DE688347C - Schleudervorrichtung zum Auskleiden von Schleudergussformen - Google Patents
Schleudervorrichtung zum Auskleiden von SchleudergussformenInfo
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- DE688347C DE688347C DE1938B0185690 DEB0185690D DE688347C DE 688347 C DE688347 C DE 688347C DE 1938B0185690 DE1938B0185690 DE 1938B0185690 DE B0185690 D DEB0185690 D DE B0185690D DE 688347 C DE688347 C DE 688347C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D13/00—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
- B22D13/10—Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
- B22D13/101—Moulds
- B22D13/102—Linings for moulds
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Description
- Schleudervorrichtung zum Auskleiden von Schleudergußformen Beim Metallschleuderguß unter Verwendung von Kokillen versuchte man durch geeignete Auskleidung der Metallkokille vor dem Guß die Abschreckung der Äußenseite des geschleuderten Gußkörpers zu vermeiden oder zu mildern. Die verschiedensten Auskleidungsstoffe metallischer und nichtmetallischer Art kamen zu diesem Zweck in Vorschlag, darunter auch Sandauskleidungen, welche durch Schleuderwirkung der Form eine Verfestigung erfahren sollten. In ähnlicher Weise wie bei dem sog. Sand-Spun-Verfahren, nach welchem eine im Sonderverfahren gestampfte Sandform in die sich drehende Kokille eingesetzt wird, versuchte man auch bei durch Schleuderwirkung der Form verfestigte Formaushleidungen eine weitere Verfestigung und Glättung der Innenseite durch nachträgliches Aufbringen eines Bindemittels und Aufstäuben von Flüssigkeiten, welche bei erwärmten Außenformen verdampften, zu @erreichen.
- Die Gleichmäßigkeit der Forminnenschicht wird beim nachträglichen Aufbringen des Bindemittels durch Materialstauungen und Anhäufungen beeinträchtigt, außerdem kann eine wirksame Bindung und Erhärtung infolge getrennter Einführung des Bindemittels und der Bindeflüssigkeit niemals genau vorausbestimmt werden. Ebenfalls das Auftragen der äußeren Sandauskleidung bereitete bei Verwendung des hierfür ausschließlich verwendeten Kipptroges große Schwierigkeiten, da insbesondere für Rohre mit dünnen Wandungen die hierbei erforderliche Gleichmäßigkeit der Schicht sehr schwierig zu erreichen ist. Man versuchte durch Abstreifer an dem mit Stützvorrichtungen versehenen Gießtrog den Innenumfang der ausgekleideten Form zu glätten, konnte hierbei jedoch eine zusätzliche Verdichtung nicht erreichen.
- Daneben wurde auch der Vorschlag gemacht, die Sandauskleidung mit umlaufenden Blasdüsen aufzutragen. Selbst bei Aufwendung starker Drücke kann mit diesen Einrichtungen eine wirksame und gleichmäßige Verdichtung des Sandfutters nicht erreicht werden, da das körnige Material auf der Formwand seitlich ausweichen kann und dabei nachteilige Materialanhäufungen verursacht. Die Erfindung bezweckt eine Beseitigung aller dieser Übelstände, und zwar erfolgt dies durch Verwendung von um die Drehachse der Form umlaufenden Wurfschaufeln, denen die Auskleidungsmasse durch je eine Zuführvorrichtung zugeleitet wird und von denen vorteilhaft eine Schaufel als Abstreif- und Glättvorrichtung ausgebildet ist.
- Man erreicht mit dieser Vorrichtung eine gleichmäßige und sehr dichte Sandauskleidung. Außerdem ist es möglich, vorher ausgemachten Bindesand in noch feuchtem Zustande verwenden zu können, bei dem die Wirkung durch innige Mischung geeigneter Bestandteile genau vorausbestimmt werden kann. Eine genaue Maßhaltung des Innendurchmessers ergibt sich durch Verlängerung einer Wurfschaufel, deren Ende als Abstreifer ausgebildet ist. In einem Durchgang der Vorrichtung durch die Form läßt sich die Auskleidungsmasse in der erforderlichen Stärke bei genügend großer Verfestigung gleichzeitig einbringen und maßhaltig glätten. Kann die Erhärtung der Masse durch Erwärmung der Form nicht allein erzielt werden, so kann in an sich bekannter Weise Heißluft o. dgl. eingeblasen werden. Nicht allein Sand in Verbindung mit Bindemitteln, sondern auch jede beliebige andere körnige oder pulverförmige Masse ohne Bindemittel läßt sich mit dieser Vorrichtung maßhaltig verdichten, ebenso können Rohre in dieser Weise nachträglich mit einem Schutzüberzug geeigneter Zusammensetzung, z. B. aus Zement oder sonstigen hydraulischen Massen, versehen werden.
- Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar in einem Längsschnitt und in einem Querschnitt.
- Mit z ist die Form einer Schleudergußmaschine oder ein Rohr bezeichnet, auf deren Innenseite eine Auskleidung 2 aus körnigen, pulverförmigen Stoffen mit oder ohne Bindemittel aufzubringen ist. Hierzu dient eine Schleudervorrichtung, welche im wesentlichen aus nach außen gebogenen und an einer Dreachse 3 angesetzten Wurfschaufeln q. bestehlt. Man wird mindestens zwei Wurfschaufeln, wie gezeichnet, vorsehen, jedoch ist auch jede beliebige andere Zahl möglich:. Die Zuführung der Auskleidungsmasse erfolgt durch eine Fördervorrichtung beliebiger Art, z. B. durch ein. Zuführungsrohr 5 mit darin eingesetzter Förderschnecke. Bei fehlender Förderschnecke kann die Masse auch mittels Druckluft den Schaufeln zugeführt werden. Die Fördereinrichtung 5 wird man zweckmäßigerweise unterhalb der Achse 3 anbringen, um beim Aufschleudern der Auskleidungsmasse gleichzeitig die Fallgeschwindigkeit ausnutzen zu können. Vor der Mündung der Fördereinrichtung sind die Wurfschaufeln durch eine Scheibe 6 abgedeckt, welche unmittelbar neben den Schaufeln öffnungen 7 etwa in Größe des Zuführungsrohres besitzt. Diese Lochscheibe dient zum Abschluß des Zuführungsrohres. Befindet sich bei untenliegendem Zuführungsrohr 5 jeweils eine öffnung 7 vor diesem, so kann die nach vorn zu durch eine Scheibe 6n abgeschlossene Auskleidungsmasse in die jeweils untere Kammer vor die Wurfschaufel gelangen. Die Masse wird sofort von der Schaufel erfaßt und gegen die Innenwand der sich gegenläufig zwischen der Wurfschaufel drehenden Form geschleudert. Bei der gezeichneten Darstellung wiederholt sich dieser Vorgang zweimal bei einer Umdrehung. Kommt an Stelle des Zuführungsrohres eine andere Fördereinrichtung, z. B. ein endloses Förderband, in Anwendung, so fällt die Lochscheibe 6 weg und die Auskleidungsmasse wird den Schaufeln fortlaufend oder absatzweise zugeführt, was durch eine geeignete Steuereinrichtung ermöglicht wird.
- Zur Erzieltmg einer gleichmäßigen und glatten Oberfläche der beim Einschleudern bereits verdichteten Form- oder Rohrauskleidung ist eine Schaufel an ihrem freien Ende dem gewünschten Innendurchmesser entspirechend umgebogen oder sonstwie ausgestaltet, so daß mit diesem Teil 8 der innere Umfang gleichzeitig geglättet wird.
- Um Schwingungen der Schleudervorrichtung zu vermeiden, ist diese entweder am Form- oder Rohreingang durch einen Einsatz oder unmittelbar hinter den Wurfschaufeln in. einer nach Möglichkeit elastischen Stütze 9 geführt. Die verschiedensten Ausführungsformen sind denkbar. Dieses Lager 9 und die Wurfschaufeleinrichtung werden zweckmäßig auswechselbar auf der Achse 3 aufgesetzt, um sie den verschiedensten Durchmessern der Form oder des Rohres anpassen zu können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schleudervorrichtung zum Auskleiden von Schleudergußformen, insbesondere für die Rohrherstellung, mit körnigen oder pulverförmigen Stoffen, gekennzeichnet durch um die Drehachse der Form umlaufende Wurfschaufeln (q.), denen die Auskleidungsmasse durch je eine Zuführvorrichtung zugeleitet wird und von denen vorteilhaft eine Schaufel als Abstreif- und Glättvorrichtung ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938B0185690 DE688347C (de) | 1938-12-23 | 1938-12-23 | Schleudervorrichtung zum Auskleiden von Schleudergussformen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1938B0185690 DE688347C (de) | 1938-12-23 | 1938-12-23 | Schleudervorrichtung zum Auskleiden von Schleudergussformen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE688347C true DE688347C (de) | 1940-02-19 |
Family
ID=7010072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938B0185690 Expired DE688347C (de) | 1938-12-23 | 1938-12-23 | Schleudervorrichtung zum Auskleiden von Schleudergussformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE688347C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019205282A1 (de) * | 2019-04-11 | 2020-10-15 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | System und Verfahren zur Herstellung eines gegossenen Formteils |
-
1938
- 1938-12-23 DE DE1938B0185690 patent/DE688347C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019205282A1 (de) * | 2019-04-11 | 2020-10-15 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | System und Verfahren zur Herstellung eines gegossenen Formteils |
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