DE679472C - Verfahren zur Herstellung von Bodenbelagstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bodenbelagstoffen

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DE679472C
DE679472C DEI59263D DEI0059263D DE679472C DE 679472 C DE679472 C DE 679472C DE I59263 D DEI59263 D DE I59263D DE I0059263 D DEI0059263 D DE I0059263D DE 679472 C DE679472 C DE 679472C
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Germany
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adipic acid
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condensation
condensation products
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DEI59263D
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Inventor
Karl Eichstaedt
Dr Karl Vierling
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N1/00Linoleum, e.g. linoxyn, polymerised or oxidised resin
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    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/12Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. gelatine proteins
    • D06N3/121Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. gelatine proteins with polyesters, polycarbonates, alkyds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bodenbelagstoffen Es wurde gefunden, daß man ausgezeichnete Bodenbelagstoffe erhält, wenn man Kondensationsprodukte aus Adipinsäure und mehrwertigen Alkoholen mit Füllstoffen auf Unterlagen aufwalzt oder aufpreßt oder die Massen, ohne auf eine Unterlage aufzubringen, auszieht. Die so erhaltenen Kondensationsprodukte, die etwa faktisartige Beschaffenheit besitzen, können vor ihrer @ Verwendung noch je nach der gewünschten Konsistenz bei mäßigen Temperaturen nacherhitzt weiden.
  • Die Herstellung der Bodenbelagmassen kann in der bei Verwendung von Linoxyn oder ähnlichen Bindemitteln üblichen Weise erfolgen. Es können dabei die bei der Herstellung derartiger Beläge, z. B. linoleumartiger Bodenbeläge, üblichen Füllstoffe, wie Korkmehl, Holzmehl u. dgl., ferner Farbstoffe wie auch Pigmente und auch Weichmachungsmittel, beispielsweise Phthalsäureester oder Triarylphosphate, mitverwendet werden. Besonders zweckmäßig haben sich zur Erhöhung der Plastizität Zusätze von Naturharzen, z. B. von Kolophonium, oder von Kunstharzen, Bitumen, Asphalt, Stearinpech, Glycerinpech oder von Rückständen der Fettsäuredestillation, die gegebenenfalls zwecks Veresterung vorhandener Säuren noch mit Polymethylolverbindungen nachbehandelt sein können, erwiesen. Diese Zusatzstoffe können auch schon vor oder während der Herstellunn der Kondensationsprodukte zu,gesetzt werden. Sie nehmen dann an der Kondensation teil. Die aus diesen Kondensationsprodukten erhaltenen Belagstoffe besitzen eine besonders hohe Alterungsbeständigkeit und gute mechanische Eigenschaften.
  • Man kann die Massen für sich allein und auch auf Trägerstoffen aufgepreßt oder aufgewalzt als Belagstoffe verwenden. Die Belegstoffe besitzen eine ausgezeichnete Elastizität; eine sehr gute Wasser- und Benzinfestigkeit und sind alterungsbeständig.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, die vorstehend beschriebenen Kondensationsprodukte und auch ähnliche Produkte als Imprägnierungs-, Klebe- oder Bindemittel, z. B. für Lacke oder auch für Druckwalzen, zu verwenden. Daraus konnte aber die vorzügliche Eignung der Kondensationsprodukte aus Adipinsäure und mehrwertigen Alkoholen zur Herstellung von Bodenbelägen nicht hergeleitet werden, weil an Bodenbeläge ganz besonders hohe Anforderungen bezüglich Wasser- und Benzinfestigkeit, Elastizität, Widerstand gegen das Eindrücken irgendwelcher Gegenstände, hoher Alterungsbeständigkeit und insbesondere leichter Verarbeitbarkeit gestellt werden und die meisten Kondensationsprodukte aus mehrbasischen Säuren und mehrwertigen Alkoholen nicht befriedigen, während die Kondensationsprodukte aus Adipinsäure und mehrwertigen Alkoholen, insbesondere aus Trimethyloläthan und bzw. oder -propan, die an Bindemittel für Bodenbeläge gestellten Anforderungen vollständig -erfüllen und ausgezeichnete Bodenbeläge ergeben.
  • Gegenüber den bekannten linoleumähnlichen Massen aus Kondensationsprodukten aus Acelainsäure und Glycerin zeichnen sich die beanspruchten Bodenbeläge durch erheblich bessere mechanische Festigkeit und Elastizität aus.
  • Beispiel i 25 Teile eines Kondensatiohsproduktes, das durch ein- bis dreistündiges Kondensieren bon 58o Teilen Adipinsäure und 53o Teilen Trimethylolpropan in Gegenwart von 2 Teilen konzentrierter Schwefelsäure bei 150°C unter Abdestillieren des entstehenden Wassers, bis eine Probe beim Abkühlen eine zügige, weiche Masse darstellt, erhalten wurde, werden zwecks Erreichung der für die Verarbeitung erforderlichen Konsistenz einige Stunden :lang auf 120° C erhitzt und dann mit 250 Teilen Schwerspat und 25 Teilen Eisenrot kalt verwalzt. zu einem Fell von etwa 4 mm Dicke ausgezogen und 5 Stunden lang auf i oo° C erwärmt. Man erhält ein Belegmaterial von von hoher Wasser- und LBsungsmittelfestigk eit . Beispiel 2 Ein Kondensationsprodukt aus 68 Teilen Pentaerythrit und iq.o Teilen Adipinsäure, das durch dreiviertelstündiges Kondensieren in Gegenwart von i Teil Chlorzink erhalten wurde, wird bei etwa 6o' C i mm dick auf eine Papierunterlage aufgewalzt und dann 3 Tage lang auf 50° C erwärmt. Beispiel 3 3o Teile einer faktisartigen Masse, die durch etwa dreiviertelstündiges Kondensieren von iooo Teilen Trimethylolpropän und 125o Teilen Adipinsäure nach Zusatz von 2 Teilen Schwefelsäure bei 170 bis 18o" C erhalten wurde, werden mit 7o Teilen I-Iolzmehl, i o Teilen Ocker; 5 Teilen Eisenrot und 5 Teilen Kolophonium verwalzt. . Die Walzfelle werden gemahlen, und das so erhaltene Mahlgut wird nach Vorwärmen auf etwa 9o" C auf Jute oder Nessel in etwa 3 mm Stärke mittels Kalenderwalzen aufgebracht: Das Ganze wird dann noch i o Tage lang auf 60° C erwärmt. Man erhält so eine Masse, die sich vorzüglich als Bodenbelag eignet.
  • Setzt man das Kolophonium bereits bei der Herstellung des Kondensationsproduktes zu, so besitzen die erhaltenen Bodenbeläge eine besonders hohe Elastizität und Alterungsbeständigkeit. Das Kolophonium kann ganz oder teilweise durch andere Naturharze oder Kunstharze, Bitumen, Asphalt, Stearinpech, Glycerinpech oder Rückstände aus der Fettsäuredestillätion ersetzt werden. Man erhält auch dann besonders feste; elastische und alterungsbeständige Belegstoffe. Beispiel q.
  • Ein durch fünfstündiges Erhitzen von 4.8 Teilen Trimethyloläthan mit 58 Teilen Adipinsäure auf 16o' C erhaltenes Kondensationsprodukt liefert bei der Weiterverarbeitung in der im Beispie13 beschriebenen Weise einen ausgezeichneten Belegstoff.
  • Einen vorzüglichen Belegstoff erhält man auch in gleicher Weise aus einem Kondensationsprodukt, das durch fünfstündiges Erhitzen vor. 5o Teilen Trimethylolpropan und 5o Teilen Trimethyloläthan mit 12o Teilen Adipinsäure in Gegenwart von o, 5 'Teilen Naphthalinsulfonsäure erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATGNTAWSPRÜCII L.: i. Verfahren zur Herstellung von Bodenbelagstoffen, dadurch gekennzeichnet, dä(3 man Kondensationsprodukte aus Adipinsäure und mehrwertigen Alkoholen mit Füllstoffen auf Unterlagen aufwalzt oder aufpreßt oder die Massen; ohne auf eine Unterlage aufzubringen, auszieht. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kondensationsprodukten aus Adipinsäure und Trimethyloläthan und bzw. oder -propan als Bindemittel. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von durch-- Kondensation von Adipinsäure mit mehrwertigen Alkoholen in Gegenwart von Natur- oder Kunstharzen, Bitumen, Asphalt, Stearinpech, Glycerinpech oder von Rückständen der Fettsäuredestillation erhaltenen Produkten als Bindemittel.
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