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Einrichtung zum Reinigen von Bierleitungen Das Hauptpatent 66q.863
bezieht sich auf eine Einrichtung zum Reinigen= von Bierleitungen mittels eines
Spülstromes unter Zusatz von mechanischen Reinigungskörpern, wie Glasperlen. oder
Schwämmchen. Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigung der Zäpfleitungen
zu ermüglichen, ohne daß eierforderlich ist, das betreffende Faß von der Leitung
abzuschlagen, wobei gleichzeitig auch die Bedingung erfüllt wird, zu vermeiden,
daß in der Zapfleitung stehendes Bier ins Faß zurückgedrückt wird. Die Lösung dieser
Aufgabe besteht in der Benutzung eines, als Drehventil ausgebildetem, sich nach
der Richtung des kleinsten Widerstandes eistellenden Verteilventils für den Spülstrom,
so daß dieser beim Öffnen eines Zapfhahns am Büfett unter gleichzeitiger Öffnung
der Hauptspülleitung selbsttätig auf die betreffende Bierleitung umgeschaltet wird.
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Durch die Benutzung von zwei wechselseitig arbeitenden Rückschlagventilen
wird dabei das ,'Eindringen von Spülflüssigkeit in die Bierleitung und das Zurückdrücken
des Bieres in das Faß verhütet. Wenngleich dabei bereits Hifsrnittel vorgesehen
wurden, um die Ventilkugeln immer aus dem Strom ,der Spülflüssigkeit, besonders
dem der. Reinigungskörper, herauszuhalten, . um so ein Festsetzen zu vermeiden,
so zeigt die Einrichtung, besonders das benutzte Verteildrehventil, doch noch einige
bauliche Gebundenheiten.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Weiterbildung der
Ausführung des grundsätzlichen Gedankens des Hauptpateints,
und
zwar wird das Verteilventil in seinem Aufbau und besonders in Hinblick auf den besseren
Durchgang der Reinigungskörper
| ganz wesentlich verbessert. So wird st |
| eines sich selbsttätig nach. der Richtung |
| kleinsten Widerstandes einstellenden Dir , |
| verteilventils eine im Aufbau wesentlich |
fachere Klappeneinrichtung benutzt. Die Steuerklappe dieses Ventils wird durch die
fließende Spülflüssigkeit umgestellt, und zwar ist das Ventil so ausgebildet, daß
die Klappe den eintretenden Spülstrom auf eine von zwei Abzweigleitungen umschaltet.
Sind am Büfett mehrere Zapfleitungen vorhanden, so wird durch einfaches Hintereinanderschalten
der nach Art eines Hosenrohres ausgebildeten Klappenventile die Verteileinri:chtun
g vergrößert.
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Zum Spülen von Bierleitungen hat man wohl bereits vorgeschlagen, die
Bierleitungen von zwei Fässern zu trennen und die Leitungen untereinander zu kuppeln,
wobei die eine Leitung als Zufuhr- und die andere als Rückführleitung für den Spülstrom
dient. Dabei ist auch vorgesehen, eine Verteileinrichtung für die Reinigungskörper
zu benutzen, die aber in erster Linie als Einschleusvorric'htung wirkt. Andererseits
fehlt bei. dieser bekannten Einrichtung das die Erfindung beherrschende Merkmal
der Benutzung eines sich selbsttätig einstellenden Verteilventils, somit sich die
bekannte Einrichtung von der Erfindung grundsätzlich unterscheidet.
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Der Aufbau und die Wirkungsweise der Verteileinrichtung gemäß der
Erfindung sollen an Hand der beiliegenden Zeichnung beschrieben werden, die die
Verteileinrichtung im Schnitt wiedergibt.
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Wie bei der Anordnung nach dem Hauptpatent 66q.863 führt von dem in
der Regel über dem Gläserspülkasten angeordneten Wasseranschluß eine Leitung zu
der Verteileinrichtung i g, die zweckmäßig im Keller in der Nähe der Bierfässer
untergebracht ist. Die Spülstromverteileinrichtung i9 besteht aus einem mit den
drei Anschlüssen 2¢, 25, 25' versehenen Hosenstück, in dessen Scheitelpunkt die
Steuerklappe 26 gelagert ist. An dem Stutzen 24 ist die Spülwasserzuführwngsleitung
angeschlossen, während die Stutzen 25, 25' in der durch das Hauptpatent 66¢ 863
bekannten Weise zu den Rückschlagventilen und von dort aus in die eigentliche Bierleitung
führen. Die mechanischen Reinigungskörper, wie Glasperlen oder Schwämmchen, werden
durch irgendeine geeignete Vorrichtung, beispielsweise einen Schleusenhahn, in den
Spülstrom eingeführt.
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Geht man einmal von der in der Zeichnung wiedergegebenen Stellung
der Steuerklappe 26 aus und soll beispielsweise die an dem Stutzen 25 angeschlossene
Leitung gespült werden, so wird unter Öffnen des betreffenden
| ,ierhahns und gleichzeitigem Anstellen des |
| e,pülstromes in der Bierleitung ein Druck- |
| e`bfäll erzeugt, so daß der bei 24. in die |
| W"erteileinrichtung eintretende Spülstrom durch |
den Stutzen 25 abfließt, weil in dem Anschluß 25' der in der damit in Verbindung
stehenden Bierleitung herrschende statische Druck vorhanden ist. Mit der Umbiegung
des Spülstromes aus dem Anschluß 24 zum Anschluß 25 wird nun die Steuerklappe 26
selbsttätig in ihre entgegengesetzte Endlage gebracht, so .daß die ,im Spülstrom
mit schwimmenden Reinigungskörper mit Sicherheit in den Ableitungsstutzen 25 eingelenkt
werden. Sind an einem Büfett mehr als zwei Fässer angelegt, so ist man durch einfaches
Hintereinanderschalten mehrerer Verteileinrichtungen in der Lage, den Spülstrom
auf jede beliebige Anzahl Bierleitungen zu verteilen; in diesem Falle wird immer
einer der Ableitungsstutzen 2 5,
25' mit dem Einla.ßstutzen 2,4 der nächsten
Verteileinrichtung gekuppelt.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung wird darin gesehen, daß die Vereinfachung
im Aufbau der Verteileinrichtung auch in bezug auf die bequeme Reinigungsmöglichkeit
dieser durchgeführt wird. So wird die Ventilklappe 26 in einem besonderen Einsatzstück
37 gelagert, das mittels einer Schraubkappe 38 in einem Stutzen 39 des Hosenstücks
festgelegt wird. Auf diese Weise kann die Ventilklappe 26 in einfachster Weise ausgebaut
werden, so daß ebenfalls eine gründliche Reinigung dieser sowie der einzelnen Abzweigleitungen
durchzuführen ist. Durch eine in der Schraubkappe 38 vorgesehene SchauÖffnung 38'
kann eine an dem Einsatzstück 37 vorgesehene Marke beobachtet werden, so daß beim
Einsetzen der Ventilklappe 26 immer ihre richtige Stellung zu den einzelnen Abzweigleitungen
gewährleistet werden kann.
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Um die einzelnen Anschlußstücke möglichst schnell miteinander verbinden
zu können und dabei eine möglichste Freiheit bezüglich der räumlichen Anordnung
zueinander zu erhalten, werden statt der üblichen festen Leitungen Schlauchleitungen
vorgesehen. Dier feste Sitz der Schlauchleitungen auf den einzelnen Anschlußstützen
wird durch eine besondere Ausgestaltung der Verschraubungen erzielt; so werden die
Enden der Anschlußstutzen mit einer sich nach außen erweiternden kegeligen Ausdrehung
q.0 versehen, auf die die Schlauchenden unter entsprechender Aufweitung des Schlauchs
aufgeschoben werden. Hinter der Ausdrehung
40 ist eine mit einem
Kragen 41 versehene Überwurfmutter 42 angeordnet, die nach dem Aufstülpen des Schlauchs
vorgeschraubt wird, wobei das Schlauchende fest zwischen dem Ansatz 4o und dem Kragen
4i neingeklemmt wird.