DE69477C - Sicherheitsvorrichtung für Futterschneidmaschinen zum Ausrücken und Umsteuern der Vorschubwalzen - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung für Futterschneidmaschinen zum Ausrücken und Umsteuern der VorschubwalzenInfo
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- DE69477C DE69477C DENDAT69477D DE69477DA DE69477C DE 69477 C DE69477 C DE 69477C DE NDAT69477 D DENDAT69477 D DE NDAT69477D DE 69477D A DE69477D A DE 69477DA DE 69477 C DE69477 C DE 69477C
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F29/00—Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like
- A01F29/09—Details
- A01F29/16—Safety devices, e.g. emergency brake arrangements
- A01F29/18—Safety devices, e.g. emergency brake arrangements for protecting human beings
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Toxicology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Mechanical Operated Clutches (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei Häckselmaschinen kommen dadurch sehr häufig Unfälle vor, dafs die das Futter aufgebende
Person mit der Hand zu weit in die Maschine geräth, die Einzugswalzen die Hand erfassen und letztere durch die Messer verstümmelt
wird. Es gehen deshalb die Bestrebungen der Fertiger dieser Maschinen schon lange dahin, ausreichende Abstellvorrichtungen
zu bauen, welche diese Unfälle unmöglich machen.
Die Leitstange A für das Stellgehäuse B ist
am Gestell nicht fest gelagert, sondern am Vorderlager der Welle C in einem Nocken beweglich
geführt und gleitet am Mittellager mit einem Schlitz an einem Dorne (Fig. i). Auf
der Schwungradwelle C sitzt, wie in Fig. 1 und 2 ersichtlich, die Klauenkupplung D, an
deren loser Hälfte die Riemscheibe E direct angegossen ist.
Jede Kuppelhälfte hat zwei Zähne, die in einander passen, der rechte Theil der Kupplung
D ist auf der Schwungradwelle festgekeilt, während, die linke Hälfte mit der Riemscheibe E
lose und verschiebbar auf der Schwungradwelle sitzt. Wird also die linke Kuppelhälfte
durch die Leitstange A aufser Eingriff mit der rechten Hälfte gebracht, so läuft die Riemscheibe
E leer. Derselbe Vorgang findet statt, wenn der Antrieb durch eine Gelenkkupplung,
wie in Fig. ia ersichtlich, erfolgt. Die Schwungradwelle endigt mit der rechten Kuppelhälfte,
während die linke Kuppelhälfte auf deren Fortsetzung aufgekeilt ist und an deren Ende
die Gelenkkupplung angreift. Wird also die linke Kuppelhälfte um die Höhe der Kuppelzähne
nach links verschoben, so erfolgt Ausrückung der Schwungradwelle wie oben.
Ueber dem Mittellager ist eine kleine Welle c angeordnet; diese ist einerseits durch den
Hebel b und die Zugstange α mit dem Deckel J
der Maschine fest verbunden; am anderen Ende greift eine Nase d zwischen zwei an der Leitstange
A angeschmiedete Zähne. Hebt sich also der Deckel /, so wird durch die Zugstange
a, Hebel b, Welle c und die Nase d
die Leitstange A nach links gerückt. Diese Leitstange A ist nun über das Mittellager hinaus
verlängert und greift in die Nuth der losen Kuppelhälfte D. Durch die Linksbewegung
der Leitstange A wird also die Kupplung ausgerückt uud die Riemscheibe E läuft leer. Da
das Stellgehäuse B mit der Leitstange gekuppelt ist, rückt auch dieses mit nach links
und dadurch kommt das Trieb G zwischen zwei Zahnreihen des Scheibenrades H, also
aufser Eingriff.
Hebt sich also durch Hineingerathen eines fremden Gegenstandes oder zu dicker Auflage
des Futters der Deckel J, so werden die Riemscheibe E und das Trieb G ausgerückt, die Einzugswalzen
der Maschine kommen dadurch zum Stillstand.
Eine Schnappfeder i hält den Deckel in dem höchsten Stande fest.
In den Fig. 1 und 2 ist angenommen, dafs der Antrieb der Häckselmaschine an der Längsseite
oder vom Hinterende der Maschine her erfolgt; in vielen Fällen erfolgt aber der An-
trieb von der Kopfseite aus, und für diese Ausführung dient die Ausrückung nach Fig. 4.
Auf der Welle C sitzt eine Mitnehmergabel g, welche in Fig. 5 a und 5 b in Vorder-
und Seitenansicht gezeichnet ist; dieser Mitnehmer g greift durch die Nabe des Schwungrades
M hindurch in zwei entsprechende Aussparungen der Riemscheibennabe N, Fig. 5 c.
Die Leitstange A ist vor dem Vorderlager gekröpft und greift innerhalb der Schwungradnabe
in eine Nuth der Mitnehmergabel g.
Durch die Linksbewegung der Leitstange A wird die Gabel g aus der Nabe der Riemscheibe
herausgezogen und letztere läuft leer; es ist also derselbe Zweck erreicht wie in
Fig. ι und 2 durch die Klauenkupplung.
Der Hauptvortheil dieser Ausführung beruht darin, dafs der Ausrücker innerhalb des
Schwungradkranzes gelagert ist, während bei älteren Constructionen die Ausrückung immer
durch ein um das Schwungrad herumgreifendes Hebelwerk erfolgen mufste.
Wenn durch Ausrücken der Riemscheibe E und des Triebes G die Einzugswalzen zum
Stillstand kommen, so macht doch die Welle C durch die lebendige Kraft des Schwungrades
noch einige Umdrehungen; diese Bewegung wird nun benutzt, um die Einzugswalzen zurückzudrehen, also einen gefafsten Gegenstand
von dem Messer zu entfernen.
Neben dem Vorderlager sitzt auf der Welle C ein mittelst zweier Stellschrauben festgemachter
Ring m, Fig. 6; über diesen gleitet eine Büchse K mit angegossener Frictionsscheibe.
In dem durch den Ring m und die Büchse K gebildeten Gehäuse ist eine Spiralfeder eingeschlossen
, welche die Büchse nach links zu drücken strebt und dadurch · die Frictionsscheibe
gegen den Rand des Scheibenrades zu pressen sucht. Die Linksbewegung des Gehäuses
ist beim Gang der Maschine durch eine in der Welle C sitzende Feder f aufgehalten.
Ueber diese Feder f ist ein an der Leitstange A befindlicher Ring L gestreift, welcher conform
der Steigung der Feder ausgedreht ist. Macht nun die Leitstange durch Oeffnen des Deckels J
die Linksbewegung, so rückt der Ring L mit und drückt dadurch die Feder f wieder in die
vertiefte Nuth der Welle C; nun kommt die Feder im Gehäuse K zur Wirkung und die
Frictionsscheibe legt sich gegen den Kranz des Scheibenrades; der Radkranz ist zwecks besserer
Reibung mit einem Lederstreifen ausgelegt.
Nach Abstellen der Maschine (Riemscheibe E und Trieb G) macht die Frictionsscheibe noch
die Umdrehungen der Schwungradwelle mit und bringt dadurch das Scheibenrad und die
von letzterem angetriebenen Einzugswalzen in eine rückläufige Drehung; die eingezogenen
Gegenstände werden also von dem Messer abgerückt und frei.
Durch die vollständige Ausrückung der Antriebsscheiben E und N, sowie des Triebes G
in Verbindung mit der rückläufigen Bewegung der Einzugswalzen ist der denkbar gröfste
Schutz gegen Unfälle geboten.
Claims (2)
1. Eine Sicherheitsvorrichtung für Häckselmaschinen zum Abstellen und Rückwärtstreiben
der Vorschubwalzen, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Heben des Deckels J
der Maschine mittelst des Hebelwerks abcd
die Leitstange A für das Stellgehäuse B verschoben und dadurch die Kupplung der
Antriebsriemscheibe E, Fig. τ und 2, und das in die Zahnreihen des Scheibenrades
eingreifende Trieb G, Fig. 2, ausgerückt wird, wobei mittelst der lebendigen Kraft
des Schwungrades und durch eine auf der Schwungradwelle sitzende FrictionsscheibeX',
Fig. i, 2, 3, 4 und 6, welche erst nach Ausrücken der Riemscheibe und des Triebes
und nach Niederdrücken der Feder / durch den. Ring L durch Federkraft zur
Wirkung kommt, das Scheibenrad H und die Vorschubwalzen rückwärts gedreht
werden.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Ausrückung der Riemscheibe N,
sobald diese neben dem .Schwungrade angeordnet ist, durch einen innerhalb der
Schwungradnabe gelagerten Mitnehmer g, Fig. 4a und 4b und Fig. 5.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69477C true DE69477C (de) |
Family
ID=342938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69477D Expired - Lifetime DE69477C (de) | Sicherheitsvorrichtung für Futterschneidmaschinen zum Ausrücken und Umsteuern der Vorschubwalzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69477C (de) |
-
0
- DE DENDAT69477D patent/DE69477C/de not_active Expired - Lifetime
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