DE691978C - Anordnung zum stoerungsfreien Empfang in der drahtlosen Nachrichtentechnik - Google Patents

Anordnung zum stoerungsfreien Empfang in der drahtlosen Nachrichtentechnik

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DE691978C
DE691978C DE1937J0058845 DEJ0058845D DE691978C DE 691978 C DE691978 C DE 691978C DE 1937J0058845 DE1937J0058845 DE 1937J0058845 DE J0058845 D DEJ0058845 D DE J0058845D DE 691978 C DE691978 C DE 691978C
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Albert Jules Omer Jouveneau
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ALBERT JULES OMER JOUVENEAU
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B1/00Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/06Receivers
    • H04B1/10Means associated with receiver for limiting or suppressing noise or interference
    • H04B1/12Neutralising, balancing, or compensation arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Anordnung zum störungsfreien Empfang in der drahtlosen Nachrichtentechnik Man hat bereits eine große Zahl von störungsfreien Vorrichtungen vorgeschlagen, welche Differenzempfänger benutzen, d. h. Doppelanordnungen, bei denen eine Hälfte, das Zeichen rtnd die Störungen - empfängt, während die andere, leicht- gegen die empfangene Station verstimmte Hälfte nur die Störungen empfängt. . Man schaltet dann die von den Empfängern- nach der Niederfrequenzgleichrichtung gelieferten Wellen gegeneinander, damit sich die Störungen herausheben und das Zeichen allein übrigbleibt.
  • Um die beiden Differenzempfänger, die mit R1 und R2 (Abb. i) bezeichnet seien, in einem einzigen Apparat zu vereinigen, kann man ein Superheterodyn mit. Einknopfbedienung nehtuen, in welchem man die Niederfrequenz-Detektorröhneund _ die sie mit der .letzten Mittelfrequenzröhre verbindende Abstimmungsvornichtung verdoppelt. Der gemeinsame Teil C (Abb. i) umfaßt also die Vorstufe, die Vorrichtung zur Frequenzänderung und alle Mittelfrequenzröhren. Es sei Dl die Detektorröhre von R1, und Q1 das Bandfilter, welches die Röhre ;mit der letzten Mittelfrequenzröhre verbindet. Ferner sei D2 die De -tekto#rröhre von R2 und Q2 'das Bandfilter, welches sie ebenfalls mit der letzten Mittelfrequenzröhre verhindet. Unter diesen Bedingungen erhalten wir (A.bb. i) :- -RI-C+Ql-[ Dl R2_C+Q2+D2. Der notwendige Unterschied der Abstimmung zwischen - R1 und' R2 wird durch den Unterschied der festen Frequenzen erhalten, auf welche Q1 und Q2 abgestimmt sind.- Die vonAen Deteletorröhren Dl und D2, gelieferten Wellen werden gegeneinander geschaltet und dem Lautsprecher L zugeführt. Zwischen j e-.des der Filter der Differenzempfänger und .die entsprechende Detektorröhre kann man eine oder mehrere Mittelfrequenzverstärkerstufen einschalten.
  • :Für die Vorrichtungen Q1 und Q2 kann trän Filter mit piezo-elektrischen Kristallen (z. B: mit Quarzkristallen) benutzen. Hierfür hat man zahlreiche Vorrichtungen verwirklicht; welche ein mehr oder weniger breites Band durchlassen. An Stelle der Filter mit Quarz= kristallen kann man beliebige andere gleichwertige Vorrichtungen benutzen; z. B. Filter ohne Kristalle öder auch abgestimmte und zu Bandfiltern vereinigte Kreise.
  • Die den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtungen werden nachstehend unter Bezugnahme auf,die schematischen Abbildungen beschrieben.
  • Die Benutzung von Differenzempfängern zur Ausscheidung der Störungen beruht auf der Tatsache, daß die Mehrzahl der Störurgen, wenn sie mit benachbarten Abstimmungen empfangen werden, die Eigenschaft besitzen, nach der Xiederfrequenzgleichrichtung Wellen zu erzeugen, die bei ihrer Gegeneinanderschaltung sich in gewissem Maße aufheben. Dieses Maß hängt offenbar von ihrer mehr oder weniger großen Ähnlichkeit ab, und es ist klär, daß diese Ahnlichkeit um. so, größer ist, je kleiner der Unterschied der Abstimmungen ist, mit welchen die Störungen von den Empfängern empfangen werden. Man muß also versuchen, diesen Unterschied soweit wie möglich zu verkleinern, ohne daß jedoch diese Verkleinerung den richtigen Empfang :des Zeichens verhindert: Dies gelingt, indem erfindungsgemäß bei einer Anordnung zum störungsfreien Empfang mit mehreren verschieden abgestimmten parallelen Empfangskanälen, ,die nach der Demodulation zur Störungskompensation gegeneinander geschaltet sind und so gemeinsam einen Lautsprecher speisen, in einem der Modulationsseitenbänder mittels Filtern mehrere Teilbänder geschaffen sind und jeweils benachbarte oder mindestens einander näheliegende Teilbänder den gegeneinander geschalteten Empfangskanälen zu, geführt werden, ohne daß eine wesentliche Empfangsschwächung eintritt.
  • Es sei OB (Abb.2) das halbe aufzunehmeide Modulationsband, wobei der Punkt 0 ,der Trägerwelle entspricht. Dieses z. B. 5 kHz betragende Halbband werde in eine gewisse Bahl gleicher Teile, z. B. acht, unterteilt, welche mit 1, 2, 3, -4, 5, 6, 7, 8 bezeichnet seien. Jedes Band hat also- eine Breite von 5/,3 kHz, und der Abstand der Mitten von zwei aufeinander folgenden Bändern beträgt ebenfalls % kHz. Der erste Empfänger R1 empfängt die durchgelassenen Bänder 1, 3, 5 und 7, und der zweite Empfänger R2 empfängt -die durchgelassenen Bänder 2, 4; 6 und B. Man sieht, daß jedes der von einem der Empfänger empfangenen Bänder (mit Ausnahme der Außenbänder) zwischen zwei Bänder des anderen Empfängers geschaltet ist. Jedes der acht durchgelassenen Bänder wird durch ein Qüarzkristallfilter bestimmt. Die verschiedenen Filter; welche die Bänder ein und desselben Empfängers bestimmen, sind einander parallel geschaltet. Die beiden Gruppen von Bändern 1, 3, 5, 7 und ä, 4, 6, 8 werden nach der Niederfrequenzgleichrichtung gegeneinander geschaltet, und ihre Resultante wird dem Lautsprecher L (Abb. i) zugeführt. Die Schallwellen, welche Punkten in dem halben Modulationsband OB entsprechen, die in verschiedenen Entfernungen von der Trägerwelle 0 liegen, haben verschiedene Frequenzen.. Nun haben aber die verschiedenen Punkte der von R1 empfangenen durchgelassenen Bänder 1, 3, 5, 7 (Abb. 2) und die verschiedenen Punkte der von R2 empfangenen ,durchgelassenen Bänder 2, 4, 6, 8 verschiedene Abstände von der Trägerwelle.
  • Hieraus ergibt sich, -daß die den durchgelassenen Bändern 1, 3, 5, 7 von R1 entsprechenden Schallwellen alle Frequenzen haben, die von denen .der den durchgelassenen Bändein 2, 4, 6, 8 von R2 entsprechenden Schall--wellen verschieden sind. Infolgedessen werden bei .der Gegeneinanderschaltung dieser beiden Bän.dergruppen alle Schallwellen empfangen, ohne sich aufzuheben, während die Störungen allein ausgeschieden wenden.
  • Auf der Abb. 2 hat man den Resonanzkurven eine theoretische, rechteckige Form gegeben. Wir betrachten nun die wirklichen Resonanzkurven der benachbarten gegeneinander geschalteten - Bänder i und 2 der Abb. 2. Wenn,die Grundlinien dieser Kurven wie auf Abb. 3 nebeneinander gelegt werden, so entsteht zwischen .ihnen eine Lücke gleich der Fläche XYZ. Wenn die Grundlinien dieser Kurven sich teilweise überlägern, wie auf Abb.4. Werden sich die Wellen des beiden Kurven gemeinsamen Teiles EHK in Gegeneinanderschaltung aufheben, da sie gleich sind, so daß man hier aus diesem Grunde auch keinen Empfang idieser Frequenz erhält. Man sieht also, daß praktisch in jedem Fall beim Empfang des Zeichens zwischen zwei gegeneinander geschalteten benachbarten durchgelassenen Bändern eine Lücke entsteht. Um diesem Ü'beistand abzuhelfen, nehmen wir zwei zusätzliche Empfänger R3 und R4 (Abb. 5), deren Detektorröhren alle beide von der letzten Mittelfrequenzröhre gespeist werden und die infolgedessen .denselben Teil C gemeinsam haben wie die Empfänger Ri- Und R2. D.3. ist die Detektorröhre von R3, und O3 ist das Filter, welches sie ebenfalls mit .der letzten Msttelfrequenzröhre verbindet: D° ist die DetektoTröhre von R4, und Q4 ist das Filter, welches sie ebenfalls mit der letzten Mittelfrequenzröhre verbindet. -Man erhält also für :die vier Empfänger: Rl-C+Ql+Dl R2-C+Q2+D2 ' . R3-C+Qa+D3 R4-C+Q4-+D4. Die verschiedenen von R3 und R4 empfangenen Bänder, welche wir mit g, io, 1i, 12, 13, 14, 15 und 16 (Abb:6) bezeichnen, sind den von R1 und R2 empfangenen Bändern i bis 8 ähnlich; sie sind jedoch um eine halbe Bandbreite gegenüber diesen letzteren verschoben, so daß. die gemeinsame Grenze von ' zwei Bändern einer Reihe der Mitte- eines Bandes der anderen Reihe entspricht. Der Empfänger R3 empfängt die Bänder 9, 1i, 13 und i s, und der Empfänger R4 empfängt die Bänder io, 12, i4.und,a6. Diese beiden Bän= dergruppen werden nach .der Niederfrequenzgleichrichtung gegeneinander geschaltet Die Resultante der Ge,geneinanderschaltung von RI und R2 und- die Resultante der Gegeneinanderschaltung von R3 und R4 können nicht von ein und demselben Lautsprecher empfangen werden, ohne sich teilweise aufzuheben. Zum Beweis dafür sei auf Abb. 7 verwiesen, welche die Wiedergabe der Abb. 6 ist und bei welcher die acht oberen Bänder durch sieben ganze Bänder 2o, 21, 22, 23, 24, 25 und" 26 und durch die beiden Halbbänder i9 und 27 ersetzt wurden, damit die Reihe der oberen Bänder und die Reihe der unteren Bänder beide genau den gleichen Abschnitt OB des Modulationsbandes einnehmen. Der Empfänger R3 empfängt nun die Bänder i9, 21, 23, 25 und 27, und der Empfänger N4 empfängt die Bänder 20, 22, 24 und 26. Wir teilen nun jedes ganze Band durch eine gestrichelte Linie in zwei gleiche Teile. Außerdem bezeichnen wir mit dem Buchstaben N die Bänder, deren Wellen wie gewöhnlich empfangen werden, und mit dem Buchstaben P die Bänder, deren Wellen umgedreht werden. Wenn man ein und demselben Lautsprecher die Resultante der Gegenschaltung von RI und R2 und die IZes.ultante der Gegenschaltung von R3 und R4 zuführt, heben sich die entsprechenden Halbbänder, die mit verschiedenen Buchstaben bezeichnet sind, auf, da sie gegeneinandergeschaltet sind und Schallwellen der gleichen Frequenz entsprechen.
  • Hieraus ergibt sich, daß die Hälfte jedes der durchgelassenen Bänder. der vier Empfänger aufgehoben wird, so @daß nur die auf .Abb.'8 dargestellten Halbbänder empfangen werden. Die Hälfte der Frequenz des halben Modulationsbandes fehlt also bei dem. Empfang des Zeichens. Um diese ,Aufhebung der Hälfte der Üurchgelassenen Bänder zu vermeiden, genügt es, die Resultante von R1 und R2 und die Resultante von RI und R4 gegeneinander um eine Viertelperiode zu verschieben. Unter diesen Umständen sind jetzt die Halbbänder, die gleiche Phasen haben, -sowie die Halbbänder, die entgegengesetzte Phasen hatten, alle-- gegeneinander um eine Viertelperiode verschoben. Da die Resultante von zwei um eine Viertelperiode gegeneinander verschobenen Wellen kleiner als die Summe .dieser Wellen ist, wird ,die Tonfülle der verschiedenen durchgelassenen .Bänder in gewis, sein Maße vermindert, Dieses Maß ist jedoch für alle Bänder das gleiche, wenn man den verschobenen Wellen der' entsprechenden Bänder die gleiche Stärke gibt. Hieraus ergibt sich; däß .die Verschiebung der Resultante von RI und R2 gegenüber, der Resultante von R3 .und R4 gestattet, sie demselben Lautsprecher zuzuführen.
  • Es sei jedoch bemerkt, daß die verschobenen Wellen einen Frequenzbereich, nämlich das ganze Seitenband, bilden, so daß die obige Verschiebung - einer Viertelperiode nur dem mittleren-, Wert der Verschiebung der verschiedenen Wellen entspricht.
  • Um ,die Resultanten um eine Viertelperiode zu verschieben, kann man nur eine von ihnen verschieben oder auch die eine um ein ,geeignetes Maß, z. B. eine Achtelperiode, nach vorwärts und die andere nach rückwärts verschieben oder beide um beliebige andere Werte verschieben, deren Summe gleich einer Viertelperäode ist.
  • Zur Vornahme dieser Verschiebung kann man eines ider zahlreichen bekannten Mittel zur Veränderung der Phase eines Wechselstromes benutzen.
  • Man kann auch die beiden verschobenen Resultanten einem Lautsprecher zuführen, dessen Schwingspule aus zwei getrennten Wicklungen besteht, von denen die eine' eine der Resultanten und die zweite die andere Resultante empfängt. Jede der verschobenen Resultanten kann auch eÄnem anderen _ Lautsprecher zugeführt werden.
  • In dem Fall der Abb. 7 stellt -d'ie Gesamtheit ,der durchgelassenen von den vier Empfängern R1, R2 R3; R4 empfangenen Bänder zweimal das halbe Modulationsband OB dar. Man kann auch eine andere Anordnung benutzen, bei welcher die vier Empfänger zusammen nur .einmal das durch die durchgea lassenen Bänder i bis 8 dargestellte Halbband 1 empfangen. In diesem Fall empfängt RI die Bänder i und.5, -,welche gegen die von R2 emp- -fangenen.-Bänder 3 und 7. geschaltet werden; während R3 die Bänder 2 und 6 empfängt; welche gegen die von- R4 empfangenen Bänder 4. und 8 geschaltet werden.
  • Es ergab sich in dem Fall der Abb. 2, daß durch die Unvollkommenheit der wirklichen Resonanzkurve der durchgelassenen Bänder an der gemeinsamen Grenze von zwei gegeneinander geschalteten Bändern (Abb. 3 und q) eine Lücke in dem Modulationsband entsteht. Wenn man. die Frequenz der Schwingröhre mit einer Amplitude schwingen läßt,. die gleich .einer Bandbreite ist, tritt die Mitte jedes Bandes abwechselnd in die Mitte jeder der Lücken, die sich an den Grenzen dieses Bandes befinden, während jede Lücke abwechselnd in die Mitte jedes der Bänder kommt, welche sie trennt. Unter diesen Umständen werden die Lücken des empfangenen Mödulationsbandes praktisch beseitigt. Die. Anzahl der sekundlichen Schwingungen der durchgela@ssenen Bänder muß aber auch genügend hoch sein, damit :das Ohr die Tonstärkeschwankungen nicht wahrnimmt, welche die Schwingungen der Bänder hervorriefen könnten. Man kann diesen Schwingungen eine Amplitude geben, die größer als die Breite eines Bandes ist: Um die Frequenz ,der Schwingröhre periodisch veränderlich zu machen, kann man sich rein elektrischer-VoTrichtungen bedienen oder auch .mechanische Vorrichtungen benutzen, wie sie an sich für die Frequenzmodulation bekannt sind. - In letzterem Fall kann man parallel zu dein veränderlichen Kondensator der Schwingröhre einen Hilfskondensator mit `schwingender Kapazität anordnen, wobei die periodische Veränderung der Kapazität dadurch erhalten wird, daß man eine der Belegüngen#des Kondensators -durch einen_Motor mit gleichbleibender Geschwindigkeit antreibt: Die schwingende Kapazität dieses Hilfskondensators soll im folgenden mit Hilfskapazität bezeichnet werden.
  • Die Platten P1 .und P2 (Abb. 9) der bewegliehen Belegung des Hilfskondensators sind auf einer Scheibe T befestigt. Die Platten P3 und P4 der festen Belegung, welche den beweglichen Platten ähnlich sind, können um die Achsen KI und K2 schwenken, die so gewählt sind, daß :de Platten P3 und P4 mit den Platten P1 und P2 vollständig zur Deckung- gebracht werden können. Die Platten der festen Belegung sind miteinander verbunden, und ihre Verschiebung wird .durch eine einzige Betätigung F2 bestirnant.
  • Der Freqüenzhub (für einen gewissen mittleren Wert dieser Frequenz) hängt von der Größe der Schwankungen -der Hilfskapazität und@infolgedessen von der -Stellung von F2 ab.. Die- Zahl der sekundlichen Schwankungen der Hilfskapazität hängt von der Dreligeschwindigkeit der beweglichen Belegung ab. Man kann also die Periode der Veränderungen der Frequenz ändern, indem man diese Geschwindigkeit verändert.
  • Man kann die Platten P3 und P4 auf einer zweiten: Scheibe befestigen, die sich der -die Platten F' und P2 tragenden gegenüber befindet. Zur Veränderung der Größe der Schwankungen der Hilfskapazität genügt es dann, den Abstand der beiden Scheiben zu verändern. Die Kurve, welche die Schwingungen der Hilfskapazität darstellt, hängt von der Form der Platten -der Belegungen ab. Man' kann ihr eine solche Form geben; daß die Veränderung der Hilfskapazität der Zeit verhältnisgleich .ist. Dieses Ergebnis wird erholten; wenn -die Platten der beiden Belegungen gleich sind und wenn jede.Belegung aus zwei gleichen - Platten besteht, welche auf einer Scheibe in symmetrischer Lage gegenüber dem Scheibenmittelpunkt angebracht sind, wobei jede einen Abschnitt von 9o° bedeckt.
  • Man kann auch den Platten eine solche Form geben, daß die Kapazität viel mehr Zeit braucht, um ihren Höchstwert zu erreichen, als hierauf. wieder Null zu werden. - Solche Schwingungen, die durch plötzliche Änderungen gekennzeichnet sind, werden Kippschwingungen genannt. Es gibt verschiedene mechanische oder rein ionische oder elektronische Systeme, um solche Schwingungen zu erhalten.
  • Wenn man der Veränderung der Frequenz der Schwingröhre einen hinreichenden Wert gibt, kann ulän die ganze Hälfte des Modülationsbandes" empfangen, obwohl die beiden Empfänger zusammen davon nur einen winzigen Bruchteil empfangen. Es sei angenommen, daß ,der Empfänger R1 das . Band 28 (Abb. io), welches gleich 0,333 kHz ist, empfängt und daß 122 Idas danebenliegende, gleichfalls 0,333 kHz betragende Band 29_ empfängt. Die B'än:der liegen in der Mitte des , halben Modulationsbandes OB und werden nach der Niedexfreqüenzgleichrichtung gegeneinander geschaltet. Jetzt läßt man die Frequenz der Schwingröhre so schwingen, daß sich diie Bänder 28 und 29 bis zu den Grenzen des halben Modulationsbandes verschieben. In den äußersten Stellungen nehmen diese Bänder die auf Alb. iö gestrichelt eingetragenen Stellungen ein.
  • Man kann die Veränderungen der Frequenz der Schwingröhre so regeln, daß sie mit der Zeit verhältnisgleich sind: Sie müssen unabhängig von der empfangenen Wellenlänge gleichbleiben. Die Bänder ä8 und 29 der Abb. iö können durch einen gewissen Zwischenraum voneinander getrennt sein, anstatt benachbart zu sein. Anstatt eines -Bandpaares kann man eine größere Zahl,. z. B. drei, nehmen (3I-32 33-34 35-36 auf Abb. 1i), welche auf die Breite des halben Modulationsbandes OB verteilt sind. Der Empfänger Ri empfängt die Bände- 31, 33 und 35, und der Empfänger R2 empfängt die* Bänder 32, 34 und 36.
  • Bei gleicher Amplitude der Änderungen der Hilfskapazität ändert sich der Frequenzhub mit der Wellenlänge der empfangenen Station und infolgedessen mit' .-der Frequenz der Schwingröhre. Um einen gleichen Frequenz, hub unabhängig von der empfangenen Wellenlänge zu erhalten, müssen die Änderungen der Hilfskapazität mit dieser Wellenlänge veränderlich sein. Um dieses Ergebnis zu erhalten, inuß man zwischen der Frequenz der Schwingröhre und der Amplitude der Änderung der Hilfskapazität eine Abhängigkeit gemäß einem bestimmten Gesetz herstellen, welches seinerseits mit -dem benutzten Wellenlängenbereich veränderlich* ist. Hierfür kann man ,die auf den Abb. 12 und 13 dargestellte Vorrichtung benutzen. Die beiden Nocken Cl und C2 sind auf dem zylindrischen Halter P° befestigt, welcher mit der Achse X2 und infolgedessen mit der Stange et fest verbunden ist. Die Achse X2 kann sich -in dem festen Träger S' und in dem festen Teil K3 drehen, welcher mit dem Halter S2 fest verbunden äst. Die Stange A1 ist mit &m Räd Ml fest verbunden, und die Stange A2 ist mit dem Rad M2 fest verbunden. Diese beiden Räder können sich um den Teil KI drehen. Der gekröpfte Hebel IV ist um die Achse M beweglich, welche von der Stange A' getragen wird. Sein Ende V ist mittels der gelenkigen Stange VW mit der Stange A2 verbunden, während sein anderes Ende I durch die Spannung der Feder F in Berührung mit dem Nocken Cl gehalten wird. Hieraus folgt, -laß die Verschicbung ,der Stange A2 gegenüber der Stange Al von der Form des Nockens Cl abhängt. Wenn man die. Stange et um 18o° dreht, bringt man den zweiten Nocken C2 unter das -Ende des gekröpften Hebels TTl. Die Stange u steuert also den Wechsel der Nocken. Um die Frequenz der Schwingröhre mit -der Amplitude der Änderung -der Hilfskapazität nach einem gegebenen, die benutzte Wellenlänge berücksichtigenden Gesetz zu verbinden, verbindet man die Steuerung -der Frequenz der Schwingröhre mit der Stange A1, die Steuerung der Amplitude der ÄndArung der Hilfskapazität mit der Stange A 2 und .die Steuerung ,für den Wechsel des Wellenlängenbereichs mit der Stange u. Zur Bestimmung der Form der Nocken sucht man eine gewisse Anzahl 'von Punkten für jeden von ihnen auf und verbindet diese Punkte durch eine Kurve.
  • Anstatt :die oben beschriebenen Vorrichtungen zur Erhaltung der Unveränderlichkeit der Amplitude der Veränderungen der Frequenz der Schwingröhre unabhängig von der emp , fangenen Wellenlänge zu benutzen, kann man den Superheterodyn mit einem doppelten Frequenzwechsel versehen. In .diesem Fall liefert der erste Frequenzwechsel ein festes Mittelfrequenzband, an welchem man einen zweiten _Frequenzweohsel mit einer Schwingröhre vornimmt, ,deren Frequenz fest .und infolgedessen unabhängig von,der empfangenen Wellenlänge ist. Man läßt dann die Frequenz dieser Schwingröhre mit Hilfe eines der vorher beschriebenen Mittel schwingen.
  • Angenommen, daß man :das gesamte Modulationsband (welches z. B. 1o kHz beträgt) empfangen will, welches -durch den Abstand AB (Abb. 14) dargestellt ist, dessen Mittel-Punkt 0 der Trägerwelle des Zeichens entspricht. Wir teilen nun die erste Hälfte A0 in sechs gleiche Teile 41, 42, 43, 44 45 und 46 und die zweite Hälfte ebenfalls in sechs gleiche Teile 47, 48, 49, 50, 51 und 52. Wenn der Empfang mit zwei Empfängern R1 und R2 vorgenommen wird, empfängt der erstere R1 die Bänder 41, 43, 45, 48, 5o und 52 'und der zweite die Bänder 42, 44, 46, 47, 49 und 51, welche gegen die ersten geschaltet werden. Die Schallwellen des Senders heben sich nicht auf, denn die vori einem der Empfänger empfangenen Wellen haben Perioden, die von denen der von dem anderen Empfänger empfängenen Wellen verschieden sind, falls die Trägerwelle ,des Zeichens mit dem Punkt 0 zusammenfällt. Wenn man vier Empfänger R1, R2, Rs und R4 benutzt, empfängt der Empfänger Rl die Bänder 41,43 und 45; R2 empfängt:die Bänder 42, 44 und 46, R3 die Bänder 47, 49 und 51 und R4 die Bänder 48, So und 52. IZl wird ,gegen R2 und R3 gegen R4 geschaltet. Wenn maidurchgelassene Bänder benutzt, die im ganzen genügend schmal sind, wie die Bänder 28 und 29 der Abb. 1o, kann man diese Bänder zwischen den Grenzen A und B (Abb. 14) des gesamten Modulationsbandes des Zeichens schwingen lassen und infolgeidessen :dieses Band vollständig empfangen.
  • In dem Fall der Abb. 2, wo die durchgelassenen Bänder die gleiche Breite haben, damit die Empfänger die gleiche Empfindlichkeit für alle Frequenzen haben, müssen auch alle Kristalle die gleiche Empfindlichkeit haben. Damit man diese gegebenenfalls regeln kann, schaltet man in den besonderen Kreis eines jeden Kristalls eine geeignete Vorrichtung (z. B. einen regelbaren Widerstand) ein, welche die Tonfülle des entsprechenden Bandes zu regeln gestattet.
  • Für den Fall, wo der Empfang unter periodischer Änderung der Frequenz des Überlagerungsoszillators stattfindet, kann man das durchgelassene Band des Mitfelfrequenzverstärkers, welches den verschiedenen Differenzempfängern gemeinsam ist, auf einen Teil des zu empfangenden Modulatiänsbandes verringern; wobei dieser Teil gleich den verschiedenen .durchgelassenen Bändern der Differenzempfänger ist, oder auch eine Breite hat, die etwas größer als die Gesamtheit dieser Bänder ist.
  • Die auf den verschiedenen Abbildungen dargestellten durchgelassenen Bänder sind nur als Beispiel angegeben. Man kann also ihre Zahl, ihre Breite und ihre Lage in dem Modulationsband verändern. Man kann z. B. in Abb. i, wo die Bänder nebeneinander liegen, und die gleiche Breite haben, den von jedem Empfänger empfangenen Bändern eine Breite geben, weIche für jedes Band um so. größer ist, je weiter es von :der Trägerwelle entfernt liegt, wobei die .gegeneinander geschalteten Bänder in den beiden Empfängern die gleiche Breite haben.
  • Zwei gegeneinander geschaltete benachbarte Bänder, wie z. B. die Bänder eines jeden Paares (3i-32), (33-34), (35-36) der Abb. z i, können durch einen bestimmten Zwischenraum voneinander getrennt sein, welcher für jedes Paar um: so- größer ist, je größer der Abstand dieses Paares von der Trägerwelle ist.
  • Die Erfindung ist nur als hinweisendes und keineswegs als begrenzendes Beispiel beschrieben und dargestellt worden, und es ist selbstverständlich, daß an den Einzelheiten zahlreiche Veränderungen vorgenommen werden können; ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Hieraus folgt, daß jede .beschriebene Vorrichtung durch jedes: gleichwenige technische Mittel ersetzt werden kann.

Claims (1)

  1. PATrNTANsPRüCHE: i. Anordnung zum störungsfreien Empfang in der drahtlosen Nachrichtentechnik mit mehreren verschieden abgestimmten parallelen Empfangskanälen, die nach der Demodulation zur Störungskompensation gegeneinander geschaltet sind und so gemeinsam einen Lautsprecher speisen, dadurch gekennzeichnet, @d@aß in einem der Modulationsseitenbänder mittels Filtern mehrere Teilbänder ,geschaffen sind und daß jeweils benachbarte oder mindestens einander naheliegende Teilbänder den gegeneinander geschalteten Empfangskanälen zugeführt werden, ohne daß eine wesentliche Empfangsschwächung eintritt. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterdrükkung der Lücken (XYZ, Abb. 3); welche bei Verwendung von Koppelmitteln mit nicht rechteckiger Kennlinie zwischen zwei durchgelassenen, aufeinander folgenden, gegeneinander geschalteten, von den beiden empfangenen Teilbändern auftreten, ein zweites gegeneinander geschaltetes Empfängerpaat (R3, R4, Abb.5) benutzt wird, das eine zweite Reihe von durchgelassenen Bändern empfängt, welche der von dem ersten Empfängerpaar empfangenen Reihe gleich sind, jedoch gegen ,diese um die Breite eines halben Teilbandes verschoben sind, wobei außerdem die Resunante der Gegenschaltung .der Empfänger des ersten Paares gegen die Resultante .der Gegenschaltung der Empfänger des zweiten Paares um im Mittel eine Viertelperiode verschoben ist. 3. Anordnung nach Anspruch i oder =. dadurch gekennzeichnet, daß der Laut sprecher, dem die beiden Resultanten zu geführt werden, reit einer Schwingspule mit zwei Wicklungen versehen ist, von denen die erstere mit der einen der Re, sültanfen und die zweite mit der anderen Resultante verbunden ist. 4. Anordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielang einer gleichen Ausdehnung für die von den beiden Empfängerpaaren empfangenen Teilbänder in einer der Reihen ein ganzes außenliegendes Band durch zwei an die Enden dieser Reihen gestellte halbe Bänder ersetzt ist. 5. Anordnung nach Anspruch ä, dadurch .gekennzeichnet, daß die gegerieinander geschalteten Teilbänder des einen Empfängerpaares mit den gegeneinander geschalteten Teilbändern des anderen Empfängerpaares abwechseln. 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterdrükküng der Lücken (XYZ, Abb. 3 uni, EHR, Abb.4), welche bei Verwendung von Koppelmitteln mit nicht rechteckiger Kennlinie zwischen zwei durchgelassenen, aufeinander folgenden, gegeneinander geschalteten, von den :beiden Empfängern empfangenen Teilbändern auftreten, sämtliche Frequenzen aller Teilbänder, bei gleich breiten Teilbändern mindestens um die Breite eines Teilbandes, periodisch mit überhörbarer Frequenz verschöben werden. 7. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß man die Breite .der Teilbänder nur gleich einem Teil der Breite des Seitenbandes macht und sämtliche Frequenzen dieses Teilbandes periodisch mit überhörbarer Frequenz derart verschiebt, daß das ,gesamte Seitenband empfangen wird. Anordnung nach Anspruch 6, da= durch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Frequenz der Schwingröhre die Kapazität ihres Abstämmungskonidensatörs durch einen veränderlichen Hilfskondensator verändert wird, dessen bewegliche Belegung (P1, P2) durch einen Elektromotor mit regelbarer Geschwindigkeit angetrieben wird, wobei die Belegung so auf einer Scheibe (T) angebracht ist, daß zwischen zwei benachbarten Belegungen ein Zwischenraum besteht, der gleich der Oberfläche jeder Belegung ist, und daß die Belegungen (P', 'p4) des Hilfskondensators um eine Achse derart drehbar sind, daß sie mit der beweglichen Belegung vollständig zur Deckung gebracht werden können, wobei -die Bewegung der festen Belegungen durch einen gemeinsamen Antrieb erfolgt, so daß die Amplitude der Frequenzschwankungen durch Drehen der festen ,Belegungen um ihre Achse geändert werden kann. g. Anordnung :nach Anspruch i und 6, -dadurch gekennzeichnet, daß man, damit die Amplitude ider Schwingungen der Frequenz unabhängig von der empfangenen Wellenlänge gleichbleibt, den Super'heterodyn mit einem doppelten Frequenzwechsel versieht und die von der Abstimmung unabhängige Frequenz der Schwingröhre des zweiten Frequenzwechsels schwingen läßt. io. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß .man zum Ausgleich der Tonfülle von zwei gegeneinander geschalteten aufeinander folgenden, durch ein Kristallfilter ausgeschnittenen Bändern in dem Kreis eines jeden Kristalls eine geeignete Vorrichtung; z. B. einen regelbaren Widerstand, vorsieht, welcher die Veränderung der Tonfülle des entsprechenden Bandes gestattet.
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