DE69466C - Verfahren und Apparat zur Conservirung von Hülsenfrüchten - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Conservirung von Hülsenfrüchten

Info

Publication number
DE69466C
DE69466C DENDAT69466D DE69466DA DE69466C DE 69466 C DE69466 C DE 69466C DE NDAT69466 D DENDAT69466 D DE NDAT69466D DE 69466D A DE69466D A DE 69466DA DE 69466 C DE69466 C DE 69466C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
legumes
containers
preservation
heat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69466D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. DUPONT-DENNIS in Nantes, rue Arthur III
Publication of DE69466C publication Critical patent/DE69466C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B7/00Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
    • A23B7/10Preserving with acids; Acid fermentation
    • A23B7/12Apparatus for compressing sauerkraut

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Beans For Foods Or Fodder (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \S
Vorliegende Erfindung betrifft die Conservirung von abgekochten Hülsenfrüchten und besteht in einem Verfahren zur Behandlung derselben nebst den hierfür geeigneten Apparaten, welche auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht sind, von denen Fig. 1 und 2 einen zur Behandlung der Hülsenfrüchte dienenden Behälter in Ansicht und Grundrifs darstellen , während Fig. 3, 4 und 5 eine zur weiteren Zubereitung der Hülsenfrüchte bestimmte Büchse in Ansicht, im senkrechten Schnitt und Grundrifs,zeigen, Fig. 6 dagegen ein in diese Büchse. eingelegtes Drahtsieb veranschaulicht. Fig. 7 und 8 zeigen ein Gestell zur Aufnahme mehrerer solcher Büchsen in Ansicht und Grundrifs und Fig. 9 dasselbe im senkrechten Schnitt im gefüllten Zustande. Fig. 10 stellt im Grundrifs einen Deckel für solche Büchsen dar und Fig. 11 ein Sieb, welches bei diesem Verfahren ebenfalls zur Anwendung gelangt.
Zur näheren Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung mag im Nachfolgenden die Behandlung für die Conservirung von Bohnen als Beispiel näher beschrieben werden.
Die getrockneten Bohnen werden zunächst in den mit siebartigen Wandungen α versehenen Aufnahmebehälter (Fig. 1 und 2) gebracht, welcher alsdann mittels Ketten und Kranes in einen mit kaltem Wasser angefüllten Bottich eingetaucht wird. Nun bringt man die Temperatur des Wassers auf 30° C. und steigert dieselbe innerhalb 2 Y2 Stunden von einer halben Stunde zur anderen, bis zuletzt auf 500 C. Nach Verlauf dieser Zeit entfernt man den Aufnahmebehälter wiederum mittels des Kranes und der Kette aus dem Wasser und bringt die Hülsenfrüchte in mit Kochsalz gesättigtes Wasser von 50° C, worauf sie in geeigneten Büchsen abgekocht werden. Eine solche Büchse (Fig. 3, 4 und 5) hat die Form einer Schale mit luftdicht abgeschlossenem Boden b, oberhalb dessen in 2 cm Entfernung ein starkes siebartiges Drahtnetz c, Fig. 6, in der Büchse angeordnet ist, damit die Bohnen das Bodenblech nicht direct berühren können. Auf dieses Drahtsieb c wird ein mit Wässer gut durchzogenes Tuch gelegt, worauf die Hülsenfrüchte aufgebracht werden, welche mit einem ebenfalls mit Wasser gut durchtränktem Tuch bedeckt werden.. Auf das Ganze wird nun für je 5 kg Hülsenfrüchte 1 1 Wasser gegossen. Dieses sammelt sich unterhalb der Hülsenfrüchte zwischen den Böden b und c, was von besonderer Bedeutung für das Conserviren derselben ist. Danach deckt man die Büchse mit einem Deckel d, Fig. ι ο, aus Eisenblech zu, welcher durch eine Hanfschnur abgedichtet wird, die auf dem am oberen Theil der Büchse angenieteten Winkeleisen f angebracht ist (Fig. 4). Von den so vorbereiteten Büchsen stellt man in einem Gestell ι ο bis 12 über einander, dessen unterer Theil eine feste Platte g und dessen oberer Theil eine bewegliche Platte h besitzt. Diese letztere Platte h hat den Zweck, vermittelst der Schraube i die auf einander gestellten Büchsen zusammenzupressen und dadurch die Deckel d fest an. die Hanfschnüre anzudrücken, um das Eindringen von Wasser oder Dampf von aufserhalb beim Kochen in die Büchsen zu verhindern. Der unterhalb des Bodens b über-
ragende Theil der Büchsenseitenwand ist mit Löchern j versehen, die dem beim Kochen benutzen Wasser oder Dampf den Eintritt in den Raum zwischen dem Boden der einen Büchse und dem Deckel der darunter liegenden gestatten, .wodurch einestheils die Wärme sich überall gleich mäfsig vertheilen kann und andererseits noch ein Druck auf die Deckel ausgeübt wird.
Nachdem die Büchsen genügend verschlossen sind, bringt man das Gestell sammt Inhalt mittels eines Kranes in einen mit Wasser von ι oo ° C. oder mit Dampf gefüllten Kessel, schliefst letzteren und erhöht die Temperatur auf 102° C, welcher Hitzegrad während 2]/2 Stunden aufrecht erhalten wird, um alsdann das Ganze wieder aus dem Kessel herauszuziehen und erkalten zu lassen, damit die Körner nicht aufspringen. Selbstverständlich können die vorstehend angegebenen Zahlen bezüglich des Hitzegrades und der Einwirkungsdauer je nach der Art der Hülsenfrüchte auch wieder einige Veränderungen erfahren, jedoch können dieselben, wie es die Erfahrung gelehrt hat, für die am meisten vorkommenden Fälle genügen.
Das Wesentliche des vorliegenden Verfahrens ist die Abkochung ohne Wasser, nur mit Dampf in den beschriebenen Apparaten, was für die Conservirung der Hülsenfrüchte nothwendig ist. Nur ein derartiges Abkochen gestattet die Gewinnung von Bohnen in Körnerform und veranlafst keinen ranzigen Geschmack.
Will man Hülsen- oder Körnerfrüchte in Mehl- oder Gries-Form herstellen, so trocknet ' man dieselben auf einer Darre und zerstöfst sie. Nur das oben beschriebene Abkochverfahren gestattet auch, ein nicht verdorbenes bezw. keinen ranzigen Geschmack annehmendes Bohnenmehl herzustellen.
Handelt es sich aber darum, die Bohnen als Körner zu erhalten, was bis jetzt noch nicht gelungen ist, so breitet man die nach dem beschriebenen Verfahren abgekochten, aber bereits erkalteten Bohnen auf einem mit einem groben Seihtuch überzogenen weitmaschigen Drahtsieb aus (Fig. ii) und bedeckt sie mit einem gleichen Tuch. Dadurch wird ein Aufspringen oder Zerfallen der Bohnenkörner verhütet, denn schon der leiseste Wind während des Austrocknens genügt, um sie zum Zerspringen zu bringen, so dafs sie ihren Handelswerth einbüfsen.
Es mufs ferner darauf geachtet werden, dafs die Bohnen neben einander und nicht auf einander liegend ausgebreitet werden, da sie sonst leicht ölig bezw. schmierig werden und einer erneuten Trocknung bei höherer Temperatur bedürfen.
Die auf die genannte Weise ausgebreiteten und gut bedeckten Bohnen bringt man nun auf ihren Drahtsiebunterlagen in eine Trockenkammer mit einer Temperatur von 15° bis i8°, welche entsprechend dem fortschreitenden Trocknen der Bohnen nach und nach erhöht wird, wobei man darauf zu achten hat, dafs die Temperatur nicht zu plötzlich steige, um ein Zerspringen der Körner nicht eintreten zu lassen. Das Salzwasser, ,welches die aus dem Wasserbad kommenden Hülsen- oder Körnerfrüchte aufnimmt, bezweckt, die Entstehung von Schimmelpilzen zu verhindern, welche sich sonst während deren Trocknung bei niedriger Temperatur sehr schnell auf den Hülsenfrüchten bilden würden. In 2 bis 3 Tagen ist das Trocknen beendet und kann man dann die Hülsenfrüchte auf dem Boden einer gut trocknenden Vorrathskammer ausbreiten.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Conservirung von Hülsenfrüchten, dadurch gekennzeichnet, dafs man sie in Wasser kalt einweicht, darauf in diesem Wasser auf eine unterhalb der Siedehitze bleibende Temperatur erhitzt, sie alsdann in Kochsalzlösung taucht und sie schliefslich zwischen feuchten Tüchern in dicht geschlossenen Gefäfsen mittels letztere umgebenden Wassers oder Dampfes abkocht.
  2. 2. Ein zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1. geeigneter Apparat, gekennzeichnet durch die Anordnung von mit durchbrochenen Einlagen (c) und dichtschliefsenden Deckeln (d) ausgestatteten Behältern oder Büchsen derart, dafs diese Behälter über einander gestellt sind und . zusammengehalten werden können, zugleich aber zwischen einander freie Räume lassen, so dafs bei Anordnung eines solchen Apparates in einem Heizraum die Wärme nicht nur auf die Seitenwände, sondern auch auf Boden und Decke der einzelnen Behälter direkt einwirken kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69466D Verfahren und Apparat zur Conservirung von Hülsenfrüchten Expired - Lifetime DE69466C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE69466C true DE69466C (de)

Family

ID=342928

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT69466D Expired - Lifetime DE69466C (de) Verfahren und Apparat zur Conservirung von Hülsenfrüchten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE69466C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2003249A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Braten von Huehnchen od.dgl.
DE7001434U (de) Zweiteiliger, keramischer bratentopf.
DE337249T1 (de) Verfahren zum einarbeiten einer erhoehten menge an feuchthaltemittel in trockenfruechten, zur verwendung in trockennahrungsmitteln wie vormischungen und fertiggetreideprodukten.
DE69466C (de) Verfahren und Apparat zur Conservirung von Hülsenfrüchten
DE2230698C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Schnellkochnudeln
DE954932C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen und Haltbarmachen von Wurst oder anderen Lebensmitteln in Einmachgefaessen
DE139643C (de)
CH380326A (de) Dampfkochtopf mit Einsatz
DE385809C (de) Verfahren zur Vorbereitung von Erdnuessen und aehnlichen Fruechten fuer den Transport
DE925250C (de) Gasbeheizter Bratrost
AT203161B (de) Dämpfschrank
DE36450C (de) Milch-Kochtopf
AT275782B (de) Kochtopf
DE4000296C1 (en) Raw pickled e.g. ham, prodn. - comprising pickling in salt soln., roasting and drying then placing in continuously supplied salt soln.
DE863292C (de) Geraet zur Dampfkonservierung von Einmachgut u. dgl.
DE749787C (de) Presskorb fuer Obstpressen
DE364179C (de) Filterpresse mit einem senkrecht angeordneten, zylindrischen Kessel
DE2404729C2 (de) Keramischer Bratentopf
DE276211C (de)
DE317665C (de)
DE522727C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufpuffen von Getreidekoernern o. dgl.
EP3537873B1 (de) Herstellungsverfahren von fischködern und fischköder gemäss diesem herstellungsverfahren
DE48501C (de) Apparat zum Sterilisiren von Filtermasse, sowie zum Waschen und Aufziehen von Hefe
DE27695C (de) Apparat und Verfahren zur Hopfenextraktion
DE550695C (de) Waschmaschine