DE68942C - Durch Druckwasser betriebener Aschenauswerfer fürSchiffe und ähnliche Fahrzeuge - Google Patents

Durch Druckwasser betriebener Aschenauswerfer fürSchiffe und ähnliche Fahrzeuge

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DE68942C
DE68942C DE189268942D DE68942DA DE68942C DE 68942 C DE68942 C DE 68942C DE 189268942 D DE189268942 D DE 189268942D DE 68942D A DE68942D A DE 68942DA DE 68942 C DE68942 C DE 68942C
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DE
Germany
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coal
funnel
ash
ejector
ship
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Application number
DE189268942D
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English (en)
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H.SEE in New-York
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B17/00Vessels parts, details, or accessories, not otherwise provided for
    • B63B17/06Refuse discharge, e.g. for ash

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Underground Or Underwater Handling Of Building Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende Apparat zum Auswerfen von Asche und anderem Unrath, sowie von Wasser aus dem Kielraum von Schiffen und ähnlichen Fahrzeugen zeichnet sich durch wirksame ,und dauerhafte Construction aus und findet namentlich auf Dampfschiffen Verwendung.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt
Fig. ι die Hälfte des Querschnittes eines Schiffes mit dem Ausladeapparat,
Fig. 2 den Aschenbehälter in oberer Ansicht, jedoch mit den abgebrochenen Verbindungsrohren.
Fig. 3 stellt den Ejector besonders dar, welcher auch zum Entfernen des in den Schiffsraum eingedrungenen Wassers dient.
Fig. 4 zeigt die Gesammtansicht des Apparates von der Seite gesehen und theilweise eingehüllt oder in die durch punktirte Linien angedeutetepTheile eingeschachtelt, welche hinter einem Bretterverschlag oder einer Scheidewand liegen.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Fig. 4 im Grundrifs, wobei die innerhalb des Gehäuses gelegenen Theile punktirt gezeichnet sind.
Fig. 6 ist ein Verticalschnitt.
Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Theile in den verschiedenen Figuren der Zeichnung.
In Fig. ι bezeichnet A einen konisch oder prismatisch geformten Behälter für die Asche, welcher einen Trichter bildet, in welchen die zu entfernende Asche mittels Schaufeln oder dergleichen eingebracht wird. Genannter Trichter läfst sich durch einen mit Scharnieren h und Bolzen g versehenen Deckel JB wasserdicht abschliefsen. Der untere Theil des Trichters A ist mit dem unteren Theil des Auswurfrohres C verbunden, welches wieder an seinem untersten Ende mit dem Stutzen F eines Ejectorrohres D in Verbindung steht. Zwischen F und D ist ein mit einem Handgriff e versehener Hahn oder ein Ventil E eingeschaltet. Ein Entleerungshahn c ist an dem Auswurfrohr C derart befestigt, dafs er sowohl das letztere als auch den Trichter A vom Wasser befreien kann, nachdem der Apparat aufgehört hat zu arbeiten.
Das an dem Auswurfrohr C befestigte Ventil J dient zum Einlassen von Luft in genanntes Rohr. Dieser während der Thätigkeit des Apparates in das Rohr eingelassene Luftstrom bezweckt eine Theilung oder Zerstreuung der Aschentheile. Der Ejectorwasserstrom wird durch eine Pumpe beliebiger Construction geliefert (in der Zeichnung nicht dargestellt), welche mit dem Ejectorrohr D so zu verbinden ist, dafs sie einen kräftigen Wasserstrom durch Hahn E und Ejectorstutzen F in das Auswurfrohr C sendet.
In Fig. ι steigt letzteres in geneigter Richtung aufwärts durch den Kohlenraüm unter Deck eines Schiffes und tritt von dort durch den Seitentheil desselben in einiger Entfernung über der Wasserlinie W. Das Ejeetorrohr ist vortheilhaft von der Pumpe nach einem Punkt oberhalb des Trichters und von dieser Erhöhung herunterzuführen und mit dem Ejectorhahn E und Stutzen F zu verbinden.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Apparates ist unter Bezugnahme auf Fig. 1 wie folgt: Die Thür oder der Deckel B des Trichters A ist geschlossen, der Abzugshahn c ge-
öffnet und das etwa vorhandene Wasser in dem Auswurfrohr C wird abgelassen. Dieser Hahn C wird wieder geschlossen, ebenso der Hahn E in dem Ejectorrohr D, die Pumpe mit letzterem Rohr verbunden und in Gang gesetzt, so dafs ein anfänglicher Wasserdruck aufgespeichert oder ein Wasserquantum gesammelt wird, welches genügt, die Asche aufzuwühlen und durch Rohr C über Bord zu werfen. Sobald auf diese Weise genügender Druck erzielt ist, wird der Hahn E geöffnet, während der Deckel B gehoben und die Asche in den Trichter A in geeigneten Mengen nach und nach geschüttet werden kann. Sobald die Asche auf den Boden des Trichters und in die Flucht des Auswurfrohres C fällt, trifft sie mit dem aus F kommenden Wasserstrom zusammen; durch die Kraft desselben und unter Beihülfe des in den Trichter eingelassenen Luftstromes wird sie durch Rohr C hinauf- und von dort durch den Seitentheil des Schiffes über Bord geworfen. Die Auswurfsöffnung liegt entweder nahe oder vorzugsweise einige Fufs über dem Wasserniveau; dieses hängt jedoch von dem Wasserzug oder davon ab, ob das Schiff ein Flufs- oder Oceanfahrzeug ist. Sollte einige Asche den Trichter nicht erreichen, dann fällt sie auf den Boden des Feuerraumes, wo sie von neuem gesammelt und in den Trichter geschüttet oder anderweit untergebracht werden kann, bis der Apparat wieder in Gang gesetzt ist. Die Anordnung, Lage und Form des Trichters und seines Deckels sind für die schnelle und bequeme Beschickung des ersteren mit Asche mittels gewöhnlicher Schaufeln geeignet, welche im Feuerraum zum Schaufeln der Kohlen benutzt werden. Wenn sämmtliche Asche entfernt ist, wird der Deckel B wieder sicher geschlossen, bevor die Ejectorpumpe stillsteht. Dies verhindert einen Rückflufs des Wassers aus dem Rohr C durch den Trichter.
Durch die Verwendung des wasserdichten Deckels B wird ein Ventil an dem Auswurfrohr C an der Seite des Schiffes entbehrlich, da kein Wasser aus dem Rohr C bei der Thätigkeit der Pumpe in den Trichter gelangen kann, während beim Stillstand derselbe Deckel B genügend abschliefst.
Die Reibung oder Scheuerung der Asche oder der gröberen und nur theilweise verbrannten Bestandtheile bewirkt nun eine erhebliche Abnutzung des Rohres C an der Stelle M. Es wird deshalb diese Biegung des Rohres an seiner oberen Wandung vortheilhaft dicker ausgeführt als der übrige Theil des Rohres.
In Fig. 3 ist ein Zusatz zu dem in Fig. ι gekennzeichneten Apparat veranschaulicht. Zwischen der Hauptleitung D des Ejectors und dem Hahn oder Ventil E ist ein Zweigoder Ueberlaufrohr G ■ eingeschaltet, welches einen Hahn oder ein Ventil H trägt und das Rohr D mit dem unteren Theil des Trichters A verbindet. Bei Anwendung dieses Zweigrohres kann das Ejectorrohr D mit dem Aschenauswurfrohr C als eine Rohrleitung zur Entfernung des in den Schiffskörper eingedrungenen Wassers mittels der Ejectorpumpe oder anderer geeigneter Pumpe Verwendung finden, wenn der Apparat nicht als Aschenejector in Benutzung ist. In letzterem Falle wird der Apparat in einen Wasserejector einfach dadurch umgeformt, dafs man den Hahn oder das Ventil H öffnet und das Ventil E und den Trichterdeckel B schliefst und sodann die mit dem Rohr D verbundene Pumpe (welche nicht gezeichnet ist) anläfst. Durch diese Anordnung des Wasser - Entfern- ~ apparates wird eine besondere Pumpe entbehrlich.
Der Patentinhaber hat gefunden, dafs ein Ejectorhahn in dichter Nähe des Ejectormundstückes angebracht sein mufs, wenn eine zuverlässige Entfernung der Asche gesichert sein soll. Beim Ingangsetzen des Apparates mufs der Hahn E dicht geschlossen gehalten werden, bis die Ejectorpumpe einen hohen Druck in dem Ejectorrohr erzeugt hat, denn beim Oeffnen dieses Hahnes wird dieser hohe Druck und das volle Wasserquantum auf die auf dem Grund des Rohres C befindliche Aschenmasse in der Richtung des Stutzens F einwirken, dieselbe vor sich hin- und durch das Auswurfrohr hinaustreiben. Dieser Wasserstrom wird auch einen Luftstofs in dem offenen Trichter A verursachen, dessen Kraft beim Durchstöbern der Masse behülflich ist und dieselbe zertheilt, so dafs der Wasserstrom die schwereren und gröfseren Partikel effectvoller in der Schwebe halten und sie mit den feineren pulverförmigen Theilchen über Bord treiben kann. Zu diesem Ende vollzieht der offene Trichter dieselben Dienste bezüglich des Zulassens von Luft wie der vorbeschriebene Hahn /. Die konische Form des Trichters trägt zu der Wirkung eines Ejectormundstückes bei. Die combinirten Ströme von Wasser und Luft rechtfertigen es, den vorliegenden Apparat in die Klasse der hydro-pneumatischen Maschinen einzureihen.
Der in Fig. 4, 5 und 6 gezeichnete Apparat ist derselbe wie der in Bezug auf die anderen Figuren beschriebene, nur ist hier das Zweigrohr (Fig. 3) des Wasser-Entfernrohres mit dem Ventil weggelassen und ein Luftkessel G hinzugefügt.
In Fig. 4 und 6 ist der Apparat theilweise in. einem Kasten oder Gehäuse eingeschlossen dargestellt; den Trichter A deuten die punktirten Linien bei a-a, b-b, Fig. 4, und das er-

Claims (2)

  1. wähnte Gehäuse die Linien a-a, f-f Fig. 6,. an. K bezeichnet eine Thür in dem Bretterverschlag Y eines Kohlenraumes und d eine Thür in der Front des Gehäuses für den Zugang zum Ablafshahn c und den anderen Theilen. Der Luftkessel G dient den bei Massendruckleitungen bekannten Zwecken und kann auch innerhalb des Gehäuses α α ff aufgestellt werden. . . ·
    Das den Apparat einschliefsende Gehäuse kann unabhängig von der Scheidewand oder dem Bretterverschlag sein, doch zieht es der Patentinhaber bei Benutzung des Apparates an Bord eines Schiffes vor, eine Oeffnung in der den Feuerraum von dem Kohlenraum trennenden Scheidewand in passender Höhe und Breite zu schneiden zum Hineinschaufeln der Asche. Der Trichter wird dann vortheilhaft an der dem Kohlenraum zugekehrten Seite der Scheidewand und der Trichterdeckel an der Feuerraumseite angeordnet und von dort aus gehandhabt. Der Handgriff des Ejectorhahnes erstreckt sich hierbei durch die Scheidewand in. den Feuerraum hinein. An Stelle des ganzen Gehäuses kann gewünschtenfalls eine Aussparung in der Scheidewand gebildet werden, welche nach der Seite des Feuerraumes offen ist und den Trichter aufnimmt. Das Auswurfrohr führt, wie vorbeschrieben, durch den Seitentheil des Schiffes. In jedem Falle werden die Haupttheile des Apparates vor Beschädigungen beim Verladen und durch den Druck der Kohle in dem Kohlenraum sowie vor dem Kohlenstaub geschützt.
    Pat en τ-Ansprüche:
    ι . Durch Druckwasser betriebener Aschenauswerfer für Schiffe und ähnliche Fahrzeuge, bestehend aus einem Aschenbehälter (A) mit entfernbarem, dicht schliefsendem Deckel (B), einem Wasserstrahlrohr (D) mit einem in der Nähe des Mundstückes desselben angeordneten Abschlufsorgan (E) und einem Auswerfrohr (C) zum Auswerfen der Asche über Bord des Schiffes
    ■ (Fig. ι.)·
  2. 2. Bei dem durch Anspruch i. gekennzeichneten Aschenaüswerfer die Verbindung des Aschenbehälters mit einem Zweigrohr (G) und Ventil (H) zum Entfernen des in den Schiffsraum eingedrungenen Wassers (Fig. 3).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189268942D 1892-04-12 1892-04-12 Durch Druckwasser betriebener Aschenauswerfer fürSchiffe und ähnliche Fahrzeuge Expired DE68942C (de)

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