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Würfelschneidemaschine, insbesondere für Speck Nach dem Hauptpatent
ist eine Würfelschneidemaschine, insbesondere für Speck, in Vorschlag gebracht,
bei der für den Preß,-kolben ein hydraulischer Antrieb vorgesehen ist, dessen Vorschubgeschwindigkeit
regelbar ist. Hierbei liegt der mittels Flüssigkeits',-druckes angetriebene Kolben
oberhalb des Preßstempelkolbens, welcher den Speck in die Schneidvorrichtung zu
führen hat.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes
des Hauptpatents und besteht insbesondere darin, daß die beiden Kolben, nämlich
.der Preßstempelkolben und der mittels Flüssigkeitsdruckes angetriebene Kolben,
nebeneinander angeordnet und durch ein Querhaupt miteinander verL bunden sind.
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Diese Anordnung hat zur Folge, daß der hydraulische Antrieb nicht
mehr gleichachsig mit dem Preßstempelkolben #und oberhalb dieses Preßstempelkolbenssich
befindet. Durch die Trennung des pr eßstempelkolbens von dem Druckkolben ist dafür
gesorgt, .daß bei etwa . auftretenden Undichtigkeiten eine Verschmutzung .des Schneidgutes
durch das Druckmittel nicht mehr eintreten kann.
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An sich ist es bei Druckpressen bekannt, den Druckkolben neben der
P'reßstelle anzuordnen., Bei dieser bekannten Bauart von Druckpressen handelt es
sich jedoch nicht darum, den im vorliegenden Fall angestrebten besonderen Vorteil
zu erzielen, wonach mit Sicherheit verhindert wird, daß dass Druckmittel bei .etwa
auftretenden Undichtigkeiten in das zu zerkleinernde Gut eintritt.
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Die Maschine wird vorzugsweise derart angeordnet, daß. .das Querhaupt
erfindungsgemäß noch mit einer besonderen Führungslstange verbunden ist, die parallel
zu den beiden Kolben verläuft. Hierdurch werden die auftretenden Biegungsbeanspr
uchungen besonders günstig aufgenommen, und das einwandfreie
Arbeiten
des mittels Plüssigkeits; druckes angetriebenen Kolbens sowie des Preßkolbens wird
hierdurch gesichert.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
wiedergegeben, und zwar zeigen Abb. i eine Seitenansicht der Würfelschneidemaschine,
teilweise im Schnitt, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i, Abb.
3 einen Längsschnitt durch die hydraulisch betriebene SteueY,einri.chtung in größerer
Darstellung und Abb. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Abb.3: Die Würfelschneidemaschine
besteht aus einem Maschinengestell i, auf welchem um eine mittlere Achse schwenkbare
Füllkästen 2. angeordnet sind. Unterhalb dieser Füllkästen befindet sich im Maschinengestell
die nicht in der Zeichnung dargestellte Schneideinrichtung, die in üblicher Weise
mechanisch angetrieben wird, und zwar durch einen Antriebsmotor, der ebenfalls im
Maschinengestell untergebracht sein kann.
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In dem Füllkasten 2a kann der Preßstempelkolben 3 auf- und abwärts
gleiten. Der Preßstempelkolben 3 ist an seinem oberen Ende mit einem Querhaupt 4
verbunden. Dieses Querhaupt 4 stellt seinerseits die Verbindung her zwischen dem
P'reßstempelkolben 3 und der hydraulisch betriebenen, als Kolben ausgebildeten Antriebsstange
5.
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Der Antrieb des Preßstempelkolbens 3 wird gesteuert durch den Steuerkolben
6, der in dem Gehäuse gelagert ist. Wenn der Preßstempelkolben 3 seine tiefste Lage
erreicht, dann stößt das untere Ende 8 der Führungsstange 8a gegen den Bügel 9.
Hierbei wird dann gegen die Wirkung der Feder i o der Stift i i aus der Rast i 2
des Steuerkolbens 6 herausgezogen, und unter Beeinflussung der Spannfeder i3 wird
der Steuerkolben 6 nach rechts bewegt.
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Diese Umsteuerung der Bewegungsrichtung des Preßstempelkolhens 3 aus
der Vorschubbewegung in die Rücklaufbewegungkannauch jederzeit unabhängig von der
jeweiligen Stellung des Preßstempelkolbens im Füllkasten 2a von Hand vorgenommen
werden. Hierzu ist es nur erforderlich, den Bedienungshebel 14, der um das Gelenk
15 schwenkbar ist, nach abwärts zu drücken. Auch hierdurch kann der Stift i i aus
der Rast 12 des Steuerkolbens 6 entfernt werden.
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Es ist dann noch ein zweiter Bedienungsihebel 16 vorhanden, durch
den es möglich ist, auch unabhängig von der Spannfeder 13 den Steuerkolben 6 in
waagerechter Richtung nach links oder rechts zu bewegen. Zu diesem Zweck ist der
Bedienungshebel 16 um die Gelenkachse 17 schwenkbar, und auf dieser Achse 17 ist
ein gabelförmiger Hebel 18 angQ-bracht, der um einen Stift i9 des Steuerkolbens
6 faßt. Auf der Achse 17 ist außerdem ein Hebelgestänge 20, 21 vorgesehen, mit dessen
Hilfe die Ein- und Ausrückung der nicht dargestellten Schneideinrichtung mittels
einer Kupplung erfolgen kann.
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Die Führungsstange 8a ist mit ihrem oberen Ende :ebenso wie die hydraulisch
betriebene Kolbenantriebsstange 5 mit dem Querhaupt 4 verbunden.
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Die Wirkungsweise des hydraulischen Antriebes ist folgende: Mit Ziffer
22 ist die Druckleitung der nicht dargestellten Pumpe bezeichnet. Hierdurch wird
das Druckmittel, z. B. Öl, bei 23 durch die Öffnung 24 zu dem Steuerkolben 6 geleitet;
und zwar fließt das Öl, wie durch .eingezeichnete Pfeile angedeutet ist, in den
Ring;-raum 25 und von dort durch die Öffnung 26 in den Innenraum 27 des Gehäuses
7. In diesem Innenraum des Gehäuses 7 ist ein Ventilkörper 28 eingebaut, auf dessen
Achse 29 ein Handrad 3o befestigt ist. Der Ventilkörper 28 ist in einem besonderen
Ventilgehäuse 31 gelagert, welches eine Öffnung 32 aufweist. Mit der Öffnung 32
kann ein keilförmig zugespitzter Schlitz 33 im Ventilkörper 28 zur Deckung gebracht
werden, dessen zentrale Bohrung 33a mit der Leitung 34 in Verbindung steht. Je nach
der mittels des Handrades 3o eingestellten Lage des keilförmigen Schlitzes 33 ändert
sich demnach die Durchtrittsöffnung für das Druckmittel aus dem Raum 27 des Gehäuses
7 durch den Ventilkörper 28 hindurch zu der Leitung 34. Die Leitung 34 führt dann
über die Leitung 3 5 zu dem oberen Ende der Antriebsstange 5, die kolbenartig ausgebildet
ist. Wird also das Druckmittel über die Leitung 35 an das obere Ende der Antriebsstange
5 geleitet, dann muß sich diese Antriebsstange 5 nach abwärts bewegen, d. h. der
Preßstempelkolben 3 führt seine Vors.chubbewegung aus.
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Wenn bei dieser Vorschubbewegung des Preßstempelkolbens 3 dieser seine
tiefste Lage erreicht, dann zieht das untere Ende 8 der Führungsstange 8a den Bügel
9 und damit den Stift i i aus der Rast 12 des Steuerkolbens 6. Der Steuerkolben
6 wird nun unter der Wirkung der Feder 13 (s. Abb. 3) nach rechts bewegt, und das
Druckmittel fließt durch den ebenfalls nach rechts verlagerten Ringraum 25 und die
Öffnung 36 gegen die Wirkung des Rückschlagventils.37 wiederum in den Raum 27, um
von dort über die Leitung 38 an die untere Stirnfläche 39 des Antriebskolbens 5
geführt zu werden. Der Antriebskolben 5 bewegt sich in einem Rohr, welches unten
mit einem Abschlußstück 4o versehen ist, in welches
die Leitung
38 geführt wird. Da der Durchlußqwerschnitt für das Druckmittel durch Öffnen des
Rückschlagventils 37 sich bedeutend vergrößert, ist auch die Rücklauf'-geschwindigkeit
des Preßstempelkolbens 3 wesentlich größer als seine Vorschubgeschwin> digkeit.