DE692569C - Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen

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DE692569C
DE692569C DE1937SC113830 DESC113830D DE692569C DE 692569 C DE692569 C DE 692569C DE 1937SC113830 DE1937SC113830 DE 1937SC113830 DE SC113830 D DESC113830 D DE SC113830D DE 692569 C DE692569 C DE 692569C
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DE
Germany
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color
printing
plates
depressions
gravure
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Expired
Application number
DE1937SC113830
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English (en)
Inventor
Karl Schmoll V Eisenwerth
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KARL SCHMOLL V EISENWERTH
Original Assignee
KARL SCHMOLL V EISENWERTH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen Das Ziel, bildliche Darstellungen mit ihrem Bildträger direkt in Tondruckplatten für Tiefdruck zu überführen, kann nach einem bekannten Verfahren so erreicht werden, daß die Darstellungen auf geraubte Platten aus Cellulosederivaten aufgebracht werden, deren raube Oberflächen bei Behandlung mit Lösungsmitteln je nach der Deckung durch die Farbe der Darstellung entweder erhalten bleiben oder teilweise oder völlig geglättet werden.
  • Diesem Verfahren haften verschiedene Nachteile an: Es können nur solche Farbaufträge benutzt werden, die mit den Lösungsmitteln widerstehenden Bindemitteln stark und undurchdringlich gebunden sind. Das bringt eine Beschränkung des Materials mit sich auf dickflüssige Farben, fettige Stifte u. dgl. und ein Ausschalten wünschenswerter Materialien, wie z. B. Zeichenkohle u. dgl. Das Hantieren mit den flüchtigen ätherischen Lösungsmitteln ist unangenehm, nicht ungefährlich und erfordert Übung. Besonders aber erweichen in ihnen die Platten stark, verziehen und werfen sich beim Trocknen, das außerdem erst nach längerer Zeit zu völligem Erhärten führt. Außerdem ist die einmal gequollene Masse aufgelockert und von geringerer Härte. Das vorliegende neue Verfahren beseitig diese Nachteile, indem es einen anderen neuen Weg einschlägt. Er beruht auf folgender Erwägung Ein geraubter Bildträger nimmt an und für sich mittels der zwischen feinen Stegen sitzenden Vertiefungen eine gewisse Menge von Druckfarbe auf (Fig. i). Diese Farbmenge stellt eine durch Stege unterbrochene Farbschicht dar. Um ein Druckbild zu ergeben, müssen die Vertiefungen an starkfarbigen oder dunklen Bildstellen tief, an helleren geringer sein, an leeren völlig fehlen. Es ist dann also ein vertieftes, abgestuftes Relief vorhanden (Fig. 2). Umgekehrt stellt eine mit Körperfarbe her- _ gestellte Darstellung -auf einer ebenen, ungerauhten Fläche ein wenn noch so schwaches, erhöhtes Farbrelief dar (Fig. 3).
  • Wird eine solche Darstellung wie sonst etwa auf Papier auf eine durchweg geraubte Fläche als Bildträger z. B. durch Zeichnen aufgebracht, so füllt die Farbe die Rauhungsvertiefungen bei hellen Tönen wenig, bei tiefen stark, so daß das erwähnte Farbrelief nunmehr unterbrochen durch feine Stege in der geraubten Fläche sitzt (Fig. 4). Wenn es gelingt, dieses schwache Relief in den Bildträger selbst abzuprägen, wobei die Malfarbe ähnlich einer Matrize wirkt, so muß nach Entfernen der Malfarbe ein ihr entsprechendes Tiefenrelief übrigbleiben, das mit Druckfarbe gefüllt wieder dem gezeichneten Bilde entspricht und auf Papier übertragen das gleiche Bild ergeben muß.
  • Zur Verwirklichung sind als Bildträger ge= eignet ebene Flächen von Folien, Platten u. dgl., die mit feinen Vertiefungen zwischen Stegen (kornartig, rasterartig usw.) versehen sind und die im Augenblick der Prägung plastisch sind und nach der Prägung hart werden oder gemacht werden können. Beispiel Als Bildträger wird ein Material gewählt, das bei Erhitzen plastisch wird, z. B. Cellon in Platten. Die Bildtafeln werden, wie schon bei den früheren Verfahren angegeben, gerauht, indem gegen die. erweichte Platte geeignete rauhe Flächen, wie Stoffe, gekörnte feste Flächen usw., gepreßt werden; auch können Rauhungen yerwendbar sein, die durch Sandgebläse oder sonst erzielt werden, wenn die Rauhung genügend fein gebrochen ist und genügend Stege aufweist.
  • Die Darstellungen auf diesen Platten können bei dem neuen Verfahren grundsätzlich aus jeder körperhaften Farbe bestehen, wofern der Farbstoff selbst oder sein eventuelles Bindemittel bei der anzuwendenden Temperatur nicht schmelzbar ist.
  • Zur Prägung der Druckplatte, d. h. der Umwandlung der Zeichenplatte selbst in eine Tiefdruckplatte, wird zweckmäßig im Falle unseres Beispieles ein besonderer Apparat verwendet. Er besteht aus einer Presse, die eine heizbare, z. B. elektrisch erwärmbare Plattenunterlage enthält, über die eine Metallkappe mit Hebelverschluß festgeklappt wird. Die Kappe enthält eine Gummiblase, die durch eine Luftpumpe zu mehreren Atmosphären Druck aufgeblasen wird. Auch eine gewöhnliche Spindelpresse o. dgl. ist verwendbar; doch ist Gleichmäßigkeit und Regulierbarken des Druckes notwendig. - An einem Thermometer ist der Hitzegrad der Heizplatte, an einem Manometer der Druck der Luftpumpe ablesbar. Die Hitze ist regulierbar. durch Schaltungen oder Thermostat.
  • In dieser Heizpresse wird nun die gerauhte, mit einer Darstellung in körperhafter Farbe, z. B. einer Kohlezeichnung, versehene Zeichenplatte gegen eine glatte Fläche gelegt und bei entsprechender Hitze dem gleichmäßig verteilten Druck ausgesetzt. 'Die Zeichenplatte erweicht in der Hitze, formt gegen die Auflage gepreßt das in ihren Vertiefungen sitzende Farbrelief ab, indem die jetzt plastische Masse an farbfreien Stellen glattgepreßt wird und entsprechend der Menge der in den Tiefen sitzenden Farbe an gedeckten Stellen mehr oder weniger Rauhungssteife erhalten bleibt. Nach einigen Minuten ist sie fertig geprägt und herausgenommen nach dem rasch erfolgenden Erkalten sofort wieder erhärtet (Fig. 5). Die ungedeckten Stellen sind nunmehr glatt, die gedeckten ihrer Farbfüllung entsprechend mehr oder weniger tief geblieben; die Stege zwischen den Vertiefungen sind in die Ebene der glatten Fläche gepreßt. Nach Auswaschen der Darstellungsfarbe ist die Platte befähigt, an deren Stelle dasselbe Quantum von Druckfarbe aufzunehmen (Fig. 6 und 7). Als Tiefdruckplatte auf Papier gedruckt gibt 'sie der Originaldarstellung entsprechend die Farbe ab (Fig. 8).
  • Umgekehrt können auch auf glatten Flächen druckfähige Rauhungen erzeugt werden, z. B. durch Auftrag körniger Farbschichten und Einpressen in die erweichte Fläche oder durch Gegenpressen solcher gegen sie. In diesem Falle enthält das Farbrelief der Darstellung die zum Druck nötige Auflösung in Tiefenpunkte durch ihre eigene Körnung, die erreicht wird z. B. durch Zusätze zur Farbmasse von hartem Pulver, kristallisierenden Lösungen u. dgl. (Fig. 9).
  • Gedruckt wird entsprechend dem Kupferdruck. Die Möglichkeit des Schnellpressentiefdruckes ist dabei auch gegeben, da die Stege bei diesem Verfahren, wie bemerkt, in eine Ebene gepreßt werden und so einen Halt für den Rakel ergeben können.
  • DieAufbringungvon Darstellungenkanndurch Hand oder auch durch Übertragung von Lichtbildern (Umdruck; Chromgummischichten usw.) erfolgen.
  • Die Gesamtrauhung der Platten und die dazu nötige Erweichung kann im Falle unseres Beispieles ebenfalls in der Heizpresse vorgenommen werden.
  • Um widerstandsfähigere Druckplatten für größere Auflagen zu erhalten, können von den Originalplatten Matrizen genommen werden, z. B. direkte Positivgalvanos, und in der Heizpresse beliebig oft in Platten aus der Masse der Zeichenplatten abgeprägt werden. Auch galvanische Wiederholungen an sich können natürlich als Druckplatten benutzt werden.
  • Das Abprägen für die Herstellung von Druckplatten von vorhandenen Druckreliefs ist an sich bekannt. Neu ist, daß das Darstellungsbild selbst sozusagen als Prägeplatte ohne photomechanische oder sonstige Behandlung und der Träger dieser Darstellung als zu prägende Platte benutzt wird.
  • Die Vorteile des neuen Verfahrens sind vielfach: Die Beschränkung auf stark gebundene, lösungsmittelfeste Stifte und Farben entfällt; es kann selbst mit Pastell, Kreide und Kohle und mit nicht oder schwach gebundenen Farbstoffen gearbeitet werden. Lösungsmittel werden nicht benötigt; die Platten werfen und verziehen sich nicht; man-braucht kein langsames Erhärten abzuwarten; die Platten sind sofort nach der Prägung druckfertig und nicht gelockert durch Lösung, sondern, verdichtet durch Druck, hart.
  • Mehrere Platten für einen Druck (Farbteilplatten) können natürlich in derselben Weise hergestellt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen, dadurch gekennzeichnet, daB das Muster in beliebiger Darstellungstechnik auf einen mit Vertiefungen (Rauhung, Rasterung) versehenen Träger (Folie, Platte o. dgl.) anfgebracht und der Träger mit der bemusterten Seite in erwärmtem plastischem Zustand gegen eine ebene Fläche gepreBt wird, worauf nach dem Wiedererhärten die zur Darstellung benutzte Farbe aus den Vertiefungen entfernt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von nicht gerauhten Trägern für die Darstellung Farbe verwendet wird, die mit harten Körpern (Körnern, Fasern o. dgl.) versetzt ist, die beim Pressen Vertiefungen in dem die Tiefdruckform ergebenden'Trägererzei@-gen:
DE1937SC113830 1937-09-13 1937-09-14 Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen Expired DE692569C (de)

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