DE688296C - Verfahren zum Bemustern von Holz - Google Patents

Verfahren zum Bemustern von Holz

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DE688296C
DE688296C DE1933K0133758 DEK0133758D DE688296C DE 688296 C DE688296 C DE 688296C DE 1933K0133758 DE1933K0133758 DE 1933K0133758 DE K0133758 D DEK0133758 D DE K0133758D DE 688296 C DE688296 C DE 688296C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/10Applying flat materials, e.g. leaflets, pieces of fabrics

Landscapes

  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bemustern von Holz Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Nachbildungen z. B. von Holzmaserungen, bildlichen Darstellungen u. dgl. auf Holzflächen, wobei als Farbträger transparente Folien aus Cellulosederivaten, wie z. B. Acetylcellulose, Verwendung finden.
  • Es ist bereits bekannt, zur Herstellung von Nachbildungen verschiedenster Art auf Holzflächen nach der bekannten Abziehbildtechnik die gewünschten Verzierungen aufzubringen- Die nach diesem Verfahren gewonnenen Produkte besitzen im allgemeinen die Eigenschaft, glatte Schnittkanten zu bilden, d. h. an den Schnitträndern nicht abzublättern; die Herstellung ist jedoch, abgesehen von den durch .den Bildträger bedingten Erschwerungen, verhältnismäßig umständlich und führt im allgemeinen durch den erforderlichen übertragungsvorgang des Bildes von seinem Bildträger .auf die Holzoberfläche zu Beeinträchtigungen der Feinheit des Bildes.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, zur Erzielung glänzender und haltbarer Farbüberzüge die zu dekorierenden Unterlagen mit Folien zu bedecken, beispielsweise derart, daß auf eine Unterlage aus Holz beliebige Bilder, wie Photographien u. dgl., mit der Rückseite aufgelegt und hierauf durch eine Nitrocellulosefolie o. dgl. fest aufgeklebt werden. Die Befestigung erfolgt dabei entweder dadurch, daß das Bild mit Alkohol oder einer anderen, die verwendete Folie auflösenden Flüssigkeit angefeuchtet und hierauf das Ganze der Pressung unterworfen wird, oder indem man nur Druck und Wärme anwendet.
  • Für die Dekorierung von Hölzern, wie sie beispielsweise zur Herstellung von Bildern, Möbeln o. dgl. Gebrauchsgegenständen Verwendung finden sollen, eignet sich jedoch ein derartiges Verfahren nicht, da mangels einer einwandfreien Verbindung der nur durch die Deckfolie auf der Holzoberfläche aufgepreßten Bildeinlage geringfügige Verletzungen der Deckschicht zu alsbaldiger Zerstörung führen und andererseits auch die Wirkungen einer derartigen Verzierung nicht für eine technisch und wirtschaftlich vorteilhafte Herstellung von Nachbildungen für die obengenannten .Zwecke geeignet sind.
  • Man hat auch schon vorgeschlagen, geeignete Unterlagen, wie z. B. Leder, Metall oder biegsames Sperrholz, mit glänzenden Überzügen oder auch Nachbildungen dadurch zu versehen, daß die betreffenden Unterlagen unter Anwendung von Hitze oder Druck mit Folien belegt werden, welche gegebenenfalls Träger von Farbaufdrucken sein können, so daß ein von der glasklaren Folie überdecktes Bild auf die Holzunterlage o. dgl. aufgebracht wird.
  • Dieses Verfahren besitzt zwar gegenüber den erwähnten Verfahren der Abziehbildtechnik den Vorzug größerer Einfachheit in der Durchführung, zeigt aber gegenüber den dort erzielten Produkten den erheblichen Nachteil,. daß die erhaltenen Nachbildungen nur sehr schwach auf ihrer Unterlage haften und insbesondere beim Schnitt derartig behandelter Flächen ,ein leichtes Abblättern der Verzierungsauflagen und Folien stattfindet. Man hat diesem Nachteil dadurch zu begegnen versucht, daß man die Holzflächen noch mit Vorlackierungen versah oder vor Aufbringung der die Farbauflage tragenden Folie noch eine dünne, durchsichtige Folie auf die Holzobeffläche aufpreßte. Aber auch in diesen Fällen machte sich ein verhältnismäßig leichtes Abblättern bemerkbar, ganz abgesehen davon, daß hierdurch die wesentlichen Vorteile gegenüber dem Abziehbildverfahren aufgegeben werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Nachbildungen von besonders ausgezeichneter Haftfähigkeit und ohne jede Beeinträchtigung der Druckfeinheit auf Holzoberflächen erzielen kann, wenn man die zu verzierenden Hölzer einer Wärmebehandlung bei oberhalb 8o° liegenden Temperaturen unterwirft und die mit Farbauflagen ausgestatteten Folien unter Vermeidung einer Wiederaufnahme von Luftfeuchtigkeit durch die Holzporen unmittelbar anschließend auf die zweckmäßig glatt geschliffene Oberfläche aufbringt und unter Druck und Hitze in die Oberfläche ein:-preßt und unter Preßdruck erkalten läßt.
  • Es hat sich gezeigt, daß derartig hergestellte Nachbildungen auch besonderen Beanspruchungen hinsichtlich Kratzfestigkeit, Erzielbarkeit glatter Schnittkanten und Sicherheit gegen Abblättern durchaus gewachsen sind und dabei der Herstellungsvorgang selbst gegenüber dem der Abziehbildtechnik wesentlich einfacher ist, ganz abgesehen davon, daß sich die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Produkte besonders durch Klarheit und Genauigkeit der Musterwiedergabe auszeichnen.
  • Eine Vorbehandlung des Holzes, abgesehen von einer Glättung der zu verzierenden Oberfläche, ist vollkommen entbehrlich. Die Wärmebehandlung selbst kann in beliebiger Weise, z. B. in einer Trockenkammer, in einem auf entsprechenden Temperaturen gehaltenen Vakuumbehälter, z. B. einer Vakuumtrockenschlange o. dgl., vorgenommen werden, sofern nur dafür Vorsorge getroften ist, daß das dem Warmbehandlungsraum entnommene Gut unter Ausschluß der Möglichkeit einer Wiederaufnahme von Luftfeuchtigkeit unmittelbar anschließend weiterverarbeitet wird. ' Die Erzielung glatter Schnittflächen gestattet die Verwendung der Nachbildungen auch zur Herstellung feinster Intarsiengebilde o. dgl. wie auch die Erhaltung der Druckfeinheit, die Anwendung des Verfahrens zur Dekorierung mit feinst gemusterten Darstellungen, insbesondere in verschiedensten Tönungsstufen gehaltener bildlicher Darstellungen, ermöglicht. Die Wärmebehandlung gemäß der Erfindung stellt nicht etwa einen Ersatz für die an sich übliche Vortrocknung des zu verwendenden Holzes dar. So kann beispielsweise außer der gemäß der Erfindung anzuwendenden Wärmebehandlung eine ein- oder mehrmalige Vortrocknung des Holzes stattgefunden haben, beispielsweise um durch Lagerung aufgenommene größere Feuchtigkeitsmengenauszutreiben; gegebenenfalls kann aber auch auf eine besondere Vortrocknung verzichtet werden und die Haupttrocknung des Holzes gleichzeitig bei -der der Folienauflegung unmittelbar vorauszuschickenden Wärmebehandlung durchgeführt werden. Die Temperaturen für die Wärmebehandlung gemäß der Erfindung bewegen sich im allgemeinen nicht wesentlich über 8o°, z. B. bis etwa 9o°, sie können gegebenenfalls aber auch erheblich höher sein, was. sich in erster Linie z. B. danach richtet, ob der Feuchtigkeitsgehalt des Arbeitsraumes nicht eine besonders starke Neigung zur Wiederaufnahme von Luftfeuchtigkeit befürchten läßt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Bemustern von Holz durch Heißaufpressen von bedruckten Folien aus Cellulosederivaten und Abkühlenlassen unter Preßdruck, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufpressung unmittelbar anschließend an eine oberhalb 8o° C vorgenommene Trocknung des Holzes erfolgt.
DE1933K0133758 1933-08-20 1933-08-20 Verfahren zum Bemustern von Holz Expired DE688296C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007170B (de) * 1956-06-01 1957-04-25 Stoeckel & Sohn K G Verfahren zum Kolorieren von Fotografien
DE1035019B (de) * 1954-01-11 1958-07-24 Continental Gummi Werke Ag Verfahren zum Kennzeichnen von Gegenstaenden aus Kautschukmischungen od. dgl.
DE1147911B (de) * 1959-08-10 1963-05-02 Roland Dachpappenfabrik F Wald In bekannter Weise impraegnierte, farbige Dachpappe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1007170B (de) * 1956-06-01 1957-04-25 Stoeckel & Sohn K G Verfahren zum Kolorieren von Fotografien
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