DE687890C - Vorrichtung zum Entsichern und Ausloesen von Verschluessen, insbesondere fuer Gurtschloesser bei Fliegergurten - Google Patents
Vorrichtung zum Entsichern und Ausloesen von Verschluessen, insbesondere fuer Gurtschloesser bei FliegergurtenInfo
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- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
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- B64D17/00—Parachutes
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- B64D17/30—Harnesses
- B64D17/32—Construction of quick-release box
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Description
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AUSGEGEBEN AM
8. FEBRUAR 1940
8. FEBRUAR 1940
Es sind Gurtverschlüsse, insbesondere für Fliegergurte, bekannt, bei welchen vor dem
Entriegeln des Verschlusses eine besondere Sicherung ausgelöst werden muß.· Letzteres
geschieht durch druckknopfartige Glieder, die durch die Segmente eines unterteilten Handgriffes
oder durch zwei einander gegenüberliegende Druckknöpfe gebildet werden und gegeneinander bewegt werden müssen, um
den Verriegelungsteil für den Verschluß in die Entriegelungslage bewegen zu können.
Hiervon unterscheidet sich die Erfindung ■ ■ im wesentlichen dadurch, daß an dem die Verschlußriegel
tragenden Teile Hebel schwenkbar angelenkt sind, die durch Verschwenken das Auslösen der Sicherung bewirken und
gleichzeitig aus ihrer verschwenkten Lage heraus zum Bewegen des die Verschlußriegel
tragenden Teiles in die Entriegelungslage dienen. Dadurch wird nicht nur das Bedienen
der Vorrichtung und ihre Bauart vereinfacht, sondern auch die Möglichkeit gegeben, den
schwenkbaren Hebeln für das Entsichern und Entriegeln des Verschlusses entgegengesetzt
gerichtete Bewegungen zu erteilen, wodurch die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens des
Verschlusses verringert wird. Eine weitere Sicherung liegt noch darin, daß zwei schwenkbare
Hebel einen gemeinsamen Handgriff bilden und die aneinanderliegenden Flächen der beiden Hebel bei der Schwenkbewegung
sich gegeneinander verschieben müssen, während das Zurückbewegen der Hebel nur dann
eine das Entriegeln des Verschlusses veranlassende Wirkung hervorruft, wenn beide
Hebel gegeneinandergedrückt werden und durch den so entstehenden Reibungsdruck die
Verschiebbarkeit beider Hebel gegeneinander aufgehoben ist.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigen
Abb. ι eine Ausführungsform der Verschlußhebelvorrichtung
an einem Fliegergurt in Draufsicht,
Abb. 2 in Seitenansicht, zum Teil im Schnitt nach der Linie II-II der Abb. 1,
Abb. 3 und 4 die Verschlußhebelvorrichtung in den beiden Endstellungen in Endansicht,
Abb. 5 eine zweite Ausführungsform der
Verschlußhebelvorrichtung an einem Fliegergurt im Schnitt,
Abb. 6 einen Schnitt durch den Verschluß S nach der Linie VI-VI der Abb. S,
Abb. 7 und 8 die zu Abb. 5 und 6 gehörige
\rerschlußhebehOrrichtung in den beiden Endstellungen
in Draufsicht,
Abb. 9 eine dritte Ausführungsform des
to Gurtschlosses im Schnitt.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 bis 4
ist ein Gurtschloß für einen Fliegergurt dargestellt, dessen Grundplatte 1 einseitig eine
öse 2 für den Gurt 3 aufweist, der mit seinem anderen Ende an der gegenüberliegenden
Seite der Grundplatte mittels einer nicht gezeichneten z. B. metallischen öse in eine
federnde Schnalle 4 der Grundplatte 1 eingehängt werden kann. Die Schnalle 4 besteht
aus einem um die Achse 5 drehbaren Hebel, der unter der Spannung einer um die Achse 5
gewickelten Feder 6 steht, die das Bestreben hat, den Schnallenhebel 4 gewöhnlich in die
in Abb. 1 und 2 strichpunktiert gezeichnete Offenlage 'zu drehen. Zum Verriegeln der
Schnalle 4 ist in einem auf der Grundplatte ι drehbar angeordneten gehäuseartigen Teil 7
ein Verriegelungsstift 8 angebracht, der z. B. einseitig abgeschrägt ist und durch einen in
einen Schlitz 10 eingreifenden Stift 11 gegen
Drehung geführt und durch eine Feder 9 gewöhnlich in die Verriegelungsstellung nach
außen gedruckt wird, in welcher er den Schnallenhebel'4 in der Verschlußstellung
hält (Abb. 2). Für die Schulter- oder weiteren Gurtanschlüsse sind eine oder mehrere
gleichartige Schnallen^1, 4- mit federnden Verriegelungszapfen 81,82 vorgesehen (Abb. 1).
Die Schnallenhebel 4, 41, 4- können an lappenartigen Ansätzen 12 der Grundplatte 1 angelenkt
sein, die z. B. etwas gegen die Körperseite des Gurtträgers abgebogen sind und
Außenrippen 121 zur Lagerung der Aufhängebolzen 5 für die Hebel 4 haben können, jedoch
kann die Grundplatte auch als volle oder anders geformte Scheibe ausgebildet sein.
Das die federnden Verriegelungszapfen 8 tragende Gehäuse 7 ist auf der Grundplatte 1 um
einen Zapfen 13 drehbar, der durch eine in das Gehäuse 7 eingeschraubte nietkopfartige
Abschlußplatte 44 gehalten wird (Abb. 2).
Der die Verriegelungszapfen 8 für die Schnallen 4, 41, 42 tragende drehbare Teil 7
ist mit einer z.B. nach der Gurtöse 2 zu gerichteten Verlängerung versehen, auf der die
Griffhebelanordnung gemäß der Erfindung angebracht ist. Letztere besteht in der Zeichnung
aus zwei schwenkbar angelenkten Hebeln 23, 24 (Abb. 3 und 4), die auf den Zapfen 25,
26 sitzen und durch auf diesen Zapfen angeordnete Wickelfedern 27 (Abb. 1 und 2) gewöhnlich
in der in Abb. 3 gezeichneten Sicherungsstellung gehalten werden. Mit dem Hebel 23 bzw. dessen Achse 25 ist ein starrer
Sicherungsanschlag 28 verbunden, während ein zweiter starrer Anschlag 29 an der Grundplatte
ι fest angebracht ist. In der in Abb. 3 gezeichneten Stellung stehen beide Anschläge
28, 29 miteinander in Eingriff, wodurch die die Verriegelungsbolzen 8 tragende Drehplatte
7 gegen Verdrehung und damit der Verschluß gegen eine unbeabsichtigte öffnung
gesichert ist.
Durch Zeigefingerdruck auf den Hebel 24 gelangen die beiden Griffhebel 23, 24 in die
in Abb. 4 gezeichnete Lage, in welcher der mit dem Hebel 23 schwenkbare Sicherungsanschlag 28 außer Eingriff mit dem an
der Grundplatte 1 angebrachten festen Anschlag 29 gekommen ist. Damit ist die Entsicherung
des Verschlusses vollzogen, so daß nunmehr durch gleichzeitigen Zeigefingerdruck
auf den .Hebel 24 und durch Daumendruck auf den/ Hebel 23 beide Hebet ein starres
System miteinander bilden und durch den Daumendruck auf den Hebel 23 die die Verriegelungsbolzen
8 tragende Platte 7 in die Öffnungsstellung des Verschlusses gedreht werden kann, in der die Bolzen 8, 81, 82 usw.
gleichzeitigsämtlicheAnschlußschnallen4,41,42
usw. freigeben, so daß sich letztere unter der Wirkung der Federn 6 in die strichpunktiert
gezeichnete Lage umlegen und sämtliche Anschlußgurte freigegeben sind. Läßt man nun
die beiden Hebel 23, 24 los, so kehren sie
unter der Wirkung der Wickelfedern 27 selbsttätig in ihre Anfangslage zueinander gemäß
Abb. 3 zurück. Gleichzeitig kann der drehbare Verschlußteil 7 durch eine beim
Auslösen des Verschlusses gespannte Feder »00 46 o. dgl. (Abb. 1) selbsttätig in die Anfangslage
zurückgedreht werden.
In den beiden Endstellungen kann die drehbare Platte 7 durch stiftartige Anschläge 22
(Abb. ι und 3), Kugel- u. dgl. Arretierungen »05
usw. begrenzt werden.
Die Hebel 23, 24, die in der Zeichnung z. B. als griffartige Klappen ausgebildet sind,
können noch mit Eingriffsrasten u. dgl. versehen sein, so daß sie in der in Abb. 4 dar- no
gestellten entsicherten Schwenkstellung durch Zeigefingerdruck auf Hebel 24 ausreichend
miteinander verriegelt sind, in der gesicherten Ruhestellung nach Abb. 3 trotzdem dicht aneinanderliegen.
In der Zeichnung sind zu i>5 diesem Zweck an dem Hebel 23 Rillen 30 angebracht,
in welche sich entsprechende Leisten bzw. rippenartige Vorsprünge oder Ansätze ,
31 am Hebel 24 einlegen (Abb. 3 und 4).
Wie aus vorstehendem ersichtlich ist, findet i2u
die Entsicherungsbewegung (in Abb. 3 und 4 nach links) in entgegengesetzter Richtung zu
der Öffnungsbewegung (nach rechts) für den Verschluß statt, so daß also das Entsichern
und das öffnen des Gurtschlosses durch zwei gleichartige und entgegengesetzt zueinander
auszuführende Bewegungen erfolgt.
Der Sicherungsstift 28 kann anstatt am Hebel 23 gegebenenfalls auch am Hebel 24
und der Sicherungsanschlag29 .an entsprechend
anderer Stelle der Grundplatte 1 angeto bracht sein.
Gegebenenfalls kann auch der zweite Hebel 24 in Fortfall kommen, jedoch ist 'die Verwendung
zweier Hebel mit Eingriffrasten o. dgl. vorzuziehen, damit ein sicheres Verriegeln
des Hebels 23 in der entsicherten Stel- * lung gewährleistet ist und so auf dessen ganze
Fläche der Daumendruck zum öffnen des Schlosses wirken kann.
Ferner besteht die Möglichkeit, daß die Wickelfeder 27 auf einem der Bolzen 25 oder
26, zweckmäßig auf letzterem, in Fortfall kommt und die Schwenkbewegung des federlosen
Hebels mit Hilfe von Zahnsegmenten o. dgl. durch die Schwenkbewegung des mit Feder versehenen Hebels gesteuert wird, wobei
ein ausreichendes Spiel zwischen den Zähnen ein Hinübergleiten des Leistenansatzes
31 beim Schwenken der Hebel zuläßt.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 bis 8 ist ι wieder die mit der Anschnallgurtöse 2
versehene Grundplatte eines Gurtschlosses, die mit den Ansätzen 12 für die Schnallenhebel
4, 41, 42, 43 versehen ist, während 7 das
drehbare Gehäuse mit den in ihm federnd verschiebbar angeordneten Riegelzapfen 8,81,82,8S
ist. Letztere sind bei dieser Ausführungsform mit einer Einkerbung oder Ringnut versehen,
in welche das hakenartig umgebogene Ende der Schnallenhebel in der Verschlußstellung
♦o eingreift, wie aus Abb. 6 ersichtlich ist.
Die Griffhebelanordnung gemäß der Erfindung besteht in Abb. 5 bis 8 aus zwei Hebeln
32, 33, die mit ihren Enden 34, 35 am Gehäuse
7 angelenkt und untereinander durch eine zwischen beiden Hebeln an deren einander
gegenüberliegenden Hohlseiten eingeschaltete Feder 36 miteinander verbunden sind (Abb. 5). Die Drehung der Hebel 32, 33
erfolgt also hier, abweichend von Abb. 1 bis 4 um zur Grundplatte 1 senkrechte Achsen. In
dem drehbaren Gehäuse 7 ist diametral ein Bolzen 37 verschiebbar angeordnet, der unter
der Spannung einer Feder 38 steht, welche den Bolzen gewöhnlich nach außen zu drücken
sucht und sein äußeres Ende in verriegelndem Eingriff mit einem Einschnitt 39 an der
kreisförmigen Innenaussparung der Grundplatte ι hält (Abb. 6). In dieser Stellung kann
das Gehäuse 7 nicht gedreht werden, d. h. der Verschluß für die Schnallenhebel 4 ist verriegelt.
Wird der Bolzen 37 entgegen dem Druck der Feder 38 in das Gehäuse 7 zurückgeschoben,
so daß das Bolzenende mit dem Einschnitt 39 der Grundplatte 1 außer Eingriff
kommt, so ist das Gehäuse 7 entsichert, und es kann durch die Hebel 32, 33 gedreht
werden, bis die Riegelbolzen 8 sämtliche Schnallenhebel 4 freigeben. Die Drehbewegung
des Gehäuses 7 kann hierbei durch einen in eine Teilringnut 40 eingreifenden Anschlag
41 begrenzt werden (Abb. 5).
Die Verschiebung des Sicherungsbolzens 37 geschieht durch das mit einer Abflachung versehene
Ende 35 des Hebels 33, wenn die beiden Hebel 32, 33 gemeinsam im Sinne des Uhrzeigers gedreht werden. Dabei verschieben
sich die beiden Hebel 32, 33 gegeneinander unter Spannung der zwischen ihnen angeordneten
Feder 36, so daß sie die in Abb. 7 strichpunktiert gezeichnete Lage zueinander einnehmen. In dieser Stellung ist der Sicherungsbolzen
37 durch das stärkere Ende 35 des Hebels 33 so weit zurückgedrückt, daß
das Gehäuse 7 nunmehr in entgegengesetzter Richtung zur Uhrzeigerbewegung, d. h. entgegen
der vorherigen Entsicherungsbewegung der Hebel 32, 33, gedreht werden kann, bis die
Schnallenhebel 4 von den Riegelbolzen 8 frei werden und sich unter der Wirkung ihrer
Federn 6 öffnen und die Anschnallgurte freigeben. Diese Drehung des Gehäuses 7 in der
in Abb. 8 eingezeichneten Pfeilrichtung geschieht gleichfalls durch die beiden Hebel 32,
33, die durch Daumen- und Zeigefingerdruck zusammengehalten und gemeinsam so weit
zurückgedreht werden, bis sie gegen den festen Anschlag 47 anstoßen.
Mit Hilfe der zwischen den Griffhebeln 32, 33 liegenden Feder 36 nehmen die an dem
Anschlag 47 anliegenden Hebel 32, 33 nach öffnen des Verschlusses selbsttätig wieder die
in Abb. 7 ausgezogen gezeichnete Lage ein, sobald sie von dem Daumen- und Zeigefingerdruck
befreit werden. Dadurch wird gleichzeitig auch das Gehäuse 7 selbsttätig in die
Bereitschaftsstellung zurückgedreht und durch den Bolzen 37 in dieser Stellung gesichert,
der nun unter der Wirkung der Feder 38 wieder gegen die Abflachung am Ende 35 des
Hebels 33 zur Anlage kommt (Abb. 7).
Es können auch hier die Hebel 32, 33 der Sicherungsvorrichtung ähnlich wie in Abb. 1
bis 4 mit Einschnitten 30 und Ansätzen 31 versehen sein (Abb. 7 und 8), um die gemeinsame
Bewegung der Hebel durch Daumen- und Zeigefingerdruck zu erleichtern. In der Entsicherungsstellung (strichpunktierte Stellung
der Abb. 7 und 8) liegt hierbei der Ansatz 31 des Hebels 33 an der Außenkante
des Hebels 32 an. Die Hebel 32, 33 sind ferner zum leichteren Bedienen an den Außenseiten
gerieft oder aufgerauht.
(587890
Abb. 9 zeigt eine ähnliche Griffhebelanordnung
bei einem etwas abgeänderten Verschluß. Hier ist wieder ι die Grundplatte,
aus welcher der die Gurtöse 2 tragende Teil 42 ausgestanzt und winklig abgekröpft ist.
Die Riegelbolzen8 für die Schnallenhebel4
sind hier vorn konisch zugespitzt und greifen in eine Aussparung 45 der letzteren ein, so
daß sie vollständig geschützt liegen und to ebenso wie die Riegelbolzen 8 der Abb. 5 bis 8
nicht durch äußere Einflüsse zurückgedrückt werden können. Infolge der konischen Aus-.
bildung der Riegelbolzenenden 8 brauchen die Riegelbolzen im Gehäuse 7 nicht besonders
•5 gegen Drehung gesichert zu sein. Die auf die
Riegelbolzen 8 wirkenden Federn 9 können gemeinsam an einem in einem Hohlraum 43
des drehbaren Gehäuses 7 angebrachten Steg 44 o. dgl. angehängt oder abgestützt sein, wo-'
bei ein zu weites Austreten der Riegelbolzen 8 entweder ähnlich wie in Abb. 2 und 6 durch
einen Stift 11 oder durch einen nicht gezeichneten hinteren Bund verhindert sein kann.
In letzterem Falle werden die Riegelbolzen 8 nach Abnehmen der Decke des Raumes 43
von innen eingeführt.
Die Sicherungsvorrichtung ist ähnlich der- - jenigen von Abb. 5 bis 8 ausgebildet und besteht
aus den beiden Hebeln 32, 33 und dem Sicherungsbolzen 37 mit Feder 38. Bolzen 37
und Feder 38 sind im unteren Teil des Gehäuses 7 untergebracht. Arbeitsweise und
Wirkung der Sicherungsvorrichtung stimmen imr wesentlichen mit Abb. 5 bis 8 überein.-
· Die Ausführungsformen nach Abb. 5 bis 8 und 8 und 9 bieten noch, den Vorteil einer einfachen
Zerlegbarkeit der ganzen Einrichtung. Bei den dargestellten Verschlüssen kann durch entsprechende Winkeldifferenzen zwisehen
den Bolzen 8 und den Schnallenhebeln 4 das öffnen der letzteren auch zeitlich nacheinander
erfolgen, so daß z. B. nach einer Zwischendrehung zunächst die Schultergurte
durch die Schnallenhebel 41 und 42 freigegeben
werden, während der Schnallenhebel 4 für den Bauchgurt 3 erst später oder überhaupt
nicht geöffnet wird. Die unterschiedlichen Öffnungszeiten können auch für die
anderen Gurtanschlüsse nach Erfordernis festgelegt werden.
Die Verriegelungsstifte 8 können in allen Ausführungsformen am äußeren Eingriffsende abgeschrägt, konisch, kegelig oder sonstwie
ausgebildet sein, damit sie durch die Schnallenhebel 4 o. dgl. selbsttätig •zurückgedrückt
werden können. Sie können mit oder ohne tangential verlaufender oder ringförmiger
Eingriffsnut (Abb. 5 und 6) für die Enden der Hebel 4 versehen sein oder von den
letzteren mittels einer Aussparung 45 o. dgl. (Abb. 9) umfaßt werden.
Die Anzahl der auslösbaren Gurtanschlüsse, wovon in Abb. 1 drei und in Abb. 5 vier dargestellt
sind, kann natürlich beliebig sein.
Die Griffhebelanordnung und das Gurtschloß sowie seine Teile werden vorzugsweise
aus Leichtmetall ausgeführt, um das Gewicht gering zu halten.
Die Griffhebelanordnung gemäß der Erfindung kann nicht nur bei Verschlüssen der ge-
zeichneten Art, sondern auch bei Verschlüssen und Schlössern anderer Ausführung Anwendung
finden, bei welchen die drehende oder schiebende Bewegung eines Teiles das Auslösen eines oder mehrerer Gurt- oder son- VS
stigen Anschlüsse bewirkt.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Entsichern· und Auslösen von Verschlüssen, insbesondere für Gurtschlösser bei Fliegergurten mit einem die Verschlüsse in ihrer Verschlußlage haltenden Riegelteile, der durch eine auslösbare Sperre gesichert ist, dadurch, gekennzeichnet, daß an dem die Verschlußriegel (8) tragenden Teile (7) Hebel (23, 24 bzw. 32, 33) schwenkbar angelenkt sind, durch deren Betätigen die Sperre (28 bzw. 37) für den Riegelteil (7) auslösbar und letzterer mit den Hebeln (23, 24 bzw. 32> 33) in die den Verschluß freigebende Stellung bewegbar wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei einen gemeinsamen Griff bildende Hebel (23, 24 bzw. 32, 33) um zwei verschiedene Achsen (25, 26 bzw. 34, 35) schwenkbar angeordnet sind und sich beim Verschwenken in die den Riegelteil (7) entsichernde Stellung gegeneinander verschieben müssen, J°° während sie zum Bewegen des Riegelteiles in die den Verschluß freigebende Stellung durch Reibungsdruck an einem gegenseitigen Verschieben gehindert sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, da- <°5 durch gekennzeichnet, daß die Hebel (23, 24 bzw. 32, 33) zum Entsichern des Riegelteiles (7) in der einen Richtung verschwenkbar und zum Bewegen des Riegelteiles in die Verschlußfreigabestellung unter Beibehalten ihrer verschwenkten Stellung in entgegengesetzter Richtung beweglich sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel (23, 24 bzw. 32, 33) und der Riegelteil (7) nach erfolgter Freigabe des Verschlusses durch Federn (27, 36, 46) selbsttätig in die Anfangs- und Bereitschaftslage zurückbeweglich sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Hebelselbsttätig in die Anfangs- und Bereitschaitsstellung zurückbewegende Feder (36) gleichzeitig auch dem Zuriickbewegen des Riegelteiles (7) in die Sicherungslage dient.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch i, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Hebel selbsttätig in die Anfangs- und Bereitschaftsstellung zurückbewegende Feder (36) zwischen den beiden Hebeln (32, 33) eingeschaltet ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel (23, 24 bzw. 32, 33) in ihren gegeneinander verschobenen Endstellungen durch Eingriffsrasten (30, 31) gesichert sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937SC113601 DE687890C (de) | 1937-08-18 | 1937-08-18 | Vorrichtung zum Entsichern und Ausloesen von Verschluessen, insbesondere fuer Gurtschloesser bei Fliegergurten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937SC113601 DE687890C (de) | 1937-08-18 | 1937-08-18 | Vorrichtung zum Entsichern und Ausloesen von Verschluessen, insbesondere fuer Gurtschloesser bei Fliegergurten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE687890C true DE687890C (de) | 1940-02-08 |
Family
ID=7449918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937SC113601 Expired DE687890C (de) | 1937-08-18 | 1937-08-18 | Vorrichtung zum Entsichern und Ausloesen von Verschluessen, insbesondere fuer Gurtschloesser bei Fliegergurten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE687890C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002632B (de) * | 1953-11-23 | 1957-02-14 | Alfred Christensen Dipl Ing | Schloss fuer Fallschirm mit Zentralgurtung |
-
1937
- 1937-08-18 DE DE1937SC113601 patent/DE687890C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002632B (de) * | 1953-11-23 | 1957-02-14 | Alfred Christensen Dipl Ing | Schloss fuer Fallschirm mit Zentralgurtung |
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