DE693560C - Feuerschutzmittel - Google Patents

Feuerschutzmittel

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DE693560C
DE693560C DE1935R0094903 DER0094903D DE693560C DE 693560 C DE693560 C DE 693560C DE 1935R0094903 DE1935R0094903 DE 1935R0094903 DE R0094903 D DER0094903 D DE R0094903D DE 693560 C DE693560 C DE 693560C
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DE
Germany
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phosphate
dicyandiamidine
wood
phosphoric acid
fire retardants
Prior art date
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Expired
Application number
DE1935R0094903
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Kuehnel
Dr Walter Schuff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D15/00Woodstains
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/18Fireproof paints including high temperature resistant paints

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Fireproofing Substances (AREA)

Description

  • Feuerschutzmittel Es ist bekannt, daß bei der Behandlung von Dicyandiamid mit Phosphorsäure unter Hydrolyse das Phosphat des Dicyandiamidins entsteht. Dieses Phosphat weist bei gewöhnlicher Temperatur nur eine mäßige Wasserlöslichkeit auf, die z. B. bei 2o° etwa 15 % beträgt. Es wurde nun festgestellt, daß die Löslichkeit des Dicyandiamidinphosphats durch den Zusatz geringer Mengen Phosphorsäure wesentlich erhöht wird. Beispielsweise wurde in einer Lösung, der auf 1000g 10o g 25%ige Phosphorsäure zugefügt waren, beispielsweise eine 2o,5%ige Löslichkeit erreicht. Mit steigender Temperatur steigt die Löslichkeit des Phosphats sehr stark an, so daß beispielsweise bei 42° eine 3o%ige und bei 58° eine 4o%ige Lösung erhalten, werden kann.
  • Es wurde weiterhin festgestellt, daß diese phosphorsauren Lösungen des Dicyandiamidinphosphats ein ausgezeichnetes Feuerschutzmittel darstellen. Imprägniert man beispielsweise Holz mit einer Dicyandiamidinphosphatlösung, derart, daß, auf i qm Holz; fläche etwa 300 g Dicyandiamidinphosphat aufgesogen werden, so erhält man ein Holz, welches praktisch als vollständig feuersicher zu betrachten ist.
  • Die Imprägnierung der zu schützenden Werkstoffe mit dem genannten Mittel erfolgt in der üblichen Weise, d. h. durch Anwendung von Druck oder Vakuum bei mäßiger Erwärmung auf etwa 50°. Es ist aber auch möglich, das Feuerschutzmittel durch Anstrich auf die zu schützenden Werkstoffe aufzubringen. Dabei erwies es sich als zweckmäßig, der Streichlösung viscositätserhöhende Stoffe zuzusetzen, wie z. B. Agar-Agar oder Gummiarabikum, um mit einem einmaligen Anstrich sogleich die nötige Menge Dicyandiamidinphosphat auf das zu schützende Material aufbringen zu können. Selbstverständlich ist dieser Zusatz so gering benessen, daß er noch in Lösung geht. Um die Löslichkeit des Salzes zu erhöhen, gibt man der Anstrichlösung gegebenenfalls etwas Phosphorsäure hinzu.
  • Die Herstellung des Dicyandiamidinphosphats erfolgt z. B.. in der Weise, daß eine berechneteMengefestes Dicyandiamid in So°/oige Phosphorsäure eingetragen wird. Unter Temperatursteigerung bis auf etwa ioo° erfolgt die Bildung des Dicyandiamidinphosphats. Wendet man eine stärkere, beispielsweise 6o- bis 7o°/oige Phosphorsäure an, so entsteht beim Eintragen des Dicyandiamids eine Schmelze, die beim Abkühlen erstarrt und leicht getrocknet werden kann.
  • Es sind jedoch auch verdünnte Phosphorsäuren anwendbar. Trägt man beispielsweise bei 9o bis 100° Dicyandiamid in eine 25%ige Phosphorsäurelösung ein und kühlt nach beendeter Reaktion bis auf o° ab, so kristallisieren 62% des Dicyandiamidinphosphats aus der Lösung aus. Das restlich Dicyandiamidinphosphat kann durch Eindampfen der Lösung gewonnen werden.
  • Die mit dem erfindungsgemäßen Mittel erzielbare erhöhte Feuerschutzwirkung ergibt sich aus einem Vergleich mit der Wirkung bekannter Feuerschutzmittel. Zu diesem Zweck wurden jeweils 300 g des zu prüfenden Holzes in Form von gleich großen Klötzchen (1O X 2,5 X 1,3 Cm) auf einen Rost gestapelt und von unten her mittels eines Gasbrenners erhitzt. Der Rost bildet den unteren Abschluß eines oben offenen eisernen Schlotes von 6o cm Höbe und 13,5 cm lichter Weite und steht zusammen mit einem Brenner auf einer Waage. In bestimmten Zeitabständen wurde die Gewichtsabnahme in Gramm festgestellt.
  • Bei den Vergleichsversuchen wurden je Flächeneinheit Holz gleiche Mengen der miteinander zu vergleichenden Feuerschutzmittel aufgebracht. Außer unbehandeltem Holz und erfindungsgemäß mit Dicyandiamidinphosphat behandeltem Holz wurden Holzproben untersucht, die mit bekannten, im Handel erhältlichen Feuerschutzmitteln in gleicher Weise behandelt worden waren. Das Feuerschutzmittel A besteht aus Ammoniumbromid und anderen, schwerflüchtigen Ammonsalzen, wie Ammoniumborat oder Ammoniumphosphat, und einem Mittel zum Geschmeidigmachen, wie Magnesumchlorid, Glycerin oder Milchsäure bzw. deren Salzen. Das Feuerschutzmittel B besteht aus Diammonphosphat, während das Feuerschutzmittel C aus 75 % Diammonphosphat, 10% benzylsulfonsaurem Natrium und 15 % Borsäure besteht. Das Mittel D schließlich stellt das Trianild der Phosphorsäure dar. Der Verlauf des Abbrandes der untersuchten Holzproben ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle. Brenndauer imprägniert mit Feuerschutzmittel in Minuten unbehandelt A ß C D Dicyandiamidinphosphat 1 2 1,0 1,0 1,5 4 1,0 2 13,5 3,0 2,0 2,o 17 1,5 3 41,0 6,5 3,0 3,0 30 2,0 4 65,5 20,0 4,0 3,5 43 2,5 5 75,5 41,0 7,0 5,5 55 3,5 6 - 63,5 16,5 9,o 65 5,0 7 - 8o,o 26,5 15,5 70 6,5 8 --- 87,o 43,5 25,5 74 7,5 9 - 91,o 57,5 45,5 79 9,o - 71,5 59,5 82 11,0 11 - - 76,5 71,0 88 12.5 12 81,5 78,5 9o 14.5 13 -- - 85,5 82,o - 16,o 14 90,0 84,5 - 17,0 15 - 87,5 _ 18,5 16 9o o - 20,0 17--- __ 21,0 18 - 220 I9 - - - - 23,0 20 - - - - - 24,0 2I _ - ___ - - 25,0 22 - - - -- 26,o 23 - - - - - - 27,0 24 27,5 25 28,O 26 29,0 - Hieraus ist die außerordentlich gute Wirkung des Dicyandiamidinphosphats gegenüber bekannten Feuerschutzmitteln ohne weiteres zu entnehmen. Gegenüber einem weiteren bekannten Diamoniumphosphat und Harnstoff - Formaldehyd - Kondensationsprodukt enthaltenden Mittel, das zwar eine etwa gleich gute Feuerschutzwirkung aufweist, besitzen die erfindungsgemäß verwendeten Lösungen den Vorteil, daß sie unbegrenzt haltbar sind. Dagegen sind bei der Anwendung des bekannten Mittels zwei getrennte Lösungen herzustellen, die erst unmittelbar vor dem Gebrauch zusammengegeben werden dürfen und von denen die eine stark nach Formaldehyd riecht. Dieser starke Geruch nach Formaldehyd ist für die technische Anwendung des Mittels sehr störend. Außerdem haben diese Lösungen den Nachteil, daß sie durch eintretende Kondensation zwischen dem Harnstoff und dem Formaldehyd bald erhärten, so daß. sie schnell verstrichen werden müssen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Feuerschutzmittel für Holz und ähnliche. brennbare Stoffe, bestehend aus wässerigen Lösungen von Dicyandiamidinphosphat, gegebenenfalls mit einem Zusatz von Phosphorsäure und bzw. oder visco,sitätserhöhenden Stoffen.
DE1935R0094903 1935-12-05 1935-12-05 Feuerschutzmittel Expired DE693560C (de)

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DE (1) DE693560C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3034119A1 (de) * 1980-09-11 1982-04-15 Chemische Fabrik Pfersee Gmbh, 8900 Augsburg Verfahren zur herstellung von flammschutzmitteln, die dabei erhaltenen flammschutzmittel und deren verwendung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3034119A1 (de) * 1980-09-11 1982-04-15 Chemische Fabrik Pfersee Gmbh, 8900 Augsburg Verfahren zur herstellung von flammschutzmitteln, die dabei erhaltenen flammschutzmittel und deren verwendung

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