwei zueinander senkrechten Richtungen übereinander; zuerst wird eine Schicht 21 auf den Rost 19 gelegt, beispielsweise parallel zur Schnittebene der Fig. 1; danach wird auf diese Schicht senkrecht zur Schnittebene eine zweite Schicht 22 gebracht usw. Diese Verteilungskörper haben zweckmäßig verschiedene Durchmesser und sind in der Weise angeordnet, daß die Körper von größtem Durchmesser unten liegen (Fig. 1).
Die Verteilungskörper sind an jedem Ende beispielsweise durch einen Pfropfen aus Holz
o. dgl. verschlossen, wodurch die Bildung von Gasgängen an der Wandung verhütet werden soll, indem der Gasumlauf an dieser Stelle unterbrochen wird.
Das Gas tritt durch schraubenförmig gewundene Rohre 23 aus, in denen die mitgerissene Flüssigkeit in bekannter Weise abgesondert wird. Die Rohre 23 münden in eine Kammer 24, an der das Gasableitungsrohr 25 sitzt.
Die Wirkungsweise des Waschers ist folgende: Die durch das Rohr 16 eintretende Flüssigkeit wird zweckmäßig regenartig auf den oberen Rost 18 geworfen und von diesem über die oberste Schicht der Verteilungskörper 17 verteilt. Da jeder dieser Körper, wie in Fig. 2 dargestellt, aus einem schraubenförmig gewundenen Streifen besteht, dessen Windungen um eine bestimmte Strecke voneinander entfernt sind, so wird jeder oben auf einen Verteilungskörper 27 auftreffende Flüssigkeitstropfen beispielsweise in zwei Tropfen zerlegt, die an der Außenfläche dieses Körpers nach rechts und links herablaufen, um an den untersten Stellen 28 zweier Windungen anzulangen.
Infolge der Zwischenräume zwischen den einzelnen Windungen kann keiner dieser kleinen Tropfen an dem Körper 27 entlang laufen, so daß die beiden Tropfen auf die unterhalb der genannten Windungen liegenden Körper 29 bzw. 30 auftreffen. Jeder kleine Tropfen teilt sich bei dieser Berührung wieder in zwei Tropfen, ein Vorgang, der sich bis zur untersten Schicht 21 wiederholt, so daß die Flüssigkeit in außerordentlich feinem Zustande am unteren Ende des Bottichs 13 anlangt. Diese Zerlegung der Flüssigkeitsteilchen wird noch dadurch begünstigt, daß die Tropfen nicht nur an den Außenflächen der Windungen entlang, sondern auch noch innen in diese hineinlaufen.
Auf diese Weise kommt das durch das Rohr 15 unter Druck am unteren Ende des Bottichs 13 in diesen einströmende und durch das Bündel 17 der Verteilungskörper aufsteigende Gas mit einer unendlich großen Menge Wasserteilchen in Berührung, die sich entweder in Form von Tropfen unten oder als dünne Schichten seitlich oder oben an den Verteilungskörpern befinden. Dadurch wird eine äußerst innige Berührung zwischen dem Wasser und dem Gase hervorgerufen und die Temperatur des Gases schnell herabgesetzt, wobei es von etwa darin enthaltenen, im Wasser löslichen Unreinigkeiten befreit wird. Die Berührung wird dadurch noch inniger, daß das Gas keinen geraden Weg verfolgen kann und die gesamte Gasmenge gleichmäßig über das Bündel 17 verteilt wird.
Die Durchströmung der Verteilungskörper einer jeden Schicht vollzieht sich unter geringerem Widerstand als der Übergang des Gases von einer Schicht zur anderen, wodurch dessen Weg bis zum Austritt gewissermaßen in einzelne Absätze geteilt und eine innige Berührung zwischen Gas und Flüssigkeit gewährleistet wird.
Das mit den Unreinigkeiten des Gases versehene Wasser fließt durch den Trichter 20 ab, wobei seine Temperatur fast genau der go Temperatur des Gases bei dessen Eintritt in den Wascher entspricht. Das gekühlte und gewaschene Gas entweicht durch die Rohre 23, in denen ihm in bekannter Weise eine Wirbelbewegung erteilt wird, was bekanntlich die Abscheidung der mitgerissenen Flüssigkeit begünstigt, die infolge der Fliehkraft gegen die Rohrwandungen geschleudert wird. Das Gas sammelt sich in der Kammer 24, aus der es durch das Rohr 25 den Verbrauchsstellen zuströmt.
Die Wasch- und Kühlflüssigkeit kann natürlich ebenso wie der Stoff, aus dem die Verteilungskörper bestehen, je nach der Art des zu reinigenden Gases und entsprechend dem zu erzielenden Produkte verschieden sein.
Mit den beschriebenen Verteilungskörpern können Vorrichtungen für die verschiedensten Zwecke ausgerüstet sein, beispielsweise Vorrichtungen zum Wärmeaustausch, zur Flüssigkeitsreinigung, für die Herstellung gashaltiger Lösungen, zur Darstellung von Schwefelsäure, zum Sättigen, Vergasen u. dgl.
Der Streifen, aus dem ein Verteilungskörper besteht, kann von verschiedenen Querschnitten sein, wenn er nur nach seiner Aufrollung eine im wesentlichen zylindrische Außenfläche hat. Dabei sei bemerkt, daß mit derartigen Streifen beschickte Vorrichtungen an sich zwar bekannt sind, doch dienen diese zur Abscheidung des im durch sie geleiteten Dampf befindlichen Öles.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Erzielung einer Wechselwirkung zwischen einem Gase und einer im Gegenstrom geführten Flüssigkeit, gekennzeichnet durch in zweckmäßig rechtwinklig übereinander liegenden Schichten zu einem Bündel vereinigte Verteilungskörper, deren jeder aus einem unter Belassung von Zwischenräumen zwischen den einzelnen Windungen schraubenförmig gewundenen Streifen besteht, zum Zweck, die Flüssigkeitstropfen auf der ganzen Oberfläche der übereinander liegenden Verteilungskörper der Reihe nach zu verteilen und an deren beiden Oberflächen, der inneren wie der äußeren, eine innige Berührung des Gases und der Flüssigkeit zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE253078C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1244116B (de) * 1962-09-13 1967-07-13 Escher Wyss Gmbh Fuellkoerper fuer eine Vorrichtung zum gekoppelten Waerme- und Stoffaustausch zwischen einem Gas und einer Fluessigkeit
EP0011176A1 (de) * 1978-11-09 1980-05-28 Bayer Ag Packung zum Einbau in Kolonnen, Apparate bzw. Rohre in der Verfahrenstechnik
US5205047A (en) * 1990-05-30 1993-04-27 Marposs Societa' Per Azioni Method and apparatus for dynamically checking dimensions of mechanical parts

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DE1244116B (de) * 1962-09-13 1967-07-13 Escher Wyss Gmbh Fuellkoerper fuer eine Vorrichtung zum gekoppelten Waerme- und Stoffaustausch zwischen einem Gas und einer Fluessigkeit
EP0011176A1 (de) * 1978-11-09 1980-05-28 Bayer Ag Packung zum Einbau in Kolonnen, Apparate bzw. Rohre in der Verfahrenstechnik
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