DE692014C - Eisenbetonkonstruktion fuer Befestigungsbauten - Google Patents

Eisenbetonkonstruktion fuer Befestigungsbauten

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DE692014C DE1936B0173456 DEB0173456D DE692014C DE 692014 C DE692014 C DE 692014C DE 1936B0173456 DE1936B0173456 DE 1936B0173456 DE B0173456 D DEB0173456 D DE B0173456D DE 692014 C DE692014 C DE 692014C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C5/00Reinforcing elements, e.g. for concrete; Auxiliary elements therefor
    • E04C5/16Auxiliary parts for reinforcements, e.g. connectors, spacers, stirrups

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Reinforcement Elements For Buildings (AREA)

Description

  • Eisenbetonkonstruktion für Befestigungsbauten Die Erfindung betrifft eine Eisenbetonkonstruktion für Befestigungsbauten, die.aus mehreren in erforderlicher -Anzahl schicht-oder lagenweise übereinander angeordneten und nacheinander in Beton eingebetteten ebenen oder räumlichen Bewehrungen besteht. Derartige Konstruktionen eignen sich infolge ihrer hohen Festigkeit insbesondere gegen Stoßbeanspruchungen in hervorragendem Maße für Befestigungsbauten, also beispielsweise für den Bau von Luftschutzräumen oder Pestungen; sie können aber auch für andere stark beanspruchte Bauwerke Verwendung finden.
  • Es sind bereits Eisenbetonkonstruktionen bekannt mit schichtweise angeordneten Bewehrungen. Bei diesen bekannten Konstruktionen werden die einzelnen Schichten von Hand an den von außen her erreichbaren Stellen mittels Bindedraht zusammengeknotet. Eine andere Verbindungsart besteht darin, daß die einzelnen Bewehrungslagen mittels spiralförmig gewundener Drähte, die längs der parallel liegenden Stäbe zweier Bewehrungslagen eingedreht werden, zusammengehalten werden. Derartige bekannte Eisenbetonkonstruktionen haben den Nachteil, daß durch die Handverknotung oder die Verwendung spiralig gewundener Drähte eine zuverlässige, feste Verbindung der einzelnen Bewehrungslagen nicht geschaffen wird, so daß bei Auftreten hoher Beanspruchungen, insbesondere bei Stoßbeanspruchungen infolge Beschuß öder Bombenwurf, Spaltungen der Konstruktion parallel zu den einbetonierten Bewehrungslagen auftreten. Hinzu kommt noch ein weiterer Nachteil von weitgehender Bedeutung. Die vorstehend beschriebenen bekannten Eisenbetonkonstruktionen verfügen wohl über eine genügend starke Bewehrung in Richtung der Bewehrungslagen und bei Verwendung von räumlichen Bewehrungen auch wohl. in diagonaler Richtung; es fehlt jedoch vollkommen an einer Durchsetzung und Bewehrung des Betons in einer Richtung quer zu den Bewehrungslagen. Infolge dieser fehlenden, winklig zu den Bewehrungslagen gerichteten Durchsetzung und Bewehrung bietet eine solche Konstruktion bei starken, vornehmlich plötzlich auftretenden stoßartigen Kräften nicht die erforderliche Festigkeit und Sicherheit, da eine die einzelnen Schichten mehrerer Lagen hindurch fest verbindende Gegenkraft nicht vorhanden ist. Es besteht daher die Gefahr, daß einzelne Bauwerksteile parallel zu den einbetonierten Bewehrungslagen bei derartigen plötzlich auftretenden Kräften sich lösen und das ganze Bauwerk so schichtweise aufgebrochen wird. Es sind weiterhin Eisenbetonkonstruktionen bekanntgeworden, bei denen die einzelnen Bewehrungslagen durch senkrecht zu ihnen verlaufende, durch sämtliche Bewehrungslagen hindurchgehende lange Bewehrungseisen miteinander verbunden . sind. Derartige Konstruktionen haben nach Erfahrungen und Feststellungen des französischen und englischen Festungsbaues den Nachtei.t' daß durch die langen, senkrecht zu denhläe= «-ehrungslagen angeordneten Bewehrungeisen die durch Artilleriegeschosse dürr, Fliegerbomben 'hervorgerufenen stoßartig wirkenden Kräfte durch die gesamte Schicht hindurch fortgepflanzt werden. .Infolgedessen werden auch bei genügend starkem Stoß nicht etwa nur die vordersten Schichten der Konstruktion, sondern vielmefir das Bauwerk in seiner ganzen Tiefe aufgerissen, so daß gegebenenfalls durch eine einzige mit genügender Wucht geführte stoßartige Belastung ein durch die ganze Tiefe des Bauwerkes führender Riß auftreten kann.
  • Weitere schwerwiegende Nachteile ergeben sich beim Aufbau dieser bekannten Konstruktionen. Die- einzelnen Bewehrungslagen müssen von Hand mit den senkrecht zu ihnen durch sämtliche Lagen hindurchgehenden Bewehrungseisen verknotet werden. Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß das Bewehrungsgerüst in seiner ganzen Tiefe an der Baustelle fertig verknotet werden muß und daß daher die Einbetonierung nicht hagenweise erfolgen kann, sondern das ganze fertig verknotete Gerüst als solches mit Beton ausgefüllt werden muß. Ein derartiges Einbetonieren kann aber nur im Gießverfahren erfolgen. Es muß daher ein dünnflüssiger, stark wasserhaltiger Beton verwendet werden. Ein derartiger Beton zeigt aber, nachdem er abgebunden hat, eine glasige, spröde Struktur und führt daher bei stoßweisen Belastungen sehr leicht zu Absplitterungen und Rißbildungen. Außerdem läßt sich bei dem Gießverfahren die Bildung von Luftblasen nicht mit genügender Sicherheit vermeiden. Durch das bei diesem Verfahren einzig mögliche Stochern des ausgegossenen Bewehrungsgerüstes bleibt dem Zufall überlassen, ob sämtliche sich beim Ausgießen bildenden Luftblasen vernichtet werden. Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß beispielsweise ,in für die Stocherstäbe schwer zugänglichen Stellen sich bildende Luftblasen erhalten bleiben. Da sich die Luftblasen vornehmlich an den Bewehrungsstäben selbst bilden. und so stellenweise eine Verbindung zwischen Beton und Bewehrung verhindern, so weist die fertige Eisenbetonkonstruktion Stellen auf, die insbesondere bei stoßartiger Belastung die Rißbildung und Absprengung und damit die Zerstörung begünstigen.
  • Sämtliche bekannten Eisenbetonkonstruktionen zeigen außer den »bereits hervorgehobenen Nachteilen noch einen weiteren Nachteil, der in ihrer LTnwirtscbaftlichkeit begründet liegt. Die Verknotung und auch die Verwendung spiralig gewundener Verbindungsdrähte . ist zeitraubend und verursacht zusätzliche Kosten, die eine bedeutende Vert@uerung der Konstruktion zur Folge haben. .:: Sämtliche vorstehend dargelegten, den be-,iannten Eisenbetonkonstruktionen anhaftenden Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Eisenbetonkonstruktion zuverlässig vermieden: Die erfindungsgemäße Konstruktion ist dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne Bewehrungslage mit der jeweiligen, vorher eingestampften, jedoch noch nicht abgebundenen Betonschicht durch besondere, krampenartig ausgebildete, die Stäbe dieser Bewehrungslage an ihren Kreuzungspunkten vorzugsweise in diagonaler Richtung umgreifende Bewehrungseisen verbunden ist, die sich winklig, und zwar vorzugsweise senkrecht zu den bereits in der eingestampften Betonschicht liegenden Bewehrungseisen erstrecken und deren Länge so bemessen ist, daß sie die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht vollständig durchdringen.
  • Für die erfindungsgemäße Konstruktion können sowohl ebene als auch räumliche Bewehrungen Verwendung finden. Besonders geeignet sind jedoch die räumlichen Bewehrungen, .da sie den Beton nicht nur in Richtung der Lagen, sondern auch in diagonaler Richtung durchsetzen.
  • Es sind jeder einzelnen Bewehrungslage besondere Bewehrungseisen zugeordnet, die die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht vollkommen durchdringen. Die erfindungsgemäße Konstruktion zeigt also einerseits die für deri Festungsbau erforderliche winklige, vorzugsweise senkrecht zu den einzelnen Bewehrungslagen gerichtete Durchsetzung und Bewehrung des Betons, andererseits werden aber die bekannten, durch sämtliche Lagen hindurchreichenden Bewehrungseisen aufgelöst, indem jeder einzelnen Bewehrungslage gesonderte Bewehrungseisen zugeordnet werden, die die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht vollkommen durchdringen und so eine feste Verbindung zwischen den einzelnen Eisenbetonschichten gewährleisten. Bei stoßartigen Belastungen oder Beanspruchungen wird demnach eine Abspaltung einzelner Bauteile längs der Schichten vermieden, und andererseits kann sich der Stoß nicht durch die gesamte Tiefe des Bauwerkes fortpflanzen, sondern wird nur entsprechend der Länge der direkt beeinflußten $ewehrungseisen weitergeleitet. Infolgedessen kann eine Rißbildung durch die gesamte Tiefe der Eisenbetonkonstruktion nicht erfolgen.
  • Es ist noch darauf hinzuweisen, daß bei Verwendung der relativ kurzen krampenartigen Bewehrungseisen sich noch ein besonderer Vorteil insofern ergibt, als die anfallenden Verschnitt- oder Abfalleisen Verwendung finden können. Da bei den üblichen Konstruktionen für derartig kurze abfallende Bewehrungsstücke keine Verwendungsmöglichkeit gegeben ist, so gewährleistet demgegenüber die erfindungsgemäße Konstruktion eine bedeutend. höhere Wirtschaftlichkeit, da auch fast sämtliche durch Verschnitt sich ergebenden. Abfälle den vollen Verwendungswert besitzen. Die Krampenform ist für die erfindungsgemäßen Bewehrungseisen die am besten geeignete Form, da derartig ausgebildete Bewehrungseisen die einzelnen Stäbe der ihnen zugeordneten Bewehrungslage sicher. umgreifen, so daß eine zuverlässige Halterung _ gewährleistet ist.
  • Die erfindungsgemäß an den Knotenpunkten der Stäbe der Bewehrungslagen befindlichen krampenartigen Bewehrungseisen werden vorzugsweise so angeordnet, daß sie die Knotenpunkte in diagonaler Richtung umgreifen, da in diesem Falle vön einem krampenartigen Bewehrungseisen zwei Bewehrungsstäbe einer Bewehrungslage gleichzeitig umgriffen werden. Zur Erhöhung der Durchsetzung des Betons können. an- jedem Knotenpunkt auch zwei sich überkreuzende, diagonal gerichtete krampenartige Bewehrungseisen angeordnet werden. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, wenn die krampenartigen Bewehrungseisen so angeordnet sind, daß sie die Stäbe der ihnen zugeordneten Bewehrungslagen an beliebigen Stellen, beispielsweise in der Nähe der Kreuzungspunkte, umgreifen, wobei jedoch jedes krampenartige Bewehrungseisen- je einen Bewehrungsstab umgreift. .
  • Um die winklig zu den Bewehrungslagen angeordneten, krampenartig ausgebildeten Bewehrungseisen fest mit den. von ihnen umgriffenen Kreuzungspunkten zu verbinden, ist erfindungsgemäß der innere Abstand der Schenkel der über jedem Kreuzungspunkt der einzelnen Bewehrungslagen aufgebrachten krampenartigen Bewehrungseisen geringer als die Länge der Knotenstellen der Bewehriuigslage, so daß die quer gerichteten Bewehrungseisen die ihnen zugeordneten Knotenstellen nach ihrem Einbringen unter V orspannung umgreifen. Infolge .dieser geringen Schenkelweite preßt sich das quer gerichtete Bewehrungseisen unter Vorspannung fest um den Kreuzungspunkt herum, so daß eine mechanisch feste Verbindung zwischen den quer gerichteten Bewehrungseisen und den von diesen umgriffenen Knotenpunkten der einzelnen Bewehrungslagen gegeben ist. Außerdem werden infolge der .geringeren Schenkelweite die krampenartig ausgebildeten Bewe.hrungseisen bei ihrem Einbringen in die bereits eingestampfte, noch nicht abgebundene Betonschicht an ihren Schenkelenden spreizkrampenartig nach außen aufgebogen. Hierdurch ist einmal der Vorteil sehr großer Sicherheit gegen Herauslösen der krampenartigen Bewehrüngseisen aus dem Beton und außerdem eine erhöhte Regelmäßigkeit in der Durchsetzung des Betons gewährleistet, da die auseinandergebogenen Schenkelenden eine weit bessere Verteilung des Bewehrungsinaterials -darstellen als parallel laufende, eng gestellte Schenkel.
  • Um die Gleitsicherheit der krampenartigen Bewehrungseisen gegenüber dem Beton zu erhöhen, können an den Schenkelenden an sich bekannte Einkerbungen oder Ansätze von beliebiger, beispielsweise wulstartiger Gestaltung vorgesehen werden. Mittels dieser an sich bekannten Einkerbungen oder Ansätze wird die bei Befestigungsbauten sehr wichtige, absolut feste Halterung der krampenartigen Bewehrungseisen im Beton gewährleistet, so. daß ein Abspalten oder Absprengen auch nur geringer Teile der Eisenbetonkonstruktion nahezu unmöglich gemacht wird.
  • Um zu verhindern, daß die in den einzelnen Bewehrungslagen vorgesehenen krampenartigen Bewehrungseisenin ihrer Längsrichtung gesehen, hintereinanderliegen und so, wenn auch mit Unterbrechungen, als lange, die stoßartig auftretenden Kräfte durch die gesamte Schichtsdicke fortpflanzende Stangen angesehen werden können, sind erfindungsgemäß die mit den krampenartigen Bewehrungseisen ausgestatteten Knotenpunkte der einzelnen Bewehrungslagen so gegeneinander versetzt, daß die Knotenpunkte der jeweils vorhergehenden, bereits einbetonierten Bewehrungslage sich nicht mit den Knotenpunkten der folgenden Bewehrungslage überdecken. Hierdurch wird erreicht, däß durch die gesamte Dicke der Eisenbetonkonstruktion hindurch die krampenartigen Bewehrungseisen, in ihrer Längsrichtung gesehen,, gegeneinander versetzt sind, so daß stoßartig auftretende Kräfte nicht mehr durch die gesamte Schichtdicke- hindurch weitergeleitet werden können..
  • Der Grad der Versetzung der Knotenpunkte der einzelnen Bewehrungslagen kann beliebig sein, und zwar können die krampenartigen Bewehrungseisen je zweier durch eine dazwischenliegende Bewehrungsläge getrennten Bewehrungslagen in der Längsrichtung hintereinanderliegen, oder der Grad der Versetzung der Knotenpunkte der einzelnen Bewehrungslagen kann auch so bemessen sein., däß die krampenartigen Bewehrungseisen einer Bewehrungslage gegenüber den entsprechenden Bewehrungseisen aller anderen Bewehrungsl.agen versetzt sind;, so daß eine vollkommene Verteilung der krampenartigen Bewehrung,seisen über die ganze Eisenbetonkonstruktion hin erfolgt. Hierdurch wird mit absoluter Sicherheit vermieden, daß die auf die äußere Schicht auftreffenden stoßartigen Kräfte über die gesamte Schichtdicke hinweg weitergeleitet werden. Hinzu kommt noch, daß durch die erfindungsgemäße Versetzung der Knotenpunkte der einzelnen Bewehrungslagen gegeneinander eine vollständige und gleichmäßige Durchsetzung des Betons auch in zu den Bewehrungslagen senkrecht liegender Richtung erfolgt, was gerade beim Festungsbau anzustreben ist, da die Widerstandsfähigkeit einer Eisenbetonkonstruktion für den vorgesehenen Zweck dann am größten ist, wenn die Bewehrungseisen mit vollkommener Gleichmäßigkeit nach jeder Richtung hin den Beton durchsetzen.
  • Erfindungsgemäß können mittels der krampenartigen Bewehrungseisen beispielsweise auf der obersten Bewehrungsschicht Panzerplatten beliebiger Stärke befestigt werden. Diese beispielsweise als Schutzplatten dienenden Panzerplatten sind mit' den Querschnitten der krampenartigen Bewehrungseisen entsprechenden Ausstanzungen oder Bohrungen versehen. Die krampenartigen Bewehrungseisen werden durch diese in der Panzerplatte vorgesehenen Ausstanzungen oder Bohrungen hindurchgeführt und dann in. die Betonschicht eingebracht. Hierdurch läßt sich eine absolut feste Verbindung der Panzerplatten mit der Eisenbetonkonstruktion mittels der krampenartigen Bewehrungseisen erreichen, ohne daß irgendwelche besonderen Vorkehrungen erforderlich sind. Derartige Panzerplatten können auf der Oberschicht als Abdeckplatten oder auch im Inneren der Eisenbetonkonstruktion als Zwischenlage Verwendung finden.
  • Um die Durchsetzung des Betons und damit die Festigkeit der Konstruktion in noch weiterem Maße zu erhöhen, können auch mittels der krampenartigen Bewehrungseisen parallel zu den Schichten liegende, mehrere Kreuzungspunkte abdeckende ringförmige Bewehrungseisen mit den einzelnen Lagen verbunden werden. Diese Bewehrungsringe, die in beliebiger Anzahl vorgesehen sein können, geben einerseits den Schichten in Richtung ihrer Oberfläche eine bisher unerreicht hohe Zerreißfestigkeit und erhöhen andererseits in, weiterem Maße die für den Festungsbau sehr bedeutungsvolle weitgehende Durchsetzung des Betons mit dem Bewehrungsmaterial.
  • Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Eisenbetonkonstruktion werden die Bewehrungen schichtweise nacheinander einbetoniert, wobei die krampenartig ausgebildeten Bewehrungseisen vor der Einbetonierung einer Bewehrungslage in den noch nicht abgebundenen Beton der vorhergehenden Eisenbetonschicht eingeführt werden. Dieses Verfahren ermöglicht erstmalig bei quer bewehrten Eisenbetonkonstruktionen die schichtweise Ausbetonierung.
  • Beispielsweise wird auf einer Grundschicht aus Beton die erste zu verarbeitende Bewehrungslage aufgelegt und mittels der erfindungsgemäßen krampenartigen Bewehrungseisen auf der. Grundschicht befestigt. Daraufhin wird diese auf der Grundschicht befestigte Bewehrungslage einbetoniert. Auf diese frisch einbetonierte Bewehrungslage wird eine weitere Bewehrungslage unter der erfindungsgemäßen Versetzung der Knotenpunkte zu der vorhergehenden einbetonierten Bewehrungslage gelegt, die wiederum mittels der erfindungsgemäßen Bewehrungseisen auf der vorhergehenden Schicht befestigt wird. Die krampenartigen Bewehrungseisen werden hierbei mittels geeigneter Schlag- oder Preßvorrichtungen in den noch nicht fertig abgebundenen Beton eingeführt.
  • Dieses Verfahren bringt gegenüber den bekannten Einbetonierungsverfabren bei quer bewehrten Eisenbetonkonstruktionen bedeutende Vorteile. Durch die schichtweise Einbetonierung wird die Anwendung des Gießverfahrens überflüssig und damit auch die Verwendung des dünnflüssigen, wasserhaltigen Betons. Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Eisenbetonkonstruktion wird jede einzelne Bewehrungslage gesondert einbetoniert, und zwar kann hierbei ohne, Schwierigkeiten erdfeuchter, plastischer Beton verwendet werden, der zudem noch durch geeignete Stampfvorrichtungen nach Einbetonierung jeder einzelnen Bewehrungslage verdichtet wird. So ergibt sich eine Eisenbetonkonstruktion, die unter zuverlässiger Verineidung von Luftblasen aus einem Beton besteht, der von wesentlich zäherer Struktur ist als der bisher zwangsläufig verwendete Gießbeton.
  • In den Abbildungen sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgedankens schematisch dargestellt, und zwar bedeuten Abb. r Aufsicht auf die erfindungsgemäße Eisenbetonkonstruktion, Abb. a perspektivische Darstellung zweier aufeinanderfolgender Bewehrungslagen, Abb. 3 Schnitt A-B bzw. C-D gemäß den Abb. r und z, Abb. 4 perspektivische Darstellung eines mit den erfindungsgemäßen Bewehrungseisen versehenen Kreuzungspunktes.
  • Ig der Abb-. i, die eine Aufsicht auf die erfindungsgemäßeEisenbetonkonstruktion darstellt, sind zwei in Beton eingebettete räuinliche Bewehrungslagen i und 2 in horizontalen Ebenen übereinanderliegend gezeigt, und zwar liegt die mit starken Strichen gezeichnete Lage i über der mit schwachen Strichen gezeichneten Lage 2. Senkrecht zu diesen Lagen i. und 2 verlaufen beispielsweise als Abdeckschicht die Lagen 9 und-io, die mittels der Bewehrungseisen 8 mit den Lagen i und 2 verbunden sind. Auf die Außenfläche der Lage io ist eine Panzerplatte i i aufgebracht, die mittels der Bewehrungseisen 5 in der gezeichneten Form mit der Lage io verbunden ist.
  • An den Knotenstellen jeder Bewehrungslage sind krampenartig ausgebildete, quer zu den Bewehrungslagen verlaufende Bewehrungseisen angeordnet, und zwar übergreifen diese Bewehrungseisen 5 die einzelnen Stäbe der Bewehrungslagen, während die Bewehrungseisen 6 diagonal deren Knotenpunkte umfä,ssen.
  • Insbesondere Abb.3 läßt erkennen, daß jeder einzelnen Bewehrungslage i und 2 gesonderte Bewehrungseisen 5 oder 6 zugeordnet sind, die die nächstfolgende Eisenbetonschicht vollkommen durchdringen. Auf den Bewehrungslagen liegen beispielsweise ringförmig ausgebildete Bewehrungseisen 7, die jeweils vier Knotenpunkte umfassen und mittels der Bewehrungseisen 8 mit den Lagen i und 2 verbunden sind. Hierbei sind die Bewehrungseisen 8 so ausgebildet, daß sie sowohl die Knotenstellen als auch die Ringe 7 umfassen.
  • Die Knotenpunkte der Bewehrungslage i sind gegenüber denjenigen der Lage 2 so versetzt, daß die Knotenpunkte der Lage 2 in den Mittelpunkten .der durch die Bewehrungsstäbe der Lage i. gebildeten Quadrate liegen. Die räumlichen Bewehrungslagen i und 2 selber bestehen aus den geraden Stäben 3 bzw. 3' und den entsprechend aufgebogenen Stäben q. bzw. 4'. Aus der Anordnung der Stäbe 3 bzw. 3' und 4 bzw. 4 in Abb. i läßt sich erkennen, daß die beiden Bewehrungslagen in ihren Ebenen um. g o° gedreht sind, um die günstige Versetzung der Knotenpunkte zu erreichen.
  • Zur besseren Veranschaulichung sind die beiden Bewehrungslagen i und 2 in der Abb.2 voneinander getrennt perspektivisch dargestellt. Die Abb.2 veranschaulicht in klarer Form die Drehung der-beiden Lagen gegeneinander. Hierbei entsprechen die Punkte 17 bzw. i 7' der Abb. i und 2 einander.
  • In Abb. 3 sind zwei senkrechte SchnitteA-B und C-D gemäß den Abb. i und 2 dargestellt, aus denen sowohl die Versetzung als auch die Drehung der einzelnen Schiclten zu ersehen ist. Jeder einzelnen Schicht sind gesonderte Bewehrungseisen 6 zugeordnet. Diese Bewehrungseisen 6 sind nur für die Lagen i und 2 eingezeichnet, um die Darstellung nicht unübersichtlich zu machen.
  • Die Abb. i bis 3 lassen klar erkennen, daß eine weitgehende Verteilung der Bewehrungseisen 6 @ und auch eine weitgehende Durchsetzug der Bewehrungseisen in der Betonkonstruktion gewährleistet ist.
  • In der Abb. 4 ist ein Kreuzungspunkt der Bewehrungsstäbe 12 und 13 petspektivisch dargestellt, über dem die Bewehrungseisen 6 in diagonaler Richtung sich überkreuzend an. geordnet .sind. Die innere Schenkelweite der Bewehrungseisen 6 ist geringer als die Länge der Diagonale des Kreuzungspunktes, so daß sich die Schenkel der Bewehrungseisen 6 in der dargestellten Weise auseinanderspreizen. Auf den Schenkeln der Bewehrüngseisen 6 sind entweder Ansätze 14 und 15 oder Einkerbungen 16 vorgesehen. Die Gestaltung der Einkerbungen oder Ansätze ist an sich beliebig. Es empfiehlt sich jedoch, Ansätze vorzusehen, da hierbei der durchgängige Querschnitt nicht beeinträchtigt wird. Besonders geeignet sind infolge der leichteren Herstellung die Ansätze i4.
  • Bei der Einbetonierung wird, wie besonders aus Abb. 3 ersichtlich ist, die eine Lage, beispielsweise die Lage 2, auf der bereits einbetonierten Schicht aufgelegt und mittels der Bewehrungseisen mit der vorhergehenden Schicht verbunden. Darauf erfolgt die Einbetonierung der Bewehrungslage 2. Auf die einbetonierte Bewehrungslage 2 wird die Bewehrungslage i gelegt, mittels der Bewehrungseisen 6 mit der Schicht 2 verbunden und einbetoniert. Die weiteren Lagen werden in der gleichen Weise aufgebracht und einbetoniert.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Eisenbetonkonstruktion für Befestigungsbauten, die aus. mehreren in erforderlicher Anzahl Schicht- oder lagerweise übereinander angeordneten und nacheinander in Beton eingebetteten ebenen oder räumlichen Bewehrungen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne Bewehrungslage mit der jeweiligen,, vorher eingestampften, jedoch noch nicht abgebundenen Betonschicht durch besondere, krampenartig ausgebildete, die -...Stäbe dieser Bewehrungslage an ihren Kreuzungspunkten vorzugsweise in diagonaler Richtung umgreifende Bewehrungseisen verbunden ist, die sich winklig, und zwar vorzugsweise senkrecht zu den bereits in der eingestampften Betonschicht liegenden Bewehrungseisen erstrecken und deren Länge so bemessen ist, daß sie die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht vollständig durchdringen.
  2. 2. Eisenbetonkonstruktion nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Abstand der Schenkel der über jedem Kreuzungspunkt der einzelnen Bewehrungslagen aufgebrachten krampenartigen Bewehrungseisen geringer ist als die Länge der Diagonale der Knotenstellen der Bewehrüngslage, so daß die quer gerichteten Bewehrungseisen die ihnen zugeordneten Knotenstellen nach ihrem Einbringen unter Vorspännung . umgreifen.
  3. 3. Eisenbetonkonstruktion nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den krampenartigen Bewehrungseisen ausgestatteten Knotenpunkte der einzelnen Bewehrungslagen so gegeneinander versetzt sind, daß die Knotenpunkte der jeweils vorhergehenden, bereits einbetonierten Bewehrungslage sich nicht mit den Knotenpunkten der folgenden Bewehrungslage überdecken.
  4. 4. Eisenbetonkonstruktion nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die krampenartigen Bewehrungseisen eine mit den Querschnitten der Bewehrungseisen entsprechenden Ausstanzungen oder Bohrungen versehene Panzerplatte beispielsweise als Abdeck- oder Schutzplatte mit den Bewehrungslagen und damit mit den Eisenbetonschichten fest verbinden.
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