DE69455C - Laffete für Handfeuerwaffen - Google Patents

Laffete für Handfeuerwaffen

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DE69455C
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DE
Germany
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weapon
rifle
gun
laffete
arm
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69455D
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English (en)
Original Assignee
H. BORCHARDT in Berlin SW., Königgrätzerstr. 62
Publication of DE69455C publication Critical patent/DE69455C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A23/00Gun mountings, e.g. on vehicles; Disposition of guns on vehicles
    • F41A23/02Mountings without wheels
    • F41A23/16Testing mounts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Laffete bezw. ein bewegliches Gestell, aufweichem eine Schulterwaffe, z. B. ein Hinterladegewehr mit Cylinderverschlufs, befestigt werden kann ^ so dafs der Rückstofs der abgefeuerten Waffe auf geeignete Theile der Laffete einwirkt und das Oeffnen des Gewehrverschlusses bewirkt, während das Vorbringen der Waffe durch den Schützen in ihre normale Lage geeignete Theile der Laffete veranlafst, den Verschlufs und das Abfeuern der Waffe zu besorgen.
Der Zweck der Erfindung ist, den Rückstofs der Waffe nur zum Oeffnen des Verschlusses auszunutzen, wozu er selbst bei sehr kleinem Kaliber ausreicht, und das Schliefsen des Verschlusses, das Vorbringen und Abfeuern der Waffe durch menschliche Kraft zu veranlassen. Bei Einzelladern erlaubt die Erfindung schon ein sehr rasches gezieltes Feuern, wie es vom Schützen von der Schulter aus nie erreicht werden kann. Diese Feuergeschwindigkeit steigert sich bei sogenannten Magazinoder Repefirgewehren noch bedeutend. Vorzüglich eignet sich die Anwendung der Erfindung zur Vertheidigung hinter temporären oder bleibenden Verschanzungen. Je nach der Verwendungsart werden die Laffeten stationär oder transportabel eingerichtet.
In folgendem wird das Wesen der Erfindung beschrieben und erklärt, und zwar der leichteren Verständlichkeit wegen an der Hand von Zeichnungen. Als Gegenstand letzterer ist beispielsweise eine stationäre Laffete gewählt, doch wird befürwortet,- dafs die Erfindung sich mit jedem Sachverständigen geläufigen Abänderungen auch auf fahrbare, Pivot- und alle anderen Arten von Laffeten anwenden läfst.
In der Zeichnung sind:
Fig. ι und 2 die Seitenansichten einer Laffete, in welche ein Mannlicher-Geradezuggewehr eingelegt ist, in "geschlossenem und in offenem Zustande.
Fig. 3 ist eine Oberansicht der Fig. 1 nach beseitigtem Gewehr.
Fig. 4 ist eine Vorderansicht der Fig. 1.
Fig. 5 zeigt einen Th eil einer Laffete mit geöffnetem deutschen Gewehr, Modell 88.
Fig. 6 ist die Oberansicht von Fig. 5.
Fig. 7 zeigt eine vordere Befestigung des Gewehres in gröfserem Mafsstabe.
Die stationäre, aber sonst transportable Laffete besteht aus einem schlittenartigen Fundament Α, auf dem eine Bodenplatte B sich verschieben und nach Wunsch feststellen läfst. Auf der Platte -B dreht sich eine Drehscheibe C, welche den um die Zapfen.e zweier an der Drehscheibe befestigten Lagerböcke schwingenden Laffetenrahmen F trägt. Die Feststellung des Rahmens F geschieht auf irgend passende Weise, z. B. durch eine in h an die Drehscheibe C angelenkte Stange J, die durch eine am Rahmen F angelenkte Klemme G gleitet, und die der Drehscheibe C _ z. B. durch eine Schraubenbremse D. Zwischen den Wangen des Rahmens F sind ziemlich an den beiden Enden desselben zwei verticale Schwingen angelenkt, deren obere Enden die Vorrichtungen tragen, mittelst deren die Waffe festgehalten wird. Zwischen diesen ■ beiden Schwingen ist im Rahmen F eine. dritte
Schwinge O angeordnet, deren oberes Ende vermittelst einer federnden Schubstange Q auf den Kammergriff des Gewehres einwirkt, und die durch die schräge Stange P derart mit dem oberen Theil der hinteren Schwinge L verbunden ist, dafs die Bewegung der letzteren eine vergröfserte und beschleunigte der Schwinge O veranlafst. Wie grofs dieser Unterschied der Wege des oberen Endes der Schwinge 0 und des' der Schwinge L sein mufs, wird aus der weiteren Beschreibung hervorgehen. Mit der hinteren Schwinge L ist der Arm T verbunden, der am freien Ende eine Frictionsrolle u trägt, die von dem Daumen V einer Welle beeinflufst wird, welche durch die Kurbel W in Umdrehung versetzt wird. Der Arm T und der Daumen V sind derart dimensionirt, dafs bei geöffnetem Gewehrverschlufs (Fig. 2) die Rolle u wirkungslos über dem cylindrischen Theil des Daumens liegt, und dafs, wenn die Kurbel W gedreht wird, der Daumen V den Arm T so viel hebt, dafs die Schwinge L, also auch das Gewehr in ihre Lage nach vorn (Fig. 2) gebracht wird. Was die Befestigungseinrichtung der Waffe und die Mechanismen zum Oeffnen und Schliefsen bezw. Abfeuern betrifft, so richten dieselben im Einzelnen sich nach der Construction der Waffe, sie haben aber das Wesentliche gemein, dafs die Schubstange Q., wenn nach hinten bewegt, die Kammer der Waffe öffnet und in ihre äufserste Stellung nach hinten schiebt, wenn nach vorn bewegt, die Kammer wieder schliefst, und dafs das Abfeuern entweder von dem nach. hinten vorstehenden Theil der Stange P oder von einem anderen bewegten Theil der Laffete rechtzeitig und nach Wunsch besorgt wird.
In Fig. ι bis 4 ist ein Mannlicher-Geradezuggewehr in die Laffete eingelegt. Die vordere Schwinge K trägt einen gegabelten Klotz n, zwischen dessen Arme der Riemenbügel des Gewehres zu liegen kommt und auf den letzteres dadurch festgezogen wird, dafs eine Schraube mit dem einen Arm eines im Klotz gelagerten Winkelhebels den Riemenbügel nach unten drängt. Das hintere Ende des Gewehres wird mit der Lücke zwischen Abzugsbügel und Magazinkasten auf einen in der Schwinge L drehbaren Bolzen m gelegt und auf diesen durch zwei mit Knebeln versehene Muttern festgeklemmt. Die Schubstange Q, die sich hinten mit dem Schlitz r auf einem Stift am Ende der Schwinge L führt und am Ende eine oben offene Gabel trägt,-nimmt mit letzterer den Hals des Kammergriffes auf, der nach vorn in der Gabel etwas Spiel hat. Der vor den Abzug tretende Finger 5 des von der Stange P getragenen Abzugswinkels wird mittelst passend angebrachter Stellschrauben, eingestellt. Bis auf diese letztere werden alle Einstellungen am besten bei geöffnetem Verschlufs, also in der Lage der Fig. 2 gemacht. Nachdem die Visirung durch Einstellung und Feststellen der Drehscheibe C und des Laffetenrahmens F vorgenommen und ein Patronenpacket in das Magazin gedrückt ist, ist Laffete und Gewehr fertig zum Schiefsen.
Die Kurbel W wird nun rasch in der Pfeilrichtung gedreht und das Gewehr durch den Daumen V und den Arm T zusammen mit den drei Schwingen nach vorn getrieben, wobei die Schubstange Q. die Kammer nach vorn zieht und den Verschlufs bewerkstelligt, worauf der Abzugsfinger S, der in seiner Bewegung etwas zurückbleibt, abdrückt.
Der Rückstofs treibt die auf den Schwingen L und K gelagerte Waffe sofort zurück, wobei die Kammer durch die Schubstange Q geöffnet wird. Die Waffe ruht im geöffneten Zustande, bis eine zweite Kurbeldrehung dieselbe wieder nach vorn schwingt. Das Schliefsen und Feuern hängt demnach von der Kurbelbewegung ab, welche mit beliebiger Geschwindigkeit geschehen kann, während das Oeffnen des Verschlusses durch den Rückstofs der Waffe automatisch erfolgt.
In Fig. 5, 6 und 7 ist ein deutsches Infanteriegewehr, Modell 88, in die Laffete eingelegt. Die Befestigung desselben auf der vorderen Schwinge K ist hier dadurch bewirkt, dafs eine am Klotz η befestigte gekrümmte Feder das Gewehr auf ersteren' herunterdrückt (Fig. 7). Die Gabel der Schubstange Q, ist spiralförmig, nach oben und vorn gerichtet, um während des ersten Theiles des durch den Rückstofs veranlafsten Rückganges den Griff der Kammer nach oben zu drehen und dann nach hinten zu stofsen, und umgekehrt bei der Vorbewegung durch die Kurbeldrehung die Kammer zuerst vorzuziehen und dann während des letzten Theiles dieser Bewegung rechtsherumzudrehen und den vollen Verschlufs zu bewirken. Das Abdrücken geschieht hier, um eine andere Ausführungseinrichtung zu zeigen, direct von der in beiden Wangen des Rahmens F gelagerten Kurbelwelle aus. Die von der Welle geführte Stange χ wird von einem auf der Welle befestigten Zahn zur rechten Zeit nach unten gedrückt und bewegt mit ihrem oberen Ende einen am Ende der Stange P drehbar befestigten Winkelhebel Y, dessen freier Arm, der Abzugsfinger S, dann auf den Abzug drückt.
Es liegt auf der Hand, dafs sich zur Ausführung der Erfindung sehr viele, von den dargestellten · verschiedene Detailconstructionen darbieten. So könnte, anstatt die Waffe auf aufrechte Schwingen zu legen, dieselbe auf einen gleitenden Schlitten gelagert werden. Die Einrichtung, die Laffete nach allen Richtungen einzustellen, könnte anders gemacht
werden u. s. w. Aber alle solche Abänderungen und Constructionen fallen in den Rahmen der Erfindung, deren Wesen die Patent-Ansprüche ergeben.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Laffete für Handfeuerwaffen, bei wel-. eher das Oeffnen und Schliefsen des Verschlusses beim durch den Rückstofs hervorgerufenen Rücklauf bezw. beim Vorbringen der Waffe in die Feuerlage dadurch bewirkt wird, dafs dem auf den Verschlufscylinder einwirkenden Theil der Laffete eine andere Geschwindigkeit ertheilt wird, als dem das Gewehr tragenden Laffetentheil.
    An einer durch Anspruch i. gekennzeichneten Laffete für Schulterwaffen ein mit der Hand drehbarer Daumen oder Hebel, um die durch den Rückstofs automatisch geöffnete Waffe nach vorn zu treiben, den Verschlufs zu bewirken und abzufeuern.
    An einer durch Anspruch ι. gekennzeichneten Laffete für Schulterwaffen ein einstellbarer Abzugsfinger, der durch die Drehung einer Kurbel und passende Zwischenmechanismen bethätigt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT69455D Laffete für Handfeuerwaffen Expired - Lifetime DE69455C (de)

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