DE6866C - Mechanismus zur Drehung einer Schiffsschraube um ihre vertikale Axe zum Zwecke der Steuerung eines Schiffes - Google Patents

Mechanismus zur Drehung einer Schiffsschraube um ihre vertikale Axe zum Zwecke der Steuerung eines Schiffes

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DE6866C
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DE
Germany
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ship
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DENDAT6866D
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E. W. MAYER in Posen
Publication of DE6866C publication Critical patent/DE6866C/de
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H5/00—Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water
    • B63H5/07—Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water of propellers
    • B63H5/125—Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water of propellers movably mounted with respect to hull, e.g. adjustable in direction, e.g. podded azimuthing thrusters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Toys (AREA)

Description

1879.
ERNST WILHELM MAYER :n POSEN.
■ Mechanismus zur Drehung einer Schiffsschraube um ihre verticale Axe zum Zwecke der
Steuerung eines Schiffes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l8. März 1879 ab.
Die Trommel ist wasserdicht geschlossen und mit Mannloch versehen.
Die Schmierung kann durch die hohle Umstcuerungswelle w'" geschehen.
- Auf der Schraubenaxe JV im ■ Innern , der
Um die Fortbewegungsschraube gleichzeitig zum Steuern verwenden zu können, ist es nöthig, dafs dieselbe ohne Beeinträchtigung ihrer Drehung um ihre horizontale Axe um eine verticale Axe gedreht weiden könne. Der vom Erfinder für .diesen Zweck constniirte Mechanismus ist derart eingerichtet, dafs er den Steuermann zugleich in den Stand setzt, die Vorwärtsbewegung der Schraube unabhängig von der treibenden Maschine in die 1 Rückwärtsbewegung zu verwandeln oder die • Schraube ganz still stehen bezw. todt laufen zu lassen.
Die Schraube ist in der cylindrischen eisernen Trommel F in zwei Lagern L und L' gelagert und ihr Antrieb erfolgt durch Vermittlung der stehenden Welle 10 von der Zwischenwelle 10' aus. Diese ist in einer langen Stopfbüchse gelagert, die zugleich das Eindringen des Wassers in den Schiffsraum in gewöhnlicher Weise verhindert. Die Uebertragung der Bewegung' von der Hauptwelle aus geschieht durch ein Paar Stahlstirnräder R und zwei Paar Stahlkonusräder Λ" und R".
Die Trommel F, in welcher die Schraubenaxe gelagert ist, dreht sich um die concentrische stehende Welle w und wird durch die Kugellagerung k getragen.
Um diese Drehung bewerkstelligen zu können, dient die vom Deck ausgehende stehende Welle tv", welche auf Deck in geeigneter Weise j durch übliche und bekannte Mechanismen vom Steuermann gedreht werden kann, und zwar kann die Drehung direct auf dem Heck oder auch durch Drahtseil- oder Kettenübertragung von der Schiffsmitte aus geschehen/ Diese Welle tu" trägt an ihrem unteren Ende das Stirnrad r, welches in den auf der Trommel F befestigten, innen verzahnten Zahnkranz r" eingreift. Somit bewirkt eine Drehung der Welle w" auch eine Drehung der. Trommel sammt der Schraube um die Verticalaxe der ersteren.
Trommel sitzen die beiden konischen Räder R", welche, auf Nuth und Feder horizontal verschiebbar, durch die Ausrückhebel h /1' mit dem konischen Rad R" der stehenden Welle abwechselnd in Eingriff gebracht oder beide aufser Eingriff gebracht werden können. Dies geschieht von Deck aus durch die stehende AVelle w'", welche wie Welle w" bewegt werden kann. Dieselbe geht durch die Mitte des Deckels der Trommel F und trägt an ihrem unteren Ende das konische Rad r'". Dieses greift in ein Rad riv mit langer, in dem Hängebock ί gelagerten Nabe. Diese Nabe ist mit Muttergewinde versehen und verschiebt durch ihre Drehung die an beiden Enden gegabelte, die Ausrückhebel h A' fassende und in ihrer Mitte mit Gewinde versehene horizontale Rundstange 7i'1V.
Es ist ersichtlich, dafs auf diese Weise die konischen Räder R" der Schraubenwelle abwechselnd links oder rechts in Eingriff mit dem treibenden Rad R" der stehenden Welle gebracht werden können, und dafs auch beide so verschoben werden können, dafs gar kein Eingriff stattfindet.
Dies ermöglicht auch am Heck die Umsteuerung unabhängig vom Umsteuerungsmechanismus der Maschine bewirken zu können, ebenso wie den Stillstand der Schraube.
Vermittelst dieser Vorrichtung ist man im Stande, ein Fahrzeug zu steuern und zu wenden, auch ohne dafs es sich vorwärts bewegt, indefs dem gewöhnlichen Steuerruder ein Fahrzeug nur bei Fortbewegung zu gehorchen vermag. Noch vollkommener wird dies der Fall sein, wenn ein Fahrzeug mit zwei in der obigen Weise construirten Schrauben (s. Fig. 4), von denen die eine vorn,, die andere hinten liegt, versehen wird, womit noch der Vortheil verbunden ist, dafs im Nothfall beim Unbrauchbarwerden immerhin eine Schraube in Unthätigkeit bleiben kann. Mit solchen zwei Schrauben ist man aber im Stande, durch Seitwärtsstellung derselben und gleichzeitige Vorwärtsdrehung der einen und Rückwärtsdrehung der anderen ein Fahrzeug, ohne es von seinem Platze zu rücken, um die durch seinen Schwerpunkt gehende Verticalaxe zu wenden, was z. B. im
Hafen oder in Schlachtlinie von bedeutender Wichtigkeit sein kann.
Bei einem mit solchen Schrauben versehenen Fahrzeuge stellt es sich noch als ein besonderer Vorthcil heraus, dafs man sich trotz der Wirkung von Wind und Strömung jederzeit direct in der Kielrichtung nach dem Ziele vorwärts bewegen kann, da jene Wirkung durch ein« entsprechende Winkelstellung der Schraube corrigirt werden kann und der Kraftverlust hierdurch nicht so bedeutend ist, wie bei theilweiser Fortbewegung des Schiffes nach der Breitseite. Ob die Fortbewegung vollkommen in der Kielrichtung stattfindet, wird man leicht am Kielwasser sehen und die Schraubenstellung bei richtiger Lage des Schiffes danach reguliren können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die durch Zeichnung nachgewiesene Construction eines Mechanismus zur Drehung der Fortbewegungsschraube bei Fahrzeugen aller Art, zum Zweck der Steuerung des Fahrzeugs, zur Aenderung der Drehungsrichtung der Schraube und zur Stillstellung derselben unabhängig von der Betriebsdampfmaschine, so dafs die letztere Manipulation nöthigenfalls von dem Steuermann ohne den Maschinisten bewirkt werden kann.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT6866D Mechanismus zur Drehung einer Schiffsschraube um ihre vertikale Axe zum Zwecke der Steuerung eines Schiffes Active DE6866C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT379114B (de) * 1984-07-09 1985-11-25 Steyr Daimler Puch Ag Propellerantrieb fuer ein schwimmfaehiges kraftfahrzeug

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