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Gießpumpenantrieb einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine mit einer
Verzögerung der Kolbenumkehr Bei Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen ist es bereits
bekannt, den Gießpumpenantrieb mit einer Verzögerung der Kolbenumkehr im zweiten
Teil des Pumpenhubes zu versehen, zu dem Zweck, der gegossenen Zeile genügend Zeit
für das Erstarren zu lassen. Die bekannten Einrichtungen arbeiten in der Weise,
daß beim Abfallen der die Pumpe bedienenden Kurvenrolle von der zugehörigen Kurvenscheibe
der Kolben mit Hilfe einer einstellbaren Leerlaufbohrung unter dem Druck der Pumpenfeder
seinen Hub weiter fortsetzt, bis die Kurve wieder in Eingriff mit der Kurvenrolle
gelangt und den Pumpenkolben anhebt. Bei dieser Einrichtung hängt die Zeit für das
Erstarren davon ab, wieviel Zeit nach dem Füllen der Gießform verstreicht, bis die
Kurvenrolle wieder mit der Kurvenfläche in Eingriff kommt, und da das Füllen der
Form bei langen oder starken Zeilen länger dauert, wird bei dieser Einrichtung die
Zeit für das Erstarren bei langen Zeilen kürzer sein als bei kurzen Zeilen, also
entgegengesetzt der tatsächlichen Notwendigkeit.
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Es ist auch schon vorgeschlagen worden, den Pumpenkolben mittels eines
Langloches mit der Kolbenstange zu verbinden, um beim Rückgang des Pumpenhebels
den Rückzug des Pumpenkolbens zu verzögern; aber auch hierbei bleibt der oben angegebene
Nachteil
bestehen, daß die Zeit für das Erstarren des Metalls um
so kürzer wird, je länger und stärker die gegossene Zeile ist.
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Die Erfindung betrifft eine Einrichtun welche diesen Nachteil nicht
aufweist üii"# bei der die Verzögerung der Kolbenumk@lir:: unabhängig von der Länge
oder Stärke des;., gegossenen Zeile durch einen Stillstand der Pumpenkurve bewirkt
wird, so daß auch bei langen und starken Zeilen genügend Zeit für das Erstarren
des eingespritzten Werkstoffes zur Verfügung steht.
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Zu diesem Zweck wird die Antriebsverbindung für die Pumpenkurve durch
eine Steue--rung an der Kurve unterbrochen und durch eine zweite verstellbare Steuerung
wieder eingerückt. Wenn der Kolben mit Hilfe einer einstellbaren Leerlaufbohrung
unter dem Druck der Pumpenfeder seinen Hub nach dem Füllen der Gießform weiter fortsetzt,
so rückt er gemäß der Erfindung beim Erreichen der unteren Totpunktlage über ein
Gestänge die Antriebskupplung wieder ein. .
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Nach einer weiteren Ausführungsform kann eine der Unterbrechung des
Kurvenantriebs dienende Zahnlücke am Zahnrad durch einen auf der gleichen Achse
drehbaren Zahnsektor überbrückt werden, der durch eine Feder mit dem Zahnrad verbunden
ist und über einen verstellbaren Anschlag die Verzahnung wieder einrückt, wie dies
für aussetzende Zahntriebe an sich bekannt ist.
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Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Gießvorrichtung einer Matrizensetz-
und Zeilengießmaschine, teilweise im Schnitt, nach der einen Ausführungsform der
Erfindung, wobei die Teile in ihrer gewöhnlichen Ruhelage veranschaulicht sind,
Fig. 2 einen Grundriß des Pumpenkolbens mit der Kolbenstange im Schnitt, Fig. 3
einen senkrechten Schnitt durch den Pumpenkolben und veranschaulicht die einstellbare
Nebenöffnung und die dazugehörige Einstellvorrichtung, Fig. 4 eine ähnliche Darstellung
wie Fig. i, aber den Kolben, wenn er sich dem Ende seines Arbeitshubes nähert und
nachdem. die Maschine angehalten ist, Fig. 5 eine ähnliche Darstellung mit dem Pumpenkolben
am Ende des wirksamen Hubes nach dem Wiederanlassen der Maschine, Fig. 6 einen Aufriß
der Hauptantriebskupplung der Maschine mit den dazugehörigen Verbindungen, Fig.
7 einen Längsschnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 4., Fig. S eine Seitenansicht der
Gießvorrichtung einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine, teilweise im Schnitt,
nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung, wobei die Teile in ihrer gewöhnlichen
Ruhei'4,ge sind, g.9 eine Seitenansicht des getriebenen Gnrades und des Zahnsegmentes
aus Fig. S, :.Wobei die Teile in einer Lage veranschaulicht sind, in der der zahnlose
Teil des getriebenen Rades dem treibenden Zahnrad gegenübersteht, Fig. io eine ähnliche
Darstellung wie Fig. 9, aber die Teile in einer Lage, in der das Zahnsegment in
Eingriff mit dem getriebenen Rad steht, um den zahnlosen Teil des letzteren an dem
treibenden Zahnrad vorbeizubewegen, Fig. i i eine ähnliche Darstellung wie Fig.
9, jedoch mit den Teilen in einer Lage, in der das Zahnsegment sich an dem treibenden
Zahnrad vorbeibewegt hat und zur Ruhe gekommen ist, Fig. 1a einen Aufriß eines Teiles
der Vorrichtung nach Fig. i i und veranschaulicht die Teile unmittelbar nachdem
das getriebene Rad das Zahnsegment zur Vollendung des Maschinenkreislaufes mitgenommen
hat, Fig. 13 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie 6-6 in Fig. io und Fig.
1d. einen Schnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 9.
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In Fig. i sind die Teile in der Lage dargestellt, die sie kurz vor
Beginn des Gießvorganges einnehmen. Die mit einem Schlitz verseheneGießform A, die
von dem umlaufenden Gießrade A1 getragen wird, ist an der Vorderseite durch die
gesetzte Zeile X abgeschlossen, die durch den Gießschlitten B gehalten wird, und
an der Rückseite durch das Mundstück des Gießtopfes C, der einen Vorrat an geschmolzenem
Metall enthält. Der Gießtopf ist mit einem Gießhals Cl versehen, durch den das geschmolzene
Metall durch einen federbelasteten Kolben D in die Gießform gepumpt wird. Der Kolben
bewegt sich in dem innerhalb des Topfes angeordneten Zylinder C°, der mit dem Gießhals
Cl in Verbindung steht. Der Kolben D ist durch eine Stange oder einen Lenker Dl
mit dem langen Arm eines Winkelhebels D2 verbunden, der einen hülsenförmigen Teil
D3 aufweist, mit dein er auf einer festliegenden Querstange D4 des Maschinenrahmens
gelagzrt ist. An dem Hebel ist noch ein Arm D5 angebracht, der unterhalb eines zweiten
ebenfalls auf der StangeDi gelagerten Hebels D° liegt, dessen freies Ende an@einer
Zugfeder D' anfaßt. Letztere ist an dem Maschinenrahmen verankert und bewegt durch
die beschriebenen Verbindungen den Kolben D. Der kürzere Arm des Winkelhebels D2
ist mit einer Rolle Dg versehen, die auf dem Umfang der üblichen umlaufenden Kurve
D° läuft, die auf der Hauptwelle der
Maschine fest angeordnet ist.
Die Umfangsfläche der Kurve D9 ist im allgemeinen konzentrisch, mit Ausnahme eines
Teiles, der fortgeschnitten ist, also eine Vertiefung D11 bildet. Wenn die Maschine
in der Ruhelage ist, ist die Rolle DB in Berührung mit dem konzentrischen Teil der
Kurve D1, so daß der Kolben D in der angehobenen unwirksamen Lage gehalten wird,
in der er in Fig. i gezeigt ist. Diese Bedingung bleibt bestehen, bis der Gießvorgang
beginnt. Dann bringt die in der gezeigten Richtung umlaufende Kurve die nach abwärts
gerichtete Fläche d der Vertiefung D11 in Eingriff mit der Rolle De, die dann plötzlich
an dieser Fläche nach dem Boden der Vertiefung abfällt, so daß die Feder D' den
Kolben niederdrücken und eine entsprechende Menge geschmolzenes Metall in die Gießform
drücken kann. Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, ist der konzentrische Teil der
Kurve D1 bei d= etwas verlängert, so daß er den schrägen Teil d überlappt und auf
diese Weise das Niederdrücken des Kolbens durch die wirksame Feder verzögert, aber
einen rascheren Abfall des Kolbens als gewöhnlich ergibt. Wenn die Kurve ihre Drehbewegung
fortsetzt, wird die Rolle D1 früher oder später durch die nach aufwärts gehende
schräge Fläche dl der Vertiefung D'° erfaßt, und die Teile werden allmählich wieder
in ihre Anfangslage für den nächsten Gießvorgang zurückgebracht.
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Soweit bisher beschrieben, ist die Maschine im wesentlichen in gleicher
Weise ausgeführt wie die bekannten Maschinen, und die bisher beschriebenen Teile
gehören nicht zu der Erfindung.
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Während des Gießens erreicht die Rolle DB unter gewöhnlichen Bedingungen
selten den Boden der Vertiefung D11, da der Kolben D bei seiner Abwärtsbewegung
in der einen oder anderen Höhenlage angehalten wird entsprechend der Menge des für
das Gießen zu verdrängenden Metalls. Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen,
dem Kolben einen gleichmäßigen Arbeitshub zu geben, unabhängig von der Größe der
zu gießenden Zeile, so daß er bei jedem Guß um den gleichen Betrag abwärts geht.
Zu diesem Zweck ist der Kolben an seinem unteren Ende mit einem mit Innengewinde
versehenen Teil D12 versehen, der nach unten hin eine Bohrung D" aufweist, die durch
den Boden des Kolbens hindurchgeht. Außerdem ist eine seitliche Verbindungsöffnung
D14 vorgesehen, die in die Tasche D15 hineinragt, die an der Innenseite des Kolbens
vorgesehen ist und zur Aufnahme der Kolbenstange Dl dient. In den mit Gewinde versehenen
Teil D12 ist eine Ventilstange D11 eingesetzt, die die Form einer langen Einstellschraube
hat, die über das geschmolzene Metall in dem Topf hinausragt. Die Stange D11 dient
zur Veränderung des Ouerschnittes der durch die Bohrungen Dls und D14 gebildeten
Nebenöffnung. Wenn der Pumpenkolben D durch die Feder D' bewegt wird, geht er rasch
abwärts, bis die Gießform mit geschmolzenem Metall gefüllt ist, und dann geht er
allmählich weiter, bis der volle wirksame Hub vollendet ist, so daß die Rolle DB
in allen Fällen den Boden der Vertiefung D11 erreicht oder so dicht wie gewünscht
an diesen Boden herangelangt. Die durch den Kolben bei seiner Bewegung aus der Stellung,
in der die Gießform gefüllt ist, bis zu seinem Hubende verbrauchte Zeit kann durch
die Einstellung der Ventilschraube D11 verändert werden, um den Bedingungen zu entsprechen;
denn es ist ja erwünscht, diese Zeit für größere Zeilen zu verlängern und für kleinere
Zeilen zu verkürzen. Die einstellbare Nebenöffnung bildet daher in Wirklichkeit
eine Zeitregelv orrichtung, die dazu benutzt werden kann, um die Pause während des
Gießvorganges bei dem gewöhnlichen Arbeitsgang der Maschine zu bestimmen.
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Die Hauptwelle G der Maschine, auf der die den Kolben steuernde Kurve
D1 angeordnet ist, wird durch ein großes Zahnrad E angetrieben, das mit einem Antriebszahnrad
El auf einer Hilfswelle E2 kämmt. Letztere ist in der üblichen Weise mit der Hauptantriebskupplung
ausgerüstet, die aus einer Scheibe E3 und Kupplungsschuhen E4 besteht (Fig. 6).
Wenn die Maschine in :der Ruhelage ist, sind die Kupplungsschuhe E4 außer Eingriff
mit der Scheibe E3, wie in Fig.6 gezeigt ist, aber wenn in bekannter Weise die gesetzte
Zeile nach dem Gießschlitten B überführt wird, kommen die Kupplungsschuhe E4 selbsttätig
mit der Scheibe E3 in Eingriff und setzen den üblichen einmaligen Kreislauf der
Maschine in Gang. Nach der Vollendung dieses Kreislaufes werden die Kupplungsschuhe
E4 selbsttätig außer Eingriff gebracht, um die- Maschine anzuhalten. Die Bedienung
der Kupplungsschuhe E4 geschieht durch den üblichen Kupplungsschalter E5. Diese
Kupplungsvorrichtungen werden nun auch zum Anhalten und Wiederanlassen der Maschine
während des Gießvorganges benutzt.
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An der Nabe D5 des die Pumpe bedienenden Hebels D2 ist ein nach unten
ragender langer Arm F vorgesehen, der an seinem unteren Ende eine Einstellschraube
F1 trägt. Letztere wirkt mit einem Schlitten F= zusammen, der in einer in einem
Block F3 angebrachten Führung gleitet. Der Block ist starr an dem Ende .der Hauptwelle
G befestigt. Wenn die Hauptwelle G umläuft, wird der Schlitten F= mitgenommen. Dieser
Schlitten
ist an seinem einen Ende mit einem Kurvenstück F4 versehen
(Fig. 7), das mit einer Rolle F5 zusammenwirkt, die an dem oberen Ende des senkrechten
Hebels F° sitzt. Letzterer ist in seiner Mitte an einen festen Rahmen F' angelenkt
und trägt an seinem unteren Ende eine Einstellschraube Fe (Fig. 6), die sich gegen
das eine Ende einer Stange F° legt, deren zweites Ende mit dem Kupplungsschalter
E5 verbunden ist. Die Anordnung ist so, daß, wenn sich :die Kurvenwelle G so weit
gedreht -hat, daß die Kurve D° in die Pumpenau:slöselage :gelangt ist, das Kurvenstück
F4 die Rolle F5 erfaßt und den Hebel F9 so schwenkt, daß die Hauptantriebskupplung
entkuppelt und dadurch derKreislauf derMaschine angehalten wird. Zu dieser Zeit
zieht indessen die Feder D' den Pumpenkolben nach abwärts, so daß er seinen Arbeitshub
ausführt und die Gießform mit geschmolzenem Metall füllt. Fig. .4 zeigt den Kolben
bei seiner Abwärtsbewegung nahe dem Hubende. Bei der Vollendung des Arbeitshubes
unter dem verzögernden Einfluß der einstellbaren Nebenöffnung nimmt schließlich
der Kolben die in Fig. 5 .gezeigte Lage ein, und hierbei schwingt er den Hebel F
nach rückwärts, so daß auch der Schlitten F= nach rückwärts verschoben wird. Durch
diese Rückwärtsbewegung des Schlittens F2 wird das Kurvenstück F4 von der Rolle
F5 frei (Fig. 5), und es kann die Hauptantriebskupplung unter dem Einfluß der üblichen
Feder wieder gekuppelt werden. Wenn dies eintritt; wird die Maschine wieder in Bewegung
gesetzt, und -die Kurve D9 bringt bei der Wiederaufnahme der Drehung ihre schräge
Fläche dl in Eingriff mit der Rolle DB und bewirkt auf diese Weise den Rückwärtshub
des Pumpenkolbens. Während des Rückwärtshubes des Pumpenkolbens wird der Schlitten
F= unter der Wirkung einer Rückzugsfeder F9 wieder in seine Anfangslage in dem Block
F3 eingestellt. Schließlich kommen die Teile, wenn die Maschine ihren gewöhnlichen
Arbeitsgang vollendet hat, wieder in die in Fig. i gezeichnete Anfangslage.
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Die gewünschte Verzögerung beim Gießen geschieht dadurch, daß zuerst
die Antriebskupplung entkuppelt wird, um die Maschine zu Beginn der Abwärtsbewegung
>des Pumpenkolbens anzuhalten, und alsdann die Kupplung wieder eingekuppelt wird,
um die Maschine bei Vollendung des wirksamen Kolbenhubes wieder in Gang zu setzen.
Der Zeitraum zwischen dem Anhalten und- dem Wiederanlassen der Maschine wird durch
die Nebenöffnung gesteuert, die in dem Pumpenkolben vorhanden ist, da diese Nebenöffnung
einen Durchtritt des Metalls hinter den Kolben aus dem Druckraum in den Vorratsraum
des Gießtopfes bestattet, nachdem die Gießform mit .geschmolzenem Metall gefüllt
ist, so daß auf diese Weise der Pumpenkolben immer das Ende seines Arbeitshubes
erreichen kann. Es ist natürlich nicht notwendig, die Nebenöffnung bei jeder verschiedenen
Zeilenstärke zu ändern, vielmehr dient das einstellbare Ventil D'e mehr dazu, den
Zeitraum für Zeilen innerhalb eines .bestimmten Bereiches festzulegen. Beim Gießen
kleiner Zeilen kann die Nebenöffnung vollständig geöffnet sein, so daß der Kolben
seinen vollen wirksamen Hub in der geringsten Zeit zurücklegen kann, während beim
Gießen größerer Zeilen der Querschnitt der Nebenöffnung stark vermindert wird, um
den Zeitraum zu vergrößern; denn beim Gießen solch starker Zeilen ist die Stellung
des Kolbens, bei -der die Gießform gefüllt ist, dem Ende seines Hubes viel näher.
Es ist nicht wesentlich, daß die Nebenöffnung in dem Kolben überhaupt veränderlich
ist, wenn ihr Querschnitt für den Zeitraum eingerichtet wird, der für das Gießen
der größeren Zeilen erforderlich ist, da ja diese die größte Verzögerung beim Gießvorgang
,benötigen. Durch die Veränderung der Nebenöffnung jedoch kann der Zeitraum für
kleinere Zeilen abgekürzt werden, bei denen nicht die gleiche Verzögerung beim Gießen
notwendig ist und ohne eine Veränderung der Nebenöffnung .die Pause noch größer
sein würde, da ja doch die Gießformfüllstellung des Kolbens von der Stellung bei
Vollendung des Arbeitshubes weiter entfernt ist. In der Praxis kann die Einstellung
der Nebenöffnung für bestimmte verschiedene Bereiche von Zeilengrößen erfolgen und
dann so berechnet werden, daß ungefähr .der gleiche Stillstandszeitraum für das
Gießen aller Zeilen entsteht.
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Bei der in Fig. 8 bis 14 dargestellten weiteren Ausführungsform der
Erfindung sind etwas andere Mittel zum Erzeugen der Verzögerung bei der Rückwärtsbewegung
des Pumpenkolbens nach dem Füllen der _ Gießform mit Metall vorgesehen.
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Wie üblich, wird die Hauptwelle II der Maschine, auf der die Pumpenkolbenkurve
D9 angeordnet ist, durch eine Antriebswelle M1, durch ein Antriebszahnrad !1'T=
und ein getriebenes Zahnrad M3 auf der Hauptwelle 111 in Umdrehung versetzt, und
während jedes Kreislaufs dreht sich das Zahnrad 311 ständig, während die
Kurvenwelle M eine einzige Umdrehung vollführt. Dieses Zahnrad M3 ist nun gemäß
der Erfindung mit einer Lücke versehen; es hat nämlich einen Teil M', an dem drei
Zähne fehlen, und wenn diese Lücke an das Antriebsrad I/12 herankommt, was geschieht,
wenn die Rolle D8 über der Aussparung
D'° der Kurve D3 liegt, hört
die Drehung des Rades 1y73 auf, und nach einer bestimmten Pause für das Kühlen der
Zeile wird das Zahnrad weitergetrieben, so daß der Maschinenkreislauf vollendet
werden kann. Die Einrichtung zum Wiederingangsetzen des .getriebenen. Rades enthält
Vorrichtungen, die dazu dienen, die Lücke 1Y74 .des getriebenen Rades M3 an dem
treibenden Zahnrad 1112 vorbeizubewegen, so daß die beiden Zahnräder wieder miteinander
in Eingriff gelangen.
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Die Wiedereinschaltvorrichtung besteht aus einem ZahnsegmentN (Fig.
i3), das frei auf der Hauptwelle 1l1 angeordnet ist und gegenüber dem getriebenen
Rad I113 eine Drehbewegung ausführen kann. Der äußere Teil des Zahnsegments ist
gekröpft, so daß die Umfangskante neben der Umfangskante des getriebenen Rades liegt,
und mit Zähnen versehen, die ebenfalls mit den Zähnen -des Antriebsrades M' in Eingriff
kommen können. Das Zahnrad1112 ist zu diesem Zwecke verbreitert.
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Bei der gewöhnlichen Lage der Teile (Fig. 8) überlappt das Zahnsegment
N an seinem vorderen Ende die Lücke M4 des getriebenen Rades MB und liegt vor dem
treibenden Zahnrad M2. Diese Stellung wird durch eine einstellbare Schraube NI bestimmt,
die durch einen Ansatz N2 hindurchgeschraubt ist, der selbst an der einen Fläche
des Zahnsegmentes angeschraubt ist. Die Anschlagschraube legt sich gegen eine Hülse
E1. Die Stellungen des Zahnsegmentes N und des getriebenen Zahnrades M3 zueinander
werden durch eine Zugfeder N3 aufrechterhalten, die die Nabe des Zahnsegmentes teilweise
umgibt und an dem einen Ende an dem' Zahnsegment und dem anderen Ende an einer Kurve
der Kurvenwelle E befestigt ist.
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Kurz nach dem Beginn des Zeilengusses kommt der vertiefte Teil D'°
in der Kurve D' in die Lage gegenüber der Rolle D8, so daß, wie bereits erwähnt,
der Kolben D unter der Wirkung seiner Feder D' nach abwärts gehen kann, um das Metall
in die Gießform zu drücken. Gleichzeitig hiermit kommt die Lücke M4 des getriebenen
Rades M3 vor das Antriebszahnrad M2, d. h. in die Stellung nach Fig. 9, worauf die
Drehung der Hauptwelle M aufhört. Zu dieser Zeit jedoch kämmt das Zahnsegment mit
dem Antriebsrad, und obwohl, wie bereits erwähnt, das getriebene Zahnrad stillsteht,
setzt sich die Drehung des Zahnsegmentes infolge der Leerbewegung, die zwischen
den beiden Teilen möglich ist, fort.
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Das Zahnsegment N dreht sich allein weiter, bis es die in Fig. io
gezeigte Stellung erreicht hat, in der eine Anschlagschraube N4, die in einen Ansatz
NI an der Fläche des Zahnsegmentes gegenüber dem Anschlag N° (Fig. 13) eingeschraubt
ist, mit einer der Speichen des getriebenen Zahnrades 313 in Eingriff kommt. Der
Eingriff der Speiche des getriebenen Rades mit der Schraube N4 tritt ein, bevor
die Zähne an dem hinteren Ende des Zahnsegmentes N das Antriebszahnrad M2 verlassen,
so daß, wenn das treibende Zahnrad das Zahnsegment weiterdreht, letzteres durch
die beschriebene Verbindung das Zahnrad 1h13 wieder in Tätigkeit setzt, so daß sich
der zahnlose Teil ib14 an dem treibenden Zahnrad vorbeibewegt. Die Weiterdrehung
des getriebenen Rades wird dann fortgesetzt, wobei der Antrieb unmittelbar durch
das Antriebszahnrad M= erfolgt, bis der Maschinenkreislauf vollendet ist.
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Wenn das Zahnsegment t1% über das antreibende Rad M2 hinausgegangen
ist, wird seine Drehung (Fig. i i) durch den Eingriff einer federnden Falle 0 angehalten,
die in einem Rahmen 01, der an dem Maschinengestell befestigt ist, liegt.
Die Falle tritt in eine Aussparung Ns an der unteren Fläche des Ansatzes N= ein,
in welche der Anschlag N1 eingeschraubt ist. Diese Stellung des Zahnsegmentes wird
aufrechterhalten, bis bei der fortgesetzten Drehung des angetriebenen Rades M3 die
Hülse Ei in Eingriff mit dem Anschlag N1 kommt (Fig. 1a). Darauf wird das Zahnsegment
N von dem getriebenen Rad 1L13 mitgenommen und die Falle 0 aus der Aussparung NI
herausbewegt, und dies kann infolge der Anordnung der Aussparung und der Falle an
dem äußeren Ende des Segmentes leicht erfolgen. Die Falle 0 enthält einen großen
Kopfteil 02, der in einer langen, zylindrischen Aussparung 03 gleitet, und einen
Teil 04 von geringerem Durchmesser, der von einer Druckfeder 01 umgeben wird, die
zwischen dem Kopf der Falle und der Grundfläche der Aussparung wirkt. Der Teil von
geringerem. Durchmesser erstreckt sich durch die Grundplatte der Aussparung hindurch
und hat mehrere Muttern 01, die darauf aufgeschraubt sind und durch deren Einstellung
der Kopf der Falle in die richtige Lage gebracht werden kann. Der Ansatz N2 an dem
Zahnsegment ist mit einer abgeschrägten Fläche N7 versehen, die mit der Falle in
Eingriff kommt und dazu dient, sie niederzudrücken, so daß sie unter :dem Anschlag
entlang gleiten und in die Aussparung NI am Fuße des Anschlages eintreten kann,
wenn das Zahnsegment N sich in die in Fig. i i gezeigte Lage bewegt hat.
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Die Länge des Zahnsegmentes N und der Betrag der Leerbewegung zwischen
ihm und dem getriebenen Rade M3 sind so, daß eine genügende Pause während des Gießkreislaufes
entsteht, damit auch die größten Zeilen richtig in der Gießform erstarren können,
und
für Zeilen anderer Stärke kann die Dauer der Pause durch die
Einstellung der Anschlagschraube N4 geregelt werden. Die verschiedenen Einstellungen
der Anschlagschraube N4 werden durch eine Sperrmutter N$ aufrechterhalten. Die Anschlagschraube
oder der Anschlag NI ist ebenfalls einstellbar, um ein genaues Ausrichten zwischen
den Zähnen des Zahnsegmentes und den Zähnen des getriebenen Rades zu ermöglichen,
und die Einstellung dieser Schraube wird ebenfalls durch eine Sperrmutter 11,t3
aufrechterhalten.
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Wenn kleine Zeilen gegossen werden, kann die Pause beim Gießen überflüssig
sein, und aus diesem Grunde ist eine Einrichtung vorgesehen, um das Zahnsegment
N und das getriebene Rad M3 in ihrer gewöhnlichen Lage miteinander zu kuppeln, in
der das Zahnsegment die Lücke M4 des getriebenen Rades überdeckt, und wenn die Teile
so gekuppelt sind, arbeitet die Maschine in der gewöhnlichen Weise.
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Zum Kuppeln (Fig. 9, 13 und 14) dient ein Stift P an dem Zahnsegment,
der in der Querrichtung durch das Zahnsegment hindurch in ein Loch M5 in dem getriebenen
Rad M3 eingesteckt werden kann, und dieses Loch steht in gleicher Richtung mit dem
Stift, wenn das Zahnsegment und das getriebene Rad in ihrer Anfangslage sind. Wenn
der Stift aus der in Fig. 13 gezeigten Stellung nach rechts in das Loch M5 hineinbewegt
wird, sind die beiden Zahnräder miteinander gekuppelt und wirken als ein einheitliches
getriebenes Zahnrad, dessen Zähne über den ganzen Umfang ununterbrochen sind. Die
verschiedenen Einstellungen des Kupplungsstiftes P werden durch eine federnde FalleP1
aufrechterhalten, die in eine von zwei Aussparungen P= an dem Stift, je nach seiner
Stellung, einfaßt. Die Einstellung des Stiftes geschieht durch eine mit einem geriffelten
Kopf versehene Schraube P3, die durch einen Schlitz P4 an dem Ende des Zahnsegmentes
hindurchgeht; der Schlitz ist so lang, daß die Einstellung möglich ist. Die Schraube
P3 ist in der Querrichtung in den Kupplungsstift eingeschraubt und verhindert eine
Drehung des Stiftes, so daß die Aussparung P2 in ihm immer in gleicher Richtung
mit der federnden Falle liegt. Der Stift P ist an dem dem getriebenen Rad gegenüberliegenden
Ende ausgespart, und zwar nur zu dem Zweck, freie Bahn für gewisse Maschinenteile
während der Drehung des Zahnsegmentes zu haben.