DE69412367T2 - Blattpuffersystem - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Blattpuffersystem und insbesondere, aber nicht ausschließlich ein Blattpuffersystem für die Verwendung in elektrostatographischen oder anderen Reproduktionsgeräten.
- Das Sammeln und Fertigstellen eines Satzes im Onlinebetrieb ist sehr vorteilhaft, wenn vorsortierte Sätze von Ausgabekopien, die gestapelt oder in anderer Form verarbeitet werden sollen, durch moderne Hochgeschwindigkeits-Kopiergeräte oder -Drucker gedruckt und aus denselben ausgegeben werden. Das typische Verfahren für das Sammeln von Sätzen von ausgegebenen Bllättern (das Stapeln mit Kantenausrichtung in einem Sammelschacht oder -fach) und insbesondere das Stapeln des Satzes sowie das Auswerfen des gestapelten Satzes benötigt eine bestimmte Zeitdauer. Die gewünschte Zeitdauer zum Sammeln und Fertigstellen jedes sortierten Satzes ist jedoch häufig länger als die normale Zeitdauer oder der Zeitabstand zwischen den Kopierblätter, da die Kopierblätter in wünschenswerter Weise so schnell wie möglich sequentiell durch das Kopiergerät oder den Drucker gedruckt und ausgegeben werden. Deshalb ist bei vielen gegenwärtigen Reproduktionssystemen für jeden online abgefertigten Satz ein programmierter Leerschritt bzw. Nicht-Druck-Zyklus im Druckermechanismus erforderlich. Diese Nicht-Druck- Leerschritte setzen jedoch die Gesamtproduktivität herab, insbesondere bei Auf trägen mit kleinen Sätzen.
- Das Maximieren der Zeit zwischen dem Eingehen der zu sammelnden Blattsatz-Aufträge ist für eine wünschenswerte Verlängerung der Zeitdauer für das Sammeln und Fertigstellen ausschlaggebend, die etwa für das aktive Einziehen bzw. Geradestoßen für die Kantenausrichtung, das aktive Clinching, Stapeln und Ausstoßen des Satzes aus der Sammeleinrichtung sowie für andere typische sequentielle Funktionen in einer Sammel-/Stapeleinheit erforderlich ist. Wenn die Fertigstellungseinrichtung eine adhäsive Buchbindeeinrichtung oder ein Thermoband-Kantenbinder ist, kann sogar eine noch längere Fertigstellungszeit als bei einem normalen Stapeln erforderlich sein. Dies ist entsprechend bei einer Mehr fachstapel-Fertigstellungseinrichtung der Fall, zum Beispiel bei einem Kantenstapler oder einem Zentral-Rückensattel-Stapler oder -Hefter, bei dem mehr als ein Satz in derselben Stapeleinrichtung gestapelt werden.
- Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes billiges und einfaches System anzugeben, das Druckverzögerungen zwischen den Sätzen beim Sammeln und/oder Fertigstellen im Onlinebetrieb vermeidet, wobei es ein System zum Verzögern des Einziehens von ausgewählten Blättern zu der Sammeleinrichtung verwendet, das eine positive Steuerung des Einzugs der Blätter aufrechterhält.
- Dementsprechend gibt die vorliegende Erfindung ein Blattpuffersystem nach wenigstens einem der beigefügten Ansprüche an.
- Das im folgenden mit Bezug auf eine beispielhafte Ausführungsform beschriebene Puffersystem ermöglicht es, daß ein erstes Blatt, das zu einer Ausgabe geliefert werden soll, aufgehalten (verzögert) wird und mit einem zweiten Blatt überlappt [und mit entsprechend darauf folgenden Blätter, falls gewünscht], wobei dann alle gepufferten Blätter gemeinsam zu einer dahinter angeordneten Sammeleinrichtung oder anderen Ausgabeeinrichtung befördert werden (wobei eine entsprechend gewählte Überlappung aufrechterhalten wird). Dies kann bewerkstelligt werden, indem ein in der Bewegungsrichtung hinterer Einzugswalzenspalt temporär gestoppt wird, wenn sich das gewünschte Blatt im Walzenspalt befindet, so daß die Hinterkante des Blattes durch das fortgesetzte Einziehen des Blattes durch einen benachbarten, in der Bewegungsrichtung weiter vorne angeordneten Walzenspalt gewölbt wird. Das nächste Blatt kann dann bis zu dem gestoppten Walzenspalt befördert werden, wobei der gestoppte Walzenspalt zu diesem Zeitpunkt wieder gestartet werden kann, so daß beide Blätter ohne Rutschen durch den Walzenspalt eingezogen werden. Dabei wird mit Hilfe eines kompakten Aufbaus und mit eines sehr geringen Kostenaufwandes eine höhere Gesamtproduktivität ermöglicht (der Drucker muß zum Beispiel keinen Druck-Leerschritt einfügen, während die Ausgabeeinrichtung einen vorhergehenden Satz sammelt und stapelt).
- Das Wölben von Blättern per se ist natürlich bei anderen Blatteinzugs-Anwendungen in Reproduktionsgeräten bekannt, etwa bei "Z-Falteinrichtungen" (mit Verzögerung), wie zum Beispiel in den Spalten 21-22 der Canon Corp. EP 0 346 851 vom 20. Dezember 1989 angegeben. Das Wölben von Kopierpapierbändern ist ebenfalls bekannt, wie z. B. in Xerox Corp. US-A-3,882,744 angegeben.
- Aus dem Stand der Technik sind noch Papierpfade oder Dokumentpfadlaschen bzw. Klingenfedern aus flachem MylarTM bekannt, die hier an einer Seite des Blattpfads angebracht werden können, um das Ablenken der Hinterkante des ersten Blattes zu der Seite des Blattpfades mit der Wölbungskammer und das Heraushalten des Blattes aus dem Pfad des nächsten Blattes zu unterstützen, wie z. B. in Ricoh US-A-5,083,761, Canon US-A-4,627,709 (zum Beispiel den Fig. 2A, 8A oder 13A) oder in Xerox Corp. US-A-4,849,788, Ref. No. 68 angegeben.
- Ein optionales zusätzliches oder alternatives Merkmal bzw. Hilfsmittel des im folgenden angegebenen Kopierblattpuffersystems ist darin gegeben, daß ein Blattsammelpunkt für die Behebung eines Mehrfach-Papierstaus in einem Reproduktionsgerät vorgesehen wird. Aus dem Stand der Technik für Mehrfach- Papierstau-Systeme ist die schwebende europäischen Patentanmeldung 94 302 559.3 der Xerox Corporation zu nennen. Weiterer Stand der Technik ist in Xerox Corporation US-A-4,231,567 (R. T. Ziehm), 4,786,041 (T. Acquaviva et al.), 4,627,711 (S. M. Schron) und Eastman Kodak Co. US-A-5,058,879 angegeben. Wenn, wie insbesondere in US-A-4,231,567 erläutert, ein Papierstau in einem Reproduktionsgerät auftritt und kein totaler sofortiger "Hartstop" des Gerätes erforderlich ist, ist es vorteilhaft, die mehreren in der Bewegungsrichtung weiter vorne nicht gestauten Blätter weiter im normalen Blattpfad zu befördern, wobei sie gemeinsam an einem geeigneten Stop- und Entfernungspunkt entlang des Pfades vor dem Staupunkt "gesammelt" und gestoppt werden, so daß sie einfach durch den Bediener entfernt werden können. Das heißt also, daß diese Blätter nicht in einen Ausgabeschacht geführt werden können, weil ein festgestellter Staubereich weiter hinten zwischen dem Sammel-Stop-Punkt und dem Ausgabeschacht festgestellt wurde. Das Räumen des Gerätes nach einem Stau wird dabei vereinfacht, da die Blätter nicht einzeln entlang des gesamten Blatteinzugspfads (Papierpfads) des Gerätes entfernt werden müssen. Die genannte US-A-4,231,567 (R. T. Ziehm) beschriebt auch ein Duplexpfad-Puffern mit einem teilweisen Überlappen der Blätter wie bei dem Duplexschacht des Canon-Kopiergerätes NP-4835.
- Zu den potentiellen Merkmalen, Vorteilen und Anwendungen des beispielhaften Puffersystems der im folgenden beschriebenen Ausführungsform (im Vergleich zu dem oben an verschiedenen Stellen zitierten Stand der Technik und den darin weiter verwiesenen gemeinsamen Parallelanmeldungen) gehören die folgenden:
- (a) Das beschriebene System kann verläßlicher sein, da es nicht von einem Einzugswalzenspalt abhängig ist oder einen solchen verwendet und auch nicht von einem Walzenspalt, der zwei verschiedene Reibungskoeffizienten aufrechterhält, oder von einem Rutschen der Blätter in einem Walzenspalt abhängig ist.
- (b) Der Größenbereich für das Handhaben der Blätter kann viel größer sein, wobei auch unterdimensionierte (kleine) Blätter gehandhabt werden können, weil der vordere und der hintere Walzenspalt wesentlich näher zueinander angeordnet sein können, vorzugsweise mit einem Abstand, der kleiner ist als die kleinste normale Blattdimension in der Einzugsrichtung. Es ist auch kein zuvor lokalisierter Schritt oder Letiblechübergang im Papierpfad erforderlich, der in kritischer Weise relativ zu einer Blattdimension angeordnet ist.
- (c) Es ist weniger Hardware und eine weniger umfangreiche Steuerung erforderlich. Bei dem folgenden Beispiel sind über den herkömmlichen oder normalen Papierpfad hinaus lediglich eine Kupplung [oder ein unabhängiger elektrischer Motor], um einen hinteren ansonsten normalen Nicht-Gleit-Blatteinzugswalzenspalt intermittierend zu stoppen, sowie einfache Modifikationen des Blattpfades bzw. der Leitbleche erforderlich, um das Wölben der Blätter aus dem normalen Blattpfad zu erlauben, wenn der Walzenspalt gestoppt ist.
- (d) Das angegebene Puffersystem ist weniger anfällig gegenüber Papierstaus, insbesondere bei gewellten Kopierblättern (was insbesondere bei Farbdruckern nach dem Trocknen und/oder Fixieren des Kopierblattes ein großes Problem darstellt). Ein Hauptteil der gepufferten Blätter wird positiv im wesentlichen aus dem normalen Blattpfad getrieben, so daß der Einzug von darauf folgenden zu puffernden Blättern nicht gestört oder dem Einzug durch Reibung entgegenwirkt wird. Insbesondere werden die Hinterkanten aller gepufferten Blätter für das darauffolgende Einziehen aus dem normalen Blattpfad getrieben, wobei die Hinterkanten durch die vorderen Einzugswalzen und das darüber liegende Leitblech positiv aus dem normalen Papierpfad gehalten werden. Selbst wenn die Hinterkanten der gepufferten Blätter zum Papierpfad hin gewellt werden, können sie in dem hier angegeben Puffersystem normalerweise nicht in den Papierpfad zurückkehren und gegen die Vorderkante folgender eingezogener Blätter stoßen oder einen Papierstau verursachen.
- (e) Es kann ein gesteuertes und genaues relatives Inkrementieren (Überlappen oder Schindeln) der gepufferten Blätter vorgesehen werden, indem einfach der hintere nicht gleitende Walzenspalt entsprechend inkrementiert wird. Wie weiter unten beschrieben, kann in einfacher Weise eine neue Definition für die gewünschte Größe des Abstandes zwischen den Vorder- oder Hinterkanten der Blätter angegeben werden.
- (f) Die gewünschte Schindelreihenfolge kann ohne zusätzliche Kosten oder eine weitere Komplexität geändert werden, indem die Blätter einfach durch eine umgekehrte Anordnung der Leitbleche nach unten anstatt nach oben gewölbt werden.
- (g) Das angegebene System kann als ein vorteilhafter "Stau-Sammelpunkt" verwendet werden, wie weiter unten und in Bezug auf den oben zitierten Stand der Technik weiter erläutert wird, wobei mehrere sich in der Bewegungsrichtung weiter vorne befindende Blätter zu diesem Punkt geführt und dort an einer einzigen Pufferstelle gesammelt werden können, wo sie bequem entfernt werden können.
- (h) Das angegebene System kann alternativ oder zusätzlich dazu in einem Endlos-Duplexpfad verwendet werden, um ein Schindeln von mehreren bereits auf einer Seite bedruckten, für das Drucken auf der zweiten Seite zurückzuführenden Blättern vorzusehen, so daß die Kapazität des Duplex-Papierpfads erhöht wird, ohne das die Länge des Duplex-Pfades verlängert wird. [Duplex-Pfade mit geschindelten Blättern sind per se aus der oben zitierten US-A-4,231,567 und von dem Duplexschacht des Kopiergerätes NP-4835 der Canon Corporation bekannt.]
- (i) Typischerweise ist in einer Satz-Sammeleinheit ein angetriebenes Reibungsflatterband oder eine andere entsprechende Blattschlageinrichtung für die aktive positive Ausrichtung vorgesehen, wobei die Einrichtung auf dem obersten Blatt des in dem Sammelschacht gesammelten Stapels arbeitet. Dies ist mit zusätzlichen Problemen verbunden, wenn sich das darauf folgende Blatt zu weit in die Sammeleinrichtung erstreckt, bevor der vorhergehende Satz entfernt werden kann, so daß es unbeabsichtigt durch die aktive Ausrichtungseinrichtung aufgegriffen werden kann. Das Blatt kann dabei zum Beispiel verschmiert oder markiert werden. Das vorliegende System vermeidet dieses Problem, da nur ein kleiner Teil des Vorderkantenbereichs des verzögerten Blattes aus dem Ausgangswalzenspalt vorzustehen braucht, bevor es vollständig ausgestoßen wird.
- Eine Teillösung aus dem Stand der Technik für das Problem von Druckverzögerungen beim Sammeln von Sätzen besteht darin, eine höhere Geschwindigkeit im End- oder Ausgangstransport des hinteren Blattausgangspfades zu verwenden, wobei die Geschwindigkeit höher ist als die Geschwindigkeit des Papierpfads des Druckers/der Verarbeitungseinrichtung, um den Abstand zwischen den in die Sammeleinrichtung eingeführten Blättern zu erhöhen. Ein derartiges schnelles Ausstoßen der Blätter bringt jedoch eigene Probleme mit sich, etwa eine Beschädigung des Blattes beim Aufprallen an einer Stopkante, ein "Airplaning" der Blätter, das das Stapeln in der Sammeleinrichtung stört, usw. Alternativ dazu kann das erste Blatt des nächstens Satzes kurz temporär verlangsamt werden oder für eine Zeitspanne gestoppt werden, die kürzer ist als der Zeitabstand zwischen den Blättern bzw. als die Pause zwischen diesem und dem nächsten Blatt. Diese Zeitspanne ist jedoch sehr begrenzt.
- Eine andere Lösung für dieses Problem besteht in der Verwendung von mehreren Papierpfaden und/oder mehreren Sammeleinrichtungen, um das erste Blatt eines folgenden Satzes in einen anderen Pfad zu leiten und auf diese Weise zu verzögern, während der vorhergehende Satz noch gestapelt und ausgestoßen wird. Mehrere Sammeleinrichtungen werden zum Beispiel in dem Xerox Corporation "DocuTech"-Drucker und dem "5090"-Duplikator verwendet, wie zum Beispiel in Xerox Corporation US-A-4,782,363 (James E. Britt et al.) vom 1. November 1988 beschrieben. Ein anderes Patent mit zwei (selektiv gewählten) Blattausgangspfaden ist in US-A-5,083,769 (John J. Young, Jr. (Pitney-Bowes, Inc.)) vom 28. Januar 1992 angegeben. Ein weiteres derartiges Zweipfadsystem ist in den unten als US-A- 5,137,265 und EP 0 346 851 zitierten Patenten der Canon Corp. beschrieben, wobei zwei Blätter durch Pfade mit verschiedener Länge geführt und dann überlappt und gemeinsam ausgestoßen werden. Derartige Zweipfadsysteme verkomplizieren den Aufbau der Papierpfade jedoch beträchtlich, wobei ihre Antriebskomponenten zusätzlichen Platz benötigen und Kosten verursachen und wobei das Räumen von Staus und/oder der Zugriff für das Räumen von Staus schwieriger ist.
- Ein anderes bekanntes System für die Verzögerung vor der Fertigstellung ist der EKTAPRINT 300 der Eastman Kodak Co., der in Fig. 8 schematisch dargestellt und hier als "Stand der Technik" angegeben ist. Dieses System verwendet eine große zylindrische Einzugswalze aus Elastomer und ein dieselbe umgebendes halbzylindrisches Leitblech, die beide vor einem Blattausgangstor angeordnet sind. Wenigstens zwei Blätter werden überlappt, während das erste Blatt temporär durch dieses Tor gehalten wird, wobei die zwei Blätter dann gemeinsam ausgestoßen werden. Bei diesem System ist es jedoch in unvorteilhafter Weise erforderlich, daß das zweite Blatt entlang einer größeren Strecke in dem engen bogenförmigen Leitblech unter das erste Blatt gleiten muß, währen das erste Blatt in demselben dünnen bogenförmigen Raum stationär gehalten wird. Es ist kein positiver Antrieb für das erste (äußere) Blatt während dem anfänglichen Ausgeben beider Blätter zu der Sammeleinrichtung vorgesehen. Dies entspricht also nicht der bei der Handhabung von Blättern geltenden Grundanforderung, daß alle Blätter immer in einem positiven Einzugswalzenspalt gehalten werden sollten und nicht von der niedrigen Reibung zwischen Blättern abhängig sein sollten, wenn sie aneinander entlang gleiten, oder von der hohen Reibung zwischen den Blätter, wenn die Reibung der Leitbleche überwinden werden soll, insbesondere bei gebogenen Blattpfaden und insbesondere, wenn ein dünnes Papier geschoben und nicht gezogen wird.
- Ein anderes Patent ist Oce Nederland B. V. US-A-5,012,296 (Jay Dinissen et al.) vom 30. April 1991, das eine Umkehreinrichtung im Duplexpfad und auch im Dokumenthandhabungspfad zeigt.
- US-A-5,258,817 beschreibt ein System, das einen langen und "U"-förmigen Pfad für einen Shuntloop und eine andere Funktion aufweist, wobei Originaldokumente in diesem Pfad für das Kopieren eines Satzes von Dokumenten außerhalb der Reihenfolge gehalten werden.
- Es kann ein anderer Typ von System vorgesehen werden, bei dem alle Ausgabe-Kopierblätter vor ihrer Ausgabe in einer Schindel-Einrichtung verlangsamt werden, oder ein System, das mit einer gegenüber der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Druckers langsameren Geschwindigkeit läuft, um ein partielles Überlappen oder Schindeln der Blätter zu veranlassen. Dabei ist dann jedoch eine komplexere Anordnung erforderlich, um die fertiggestellten Sätze der Aufträge zu trennen, zusammenzustellen und zu stapeln, wobei es sogar noch schwieriger ist, einen ausreichenden Abstand in Zeit und Raum zwischen dem letzten Blatt eines zusammengestellten, gestapelten und ausgestoßenen Satzes und dem ersten Blatt des nächsten zusammenzustellenden Satzes zu erhalten.
- Umkehreinrichtungen für Kopiergeräte oder Drucker aus dem Stand der Technik sind an verschiedenen Stellen in den oben genannten und in anderen Patenten gezeigt. Diese Umkehreinrichtungen funktionieren normalerweise derart, daß sie ein Ende eines Blattes aus einer Blattpfadrichtung (Vorwärtsrichtung) in einen Umkehrschacht einführen und das andere Ende des Blattes in der anderen Blattpfadrichtung (Rückwärtsrichtung) aus der Umkehreinrichtung ausführen, um die Ausrichtung der beiden Enden des Blattes umzukehren.
- Der Stand der Technik bezüglich von Einrichtungen zum Einfügen von Hüllen oder anderen Blättern ist hiervon zu unterscheiden, da diese nicht dieselben Problemen aufweisen. Hier sind die einzufügenden Blätter bereits bedruckt und kommen aus einem separaten Vorrat von Extra-Blättern, wobei sie lediglich mit den Ausgabeblättern des Druckers oder Kopiergerätes gemischt werden müssen. Diese extra eingefügten Blätter erfordern keine Änderung oder Verzögerung in der Kontinuität des Druckverfahrens.
- Eine besondere hier gezeigte Ausführungsform ist ein Blattpuffersystem in Übereinstimmung mit Anspruch 1, das für ein Reproduktionsgerät bestimmt ist, in dem ein sequentieller Strom von bedruckten Kopierblättern in einen normalen Blattpfad mit begrenzten Abständen in Zeit und Raum befördert wird.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Systems sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
- Die vorliegende Erfindung kann bei beinahe jedem online arbeitenden Sammel-/Fertigstellungssystem angewendet werden und ist nicht auf die hier dargestellten Systeme beschränkt. Als weiterer Stand der Technik sind einige Beispiele für Sammelschächte mit Geradestoßvorrichtungen oder andere Systeme zum Ausrichten der Sätze sowie Stapel- oder Hefteinrichtungen (die hier zusammen einfach als Stapeleinrichtungen bezeichnet werden) in Xerox Corporation US-A-4,417,801 und 4,541,626 angegeben. Die in der vorliegenden Beschreibung verwendete Sammeleinheit kann alternativ dazu zum Beispiel derjenigen ähnlich sein, die in US-A-5,288,062 angegeben und beschrieben ist, oder derjenigen in US-A-5,089,074. Andere Beispiele für Einzugs-/Geradestoßvorrichtungen für die Ausrichtung in einem Sammelschacht sind in Xerox Corporation U.S. 5,120,047 angegeben oder dort zitiert. Dabei ist zu beachten, daß der Sammelschacht einer in einer Anordnung von mehreren Sammelschächten oder -fächern sein kann.
- Es ist ebenfalls zu beachten, daß die Sammel- und Fertigstellungseinrichtungen intern oder extern vorgesehen sein können, etwa als modulare Einheiten, die operativ mit dem Reproduktionsgerät verbunden werden können, wie in den oben genannten und anderen Patenten oder Produkten.
- Die Begriffe "Kopierblatt", "Ausgabe" oder "Ausgabeblätter" werden hier verwendet, um Papierblätter oder andere typischerweise physikalisch dünne Bildsubstratblätter zu bezeichnen, die durch ein Reproduktionsgerät, wie ein xerographisches Kopiergerät oder einen xerographischen Drucker, auf einer ober beiden Seiten bedruckt und ausgegeben werden. Diese Ausgabeblätter sind natürlich häufig keine "Kopien" im herkömmlichen Sinn, da dieser Begriff heute auch mit einem Computer erzeugte Grafikbilder (oder Textbilder) umfaßt, für die nicht notwendigerweise ein physikalisches "Original" vorhanden ist, das optisch kopiert oder elektronisch gescannt wird, so daß derartige Kopien hier ebenfalls mit den Begriffen "Kopie" oder "Ausgabe" bezeichnet werden. Entsprechend bezeichnet der Begriff "Drucken" hier nicht das herkömmliche nicht kollationierte Buchdrucken. Ein "Auftrag" ist ein Satz von zusammengehörigen Blättern, gewöhnlich ein sortierter Kopiensatz, der von einem Satz von Originaldokumentblättern oder elektronischen Seitenbildern eines bestimmten Benutzers oder ähnlichem kopiert wird.
- Das System arbeitet mit Druckern oder Kopiergeräten, die die Seiten in einer 1-N- oder in einer N-1-Reihenfolge und/oder mit der Vorderseite nach oben oder nach unten für das Sammeln ausgeben. Mit einer 1-N-Reihenfolge bei der Ausgabe sind die zwei durch das System gehandhabten Blätter die Blätter 1 und 2 des nächsten kollationierten Satzes. Mit einer N-1-Reihenfolge bei der Ausgabe sind die zwei für die Verzögerung gehandhabten Blätter die Blätter N und N-1 des nächsten kollationierten Satzes. Die hier genannten "ersten" und "zweiten" Blätter können sich also auf beide Seitenpaare beziehen. Das Schindeln dieser zwei Blätter beeinflußt die richtige Ausrichtung in einem dieser Modi nicht, wenn es wie weiter erläutert angepaßt wird.
- Die vorliegende Erfindung wird im folgenden beispielhaft mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei
- Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer beispielhaften Ausführungsform des vorliegenden Blattpuffersystems ist, das eine Druckverzögerung beim Sammeln und Fertigstellen vermeidet und mit einer operativ verbundenen Sammel-/Fertigstellungseinheit gezeigt ist,
- Fig. 2 eine Teilseitenansicht ist, die eine andere (alternative) Ausführungsform der Zusammenstellungseinheit ist, die sich dadurch unterscheidet, daß sie "nach unten" und nicht "nach oben" stapelt, aber ansonsten bis auf die eigens angegebenen Unterschiede mit allen anderen Elementen der anderen Zeichnungen betrieben kann,
- Fig. 3 bis 7 identische Seitenansichten der wichtigsten Teile einer anderen Ausführungsform des Blattpuffersystems von Fig. 1 sind, die jeweils die aufeinander folgenden Betriebsschritte zeigen,
- Fig. 8 mit "Stand der Technik" gekennzeichnet ist und das oben und weiter unten erläuterte Produktsystem der Eastman Kodak Co. aus dem Stand der Technik darstellt, und
- Fig. 9 bis 11 drei alternative Modifikationen der in der Blattbewegungsrichtung weiter vorne angeordneten Einzugseinrichtung des Puffersystems von Fig. 3 bis 7 zeigen.
- Das in den vorliegenden beispielhaften Ausführungsformen angegebene Blattpuffersystem kann die oben genannten Probleme bei der Druckverzögerung für die Sammeleinrichtung sowie andere damit verbundene Probleme in einem ansonsten normalen Blattausgabesystem lösen, indem es das erste (einzige) Blatt aufhält, das auf das letzte Blatt des vorhergehenden Auftragssatzes folgt. Dies wird in diesen Beispielen dadurch bewerkstelligt, daß ein in der Bewegungsrichtung weiter hinten angeordneter Papierpfad-Walzenspalt für das Blatt gestoppt wird, wenn sich das Blatt im Walzenspalt befindet, wobei aber das Einziehen desselben Blattes durch einen in der Bewegungsrichtung weiter vorne angeordneten Walzenspalt, der das Blatt gleichzeitig aufgreift, fortgesetzt wird, so daß das Blatt in einem Wölbungssystem aus dem normalen Papierpfad bzw. Hauptausgabe-Papierpfad heraus gewölbt wird. Währenddessen wird das nächste, unmittelbar folgende (zweite) Blatt normal weiter befördert, wobei es an dem gewölbten Blatt vorbei zu dem gestoppten hinteren Walzenspalt geführt wird, der jetzt wieder mit dem Einzug nach vorne (in der Bewegungsrichtung) beginnt, so daß das erste Blatt über (oder unter) das zweite Blatt geschindelt wird und beide überlappende Blätter vorwärts befördert werden, wobei aber ein Blatt geringfügig zu dem anderen Blatt im Papierpfad versetzt ist. Beide Blätter werden also durch den normalen Betrieb der Ausgabebeförderungseinrichtung, die für das Sammeln und Fertigstellen des nächsten Satzes startet, in den (jetzt leeren) Sammelschacht geführt. Dieser Vorgang bewirkt eine beträchtliche Erhöhung des räumlichen und zeitlichen Abstands zwischen diesen zwei Blättern und dem unmittelbar vorhergehenden Blatt des zuletzt zusammengestellten Satzes. Wie weiter zu beachten ist, kann dasselbe zugrundeliegende Puffersystem auch dazu verwendet werden, um andere Puffersysteme für den Duplexbetrieb oder für das Räumen von Papierstaus vorzusehen, so daß es also nicht auf die Verwendung mit online arbeitenden Sammel-/Fertigstellungssystemen beschränkt ist, obwohl es besonders gut für dieselben geeignet ist.
- Um es anders auszudrücken, ist hier eine einfache und billige Modifikation oder Erweiterung des Ausgabepfades für beinahe alle herkömmlichen Kopiergeräte oder Drucker angegeben, die einen sequentiellen Strom von Blättern mit einem begrenzten Abstand zwischen denselben drucken, wobei das Sammeln und Fertigstellen dieser Ausgabeblätter online vorgenommen wird, während die nächsten folgenden Blätter gedruckt werden, wobei eine nicht gleitende Blatteinzugseinrichtung, die die Kopierblätter in der Bewegungsrichtung zu der Sammeleinrichtung befördert, selektiv intermittierend gestoppt wird, wobei der Vorderkantenbereich des ersten Kopierblattes des nächsten fertigzustellenden Satzes aufgehalten wird, so daß das fortgesetzte Einziehen des Hinterendes desselben Blattes durch eine relativ nahe benachbarte und in der Bewegungsrichtung weiter vorne angeordnete Einzugseinrichtung das Blatt in eine Wölbungskammer wölbt, wobei ein bogenförmiges Leitblech hilfreich ist, das sich von der anderen Seite des Papierpfads erstreckt und eine Wölbung verursacht. Das nächste bedruckte Blatt wird normal eingeführt, während das gewölbte erste Blatt positiv aus dem Weg gehalten ist. Wenn das zweite Blatt die hintere Einzugseinrichtung erreicht, startet diese wieder, um beide Blätter zusammen, aber einander mit einem für das ausgerichtete Stapeln vorbestimmten Abstand überlappend in der Bewegungsrichtung zu der Sammeleinrichtung zu befördern. Dabei wird eine beträchtlich längere Zeit für die in der Sammeleinrichtung zu verarbeitenden Kopierblätter vorgesehen.
- Es gibt einige Unterschiede zwischen dem Puffersystem 11 von Fig. 1 und demjenigen von Fig. 3 bis 7 und 9 bis 11. Da der grundlegende Betrieb jedoch derselbe ist, werden die Puffersysteme hier allgemein als Puffersystem 11 beschrieben, wobei die Unterschiede jeweils erläutert werden. Vor allem ist in Fig. 1 als "hinterer Walzenspalt" der Ausgabewalzenspalt 15 gezeigt, der durch die Kupplung 15a gestoppt wird, während in den anderen Figuren als "hinterer Walzenspalt" 16 der Eingangswalzenspalt der Sammeleinrichtung gezeigt ist, der durch die Kupplung/die Bremse 16a gestoppt wird. Beide Möglichkeiten sind gut geeignet. Wenn im folgenden auf "16" Bezug genommen wird, ist damit auch "15" gemeint, wenn nicht anders angegeben. Ein Vorteil des in Fig. 1 gezeigten Systems besteht darin, daß der Walzenspalt mit dem flexiblen Ausrichtungshilfsband (der Walzenspalt 16) andauernd laufen gelassen werden kann, was mehr Zeit für das Zusammenstellen der Blätter läßt.
- Das Puffersystem 11 für einen Drucker 10 aller angegebenen Beispiele weist einen Hauptblattausgabepfad 12 auf, der durch ein hinteres oberes Leitblech 13a, ein vorderes oberes Leitblech 13b, ein hinteres unteres Leitblech 14a, ein vorderes unteres (Wölbungs)-Leitblech 14b, einen hinteren Einzugswalzenspalt 16 (oder 15) am hinteren Ende und einen vorderen Walzenspalt 22 am vorderen Ende in der Blattbewegungsrichtung aufweist. Der Abstand zwischen den beiden Einzugswalzenspalten 16 und 22 ist kleiner als die Dimension eines Blattes. Eine Wölbungskammer 30 beginnt gleich hinter dem Walzenspalt 22 und ist in diesem Beispiel zwischen den oberen Leitblechen 13b und 13a gezeigt. Alternativ dazu kann die Wölbungskammer 30 unter dem Hauptpfad 12 vorgesehen sein, wie weiter erläutert wird. Die Wölbungskammer 30 sieht eine wesentliche Öffnung neben dem Hauptpfad 12 vor, in der sich eine Blattwölbung bilden kann.
- Der Betrieb dieses beispielhaften Puffersystems wird in seiner Abfolge in den Fig. 3 bis 7 dargestellt. Für die vorliegenden Erläuterungen wird auf ein "erstes" Blatt 18 und ein "zweites" Blatt 20 Bezug genommen. Das "erste" Blatt 18 ist das zu puffernde Blatt. Bei der Vermeidung einer Druckverzögerung ist das Blatt 18 das unmittelbar auf das "letzte" Blatt des vorhergehenden kollationierten Auftragssatzes im Schacht 92 der Sammeleinrichtung 90 folgende Blatt. Das "zweite" Blatt wird nicht gepuffert und ist das Blatt, das unmittelbar auf das "erste" Blatt (oder die "ersten" Blätter) folgt, wobei die Blätter in einer normalen Abfolge mit gleichmäßigen Abständen gedruckt und ausgegeben werden. Der hier beschriebene Betrieb für das "erste" Blatt 18 kann für beliebig viele zu pufferende folgende Seiten wiederholt werden.
- Das vorliegende beispielhafte System verwendet gestoppte Einzugswalzen (die per se für andere Funktionen bekannt sind), um den hinteren Walzenspalt 16 und damit das erste Blatt 18 zu stoppen, so daß die Hinterkante des ersten Blattes 18 aus dem Papierpfad in die Wölbungskammer 30 bewegt wird. Dies ermöglicht das Einziehen des Blattes 20 am ersten Blatt 18 vorbei in den durch die Leitbleche definierten Hauptblattpfad 12, ohne daß die beiden Blätter aneinanderstoßen. Ein Schalter oder Sensor 24 stellt die Vorder- oder Hinterkante und damit die Position des zweiten Blattes 20 fest und startet die Einzugswalzen des gestoppten Walzenspalts 16 zu einem entsprechenden Zeitpunkt, um für eine korrekte Überlappung [etwa 20 mm] der Blätter zu sorgen. Die Blätter werden dann zusammen durch den zuvor gestoppten Walzenspalt 16 eingezogen und zu der Sammelstation (90 oder 80) geführt, wobei die Überlappung oder Schindelung beibehalten wird. Der hintere Walzenspalt 16 kann durch einen separat gesteuerten Motor angetrieben werden, er kann aber auch durch den vorhandenen Hauptantrieb angetrieben werden und durch eine Kupplung/Bremse 16a gestoppt werden, wie hier schematisch dargestellt ist.
- Wie in Fig. 3 gezeigt, wird das erste Blatt 18 in den hinteren Walzenspalt 16 und um eine vorbestimmte Distanz, zum Beispiel 20 mm, durch denselben geführt. [Diese Distanz steuert die Überlappung der Blätter, die aus dem Pufferbetrieb resultiert.] Das Blatt 18 wird zu diesem Zeitpunkt positiv in beiden Walzenspalten 16 und 22 gehalten. Dann wird der hintere Walzenspalt 16 aber nicht der vordere Walzenspalt 22 gestoppt, so daß sich das Blatt 18 zu wölben beginnt, wie in Fig. 4 gezeigt, wobei die Wölbung des Blattes in der gewünschten Richtung durch das konvexe (Wölbungs)-Leitblech 14b verursacht wird. Das Blatt 18 wird weiterhin durch den vorderen Walzenspalt 22 eingezogen, so daß es sich in die Wölbungskammer 30 wölbt, wie in Fig. 5 gezeigt. Das Hinterende des gewölbten Blattes 18 ist jetzt vollständig durch den vorderen Walzenspalt 22 eingezogen und springt aus demselben heraus, wie in Fig. 5 gezeigt, wobei es auf dem vorderen oberen Leitblech 13b zu liegen kommt, wie in Fig. 6 gezeigt. Die Hinterkante des ersten Blattes 18 wird jetzt also auf dem Leitblech 13b positiv aus dem Hauptpapierpfad gehalten. Das zweite Blatt 20 wird währenddessen durch den Walzenspalt 22 eingezogen. Das zweite Blatt 20 kann normal entlang des normalen Blattpfades 12 geführt werden. Es kann dabei leicht und verläßlich an dem aus dem Weg gewölbten ersten Blatt 18 vorbei geführt werden, wie in Fig. 7 gezeigt.
- Wenn die Vorderkante des zweiten Blattes 20 den hinteren (gestoppten) Walzenspalt 16 erreicht oder kurz zuvor (was jeweils durch den Sensor 24 festgestellt wird), wird der Walzenspalt 16 wieder gestartet und beide Blätter werden zusammen durch den Walzenspalt eingezogen, wobei die beiden Blätter relativ zueinander mit einer korrekten Überlappung positioniert sind. [Optional kann die Vorderkante des zweiten Blattes 20 leicht in den gestoppten hinteren Walzenspalt 16 gewölbt werden, bevor der Walzenspalt 16 wieder startet, um die Toleranz bei der Überlappungsdistanz zu minimieren.] In Fig. 7 haben beide Blätter 18 und 20 die Walzen des Walzenspalts 16 erreicht und sind bereit, um vorwärts transportiert zu werden. Die zwei Blätter überlappen einander, wobei in diesem Beispiel die Vorderkante des unteren Blattes 20 etwas hinter der Vorderkante des oberen Blattes 18 versetzt ist.
- Durch das (1) Steuern der Distanz, mit der das Blatt in den Walzenspalt getrieben wird, und (2) das leichte Wölben des zweiten Blattes, wenn es in den gestoppten Walzenspalt getrieben wird (um sicherzustellen, daß die Position seiner Vorderkante gut gesteuert wird), und dann (3) das erneute Starten des gestoppten Walzenspalts, um beide Blätter aus dem Walzenspalt zu treiben, kann auch der Abstand für das Schindeln der Blätter genau gesteuert werden, ohne daß die Beschleunigung des Walzenspalts 16 genau gesteuert zu werden braucht, wenn die Walzenspaltgeschwindigkeit nach dem Start des Walzenspalts nach oben geht. [Im Gegensatz dazu ist eine präzise Geschwindigkeits- und Beschleunigungssteuerung bei Zweiweg- und Umkehrwalzen-Puffersystemen erforderlich.]
- Wie in den Beispielen von Fig. 9, 10 und 22 gezeigt, können mehrere alternative Einzugseinrichtungen für den vorderen Antriebswalzenspalt 22 verwendet werden, um sicherer dafür zu sorgen, daß die Hinterkante des ersten Blattes 18 positiv und korrekt gewölbt wird. Es kann, wie gezeigt, ein herkömmlicher Einzugswalzenspalt 22 mit Walzen 22a verwendet werden, wobei aber auch verschiedene Konfigurationsvariationen für die obere Walze des vorderen Einzugswalzenspalts 22 möglich sind, die für die Herstellung der Wölbung hilfreich sind. In Fig. 9 sind Schaumwalzen 22b zwischen den normalen oberen Antriebswalzen 22a aus Elastomer des vorderen Walzenspalts 22 vorgesehen. Die Schaumwalzen 22b weisen einen etwas größeren Durchmesser als die regulären Antriebswalzen 22a auf (wobei ein Walzenspalt mit den unteren Freilaufwalzen hergestellt wird, die einen normalen Durchmesser aufweisen), weshalb sie dazu neigen, die Hinterkante des Blattes zu "greifen", um sicherzustellen, daß das Blatt vollständig um die normalen Walzen 22a getrieben und wie gezeigt zu dem darüber liegenden Leitblech 13b gehoben wird. In der Alternative von Fig. 10 sind kleine Paddel-Klingen auf den Walzen 22 (den gezahnten Walzen) zwischen den normalen oberen Antriebswalzen 22a angeordnet. Diese Paddel oder Finger aus Elastomer weisen einen etwas größeren Ausßendurchmesser auf als die oberen Antriebswalzen 22a, so daß sie die Hinterkante des Blatts wie gezeigt "greifen", um sicherzustellen, daß das Blatt um die Walzen 22c zu dem Leitblech 13b getrieben wird. In der Alternative von Fig. 11 wird ein kleines gezahntes Band 23 verwendet, um eine kontinuierliche Antriebsoberfläche vorzu sehen und um sicherzustellen, daß die Hinterkante des Blattes korrekt in die Pufferposition getrieben wird, insbesondere bei längeren Blättern, indem die Hinterkante gehalten und die Freigabe der Hinterkante in die Wölbungskammer 30 kontrolliert wird. In allen Fällen wird das Blatt positiv auf das Leitblech 13b freigegeben, wobei sich die oberen Einzugswalzen des vorderen Walzenspalts 22 in Rillen oder Schlitzen des Leitblechs 13b drehen.
- Dabei ist zu beachten, daß dieses System derart ausgebildet sein kann, daß die Blätter entweder oberhalb oder unterhalb des Papierpfads gewölbt werden. Dies kann einfach durch eine spiegelbildliche Umkehrung der Positionen der oberen und unteren Leitbleche bewerkstelligt werden, so daß es hier nicht separat dargestellt zu werden braucht. Es kann jedoch die Druckreihenfolge in Abhängigkeit von der Wahl zwischen den beiden Möglichkeiten verändert werden. Wenn zum Beispiel das erste Blatt unterhalb des Papierpfads gewölbt wird, können die Blätter wie beschrieben überlappt werden und in der normalen Seitenreihenfolge ausgegeben werden, das heißt Seite 1, 2, 3... usw. bei einem 1-N-Gerät (Vorwärts-Druckreihenfolge).
- Wenn statt dessen das erste Blatt wie gezeigt oberhalb des Papierpfads gewölbt wird, können die ersten zwei Blätter in umgekehrter Reihenfolge ausgegeben werden, d. h. Seite 2, 1, 3, 4, 5... usw. bei einem 1-N-Gerät (Vorwärts- Druckreihenfolge). Dieses Blattpuffern mit der Neuordnung der ersten 2 Seiten kann einfach auf einem digitalen Kopiergerät oder Drucker vorgenommen werden, wobei die bis zur ersten Kopie benötigte Zeit nicht nachteilig beeinflußt wird. Dabei ist zu beachten, daß keine Blätter für den ersten ausgegebenen Satz gepuffert werden müssen (da auf keinen vorhergehenden zu stapelnden Satz gewartet werden muß). Nachdem der vollständige Auftrag elektronisch für das Drucken zu dem Drucker übertragen oder von einem Dokumentsatz eingescannt wurde, kann also der erste Satz gedruckt und in der normalen Seitenreihenfolge 1, 2, 3, 4.... usw. eingezogen werden. Darauffolgende Sätze können in der Reihenfolge 2, 1, 3, 4, 5... usw. gedruckt werden, indem einfach die Druckreihenfolge der ersten zwei Seiten gewechselt wird, was in einem digitalen Kopiergerät oder Drucker einfach vorgenommen werden kann.
- Bei diesem Beispiel eines Puffersystems 11 zum intermittierenden Aufhalten eines Blattes in einem Online-Druckstrom kann das Sammeln und Stapeln von vorhergehenden Kopierblattsätzen aus einem Drucker oder Kopiergerät 10 ohne Unterbrechung oder Verzögerung des darauffolgenden Druckens von Kopierblättern vorgenommen werden. Hier müssen nur das Ende des Blattausgabepfades 12 (in dem das vorliegende System 11 untergebracht ist) und die damit verbundenen Komponenten gezeigt werden, da die anderen Komponenten alle herkömmlich sind und nicht modifiziert wurden. Die besondere Verarbeitung muß nur für die ersten zwei Blätter des nächsten zu sammelnden Satzes vorgenommen werden, wobei für die Funktion des vorliegenden Systems nur das erste Blatt nicht in der normalen Weise gehandhabt werden muß.
- Wie oben bemerkt, kann dieser im wesentlichen planare Ausgabepfad 12, wie in Fig. 1 oder Fig. 2 gezeigt, einen hinteren Walzenspalt 15 an den Ausgabe- Einzugswalzen am hinteren Ende, vor dem Sammel-/Stapelmodul bzw. der Sammel- /Stapeleinheit 90 aufweisen. Der hintere Walzenspalt 16 kann aber auch wie bei den in Fig. 3 bis 7 und 9 bis 11 gezeigten Beispielen durch die Eingangs-Einzugs walzen der Sammeleinheit 90 gebildet werden. Es sind Ausgabewalzen gezeigt, wobei jedoch zu beachten ist, daß ein Einzugsband oder eine andere Blatteinzugseinrichtung verwendet werden kann. Der Abstand zwischen den vorderen und hinteren Einzugswalzen 22 und 16 bzw. 15 im Blattpfad 12 ist hier etwas kleiner als die Einzugsdimension des kleinsten herkömmlichen Einzugsblatts, d. h. weniger als 20 cm in einem Drucksystem, das mit der langen Kante zuerst einzieht. Die Größe dieses Walzenspalts hängt von der Größe der gewünschten positiven Wölbung und von der kleinsten zu wölbenden Blattdimension ab. Es muß in jedem Fall kein Kompromiß mit dem normalen Einzug eingegangen werden.
- Eine vorhandene Steuereinrichtung 100 des Druck- oder Kopienreproduktionsgerätes 10 kann alle vorstehend erläuterten Betriebsschritte steuern und ist in herkömmlicher Weise mit dem Sensor 24 und anderen herkömmlichen Sensoren zum Feststellen der Blattkanten im Blattpfad verbunden. Die Sensoren stellen auch Papierstaus fest und signalisieren diese der Steuereinrichtung 100, um den Betrieb des Leitblechsystems 11 zu starten, wobei alle in der Bewegungsrichtung vor dem Stau nicht gestauten Blätter zu dem gestoppten Walzenspalt 16 geführt und in der Wölbungskammer 30 gesammelt werden, so daß sie gemeinsam entnommen werden können.
- Dabei ist zu beachten, daß das Stoppen der Ausgabewalzen 15 oder 16 nicht vorteilhaft sein kann, wenn ein Blatt zu weit aus dem Walzenspalt hervorsteht, so daß es sich in den Sammelschacht hinein erstreckt, wo es mit einer aktiven Sammel- /Ausrichtungseinrichtung in Konflikt kommen oder andere Probleme verursachen kann. Derartige Probleme werden mit dem vorliegenden System vermieden.
- In dem in Fig. 1 gezeigten schematischen Beispiel eines bekannten "aufwärts" stapelnden Systems 90 zum Sammeln der Blattsätze von Druckaufträgen und zum [optionalen] Stapeln derselben, werden die sequentiell eingehenden nicht aufgehaltenen Blätter direkt durch den Walzenspalt in die Sammel-/Stapeleinheit 90 geführt, wie durch den die Bewegung des Blatts angebenden Pfeil gezeigt. Die Blätter können in dem Sammelschacht 92 gesammelt werden, indem sie fallen gelassen werden, so daß sie zur Stapelwand 92a der Sammelschachts 92 fallen und gegen dieselben ausgerichtet werden. Während des Sammelns und Ausrichten des Satzes kann sich ein Auswerfglied 93 für den gesammelten Satz, das eine Antriebswalze zum Auswerfen des Satzes umfaßt, wie gezeigt in einer nicht aktiven Hochposition befinden, in der es die Blätter in dem Sammelschacht 92 nicht kontaktiert. Sobald das eingehende Blatt aus dem Blatteingangs-Walzen ausgegeben ist und in den Sammelschacht 92 fällt, wird die obere Oberfläche des eingehenden Blattes durch ein aktives Ausrichtungshilfssystem kontaktiert, das hier eine drehbar angetriebene flexible Reibungs-Geradstoßeinrichtung wie das Band 95 zum Sammeln und Ausrichten umfaßt und das oberste Blatt antreibt, bis es ganz mit der Wand 92a des Schachts 92 ausgerichtet ist. Dieser Typ einer flexiblen, offenen Geradstoßeinrichtung bzw. einer "Floppy-Band"-Geradstoßeinrichtung für die Unterstützung der Sammeleinrichtung ist in Canon US-A-4,883,265 (N. lida et al.) vom 28. November 1989), US-A-4,137,265 und EP 0 346 851 angegeben. Jedes folgende Blatt wird in dieser Weise oben auf den vorhergehenden Blättern im Schacht 92 plaziert. Es kann auch ein herkömmlicher lateraler Ausrichtungs-Glättbalken vorgesehen sein, wie er in dem angeführten Stand der Technik und anderswo zitiert wird. Wenn ein Blatt ausgegeben und mit Hilfe der Drehung der Reibungs-Floppy- Bänder 95 mit der obersten Oberfläche des Blattstapels im Sammelschacht 92 ausgerichtet ist, kann der laterale Glättbalken eingreifen und jedes Blatt zu einer lateralen Ausrichtungskante des Schachts 92 schieben. Da die Floppy-Ausrichtungs- Bänder 95 flexibel sind und nur an ihrer Oberseite gehalten werden, können sie leicht in der lateralen Richtung deformiert werden. Alternativ dazu sind auch aktive Systeme zum Ausrichten des jeweils obersten Blattes wie das System 95 (oder 86) bekannt, das mit einem Winkel angeordnet sind und die eingehenden obersten Blätter zu einer Ausrichtungsecke führt, um eine positive 2-Achsen-Ausrichtung mit einer Blattausrichtungseinzugseinrichtung vorzunehmen.
- Bei der beispielhaften Sammeleinheit 80 von Fig. 2 wird die Stapelausrichtung durch einen anderen bekannten Typ einer aktiven, drehbar angetriebenen von oben arbeitenden Sammeleinrichtung unterstützt, wobei es sich hier um eine Reibungsfinger-Schlag-/Geradestoßeinrichtung 86 aus Elastomer oder eine ähnliche Einrichtung handeln kann. Diese Einrichtung arbeitet auch direkt auf dem obersten Blatt und indirekt auf den darunter liegenden Blättern, indem sie die Reibung zwischen den Blättern nutzt. Dieser Typ einer Sammel-Hilfseinrichtung 86 kann alternativ in dem System von Fig. 1 verwendet werden.
- Wenn ein vollständig versammelter Satz zusammengekommen ist und im Sammelschacht 92 ausgerichtet ist, kann eine herkömmliche Stapeleinrichtung, wie die mit dem Bezugszeichen 91 angegebene Einrichtung, verwendet werden, um den Satz fest miteinander zu verbinden. Dann wird das Satz-Auswerfglied 93 nach unten bewegt, um zusammen mit den Freilaufwalzen 94 (die in der Nähe des Außenendes des Sammelschachts 92 gezeigt sind) einen Walzenspalt zum Auswerfen des Satzes zu bilden, um den fertiggestellten Satz in eine herkömmliche (kantig stapelnde) Lift-/Stapeleinheit 96, die den Satz kantig über den zuvor fertiggestellten Sätzen stapelt, oder zu einer anderen Stapeleinrichtung zu befördern. [Dabei kann es sich alternativ auch ein Fach handeln, das einem Benutzer zugewiesen ist, wenn eine von mehreren Benutzern geteilte Drucker-"Briefkasten"-Einheit vorgesehen ist.]
- Wenn kein Sammeln oder Stapeln erforderlich ist, werden die Auswerfwalzen 93 eng gegen die Walzen 94 gehalten, um die ausgegeben Blätter direkt weiter durch die Sammeleinheit 90 zu der Stapelvorrichtung 96 zu befördern.
- Dabei ist zu beachten, daß die Blätter bei diesem Betrieb für das Sammeln und Fertigstellen teilweise nach außen hängen und sich in ein benachbartes Fach oder auf die Oberseite des Stapels in der Stapeleinrichtung 96 erstrecken können, was insgesamt eine kleinere Schachtbreite für die Sammeleinrichtung ermöglicht. Der Sammelschacht 92 kann also eine Ablage sein, die die meisten Blattgrößen nur teilweise trägt, wie in der oben zitierten US-A-5,089,074 oder in Canon US-A- 5,137,265 und/oder in Xerox Corporation US-A-5,201,517 (Dennis Stemmle) vom 13. April 1993 mit dem Titel "Orbitting Nip Plural Mode Sheet Output With Faceup or Facedown Stacking". Die letzte Veröffentlichung ist auch ein Beispiel für eine Sammel-/Stapeleinrichtung mit einem integrierten Umkehrsystem, das das wahlweise Stapeln mit der Vorderseite nach oben oder nach unten ermöglicht.
- Wenn die Sammeleinrichtung vom "nach oben stapelnden" Typ ist, wie die in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 90 angegebene, bei der die eingehenden Blätter im Sammelschacht 92 zurück nach unten zu der Rückkante 92a gleiten und mit den Hinterkanten der zuvor eingegangenen Blätter ausgerichtet werden, dann ist es vorzuziehen, daß die Vorderkante des oberen Blattes der des unteren Blattes des ausgeworfenen Blattpaares geringfügig vorausgeht, da dies für eine bessere Ausrichtung sorgt, wenn die aktive Sammeleinrichtung auf dem oberen Blatt 20 arbeitet. Wenn jedoch, wie in Fig. 2 gezeigt, die Sammeleinheit 80 mit einem nach außen und unten stapelnden Schacht 82, bei dem die Vorderkanten der eingehenden Blätter in der Prozeßrichtung gegen eine äußere Ausrichtungskante ausgerichtet werden (hier ein schwenkbares Satz-Auswurftor 84), dann ist es in diesem Typ von System 80 vorzuziehen, daß die Vorderkante des oberen Blattes etwas hinter derjenigen des unteren Blattes des ausgeworfenen Blattpaares zurückbleibt, da dies in diesem Typ von Sammeleinrichtung für eine bessere aktive Ausrichtung sorgt. Es kann eine positive Kantenausrichtung für das untere Blatt durch die Sammeleinrichtung mit einem "nach unten stapelnden" Sammeln (wie in Fig. 2) sichergestellt werden, wenn die Vorderkante des unteren Blattes der des überlappenden Blattes geringfügig vorausgeht und nicht hinter derselben zurückbleibt, wie bei dem in Fig. 1 gezeigten System 90, das "nach oben stapelnd" sammelt. Auf diese Weise kann die an der Oberseite des Stapels auf dem obersten (zweiten) Blatt 20 bei dessen Eingang in den Sammelschacht arbeitende Geradestoßeinrichtung auch das darunterliegende erste Blatt 18 ausrichten.
- Um es anders auszudrücken, arbeitet die Ausrichtungskante der Sammeleinrichtung bei "nach oben stapelnden" Systemen an der Hinterkante der ausgeworfenen Blätter. Bei "nach unten stapelnden" Systemen entspricht die Ausrichtungskante der Vorderkante der ausgeworfenen Blätter. Es sollte immer die Ausrichtungskante des unteren Blattes unter der Ausrichtungskante des darüber liegenden Blattes vorstehen, so daß selbst, wenn die Blätter teilweise zusammenkleben (etwa aufgrund statischer Elektrizität) oder relativ schlüpfrig sind, immer das untere Blatt zuerst gegen die Ausrichtungskante stößt, um die Ausrichtung sicherzustellen, da die Ausrichtung des oberen Blattes durch den positiven von oben arbeitenden Ausrichtungsantrieb 95 oder 86, der direkt auf dem oberen Blatt arbeitet, sichergestellt wird. Das untere Blatt sollte also immer vor dem oberen Blatt gegen die Ausrichtungskante stoßen. Deshalb sollte bei einem "Nach-oben-Stapeln" wie bei der Sammeleinrichtung 90 die Vorderkante des unteren Blatts etwas hinter der des oberen Blatts zurückbleiben, so daß die Hinterkante des unteres Blattes beim Austritt vor der Hinterkante des oberen Blattes vorsteht und in dem "nach oben stapelnden" Sammelschacht 92 vor dem oberen Blatt gegen die Wand 92 ausgerichtet wird. (Wenn natürlich eine Umkehreinrichtung oder ein Umkehrpfad zwischen dem System und der Sammel-(Stapeleinrichtung vorgesehen ist, muß die gewünschte Beziehung zwischen den Kanten umgekehrt werden.)
- Wie oben bemerkt, zeigt die mit "Stand der Technik" gekennzeichnete Fig. 8 ein Eastman Kodak-Kopiersystem 101 aus dem Stand der Technik, das ebenfalls die Blattausgabe zwischen vorsortierten gerade fertiggestellten Sätzen verzögert. Dabei wird das erste Blatt 102 um eine konform angetriebene Walze 107 mit großem Durchmesser und unter einem engen, teilweise umgebenden Leitblech 103 geführt, bis das erste Blatt 102 temporär durch das Tor 104 gestoppt wird. Dann wird das nächste bzw. zweite Blatt 105 über denselben Pfad unter das stationäre erste Blatt 102 geführt, bis es ebenfalls das Tor 104 erreicht, usw. Dann öffnet sich das Tor und alle Blätter 102, 105 usw. werden durch einen Walzenspalt zwischen der großen Walze 107 und einem anderen Satz von Walzen 106 zu einer Sammeleinrichtung (nicht gezeigt) geführt. Es ist zu beachten, daß dieses System 101 keinen direkten oder positiven Antrieb des ersten Blattes 102 während des anfänglichen Ausstoßens der zwei Blätter aus dem Tor 104 (das erste Blatt 102 ist durch das zweite Blatt 105 von der Antriebswalze 107 getrennt) vorsieht, weshalb das System von der Reibung zwischen den Blättern abhängt, um die Reibung zwischen dem Blatt 102 und dem Leitblech 103 zu überwinden, die wahrscheinlich bei steifen Blätter durch die Krümmung des Leitblechs 103 beträchtlich erhöht wird, da die steifen Blätter sich einer der Krümmung folgenden Biegung entgegensetzen. Es ist auch anzunehmen, daß das Kodak-System bezüglich der Papiergrößen, die es handhaben kann, relativ begrenzt ist.
- Das vorliegende System kann zu jedem Zeitpunkt einen positiven, nicht gleitenden Walzenspalteinzug für alle Blätter aufrechterhalten. Weiterhin erfordert das vorliegende System zu keinem Zeitpunkt, daß sich zwei Blätter gleichzeitig im selben Pfad und Walzenspalt befinden, wenn versucht wird, ein Blatt relativ zu dem anderen und dann zusammen in dem Pfad oder Walzenspalt zu bewegen.
Claims (11)
1. Blattpuffersystem zum Einziehen eines sequentiellen Stroms von zueinander
beabstandeten Blättern entlang eines normalen Blattpfades, wobei das
Blattpuffersystem umfaßt:
einen in der Bewegungsrichtung weiter hinten angeordneten nicht gleitenden
Blatteinzugswalzenspalt (15, 16) zum normalen Vorwärtsbefördern von Blättern zu
einer Blattausgabe in dem normalen Blattpfad,
wobei der hintere Blatteinzugswalzenspalt (15, 16) wahlweise intermittierend
gestoppt zu werden, wenn sich eine Vorderkante eines ersten Blatts (18) in ihm
befindet,
eine Blattwölbungskammer (30) vor dem hinteren Blatteinzugswalzenspalt
(15, 16), die sich von dem normalen Blattpfad weg erstreckt,
einen in der Bewegungsrichtung weiter vorne angeordneten nicht gleitenden
Blatteinzugswalzenspalt (22), der relativ zu dem hinteren Walzenspalt (15, 16)
entlang des normalen Blattpfades mit dazwischen einem Abstand von weniger als
einer Blattlänge positioniert ist, wobei der vordere Blatteinzugswalzenspalt (22) das
erste Blatt (18) in dem vorderen Walzenspalt (22) einzieht, während sich die
Vorderkante desselben Blatts in dem hinteren Walzenspalt (15, 16) befindet, so daß
die Hinterkante des ersten Blatts (18) in die Wölbungskammer (30) getrieben wird,
wenn der hintere Blatteinzugswalzenspalt (15, 16) intermittierend mit der sich darin
befindenden Vorderkante gestoppt wird, und wobei der vordere
Blatteinzugswalzenspalt (22) ein zweites Blatt (20) entlang des normalen Blattpfades
an dem ersten Blatt (18) in der Wölbungskammer (30) vorbei zu dem hinteren
Walzenspalt (15, 16) führt, und
Leitbleche (13a, 14a, 14b) in dem normalen Bklattpfad zwischen dem vorderen
und dem hinteren Walzenspalt,
wobei der hintere Walzenspalt (15, 16) automatisch wieder gestartet wird,
wenn das zweite Blatt durch den vorderen Walzenspalt (22) zu ihm befördert wird,
wobei das erste Kopierblatt (18) in Übereinstimmung mit der Beförderung des
zweiten Blattes (20) aus der Wölbungskammer (30) geführt wird und wobei beide
Blätter (18, 20) durch den hinteren Walzenspalt (15, 16) eingezogen werden.
2. Blattpuffersystem nach Anspruch 1, wobei der normale Blattpfad ein
Blattausgabepfad einer Reproduktionsvorrichtung mit einer
Sammel-IFertigstellungseinrichtung (80) ist, in die Blätter über den Ausgabepfad und den hinteren
Walzenspalt (15, 16) geführt werden, um die Kopierblätter in der
Sammel-/Fertigstellungseinrichtung (80) wiederholt sequentiell zu stapeln, so daß der Strom von
Kopierblättern fertiggestellt und mit einer Kantenausrichtung online in mehreren sortierten
fertiggestellten Sätzen gesammelt wird, während folgende Kopierblätter gedruckt
und über den Ausgabepfad der Reproduktionsvorrichtung ausgegeben werden,
wobei der hintere Walzenspalt (15, 16) in Übereinstimmung mit dem Betrieb der
Sammel-/Fertigstellungseinrichtung (80) intermittierend gestoppt und wieder
gestartet wird, um das erste und das zweite Blatt zusammen vorwärts zu der
Sammel-/Fertigstellungseinrichtung (80) zu befördern, wobei eine beträchtliche
Verlängerung der Zeitspanne zwischen dem ersten Kopierblatt durch den hinteren
Blatteinzugswalzenspalt ausgeführten Kopierblatt und den zuvor auf diese Weise in
die Sammel-/Fertigstellungseinrichtung (80) geführten Kopierblättern erhalten wird.
3. Blattpuffersystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei der normale Blattpfad im
wesentlichen planar ist und wobei das Hinterende des ersten Blattes im
wesentlichen außerhalb des planaren normalen Blattpfades in der Wölbungskammer
(30) gehalten wird, wenn ein folgendes Blatt durch den vorderen Walzenspalt (22) in
dem normalen Blattpfad vorwärts befördert wird.
4. Blattpuffersystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das
erste Blatt (18) das zweite Blatt (20) überlappt, wenn sie durch den hinteren
Blatteinzugswalzenspalt (15, 16) zu der Sammel-/Endbearbeitungseinrichtung (80) geführt
werden, wobei die Kante des zweiten Blattes vorsteht, wenn das erste und das
zweite Blatt in der Sammel-/Endbearbeitungseinrichtung (80) kantenausgerichtet
wird.
5. Blattpuffersystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das
erste Blatt (18) über dem zweiten Blatt (20) liegt, wenn sie durch den hinteren
Blatteinzugswalzenspalt (15, 16) befördert werden, wobei die Vorderkante des
oberen ersten Blattes vor der Vorderkante des unteren zweiten Blattes vorsteht.
6. Blattpuffersystem nach Anspruch 2, wobei die normale Druckreihenfolge des
ersten und des zweiten Blattes umgekehrt wird.
7. Blattpuffersystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die
Blätter durch den hinteren Blattwalzenspalt zu einem Sammelschacht mit einer
Kantenausrichtung geführt werden, wobei das erste Blatt relativ zu dem zweiten Blatt
für die Kantenausrichtung in dem Sammelschacht leicht geschindelt ist.
8. Blattpuffersystem nach Anspruch 7, wobei die Hinterkante des durch den
hinteren Walzenspalt in den Sammelschacht beförderten zweiten Blattes unter dem
ersten Blatt liegt und der Hinterkante des ersten Blattes folgt.
9. Blattpuffersystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das
Blattpuffersystem einen Stop- und Sammelpunkt für mehrere Blätter in der
Wölbungskammer (30) vorsieht, um mehrere von in der Bewegungsrichtung weiter
vorne dorthin beförderte Kopierblätter zu stoppen und zu sammeln, anstatt dieselben
weiter entlang des normalen Blattpfades zu befördern.
10. Blattpuffersystem für einen sequentiellen Strom von Blättern nach Anspruch 1,
wobei sich die Blattwölbungskammer (30) entweder oberhalb oder unterhalb des
normalen Blattpfades erstreckt.
11. Blattpuffersystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der
vordere Einzugswalzenspalt (22) dafür ausgebildet ist, die Hinterkante des ersten
Blattes (18) aufzugreifen und in die Wölbungskammer (30) zu treiben.
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