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Selbstverkäufer Die Erfindung betrifft einen Selbstverkäufer, bei
dem von senkrecht gestapelten Waren die unterste auf einer drehbaren Halte- und
Ausgabevorrichtung ruht und idurch Verschwenken derselben unter dem Warengewicht
nach deren durch Einwerfen von Münzen bewirkter EntrIegelung zur Ausgabe gelängt,
während die über ihr befindlichen Waren durch einen dabei von der Halte- und Ausgabevorrichtung
- eingeschwenkten Teil . abgestützt werden.
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Die bekannten Selbstverkäufer dieser Art; bei @d@nen entweder zwei
zu beiden Seiten der Waren angeordnete Wellen mit mehreren nacheinander zur Wirkung
gelangenden Abstützflügeln die Ausgabe und Abstützung steuern oder bei denen nur
ein zweiarmiger Hebel,die Ausgabe und Abstützung bewirkt, der jedoch von der Münze
selbst erst in Aufnahmestellung und durch idie Ware dann in Ausgabelage bewegt werden
muß, besitzen den Nachteil, daß entweder nur flache Pakete mit nach oben sich verjüngenden
Seitenflächen an den Abstützstellen oder nur runde Gegenstände ausgegeben werden
können.
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Die Erfindung bezweckt, einen Selbstverkäufer der eingangs genannten
Art zur Ausgabe von rechteckigen Waren geeignet zu machen. Gemäß .der Erfindung
wird dies. dadurch erreicht, daß der beider Warenabgabe in Abstützstellung bewegte
Teil der Halte-und Ausgaibevorrichtung den Stapel nur an der einen Seite abstützt
und durch Rückführen der Halte- und Ausgabevorrichtung in bei der Abgabe entgegengesetzter
Richtung in seine Freigabestellung bewegt wird, währenid ein seitlich ausschwenkbarer
Greifer den Stapel an der gegenüberliegenden Seite bei der Ausgabe abstützt und
:durch kurzzeitiges, durch die das Rückführen der Ausgabevorrichtung bewirkende
Einrichtung gesteuertes Ausschwenken nach Verriegelung der Ausgabeklappe zur Auflage
auf dieser die folgende Ware freigibt.
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Weitere Merkmale -Ader Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die
Zeichnungen Fig. i bis 5 lassen den Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform
erkennen.
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Fig. i zeigt die Seitenansicht des Schaltmechanismus, . Fig. 2 die
Vorderansicht.
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Fig. 3, ¢ und 5 lassen die Einzeleinstellun= gen der Auswurfpackungen
während des Scheltens erkennen.
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In dem Schacht 21- lagern die gestapelten Schachteln von Zigaretten
o. ä., deren unterste sich- in der beweglichen Klappe io befindet, die drehbar in
dem Bolzen 23 gelagert ist. Seitlich an dem Schacht ist die Schaltstange 6 um die
Schraube äq. -drehbar angeordnet. Die Stange 6 ist mit -einer Nase 25 und. den Anschlagstiften
a2 und 7 verseben und wird durch die Feder 15 angezogen. Hinter .der Schaltstange
6 befindet sich, drehbar um die Schraube 26 an dem Schacht oder indem Gehäuse 21
befestigt, der Sperrhaken 8 mit einer verstellbaren Anschlagschraube 27. Dieser
Sperrhaken 8 wird durch die Zugfeder 14 o: dgl: gegen den Stift 28 der beweglichen
Klappe io angepreßt. Auf -diesem Stift 28 liegt lose auf der Hebel 9; der an der
Klappe iö um die Schraube 29 drehbar .gelagert ist. Auf der Vorderseite des Schachtes
(Fig. 1 und 2) ist in den Lagern 3o und 31 die Welle 17 gelagert mit dem fest an
einem Hebelarm angeordneten Greifer 16, welcher jeweils auf die Schachtelhöhe durch
zwei Einstellschrauben verstellt werden kann. An einer Seite der Welle 17 ist fest
auf dieser der Hebel q. angeordnet mit Sift 5 am unteren, rückwärts gebogenen Ende.
Dieser Hebel wird ständig durch die Feder 13 gegen die unterste Schachtel 2o des
Stapels gepreßt:. Unterhalb der bzw. den einzelnen beweglichen Klappen der Warenstapel
läuft .die gemeinsame Welle i; die durch eine Antriebskraft, vorteilhafterweise
bei vollautomatischen Selbstverkäufern ` einen Elektromotor, angetrieben wird. Auf
dieser Welle ist zu jedem Stapel ein exzentrisch geformtes Teilstück 2 mit Anschlagstift
3 für den Hebel q. aufgesetzt. Die Schaltstange 6 mit dem Stift 22 wird in Ruhestellung
gegen den Geldhebel i i, der.drehbar@um die Schraube 32 ist, gepreßt. Der Geldhebel
wird durch,die Feder 33 und den Anschlag 3 4 gehalten. 35 ist,die Geldtasse, 12
der Schacht für die herabfallenden Münzen. Unterhalb des Geldhebels i i läuft die
für alle Stapel gemeinsame Schaltwelle i9 mit dem Schalthebel 18, welcher die Schaltung
-des Motors bewirkt.
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Die Vorrichtung wird wie folgt betätigt: Beim Einwurf der entsprechenden
Geldstücke fallen diese nach der üblichen Kontrolle aus dem Münzprüfer durch den
Schacht 12 auf die- Tasse 35. Hierdurch wird der Geldhebel i i in die strichpunktierte
Lage herabgedrückt, wodurch der Stift 22 freigegeben wird. Der Schalthebel 6 wird
sodann unter dem Einfluß der Feder 15 in die gestrichelte Lage gezogen und erfüllt
hierbei ,zwei Funktionen: einmal schlägt er gegen die # Einstellschraube 27 an und
bewegt damit sg den Sperrhaken 8, daß die bewegliche Klappe io herunterfällt; außerdem
schaltet er gleichzeitig durch den Stift 7 ,den Schalthebel 18, welcher, beispielsweise
über einen Quecksilberschalter, den Antriebsmotor in Gang bringt. Die in der beweglichen
Klappe io freiliegende untere Schachtel des Stapels rutscht infolge ihrer eigenen
Schwere heraus und fällt in die Warenausgabe. Darauf wird die Klappe durch das exzentrisch
geformte Stück :2 auf der Welle i, welches sich in Pfeilrichtung bewegt, wieder
gehoben. und in die Ausgangsstellung zurückgeführt, wobei der Hebel. 9, welcher
beim Herabfallen der Klappe infolge -seiner drehbaren Anordnung im Punkte z9 .die
Nase z5 des Schalthebels 6 übersprungen hatte, beim Heraufführen gegen die untere
Seite der Nase 25 gedrückt wird. Hierdurch wird aber gleichzeitig mit dein Zurückführen
der Klappe der Schalthebel 6 nach vorn gedrückt bis zur Arretierung durch den Vorsprung
des Geldhebels il. Außerdem klinkt der Stift 28 beim Zurückführen der Klappe io
wieder in den Sperrhaken 8 ein, welcher hierzu auf der unteren Seite abgeschrägt
ist. Beim Weiterdurchdrehen der exzentrischen Scheibe-- wird sodann der Greifer
16 durch den Stift 3 über den Hebel 4. abgedrückt und nach überschreiten dieser
Stellung wieder freigegeben, so daß der Greifei 16 zurückschnellen kann. Dieser
Greifer hat die in Fig. 3 bis 5 dargestellte Form. Er hat die Aufgabe, im Zusammenwirken
mit der Ausbildung des Rückteiles der beweglichen Klappe; jeweils nur eine Schachtel
des Stapels für die Ausgabe freizugeben. Dies wird folgendermaßen erreicht: Vor
der Ingangsetzung der Ausgabevorrichtung befindet sich die zu unterst liegende Schachtel
;des Stapels in der in Fig. q. gezeichneten Stellung. Beire Herunterfallender beweglichen
Klappe io, dargestellt in Fig. 5, greift die im Querschnitt kreisförmig ausgebildete
Rückwand der Klappe, welche zu diesem Zwecke eine etwas geringere Höhe als die jeweilige
Schachtelhöhe aufweisen inuß, unter die zweite Schachtel des Stapels. Auf der Vorderseite
des Schachtes wird diese nächstliegende Schachtel durch den Vorsprung des Greifers
16 ebenfalls gehalten. Beim Zurückführen der Klappe geht die Rückwand der beweglichen
Klappe ebenfalls in ihre Anfangsstellung zurück, so daß die nunmehr folgende Schachtel
wieder in die
Klappe herabfallen kann. Die Arretierung auf der Vorderseite
wird gleichfalls durch das Abheben des Hebels q. infolge Anschlag des Stiftes 3
beim Durchdrehen der exzentrischen Scheibe 2 aufgehoben, und durch -das Zurückschnellen
des Greifers 16 (Fig. 3) in ,die Ruhestellung (Fi,g. q.) wird .diese Schachtel gegen
die Rückwand der Klappe gestoßen und eine sichere Auflage für -die nächste Schachtel
bei Beginn einer neuen Ausgabe erreicht.
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Die Ausführung der Schaltvorrichtung ist nicht auf die in Fig. i bis
5 gegebene Ausbildung der einzelnen Schaltelementebeschränkt. So können beispielsweise
die einzelnen Organe je nach den Raumverhältnissen weiter zurück oder auch an anderer
Stelle hinter oder vor dein Schacht angeordnet werden, wie auch allgemein die Formgebung
unter Wahrung ihrer Wirkung beliebig variiert werden kann. Die Vorrichtung ist in
erster Linie für vollautomatische Selbstverkäufer gedacht, selbstverständlich kann
jedoch auch an Stelle eines Motors eine Handkurbel treten oder beispielsweise die
Schaltvorrichtung statt 'unmittelbar ,durch die Münze durch 'einen von der Münzkontrolle
freigegebenen Knopf betätigt werden.