DE671653C - Elektrische Schiffsantriebsanlage mit Synchronmotoren als Propellermotoren und Wechselstromgeneratoren, die durch Dampfturbinen angetrieben werden - Google Patents
Elektrische Schiffsantriebsanlage mit Synchronmotoren als Propellermotoren und Wechselstromgeneratoren, die durch Dampfturbinen angetrieben werdenInfo
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Description
A 71396
Für den Antrieb von Schiffsschrauben verwendet man in neuerer Zeit in vielen Fällen
den elektrischen Antrieb in der Weise, daß die Schiffsschrauben von Elektromotoren angetrieben
werden, welche über von Turbinen oder Dieselmotoren angetriebene Generatoren gespeist werden. Diese elektrischen Antriebe
bieten für gewisse Betriebsfälle große Vorteile gegenüber dem direkten Antrieb der
Schrauben. Von einem derartigen Antrieb wird verlangt, daß die Drehzahl der Schiffsschrauben
unabhängig von der Drehzahl der Generatoren und ohne zusätzliche Verluste geregelt werden kann. Man hat bisher für
derartige Schiffsantriebe sowohl Gleichstromantriebe als auch Wechselstromantriebe mit
Asynchron- und Synchronmotoren vorgeschlagen. Während die Gleichstromantriebe im Hinblick auf Wirkungsgrad und infolge
ao der Verwendung der Kommutatoren bei Überschreiten einer gewissen Leistung Schwierigkeiten
bieten, erfüllt andererseits der Antrieb durch Wechselstrommotoren nicht alle Anforderungen
hinsichtlich der Unabhängigkeit der Drehzahlen von Motor und Generator. Es ist sodann vorgeschlagen worden, für
solche Schiffsantriebe kommutatorlose Wechselstrommotoren zu verwenden, welche über
gesteuerte Entladungsgefäße gespeist werden und welche hinsichtlich ihrer Regelung alle
Eigenschaften des .Gleichstrommotors aufweisen, ohne dessen Nachteile zu besitzen.
Derartige ventilgesteuerte Wechselstrommotoren sind verhältnismäßig schwer, weil
die Ausnutzung der Wicklungen im Stator beträchtlich schlechter ist als die Ausnutzung
der Wicklungen in normalen Wechselstrommaschinen. Diese ventilgesteuerten Motoren
■gestatten, bei beliebiger, konstanter oder veränderlicher Frequenz des zugeführten Wechselstromes
durch einfache Regelung der dem Motor zugeführten Wechselspannung mit Hilfe der Erregung der Generatoren jede beliebige
Drehzahl bei praktisch konstantem Leistungsfaktor einzuhalten. Es ist nun bekannt,
daß die von einer Schiffsschraube aufgenommene Leistung ungefähr mit der dritten
Potenz der Geschwindigkeit sich ändert, so daß beispielsweise bei 80 °/o der Maximalgeschwindigkeit
die von der Schraube aufgenommene Leistung nur 50 % der der vollen Maximalgeschwindigkeit entsprechenden Leistung
beträgt. Andererseits gestattet die Dampfturbine als Antriebsmaschine für den Generator einen wenn auch kleinen Spielraum
in der Drehzahl der Turbine, ohne daß der Wirkungsgrad der Turbine in unzulässigem
Maße verschlechtert wird.
Die vorliegende Erfindung stützt sich auf diese Tatsachen und bezweckt, innerhalb eines
sehr großen Geschwindigkeitsregelbereiches, beispielsweise zwischen ο und 80 °/o der
Maximalgeschwindigkeit, alle Vorteile des Antriebes der Schiffsschraube durch ventil-
gesteuerte Motoren zu benutzens wobei die
bei dieser Betriebsweise aufgenommene Leistung und also auch die Leistung des Steuerventils
nur etwa 50 % der Motorleistung betragen
muß, wobei in dem Bereich oberhalb+ 80 °/0 der Maximalgeschwindigkeit bis zu"
100 °/o die Antriebsmotoren als normal« Asynchron- oder Synchronmotoren arbeiten.
Bei diesem Betrieb als Synchronmotoren kann die Drehzahl der Motoren innerhalb des für'
die Drehzahlregelung der Turbinen zulässigen Bereiches geändert werden, beispielsweise im
Bereich von 80 bis 100 °/0 der Maximalgeschwindigkeit.
Bei dieser Betriebsweise müssen daher die Antriebsmotoren nur für die normale Leistung als Synchronmotoren
entsprechend der Maximalgeschwindigkeit bemessen werden, wobei gleichzeitig die
Statorwicklungen der Motoren hinsichtlich Querschnitt und Windungszahl den Anforderungen
für den Betrieb als ventilgesteuerte Motoren mit halber Leisung entsprechen.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein
elektrischer Antrieb von Schiffsschrauben mit Wechselstromgeneratoren, die durch
Dampfturbinen angetrieben werden, und Synchronmotoren
als Propellermotoren, die innerhalb eines unteren Geschwindigkeitsbereiches vom Stillstand bis zu einer bestimmten
oberen Grenzgeschwindigkeit (beispielsweise ο bis 80%) bei Betrieb mit der
wirtschaftlichsten konstant gehaltenen Drehzahl der Turbinen als ventilgesteuerte Mehrphasenmotoren
arbeiten, dagegen innerhalb des oberen Geschwindigkeitsbereiches (80 bis
100 °/0 der Maximalgeschwindigkeit) als
Asynchron- oder Synchronmotoren betrieben werden, wobei während der Zeit, wo die Motoren
als Asynchron- oder Synchronmotoren arbeiten, die Steuerventile stromlos sind und
ferner eine Geschwindigkeitsregelung mit Hilfe der Drehzahlregelung der Turbine erfolgt.
An Hand der Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert, und zwar zeigt die Fig. 1
schematisch die grundsätzliche Schaltung einer Zweiwellenanlage. Die Anlage besteht
im wesentlichen aus zwei durch Turbinen angetriebene Sechsphasengeneratoren mit
Doppelsechsphasenwicklung im Stator und zwei Propellermotoren mit Steuerventil und
Zubehör. Zwecks besserer Übersichtlichkeit des Schaltschemas ist die Anlage nur einphasig
gezeichnet und die erforderliche Zahl der Verbindungsleitungen mit Ziffern angedeutet.
Es bedeuten α die beiden Antriebsturbinen, welche mit den Sechsphasengeneratoren
b mit Doppelwicklung gekuppelt sind. Die zwölf Wicklungsenden der Statorwicklung
dieser Generatoren sind zu zwei sechsphasigen Sammelschienensystemen c und d
geführt, von denen das System c mit dem
einen Motor h, das System d mit dem anderen Motor h verbunden ist. Die sechs Wicklungsmittelpunkte jedes Generators sind über einen 6g
f Umschalter e mit Saugdrosselspulen / verbunden, deren Mittelpunkte zu den Kathoden
'»der Steuerventile g geführt sind. In die Zuleitungen zu den Statorwicklungen der Propellermotoren
h ist je ein Umschalter i eingebaut, welcher die für den Übergang vom
Betrieb als ventilgesteuerter Motor zum Betrieb als Asynchron- oder Synchronmotor
und umgekehrt erforderlichen Umschaltungen der Stator wicklung durchführt und von
welchem aus zwölf Verbindungen zu den Anoden jedes Steuerventils g geführt sind.
Die Erregung der Polräder ρ sowohl der Generatoren b als auch der Motoren h erfolgt
von einem Hilfsgleichstromsystem / aus über Regelwiderstände m.
Es ist zu bemerken, daß den ventilgesteuerten Propellermotoren h jede beliebige Charakteristik
gegeben werden kann, sei es Nebenschluß-, Kompound- oder Reihenschlußcharakteristik.
Im vorliegenden Fall erfolgt die Regelung der Drehzahl bei Betrieb als
ventilgesteuerte Motoren ausschließlich durch Spannungsregelung an den Generatoren, d. h.
mit Hilfe der Erregung der Generatoren b. Bei gegebenem Drehmoment ist die Drehzahl
der Motoren proportional der zugeführten Spannung. Bei Betrieb als ventilgesteuerte
Motoren erfolgt die Speisung gemeinsam durch einen einzelnen Generator, wobei der
Kupplungsschalter η für die beiden Sammelschienensysteme
geöffnet ist und wobei der Umschalter e je nach dem im Betrieb befindlichen
Generator in der einen oder anderen Stellung sich befindet. Bei dieser Betriebsweise
arbeitet je eine der beiden Sechsphasenwicklungen des Generators b auf einen
Propellermotor, wobei wieder einem jeden Motor eine besondere Saugdrosselspule f zugeordnet
werden muß. Es besteht in dieser Schaltung die Möglichkeit, jeden der beiden
Motoren unabhängig vom anderen mit Hilfe der Gittersteuerung allein oder durch Veränderung
der Erregung des Polrades in der Drehzahl zu regeln, wobei zu bemerken ist,
daß bei Regelung mit Hilfe der Gittersteuerung der Leistungsfaktor des vom Motor
aufgenommenen Stromes ungefähr proportional mit der Drehzahl abnimmt. Da indessen
die Zeiten, während welchen die Schiffsschrauben mit ungleichen Drehzahlen arbeiten, verhältnismäßig klein sind, spielt
diese Tatsache praktisch keine Rolle. Die gemeinsame Regelung der Drehzahl beider
Motoren erfolgt, wie bereits angegeben, durch Veränderung der Generatorspannung. Diese
Betriebsweise ist durchführbar bis zu einer
Drehzahl, wo die entsprechende Leistung mit der Leistung der Steuerventile g übereinstimmt.
Soll diese Geschwindigkeit überschritten werden, so können die ventilgesteuerten
Motoren mittels der Umschalter i von den Steuerventilen g abgetrennt und als
Asynchron- oder Synchronmotoren verwendet werden.
Das Umschalten der Motoren von Ventilauf Synchronbetrieb und umgekehrt erfolgt auf sehr einfache Weise und ist an Hand der Fig. 2 leicht verständlich. Angenommen, die Umschaltung soll bei einer Geschwindigkeit von 8o °/0 der maximalen Geschwindigkeit erfolgen, d. h. die vom Generator abgegebene Spannung sei 8o °/o der Nennspannung bei der wirtschaftlich günstigsten Drehzahl der Turbinen und bei der reduzierten Spannung entsprechend reduzierter Erregung. Um die Umschaltung der ventilgesteuerten Motoren auf Synchronbetrieb einzuleiten, muß nun die Drehzahl der Turbine auf 8o % erniedrigt und gleichzeitig die Erregung des Generators auf ioo °/0 erhöht werden, so daß nun bei reduzierter Frequenz die Generatoren dieselbe Spannung wie früher abgeben. Nun ist gemäß Fig. 2 in die Statorwicklung r jedes Propellermotors ein Voltmeter ν oder ein Synchronoskop eingeschaltet, das den synchronen Gang des ventilgesteuerten Motors mit der Netzspannung anzeigt. Bei Synchronismus kann durch Umlegen des Umschalters j der Propellermotor synchronisiert werden, indem eine dreiphasige Wicklungsgruppe im Propellermotor unmittelbar, d. h. unter LTmgehung des Steuerventils g mit je einer Wicklung des Generators b verbunden wird. Nach erfolgter Umschaltung arbeitet sodann der Propellermotor als normaler Synchronmotor synchron mit den Generatoren, so daß die Drehzahl der Schrauben durch Erhöhung der Drehzahl der Generatoren von 80 °/0 auf die maximale Geschwindigkeit gesteigert werden kann, wobei dann die Steuerventile g
Das Umschalten der Motoren von Ventilauf Synchronbetrieb und umgekehrt erfolgt auf sehr einfache Weise und ist an Hand der Fig. 2 leicht verständlich. Angenommen, die Umschaltung soll bei einer Geschwindigkeit von 8o °/0 der maximalen Geschwindigkeit erfolgen, d. h. die vom Generator abgegebene Spannung sei 8o °/o der Nennspannung bei der wirtschaftlich günstigsten Drehzahl der Turbinen und bei der reduzierten Spannung entsprechend reduzierter Erregung. Um die Umschaltung der ventilgesteuerten Motoren auf Synchronbetrieb einzuleiten, muß nun die Drehzahl der Turbine auf 8o % erniedrigt und gleichzeitig die Erregung des Generators auf ioo °/0 erhöht werden, so daß nun bei reduzierter Frequenz die Generatoren dieselbe Spannung wie früher abgeben. Nun ist gemäß Fig. 2 in die Statorwicklung r jedes Propellermotors ein Voltmeter ν oder ein Synchronoskop eingeschaltet, das den synchronen Gang des ventilgesteuerten Motors mit der Netzspannung anzeigt. Bei Synchronismus kann durch Umlegen des Umschalters j der Propellermotor synchronisiert werden, indem eine dreiphasige Wicklungsgruppe im Propellermotor unmittelbar, d. h. unter LTmgehung des Steuerventils g mit je einer Wicklung des Generators b verbunden wird. Nach erfolgter Umschaltung arbeitet sodann der Propellermotor als normaler Synchronmotor synchron mit den Generatoren, so daß die Drehzahl der Schrauben durch Erhöhung der Drehzahl der Generatoren von 80 °/0 auf die maximale Geschwindigkeit gesteigert werden kann, wobei dann die Steuerventile g
Ί5 und die Saugdrosselspule/ bis zu den Mittelpunkten der Statorwicklung stromlos werden.
Soll umgekehrt aus dem Synchronbetrieb auf den Betrieb als ventilgesteuerter Motor übergegangen werden, so muß nur
dafür gesorgt werden, daß die Erregung der Propellermotoren im Verhältnis zu derjenigen
der Generatoren oberhalb eines bestimmten, durch die Spannungsgleichheit bestimmten
Wertes liegt, d. h. es müssen die Synchronmaschinen mit einem minimalen, durch Versuche oder Berechnung feststellbaren
Leistungsfaktor arbeiten, bevor auf Ventilbetrieb umgeschaltet werden darf. Die Parallelschaltung
der zweiten Turbine bei Übergang auf Synchronbetrieb kann dabei vor oder nach dem Umschalten erfolgen, ebenso
die Abschaltung der zweiten Turbine bei Übergang auf Ventilbetrieb.
Nach der Erfindung erfolgt das rasche Umsteuern der Propellermotoren von Vorwärtsauf
Rückwärtsfahrt und umgekehrt auf sehr einfache Weise, wobei angenommen wird, daß das Umsteuern je nach den Verhältnissen
nur bei reduzierter Geschwindigkeit, d. h. bei Ventilbetrieb der Motoren, erfolgen
muß. Om ein möglichst rasches Stillsetzen der Propellermotoren herbeizuführen
und unter Beachtung der Tatsache, daß das Widerstandsmoment auf die Propellerwelle
bei Unterschreitung einer gewissen Geschwindigkeit positiv wird, d. h. daß die Propellerwelle
durch den Fahrtstrom angetrieben wird, muß den Motoren zur Umsteuerung ein möglichst
konstanter und möglichst hoher Strom zugeführt und dabei das wirksame Drehmoment
umgekehrt werden. Dies ist im vorliegenden Fall ohne weiteres möglich, und zwar durch bloßes Umlegen der Steuerung
am ventilgesteuerten Motor und gleichzeitiges Einschalten je eines Bremswiderstandes t in
die Zuleitungen zwischen Generatoren und Motoren. Es bestehen nun zwei Möglichkeiten,
dieses Umsteuern vorzunehmen. Die eine setzt voraus, daß die Entregung der Generatoren in der gewünschten Zeit möglich
ist. Unter dieser Voraussetzung geht das Umsteuern in der Weise vor sich, daß die
Steuerung der Propellermotoren umgelegt und die Entregung des Generators bis zur
Remanenz durchgeführt wird, wobei gleichzeitig die im normalen Betrieb kurzgeschlossenen
Widerstände t zwischen Generatoren und Propellermotoren durch Öffnen der Überbrückung
eingeschaltet werden. In diesem Moment arbeitet der Motor als Generator auf die Widerstände t, wobei bei abnehmender
Drehzahl des Motors die abnehmende Motorspannung durch eine zunehmende, mit Hilfe
der Erregung des Generators geregelte Generatorzusatzspannung ergänzt werden kann,
so daß bei konstantem Widerstand t ein bestimmter Bremsstrom durch den Motor fließt,
bis dieser zum Stillstand kommt. In diesem Moment wird wiederum die Erregung der
Generatoren auf Null reduziert, und gleichzeitig werden die Widerstände t wieder überbrückt,
wonach durch langsames Hochregeln der Generatorspannng der Motor mit beliebigem Drehmoment rückwärts zu arbeiten
beginnt. Die Widerstände t sind dazu bestimmt, die kinetische Energie der Propellermotoren
zu vernichten, und sind erforderlich,
weil das Netz als solches keine Rückenergie aufnehmen kann.
Eine zweite Möglichkeit des Umsteuerns ergibt sich für den Fall, das aus irgendwelchen
Gründen auf die Einwirkung bei der
Erregung der Generatoren beim Umsteuern verzichtet werden muß. In diesem Fall
müssen die Widerstände t stufenweise überbrückt werden mit Hilfe von ferngesteuerten
Schützen. Die Umsteuerung der Propellermotoren geht dann in der Weise vor sich,
daß die Steuerung der Motoren umgelegt wird und gleichzeitig die Widerstände t eingeschaltet
werden, die in diesem Falle für
ίο die doppelte Leistung gegenüber dem vorerwähnten
Falle zu bemessen sind. In diesem Moment arbeitet nun der Motor als Generator
mit dem Schiffsgenerator in Reihe auf die Widerstände t. Nach Maßgabe der abnehmenden
Drehzahl und Spannung der als Generator arbeitenden Propellermotoren müssen,
wenn ein konstanter Bremsstrom erreicht werden soll, die Widerstände t nun stufenweise
abgeschaltet werden, so daß beispielsweise bei Stillstand der Propellermotoren die
Widerstände t auf 50 % ihres ursprünglichen Wertes und nach erfolgtem Umsteuern auf
volle Drehzahl rückwärts auf Null reduziert werden.
Um einerseits eine möglichst einfache Statorwicklung
in den Generatoren und andererseits möglichst wenig Steuerventile zu erhalten,
ist es vorteilhaft, die Statorwicklungen der Propellermotoren in an sich bekannter
Weise in zwei oder mehrere unter sich genau gleiche und gleichphasige Mehrphasenwicklungen
zu unterteilen, wobei diese Wicklungen jeweils abwechslungsweise arbeiten. Bei
dieser Anordnung tritt der bereits erwähnte Nachteil der schlechten Kupferausnutzung
in der Statorwicklung der Motoren vollkommen zurück, weil die für die volle Leistung
als Synchronmotor bemessene Statorwicklung den Anforderungen hinsichtlich Kupfergewicht
als ventilgesteuerter Motor bei halber Nennleistung (etwa 80 °/0 der maximalen
Geschwindigkeit) gerade genügt, d. h. also, die Propellermotoren sind bei dieser Betriebsweise
gerade bei voller Belastung in der bestmöglichen Weise ausgenutzt und wer-•
den somit nicht schwerer als normal. Ebenso muß das Steuerventil nur ; für die halbe
Nennleistung der Motoren bemessen werden.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Elektrische Schiffsantriebsanlage mit Synchronmotoren a,ls Propellermotoren und Wechselstromgeneratoren, die durch Dampfturbinen angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronmotoren innerhalb eines unteren Geschwindigkeitsbereiches vom Stillstand bis zu einer bestimmten oberen Grenzgeschwindigkeit (beispielsweise 80 °/o) bei Betrieb mit der wirtschaftlichsten konstant gehaltenen Drehzahl der Turbinen als ventilgesteuerte Mehrphasenmotoren, dagegen innerhalb des oberen Geschwindigkeitsbereiches bis zur maximalen Geschwindigkeit als Asynchron- oder Synchronmotoren betrieben werden, wobei während der Zeit, wo die Motoren als Asynchron- oder Synchronmotoren arbeiten, die Steuerventile stromlos sind und ferner eine Geschwindigkeitsregelung mit Hilfe der Drehzahlregelung der Turbine erfolgt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang vom Betrieb als ventilgesteuerter Motor zum Betrieb als Asynchron- oder Synchronmotor und umgekehrt ohne stromlose Zwischenpause durch Umlegen je eines Umschalters je Motor erfolgt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Propellermotoren als mehrphasige Motoren mit Mehrfachwicklung im Stator gebaut sind.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks raschen Umsteuerns der Propellermotoren bei Betrieb als ventilgesteuerte Motoren in die Verbindungsleitungen zwischen Generatoren und Motoren Ohmsche Wider-* stände eingeschaltet werden, die beim Umsteuern der Propellermotoren im Notfall eingeschaltet und stufenweise überbrückt werden, wobei gleichzeitig die Gittersteuerung der Steuerventile der Motoren unmittelbar auf »volle Fahrt zurück« umgelegt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA71396D DE671653C (de) | 1933-09-20 | 1933-09-20 | Elektrische Schiffsantriebsanlage mit Synchronmotoren als Propellermotoren und Wechselstromgeneratoren, die durch Dampfturbinen angetrieben werden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA71396D DE671653C (de) | 1933-09-20 | 1933-09-20 | Elektrische Schiffsantriebsanlage mit Synchronmotoren als Propellermotoren und Wechselstromgeneratoren, die durch Dampfturbinen angetrieben werden |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE671653C true DE671653C (de) | 1939-02-11 |
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ID=6945267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA71396D Expired DE671653C (de) | 1933-09-20 | 1933-09-20 | Elektrische Schiffsantriebsanlage mit Synchronmotoren als Propellermotoren und Wechselstromgeneratoren, die durch Dampfturbinen angetrieben werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE671653C (de) |
-
1933
- 1933-09-20 DE DEA71396D patent/DE671653C/de not_active Expired
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