-
Die vorliegende Erfindung betrifft elektrische
Niedrigspannungsverteiler-Leitungen, und sie findet eine besonders
wichtige, wenn auch nicht ausschließliche Anwendung bei
Inneninstallationen zur Elektrizitätsverteilung zu
Niederspannungslampen.
-
Es ist häufig nützlich, eine Installation vorzusehen, die es
erlaubt, die Position von Beleuchtungslampen zu ändern. Dieser
Fall liegt insbesondere bei Schaufenstern und Geschäften vor.
Die Verwendung von Lampentragschienen löst dieses Problem nur
sehr unvollkommen. Die verwendeten starren Schienen können nur
in Form relativ kurzer Teilstücke transportiert werden, was
zahlreiche Verbindungen erfordert, wobei die Teilstücke
trotzdem sperrig bleiben. Es ist unmöglich oder schwierig, diese
Schienen vor Ort zu biegen, damit sie einer sinusförmigen Bahn
folgen können. Die Tragfunktionen für elektrische Verbraucher
und die Versorgung dieser Verbraucher sind üblicherweise
voneinander getrennt.
-
Es ist eine Leitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
bekannt (DE-U-8 808 131). Die Seele besteht aus einem flexiblen
oder starren Band, an das die beiden metallischen Bänder durch
ein nicht beschriebenes Verfahren befestigt sind.
-
Die vorliegende Erfindung hat die Schaffung einer elektrischen
Verteiler-Leitung zum Ziel, die den Erfordernissen der Praxis
und den speziellen, an eine derartige Leitung angepaßten
Zubehörteilen besser entspricht.
-
Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung insbesondere eine
elektrische Verteiler-Leitung für Verbraucher in Übereinstimmung
mit Anspruch 1 vor.
-
Der Träger kann ein Gehäuse sein, das aus zwei Schalen aus
elektrisch isolierendem Material besteht, die mit Mitteln
versehen sind, die es erlauben, daß sie aufeinander abgestützt
die Einfassungen und/oder die Schiene einspannen.
-
Die Schiene selbst bildet ein in Teilstücken lagerbares
Bauelement von einigen Metern Länge in Gestalt einer Spule mit
einein Durchmesser von einigen zehn Zentimetern; diese Schiene
kann einem sinusförmigen Bahn folgen und/oder spiralig
eingerollt werden und einer schraubenförmigen Bahn folgen; sie kann
durch beliebige Ausrichtungswände getragen werden, die entlang
der Leitung variieren; sie kehrt in den geradlinigen Zustand
zurück, wenn sie freigegeben wird.
-
Die Erfindung schlägt außerdem einen Adapter für einen
elektrischen Verbraucher für eine Leitung der vorstehend genannten
Art in Übereinstimmung mit Anspruch 7 vor.
-
Die Erfindung läßt sich durch das Studium der Beschreibung
besser verstehen, die eine spezielle Ausführungsform betrifft,
die beispielhaft, nicht beschränkend angeführt ist. Die
Beschreibung bezieht sich auf die anliegenden Zeichnungen; es
zeigen:
-
Fig. 1 ein Prinzipschema eines Teils der erfindungsgemäßen
Leitung und einer Verbindungsmanschette zwischen zwei
Teilstücken in perspektivischer Darstellung,
-
Fig. 2 eine Aufrißansicht eines Lampenadapters gemäß einer
speziellen Ausführungsform der Erfindung,
-
Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III von Fig.
2,
-
Fig. 4 eine Verbindungsklemme für den Adapter gemäß den Fig. 2
bis 3 in perspektivischer Ansicht,
-
Fig. 5 eine Endansicht einer möglichen Leitungstraganordnung
gemäß der Erfindung,
-
Fig. 6 ähnlich wie Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform
des Leitungsträgers,
-
Fig. 7 eine Explosionsansicht der Bestandteile des Trägers von
Fig. 6,
-
Fig. 8 einen Teil von Fig. 6 in abgewandelter Form.
-
Fig. 1 zeigt lediglich einen Teil der erfindungsgemäßen
Leitung, die außerhalb von Bereichen angeordnet ist, die Träger
oder Verbraucher aufnehmen. Der Teil umfaßt dafür zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Teilstücken ein Verbindungselement.
-
Jedes Leitungsteilstück umfaßt eine ebene Schiene 10
zusammengesetzten Aufbaus, deren Seitenränder in Einfassungen 12
eingesetzt sind. Die Schiene umfaßt eine isoli:erende Seele 14,
die auf jeder Seite einen Bandleiter 16 trägt, deren Ränder
ebenso wie ein Teil der Oberfläche durch die Einfassungen 12
der Seele bedeckt sind. Die die Schiene und die Dicke der
Schiene bildenden Materialien sind derart ausgewählt, daß die
Anordnung in Form einer Rolle von wenigen Dezimetern
Durchmesser gelagert werden kann. In der Praxis kann die Seele aus
biegsamem Polyvinylchlorid mit einer Dicke in der
Größenordnung
eines Millimeters bestehen, die ausreicht, um bei einer
niedrigen Spannung die Isolierung sicherzustellen. Die
Leitungsbänder können aus Berylliumbronze bestehen, die mit einer
dünnen Schutzhaut (beispielsweise aus Nickel) überzogen ist,
oder aus Goldkupfer einer jeweiligen Dicke von zwischen 0,2
und 0, 8 mm, entsprechend der erforderlichen Leitfähigkeit.
-
Die Einfassungen, deren Querschnitt U-Form hat (die in Fig. 1
verrundet oder wie in Fig. 3 gezeigt rechtwinklig ist) können
sehr einfach auf ein Leiterband durch einfache elastische
Verformung eines Schenkels des U-Querschnitts auf gepaßt werden,
indem man ein Werkzeug entlang der Seele gleiten läßt, nachdem
das Band in die andere Einfassung eingespannt worden ist.
-
Beispielsweise kann gezeigt werden, daß eine Schiene mit einer
Breite von 35 mm und einer Stärke von 2 mm, die auf einen
Durchmesser von 50 cm einrollbar ist, befriedigende Ergebnisse
zeitigt.
-
Wie in Fig. 1 gezeigt, kann eine derartige Leitung leicht
deformiert werden, damit sie einer sinusförmigen Bahn folgen
kann.
-
Die Verbindung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Teilstücken
kann durch unterschiedliche Mittel realisiert werden,
insbesondere mit Hilfe von Manschetten 18 der in Fig. 1 gezeigten
Art. Diese Manschette 18 besteht aus zwei Schalen 20, die
durch einen konvexen Boden und zwei parallele Flanken begrenzt
sind, die derart abgeschnitten sind, daß sich ihre Ränder nur
dann aufeinander abstützen, wenn die Flanken die Einfassungen
12 zusammendrücken. Die Schalen 20 können leicht durch Formen
eines synthetischen Isoliermaterials hergestellt werden. Die
Schalen können durch beliebige Mittel aufeinander abgestützt
werden, insbesondere durch eine Sperrvorrichtung und/oder mit
Hilfe von Klemmen 22, die denselben Aufbau haben, wie
diejenigen, mit denen die Verbraucher-Adapter ausgerüstet sind, die
nachfolgend beschrieben sind. Die elektrische Durchgängigkeit
wird zwischen den beiden aufeinanderfolgenden Teilstücken
beispielsweise mit Hilfe elastischer Plättchen 24 aus leitfähigem
Material hergestellt, die beispielsweise Bogenform haben und
auf den Schalen anliegen, und deren Boden die Teilstücke
verbindet: Eine derartige Montage erlaubt ohne Schwierigkeiten
die Ausbildung von Strömen in der Größenordnung von 20 A.
-
Der beispielhaft in den Fig. 2 und 3 gezeigte Adapter 24 ist
dazu bestimmt, eine dichroitische Niederspannungslampe 26 und
ihren Reflektor 28 aufzunehmen. Es ist jedoch möglich,
ähnliche Adapter auszubilden, die für andere Verbraucher bestimmt
sind.
-
Der Adapter 24 umfaßt ein Gehäuse, das aus zwei identischen
Schalen 30 besteht, die jedoch umgekehrt angeordnet sind und
aus elektrisch isolierendem Material bestehen. Der Boden jeder
Schale hat eine konvexe Außenfläche und eine Innenfläche wie
die Schalen, die die Einfassungen 12 umspannen, indem sie sie
elastisch deformieren, wie aus Fig. 3 hervorgeht. In der
dargestellten Ausführungsform umfaßt außerdem jede Schale eine
elastische Sperrklinke 32, die dazu vorgesehen ist, sich auf
einem Vorsprung 3 der anderen Schale einzuhaken, wenn die
beiden Schalen nahe genug aneinander liegen, um die Einfassungen
zusammenzudrücken und entlang der Schiene durch Reibung
unbeweglich zu machen. Die Verriegelung wird durch Klemmen 36
vervollständigt, die identisch mit den Klemmen 22 für den
Zusammenbau der Manschetten 18 sein können. Diese Klemmen können
aus einem geformten elastischen Blatteil bestehen, dessen
Endteile eine Form derart haben, daß sie sich auf den Schalen
einhaken.
-
Andere Befestigungsarten sind möglich und die beiden Schalen
können insbesondere Bereiche umfassen, die an einer Seite der
Schiene Scharniere bilden.
-
Die Innenwand jeder Schale hat einen Vorsprung 38, in dem eine
elastische Zunge 40 eingespannt ist, die auf einem der Bänder
16 anliegt. Diese Zunge bildet ein Stromabgriffelement. Sie
ist dazu vorgesehen, mit einer biegsamen Versorgungsleitung
des Verbrauchers verbunden zu werden. Eine einfache Lösung zur
Verbindung der Leitung 42 besteht darin, sie mit einem
Kabelschuh 44 zu versehen, der auf einer Leitung 42 auf steckbar
ist, der zu einem abgeschnittenen Blechteil gehört, das
außerdem die Zunge 40 umfaßt.
-
Jede der Schalen 30 ist in ihrem Zentrum von einem Loch zur
Aufnahme eines Tragschafts 46 für die Lampenbuchse 47
durchsetzt. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Schäfte
46 hohl und dienen außerdem für den Durchgang der
Versorgungsleitungen 42. Damit die Verbindung zwischen dem Gehäuse und
den Schäften eine Ausrichtung um eine zur Schiene lotrechte
Achse erlaubt, sind die Schäfte drehbar in den fluchtenden
Löchern angeordnet und durch lösbare Mittel befestigt. In dem in
Fig. 3 gezeigten Fall umfassen diese Mittel eine Mutter 48,
die auf einem mit Gewinde versehenen Endteil des
entsprechenden Schafts aufgeschraubt sind. Jeder Schaft 46 hat zwei
Abwinklungen derart, daß ihre Enden, die gegenüber zu denjenigen
liegen, die am Gehäuse befestigt sind, ebenfalls fluchten und
eine zweite Gelenkachse bilden, die lotrecht zur Gelenkachse
auf dem Gehäuse verlaufen. Die beiden Endteile sind durch eine
Drehung zulassende Mittel auf einem Bügel 50 angebracht, der
die Buchse 47 und den Reflektor 48 überträgt: Vorliegend
erübrigt sich eine Beschreibung der Montage des Bügels auf den
Schäften 46, da sie ähnlich ist, wie die soeben beschriebene,
und der Beschreibung der Montage des Bügels auf der Hülse, da
sie in herkömmlicher Weise erfolgt.
-
Der schematisch in Fig. 5 gezeigte Träger 18 ist selbst ebenso
dafür vorgesehen, der Schiene 10 eine beliebige Ausrichtung in
bezug auf eine Befestigungsplatte 52 zumindest mit einer
deutlichen Verstellungsspielbreite zu erlauben. Zu diesem Zweck
kann der Träger 18 zwei identische Schalen oder Schalen
umfassen, die den Schalen 30 eines Adapters entsprechen, jedoch
ohne die elastischen Kontaktzungen und die Durchgangslöcher für
die Schäfte 46. An einer Schale ist durch Formen oder mit
Hilfe einer Schraube ein Gelenk 54 befestigt, das durch Mittel
mit einem Schaft 56 verbunden ist, durch die der Schaft um
eine Achse parallel zur Längsachse der Schiene 10 drehbar ist.
Der Schaft 56 ist seinerseits auf der Platte 52 durch Mittel
angebracht, die eine Ausrichtung des Schafts um seine Achse 54
zulassen. Diese zuletzt genannten Mittel können durch eine
Mutter 58 gebildet sein, die auf einem Gewindeendabschnitt des
Schafts aufgeschraubt ist, der sich auf der Platte 52 durch
eine Schulter abstützt.
-
Die Mittel zur Zufuhr von Strom zur Leitung sind nicht
dargestellt: Sie können eine ähnliche Konstitution haben wie
diejenigen der Verbindungsmanschetten 18, und sie können an einem
beliebigen Punkt der Leitung angeordnet sein. Insbesondere
können sie aus zwei Schalen aus Isoliermaterial bestehen, aus
einer Einrichtung, die es erlaubt, sie miteinander zu
verbinden, indem sie Einfassungen verspannen, und auf jeder Schale
aus einer großen Zunge aus leitfähigem Material, die in die
Schale eingespannt ist und auf der Schiene aufliegt, die mit
einem externen Versorgungsleiter verbunden ist.
-
Die Erfindung läßt zahlreiche Abwandlungen der Ausführungsform
zu. Beispielsweise können die Leitungsträger die schematisch
in den Fig. 6 und 7 gezeigte Konstitution haben. Der in Fig. 6
gezeigte Träger oder Wandhaken umfaßt eine Ankerplatte 60, die
mit nicht dargestellten Mitteln zur Befestigung auf einer Wand
(Mauer oder Trennwand) versehen ist. An dieser Platte ist
beispielsweise durch Verschweißung ein flacher Bügel 62
befestigt, dessen Endteil mit einem Winkel von 450 zur Achse der
Platte verläuft. Die Schienenbefestigungselemente bestehen aus
zwei Lappen 64, 66 aus abgeschnittenem und gefalteten
Bandmaterial, dessen Endteile die Einfassungen 12 einspannen und die
Schiene zurückhalten. Die Lappen 64, 66 sind an der Platte 62
durch eine Schraube 68 befestigt, die in ein mit Gewinde
versehenes Loch des Lappens 66 eingreift. Es ist außerdem
möglich, die Schiene um die Achse der Schraube herum auszurichten
und sie beispielsweise mit der Decke oder einer Zwischenwand
zu verbinden. Die Endränder 70 der Lappen haben eine Länge
derart, daß sie nicht über die Einfassungen 12 hinausstehen,
die sie einspannen.
-
Eine Gegenplatte 72 kann auf der Platte 60 angeordnet sein, um
die Befestigungsschrauben abzudecken, die in kreisbogenförmige
Schlitzlöcher der Platte eingreifen und durch Magneten
gehalten werden, die beidseits der Basis der Platte 62 angeordnet
sind.
-
In gewissen Fällen ist es erwünscht, die Träger bis zu einem
Punkt derart wegzulassen, daß die Schiene Gefahr läuft, sich
zwischen den Trägern spiralig, vor allem schleifenartig
einzurollen, und es ist erwünscht, eine elektrische
Transportkapazität zur Verfügung zu stellen, die diejenige der Schiene
übersteigt. In diesem Fall ist es möglich, zwei Schienen 10
(oder sogar noch mehr) parallel zu montieren, wie in Fig. 8
gezeigt. Die beiden Schienen werden jeweils durch zwei Klemmen
jedes Trägers 76 durch die Elastizität der Klemmen oder durch
nicht dargestellte einstellbare Druckmittel gehalten. Dadurch
wird die Transportkapazität verdoppelt, das
Torsionsträgheitsmoment wird beträchtlich vergrößert, und der
Biegungshalbmesser wird fixiert.