DE1243335B - Einrichtung zum ununterbrochenen Aufbereiten von Formsand fuer Giessereien - Google Patents

Einrichtung zum ununterbrochenen Aufbereiten von Formsand fuer Giessereien

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DE1243335B
DE1243335B DEJ26190A DEJ0026190A DE1243335B DE 1243335 B DE1243335 B DE 1243335B DE J26190 A DEJ26190 A DE J26190A DE J0026190 A DEJ0026190 A DE J0026190A DE 1243335 B DE1243335 B DE 1243335B
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DE
Germany
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kneading
sand
container
shaft
torsion
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Pending
Application number
DEJ26190A
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English (en)
Inventor
Karl Hellmuth Andrae
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jeffrey Galion Manufacturing Co
Original Assignee
Jeffrey Galion Manufacturing Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C21/00Disintegrating plant with or without drying of the material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
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    • B02C15/00Disintegrating by milling members in the form of rollers or balls co-operating with rings or discs
    • B02C15/02Centrifugal pendulum-type mills
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
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    • B22C5/00Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose
    • B22C5/04Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose by grinding, blending, mixing, kneading, or stirring
    • B22C5/0409Blending, mixing, kneading or stirring; Methods therefor
    • B22C5/0422Devices having a fixed receptable with rotating tools, some or all of these tools being rolls or balls loosely mounted on their axis or loose balls in contact with the side wall or the bottom of the receptacle, e.g. with aerating means; "Devices of the Muller type"
    • B22C5/0436Devices having a fixed receptable with rotating tools, some or all of these tools being rolls or balls loosely mounted on their axis or loose balls in contact with the side wall or the bottom of the receptacle, e.g. with aerating means; "Devices of the Muller type" having a horizontal tool-driving shaft

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Description

DEUTSCHES #Ä PATENTAMT
Deutsche KL: 31 b1-S/04
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: 1243 335
Aktenzeichen: J 26190 VI a/31 b1
J 243 335 Anmeldetag: 10.Juli 1964
Auslegetag: 29. Juni 1967
Es sind Einrichtungen zum ununterbrochenen Aufbereiten von Materialien, z. B. von Gießereiformsand, bekannt (deutsche Patentschrift 804225), bei denen das Materialgemisch durch einen länglichen, z. B. als Mohlzylinder ausgebildeten, waagerecht oder schrägliegenden Behälter hindurchbewegt wird und auf seinem Bewegungsweg in dem Behälter mittels Knetwalzen gepreßt, geknetet und durchgemischt wird. Bei diesen bekannten Einrichtungen, bei denen jedoch diese Behälter als um ihre Längsachse umlaufende Zylinder oder Trommeln ausgebildet sind, besteht die Schwierigkeit, daß ein Teil des von dem Zylindermantel bei der Drehung des Zylinders mitgenommenen Materialgemisches teilweise immer wieder zurückrollt und hinter der oder den Knetwalzen liegenbleibt, von wo es langsam unbearbeitet und unvermischt ausgetragen wird. Bei einer bekannten Einrichtung zur Aufbereitung von Formsand ist zur Vermeidung dieser Schwierigkeit die Ausbildung derart, daß in einem an sich bekannten umlaufenden Hohlzylinder, der waagerecht oder schräg gelagert oder auch hohlkegelförmig gestaltet sein kann, eine oder mehrere Reihen voneinander unabhängiger umlaufender Knetwalzen angeordnet sind, die an einem den ganzen Zylinder durchsetzenden Längsträger in der Höhenlage nachgiebig so gelagert sind, daß ihre umlaufenden Achsen mit der Achse des Hohlzylinders spitze Winkel bilden. Der an einem Längsende des Zylinders eingeführte Formsand wird von diesen Walzen erfaßt und durchmischt und gerät dann in den Bereich einer auf die ganze Länge des Zylinders durchgehenden, außerhalb des letzteren gelagerten und von außen angetriebenen Schleuderwalze, von welcher er gegen den sich drehenden Mantel des Zylinders geworfen und dadurch erneut vor die Knetwalzen gebracht wird. Der allmähliche Vorschub des Mischgutes wird dabei vorzugsweise durch eine nach Art einer Mischschnecke ausgebildete, mit verstellbaren Seit- und Scharrblechen versehene, gleichfalls von außen angetriebene Walze bewirkt, die, in der Drehrichtung des Zylinders gesehen, vor den Knetwalzen liegt und zugleich etwa am Zylindermantel anhaftenden Sand abstreicht. Abgesehen von dem Antrieb des Zylinders müssen hierbei in diesem noch zwei Wellen für den Antrieb der Schleuderwalze und der als Mischschnecke ausgebildeten Walze angeordnet werden, so daß eine umständliche Antriebsvorrichtung erforderlich ist. Außerdem sind hierbei die Walzenlager schwerlich gegen das Eindringen des Mischgutes zu schützen, und auch die Schnecken unterliegen bei scharfkantigem Mischgut einem starken Verschleiß.
Einrichtung zum ununterbrochenen Aufbereiten
von Formsand für Gießereien
Anmelder:
Jeffrey Galion Manufacturing Company,
Columbus, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Paap, Dipl.-Ing. H. Mitscherlich
und Dipl.-Ing. K. Gunschmann, Patentanwälte,
München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Karl Hellmuth Andrae,
Columbus, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. Dezember 1963
(333 936)
Bei einer anderen bekannten Einrichtung (deutsche Patentschrift 916785) sind in einer umlaufenden Trommel mehrere, nahezu auf die gesamte Länge der Trommel durchgehende Knetwalzen angeordnet, denen ein ebenfalls auf Trommellänge durchgehendes Schleuderrad und in den Schleuderweg eingebaute Leitvorrichtungen nachgeschaltet sind, welche dem Mischgut eine axiale Bewegungskomponente erteilen. Auch hierbei ist außer dem Antrieb für die Trommel eine Antriebsvorrichtung für das Schleuderrad erforderlich. Außerdem ist die Knet- bzw. Mischwirkung einer auf die ganze Trommellänge durchgehenden Knetwalze im Vergleich zu mehreren, in der Trommellängsachse im Abschnitt hintereinander angeordneten Einzelwalzen verhältnismäßig gering.
Das gleiche gilt für eine andere bekannte Einrichtung zum Aufbereiten von Formsand (deutsche Auslegeschrift 1138 515), bei der die Trommel so rasch umläuft, daß der zu behandelnde Sand von der Zentrifugalkraft in einer Schicht an die Innenfläche der Trommel gedrückt wird, wobei im unteren Teil der Trommel eine mit deren Innenfläche zusammenarbeitende, ebenfalls auf Trommellänge durchgehende Knetwalze und im oberen Teil der Trommel eine
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Schabvorrichtung aus einer mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit wie die Trommel angetriebenen Walze angeordnet sind.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt und eine verbesserte Einrichtung sowie ein verbessertes Verfahren zum Aufbereiten von Formsand, durch Pressen, Kneten und Mischen geschaffen werden, wobei ein gleichmäßig ausgebreiteter, ununterbrochen fließender Materialstrom erzeugt wird, der jedoch auf seinem Bewegungsweg mehrfach vorübergehend angehalten werden kann.
Das Material soll dabei auf seinem Weg durch den Knetbehälter durch mehrere Knetvorrichtungen mit aufeinanderfolgender Bearbeitung aufbereitet werden können, und die Knetvorrichtungen sollen jeweils eine Einheit bilden, die als solche in dem Knetbehälter zusammengebaut werden kann.
Schließlich soll bei der Anwendung der Erfindung das Material um eine Achse herum über einer zylindrischen Knetfläche verteilt werden, während es sich in Längsrichtung kontinuierlich bewegt.
Demgemäß besteht die Erfindung bei einer Einrichtung zum ununterbrochenen Aufbereiten von Formsand für Gießereien in einem trommelartigen Knet- und Mischbehälter, durch den das Material in der Längsrichtung von dem einen Behälterende zum anderen Behälterende gefördert wird und dessen innere Behälterwand als Knetfläche dient, auf der das Material durch eine Knetvorrichtung bei seinem Durchgang durch den Behälter unter Pressen, Kneten und Mischen aufbereitet wird, darin, daß der trommelartige Behälter feststehend angeordnet ist und nur eine durchgehende, mittig angeordnete drehbare Welle aufweist, auf der eine Kneteinrichtung und eine Pflügeinrichtung drehbar angeordnet sind, die dazu dient, das in dem Behälter befindliche Material unter Ausbreitung desselben um die Längsachse des Behälters herum und unter Verteilung des Materials auf die Knetfläche in einen fließfähigen Zustand für den Durchgang durch den Behälter zu versetzen.
Dabei ist die Ausbildung vorzugsweise derart, daß die Kneteinrichtung zum wiederholten Pressen, Kneten und Mischen des Materials an in Richtung der Behälterlängsachse hintereinanderliegenden Stellen ausgebildet ist.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Einrichtung ergibt sich, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Kneteinrichtung aus mehreren, in Richtung der Längsachse des Behälters im Abstand hintereinander angeordneten Knetvorrichtungen besteht.
Die Kneteinrichtung weist vorzugsweise mehrere, im axialen Abstand voneinander entlang der Längsachse des Behälters angeordnete Knetwalzen auf, die über die Knetfläche bewegbar sind.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind in dem Behälter Vorrichtungen zum jeweiligen vorübergehenden Aufhalten des Materialstromes bei seinem Durchgang durch den Behälter und zum Anhäufen von zu knetendem Material vor der Kneteinrichtung angeordnet.
Die Einrichtung nach der Erfindung ermöglicht die Aufbereitung des Materials, z. B. Formsand, in der Weise, daß das Material kontinuierlich einem Behälter mit seitlich verlaufender Längsachse zugeführt und unter Ausbreitung um diese Achse und Verteilung auf einer die Achse umgebenden Knetfläche in fließfähigen Zustand versetzt und in diesem
Zustand in Längsrichtung durch den Behälter hindurchgeführt wird, wobei das Material zur Mischung und Vereinigung mit ihm zugesetzten Stoffen auf der Knetfläche gepreßt, geknetet und gemischt wird und das aufbereitete Material kontinuierlich aus dem Behälter abgegeben wird.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der in der Zeichnung lediglich als Beispiel dargestellten Ausführungsform der Einrichtung und aus den Patentansprüchen. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Aufbereitungsanlage mit der Einrichtung nach der Erfindung,
F i g. 2 eine Stirnansicht der Einrichtung nach F i g. 1, von der Materialzuführungsseite aus gesehen, F i g. 3 eine Teildraufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 1,
F i g. 4 eine Stirnansicht des Abgabeendes des Knet- und Mischbehälters mit teilweisem Querschnitt, Fig.5 einen Längsschnitt durch den Knet- und Mischbehälter,
F i g. 6 einen Querschnitt durch den Knet- und Mischbehälter nach der Linie 6-6 der F i g. 5,
F i g. 7 einen teilweisen Querschnitt durch den Knet- und Mischbehälter nach der Linie 7-7 der F i g. 5, der eine Knetvorrichtung zeigt,
F i g. 8 eine Seitenansicht einer Knetvorrichtung, gesehen von der Linie 8-8 der F i g. 7,
F i g. 9 einen Schnitt durch eine Knetvorrichtung nach der Linie 9-9 der F i g. 7,
F i g. 10 eine Teilansicht eines an der Aufnahmeseite des Knet- und Mischbehälters angeordneten Pfluges der Pflügeeinrichtung, von der Linie 10-10 der F i g. 6 gesehen, und
Fig. 11 eine Ansicht mit einem Abstreifarm, gesehen von der Liniell-Il in Fig. 5.
In den F i g. 1, 2 und 3 ist als Beispiel eine zur Aufbereitung von Formsand in einer Gießerei bestimmte Aufbereitungsanlage dargestellt, die eine bevorzugte Ausführungsform der mit dem allgemeinen Bezugszeichen 20 bezeichneten Einrichtung nach der Erfindung enthält. Bei der dargestellten Anlage ist die Einrichtung 20 auf einem Untergestell 21 aus Stahl od. dgl. angeordnet, das an seinem einen Ende mit einer erhöhten Plattform 22 zur Aufnahme eines Antriebsmotors 23 und eines Untersetzungsgetriebes 24 versehen ist. Der Motor 23 ist mit dem Untersetzungsgetriebe durch eine beliebige Drehmomentkupplung 25 verbunden, während das Untersetzungsgetriebe mit der Einrichtung 20 durch eine beliebige Antriebskupplung 26 verbunden ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Einrichtung 20 derart ausgebildet, daß sie von jedem ihrer Enden aus angetrieben werden kann.
Am Zuführungsende der Einrichtung 20 ist eine nach Art eines Trichters ausgebildete Rutsche 27 angeordnet, über die der aufzubereitende Sand der Ehv richtung zufließt und in die der Sand durch ein mit einer vorderen Umlenkrolle 29 versehenes Förderband 28 stetig zugeführt wird. Das Förderband 28 kann zur Verhinderung von Staubentwicklung in einem geschlossenen Gehäuse 30 angeordnet sein, das durch Flansche 31 und Bolzen oder sonstige Befestigungsmittel mit dem oberen Ende der Zuführungsrutsche 27 verbunden ist. Über dem Förderergehäuse 30 ist eine Zubringervorrichtung 32 mit einem Trichter 33 angeordnet, der ein Bindemittel oder einen sonstigen Stoff enthält, der dem Sand
zugesetzt und mit ihm in der Einrichtung 20 vermischt werden soll. Die Zubringervorrichtung 32 kann aus einer Förderschnecke 35 bestehen, die das in dem Trichter 33 befindliche Bindemittel durch ein Zuführungsrohr 34 über eine in der oberen Wand des Förderergehäuses 30 angebrachte Öffnung 36 fördert, aus der es auf das Förderband 28 herabfällt. Die Menge des von der Förderschnecke 35 zugeführten Bindemittels kann durch beliebige, die Betriebsgeschwindigkeit der Förderschnecke regelnde Vorrichtungen eingestellt werden, so daß der Anteil des dem Sand zugesetzten Bindemittels vor dem Eintritt in die Einrichtung 20 den Erfordernissen entsprechend einstellbar ist. In der Zeichnung ist nur eine Förderschnecke gezeigt; es kann jedoch, wenn dem Sand z. B. mehrere Zusatzstoffe zugesetzt werden sollen, für jeden Zusatzstoff eine besondere Förderschnecke angeordnet werden.
In dem Förderergehäuse 30 ist gemäß F i g. 3 ein querverlaufendes Rohr 37 angeordnet, das auf seinem das Förderband 28 übergreifenden Ende mit mehreren nach unten gerichteten Durchlaßöffnungen versehen ist. Das Rohr 37 ist an einer Wasserleitung angeschlossen und führt dem Sand, wenn er durch das Förderband 28 der kontinuierlich arbeitenden Einrichtung 20 zugeleitet wird, Mischwasser zu. In dem Rohr 37 ist vorzugsweise ein Ventil angeordnet, mittels dessen der Anteil des Mischwassers einstellbar ist.
Der der Einrichtung 20 zugeführte Sand wird in der Längsrichtung durch diese hindurch von dem Zuführungsende bis zum Abgabeende gefördert und hierbei aufbereitet, worauf er in eine Abgaberutsche 38 abgegeben wird. Bei der dargestellten Ausführungsform ist unter der Abgaberutsche 38 ein Förderband 39 angeordnet, das den aufbereiteten Sand aufnimmt und ihn kontinuierlich weiterfördert.
Die Einrichtung 20 ist, wie bereits erwähnt, Bestandteil eines Gießereibetriebes. Das den Sand zuführende Förderband 28 ist hierbei mit seinem hinteren Ende an einer Stelle der Gießerei angeordnet, an der es den Sand, der aus den Gießformen ausgerüttelt wird, aufnehmen kann. Außer bereits verwendetem Sand kann das Förderband 28 auch neuen Sand oder neuen Sand zusammen mit bereits verwendetem Sand aufnehmen und der Einrichtung 20 zuführen.
Das Förderband 39 kann von dem Abgabeende der Einrichtung 20 an eine Stelle in der Gießerei führen, an der der aufbereitete Sand in Vorratsbehälter an der Gießstelle gegeben wird, aus denen er dann je nach Bedarf für die Herstellung der Formen entnommen wird. Die im Zusammenhang mit der Anlage dargestellte kontinuierliche Einrichtung 20 kann jedoch auch bei anderen Anlagen als der dargestellten Anlage, die lediglich ein Beispiel darstellt, verwendet werden.
Die dargestellte Anlage kann mit einer zusätzlichen Vorrichtung versehen sein, mittels der ein durch die Einrichtung 20 hindurchströmender Luftstrom zur Kühlung des Sandes hindurchgeführt wird. Außerdem kann eine Vorrichtung zur Abführung von Dampf aus dem Inneren der Einrichtung angeordnet sein. Bereits in Gießformen verwendeter Sand ist infolge der Berührung mit dem heißen Metall sehr heiß. Es ist deshalb erwünscht, daß der Sand beim Durchgang durch die Einrichtung 20 und bevor er wieder in Gießformen verwendet wird, gekühlt wird.
Eine solche Kühlung kann teilweise durch übermäßige Zuführung von Mischwasser durch das Rohr 37 erreicht werden. Dieses Uberschußwasser dampft aus dem heißen Sand aus und füllt die Einrichtung 20 mit Dampf an. Dieser Dampf kann durch einen durch die Einrichtung hindurchgeführten Luftstrom abgeführt werden. Zugleich kann aber auch durch einen Kühlluftstrom eine weitere zusätzliche Kühlung besonders in der Einrichtung 20 erreicht werden.
Zur Erzeugung eines solchen Luftstromes in der Einrichtung 20 kann am Zuführungsende derselben eine Luftleitung 40 angeordnet und mit einem Gebläse verbunden sein, das frische Kühlluft durch die Einrichtung 20 hindurchsaugt, wobei der Lufteinlaß in diesem Fall durch die Abgaberutsche 38 gebildet sein kann. Bei einer solchen Anordnung fließt der Luftstrom von dem Abgabeende zum Zuführungsende der Einrichtung 20 entgegen der Förderrichtung des Sandes. Der Luftstrom kann jedoch auch in der gleichen Richtung wie der Sand durch die Einrichtung 20 hindurchgeführt werden.
Die gemäß der Erfindung ausgebildete, kontinuierlich arbeitende Einrichtung 20 weist, wie im einzelnen aus F i g. 4 bis 8 ersichtlich ist, einen trommelartigen Knet- und Mischbehälter 45 mit waagerecht angeordneter Längsachse auf. Der Behälter 45 ist gemäß der Erfindung feststehend angeordnet und hierzu an beiden Enden mit Füßen 46, 47 aus Stahl versehen, die z. B. an ihm angeschweißt und mit dem Untergestell 21 durch Bolzen verbunden sind.
Der Behälter 45 weist einen zylindrischen Mantel 48 auf, der an beiden Enden jeweils durch eine Stirnwand 49 bzw. 50 abgeschlossen ist. Der Mantel 48 und die Stirnwände 49, 50 bestehen vorzugsweise aus Stahlplatten od. dgl., wobei die Stirnwände 49, 50 in dem Ende des Mantels 48 eingeschoben und mit dem Mantel, z. B. durch Schweißung, fest verbunden sind. Zur Versteifung des Behälters 45 sind an der Außenseite des Mantels 48 meherere längsverlaufende Rippen 51, vorzugsweise in radialer Anordnung, z. B. durch Schweißen befestigt. Außerdem sind am Scheitel des Mantels 48 an jedem Ende desselben zwei Ösen 52 angeordnet, in die Kranhaken zum Anheben bzw. zum Herablassen des Behälters eingehängt werden können, wenn dieser aus irgendeinem Grund bewegt werden muß.
Der Knet- und Mischbehälter 45 bzw. dessen Mantel 48 ist, wie am besten aus F i g. 4 bis 6 zu ersehen ist, mit einer sich über die ganze Behälterlänge und etwa über ein oberes Viertel des Mantelumfangs erstreckenden Öffnung versehen, die durch einen Dekkel55 verschlossen ist. Dieser weist die gleiche Krümmung wie der Mantel 48 auf und ergänzt in seiner Schließstellung den Mantel zu einem geschlossenen Zylinder. Der Deckel 55 ist mit dem Behälter 45 an jedem Ende durch ein Gelenk 56 mit längsverlaufender Drehachse verbunden, so daß er in die in F i g. 4 mit strichpunktierten Linien gezeigte Offenstellung 57 aufgeklappt werden kann. Zum Aufklappen des Deckels kann ein pneumatischer Arbeitszylinder 58 angeordnet sein, der an seinem einen Ende mit der Stirnwand 50 über einen Kragarm 59 und einen Zapfen 60 gelenkig verbunden sein kann. Die Kolbenstange 61 des in dem Zylinder 58 geführten Kolbens ist an ihrem oberen Ende mit einem Schäkel 62 versehen, mittels dessen sie durch einen Drehzapfen 64 mit einem nach unten reichenden Ansatz 63 des Deckels verbunden ist. An der Stirn-
wand 50 ist ein Steuerventil 65 zur Betätigung des Arbeitszylinders 58 zum Anheben bzw. Herunterlassen des Deckels 55 angebracht.
Der Deckel 55 ist an seiner einen Seite mit einer Endplatte 66 versehen, die etwa vom oberen Rand des Deckels 55 aus in kreisförmigen Bogen mit einem in der Gelenkachse 56 liegenden Mittelpunkt verläuft. Die Endplatte 66 ist ein ebenes Element, das angrenzend an die Stirnwand 50 angeordnet ist. An dem Ende der Platte 66 ist eine geradlinige Führung
67 befestigt, in der ein Bolzen 68 verschiebbar angeordnet ist. Unter der Endplatte 66 ist konzentrisch zu dieser eine bogenförmige Schiene 69 angeordnet. Wenn der Deckel 55 in seiner Offenstellung 57 bewegt wird, so bewegt sich der Bolzen 68 auf der Schiene 69 entlang in Berührung mit dem oberen Rand derselben, bis der Deckel 55 seine volle Offenstellung erreicht hat. In dieser befindet sich die geradlinige Führung 67 hinter dem Ende der Schiene 69, so daß der Bolzen 68 an dem Ende der Schiene 69 ao vorbei nach unten fällt. Die Bogenlänge und die Lage der Schiene 69 sind abhängig von der Bogenlänge, über die der Deckel 55 bis zu seiner vollen Offenstellung angehoben wird, in der, wie bereits erwähnt, der Bolzen 68 sich nach unten bewegt. Der Bolzen
68 und die Schiene 69 bilden auf diese Weise einen Anschlag, der verhindert, daß der Deckel 55 unabsichtlich oder zufällig herabfallen kann. Hierdurch wird eine Sicherheitsvorrichtung gebildet, die im Hinblick auf das Gewicht des Deckels 55 erwünscht ist. Der Bolzen 68 ist mit einem Stift 70 versehen, der durch einen Schlitz 71 in der geradlinigen Führung 67 herausragt. Mittels dieses Stiftes 70 kann der Bolzen in der geradlinigen Führung 67 zurückgezogen werden, so daß der Deckel 55 dann durch umgekehrte Betätigung des pneumatischen Arbeitszylinders 58 herabgelassen werden kann. Wenn der Bolzen 68 rückwärts über das Ende der Schiene 69 hinausbewegt und in Berührung mit dem oberen Rand der Schiene 69 ist, wird er durch die Schiene 69 in seiner zurückgezogenen Stellung gehalten.
An dem unteren Rand der Behälteröffnung ist ein längsverlaufender Verriegelungsflansch 74 angeordnet, der von dem Mantel 48 nach außen vorsteht. Der untere Rand des Deckels 55 ist mit einem entsprechenden Längsflansch 75 versehen, der sich in der Verschlußstellung des Deckels 55 parallel auf den Verriegelungsflansch 74 auflegt. Der Deckel wird durch besondere Verriegelungsbolzen 76 in der Verschlußstellung gehalten, von denen mehrere zur gegenseitigen Verbindung der Flansche 74,75 auf deren Länge verteilt angeordnet sind. Jeder Verschlußbolzen 76 ist mit einem Beschlag 77 versehen, der zwischen zwei aufrecht angeordneten ösen 78 angeordnet ist, die an der oberen Fläche des Verriegehmgsflansches 75 an diesem befestigt sind. Durch den Beschlag 77 und die ösen 78 ist ein Drehzapfen 79 hindurchgesteckt, der eine drehbare Verbindung für den Beschlag 77 und den Bolzen 76 mit dem Verriegelungsflansch 75 des Deckels darstellt. Die Verriegelungsflansche 75,74 sind mit seitlichen Schlitzen 80, 81 versehen, die jeweils in Flucht mit den Bolzen 76 liegen, so daß diese um ihre Drehzapfen 79 durch die Schlitze 80 und 81 hindurch verschwenkt werden können. Auf jeden Bolzen 76 ist eine Mutter 82 aufgeschraubt, die durch eine Scheibe 83 oder ein sonstiges Sicherungsglied gegen vollständiges Abschrauben von dem Bolzen gesichert ist.
Bei der Verschlußstellung des Deckels 55 nehmen die Bolzen, wie aus F ί g. 6 ersichtlich ist, gewöhnlich die dargestellte herabhängende Lage ein, in der sie die Verriegelungsflansche 74, 75 durch die Schlitze 80, 81 hindurch durchdringen. Die Mutter 82 ist dabei gegen die Unterseite des Verriegelungsflansches 74 angezogen, wodurch der Deckel 55 in der geschlossenen Stellung verriegelt ist. Wenn der Deckel 55 geöffnet werden soll, so werden zunächst alle Muttern 82 auf den Bolzen 76 nach unten geschraubt und die Bolzen 76 um ihre Drehzapfen 79 herum in die in F i g. 4 oben mit gestrichelten Linien dargestellte Stellung verschwenkt. Hierdurch wird der an dem Deckel 55 angebrachte Verriegelungsflansch 75 von dem Verriegelungsflansch 74 gelöst und ermöglicht, daß der Deckel 55 in der bereits beschriebenen Weise nach oben aufgeklappt wird.
Gemäß F i g. 5 weist der Behälter 45 eine durchgehende, mittig angeordnete Welle 85 auf, die mit ihren beiden Enden in den Stirnwänden 49, 50 des Behälters 45 drehbar gelagert ist. Hierzu sind die Stirnwände, wie für die Stirnwand 49 gezeigt ist, mit einer mittig angeordneten kreisförmigen öffnung 86 versehen, die erheblich größer ist als der Durchmesser der Welle 85 und durch die die Welle 85 hindurchgeführt ist. In der öffnung 86 sind auf der Außenseite der Stirnwände zwei Hälften eines scheibenförmigen Haltegliedes 87 angeordnet, das mit einer mittleren Öffnung versehen ist, durch weiche die Welle 85 hindurchgeht. Die öffnung 86 ist mit einer Dichtungspackung 88 aus Filz od. dgl. gefüllt, die auf der einen Seite der Scheibe 87 liegt und eine Dichtung gegenüber dem Umfang der Welle 85 bildet. Auf der Innenseite der Stirnwand 49 ist die Dichtung durch zwei rechteckige Halteplatten 89, 90 gehalten (vgl. F i g. 6), die an der jeweiligen Stirnwand durch mehrere Bolzen 91 befestigt sind. Die rechteckigen Plätten 89, 90 haben halbkreisförmige Ausschnitte, die sich, wenn die Platten wie dargestellt nebeneinander angeordnet sind, zu einer kreisförmigen öffnung ergänzen, durch die die Welle 85 hindurchgeführt ist. Durch die Befestigung der Platten 89,90 an der Stirnwand 49 wird die Dichtungspackung 88 in der Stirnwandöffnüng 86 zwischen der Halteplatte 87 und den Platten 89, 90 zusammengepreßt, so daß sie die öffnung 86 gut ausfüllt und die Welle 85 gegenüber der Stirnwand gut abdichtet.
Die Welle 85 ragt mit ihren Enden über die Stirnwände 49 und 50 nach außen hinaus und weist im Durchmesser verringerte Enden 92 auf, die jeweils in einem Rollenlager 93 gelagert sind.
Zwischen jedem Rollenlager 93 und der Stirnwand 49 bzw. 50 ist ein Ring 94 angeordnet, der an der Stirnwand z. B. durch Schweißen befestigt ist und einen kleineren Innendurchmesser als die öffnung 86 hat, so daß der Ring 94 eine Schulter bildet, die hinter der Scheibe 87 an dieser angreift und letztere in der Öffnung 86 hält. Das Rollenlager 93 ist gemäß Fig.4 an dem Ring94 und der Stirnwand durch mehrere Bolzen 95 befestigt. Der Ring 94 ist in seinem unteren Teil mit einem Ausschnitt zur Bildung einer verhältnismäßig großen öffnung 96 versehen. Irgendwelche Materialteilchen, die durch die Dichtungspackung 88 hindurchtreten sollten, fallen durch die Öffnung 96 des Ringes 94 nach unten, so daß sie daran gehindert werden, in das Rollenlager 93 zu gelangen. An der Stirnwand 49 ist unter dem Ring 94 bei 99 eine Schutzvorrichtung 97 für die Welle an-
geordnet, die sich nach oben erstreckt und mit einer Kappe 98 versehen ist, welche das Ende 92 der Welle 85 übergreift.
Gemäß F i g. 6 ist die Stirnwand 49 auf der einen Seite der Welle 85 mit einer Zuführungsöffnung 100 für den Sand und auf der gegenüberliegenden Seite mit einer rechteckigen öffnung 101 versehen, die zum Zuleiten oder zum Absaugen des bereits erwähnten Kühlluftstromes dient und an die die Luftleitung 40 angeschlossen ist.
Der aufzubereitende Sand fließt unter Schwerkraftwirkung aus der Zuführungsrutsche 27 und durch die Zuführungsöffnung 100 hindurch in den Behälter 45 ein und wird durch diesen hindurch weiter nach dem Abgabeende des Behälters gefördert. Auf seinem Weg durch den Behälter 45 wird der Sand durch eine Kneteinrichtung 105« bis 105/ unter Pressen, Kneten und Mischen aufbereitet. Die Kneteinrichtung besteht aus den Knetvorrichtungen 105 a, 105 b, 105 c, 105 d, 105 <?, 105/, 105« und 105 h, die alle gleichartig ausgebildet sind mit Ausnahme der Knetvorrichtung 105 a, die mit einem zusätzlichen Element versehen ist. Der besseren Übersicht halber sind in F i g. 5 nur die Knetvorrichtungen 105 a und 105 b dargestellt, während die in der Förderrichtung des Sandes auf sie folgenden Knetvorrichtungen 105 c bis 105 h nur durch gestrichelte Umfangslinien angedeutet sind. Die einzelnen Knetvorrichtungen sind an der Welle 85 fest angebracht, so daß sie bei der Drehung der Welle mit dieser in dem Behälter 45 gedreht werden. Sie sind ferner auf der Welle 85 zwischen dem Zuführungsende des Behälters 45 und einem Abgabeabschnitt 102 am Abgabeende des Behälters mit gleichmäßigen Abständen voneinander angeordnet. Wenn daher der Sand in dem Behälter 45 vom Zuführungsende bis zum Abgabeende bewegt wird, so kommen die Knetvorrichtungen 105 a bis 105 Λ nacheinander auf den Sand zur Einwirkung. Die aufeinanderfolgende Anordnung der Knetvorrichtungen auf der Welle 85 ist in F i g. 5 innerhalb des Behälters durch strichpunktierte Linien angedeutet, ist aber außerhalb des Behälters auch noch durch die Buchstaben a bis h am unteren Rand der F i g. 5 kenntlich gemacht.
Wie sich aus F i g. 6 bis 8 ergibt, ist zur Anbringung jeder Knetvorrichtung 105 a bis 105 h an der Welle 85 eine Teilnabe 106 befestigt, z. B. angeschweißt, die sich auf einen etwas größeren Winkel als 180° erstreckt und drei im Winkelabstand von 9Q° voneinander angeordnete Bolzen aufnehmen kann. Ferner ist für jede Knetvorrichtung, wie am besten aus Fig. 7 für die Knetvorrichtung 105δ ersichtlich ist, ein flacher winkelförmiger Träger 107 angeordnet, der mit einem mittleren Nabenteil 108 versehen ist. Der Nabenteil 108 weist eine bogenförmige Ausneh- ; mung 109 auf und übergreift mit dieser die Welle 85, wenn er an der Teilnabe 106 der Welle 85 mittels dreier Bolzen 110 befestigt ist, die durch die drei Bolzenlöcher der Teilnabe 106 und drei entsprechende Bolzenlöcher des Nabenteiles 108 hindurch- ι gesteckt sind. Auf diese Weise ist jede Knetvorrichtung unter Vermittlung ihres Trägers 107 an der Welle mittels der Schraubenbolzen 110 lösbar befestigt und kann z. B. zu Reparaturzwecken oder zum Auswechseln von der Welle 85 abgenommen werden. <
Jeder Träger 107 weist zwei Lagerarme 111 und auf, die beiderseits des mittleren Nabenteiles 108 angeordnet sind. Das äußere Ende des Lagerarmes
111 ist mit einer mit ihm ein Stück bildenden Hülse
113 versehen, in der, wie aus F i g. 9 ersichtlich ist, zwei Drehbuchsen 114 gleichachsig hintereinander angeordnet sind, die mit Preßsitz in die Bohrung der Hülse 113 eingepaßt sind. Jede Drehbuchse 114 besteht aus einer Metallhülse 115, an deren Außenfläche eine zylindrische Hülse 116 aus Gummi oder ähnlichem nachgiebigem Material fest angebracht ist. Durch die feste Verbindung zwischen der Metallhülse
ίο 115 und der äußeren Gummihülse 116 ist letztere gegenüber der Metallhülse im Bereich der Grenzfläche zwischen Metall und Gummi unbeweglich. Jedoch ist die Gummihülse 116 in ihren äußeren Schichten mit größer werdendem radialem Abstand von dieser Grenzfläche in zunehmendem Maße nachgiebig. Auf diese Weise werden zwei Torsionsbuchsen
114 gebildet, deren Gummihülse 116 durch das bereits erwähnte Einsetzen der Torsionsbuchsen 114 in die Hülse 113 mit Paßsitz und den dadurch ausgeübten Preßdruck mit ihren Umfangsflächen fest und unbeweglich gegen die Bohrung der Hülse 113 gepreßt werden. Wenn eine Torsionskraft auf die Metallhülsen 115 ausgeübt wird, so wirkt dieser Torsionskraft die zylindrische Gummihülse 116 entgegen, die bestrebt ist, die Hülsen in einer Mittelstellung zu halten, in der sie nicht verdreht sind. Wenn die Torsionskraft die Federkraft der zylindrischen Gummihülsen 116 übersteigt, so ergibt sich hierdurch eine relative Drehung der Metallhülsen 115 und der Hülse 113.
In den Bohrungen der Torsionsbuchsen 114 findet eine Welle 118 Aufnahme, die an einer Nabe 117 sitzt und ein mit Gewinde versehenes Ende aufweist, das über die äußeren Torsionsbuchsen 114 hinaus vorsteht. Die Nabe 117 legt sich gegen das eine Ende der Metallhülse 115 der inneren Torsionsbuchse 114, das über die Hülse 113 hinausragt, an, so daß die Nabe 117 von dem einen Ende der Hülse 113 in einem bestimmten Abstand gehalten wird. Auf das überstehende Ende der Welle 118 ist eine Unterlegscheibe 119 aufgesetzt, die an dem anderen Ende der Metallhülse 115 der äußeren Torsionsbuchse 114 anliegt, das über das andere Ende der Hülse 113 vorsteht, um die Unterlegscheibe 119 von dem anderen Ende der Hülse 113 im Abstand zu halten. Auf das mit Gewinde versehene Ende der Welle 118 ist eine Mutter 120 aufgeschraubt, durch welche die Nabe fest gegen das eine Ende der Metallhülse und die Unterlegscheibe 119 fest gegen das andere Ende der Metallhülse der Torsionsbuchsen gepreßt wird. Auf diese Weise ist die Nabe 117 fest mit jeder Metallhülse 115 der Torsionsbuchsen 114 verbunden. Eine Berührung zwischen der Nabe 117 und der zylindrischen Gummihülse 116 der Torsionsbuchsen 114 ist wegen der konischen Gestaltung der beiden Enden der zylindrischen Gummihülse 116 nicht vorhanden.
Die Torsionsbuchsen 114 sind zwischen der Nabe 117 und der Hülse 103 des Trägers 107 angeordnet. Die Nabe 117 kann sich somit um die Achse ihrer Welle 118 und relativ zu der Hülse 113 drehen. Hierbei bildet jedoch die Zwischenschaltung der Torsionsbuchsen 114 ein nachgiebiges Mittel, das einer solchen Drehbewegung der Nabe 117 entsprechend dem Ausmaß der Federkraft der zylindrischen Gummi-
>5 hülse 116 der Torsionsbuchsen 114 entgegenwirkt. An der Außenseite der Nabe 117 ist ein mittlerer Ansatz 121 angeordnet, der in eine Öffnung 123 eines Winkelhebels 122 eingreift. Dieser ist mit der Nabe
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117 ζ. Β. durch drei Bolzen 154 fest, aber lösbar verbunden und weist einen äußeren Hebelarm 125 und einen inneren Hebelarm 126 auf. Der äußere Hebelarm 125 bildet den Tragarm für eine Knetwalze 135 und trägt zu diesem Zweck an seinem freien Ende einen fest mit ihm verbundenen Zapfen 127, dessen Achse parallel zu der Achse der Welle 85 verläuft. An dem inneren Ende des Zapfens 127 ist ein erstes Lager 128 angeordnet, das sich gegen eine Ringschulter 129 abstützt. Ein zweites Lager 130 befindet sich an dem äußeren Ende des Zapfens 127 und wird von dem Lager 128 durch einen Abstandhalter 131 im richtigen Abstand gehalten. Der Zapfen 127 weist ein mit Gewinde versehenes Ende 132 auf, auf das eine Mutter 133 aufgeschraubt ist, welche die Lager 128 und 130 auf den Zapfen 127 in ihrer Lage hält.
Auf dem Zapfen 127 ist mittels der Lager 128 und 130 eine Knetwalze 135 drehbar gelagert. Die Bohrung 137 der Nabe 136 der Knetwalze ist an ihrem inneren Ende mit einer Schulter 138 versehen, gegen die sich das Lager 128 anlegt. In dem äußeren Ende der Bohrung 137 ist ein Abstandhalter 139 angeordnet, der sich gegen das zweite Lager 130 abstützt. Der Zapfen 127 endet kurz vor dem äußeren Ende der Bohrung 137, die durch einen Deckel 140 überdeckt ist, der an der Nabe 136 durch mehrere Bolzen 141 befestigt ist. Zwischen dem Deckel 140 und der Nabe 136 ist ein Dichtungsring 142 angeordnet. Der Deckel 140 schließt so das äußere Ende der Bohrung 137 ab und vermeidet, daß Material von außen in die Lager 128, 130 eintreten kann. Der Deckel 140 hält zugleich den Abstandhalter 139 in Anlage gegen das zweite Lager 130 und sichert hierdurch die Lage der Knetwalze 135 auf dem Zapfen 127.
Es ist weiterhin notwendig, daß auch das innere Ende der Bohrung 137 gegen den Eintritt von Material, das zu den Lagern 128,130 gelangen könnte, geschützt wird. Zu diesem Zwecke ist an dem inneren Ende der Bohrung 137 ein mit seiner Stirnfläche nach außen liegender Ringsitz 143 angeordnet. Ferner ist der äußere Hebelarm 125 ebenfalls mit einem Ringsitz 144 versehen, der dem Ringsitz 143 gegenüberliegt. Zwischen den beiden Ringsitzen 143, 144 ist eine rotierende Dichtung 145 angeordnet. Diese rotierende Dichtung besteht aus zwei gleichen, einander gegenüberliegenden Metallringen 146, 147, die mit ihren einander zugewendeten Flächen aneinander anliegen. Diese Flächen der Metallringe 146, 147 sind derart genau gearbeitet, daß zwischen den Ringen, obwohl sie drehbar aneinander anliegen, infolge ihrer innigen gegenseitigen Flächenberührung eine Abdichtung herbeigeführt wird. Zwischen dem ersten Ringsitz 143 und dem Metallring 146 ist ein elastischer Ring 148 und zwischen dem anderen Ringsitz 144 und dem Metallring 147 ist ein ebenfalls elastischer Ring 149 angeordnet. Die elastischen Ringe 148, 149 sind mit Preßsitz in den entsprechenden Ringsitzen 143, 144 angeordnet und erstrecken sich von diesen in entgegengesetzten Richtungen im Winkel gegen die gegenüberliegenden Sitze der entsprechenden Ringe 146, 147. Die winkelförmige Anordnung der elastischen Ringe 148, 149 ist derart, daß die Metallringe 146,147 gegeneinandergepreßt werden, wodurch deren Anlageflächen in inniger Berührung gehalten werden. Der elastische Ring 148 hält ferner den Metallring 146 in drehbarer Befestigung relativ zu der Nabe 136, während der elastische Ring 149 den Metallring 147 in ebenfalls drehbarer Be-
festigung relativ zu dem äußeren Arm 126 hält. Hierdurch führt die Drehung der Knetwalze 135 eine relative Drehung der Metallringe 146, 147 herbei, während deren Abdichtung durch die elastischen Ringe 148, 149 gesichert wird. Die elastischen Ringe 148, 149 dichten den Bereich zwischen den Metallringen 146, 147 und den Ringsitzen 143, 144 ab.
Die Knetwalze 135 ist mit einer Bereifung 153 aus Gummi oder ähnlichem nachgiebigem Werkstoff versehen. Die Bereifung 153 ist fest mit einem Metallband 154 verbunden und an der Nabe 136 dadurch befestigt, daß das Metallband mit Preßsitz auf der Nabe 136 angebracht ist. Auf diese Weise ist die Knetwalze 135 auf dem Zapfen 127 mittels der Lager 128, 130 frei drehbar. Die Bohrung 137 der Nabe ist dabei an ihrem äußeren Ende durch den Deckel 140 und an ihrem inneren Ende durch die rotierende Dichtung 145 abgedichtet. Die Lager 128, 130 sind daher gegen den Eintritt von Material, das in dem Behälter 45 aufbereitet und verteilt wird, gesichert. Die Dichtungen dienen zugleich zum Zurückhalten des Schmiermittels für die Lager 128,130 in der Bohrung 137.
An dem äußeren Hebelarm 125 des Winkelhebels 122 ist eine Sperrplatte 155 angebracht, die in bezug auf die Achse der Welle 85 seitlich angeordnet ist. Wie F i g. 9 zeigt, ist der Ansatz 121 der Nabe 117 mit einem mittleren Stift 156 versehen, der aus dem Ansatz vorsteht und in eine Öffnung 157 von gleichem Durchmesser, die in der Sperrplatte 155 angebracht ist, eingreift. Die Sperrplatte 155 weist zwei bogenförmige Schlitze 158 und 159 auf, durch die Bolzen 160, 161 hindurchgeführt sind, die in den äußeren Hebelarm 125 eingeschraubt sind, um die Sperrplatte in fester Lage an dem äußeren Hebelarm zu halten. Die Schlitze 158, 159 sind mit verschiedenen Abständen von der Achse des Zapfens 156 angeordnet. Die Sperrplatte 155 wird daher an drei Punkten gehalten, nämlich dem Stift 156 und den beiden Bolzen 160,161. Die bogenförmigen Schlitze 158, 159 liegen auf konzentrischen Kreisen, deren Mittelpunkt durch die Achse des Stiftes 156 gebildet ist. Die Lage der Sperrplatte 155 kann daher um die Achse des Stiftes 156 eingestellt werden. Der äußere Rand 162 der Sperrplatte ist ebenfalls bogenförmig ausgebildet und liegt auf einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt durch die Achse der Welle 85 gebildet ist. Der äußere Rand 162 verläuft daher konzentrisch zu dem zylindrischen Mantel 48 des Behälters 45.
Der innere Hebelarm 126 des Winkelhebels 122 erstreckt sich von dem Ansatz 121 bis an eine nahe an der Welle 85 gelegene Stelle und trägt an seinem freien Ende eine Exzenterscheibe 163, die an der Welle 85 anliegt. Die Exzenterscheibe 163 ist mittels eines Bolzens 164 lösbar mit dem inneren Winkelarm 126 verbunden, so daß die Stellung der Exzenterscheibe 163 eingestellt und hierdurch der Abstand zwischen dem freien Ende des inneren Hebelarmes 126 und der Welle 85 geändert werden kann. Die Lage des äußeren Hebelarmes 125 wird hierbei entsprechend geändert, so daß die äußerste Lage der Knetwalze 135 gegenüber dem zylindrischen Mantel des Behälters 45 eingestellt werden kann.
Der zweite Lagerarm 112 des Trägers 107 jeder Knetvorrichtung ist mit drei Öffnungspaaren 165, 166, 167 versehen, die im Abstand voneinander auf zwei Kreisbogen angeordnet sind, die konzentrisch verlaufen. An dem zweiten Lagerarm 112 ist jeweils
ein Pflug 170 angeordnet. Der Pflug 170 weist einen Arm 171 mit einem gegabelten Ende 172 auf, das mit Öffnungspaaren versehen ist, die den gleichen Abstand voneinander haben wie die einzelnen Öffnungen der Öffnungspaare 165, 166, 167. Der zweite Lagerarm 112 greift in das gegabelte Ende 172 des Pflugarmes 171 ein und ist mit diesem durch ein Bolzenpaar 173 lösbar verbunden, dessen Bolzen durch die Öffnungen in dem gegabelten Ende 172 des Pflugarmes 171 und durch eines der Öffnungspaare ι 165, 166, 167, das mit ihnen in Deckung liegt, hindurchgehen. Der Pflugarm 171 ist nach außen auf den zylindrischen Mantel 48 des Behälters 45 zu gerichtet und endet mit einem an ihm fest angebrachten Fuß 174, der beiderseits des Armes 171 ausgebildet ι ist. Der Fuß 174 hat eine nach innen gerichtete flache Fläche, die gegenüber einer an dem Behältermantel 48 angelegten Tangente geneigt ist und im wesentlichen parallel zu der Achse der Welle 85 verläuft. An dem Fuß 174 ist eine Pflugschaufel 175 lösbar befestigt. Die Pflugschaufel 175 ist mit zwei Bolzen 176 versehen, die beiderseits des Armes 171 angeordnet und durch Öffnungen in dem Fuß 174 hindurchgeführt sind, um Muttern aufzunehmen, die auf die Bolzen 176 zur starren Befestigung der Pflugschaufel 2 175 an dem Fuß 174 aufgeschraubt sind. Die Vorderkante der Pflugschaufel 175 ist dicht an der Innenfläche des Behältermantels 48 angeordnet und verläuft hiervon mit demselben Neigungswinkel wie der Fuß 174.
Die Neigung der Pflugschaufel 175 kann durch entsprechende Wahl der Öffnungen 165, 166, 167, mittels deren der Pflug über die Bolzen 173 befestigt ist, eingestellt werden. Die Öffnungspaare 165, 166, 167 sind auf konzentrischen Kreisbogen angeordnet, deren Mittelpunkt etwa an der Vorderkante der Pflugschaufel 175 liegt, so daß bei verschiedener Neigungseinstellung der Pflugschaufel 175 der Abstand zwischen ihrer Vorderkante und der Innenfläche des Behältermantels 48 im wesentlichen gleichbleibt.
Die innere zylindrische Fläche des Mantels 48 bildet eine Knetfläche, auf der der Sand bei seinem Durchgang durch den Behälter 45 gepreßt, geknetet und gemischt wird. Zur Bildung einer vorteilhaften Knetfläche ist an dem Mantel 48 eine Auskleidung 180 angeordnet, die aus drei Umfangsabschnitten besteht, von denen zwei Abschnitte die gleiche Bogenlänge haben und an dem Mantel 48 befestigt sind, während der dritte Umfangsabschnitt eine kürzere Bogenlänge hat und an dem Deckel 55 befestigt ist. Im übrigen ist die Ausbildung der Auskleidungsabschnitte die gleiche. Jeder Auskleidungsabschnitt weist eine Unterlagsplatte 184 aus Metall auf, die sich über die Länge des Behälters 45 von der einen 5: Stirnwand 49 bis zu der anderen Stirnwand 50 erstreckt. An der Metallplatte 184 ist ein Belag 185 aus Gummi oder ähnlichem nachgiebigem Material befestigt, das die eigentliche Knetfläche 180 des Behälters 45 bildet. Der Gummibelag 185 ist von jedem 6< axialen Rand der Unterlagsplatte 184 etwas zurückgesetzt, so daß die Platte 184 längs eines schmalen Streifens frei bleibt. Wie insbesondere F i g. 5 zeigt, sind gekrümmte Metall arme 186, 187 an den Stirnwänden 49, 50 mit der Unterlagsplatte 184 verbun- 6; den, damit der Auskleidungsbelag 185 an dem Behältermantel 48 befestigt werden kann. Jeder dieser gekrümmten Arme 186,187 weist die gleiche Bogen-
länge und die gleiche Dicke wie der Gummibelag 185 auf, so daß die gekrümmten Arme 186, 187 in dem Gummiband 185 bündig mit diesem verlaufen. Jeder gekrümmte Arm 186, 187 ist mit mehreren in ihm eingelassenen Bolzen 188 versehen, die sich durch diese Arme, die metallene Unterlagplatte 184 und den Behältermantel 48 hindurcherstrecken und über diesen zur Aufnahme von Muttern hinausragen, mittels der die gekrümmten Arme 186, 187 fest gegen ίο den Mantel angezogen werden können, wodurch der Auskleidungsabschnitt fest in seiner Lage gehalten wird.
Es sind zwei Auskleidungsabschnitte vorgesehen, die sich jeweils über die halbe Bogenlänge des Behältermantels 48 abzüglich der Bogenlänge des Deckels 55 erstrecken und auf der Innenseite des festen Teiles des Behältermantels 48 durchgehend aneinander anliegen. Der dritte Auskleidungsabschnitt deckt sich mit der Bogenlänge des Deckels 55, so daß, wenn dieser seine Verschlußstellung einnimmt, die Enden des dritten Auskleidungsabschnittes an den freien Enden der beiden anderen Auskleidungsabschnitte dicht anliegen und die Auskleidung 180 bzw. deren Gummibelag 185 eine endlose Knetfläche bildet. Wie F i g. 5 zeigt, ist der eine Auskleidungsabschnitt an dem Abgabeabschnitt 102 des Behälters 45 ausgeschnitten, um eine mit der Abgaberutsche 38 verbundene Öffnung zu bilden.
Jede der Knetvorrichtungen 105 α bis 105 Λ wirkt
ο auf den in dem Behälter 45 befindlichen Sand ein. Der Knetvorgang als solcher wird dabei jeweils durch die Knetwalzen 135 im Zusammenwirken mit der Knetfläche durchgeführt und besteht im Pressen, Kneten und Mischen des Sandes zwischen den Knetwalzen 135 und der Knetfläche, wobei der Sand auf der Auskleidung 180 um die Achse der Welle 85 herum verteilt und zu seiner Verwendung als Formsand aufbereitet wird. Dadurch, daß die Knetwalzen 135 a bis 135 h und die eigentliche Knetfläche aus
ο nachgiebigem Werkstoff, wie Gummi, bestehen, wird die Schleifwirkung des durch den Behälter 45 in dessen Längsrichtung hindurchgeführten und in ihm verteilten Sandes auf die Elemente der Einrichtung, insbesondere diejenigen Elemente, die den Sand unmittelbar bearbeiten, herabgemindert.
Wie bereits erwähnt, weist die Knetvorrichtung 105 a gegenüber den anderen Knetvorrichtungen 105 a ein zusätzliches Element auf. Dieses ist durch einen am Aufnahmeende des Behälters 45 angeordneten Beschleunigungspflug 109 gebildet, dessen Anordnung und Ausbildung am besten aus F i g. 6 und 10 ersichtlich ist. An dem inneren Lagerarm 111 des Trägers 107 ist ein Arm 191 z. B. durch Schweißen befestigt. Der Pflug 190 ist mit einem Arm 192 versehen, der sich nach oben erstreckt und mit dem unteren Ende des Armes 191 zusammentrifft, mit dem er durch ein Bolzenpaar 193 lösbar verbunden ist. Die Bolzen 193 können gelöst werden, um den Beschleunigungspflug 190 zu ersetzen, wenn er stark verbraucht ist. Der Pflug 190 ist mit einer Pflugschaufel 194 versehen, die im wesentlichen parallel zu der Achse der Welle 85 auf der Vorderseite der Knetwalze 135 angeordnet ist, um dieser bei der Drehbewegung um die Achse der Welle 85 voranzu-
; gehen, die, wie aus F i g. 6 ersichtlich ist, im Uhrzeigersinn erfolgt. Der Beschleunigungspflug 190 trifft auf den in den Behälter 45 einströmenden Sand und übermittelt diesem eine Anfangsbeschleunigung oder
-bewegung. Zugleich übt der Pflug eine verteilende Wirkung auf den Sand aus und verhindert eine Klumpenbildung vor der Knetwalze 135 der ersten Knetvorrichtung 105 a. Infolge der Bildung eines Spaltes zwischen der Pflugschaufel 194 und der Auskleidung 180 verbleibt ein wesentlicher Anteil. des Sandes vor der Knetwalze 135 und kann von dieser bearbeitet werden. Außer diesem Pflug 190 gleicht die Knetvorrichtung 105 a den anderen Knetvorrichtungen 1056 bis 105 h in der Ausbildung.
An dem Abgabeabschnitt 102 des Behälters 45 ist ein radial verlaufender Abstreifarm 195 angeordnet, der am besten aus Fig. 5 und 11 ersichtlich ist. Dicht an der Stirnwand 50 ist an der Welle 85 eine Teilnabe 196 z. B. durch Schweißen befestigt. Die Teilnabe 196 weist die gleiche Gestaltung auf, wie die Teilnaben 106 der Knetvorrichtungen 105 a bis 105 ή. Der Abstreif arm 195 ist mit einem Nabenteil 197 versehen, der auf der Welle 85 neben der Teilnabe 196 angeordnet ist, an der der Abstreifarm 195 mittels ao dreier Bolzen 198 befestigt ist. Der Abstreifarm 195 ist als ebenes Element ausgebildet, das radial an der Welle 85 befestigt ist und mit dieser vor der Stirnwand 50 umläuft. Wenn der durch den Behälter 45 hindurchgehende Sand den Abgabeabschnitt 102 erreicht, so neigt er gewöhnlich dazu, an der Stirnwand 50 anzuhaften und sich an dieser zu sammeln. Durch den rotierenden Abstreifarm 195 wird jedoch eine solche Ansammlung von Sand vermieden und der Sand demgemäß kontinuierlich durch die Abgaberutsche 38 in dem gleichen Maße abgegeben, wie er in den Behälter 45 eintritt und sich durch diesen hindurchbewegt.
Beim Betrieb der Einrichtung 20 fließt der aufzubereitende Sand in den Behälter 45 aus der Zuführungsrutsche 27 über die an dem Zuführungsende des Behälters angeordnete Zuführungsöffnung 100 ein. Hierbei trifft er zunächst auf den Beschleunigungspflug 190, der dem Sand eine Drehbewegung um die Welle 85 herum vermittelt und ein übermäßiges Ansammeln von Sand vor der Knetwalze 135 der Knetvorrichtung 105 a verhindert. Der Sand wird durch den Beschleunigungspflug 190 über die Knetfläche verteilt, hat aber auch die Neigung, sich von den Seitenkanten des Pfluges 190 nach dem Aufnahmeende und nach dem Abnahmeende des Behälters zu bewegen. Hieran wird der Sand jedoch an der Aufnahmeseite des Behälters 45 durch die Stirnwand 49 und an der anderen Seite durch die Sperrplatte 155 gehindert. Demgemäß wird dem Sand durch den Beschleunigungspflug 190 eine im wesentlichen in seitlicher Richtung verlaufende Bewegung übermittelt, ohne daß eine wesentliche Bewegung nach dem Aufnahme- oder Abgabeende zu erfolgt.
Hinter dem Beschleunigungspflug 190 folgt in dichtem Anschluß die Knetwalze 135 der Knetvorrichtung 105a, die entsprechend der Pfeilrichtung nach F i g. 6 im Uhrzeigersinn durch die Welle 85 gedreht wird. Hinter der Sperrplatte 155 und vor der Knetwalze 135 wird Sand zurückgehalten, der von der Knetwalze 135 bearbeitet wird. Auf diese Weise gewährleistet die Anordnung des Beschleunigungspfluges 190 mit der Sperrplatte 155 und der Stirnwand 49, daß, obwohl übermäßige Sandansammlungen aus dem Weg der Knetwalze 135 wegbewegt werden, gleichwohl ein wesentlicher Anteil von Sand in dem Weg der Knetwalze 135 verbleibt, der von dieser be-
arbeitet, d. h. in Zusammenwirkung mit der Knetfläche bzw. Auskleidung 180 gepreßt, geknetet und gemischt wird.
Die Welle 85 wird mit einer verhältnismäßig hohen Drehzahl gedreht, die so groß ist, daß die Knetwalze 135 durch die Fliehkraft nach außen gegen die Knetfläche bzw. Auskleidung 180 bewegt wird. Die Grenze der Auswärtsbewegung der Knetwalze 135 infolge der Fliehkraft wird durch den inneren Hebelarm 126 des Winkelhebels 122 und die Einstellung der Exzenterscheibe 163 bestimmt. Es wurde gefunden, daß sich eine sehr wirksame Durchknetung ergibt, wenn zwischen dem Umfang der Knetwalze 135 und der Knetfläche bzw. Auskleidung 180 ein geringer Zwischenraum verbleibt, wie er z. B. in F i g. 5 und 6 dargestellt ist. Die Einhaltung eines solchen Zwischenraumes verhindert, daß Sandkörner, wie es sonst der Fall sein könnte, zerquetscht werden, und gewährleistet, daß die Einwirkung der Knetwalze 135 auf den Sand in einem tatsächlichen Pressen, Kneten und Mischen besteht, also in Arbeitsgängen, wie sie für die richtige Zusammensetzung und Mischung des Sandes mit den Bindemitteln erforderlich sind. Die Größe des Zwischenraumes zwischen dem Umfang der Knetwalze 135 und der Knetfläche bzw. der Auskleidung 180 kann für verschiedene Sande sowie für verschiedene Kombinationen des Sandes mit den Bindemitteln und für verschiedene Arbeitsbedingungen verschieden sein. Zur Einstellung des Zwischenraumes auf die richtige Größe dient die Exzenterscheibe 163, die zugleich ein Einstellmittel für die Abnutzung der Bereifung 153 der Knetwalze darstellt. Wenn sich diese Bereifung abnutzt, so wird der Zwischenraum zwischen der Knetwalze 135 und der Knetfläche größer und kann dann durch entsprechende Einstellung der Exzenterscheibe 163 auf die richtige Weite eingestellt werden.
Wenn sich die Knetwalze 135 um die Achse der Welle 85 herum- und über die Knetfläche der Auskleidung 180 hinwegbewegt und dabei den Sand preßt, knetet und mischt, so drängt sie den Sand auch gegen die Knetfläche. Der hierdurch an dieser Fläche zum Anhaften gebrachte Sand wird durch den Pflug 170 weggenommen, der hinter der Knetwalze 135 in der Bewegungsrichtung der Knetvorrichtung 105 a um die Achse der Welle 85 herum folgt.
Die Vorderkante der Pflugschaufel 175 ist dicht an der Knetfläche bzw. deren Auskleidung 180, jedoch im geringen Abstand von dieser derart angeordnet, daß einerseits eine Zerstörung der Auskleidung durch die Pflugschaufel 175 verhindert, andererseits aber erreicht wird, daß die Pflugschaufel den Sand von der Knetfläche abkratzt. Infolge der Bewegungsgeschwindigkeit des Pfluges 170 gegenüber der Auskleidung 180 und infolge des Anstellwinkels der Pflugschaufel 175 gegenüber der Knetfläche wird der Sand durch die Pflugschaufel 175 seitlich in Richtung der Welle 85 und um diese Welle herum über die Knetfläche bewegt, wobei der Sand aufgebrochen und in dem Behälter 45 verteilt wird. Der Sand breitet sich dabei zusätzlich zu seiner Bewegung in seitlicher Richtung fächerförmig in Richtung auf das Zuführungsende und das Abgabeende des Behälters aus. Damit die Knetwalze 135 durch die Bewegungskraft und die Streuung des Sandes, die durch die Pflugschaufel 175 hervorgerufen wird, nicht behindert wird, ist der Pflug 170 in genügendem Abstand hinter der Knetwalze 135 angeordnet, so daß der Sand bei seiner
Verteilung bzw. Streuung durch den Pflug 170 die Knetwalze 135 wirksam frei läßt.
Durch die auf den Sand einwirkende Bewegungskraft des Pfluges 170 wird der Sand über die Umfangsfläche des Behälters 45 und im wesentlichen über dem gesamten Umfang der Knetfläche bzw. der Auskleidung 180 gleichmäßig verteilt. Hierbei wird der Sand zwischen der durch die Auskleidung 180 gebildeten Knetfläche und den Knetwalzen auf dem gesamten Umfang der zylindrischen Knetfläche durchgeknetet. Bei seiner seitlichen Bewegung wird der Sand von der Pflugschaufel 175, wie bereits erwähnt, in Richtung auf das Zuführungsende und das Abgabeende des Behälters zu fächerförmig verteilt. Jedoch wird dem Sand, der von der Pflugschaufel 175 nach dem Zuführungsende zu bewegt wird, größerer Widerstand entgegengesetzt, als dem Sand, der nach dem Abnahmeende zu bewegt wird. Dies ist darauf zurückzuführen, daß an dem Zuführungsende des Behälters 45 kontinuierlich weiter Sand zugeführt wird, wohingegen am Abgabeabschnitt 102 des Behälters 45 ständig Sand abgegeben wird. Es besteht daher in dem Behälter 45 ein von dem Zuführungsende nach dem Abgabeende abfallender Förderdruck, wodurch der Sand in Längsrichtung von dem Zuführungsende zu dem Abgabeende des Behälters 45 durch diesen hindurchbewegt wird. Hierbei wird jeder Teil des Sandes nacheinander in der Längsrichtung des Behälters 45 an den Knetstellen α bis h vorbeigeführt und durch die entsprechenden Knetvorrichtungen 105 a bis 105 Λ nacheinander gepreßt, geknetet und durchgemischt. Die Pflüge 170 tragen dabei zur Längsbewegung des Sandes nicht in dem Maße bei, wie es der Fall wäre, wenn die Pflüge zur Längsachse des Behälters im Winkel bzw. geneigt angeordnet wären. Sie wirken vielmehr im wesentlichen in der Weise, daß sie den Sand in Bewegung setzen und einen dynamischen Zustand herbeiführen, der den erwähnten Förderdruck und durch diesen die Längsbewegung des Sandes durch den Behälter 45 verursacht.
Wie F i g. 5 zeigt, sind die Knetvorrichtungen 105 a bis 105 ή an den aufeinanderfolgenden Stellen a bis h auf der Welle 85 mit gleichmäßigen Abständen voneinander angeordnet. Auf diese Weise wird eine bestimmte Sandmasse auf ihrem Weg durch den Behälter 45 nacheinander von den Knetvorrichtungen 105 a bis 105 A bearbeitet. Die aufeinanderfolgenden Knetvorrichtungen sind in verschiedenen Winkelstellungen zueinander derart angeordnet, daß sie in der Drehrichtung um die Achse der Welle 85 hintereinander folgen. Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der Winkel zwischen einer Knetvorrichtung und einer darauffolgenden Knetvorrichtung weniger wie 180°, so daß, in der Längsrichtung der Welle 85 gesehen, die aufeinanderfolgenden Knetvorrichtungen 105 a bis 105 Λ als auf einer Schraubenlinie angeordnet erscheinen.
Die gegenseitige Winkelstellung einer Knetvorrichtung gegenüber der vorhergehenden Knetvorrichtung ist am besten aus F i g. 6 ersichtlich, bei der die Knetvorrichtung 105 a mit voll ausgezogenen Linien und bestimmte Teile der Knetvorrichtung 105 b, nämlich die Knetwalze 135 6, die Absperrplatte 155 6 und der Pflug 1706, mit strichpunktierten Linien dargestellt sind. Die Pflugschaufel 175 der Knetvorrichtung 105 α liegt dabei etwa auf gleicher Höhe wie die Vorderkante der Sperrplatte 155 b. Die Knetwalze 1356 folgt
hinter der Sperrplatte 1556 und überschneidet diese dabei etwas. Der Pflug 170 b ist wiederum hinter der Knetwalze 135 in einigem Abstand angeordnet. Wenn die Pflugschaufel der Knetvorrichtung 105 a den Sand von der Knetfläche abkratzt und ihn um die Achse der Welle 85 herum verteilt, so fließt der Sand in Richtung auf das Abgabeende des Behälters zu. Die Sperrplatte 155 b der nachfolgenden Knetvorrichtung 1056 übergreift jedoch in gewissem Umfang ίο die Pflugschaufel 175 und folgt ihr, Wobei sie, in Richtung auf das Abgabeende gesehen, hinter der Pflugschaufel liegt. Die Sperrplatte 1556 liegt daher, in der Fließrichtung des Sandes gesehen, in dessen Bewegungsbahn und unterbricht daher für einen Augenblick diese Fließbewegung, so daß vor der Knetwalze 135 6 eine bestimmte Sandmenge angesammelt wird. Da die Knetwalze 135 b der Sperrplatte 1556 im Uhrzeigersinn folgt, wird sie durch die gerade hinter der Sperrplatte 155 6 und vor der Knetwalze 135 6 angesammelte Sandmenge hindurchgeführt. Die Sperrplatte 155 6 dient daher zur jeweiligen Ansammlung des durch die Knetwalze 135 6 zu bearbeitenden Sandes. Die Bearbeitung des Sandes wird durch die Sandansammlung hinter der Sperrplatte 1556 erhöht, weil hierdurch eine erhöhte gegenseitige Bewegung der Sandteilchen herbeigeführt wird, durch die das Pressen, Kneten und Mischen des Sandes mit den als Bindemittel beigegebenen Stoffen verbessert und erreicht wird, daß die Sandteilchen alle mit einem Überzug des Bindemittels versehen werden.
Bei der Drehbewegung der Knetwalzen 135 um die Achse der Welle 85 wird jede Knetwalze auch um ihre eigene Achse gedreht. Die Knetwalzen 135 drehen sich jedoch nicht unmittelbar auf der Knetfläche der Behälterauskleidung 180, sondern berühren den Sand an der Knetfläche und drehen sich relativ zu dieser. Die Knetwalzen 135 werden dabei durch die auf sie einwirkende Fliehkraft in ihrer äußeren Stellung gehalten, so daß sie den Sand zwischen ihren Umfangsflächen und der Knetfläche der Behälterauskleidung 180 unter Druck wirksam durchkneten. Da die Knetwalzen 135 sich bei ihrem Durcharbeiten durch den auf der Knetfläche verteilten Sand um ihre eigenen Achsen drehen, wird ein wirksames Pressen, Kneten und Mischen der Sandteilchen herbeigeführt, so daß schließlich eine vollkommen homogene Mischung des Sandes mit den Bindemittelstoffen herbeigeführt wird.
Zwischen der bogenförmigen Außenkante 162 der Sperrplatte 155 und der Knetfläche bzw. der Auskleidung 180 ist ein kleiner Spalt belassen. Die Weite dieses Spaltes kann mittels der Schlitze 158, 159 und der Bolzen 160,161 eingestellt werden. Eine verhältnismäßig große Spaltweite führt zu einer vermehrten Fließbewegung des Sandes durch den Spalt und an der Sperrplatte vorbei in Richtung auf das Abgabeende, während eine Verengung der Spaltweite die umgekehrte Wirkung auslöst. Die Wirkung der Spalt- einstellung führt im Ergebnis zu einer Einstellung der Durchlaufzeit des Sandes durch den Behälter 45, wodurch wiederum die Qualität der Sandbearbeitung beeinflußt werden kann. Die Einstellung der Sperrplatte 155 ist auch erforderlich, um sie entsprechend der gewählten Einstellung der Knetwalze 135 relativ zur Knetfläche, die, wie bereits erwähnt, mittels der Exzenterscheibe 163 erfolgt, genau einstellen zu können.
709 608/347

Claims (1)

Der Pflug 170 & folgt im Abstand hinter der Knetwalze 135 b, wobei er den durchgekneteten Sand von der Knetfläche abkratzt und ihn über der Knetfläche und um die Welle 85 herum verteilt. Die mit Bezug auf die Knetvorrichtungen 105 a und 105 b beschriebene Wirkungsweise wiederholt sich in Richtung auf das Abgabeende zu bei den aufeinanderfolgenden Knetvorrichtungen 105 c bis 105 h. Die Gesamtwirkung besteht darin, daß der Sand kontinuierlich durch den Behälter 45 der Einrichtung 20 hindurch zum Abgabeschnitt 102 bewegt wird, wobei jedoch diese Bewegung jeweils durch die Bewegung der entsprechenden Sperrplatte 155 um die Welle 85 herum kurzzeitig unterbrochen wird. Durch diese Unterbrechung wird jedoch immer nur die kontinuierliche Fließbewegung eines Teiles des Sandes verzögert, um die Knet- und Mischwirkung zu erhöhen. Die Wirkungsweise der Sperrplatten 155 besteht somit im Ergebnis darin, daß die Gesamtdurchflußgeschwindigkeit des Sandes durch den Behälter 45 verringert bzw. die Durchlaufzeit des Sandes durch diesen Behälter zur wirksamen Bearbeitung des Sandes verlängert wird, wobei zur Gewährleistung dieser Bearbeitung jeweils eine Ansammlung von Sand vor den betreffenden Knetwalzen 135 herbeigeführt wird. Es kann angenommen werden, daß der Sand beim Betrieb der Einrichtung 20 an der Knetfläche bzw. der Auskleidung 180 in Form eines von dem Zuführungsende bis zu dem Abgabeabschnitt 102 am Abgabeende des Behälters 45 reichenden Mantel ausgebreitet und verteilt wird, der sich auf seiner Innenseite nach dem Abgabeabschnitt 102 zu erweitert. Hierdurch wird die Längsförderung des durch die Wirkung der Pflüge 170 immer in Bewegung gehaltenen und durch die kontinuierliche Zuführung des Sandes am Zuführungsende des Behälters 45 dem erwähnten Förderdruck ausgesetzten Sandes in dem Behälter begünstigt. Die Torsionsbuchsen 114 stellen eine nachgiebige Verbindung zwischen den jeweiligen Zapfen 118 und den Hülsen 113 dar, bei der die Gummihülsen 116 der Torsionsbuchsen 114 eine Mittelstellung einnehmen. Jede Verdrehung aus dieser Mittelstellung heraus führt infolge der Federkraft der jeweiligen Gummihülse 116 zu einer der Verdrehung entgegengesetzten Kraft. Hierdurch wird zwischen den Hülsen 113 und den Zapfen 118 ein weicherer Gang der Knetwalzen 135 unter der Wirkung der Fliehkraft erreicht, da die Knetwalzen keinen plötzlichen und unregelmäßigen Stoßbeanspruchungen durch die Fliehkraft oder auch durch unregelmäßige Ansammlungen von Sand an der Knetfläche ausgesetzt werden. Die Mittelstellung der nachgiebigen zylindrischen Hülsen 160 der Torsionsbuchsen wird zweckmäßig so gewählt, daß die Knetwalzen 135 beim Leerlauf der Einrichtung eine Zwischenstellung zwischen dem Umfang der Welle 85 und der Knetfläche bzw. der Auskleidung 180 einnehmen. Wenn die Einrichtung in Betrieb ist, so wird durch die hohe Drehgeschwindigkeit der Welle 85 eine Fliehkraft erzeugt, welche die Knetwalzen 135 in ihre äußerste Stellung bewegt, die durch die Einstellung der Exzenterscheibe 163 bestimmt wird. Bei der Bewegung in diese äußerste Stellung werden die nachgiebigen zylindrischen Hülsen 116 der Torsionsbuchsen 114 durch die Drehung der Metallhülsen 115 gegenüber den festen Hülsen 113 des Lagerarmes 111 verdreht. Die Verdrehung der Torsionsbuchsen 114 ist bei der äußersten Lage der Knetwalzen 135 am größten, so daß auch die Gegenkraft der Torsionsbuchsen bei dieser Stellung der Knetwalzen am größten ist. Die Gegenkraft der Torsionsbuchsen 114 wirkt entgegengesetzt zur Richtung der auf die Knetwalzen 135 ausgeübten Fliehkraft, wodurch die Fliehkraft herabgesetzt wird. Wenn jedoch die Knetwalzen aus irgendeinem Grund nach innen bewegt werden, so wird die Gegenkraft der Torsionsbuchsen 114 und damit auch ihre negative Wirkung auf die Fliehkraft verringert. Die Gesamtwirkung der Torsionsbuchsen 114 besteht daher in einem Ausgleich des Verlustes an Fliehkraft, der bei der Bewegung der Knetwalzen 135 aus ihrer äußersten Stellung nach innen eintritt. Die Torsionsbuchsen 114 können so ausgebildet werden, daß sie eine für eine bestimmte Ausbildung der Einrichtung 20 erwünschte Größe der Gegenkraft und der Dämpfungswirkung ergeben. Die vorstehend beschriebene Einrichtung bietet ein Mittel zur Durchführung eines neuen Verfahrens zum Kneten und Mischen von Material, wie z. B. Sand. Bei diesem Verfahren wird der Sand kontinuierlich einem Behälter zugeführt, in dem die Bearbeitung des Materials durch Pressen, Kneten und Mischen durchgeführt wird, und kontinuierlich aus diesem Behälter abgenommen. Der Sand wird in dem Behälter über eine zylindrische Knetfläche verteilt, wobei er in einem kontinuierlichen Strom durch den Behälter hindurchfließt und der über die Knetfläche verteilte Sand auf dieser Fläche durchgeknetet wird. Die Anwendung der verschiedenen Behandlungsschritte ergibt ein Verfahren zum kontinuierlichen Kneten und Mischen von Sand, der kontinuierlich dem Behälter zugeführt und ebenso kontinuierlich aus dem Behälter abgegeben wird, wenn der Knet- und Mischvorgang beendet ist. Der kontinuierliche Strom des Sandes in dem Behälter wird jeweils von Zeit zu Zeit zur Ansammlung einer gewissen Menge von aufzubereitendem Material kurzzeitig unterbrochen. Hierdurch wird jedoch der kontinuierliche Durchfluß des Materials von dem Zuführungsende des Behälters zu dem Abgabeende desselben nicht gestört. Gemäß der Erfindung wird das Material um die Achse des Behälters herum in einer seitlichen Richtung zerstreut, um das Material über die Knetfläche zu verteilen. Es wird dabei für den Durchgang durch den Behälter, der für den kontinuierlichen Betrieb notwendig ist, in bewegtem Zustand gehalten. Im Zusammenhang hiermit wird das Material wegen der Streuung in dem Behälter wirksam belüftet, aufgebrochen und schließlich am Abgabeende in einwandfreier körniger Form abgegeben. Einzelheiten der beschriebenen Einrichtung und des Verfahrens sowie die Anordnung und Ausbildung einzelner Teile können mannigfache Veränderungen erfahren, ohne den Rahmen der in den nachstehenden Patentansprüchen gekennzeichneten Erfindung zu verlassen. Patentansprüche:
1. Einrichtung zum ununterbrochenen Aufbereiten von Formsand für Gießereien in einem trommelartigen Knet- und Mischbehälter, durch den das Material in der Längsrichtung von dem einen Behälterende zum anderen Behälterende gefördert wird und dessen innere Behälterwand als Knetfläche dient, auf der das Material durch eine Kneteinrichtung bei seinem Durchgang durch
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