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Anordnung zum störungsfreien Empfang in der drahtlosen Nachrichtentechnik
Man hat bereits eine große Zahl von störungsfreien Vorrichtungen vorgeschlagen,
welche Differenzempfänger benutzen, d. h. Doppelanordnungen, bei denen eine Hälfte,
das Zeichen rtnd die Störungen - empfängt, während die andere, leicht- gegen die
empfangene Station verstimmte Hälfte nur die Störungen empfängt. . Man schaltet
dann die von den Empfängern- nach der Niederfrequenzgleichrichtung gelieferten Wellen
gegeneinander, damit sich die Störungen herausheben und das Zeichen allein übrigbleibt.
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Um die beiden Differenzempfänger, die mit R1 und R2 (Abb. i) bezeichnet
seien, in einem einzigen Apparat zu vereinigen, kann man ein Superheterodyn mit.
Einknopfbedienung nehtuen, in welchem man die Niederfrequenz-Detektorröhneund _
die sie mit der .letzten Mittelfrequenzröhre verbindende Abstimmungsvornichtung
verdoppelt. Der gemeinsame Teil C (Abb. i) umfaßt also die Vorstufe, die Vorrichtung
zur Frequenzänderung und alle Mittelfrequenzröhren. Es sei Dl die Detektorröhre
von R1, und Q1 das Bandfilter, welches die Röhre ;mit der letzten Mittelfrequenzröhre
verbindet. Ferner sei D2 die De -tekto#rröhre von R2 und Q2 'das Bandfilter, welches
sie ebenfalls mit der letzten Mittelfrequenzröhre verhindet. Unter diesen Bedingungen
erhalten wir (A.bb. i) :- -RI-C+Ql-[ Dl R2_C+Q2+D2. Der notwendige Unterschied der
Abstimmung zwischen - R1 und' R2 wird durch den Unterschied der festen Frequenzen
erhalten, auf welche Q1 und Q2 abgestimmt sind.- Die vonAen Deteletorröhren Dl und
D2, gelieferten
Wellen werden gegeneinander geschaltet und dem Lautsprecher
L zugeführt. Zwischen j e-.des der Filter der Differenzempfänger und .die entsprechende
Detektorröhre kann man eine oder mehrere Mittelfrequenzverstärkerstufen einschalten.
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:Für die Vorrichtungen Q1 und Q2 kann trän Filter mit piezo-elektrischen
Kristallen (z. B: mit Quarzkristallen) benutzen. Hierfür hat man zahlreiche Vorrichtungen
verwirklicht; welche ein mehr oder weniger breites Band durchlassen. An Stelle der
Filter mit Quarz= kristallen kann man beliebige andere gleichwertige Vorrichtungen
benutzen; z. B. Filter ohne Kristalle öder auch abgestimmte und zu Bandfiltern vereinigte
Kreise.
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Die den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtungen werden nachstehend
unter Bezugnahme auf,die schematischen Abbildungen beschrieben.
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Die Benutzung von Differenzempfängern zur Ausscheidung der Störungen
beruht auf der Tatsache, daß die Mehrzahl der Störurgen, wenn sie mit benachbarten
Abstimmungen empfangen werden, die Eigenschaft besitzen, nach der Xiederfrequenzgleichrichtung
Wellen zu erzeugen, die bei ihrer Gegeneinanderschaltung sich in gewissem Maße aufheben.
Dieses Maß hängt offenbar von ihrer mehr oder weniger großen Ähnlichkeit ab, und
es ist klär, daß diese Ahnlichkeit um. so, größer ist, je kleiner der Unterschied
der Abstimmungen ist, mit welchen die Störungen von den Empfängern empfangen werden.
Man muß also versuchen, diesen Unterschied soweit wie möglich zu verkleinern, ohne
daß jedoch diese Verkleinerung den richtigen Empfang :des Zeichens verhindert: Dies
gelingt, indem erfindungsgemäß bei einer Anordnung zum störungsfreien Empfang mit
mehreren verschieden abgestimmten parallelen Empfangskanälen, ,die nach der Demodulation
zur Störungskompensation gegeneinander geschaltet sind und so gemeinsam einen Lautsprecher
speisen, in einem der Modulationsseitenbänder mittels Filtern mehrere Teilbänder
geschaffen sind und jeweils benachbarte oder mindestens einander näheliegende Teilbänder
den gegeneinander geschalteten Empfangskanälen zu, geführt werden, ohne daß eine
wesentliche Empfangsschwächung eintritt.
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Es sei OB (Abb.2) das halbe aufzunehmeide Modulationsband,
wobei der Punkt 0 ,der Trägerwelle entspricht. Dieses z. B. 5 kHz betragende Halbband
werde in eine gewisse Bahl gleicher Teile, z. B. acht, unterteilt, welche mit 1,
2, 3, -4, 5, 6, 7, 8 bezeichnet seien. Jedes Band hat also- eine Breite von 5/,3
kHz, und der Abstand der Mitten von zwei aufeinander folgenden Bändern beträgt ebenfalls
% kHz. Der erste Empfänger R1 empfängt die durchgelassenen Bänder 1, 3, 5 und 7,
und der zweite Empfänger R2 empfängt -die durchgelassenen Bänder 2, 4; 6 und B.
Man sieht, daß jedes der von einem der Empfänger empfangenen Bänder (mit Ausnahme
der Außenbänder) zwischen zwei Bänder des anderen Empfängers geschaltet ist. Jedes
der acht durchgelassenen Bänder wird durch ein Qüarzkristallfilter bestimmt. Die
verschiedenen Filter; welche die Bänder ein und desselben Empfängers bestimmen,
sind einander parallel geschaltet. Die beiden Gruppen von Bändern 1, 3, 5, 7 und
ä, 4, 6, 8 werden nach der Niederfrequenzgleichrichtung gegeneinander geschaltet,
und ihre Resultante wird dem Lautsprecher L (Abb. i) zugeführt. Die Schallwellen,
welche Punkten in dem halben Modulationsband OB entsprechen, die in verschiedenen
Entfernungen von der Trägerwelle 0 liegen, haben verschiedene Frequenzen.. Nun haben
aber die verschiedenen Punkte der von R1 empfangenen durchgelassenen Bänder 1, 3,
5, 7 (Abb. 2) und die verschiedenen Punkte der von R2 empfangenen ,durchgelassenen
Bänder 2, 4, 6, 8 verschiedene Abstände von der Trägerwelle.
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Hieraus ergibt sich, -daß die den durchgelassenen Bändern 1, 3, 5,
7 von R1 entsprechenden Schallwellen alle Frequenzen haben, die von denen .der den
durchgelassenen Bändein 2, 4, 6, 8 von R2 entsprechenden Schall--wellen verschieden
sind. Infolgedessen werden bei .der Gegeneinanderschaltung dieser beiden Bän.dergruppen
alle Schallwellen empfangen, ohne sich aufzuheben, während die Störungen allein
ausgeschieden wenden.
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Auf der Abb. 2 hat man den Resonanzkurven eine theoretische, rechteckige
Form gegeben. Wir betrachten nun die wirklichen Resonanzkurven der benachbarten
gegeneinander geschalteten - Bänder i und 2 der Abb. 2. Wenn,die Grundlinien dieser
Kurven wie auf Abb. 3 nebeneinander gelegt werden, so entsteht zwischen .ihnen eine
Lücke gleich der Fläche XYZ. Wenn die Grundlinien dieser Kurven sich teilweise überlägern,
wie auf Abb.4. Werden sich die Wellen des beiden Kurven gemeinsamen Teiles EHK in
Gegeneinanderschaltung aufheben, da sie gleich sind, so daß man hier aus diesem
Grunde auch keinen Empfang idieser Frequenz erhält. Man sieht also, daß praktisch
in jedem Fall beim Empfang des Zeichens zwischen zwei gegeneinander geschalteten
benachbarten durchgelassenen Bändern eine Lücke entsteht. Um diesem Ü'beistand abzuhelfen,
nehmen wir zwei zusätzliche Empfänger R3 und R4 (Abb. 5), deren Detektorröhren alle
beide von der letzten Mittelfrequenzröhre gespeist werden und die infolgedessen
.denselben Teil C gemeinsam
haben wie die Empfänger Ri- Und R2.
D.3. ist die Detektorröhre von R3, und O3 ist das Filter, welches sie ebenfalls
mit .der letzten Msttelfrequenzröhre verbindet: D° ist die DetektoTröhre von R4,
und Q4 ist das Filter, welches sie ebenfalls mit der letzten Mittelfrequenzröhre
verbindet. -Man erhält also für :die vier Empfänger: Rl-C+Ql+Dl R2-C+Q2+D2 ' . R3-C+Qa+D3
R4-C+Q4-+D4. Die verschiedenen von R3 und R4 empfangenen Bänder, welche wir mit
g, io, 1i, 12, 13, 14, 15 und 16 (Abb:6) bezeichnen, sind den von R1 und R2 empfangenen
Bändern i bis 8 ähnlich; sie sind jedoch um eine halbe Bandbreite gegenüber diesen
letzteren verschoben, so daß. die gemeinsame Grenze von ' zwei Bändern einer Reihe
der Mitte- eines Bandes der anderen Reihe entspricht. Der Empfänger R3 empfängt
die Bänder 9, 1i, 13
und i s, und der Empfänger R4 empfängt die Bänder io,
12, i4.und,a6. Diese beiden Bän= dergruppen werden nach .der Niederfrequenzgleichrichtung
gegeneinander geschaltet Die Resultante der Ge,geneinanderschaltung von RI und R2
und- die Resultante der Gegeneinanderschaltung von R3 und R4 können nicht von ein
und demselben Lautsprecher empfangen werden, ohne sich teilweise aufzuheben. Zum
Beweis dafür sei auf Abb. 7 verwiesen, welche die Wiedergabe der Abb. 6 ist und
bei welcher die acht oberen Bänder durch sieben ganze Bänder 2o, 21, 22, 23, 24,
25 und" 26 und durch die beiden Halbbänder i9 und 27 ersetzt wurden, damit die Reihe
der oberen Bänder und die Reihe der unteren Bänder beide genau den gleichen Abschnitt
OB des Modulationsbandes einnehmen. Der Empfänger R3 empfängt nun die Bänder
i9, 21, 23, 25 und 27, und der Empfänger N4 empfängt die Bänder 20, 22, 24 und 26.
Wir teilen nun jedes ganze Band durch eine gestrichelte Linie in zwei gleiche Teile.
Außerdem bezeichnen wir mit dem Buchstaben N die Bänder, deren Wellen wie gewöhnlich
empfangen werden, und mit dem Buchstaben P die Bänder, deren Wellen umgedreht werden.
Wenn man ein und demselben Lautsprecher die Resultante der Gegenschaltung von RI
und R2 und die IZes.ultante der Gegenschaltung von R3 und R4 zuführt, heben sich
die entsprechenden Halbbänder, die mit verschiedenen Buchstaben bezeichnet sind,
auf, da sie gegeneinandergeschaltet sind und Schallwellen der gleichen Frequenz
entsprechen.
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Hieraus ergibt sich, daß die Hälfte jedes der durchgelassenen Bänder.
der vier Empfänger aufgehoben wird, so @daß nur die auf .Abb.'8 dargestellten Halbbänder
empfangen werden. Die Hälfte der Frequenz des halben Modulationsbandes fehlt also
bei dem. Empfang des Zeichens. Um diese ,Aufhebung der Hälfte der Üurchgelassenen
Bänder zu vermeiden, genügt es, die Resultante von R1 und R2 und die Resultante
von RI und R4 gegeneinander um eine Viertelperiode zu verschieben. Unter diesen
Umständen sind jetzt die Halbbänder, die gleiche Phasen haben, -sowie die Halbbänder,
die entgegengesetzte Phasen hatten, alle-- gegeneinander um eine Viertelperiode
verschoben. Da die Resultante von zwei um eine Viertelperiode gegeneinander verschobenen
Wellen kleiner als die Summe .dieser Wellen ist, wird ,die Tonfülle der verschiedenen
durchgelassenen .Bänder in gewis, sein Maße vermindert, Dieses Maß ist jedoch für
alle Bänder das gleiche, wenn man den verschobenen Wellen der' entsprechenden Bänder
die gleiche Stärke gibt. Hieraus ergibt sich; däß .die Verschiebung der Resultante
von RI und R2 gegenüber, der Resultante von R3 .und R4 gestattet, sie demselben
Lautsprecher zuzuführen.
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Es sei jedoch bemerkt, daß die verschobenen Wellen einen Frequenzbereich,
nämlich das ganze Seitenband, bilden, so daß die obige Verschiebung - einer Viertelperiode
nur dem mittleren-, Wert der Verschiebung der verschiedenen Wellen entspricht.
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Um ,die Resultanten um eine Viertelperiode zu verschieben, kann man
nur eine von ihnen verschieben oder auch die eine um ein ,geeignetes Maß, z. B.
eine Achtelperiode, nach vorwärts und die andere nach rückwärts verschieben oder
beide um beliebige andere Werte verschieben, deren Summe gleich einer Viertelperäode
ist.
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Zur Vornahme dieser Verschiebung kann man eines ider zahlreichen bekannten
Mittel zur Veränderung der Phase eines Wechselstromes benutzen.
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Man kann auch die beiden verschobenen Resultanten einem Lautsprecher
zuführen, dessen Schwingspule aus zwei getrennten Wicklungen besteht, von denen
die eine' eine der Resultanten und die zweite die andere Resultante empfängt. Jede
der verschobenen Resultanten kann auch eÄnem anderen _ Lautsprecher zugeführt werden.
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In dem Fall der Abb. 7 stellt -d'ie Gesamtheit ,der durchgelassenen
von den vier Empfängern R1, R2 R3; R4 empfangenen Bänder zweimal das halbe Modulationsband
OB dar. Man kann auch eine andere Anordnung benutzen, bei welcher die vier Empfänger
zusammen nur .einmal das durch die durchgea lassenen Bänder i bis 8 dargestellte
Halbband 1 empfangen. In diesem Fall empfängt RI die Bänder i und.5, -,welche gegen
die von R2 emp-
-fangenen.-Bänder 3 und 7. geschaltet werden; während
R3 die Bänder 2 und 6 empfängt; welche gegen die von- R4 empfangenen Bänder 4. und
8 geschaltet werden.
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Es ergab sich in dem Fall der Abb. 2, daß durch die Unvollkommenheit
der wirklichen Resonanzkurve der durchgelassenen Bänder an der gemeinsamen Grenze
von zwei gegeneinander geschalteten Bändern (Abb. 3 und q) eine Lücke in dem Modulationsband
entsteht. Wenn man. die Frequenz der Schwingröhre mit einer Amplitude schwingen
läßt,. die gleich .einer Bandbreite ist, tritt die Mitte jedes Bandes abwechselnd
in die Mitte jeder der Lücken, die sich an den Grenzen dieses Bandes befinden, während
jede Lücke abwechselnd in die Mitte jedes der Bänder kommt, welche sie trennt. Unter
diesen Umständen werden die Lücken des empfangenen Mödulationsbandes praktisch beseitigt.
Die. Anzahl der sekundlichen Schwingungen der durchgela@ssenen Bänder muß aber auch
genügend hoch sein, damit :das Ohr die Tonstärkeschwankungen nicht wahrnimmt, welche
die Schwingungen der Bänder hervorriefen könnten. Man kann diesen Schwingungen eine
Amplitude geben, die größer als die Breite eines Bandes ist: Um die Frequenz ,der
Schwingröhre periodisch veränderlich zu machen, kann man sich rein elektrischer-VoTrichtungen
bedienen oder auch .mechanische Vorrichtungen benutzen, wie sie an sich für die
Frequenzmodulation bekannt sind. - In letzterem Fall kann man parallel zu dein veränderlichen
Kondensator der Schwingröhre einen Hilfskondensator mit `schwingender Kapazität
anordnen, wobei die periodische Veränderung der Kapazität dadurch erhalten wird,
daß man eine der Belegüngen#des Kondensators -durch einen_Motor mit gleichbleibender
Geschwindigkeit antreibt: Die schwingende Kapazität dieses Hilfskondensators soll
im folgenden mit Hilfskapazität bezeichnet werden.
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Die Platten P1 .und P2 (Abb. 9) der bewegliehen Belegung des Hilfskondensators
sind auf einer Scheibe T befestigt. Die Platten P3 und P4 der festen Belegung, welche
den beweglichen Platten ähnlich sind, können um die Achsen KI und K2 schwenken,
die so gewählt sind, daß :de Platten P3 und P4 mit den Platten P1 und P2 vollständig
zur Deckung- gebracht werden können. Die Platten der festen Belegung sind miteinander
verbunden, und ihre Verschiebung wird .durch eine einzige Betätigung F2 bestirnant.
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Der Freqüenzhub (für einen gewissen mittleren Wert dieser Frequenz)
hängt von der Größe der Schwankungen -der Hilfskapazität und@infolgedessen von der
-Stellung von F2 ab.. Die- Zahl der sekundlichen Schwankungen der Hilfskapazität
hängt von der Dreligeschwindigkeit der beweglichen Belegung ab. Man kann also die
Periode der Veränderungen der Frequenz ändern, indem man diese Geschwindigkeit verändert.
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Man kann die Platten P3 und P4 auf einer zweiten: Scheibe befestigen,
die sich der -die Platten F' und P2 tragenden gegenüber befindet. Zur Veränderung
der Größe der Schwankungen der Hilfskapazität genügt es dann, den Abstand der beiden
Scheiben zu verändern. Die Kurve, welche die Schwingungen der Hilfskapazität darstellt,
hängt von der Form der Platten -der Belegungen ab. Man' kann ihr eine solche Form
geben; daß die Veränderung der Hilfskapazität der Zeit verhältnisgleich .ist. Dieses
Ergebnis wird erholten; wenn -die Platten der beiden Belegungen gleich sind und
wenn jede.Belegung aus zwei gleichen - Platten besteht, welche auf einer Scheibe
in symmetrischer Lage gegenüber dem Scheibenmittelpunkt angebracht sind, wobei jede
einen Abschnitt von 9o° bedeckt.
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Man kann auch den Platten eine solche Form geben, daß die Kapazität
viel mehr Zeit braucht, um ihren Höchstwert zu erreichen, als hierauf. wieder Null
zu werden. - Solche Schwingungen, die durch plötzliche Änderungen gekennzeichnet
sind, werden Kippschwingungen genannt. Es gibt verschiedene mechanische oder rein
ionische oder elektronische Systeme, um solche Schwingungen zu erhalten.
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Wenn man der Veränderung der Frequenz der Schwingröhre einen hinreichenden
Wert gibt, kann ulän die ganze Hälfte des Modülationsbandes" empfangen, obwohl die
beiden Empfänger zusammen davon nur einen winzigen Bruchteil empfangen. Es sei angenommen,
daß ,der Empfänger R1 das . Band 28 (Abb. io), welches gleich 0,333 kHz ist,
empfängt und daß 122 Idas danebenliegende, gleichfalls 0,333 kHz betragende
Band 29_ empfängt. Die B'än:der liegen in der Mitte des , halben Modulationsbandes
OB und werden nach der Niedexfreqüenzgleichrichtung gegeneinander geschaltet.
Jetzt läßt man die Frequenz der Schwingröhre so schwingen, daß sich diie Bänder
28 und 29 bis zu den Grenzen des halben Modulationsbandes verschieben. In den äußersten
Stellungen nehmen diese Bänder die auf Alb. iö gestrichelt eingetragenen Stellungen
ein.
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Man kann die Veränderungen der Frequenz der Schwingröhre so regeln,
daß sie mit der Zeit verhältnisgleich sind: Sie müssen unabhängig von der empfangenen
Wellenlänge gleichbleiben. Die Bänder ä8 und 29 der Abb. iö können durch einen gewissen
Zwischenraum voneinander getrennt sein, anstatt benachbart zu sein. Anstatt eines
-Bandpaares
kann man eine größere Zahl,. z. B. drei, nehmen (3I-32
33-34 35-36 auf Abb. 1i), welche auf die Breite des halben Modulationsbandes
OB
verteilt sind. Der Empfänger Ri empfängt die Bände- 31, 33 und 35, und
der Empfänger R2 empfängt die* Bänder 32, 34 und 36.
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Bei gleicher Amplitude der Änderungen der Hilfskapazität ändert sich
der Frequenzhub mit der Wellenlänge der empfangenen Station und infolgedessen mit'
.-der Frequenz der Schwingröhre. Um einen gleichen Frequenz, hub unabhängig
von der empfangenen Wellenlänge zu erhalten, müssen die Änderungen der Hilfskapazität
mit dieser Wellenlänge veränderlich sein. Um dieses Ergebnis zu erhalten, inuß man
zwischen der Frequenz der Schwingröhre und der Amplitude der Änderung der Hilfskapazität
eine Abhängigkeit gemäß einem bestimmten Gesetz herstellen, welches seinerseits
mit -dem benutzten Wellenlängenbereich veränderlich* ist. Hierfür kann man ,die
auf den Abb. 12 und 13 dargestellte Vorrichtung benutzen. Die beiden Nocken Cl und
C2 sind auf dem zylindrischen Halter P° befestigt, welcher mit der Achse X2 und
infolgedessen mit der Stange et fest verbunden ist. Die Achse X2 kann sich
-in dem festen Träger S' und in dem festen Teil K3 drehen, welcher mit dem
Halter S2 fest verbunden äst. Die Stange A1 ist mit &m Räd Ml fest verbunden,
und die Stange A2 ist mit dem Rad M2 fest verbunden. Diese beiden Räder können sich
um den Teil KI drehen. Der gekröpfte Hebel IV ist um die Achse M beweglich, welche
von der Stange A' getragen wird. Sein Ende V ist mittels der gelenkigen Stange VW
mit der Stange A2 verbunden, während sein anderes Ende I durch die Spannung der
Feder F in Berührung mit dem Nocken Cl gehalten wird. Hieraus folgt, -laß die Verschicbung
,der Stange A2 gegenüber der Stange Al von der Form des Nockens Cl abhängt. Wenn
man die. Stange et um 18o° dreht, bringt man den zweiten Nocken C2 unter das -Ende
des gekröpften Hebels TTl. Die Stange u steuert also den Wechsel der Nocken. Um
die Frequenz der Schwingröhre mit -der Amplitude der Änderung -der Hilfskapazität
nach einem gegebenen, die benutzte Wellenlänge berücksichtigenden Gesetz zu verbinden,
verbindet man die Steuerung -der Frequenz der Schwingröhre mit der Stange A1, die
Steuerung der Amplitude der ÄndArung der Hilfskapazität mit der Stange A 2 und .die
Steuerung ,für den Wechsel des Wellenlängenbereichs mit der Stange u. Zur Bestimmung
der Form der Nocken sucht man eine gewisse Anzahl 'von Punkten für jeden von ihnen
auf und verbindet diese Punkte durch eine Kurve.
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Anstatt :die oben beschriebenen Vorrichtungen zur Erhaltung der Unveränderlichkeit
der Amplitude der Veränderungen der Frequenz der Schwingröhre unabhängig von der
emp , fangenen Wellenlänge zu benutzen, kann man den Superheterodyn mit einem doppelten
Frequenzwechsel versehen. In .diesem Fall liefert der erste Frequenzwechsel ein
festes Mittelfrequenzband, an welchem man einen zweiten _Frequenzweohsel mit einer
Schwingröhre vornimmt, ,deren Frequenz fest .und infolgedessen unabhängig von,der
empfangenen Wellenlänge ist. Man läßt dann die Frequenz dieser Schwingröhre mit
Hilfe eines der vorher beschriebenen Mittel schwingen.
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Angenommen, daß man :das gesamte Modulationsband (welches z. B. 1o
kHz beträgt) empfangen will, welches -durch den Abstand AB (Abb. 14) dargestellt
ist, dessen Mittel-Punkt 0 der Trägerwelle des Zeichens entspricht. Wir teilen nun
die erste Hälfte A0 in sechs gleiche Teile 41, 42, 43, 44 45 und 46 und die zweite
Hälfte ebenfalls in sechs gleiche Teile 47, 48, 49, 50, 51 und 52. Wenn der Empfang
mit zwei Empfängern R1 und R2 vorgenommen wird, empfängt der erstere R1 die Bänder
41, 43, 45, 48, 5o und 52 'und der zweite die Bänder 42, 44, 46, 47, 49 und 51,
welche gegen die ersten geschaltet werden. Die Schallwellen des Senders heben sich
nicht auf, denn die vori einem der Empfänger empfangenen Wellen haben Perioden,
die von denen der von dem anderen Empfänger empfängenen Wellen verschieden sind,
falls die Trägerwelle ,des Zeichens mit dem Punkt 0 zusammenfällt. Wenn man vier
Empfänger R1, R2, Rs und R4 benutzt, empfängt der Empfänger Rl die Bänder 41,43
und 45; R2 empfängt:die Bänder 42, 44 und 46, R3 die Bänder 47, 49 und 51 und R4
die Bänder 48, So und 52. IZl wird ,gegen R2 und R3 gegen R4 geschaltet. Wenn maidurchgelassene
Bänder benutzt, die im ganzen genügend schmal sind, wie die Bänder 28 und 29 der
Abb. 1o, kann man diese Bänder zwischen den Grenzen A und B (Abb. 14) des gesamten
Modulationsbandes des Zeichens schwingen lassen und infolgeidessen :dieses Band
vollständig empfangen.
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In dem Fall der Abb. 2, wo die durchgelassenen Bänder die gleiche
Breite haben, damit die Empfänger die gleiche Empfindlichkeit für alle Frequenzen
haben, müssen auch alle Kristalle die gleiche Empfindlichkeit haben. Damit man diese
gegebenenfalls regeln kann, schaltet man in den besonderen Kreis eines jeden Kristalls
eine geeignete Vorrichtung (z. B. einen regelbaren Widerstand) ein, welche die Tonfülle
des entsprechenden Bandes zu regeln gestattet.
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Für den Fall, wo der Empfang unter periodischer Änderung der Frequenz
des Überlagerungsoszillators stattfindet, kann man das
durchgelassene
Band des Mitfelfrequenzverstärkers, welches den verschiedenen Differenzempfängern
gemeinsam ist, auf einen Teil des zu empfangenden Modulatiänsbandes verringern;
wobei dieser Teil gleich den verschiedenen .durchgelassenen Bändern der Differenzempfänger
ist, oder auch eine Breite hat, die etwas größer als die Gesamtheit dieser Bänder
ist.
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Die auf den verschiedenen Abbildungen dargestellten durchgelassenen
Bänder sind nur als Beispiel angegeben. Man kann also ihre Zahl, ihre Breite und
ihre Lage in dem Modulationsband verändern. Man kann z. B. in Abb. i, wo die Bänder
nebeneinander liegen, und die gleiche Breite haben, den von jedem Empfänger empfangenen
Bändern eine Breite geben, weIche für jedes Band um so. größer ist, je weiter
es von :der Trägerwelle entfernt liegt, wobei die .gegeneinander geschalteten Bänder
in den beiden Empfängern die gleiche Breite haben.
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Zwei gegeneinander geschaltete benachbarte Bänder, wie z. B. die Bänder
eines jeden Paares (3i-32), (33-34), (35-36) der Abb. z i, können durch einen bestimmten
Zwischenraum voneinander getrennt sein, welcher für jedes Paar um: so- größer ist,
je größer der Abstand dieses Paares von der Trägerwelle ist.
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Die Erfindung ist nur als hinweisendes und keineswegs als begrenzendes
Beispiel beschrieben und dargestellt worden, und es ist selbstverständlich, daß
an den Einzelheiten zahlreiche Veränderungen vorgenommen werden können; ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen. Hieraus folgt, daß jede .beschriebene Vorrichtung
durch jedes: gleichwenige technische Mittel ersetzt werden kann.