DE686205C - Verfahren zur Kondensation von Metalldaempfen - Google Patents

Verfahren zur Kondensation von Metalldaempfen

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DE686205C
DE686205C DE1938S0132027 DES0132027D DE686205C DE 686205 C DE686205 C DE 686205C DE 1938S0132027 DE1938S0132027 DE 1938S0132027 DE S0132027 D DES0132027 D DE S0132027D DE 686205 C DE686205 C DE 686205C
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metal
zinc
vapors
condensation
vapor
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DE1938S0132027
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Inventor
Pierre Neve
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G Dumont & Freres SA
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G Dumont & Freres SA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B5/00General methods of reducing to metals
    • C22B5/02Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes
    • C22B5/16Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes with volatilisation or condensation of the metal being produced
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • C22B19/16Distilling vessels
    • C22B19/18Condensers, Receiving vessels

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Description

  • Verfahren zur Kondensation von Metalldämpfen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kondensation von reinen oder durch Gas verdiüfinten metallischen Dämpfen.
  • In der Regel wendet man bisher die Ab- kühlung der Wände einer Kondensationskammer an, um aus Metalldämpfen die diesen zwecks Verflüssigung zu-entziehenden Kalorien abzuführen. Hierbei ist die erzielbare Ausbeute an flüssigem Metall dadurch begrenzt, claß die Kondensation aufhört, wenn die aus den Dämpfen gewonnene Menge verflüssigten Metalls den Wert erreicht hat, hei dem die noch vorhandenen Metalldämpfe ein bei der Temperatur der kühlenden Wand gesättigtes Gemisch darstellen, und das Streben nach möglichst weitgehender Kondensation führt zur Bildung von Metallstaub, dessen Überführung in homogenes Metall schwierig und kostspielig ist.
  • Praktisch die gleichen--Verhältnisse liegen vor, wenn man, wie schon vorgeschlagen, das dampfförmige Metall in zahlreichen dünnen Strahlen durch ein schmelzflüssiges Bad von dem gleichen Metall hindurchleitet und die Badtemperatur gleichzeitig auf einem nur möglichst wenig über dem Erstarrungspunkt der Schmelze liegenden Wert hält, da bei diesem Verfahren die kühlende Kondensationskammer gewissermaßen durch das flüssige Metall des Schmelzbades ersetzt ist, mit dem die Metalldämpfe infolge ihrer Aufteilung in Strahlen auf einer großen Oberfläche in wärmeentziehende Berührung gebracht werden. Dabei ist zur Verhinderung eines vorzeitigen Entweichens der Dampfstrahlen aus dem Schmelzbad auch noch das Bedecken der Badoberfläche durch eine Schutzschicht aus nicht oxydierendem oder neutralem pulverigem oder flüssigem Stoff notwendig.
  • Nach der Erfindung wird nun zur Kondensation von reinen oder durch Gas verdünnten Metalldämpfen das Prinzip des Inberührungbringens dieser Dämpfe mit einer Metallschmelze in der Weise durchgeführt, daß man für die Schmelze ein von dem zu k6ndensierenden Metall verschiedenes und für die-
    ses ein Lösungsvermögen aufweisendes 1\@I
    tall oder eine Metallegierung von gleiclW
    Eigenschaften verwendet und das Inberü%:
    rungbringen von Schmelze und Metalldämpfen bei einer dem Taupunkt dieser Dämpfe möglichst gleichen Temperatur bewirkt.
  • Dieses Verfahren geht davon aus, daG die Dampfspannung p eines aufgelösten Körpers nach dem Gesetz von Raoult und Henry bei einer gegebenen Temperatur t einen Bruchteil der Dampfspannung P des gleichen Körpers in reinem Zustand gemäß der Gleichung p=kP, worin k ein Koeffizient kleiner als i ist, beträgt und weiterhin die Absorption der Dämpfe von Metallen durch ein auf diese lösend wirkendes Metall oder eine in diesem Sinn wirksame Legierung erst aufhört, wenn das Gleichgewicht zwischen dem Dampfdruck p' des kondensierten und aufgelösten Metalls in der Legierung oder dem lösenden Metall und dem Dampfdruck P' der Metalldämpfe beider in Betracht kommenden Temperatur t' nach der Gleichung - P, , eingetreten ist. Wenn nun die Temperatur und die Zusammensetzung des lösend wirkenden Metalls oder der entsprechenden Legierung in jedem Punkt des Kondensationsraumes gleichbleibend gehalten wird, wird t' - t und p' = p, woraus sich ergibt P' = k P oder P' C P, da k < i, Dies bedeutet, daß erfindungsgemäß das zu kondensierende Metall sich vom dampfförinigen in den flüssigen Zustand umwandelt, ohne daß es durch den Taupunkt des Dampfes hindurchzugehen braucht, wie dies bei der Verwendung einer Kühlwand-zur Ableitung der Kalorien notwendig ist.
  • Das Verfahren nach der Erfindung weist gegenüber der üblichen, mittels kühlender Wandung durchgeführten Kondensation von Metalldämpfen den großen Vorteil auf, da:ß praktisch die Gesamtheit des zu behandelnden Metalls im flüssigen Zustand kondensiert werden kann, da kein Metall in Staubform anfällt, wie es der unvermeidliche Regelfall bei der Kondensation mit Kühlwand ist, wenn man die Gesamtheit des vorhandenen Metalls zu kondensieren sucht. Bekanntlich verursacht Metall in Staubform Verluste bei der Kondensation, und es tritt um so mehr Metallstaub beim Kondensieren mit Kühlwand auf, je ärmer an Metall die metallischen Dämpfe sind. Ein weiterer Vorzug der Arbeitsweise nach der Erfindung besteht darin, daß man auch Dämpfe oder Gase mit geingem Metallgehalt, z. B. mit nur i o bis @'-.°J° Metall mit günstigem Erfolg l:ondensieren kann.
  • Im Einzelnen kann das Verfahren nach der Erfindung beispielsweise bei der Kondensierung von Zinkdämpfen unter Verwendung von geschmolzenem Blei ausgeführt werden, das ein Lösungsmittel für Zink unter bestimmten Temperaturbedingungen ist. Nimmt man an, daß das Raoultsche Gesetz, gemäß welchem der Dampfdruck einer jeden Komponente einer Lösung gleich dem mit dem Verhältnis der Molekülzahlen der Komponente und der ganzen Lösung multiplizierten Dampfdruck der im reinen Zustand befindlichen Komponente ist, ohne Berichtigung anwendbar ist, so weist eine Blei-Zink-Legierung mit 5 Grammolekülen Zink und 95 Grammolekülen Blei, d. h. mit Gewichtsprozenten Zink eine Zinkdampfspannung auf, die für jede Temperatur nur Prozent der Dampfspannung von reinem Zink bei der gleichen Temperatur beträgt.
  • Es sei nun beispielsweise angenommen, daß das Zink aus einem von einer beliebigen Vorrichtung kommenden Gemisch von 5o°J° Zinkdämpfen und 5o°/° Kohlenoxyd mit iooo° C kondensiert werden soll. Wenn diese Kondensation des Zinks durch Berührung mit einer kalten Wand, die man auf einer gleichbleibenden Temperatur von z. B. 8oo° C hält, durchgeführt wird, kann man den Prozentsatz des Zinks, der in dem kondensierten Dampf enthalten ist, berechnen. Die Kondensation hört auf, wenn der gasförmigen Phase eine solche Menge Zink entzogen ist, daß das zurückbleibende Gemenge von Kohlenoxyd und Zinkdampf ein gesättigtes Gemisch mit 800° C ist.
  • Der Dampfdruck des reinen Zinks bei 8oo° C beträgt 175 mm Hg, d. h. i kg CO enthält bei dieser Temperatur während das Ausgangsgemisch, in welchem der Teildruck des Zinkdampfes 7 6o min Hg war, auf r kg C O enthalten hat. Demnach hat sich kondensiert Bewirkt man jetzt die Kondensation des Zinks statt durch Berührung mit einer kühlenden Wand dadurch, daß man die Zinkdämpfe nach der Erfindung in Berührung mit einer geschmolzenen Blei-Zink-Legierung bringt, die auf der gleichen Temperatur von 80o° C gehalten wird und deren Zusammensetzung man durch eine passende Vorrichtung ebenfalls konstant erhält, so wird die Kondensation aufhören, wenn der Dampfdruck des zurückbleibenden Gemisches von Kohlenoxyd und Zinkdampf gleich dem Dampfdruck des Zinks in der Legierung ist. Dieser letztere ist bei 80o° C 0,05 # 175 mm Hg = 8,75 mm Hg, und das zurückbleibende gasförmige Gemisch enthält dabei auf i kg C O nur mehr Demnach hat sich kondensiert Der Taupunkt eines Gemisches von C O und Zinkdampf, das 0,027 kg Zink auf i kg C O enthält, ist bei einer Temperatur von 6o6° C erreicht. Das ganze kondensierte Zink zwischen 70°o und 98,84°/o ist somit notwendigerweise unterhalb des Taupunktes des Gemisches von C O und Zinkdampf gewesen.
  • Zur praktischen Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung kann man jede eine innige Berührung zwischen einer Flüssigkeit und einem Gas oder Dampf herbeiführende Vorrichtung benutzen, die eine periodische oder dauernde Erneu,rung der Flüssigkeit gestattet und die Betriebstemperaturen, wenn nötig, nach entsprechender Abänderung, aushält. Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise die Ausführung einer solchen Vorrichtung, die z. B. zur Kondensation von Zinkdämpfen mit Hilfe von geschmolzenem Blei geeignet ist.
  • Gemäß der Zeichnung tritt das geschmolzene Blei durch das Rohr i in die auf einer Temperatur von etwa 80o° C gehaltene Kondensationskammer und fließt in das in dieser angeordnete ringförmige Gefäß z, von dem es über ein Überlaufrohr 3 nach einem darunter befindlichen zweiten ringförmigen Gefäß 4 gelangt, um dieses durch ein Überlaufrohr 5 zu verlassen, das nach einem weiteren, tiefer liegenden ringförmigen Gefäß führt. Auf diese Weise durchströmt das geschmolzene Blei eine Reihe von mit Abstand übereinander in der Kondensationskammer angeordneten ringförmigen Gefäßen, die durch Überlaufrohre miteinander in Verbindung stehen und deren unterstes an den die Kondensationskammer unten abschließenden Behälter 7 über ein weiteres überlaufrohr 6 angeschlossen ist. Aus dem Behälter 7 wird die sich bildende Blei-Zink-Legierung durch das Rohr 8 entleert.
  • Das Gemisch von C O und Zinkdampf tritt unterhalb des unterstzn ringförmigen Gefäßes durch das Rohr 9 in die Kondensationskammer. Da das von diesem Ringgefäß ausgehende Überlauf rohr 6 in die im Behälter 7 befindliche Metallmasse hineinragt, ist das Gemisch von C O und Zinkdampf gezwungen, seinen Weg nach oben über den Rand der kegeligen Kappe i o zu nehmen; welche in das im untersten Ringgefäß befindliche geschmolzene Metall bis auf eine unter dem oberen Rand des Überlaufrohres 6 liegende Stelle taucht. Nach dem Durchgang des C O-Zinkdampf-Gemisches durch das geschmolzene Metall des untersten Ringgefäßes wiederholt sich der gleiche Vorgang von einem zum anderen der übereinander angeordneten Ringgefäße, in die alle je eine kegelige Kappe taucht, die in gleicher Weise wie die Kappe i o wirkt.
  • Auf diesem Weg trifft das Kohlenoxyd-Zinkdampf-Gemisch, das bei jeder Berührung mit geschmolzenem Metall ärmer an Zink wird, auf Blei, das immer weniger reich an Zink und immer kälter ist, was für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens günstig ist. Das vollständig frei gewordene Kohlenoxyd entweicht durch das vom oberen Ende der Kondensationskammer ausgehende Rohr i i.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Kondensation von reinen oder durch Gas verdünnten Metalldämpfen durch Inberührungbringen dieser Dämpfe mit einer Metallschmelze, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Schmelze ein von dem zu kondensierenden Metall verschiedenes und für dieses ein Lösungsvermögen aufweisendes Metall oder eine Metallegierung von gleichen Eigenschaften verwendet und das Inberührungbr ingen von Schmelze und Metalldämpfen bei einer dem Taupunkt dieser Dämpfe mindestens gleichen Temperatur bewirkt.
DE1938S0132027 1938-05-10 1938-05-10 Verfahren zur Kondensation von Metalldaempfen Expired DE686205C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938S0132027 DE686205C (de) 1938-05-10 1938-05-10 Verfahren zur Kondensation von Metalldaempfen
FR851494D FR851494A (fr) 1938-05-10 1939-03-11 Procédé de condensation de vapeurs métalliques

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DE1938S0132027 DE686205C (de) 1938-05-10 1938-05-10 Verfahren zur Kondensation von Metalldaempfen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE686205C true DE686205C (de) 1940-01-05

Family

ID=7538933

Family Applications (1)

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DE1938S0132027 Expired DE686205C (de) 1938-05-10 1938-05-10 Verfahren zur Kondensation von Metalldaempfen

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FR (1) FR851494A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE905320C (de) * 1943-03-13 1954-03-01 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zum Kondensieren von Zinkdaempfen
DE922491C (de) * 1946-03-12 1955-01-17 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Zink
DE943726C (de) * 1943-03-13 1956-06-01 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Zink

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE905320C (de) * 1943-03-13 1954-03-01 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zum Kondensieren von Zinkdaempfen
DE943726C (de) * 1943-03-13 1956-06-01 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Zink
DE922491C (de) * 1946-03-12 1955-01-17 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Zink

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FR851494A (fr) 1940-01-09

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