DE690076C - - Google Patents

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DE690076C
DE690076C DE1938B0184037 DEB0184037D DE690076C DE 690076 C DE690076 C DE 690076C DE 1938B0184037 DE1938B0184037 DE 1938B0184037 DE B0184037 D DEB0184037 D DE B0184037D DE 690076 C DE690076 C DE 690076C
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DE
Germany
Prior art keywords
pipette
extension
mixing
liquid
flow resistances
Prior art date
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Expired
Application number
DE1938B0184037
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Letsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boegel & Letsch
Original Assignee
Boegel & Letsch
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Filing date
Publication date
Application filed by Boegel & Letsch filed Critical Boegel & Letsch
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Application granted granted Critical
Publication of DE690076C publication Critical patent/DE690076C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L3/00Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
    • B01L3/02Burettes; Pipettes
    • B01L3/021Pipettes, i.e. with only one conduit for withdrawing and redistributing liquids

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

  • Pipette mit Flüssigkeitsmischvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Pipette mit Erweiterung, welche eine Flüssigkeitsmischvorrichtung enthält; diese Pipetten finden insbesondere als Blutmischpipetten Anw..endung.
  • Die bekannten Pipetten dieser Art verwenden als Mischvorrichtung einen oder auch mehrere kleine, lose in der Erweiterung -befindliche Körper, die aus hygienischen Gründen aus Glasperlen bestehen. Beim Schütteln des mit Flüssigkeiten gefüllten Mischraumes der Pipette bewirken die Mischkörper eine mehr oder weniger gründliche Mischung der verschiedenen Flüsgkeiten miteinander.
  • Die auf die angegebene Weise innerhalb der Erweiterung lose -angeordneten Mischt körper fördern jedoch den -Mischvorgang- nur wenig, so daß zur Erzielung einer gründiichen, d. h. gleichmäßigen Mischung die Pipette unverhältnismäßig lange geslchüttelt werden muß.
  • Um diesen Übelstand zu beseitigen, hat man den lose angeordneten Mischkörpern schon die verschiedenartigsten Formen gegeben, ohne jedoch dadurch die Mischwirkung wesentlich zu verbessern.
  • Die lose in dem Mischraum der Pipette angeordneten Mischkösper bringen aber noch weitere Nachteile mit sich. Einmal können von diesen losen Mischkörpern, welche praktischerweise aus Glas. gefertigt sind, leicht Teile absplittern. Zum anderen sEetzen- sich diese -losen Mischkörper- sowohl beim An saugen als auch Ausstoßen der Flüssigkeii leicht vor die kapillaren Zu- und Abflüsse des Mischraumes. Hierdurch wird die Pipette für den Gebrauch mehr oder wertiger verstopft, so daß der-glatte Ablauf des Arbeitsprozesses oftmals sehr behindert ist.
  • Die genannten Nachteile Werden gemäß vorliegender Erfindung -dadurch - vermieden daß innerhalb der Erweiterung für die Flüssigkeit-Str,ömungswiderstände bildende, mit der Pipette fest verbundene Teile angeordnet sind.
  • Beim Schütteln oder Drehen einer derartigen Pipette, z. B. zwischen Daumen - und Zeigefinger einer Hand, gerät zunächst der die Strömungswiderstände bildende Teil in schnellere Bewegung als die Flüssigkeit, da er mit der Pipette verbunden ist. Hierdurch wird die zu mischende Flüssigkeit äußerst wirksam gemischt, und zwar ähnlich, als wenn man sie mittels eines Quirles behandeln würde.
  • Wird die Pipette hierauf in Ruhestellung versetzt oder entgegengesetzt gedreht, so bewegt sich die Flüssigkeit relativ schneller als der mit der Pipette verbundene, Strömungswiderstände bildende Teil, so daß nunmehr ebenfalls eine äußerst wirksame Verrührung bzw.
  • Mischung der Flüssigkeit vorgenommen wird.
  • Mit einer Vorrichtung nach der Erfindung erfordert der Mischvorgang nur wenig Zeit.
  • Auch können keine Teile von den Mischkörpern absplittern, da diese fest mit der Pipette verbunden sind. Eine Verstopfung der kapillaren Zu- und Abflüsse der Pipette ist ausgeschlossen.
  • Die Strömungswiderstände werden zweckmäßig als Körper ausgebildet, die frei durch den Innenraum der Erweiterung ragen und nur mit ihren Enden an der Innenwand der Erweiterung befestigt sind.
  • Die Strömungswiderstände können auch durch die Gestaltung der Innenwand der Erweiterung bewirkt werden, z. B. dadurch, daß die Erweiterung gewellt oder gerippt geformt ist.
  • Die genannten beiden Ausführungsbeispiele für die Strömungswiderstände lassen sich auch in einer Pipette kombinieren.
  • In der Zeichnung ist eine Blutmischpipette nach der Erfindung in einigen beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt, und zwar für ein Mischverhältnis 1 :100.
  • Abb. I zeigt eine Ansicht einer Mischpipette, und Abb. 2 zeigt den QuerschnittA-B derselben.
  • Die Pipette aus Klarglas ist mit dem kapillaren Ansaugte und Meßteil 2 versehen, welcher in die Erweiterung 3 mündet. Die Erweiterung 3 mündet andererseits in das Ansaugerohr 4. Mit 5 ist das Ende eines Schlauches bezeichnet) welcher zn dem nicht dargestellten Mundstück fiihrt. Der Mischkörper ist in Gestalt eines gebogenen Glas stabes 6 und 6'- bei 7 und 7' innerhalb der Erweiterung bzw. des Mischraumes 3 angeschmolzen. Die Pipette aus Klarglas ist meist noch mit einen Emai;lstreifen hinterlegt, der mit dem Glas verschmolzen ist. Dieser Streifen wird je nach dem Venrendungsnveck in verschieden er Farbe gehalten, .ebenso der Mischkörper 6 und 6'. Mit 8 und ;S' ist die Skala und Beschriftung der Pipette bezeichhet.
  • Die Anwendungs- und Wirkungsweise der Pipette ist folgende: r Es soll z.B. Blut mit einer Verdünnungsfliissigkeit im Verhältnis -I : 100. gemischt werden Zunächst wird der kapillare Teil-2 der Pipette bis zur Marke 1,0 voll Blut gesaugt. hierauf wird die Verdünnungsfiüssigkeit bis zur Marke IOI nachgesaugt. Die Pipette wird nun geschüttelt oder um ihre Achse gedreht.
  • Der Körper 6, 6virkt dabei wie ein Quirl auf die Flüssigkeit im Mischraum 3) so daß die beiden Flüssigkeiten in kurzer Zeit gründ-Jich und gleichmäßig gemischt sind. Hierauf wird zunächst der im kapillaren Teil 2 der Pipette sitzende Flüssigkeitsteil ausgeblasen und dann die gemischte Flüssigkeit, welche weiter untersucht werden soll.
  • In Abb. 3 ist der obere Teil einer Pipette in Ansicht dargestellt, in Abb. 4 der QuerschnittC-DI durch die Erweiterung.
  • Das Ansaugrohr 9 der Pipette mündet in die Erweiterung IO. Das untere kapillare Meßrohr der Pipette ist mit I3 bezeichnet. Innerhalb der Erweiterung 10 ist als mischender Körper der Glasstab II quer angeordnet und an seinen beiden Enden 12 und 12' mit der Innenwand der Erweiterung verschmolzen.
  • In Abb. 5 ist ebenfalls wieder der obere Teil einer Pipette in Ansicht dargestellt.
  • Abb. -6 zeigt -eine Draufsicht davon.
  • Das Ansaugrohr 14 mündet in die Erweiterung 15. Innerhalb derselben sind zwei Bügel 16 und 17 aus Platin- oder Woifrarndraht oder -blech befestigt. Die als Mischkörper wirkenden Bügel 16 und I7 sind in Warzen oder Vertiefungen 18, 19, 20, 21 der Erweiterung 15 eingeklemmt. Mit 22 ist der kapillare Meßteil der Pipette bezeichnet.
  • Abb. 7 zeigt einen Teil der Pipette in Ansicht und Abb. 8 den Schnitt E-F durch die Erweiterung.
  • Die Erweiterung 23 der Pipette, welche den Mischraum bildet, ist mit Wellen oder Einschnitten 24 beliebiger Anzahl versehen. Diese werden in geeigneter Lage, Größe und Anzahl so angeordnet, daß eine gute Mischwirkung erzielt wird.
  • Abt 9 zeigt den erweiterten Teil einer Mischpipette in Ansicht und Abb. 10 den SchnittG-H durch die Erweiterung der Pipette.
  • Der Innenraum der Erweiterung ist bei dieser Ausführung dadurch gerippt geformt, daß innerhalb der Erweiterung 25 Glasrippen 26 in geeigneter Anzahl, Form und Lage angeordnet sind, weiche mit dem Glas der Erweiterung verschmolzen sind.
  • Man ersieht aus der Beschreibung und Zeichnung, daß sich der Erfindungsgedanke in den mannigfachsten Formen verwirklichen läßt. Die Ausführungsmoglichkeiten sind mit den dargestellten Formen nicht erschöpft.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Pipette mit Erweiterung, welche eine Flüssigkeitsmischvcrrichtung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Erweiterung für die Flüssigkeit Strömungswiderstände bildende, mit der Pipette fest verbundene Teile (6, 6', 11, 16, 17,24,26) angeordnet sind.
  2. 2. Pipette nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungswiderstände als Körper (1 1) ausgebildet sind, die frei durch den Innenraum der Erweiterung ragen und nur mit ihren Enden (i 2, I2') an der Innenwand der Erweiterung befestigt sind.
  3. 3. Pipette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungswiderstände durch die Gestaltung der Innenwand der Erweiterung bewirkt werden, z. B. dadurch, daß die Erweiterung innen gewellt oder gerippt ist.
  4. 4. Pipette nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine Kombination von Strömungswiderständen nach den Ansprüchen 2 und 3.
DE1938B0184037 1938-07-24 1938-07-24 Expired DE690076C (de)

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