-
Eisenbetonkonstruktion für Befestigungsbauten Die Erfindung betrifft
eine Eisenbetonkonstruktion für Befestigungsbauten, die.aus mehreren in erforderlicher
-Anzahl schicht-oder lagenweise übereinander angeordneten und nacheinander in Beton
eingebetteten ebenen oder räumlichen Bewehrungen besteht. Derartige Konstruktionen
eignen sich infolge ihrer hohen Festigkeit insbesondere gegen Stoßbeanspruchungen
in hervorragendem Maße für Befestigungsbauten, also beispielsweise für den Bau von
Luftschutzräumen oder Pestungen; sie können aber auch für andere stark beanspruchte
Bauwerke Verwendung finden.
-
Es sind bereits Eisenbetonkonstruktionen bekannt mit schichtweise
angeordneten Bewehrungen. Bei diesen bekannten Konstruktionen werden die einzelnen
Schichten von Hand an den von außen her erreichbaren Stellen mittels Bindedraht
zusammengeknotet. Eine andere Verbindungsart besteht darin, daß die einzelnen Bewehrungslagen
mittels spiralförmig gewundener Drähte, die längs der parallel liegenden Stäbe zweier
Bewehrungslagen eingedreht werden, zusammengehalten werden. Derartige bekannte Eisenbetonkonstruktionen
haben den Nachteil, daß durch die Handverknotung oder die Verwendung spiralig gewundener
Drähte eine zuverlässige, feste Verbindung der einzelnen Bewehrungslagen nicht geschaffen
wird, so daß bei Auftreten hoher Beanspruchungen, insbesondere bei Stoßbeanspruchungen
infolge Beschuß öder Bombenwurf, Spaltungen der Konstruktion parallel zu den einbetonierten
Bewehrungslagen auftreten. Hinzu kommt noch ein weiterer Nachteil von weitgehender
Bedeutung. Die vorstehend beschriebenen bekannten Eisenbetonkonstruktionen verfügen
wohl über eine genügend starke Bewehrung in Richtung der Bewehrungslagen und bei
Verwendung von räumlichen Bewehrungen auch wohl. in diagonaler Richtung; es fehlt
jedoch vollkommen an einer Durchsetzung und Bewehrung des Betons in einer Richtung
quer zu den Bewehrungslagen. Infolge dieser fehlenden, winklig zu den Bewehrungslagen
gerichteten Durchsetzung und Bewehrung bietet eine solche Konstruktion bei starken,
vornehmlich plötzlich auftretenden stoßartigen Kräften nicht die erforderliche Festigkeit
und Sicherheit, da eine die einzelnen Schichten mehrerer Lagen hindurch fest verbindende
Gegenkraft nicht vorhanden ist. Es besteht daher die Gefahr, daß einzelne Bauwerksteile
parallel zu den einbetonierten Bewehrungslagen bei derartigen plötzlich auftretenden
Kräften sich lösen und das ganze Bauwerk so schichtweise aufgebrochen wird. Es sind
weiterhin Eisenbetonkonstruktionen bekanntgeworden, bei denen die einzelnen Bewehrungslagen
durch senkrecht zu ihnen verlaufende, durch sämtliche Bewehrungslagen hindurchgehende
lange Bewehrungseisen
miteinander verbunden . sind. Derartige Konstruktionen
haben nach Erfahrungen und Feststellungen des französischen und englischen Festungsbaues
den Nachtei.t' daß durch die langen, senkrecht zu denhläe= «-ehrungslagen angeordneten
Bewehrungeisen die durch Artilleriegeschosse dürr, Fliegerbomben 'hervorgerufenen
stoßartig wirkenden Kräfte durch die gesamte Schicht hindurch fortgepflanzt werden.
.Infolgedessen werden auch bei genügend starkem Stoß nicht etwa nur die vordersten
Schichten der Konstruktion, sondern vielmefir das Bauwerk in seiner ganzen Tiefe
aufgerissen, so daß gegebenenfalls durch eine einzige mit genügender Wucht geführte
stoßartige Belastung ein durch die ganze Tiefe des Bauwerkes führender Riß auftreten
kann.
-
Weitere schwerwiegende Nachteile ergeben sich beim Aufbau dieser bekannten
Konstruktionen. Die- einzelnen Bewehrungslagen müssen von Hand mit den senkrecht
zu ihnen durch sämtliche Lagen hindurchgehenden Bewehrungseisen verknotet werden.
Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß das Bewehrungsgerüst in seiner ganzen Tiefe
an der Baustelle fertig verknotet werden muß und daß daher die Einbetonierung nicht
hagenweise erfolgen kann, sondern das ganze fertig verknotete Gerüst als solches
mit Beton ausgefüllt werden muß. Ein derartiges Einbetonieren kann aber nur im Gießverfahren
erfolgen. Es muß daher ein dünnflüssiger, stark wasserhaltiger Beton verwendet werden.
Ein derartiger Beton zeigt aber, nachdem er abgebunden hat, eine glasige, spröde
Struktur und führt daher bei stoßweisen Belastungen sehr leicht zu Absplitterungen
und Rißbildungen. Außerdem läßt sich bei dem Gießverfahren die Bildung von Luftblasen
nicht mit genügender Sicherheit vermeiden. Durch das bei diesem Verfahren einzig
mögliche Stochern des ausgegossenen Bewehrungsgerüstes bleibt dem Zufall überlassen,
ob sämtliche sich beim Ausgießen bildenden Luftblasen vernichtet werden. Es besteht
durchaus die Möglichkeit, daß beispielsweise ,in für die Stocherstäbe schwer zugänglichen
Stellen sich bildende Luftblasen erhalten bleiben. Da sich die Luftblasen vornehmlich
an den Bewehrungsstäben selbst bilden. und so stellenweise eine Verbindung zwischen
Beton und Bewehrung verhindern, so weist die fertige Eisenbetonkonstruktion Stellen
auf, die insbesondere bei stoßartiger Belastung die Rißbildung und Absprengung und
damit die Zerstörung begünstigen.
-
Sämtliche bekannten Eisenbetonkonstruktionen zeigen außer den »bereits
hervorgehobenen Nachteilen noch einen weiteren Nachteil, der in ihrer LTnwirtscbaftlichkeit
begründet liegt. Die Verknotung und auch die Verwendung spiralig gewundener Verbindungsdrähte
. ist zeitraubend und verursacht zusätzliche Kosten, die eine bedeutende Vert@uerung
der Konstruktion zur Folge haben. .:: Sämtliche vorstehend dargelegten, den be-,iannten
Eisenbetonkonstruktionen anhaftenden Nachteile werden durch die erfindungsgemäße
Eisenbetonkonstruktion zuverlässig vermieden: Die erfindungsgemäße Konstruktion
ist dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne Bewehrungslage mit der jeweiligen,
vorher eingestampften, jedoch noch nicht abgebundenen Betonschicht durch besondere,
krampenartig ausgebildete, die Stäbe dieser Bewehrungslage an ihren Kreuzungspunkten
vorzugsweise in diagonaler Richtung umgreifende Bewehrungseisen verbunden ist, die
sich winklig, und zwar vorzugsweise senkrecht zu den bereits in der eingestampften
Betonschicht liegenden Bewehrungseisen erstrecken und deren Länge so bemessen ist,
daß sie die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht vollständig durchdringen.
-
Für die erfindungsgemäße Konstruktion können sowohl ebene als auch
räumliche Bewehrungen Verwendung finden. Besonders geeignet sind jedoch die räumlichen
Bewehrungen, .da sie den Beton nicht nur in Richtung der Lagen, sondern auch in
diagonaler Richtung durchsetzen.
-
Es sind jeder einzelnen Bewehrungslage besondere Bewehrungseisen zugeordnet,
die die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht vollkommen durchdringen. Die erfindungsgemäße
Konstruktion zeigt also einerseits die für deri Festungsbau erforderliche winklige,
vorzugsweise senkrecht zu den einzelnen Bewehrungslagen gerichtete Durchsetzung
und Bewehrung des Betons, andererseits werden aber die bekannten, durch sämtliche
Lagen hindurchreichenden Bewehrungseisen aufgelöst, indem jeder einzelnen Bewehrungslage
gesonderte Bewehrungseisen zugeordnet werden, die die vorher eingestampfte Eisenbetonschicht
vollkommen durchdringen und so eine feste Verbindung zwischen den einzelnen Eisenbetonschichten
gewährleisten. Bei stoßartigen Belastungen oder Beanspruchungen wird demnach eine
Abspaltung einzelner Bauteile längs der Schichten vermieden, und andererseits kann
sich der Stoß nicht durch die gesamte Tiefe des Bauwerkes fortpflanzen, sondern
wird nur entsprechend der Länge der direkt beeinflußten $ewehrungseisen weitergeleitet.
Infolgedessen kann eine Rißbildung durch die gesamte Tiefe der Eisenbetonkonstruktion
nicht erfolgen.
-
Es ist noch darauf hinzuweisen, daß bei Verwendung der relativ kurzen
krampenartigen Bewehrungseisen sich noch ein besonderer
Vorteil
insofern ergibt, als die anfallenden Verschnitt- oder Abfalleisen Verwendung finden
können. Da bei den üblichen Konstruktionen für derartig kurze abfallende Bewehrungsstücke
keine Verwendungsmöglichkeit gegeben ist, so gewährleistet demgegenüber die erfindungsgemäße
Konstruktion eine bedeutend. höhere Wirtschaftlichkeit, da auch fast sämtliche durch
Verschnitt sich ergebenden. Abfälle den vollen Verwendungswert besitzen. Die Krampenform
ist für die erfindungsgemäßen Bewehrungseisen die am besten geeignete Form, da derartig
ausgebildete Bewehrungseisen die einzelnen Stäbe der ihnen zugeordneten Bewehrungslage
sicher. umgreifen, so daß eine zuverlässige Halterung _ gewährleistet ist.
-
Die erfindungsgemäß an den Knotenpunkten der Stäbe der Bewehrungslagen
befindlichen krampenartigen Bewehrungseisen werden vorzugsweise so angeordnet, daß
sie die Knotenpunkte in diagonaler Richtung umgreifen, da in diesem Falle vön einem
krampenartigen Bewehrungseisen zwei Bewehrungsstäbe einer Bewehrungslage gleichzeitig
umgriffen werden. Zur Erhöhung der Durchsetzung des Betons können. an- jedem Knotenpunkt
auch zwei sich überkreuzende, diagonal gerichtete krampenartige Bewehrungseisen
angeordnet werden. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, wenn die krampenartigen
Bewehrungseisen so angeordnet sind, daß sie die Stäbe der ihnen zugeordneten Bewehrungslagen
an beliebigen Stellen, beispielsweise in der Nähe der Kreuzungspunkte, umgreifen,
wobei jedoch jedes krampenartige Bewehrungseisen- je einen Bewehrungsstab umgreift.
.
-
Um die winklig zu den Bewehrungslagen angeordneten, krampenartig ausgebildeten
Bewehrungseisen fest mit den. von ihnen umgriffenen Kreuzungspunkten zu verbinden,
ist erfindungsgemäß der innere Abstand der Schenkel der über jedem Kreuzungspunkt
der einzelnen Bewehrungslagen aufgebrachten krampenartigen Bewehrungseisen geringer
als die Länge der Knotenstellen der Bewehriuigslage, so daß die quer gerichteten
Bewehrungseisen die ihnen zugeordneten Knotenstellen nach ihrem Einbringen unter
V orspannung umgreifen. Infolge .dieser geringen Schenkelweite preßt sich das quer
gerichtete Bewehrungseisen unter Vorspannung fest um den Kreuzungspunkt herum, so
daß eine mechanisch feste Verbindung zwischen den quer gerichteten Bewehrungseisen
und den von diesen umgriffenen Knotenpunkten der einzelnen Bewehrungslagen gegeben
ist. Außerdem werden infolge der .geringeren Schenkelweite die krampenartig ausgebildeten
Bewe.hrungseisen bei ihrem Einbringen in die bereits eingestampfte, noch nicht abgebundene
Betonschicht an ihren Schenkelenden spreizkrampenartig nach außen aufgebogen. Hierdurch
ist einmal der Vorteil sehr großer Sicherheit gegen Herauslösen der krampenartigen
Bewehrüngseisen aus dem Beton und außerdem eine erhöhte Regelmäßigkeit in der Durchsetzung
des Betons gewährleistet, da die auseinandergebogenen Schenkelenden eine weit bessere
Verteilung des Bewehrungsinaterials -darstellen als parallel laufende, eng gestellte
Schenkel.
-
Um die Gleitsicherheit der krampenartigen Bewehrungseisen gegenüber
dem Beton zu erhöhen, können an den Schenkelenden an sich bekannte Einkerbungen
oder Ansätze von beliebiger, beispielsweise wulstartiger Gestaltung vorgesehen werden.
Mittels dieser an sich bekannten Einkerbungen oder Ansätze wird die bei Befestigungsbauten
sehr wichtige, absolut feste Halterung der krampenartigen Bewehrungseisen im Beton
gewährleistet, so. daß ein Abspalten oder Absprengen auch nur geringer Teile der
Eisenbetonkonstruktion nahezu unmöglich gemacht wird.
-
Um zu verhindern, daß die in den einzelnen Bewehrungslagen vorgesehenen
krampenartigen Bewehrungseisenin ihrer Längsrichtung gesehen, hintereinanderliegen
und so, wenn auch mit Unterbrechungen, als lange, die stoßartig auftretenden Kräfte
durch die gesamte Schichtsdicke fortpflanzende Stangen angesehen werden können,
sind erfindungsgemäß die mit den krampenartigen Bewehrungseisen ausgestatteten Knotenpunkte
der einzelnen Bewehrungslagen so gegeneinander versetzt, daß die Knotenpunkte der
jeweils vorhergehenden, bereits einbetonierten Bewehrungslage sich nicht mit den
Knotenpunkten der folgenden Bewehrungslage überdecken. Hierdurch wird erreicht,
däß durch die gesamte Dicke der Eisenbetonkonstruktion hindurch die krampenartigen
Bewehrungseisen, in ihrer Längsrichtung gesehen,, gegeneinander versetzt sind, so
daß stoßartig auftretende Kräfte nicht mehr durch die gesamte Schichtdicke- hindurch
weitergeleitet werden können..
-
Der Grad der Versetzung der Knotenpunkte der einzelnen Bewehrungslagen
kann beliebig sein, und zwar können die krampenartigen Bewehrungseisen je zweier
durch eine dazwischenliegende Bewehrungsläge getrennten Bewehrungslagen in der Längsrichtung
hintereinanderliegen, oder der Grad der Versetzung der Knotenpunkte der einzelnen
Bewehrungslagen kann auch so bemessen sein., däß die krampenartigen Bewehrungseisen
einer Bewehrungslage gegenüber den entsprechenden Bewehrungseisen aller anderen
Bewehrungsl.agen versetzt sind;, so daß eine vollkommene
Verteilung
der krampenartigen Bewehrung,seisen über die ganze Eisenbetonkonstruktion hin erfolgt.
Hierdurch wird mit absoluter Sicherheit vermieden, daß die auf die äußere Schicht
auftreffenden stoßartigen Kräfte über die gesamte Schichtdicke hinweg weitergeleitet
werden. Hinzu kommt noch, daß durch die erfindungsgemäße Versetzung der Knotenpunkte
der einzelnen Bewehrungslagen gegeneinander eine vollständige und gleichmäßige Durchsetzung
des Betons auch in zu den Bewehrungslagen senkrecht liegender Richtung erfolgt,
was gerade beim Festungsbau anzustreben ist, da die Widerstandsfähigkeit einer Eisenbetonkonstruktion
für den vorgesehenen Zweck dann am größten ist, wenn die Bewehrungseisen mit vollkommener
Gleichmäßigkeit nach jeder Richtung hin den Beton durchsetzen.
-
Erfindungsgemäß können mittels der krampenartigen Bewehrungseisen
beispielsweise auf der obersten Bewehrungsschicht Panzerplatten beliebiger Stärke
befestigt werden. Diese beispielsweise als Schutzplatten dienenden Panzerplatten
sind mit' den Querschnitten der krampenartigen Bewehrungseisen entsprechenden Ausstanzungen
oder Bohrungen versehen. Die krampenartigen Bewehrungseisen werden durch diese in
der Panzerplatte vorgesehenen Ausstanzungen oder Bohrungen hindurchgeführt und dann
in. die Betonschicht eingebracht. Hierdurch läßt sich eine absolut feste Verbindung
der Panzerplatten mit der Eisenbetonkonstruktion mittels der krampenartigen Bewehrungseisen
erreichen, ohne daß irgendwelche besonderen Vorkehrungen erforderlich sind. Derartige
Panzerplatten können auf der Oberschicht als Abdeckplatten oder auch im Inneren
der Eisenbetonkonstruktion als Zwischenlage Verwendung finden.
-
Um die Durchsetzung des Betons und damit die Festigkeit der Konstruktion
in noch weiterem Maße zu erhöhen, können auch mittels der krampenartigen Bewehrungseisen
parallel zu den Schichten liegende, mehrere Kreuzungspunkte abdeckende ringförmige
Bewehrungseisen mit den einzelnen Lagen verbunden werden. Diese Bewehrungsringe,
die in beliebiger Anzahl vorgesehen sein können, geben einerseits den Schichten
in Richtung ihrer Oberfläche eine bisher unerreicht hohe Zerreißfestigkeit und erhöhen
andererseits in, weiterem Maße die für den Festungsbau sehr bedeutungsvolle weitgehende
Durchsetzung des Betons mit dem Bewehrungsmaterial.
-
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Eisenbetonkonstruktion werden
die Bewehrungen schichtweise nacheinander einbetoniert, wobei die krampenartig ausgebildeten
Bewehrungseisen vor der Einbetonierung einer Bewehrungslage in den noch nicht abgebundenen
Beton der vorhergehenden Eisenbetonschicht eingeführt werden. Dieses Verfahren ermöglicht
erstmalig bei quer bewehrten Eisenbetonkonstruktionen die schichtweise Ausbetonierung.
-
Beispielsweise wird auf einer Grundschicht aus Beton die erste zu
verarbeitende Bewehrungslage aufgelegt und mittels der erfindungsgemäßen krampenartigen
Bewehrungseisen auf der. Grundschicht befestigt. Daraufhin wird diese auf der Grundschicht
befestigte Bewehrungslage einbetoniert. Auf diese frisch einbetonierte Bewehrungslage
wird eine weitere Bewehrungslage unter der erfindungsgemäßen Versetzung der Knotenpunkte
zu der vorhergehenden einbetonierten Bewehrungslage gelegt, die wiederum mittels
der erfindungsgemäßen Bewehrungseisen auf der vorhergehenden Schicht befestigt wird.
Die krampenartigen Bewehrungseisen werden hierbei mittels geeigneter Schlag- oder
Preßvorrichtungen in den noch nicht fertig abgebundenen Beton eingeführt.
-
Dieses Verfahren bringt gegenüber den bekannten Einbetonierungsverfabren
bei quer bewehrten Eisenbetonkonstruktionen bedeutende Vorteile. Durch die schichtweise
Einbetonierung wird die Anwendung des Gießverfahrens überflüssig und damit auch
die Verwendung des dünnflüssigen, wasserhaltigen Betons. Bei der Herstellung der
erfindungsgemäßen Eisenbetonkonstruktion wird jede einzelne Bewehrungslage gesondert
einbetoniert, und zwar kann hierbei ohne, Schwierigkeiten erdfeuchter, plastischer
Beton verwendet werden, der zudem noch durch geeignete Stampfvorrichtungen nach
Einbetonierung jeder einzelnen Bewehrungslage verdichtet wird. So ergibt sich eine
Eisenbetonkonstruktion, die unter zuverlässiger Verineidung von Luftblasen aus einem
Beton besteht, der von wesentlich zäherer Struktur ist als der bisher zwangsläufig
verwendete Gießbeton.
-
In den Abbildungen sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgedankens
schematisch dargestellt, und zwar bedeuten Abb. r Aufsicht auf die erfindungsgemäße
Eisenbetonkonstruktion, Abb. a perspektivische Darstellung zweier aufeinanderfolgender
Bewehrungslagen, Abb. 3 Schnitt A-B bzw. C-D gemäß den Abb. r und z, Abb. 4 perspektivische
Darstellung eines mit den erfindungsgemäßen Bewehrungseisen versehenen Kreuzungspunktes.
-
Ig der Abb-. i, die eine Aufsicht auf die erfindungsgemäßeEisenbetonkonstruktion
darstellt, sind zwei in Beton eingebettete räuinliche
Bewehrungslagen
i und 2 in horizontalen Ebenen übereinanderliegend gezeigt, und zwar liegt die mit
starken Strichen gezeichnete Lage i über der mit schwachen Strichen gezeichneten
Lage 2. Senkrecht zu diesen Lagen i. und 2 verlaufen beispielsweise als Abdeckschicht
die Lagen 9 und-io, die mittels der Bewehrungseisen 8 mit den Lagen i und 2 verbunden
sind. Auf die Außenfläche der Lage io ist eine Panzerplatte i i aufgebracht, die
mittels der Bewehrungseisen 5 in der gezeichneten Form mit der Lage io verbunden
ist.
-
An den Knotenstellen jeder Bewehrungslage sind krampenartig ausgebildete,
quer zu den Bewehrungslagen verlaufende Bewehrungseisen angeordnet, und zwar übergreifen
diese Bewehrungseisen 5 die einzelnen Stäbe der Bewehrungslagen, während die Bewehrungseisen
6 diagonal deren Knotenpunkte umfä,ssen.
-
Insbesondere Abb.3 läßt erkennen, daß jeder einzelnen Bewehrungslage
i und 2 gesonderte Bewehrungseisen 5 oder 6 zugeordnet sind, die die nächstfolgende
Eisenbetonschicht vollkommen durchdringen. Auf den Bewehrungslagen liegen beispielsweise
ringförmig ausgebildete Bewehrungseisen 7, die jeweils vier Knotenpunkte umfassen
und mittels der Bewehrungseisen 8 mit den Lagen i und 2 verbunden sind. Hierbei
sind die Bewehrungseisen 8 so ausgebildet, daß sie sowohl die Knotenstellen als
auch die Ringe 7 umfassen.
-
Die Knotenpunkte der Bewehrungslage i sind gegenüber denjenigen der
Lage 2 so versetzt, daß die Knotenpunkte der Lage 2 in den Mittelpunkten .der durch
die Bewehrungsstäbe der Lage i. gebildeten Quadrate liegen. Die räumlichen Bewehrungslagen
i und 2 selber bestehen aus den geraden Stäben 3 bzw. 3' und den entsprechend aufgebogenen
Stäben q. bzw. 4'. Aus der Anordnung der Stäbe 3 bzw. 3' und 4 bzw. 4 in
Abb. i läßt sich erkennen, daß die beiden Bewehrungslagen in ihren Ebenen um. g
o° gedreht sind, um die günstige Versetzung der Knotenpunkte zu erreichen.
-
Zur besseren Veranschaulichung sind die beiden Bewehrungslagen i und
2 in der Abb.2 voneinander getrennt perspektivisch dargestellt. Die Abb.2 veranschaulicht
in klarer Form die Drehung der-beiden Lagen gegeneinander. Hierbei entsprechen die
Punkte 17 bzw. i 7' der Abb. i und 2 einander.
-
In Abb. 3 sind zwei senkrechte SchnitteA-B und C-D gemäß den Abb.
i und 2 dargestellt, aus denen sowohl die Versetzung als auch die Drehung der einzelnen
Schiclten zu ersehen ist. Jeder einzelnen Schicht sind gesonderte Bewehrungseisen
6 zugeordnet. Diese Bewehrungseisen 6 sind nur für die Lagen i und 2 eingezeichnet,
um die Darstellung nicht unübersichtlich zu machen.
-
Die Abb. i bis 3 lassen klar erkennen, daß eine weitgehende Verteilung
der Bewehrungseisen 6 @ und auch eine weitgehende Durchsetzug der Bewehrungseisen
in der Betonkonstruktion gewährleistet ist.
-
In der Abb. 4 ist ein Kreuzungspunkt der Bewehrungsstäbe 12 und 13
petspektivisch dargestellt, über dem die Bewehrungseisen 6 in diagonaler Richtung
sich überkreuzend an. geordnet .sind. Die innere Schenkelweite der Bewehrungseisen
6 ist geringer als die Länge der Diagonale des Kreuzungspunktes, so daß sich die
Schenkel der Bewehrungseisen 6 in der dargestellten Weise auseinanderspreizen. Auf
den Schenkeln der Bewehrüngseisen 6 sind entweder Ansätze 14 und 15 oder Einkerbungen
16 vorgesehen. Die Gestaltung der Einkerbungen oder Ansätze ist an sich beliebig.
Es empfiehlt sich jedoch, Ansätze vorzusehen, da hierbei der durchgängige Querschnitt
nicht beeinträchtigt wird. Besonders geeignet sind infolge der leichteren Herstellung
die Ansätze i4.
-
Bei der Einbetonierung wird, wie besonders aus Abb. 3 ersichtlich
ist, die eine Lage, beispielsweise die Lage 2, auf der bereits einbetonierten Schicht
aufgelegt und mittels der Bewehrungseisen mit der vorhergehenden Schicht verbunden.
Darauf erfolgt die Einbetonierung der Bewehrungslage 2. Auf die einbetonierte Bewehrungslage
2 wird die Bewehrungslage i gelegt, mittels der Bewehrungseisen 6 mit der Schicht
2 verbunden und einbetoniert. Die weiteren Lagen werden in der gleichen Weise aufgebracht
und einbetoniert.