DE671925C - Vorrichtung zum Verhueten des Festbremsens der Raeder eines Kraftfahrzeuges - Google Patents

Vorrichtung zum Verhueten des Festbremsens der Raeder eines Kraftfahrzeuges

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DE671925C
DE671925C DEW99472D DEW0099472D DE671925C DE 671925 C DE671925 C DE 671925C DE W99472 D DEW99472 D DE W99472D DE W0099472 D DEW0099472 D DE W0099472D DE 671925 C DE671925 C DE 671925C
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DE
Germany
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valve
wheels
brake
pressure
brake cylinder
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DEW99472D
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English (en)
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Publication date
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Publication of DE671925C publication Critical patent/DE671925C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Description

nDiiouieeK^^mpip^ Bur. Ind. Eigendoi^ -8 MET. 1939
AUSGEGEBEN AM 16. FEBRUAR 1939
W99472 IIJ63C
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhüten des Festbremsens der Räder von Fahrzeugen. Es ist bekannt, zu diesem Zweck ein elektromagnetisch gesteuertes Ventil zu verwenden, dessen Elektromagnet stromlos wird, sobald die Drehzahl der Räder unter einen bestimmten Wert absinkt. Bei dieser bekannten Vorrichtung arbeitet das Elektromagnetventil mit einem Hilfsventil 211-sammen, dessen die Verbindung zwischen dem Bremszylinder und dem Hauptsteuerventil überwachendes Absperrglied mit einem auf der einen Seite unter dem Druck in dieser Verbindung stehenden Verstellglied (Kolben, Biegehaut) verbunden ist. Um die bekannte Vorrichtung zu vereinfachen und auch für Bremsanlagen mit nur einer durchgehenden Bremsdruckleitung geeignet zu machen, wird nach der Erfindung der Hilfsventilraum auf der vom Absperrglied abgewendeten Seite des Verstellgliedes mit einer von dem unmittelbar anliegenden, elektromagnetisch gesteuerten Ventil überwachten Entlüftungsöffnung versehen und durch eine Leitung von geringem Querschnitt an die Bremsdruckleitung bzw. an den Bremszylinder angeschlossen.
Einige Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der Zeichnung skizziert, und zwar zeigt:
Abb. ι eine Vorrichtung für durch Druckluft anzuziehende Bremsen mit einem durch eine Batterie gespeisten Elektromagnetventil,
Abb. 2 dieselbe Vorrichtung mit einem besonderen Stromerzeuger für das Elektromagnetventil und
Abb. 3 eine Vorrichtung für durch Auslassen von Druckluft anzuziehende Bremsen mit einem Stromerzeuger für das Elektromagnetventil.
Das Gehäuse des Hilfsventil besteht aus zwei Teilen, zwischen die eine Biegehatit c eingespannt ist. Diese Biegehaut unterteilt das Innere des Gehäuses in zwei Kammern a und b. Die Kammer« ist durch eine Leitung/z mit dem nicht dargestellten Bremszylinder und durch einen von einem Ventilteller d überwachten Einlaß mit der Bremsdruckleitung verbunden. Die Kammer b ist durch einen engen Kanal/ mit dem vor dem Ventilteller d liegenden Teil der Bremsdruckleitung verbunden. Die Kammer b besitzt außerdem 'eine Entlüftungsöffnung, die durch ein Elektromagnetventile,»· geschlossen wird, wenn dessen Spule/ Strom erhält. Die Spule/ (Abb. 1) ist einerseits mit der Bremstrommel des zu bremsenden Rades und andererseits mit dem einen Pol einer Batterie verbunden. Der andere Pol der Batterie ist über einen
Fliehkraftkontakt an. die eine Bremsbacke angeschlossen. - ■
Bei rollendem Rad und gelöster Bremse sind die Teile der Vorrichtung in der aus Abb. ι ersichtlichen Stellung. Das Ventil d ist geöffnet, und die Kugele liegt lose auf ihrem Sitz, da die Spule/ stromlos ist. Beim Bremsen tritt Druckluft am Ventilteller d vorbei durch die Kammer ß und die Leitung Λ
ίο zum Bremszylinder, so daß die Bremsbacken angelegt werden, die Spule / Strom erhält und die Kugele fest auf ihren Sitz gepreßt wird. Da hierdurch die Kammer b nach außen abgeschlossen ist, steigt beim weiteren Erhöhen des Bremsdruckes der Druck in der Kammer b, so daß das Ventil d ,geöffnet bleibt. Sobald der Bremsdruck im Zylinder so groß ist, daß er das bzw. die Räder feststellt, unterbricht der Fliehkraftkontakt die Stromverbindung zur Spule/, so· daß diese stromlos wird und die in der Kammer b vorhandene Druckluft an der Kugele vorbei entweichen kann. Da durch den engen Kanal / nicht rasch genug und in genügendem Umfang Druckluft nachströmen kann, fällt der Druck in der Kammer & ab. Es entsteht also· ein Druckunterschied zu beiden Seiten der Biegehaut c, welcher, bewirkt, daß der Ventilteller 'd auf seinen Sitz gelegt und außerdem eine nicht näher dargestellte. Verbindung zwischen der Kammer« und der Außenluft geschaffen wird. Infolgedessen vermindert sich der Druck im Bremszylinder. Dieser Zustand bleibt bestehen, bis der Bremszylinderdruck so weit abgefallen ist, daß das Rad sich wieder dreht und der Fliehkraftkontakt die Stromzufuhr zur Spule / wiederherstellt. Dann schließt das Magnetventil g, e, und es bildet sich wieder Druck in der Kammer b, wodurch die Verbindung der Kammer α mit der Außenluft wieder unterbrochen und der Ventilteller !ή? abgehoben wird. Der Druck im Bremszylinder und damit auch die Bremsstärke werden also wieder verstärkt. Dieses Spiel wiederholt sich, solange die Straße schlüpfrig ist und also im Verhältnis zu stark gebremst wird.
In der gleichen Weise wie die Vorrichtung nach Abb. 1 wirkt auch diejenige nach Abb. 2.
Hier wird lediglich der Strom für das Magnetventil nicht einer Batterie entnommen, sondern von einer beim Bremsen von einer mit dem Rad umlaufenden Teil angetriebenen Dynamo 'erzeugt.
Bei der Anhängerbremsung, bei welcher häufig die Bremsung nicht durch Drucksteigerung, sondern durch die Entlüftung einer während der Fahrt unter Druck stehenden Leitung erfolgt, muß das Steuerorgan sinngemäß nach Abb. 3 in der Weise umgestaltet werden, daß während der Fahrt ohne Bremsung das - als Rückschlagventil ausgebildete Ventile auch bei stromloser Spule den Abfluß · des Druckluftstromes verhindert. Der Bremsvorgang ist folgender: Die Spule/ erhält beim Bremsen von der in Antriebsstellung gebrachten Dynamo her Strom und lüftet dabei durch einen Druckstift das Rückschlagventile. Damit sorgt sie für Entlüftung der Kammer b, wodurch der Durchströmungsquerschnitt am gesteuerten Ventilteller d vergrößert wird. Die Entlüftung und damit die Bremsung k:ann ungehemmt erfolgen, solange nicht durch zu starkes Bremsen wieder das Feststellen eintritt. Denn beim Feststellen wird (wie bei den anderen Beispielen) die Spule / wieder stromlos, und das Ventil e schließt sich, weil der Druck der Spule wegfällt. Da der Zustrom durch den Überströmkanal i fortdauert, der Abstrom aber durch das Rückschlagventil e verhindert wird, so bildet sich in der Kammern wieder ein Druck. Dagegen besteht die Entlüftung der Kammer α durch den Abfluß bei Ii zunächst noch fort. Die Biegehaut c wird somit in Richtung auf die Kammer α eingedrückt. Das hat zur Folge, daß der Strömungsquerschnitt durch das zwangsläufig von der Membran c ge-steuerte Ventil d verringert oder sogar abgeriegelt wird. Die Bremskraft geht zurück, und die Bremse wird sich wieder lösen, bis das Feststellen überwunden ist. Für die Anhängerbremsung ist die Arbeitsweise des Reglers also* grundsätzlich dieselbe wie bei den anderen Bauarten. Er arbeitet in allen Fällen so, daß der Fahrer auch bei schlechter Straßenbeschaffenheit die Bremsen in vollem Umfang betätigen kann, weil jede Aufhebung der Raddrehgeschwindigkeit sofort die Spulen stromlos macht und das oben beschriebene too Ventilspiel hervorruft.
Das Arbeiten der Biegehautsteuerung, das zweckmäßig auch durch Lichtsignale am. Schaltbrett sichtbar gemacht wird, indem ein besonderer Stromkreis durch die Biegehaut- »05 bewegung geöffnet oder geschlossen wird, kann außerdem noch dazu benutzt werden, eine Sandstreuvorrichtung zur Verbesserung der Fahrbahn, z. B. an den Vorderrädern der Fahrzeuge, einzuschalten. Diese Art der Sandstreuvorrichtung hat gegenüber den bisher üblichen Vorrichtungen ähnlicher Art den Vorzug, daß sie sich selbsttätig und nur im Fall des Feststellens der Bremsen einschaltet. Sie muß also nicht wie die bekannten Kon- > struktionen erst durch besonderen Fußdruck . betätigt werden und würde auch nicht bei jedem Bremsvorgang in Kraft treten, sondern nur wenn die Glätte der Straße es erforderlich macht. Denn die Biegehautsteuerung ar- »2° beitet ja nur beim Feststellen, also gerade in dem Augenblick, in dem die Sandstreuung
besonders notwendig und wirksam ist. Die
Vorrichtung hat somit nur einen geringen
Saiidverbrauch und wird doch im Ernstfall rasch wirksam werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Verhüten des Festbremsens dor Räder eines Kraftfahrzeuges mit einem elektromagnetisch gesteuerten Ventil, dessen Elektromagnet stromlos wird, sobald die Drehzahl der Räder unter ' einen bestimmten Wert absinkt, und das mit 'einem Hilfsventil zusammenarbeitet, dessen die Verbindung zwischen dem Bremszylinder und dem Hauptsteuerventil überwachendes Absperrglied mit einem auf der einen Seite unter dem Druck in dieser Verbindung stehenden Verstellglied (Kolben, Biegehaut) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (&)„ auf der dem Absperrglied (d) abgewendeten Seite des Verstellgliedes (c) mit einer von dem unmittelbar anliegenden, elektromagnetisch gesteuerten Ventil (e) überwachten Entlüftungsöffnung versehen und durch eine Leitung (/) von geringem Querschnitt an die Bremsdruckleitung" bzw. den Bremszylinder angeschlossen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Fahrzeuge mit Sandstreuer, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektromagnetventil (e> f> S) bzw. das Biegehautventil (c, d) mit einer Hilfsvorrichtung derart gekuppelt ist, daß es bei Gefahr des Festbremsens den Sandstreuer zur Wirkung bringt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    RERUN. Γ·Κ!>ΙΙ|:ΟΚΤ IN UCR
DEW99472D 1936-09-15 1936-09-15 Vorrichtung zum Verhueten des Festbremsens der Raeder eines Kraftfahrzeuges Expired DE671925C (de)

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DEW99472D DE671925C (de) 1936-09-15 1936-09-15 Vorrichtung zum Verhueten des Festbremsens der Raeder eines Kraftfahrzeuges

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Publication Number Publication Date
DE671925C true DE671925C (de) 1939-02-16

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ID=7615172

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2016076806A1 (en) 2014-11-12 2016-05-19 Darcan Göksel A constant force braking method for vehicles

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2016076806A1 (en) 2014-11-12 2016-05-19 Darcan Göksel A constant force braking method for vehicles

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