DE679045C - Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat aus Kaliumformiat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat aus KaliumformiatInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/41—Preparation of salts of carboxylic acids
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat aus Kaliumformiat Gegenstand des Patents 66o 473 bildet ein Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat durch Erhitzen von Kaliumformiat in Anwesenheit von etwa o,5 bis 5 °1o Alkalihydroxyd, dessen Menge um so größer zu halten ist, je niedriger die Reaktionstemperatur zwischen 275 und 45o° gewählt wird, wobei in Äbhängigkeit von der jeweiligen Temperatur der Wasserstoffpartialdruck dauernd unterhalb r Atm. und unterhalb des Gleichgewichtsdruckes der Reaktion gehalten wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Wasserstoffpartialdruck im Verlauf der Reaktion fortlaufend erniedrigt wird.
- Nach einer Ausführungsform dieses Verfahrens gemäß Anspruch a erfolgt die Einstellung des gewünschten Wasserstoffpartialdruckes durch Einführung indifferenter Gase, z. B. Stickstoff. Dies kann z. B. derart geschehen, daß man das Kaliumformiat in geschmolzener Form fein zerstäubt und die feinen Tröpfchen in das indifferente Gas einführt, oder derart, daß man umgekehrt das indifferente Gas in das geschmolzene Kaliumformiat einbläst und so den während der Reaktion entstehenden Wasserstoff dauernd wegspült. In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde festgestellt, daß bei Verwendung von indifferenten Gasen, wie z. B. Stickstoff, Methan, Äthylen u. dgl., die Sauerstoff und bzw. oder Sauerstoffverbindungen, wie Kohlenoxyd oder Stickoxydul, also Verbindungen enthalten, von denen an sich anzunehmen war, daß sie ohne Einfluß auf die Reaktion sein müßten, überraschenderweise ganz erheblich schlechtere Ergebnisse erzielt werden als im Falle der Verwendung von hiervon freien Gasen.
- Es wurde zwar bereits vorgeschlagen, bei der Herstellung von Kaliumoxalat durch Erhitzen von Kaliumformiat die Gegenwart von Sauerstoff zu vermeiden. Es war jedoch nicht bekannt und auch- nicht zu erwarten, daß auch gasförmige Sauerstoffverbindungen die Umsetzung von Kaliumformiat zu Kaliumoxalat hindern werden. Weiterhin war es nicht bekannt, daß der schädliche Einfluß des Sauerstoffs und der Sauerstoffverbindungen sich auch beim Arbeiten in Gegenwart von Alkalihydroxyd geltend macht.
- Erfindungsgemäß erfolgt die Herstellung von Kaliumoxalat durch Erhitzen von Kaliumformiat in Abwesenheit von Sauerstoff sowie gemäß Patent 660 473 in Gegenwart von Alkalihydroxyd unter dauernder Einhaltung eines unterhalb i Atm. und unterhalb des Gleichgewichtsdruckes der Umsetzung liegenden Wasserstoffteildruckes und unter fortlaufender Erniedrigung dieses Teildruk-., kes im Verlauf der Reaktion durch Einführung indifferenter Gase, wie Stickstoff, wobei in diesen. Gasen vorhandene gasförmige Sauerstoffverbindungen, wie Kohlenoxyd oder Stickoxydul, vorher entfernt werden. Zu diesem Zweck werden die indifferenten Gase vor Eintritt in das Reaktionsgefäß einer Absorptions- oder sonstigen Reinigungsbehandlung unterworfen, durch die der Sauerstoff und alle gasförmigen gebundenen Sauerstoff enthaltenden Verbindungen entfernt werden.
- Es wurde weiterhin gefunden, daß man auch beim Arbeiten in Anwesenheit von Sauerstoff und gasförmigen Sauerstoffverbindungen günstige Ergebnisse erzielen kann, wenn man den Einfluß dieser Stoffe durch Steigerung des Alkaligehaltes der Schmelze sowie durch Erhöhung der Umsetzungstemperaturen über das im Rahmen des Hauptpatents einzuhaltende Maß hinaus unschädlich macht.
- Nachstehende Beispiele geben über das Wesen der vorliegenden Erfindung und die -durch sie erzielten Effekte näheren Aufschluß Beispiel i Leitet man durch eine Schmelze von Kaliumformiat, die 3 % freies Ätzkali enthält, bei 300 bis 35o° einen lebhaften Strom von an Sauerstoff und gasförmigen Sauerstoffverbindungen freien Stickstoff, so wird die Masse unter Abspaltung von Wasserstoff allmählich fest und enthält nach i bis 11/2 Stunden etwa 95 % Kaliumoxalat.
- Beispiel 2 Arbeitet man unter den Bedingungen des Beispiels i, jedoch mit einem durch 5 °/o Sauerstoff verunreinigten Stickstoff, so erhält man nur eine Ausbeute von 301/0, die im allgemeinen .noch um so schlechter wird, je höher sich der 'Sauerstoffgehalt des Stickstoffs beläuft.
- . Beispiel 3 Arbeitet man unter den Bedingungen des Beispiels i mit einem durch 25'/, Kohlenoxyd verunreinigten Stickstoff, so erhält man nur Ausbeuten von etwa 52 °/o, die auch hier noch um so schlechter werden, je mehr Kohlenoxyd in dem Stickstoff enthalten ist.
- Beispiel Arbeitet man wie im Beispie13 mit einem durch 25 °% Kohlenoxyd verunreinigten Stickstoff, steigert aber den Alkaligehalt der Schmelze auf io °/o und erhöht gleichzeitig die Temperatur auf etwa 400 °, so erhält man in der gleichen Zeit eine Ausbeute von etwa 81 °/o Kaliumoxalat.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat durch Erhitzen von Kaliumformiat in Abwesenheit von Sauerstoff gemäß Patent 660 473 in Gegenwart von Alkalihydroxyd unter dauernder Einhaltung eines unterhalb i Atm. und unterhalb des Gleichgewichtsdruckes der Umsetzung liegenden Wasserstoffteildruckes und unter fortlaufender Erniedrigung dieses Teildruckes im Verlauf der Realetion durch Einführung indifferenter Gase, wie Stickstoff, dadurch gekennzeichnet, daß in diesen Gasen vorhandene gasförmige Sauerstoffverbindungen, lvie Kohlenoxyd oder Stickoxydul, vorher entfernt werden.
- 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Arbeiten in Anwesenheit von Sauerstoff bzw. gasförmigen Sauerstoffverbindungen diese durch Steigerung des Alkaligehaltes der Schmelze sowie durch Erhöhung der Umsetzungstemperatur unschädlich gemacht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK127017D DE679045C (de) | 1932-09-17 | 1932-09-17 | Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat aus Kaliumformiat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK127017D DE679045C (de) | 1932-09-17 | 1932-09-17 | Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat aus Kaliumformiat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE679045C true DE679045C (de) | 1939-08-03 |
Family
ID=7246266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK127017D Expired DE679045C (de) | 1932-09-17 | 1932-09-17 | Verfahren zur Herstellung von Kaliumoxalat aus Kaliumformiat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE679045C (de) |
-
1932
- 1932-09-17 DE DEK127017D patent/DE679045C/de not_active Expired
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