DE684095C - Herstellung von reinem Destillat aus Seewasser oder aehnlichem verunreinigtem Wasser - Google Patents
Herstellung von reinem Destillat aus Seewasser oder aehnlichem verunreinigtem WasserInfo
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- DE684095C DE684095C DEB183082D DEB0183082D DE684095C DE 684095 C DE684095 C DE 684095C DE B183082 D DEB183082 D DE B183082D DE B0183082 D DEB0183082 D DE B0183082D DE 684095 C DE684095 C DE 684095C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit der Herstellung von reinem Destillat aus Seewasser
und ähnlicher verunreinigter Wässer in räumlich beschränkten Anlagen, besonders auf
Schiffen.
Bei der Verwendung engrphriger Hochdruckdampfkessel müssen die höchsten Ansprüche
an die Reinheit des Kesselspeisewassers gestellt werden. Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang ein Salzgehalt
des Wassers, auch wenn dieser nur gering ist. Es entstehen dann leicht Korrosionen, die
kostspielige und zeitraubende Reparaturen und Überholungsarbeiten erforderlich machen, was
besonders für Seeschiffe schwer wiegende Nachteile mit sich bringt. Ebenso müssen an
Trinkwasser sowie an Wasser für die Füllung von Akkumulatoren, beispielsweise aiuf
U-Booten, sowie für andere technische Zwecke in bezug auf die Salzfreiheit die allerhöchsten
Ansprüche gestellt werden.
Die bisher für die Beschaffung von Wasser so hohen Reinheitsgrades benutzten Destillieranlagen,
in denen das Seewasser durchweg zweimal verdampft wird, hatten neben einem großen Raumbedarf ein außerordentlich holies
Eigengewicht. Beides ist natürlich für räumlich beschränkte Anlagen ein sehr großer
Nachteil, besonders auf Schiffen, wo mit jedem Kubikmeter Raum gegeizt wird.
Außerdem erforderten die bisher hierzu benutzten Anlagen einen großen Aufwand an
Bedienung und Instandhaltung.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung beseitigt durch die Verwendung eines
schnell umlaufenden, aus dachförmigen Einzeltellern bestehenden, an sich als Fliehkraftabscheider
bekannten Tellerpaketes im· Dom eines Verdampfers für Seewasser oder ähnliche
Wässer zur Herstellung reinen, destillierten Wassers.
Für die Reinigung von Industrieabgasen, hat man nämlich an sich schon solche Tellerpakete
mit dachförmigem Querschnitt als Fliehkraftabscheider verwendet und sie als zweite Arbeitsstufe im Gasauslaß von Zyklonen
eingebaut, um so auch noch den Feinstaüb
zu erfassen und abzuscheiden, der in dem
Zyklon von der Fliehkraft noch nicht be zwungen werden konnte. r
Wie nun ein solches an sich als Fliehkra/t*
abscheider bekanntes, umlaufendes TeIlI
paket nach der Erfindung im· Dom eines
dampf ers für Seewasser oder ähnliche Wasser praktisch eingebaut wird, geht beispielsweise
dampf ers für Seewasser oder ähnliche Wasser praktisch eingebaut wird, geht beispielsweise
ίο aus der Zeichnung hervor.
In der Abbildung ist α das Gehäuse eines Verdampfers, b die Heizschlange. Der Heizdampf
tritt bei c in die Heizschlange b und bei d als Kondensat aus. Der Verdampfer
wird durch e mit Seewasser oder ähnlichen Wässern gespeist. Durch die Öffnung/ wird
die Lauge abgelassen. Im Dom& bzw. im oberen Teil des Rohwasserverdampfers ist nun
ein mit hoher Umdrehungszahl laufender, an sich als Fliehkraftabscheider bekannter, aus
dachförmigen Einzelteilen! i in kleinen Abständen
zusammengefügter Separatorgli eingebaut, der über eine Welle« angetrieben
wird. Diese wird durch eine Stopfbüchse ο nach außen Mn abgedichtet.
In der vorliegenden Abbildung ist der Separator gli so am Verdampfergehäuseα angeflanscht,
daß der Tellereinsatz i in den Verdampfer k hineinragt. Der erzeugte Dampf
steigt in den Dom und tritt am äußeren Umfang in die Teller des Separators, ein. Durch
die Fliehkraft des schnell umlaufenden Separators werden nun die mit dem Dampf in die
Teller eintretenden, mit Salz- und Schmutz:- teilchen gesättigten Wassertropfen ausgeschleudert,
so daß nur der trockene, reine Dampf durch den Kanal I im Innern der
Trommel abziehen kann. Der Dampf verläßt dVnn durch den Stutzen m den Apparat land
'iitomt zum Kondensator, in dem er 'dann zu
vollkommen reinem Wasser verdichtet wird. Es ist verständlich, daß das mit sehr hoher
Geschwindigkeit umlaufende Teller paket auch die letzten Reste von Feuchtigkeit aus dem
Dampf herausschleudert, wenn dieser durch die zahlreichen Lamellen des Tellerpaketes
hindurchstreicht. Da die Zwischenräume dem Durchtritt des Dampfes einen außerordentlich
großen Gesamtquerschnitt bieten, so erklärt sich .die sehr große Leistungsfähigkeit
des umlaufenden Tellerpaketes gerade bei seiner erfindungsgemäßen Verwendung für
den vorliegenden besonderen Zweck und damit die äußerst geringen Abmessungen des
sich 'dabei ergebenden Gesamtapparates und auch dessen geringes Eigengewicht. Das
alles sind Vorzüge,, die besonders für den Schiffsbau von allergrößter Bedeutung sind.
Claims (1)
- Patentanspruch:Die Verwendung eines schnell umlaufenden, aus dachförmigen Einzeltellern bestehenden, an sich als Fliehkraftabscheider bekannten Tellerpaketes im Dom eines Verdampfers für Seewasser oder ähnliche Wasser zur Herstellung reinen, destillierten Wassers.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB183082D DE684095C (de) | 1938-05-12 | 1938-05-12 | Herstellung von reinem Destillat aus Seewasser oder aehnlichem verunreinigtem Wasser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB183082D DE684095C (de) | 1938-05-12 | 1938-05-12 | Herstellung von reinem Destillat aus Seewasser oder aehnlichem verunreinigtem Wasser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE684095C true DE684095C (de) | 1939-11-22 |
Family
ID=7009469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB183082D Expired DE684095C (de) | 1938-05-12 | 1938-05-12 | Herstellung von reinem Destillat aus Seewasser oder aehnlichem verunreinigtem Wasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE684095C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003693B (de) * | 1952-10-06 | 1957-03-07 | Bayer Ag | Fliehkraft-Tropfenabscheider fuer Duennschichtverdampfer |
| US3200050A (en) * | 1960-04-14 | 1965-08-10 | Aquastills Inc | Thermal compression stills |
-
1938
- 1938-05-12 DE DEB183082D patent/DE684095C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003693B (de) * | 1952-10-06 | 1957-03-07 | Bayer Ag | Fliehkraft-Tropfenabscheider fuer Duennschichtverdampfer |
| US3200050A (en) * | 1960-04-14 | 1965-08-10 | Aquastills Inc | Thermal compression stills |
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